DE61639C - Selbsttätig bei Rohrbruch abschliessender Schieber für Luftdruckbremsen - Google Patents

Selbsttätig bei Rohrbruch abschliessender Schieber für Luftdruckbremsen

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DE61639C
DE61639C DENDAT61639D DE61639DA DE61639C DE 61639 C DE61639 C DE 61639C DE NDAT61639 D DENDAT61639 D DE NDAT61639D DE 61639D A DE61639D A DE 61639DA DE 61639 C DE61639 C DE 61639C
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Germany
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pressure brakes
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DENDAT61639D
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English (en)
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L. CHA-BERT in Paris
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B60VEHICLES IN GENERAL
    • B60TVEHICLE BRAKE CONTROL SYSTEMS OR PARTS THEREOF; BRAKE CONTROL SYSTEMS OR PARTS THEREOF, IN GENERAL; ARRANGEMENT OF BRAKING ELEMENTS ON VEHICLES IN GENERAL; PORTABLE DEVICES FOR PREVENTING UNWANTED MOVEMENT OF VEHICLES; VEHICLE MODIFICATIONS TO FACILITATE COOLING OF BRAKES
    • B60T17/00Component parts, details, or accessories of power brake systems not covered by groups B60T8/00, B60T13/00 or B60T15/00, or presenting other characteristic features
    • B60T17/04Arrangements of piping, valves in the piping, e.g. cut-off valves, couplings or air hoses

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Transportation (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Valves And Accessory Devices For Braking Systems (AREA)
  • Braking Systems And Boosters (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE 2O: Eisenbahnbetrieb.
Wenn während der Fahrt eines Zuges einer der Kupplungsschläuche der Hauptdruckluftleitung plötzlich zerreifst, so vermindert sich der Druck in den der Bruchstelle benachbarten Theilen der Leitung sehr rasch. Infolge dessen geschieht das Anziehen der Bremsen der verschiedenen Wagen des Zuges nicht mit der Gleichförmigkeit, welche nöthig ist, um das gleichzeitige Anhalten sä'mmtlicher Wagen zu erzielen. Dieser Uebelstand kann daher schwere Unglücksfälle nach sich ziehen.
Andererseits ist bekannt, dafs, insbesondere bei den Wenger'schen Bremsen, die Druckverminderung in der Leitung bei normaler Fahrt nicht unregelmäfsig ist, wenn man die Leitung behufs Anziehens der Bremsen entleert, während diese Entleerung durch eine kleine Oeffnung des auf der Lokomotive befindlichen Steuerhahnes stattfindet.
Das sichere Inthätigkeittreten und das gleichmäfsige Anziehen der Bremsen beim Entleeren der Leitung durch eine kleine Oeffnung haben mich auf den Gedanken gebracht, die Uebelstä'nde, welche die Entleerung der Leitung durch den ganzen Querschnitt herbeiführt, dadurch zu beseitigen, dafs ich an jedem Fahrzeug ein Ventil anbringe, welches im Falle des Bruches eines Schlauches die Leitung selbstthätig absperrt und nur eine kleine Dufchgangsöffnung freiläfst. Die Leitung entleert sich dann, ebenso wie beim normalen Anziehen durch den Steuerhahn, langsam und es werden alle Bremsen der verschiedenen Fahrzeuge .mit derselben Kraft angezogen.
Auf diesem Grundgedanken beruht das vorliegende Absperrventil.
Das Gehäuse des Ventils besteht aus einem gufseisernen Körper A, von welchem unten zwei Rohrstutzen B B abzweigen, die mit der Hauptleitung verbunden werden. Der obere Theil des Gehäuses enthält einen mit Lederstulp α versehenen Kolben P, welcher innerhalb der in A eingesetzten messingenen Futterhülse b spielt. Die Stange C dieses Kolbens trägt an ihrem unteren Ende einen Schieber D, durch welchen senkrecht zur Achse der Kolbenstange C ein Loch ο von 5 mm Durchmesser hindurchgeht. An ihrem oberen Ende trägt die Stange C eine Scheibe E, auf welche von unten eine Schraubenfeder F einwirkt, deren anderes Ende auf der Futterhülse b aufruht. Neben der im Körper A angebrachten Führungsöffnung für den Schieber D ist eine kleine Aussparung c angebracht.
In der Ruhelage, wenn die Leitung nicht geladen ist, hält die Feder F den Kolben P gehoben und läfst der Schieber D den Durchgangskanal der Hauptleitung offen. Ladet man nun die Leitung, so bleibt die Lage des Schiebers D dieselbe, aber es tritt dann Druckluft durch die Oeffnung c und um den Lederstulp a herum nach oben in den Hohlraum S über dem Kolben.
Reifst jetzt ein Kupplungsschlauch der Leitung, so tritt an dieser Stelle der Leitung eine plötzliche Druckverminderung ein. Sobald dann das Gleichgewicht des Kolbens P gestört ist, dehnt sich die Druckluft, welche den
Raum S füllt, aus, überwindet den Druck der Feder und veranlafst das Senken des Kolbens P. Der Schieber D geht dabei herab und verschliefst die Leitung, wie in Fig. ι punktirt angedeutet ist; die Luft kann dann nur noch durch die kleine Oeffnung ο des Schiebers D strömen, welche nur eine allmä'lige Abnahme des Druckes in der ganzen Hauptleitung des Zuges gestattet und dadurch das gleichförmige Anziehen der Bremsen aller Wagen unter denselben Bedingungen, als wenn der Lokomotivführer seinen Steuerhahn geöffnet hätte, herbeiführt.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Ein in die Leitung von Luftdruckbremsen eingeschalteter, durch Feder (F) offen gehaltener, mit kleiner Queröffnung (o) versehener Schieber (D), in dessen Gehäuseobertheil (S) sich bei der Ladung der Leitung Prefsluft ansammeln kann, indem sie eine kleine Nebenbohrung (c) und die einseitige Manschette eines Kolbens (P) passirt, welcher bei Rohrbruch durch die (in S) abgeschlossene Luft in Bewegung gesetzt wird und den Schieber (D) schliefst.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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