DE87531C - - Google Patents
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- 230000000694 effects Effects 0.000 description 3
- RZVAJINKPMORJF-UHFFFAOYSA-N Acetaminophen Chemical compound CC(=O)NC1=CC=C(O)C=C1 RZVAJINKPMORJF-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 2
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B60—VEHICLES IN GENERAL
- B60T—VEHICLE BRAKE CONTROL SYSTEMS OR PARTS THEREOF; BRAKE CONTROL SYSTEMS OR PARTS THEREOF, IN GENERAL; ARRANGEMENT OF BRAKING ELEMENTS ON VEHICLES IN GENERAL; PORTABLE DEVICES FOR PREVENTING UNWANTED MOVEMENT OF VEHICLES; VEHICLE MODIFICATIONS TO FACILITATE COOLING OF BRAKES
- B60T15/00—Construction arrangement, or operation of valves incorporated in power brake systems and not covered by groups B60T11/00 or B60T13/00
- B60T15/02—Application and release valves
- B60T15/36—Other control devices or valves characterised by definite functions
- B60T15/46—Other control devices or valves characterised by definite functions for retarding braking action to prevent rear vehicles of a vehicle train overtaking the forward ones
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT
PATENTSCHRIFT
KLASSE 20: Eisenbahnbetrieb.
G. KNORR in BERLIN. Steuerung für Luftdruckbremsen.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 25. August 1895 ab.
Die bis jetzt bekannten Schnellbremsventile leiden meistens an dem Uebelstande, dafs die
sogenannte Schnellwirkung nur bei Nothbremsungen eintritt, bei Betriebsbremsungen die
Ventile dagegen wie das alte Dreiwegventil von Westing house arbeiten. Dieser Uebelstand
ist darauf zurückzuführen, dafs diese Schnellbremsventile (s. Patent Nr. 43111, 47336, 52293,
79690, amerikanisches Patent Nr. 481134 u. a.)
erst bei einem gröfseren Druckunterschiede die Bewegung ausführen, welche dazu berufen ist,
einen besonderen Schieber (Ventil) in Thätigkeit zu setzen, der die Schnellwirkung vermittelt.
Diese eigenartige Construction bedingt nun, dafs gewöhnliche Betriebsbremsungen mit
grofsem Luftverbrauch langsam und sehr vorsichtig eingeleitet werden müssen, da die geringste
Hubüberschreitung nur eines Ventils den ganzen Zug zur Vollbremsung überführt, und tritt ferner bei Nothbremsungen der Uebelstand
hervor, dafs der erste Wagen immer früher vollbremst als der letzte, wodurch eine
starke und unnöthige Beanspruchung des Betriebsmaterials stattfindet. Auf beiliegender
Zeichnung ist nun ein Schnellbremsventil dargestellt, welches sich mehr an das amerikanische
Patent Nr. 280285 anlehnt, welches jedoch durch Vertauschung der beiden Hülfsbehälterkammern,
durch Anordnung einer zwischen den beiden Kammern nur zeitweilig geöffneten Nuth und
durch Hinzufügung verschiedener neuer Constructionstheile derartig ausgebaut ist, dafs dasselbe
ohne Benutzung eines gröfseren Hubes oder eines besonderen Schiebers (Ventils) auch
bei dem geringsten Druckunterschied als Schnellbremsventil wirkt, wodurch die oben aufgeführten
Mängel vermieden werden. Die Anschlüsse der einzelnen Kanäle gehen aus der Zeichnung hervor und ist die Wirkungsweise
folgende:
Wird Druckluft in die Leitung eingelassen, so treibt dieselbe die Ventilkolben KK1 mit
dem Schieber S1 in die gezeichnete Stellung
und kann nun durch das Rückschlagventil V1 in den kleinen Hülfsbehälter Und von - hier
durch die Bohrung /, die Nuth f und den Kanal g in den grofsen Hülfsbehälter eintreten
und denselben füllen. Unter dem grofsen Hülfsbehälter ist der bis jetzt übliche zu verstehen. Der kleine Hülfsbehälter ist eine Eigenthümlichkeit
dieses Ventils und so bemessen, dafs dessen Druck beim Uebertritt nach dem Cylinder gerade hinreicht, die Bremsklötze bis
an die Radreifen zu ziehen. Der Schieber S verbindet in der gezeichneten Ruhestellung den
Bremscylinder mit der freien Luft, die Bremse ist also gelöst. Soll gebremst werden, so läfst
der Führer ohne besondere Vorsicht Luft in geringer Menge aus der Leitung, wodurch die
Kolben der ersten Ventile im Zuge infolge des Ueberdruckes der Hülfsbehälter nach rechts geschleudert
werden. Hierbei wird zuerst die Nuth_/ durch den Kolben K1 geschlossen und darauf
der Kanal zum Cylinder durch den Schieber S freigegeben, so dafs nun Druckluft aus dem
kleinen Hülfsbehälter in den Cylinder überströmt. Wie erwähnt, ist der kleine Behälter
im Verhältnifs zum auszufüllenden Cylinderraum sehr gering bemessen, der Druck im
kleinen Behälter fällt daher stark und plötzlich
und der Leitungsdruck bekommt auf den Ventilkolben schnell wieder das Uebergewicht, wodurch
der1 Schieber 5 so weit nach links geschoben wird, bis die Nuth / vom Kolben K1
freigegeben wird und Druckluft aus dem grofsen Behälter in die Schieberkammer übertritt und
den weiteren Rückgang des Schiebers S1 aufhält. Ist inzwischen der Druck in der Leitung
weiter gesunken, so beginnt das Spiel von neuem, wenn nicht, so bleibt die Bremse mit
der erhaltenen Kraft angezogen. Bei diesem sich sehr schnell abspielenden Vorgange tritt
zu gleicher Zeit etwas Leitungsluft in den kleinen Hülfsbehälter, dessen Druck stark gesunken
war, über, so dafs hierdurch die Schnellwirkung auf die folgenden Ventile übertragen
wird. Auf diese Art erreicht man ohne eine sorgfältig gleichmäfsige Entleerung der Leitung
mit sehr geringem Luftverbrauch doch im ganzen Zuge eine gleichmäfsige Bremswirkung
ohne Stofs oder Ruck, da das erste Spiel der Ventilkolben immer erst vollendet sein mufs,
ehe eine Verstärkung der Bremskraft eintreten kann, der ganze Zug daher durch die erste
Bremswirkung mäfsig, aber sehr schnell gespannt wird. Die Belastung des Ventils F1 ist hierbei
im Verhältnifs zu den Kolbenquerschnitten so gewählt, dafs die Regulirbarkeit der Bremse
auf jeden Fall gewahrt bleibt und aus der Leitung nur so viel Druck nach dem kleinen
Hülfsbehälter übertritt, wie zur Fortpflanzung der Druckverminderung in der Leitung erforderlich
ist. Soll die Bremsung verstärkt werden, so wiederholt sich das vorgeschriebene Spiel;
das Lösen der Bremse geschieht wie bei allen übrigen Schnellbremsen.
Bei Nothbremsungen ist die erste Wirkung die gleiche wie bei Betriebsbremsungen, da aber
ferner im vorderen Zugtheil die Leitungsluft zum gröfsten Theil durch den Führerhahn
entweicht, so kann dieselbe nicht den kleinen Hülfsbehälter nachspeisen, die Bremswirkung
ist also bei den vorderen Wagen im Zuge eine sehr geringe. Im hinteren Zugtheil dagegen,
wo die Leitungsluft durch die Reibung in den Rohren zurückgehalten wird, tritt sie zum
grofsen Theil in den kleinen Hülfsbehälter über und wird von hier nach dem Cylinder übergeführt,
der Zug bremst hinten also stärker als vorn. Hat der Führer die Nothbremsung eingeleitet, so sperrt er wieder den Bremshahn
ab, und es tritt nun aus den grofsen Hülfsbehältern durch das Maximaldruckventil F
Druck nach der Leitung und von da durch F1 nach dem kleinen Behälter und dem Bremszylinder
bis zur Vollbremsung über. In besonderen Nothfällen kann der Führer auch, nachdem er die Bremsung durch einen starken
Luftauspuff aus der Leitung eingeleitet hat, den Führerhahn einige Augenblicke wieder in
die Füllstellung bringen, wodurch die volle Bremskraft schneller und in kräftigerer Weise erreicht
wird. Um bei Zugtrennungen zu vermeiden, dafs der ganze Druck aus dem grofsen Hülfsbehälter
durch die Leitung ins Freie entweicht, sind im Kanal g die Kolben k und U1 angeordnet,
welche das Maximaldruckventil V aufnehmen. Wenn bei einer solchen Zugtrennung
der ganze Druck aus der Leitung schwindet, treibt der kleine Kolben k nach
rechts an, die Feder auf dem Ventil F wird dadurch so stark gespannt, dafs dasselbe von
dem Druck des grofsen Hülfsbehälters nicht geöffnet werden kann, und es strömt nun
die Druckluft durch den frei gewordenen Kanal X zur Schieberkammer und von dort
nach dem Cylinder über. Der Schieber 5 kann auch zwischen die beiden Kolben i£und K1
gelegt werden, es ist dann nur erforderlich, die Gröfse der Kolben und der Behälter entsprechend
zu ändern. Der Umführungskanal g ist auch bei jedem anderen Schnellbremsventil
anzuordnen, und man erreicht damit dann bei Nothbremsungen einen ähnlichen Erfolg, wie
eben beschrieben.
Claims (3)
1. Eine Steuerung für Luftdruckbremsen, gekennzeichnet
durch einen doppelten Steuerkolben (K K1), bei welchem auf den kleinen
Kolben (K1) der Druck eines kleinen Luftbehälters
und auf den grofsen Kolben (K) der Druck eines grofsen Luftbehälters und der Leitung wirkt, wobei der kleine Kolben
(K1) mit Hülfe einer Nuth (f) seines Gehäuses in der Fahrt- und Mittelstellung
der Steuerung die Verbindung zwischen den beiden Luftbehältern herstellt, in der
Bremsstellung dagegen unterbricht, zum Zweck, dem Bremscylinder hinter einander abgemessene Mengen von Druckluft zuzuführen
und die verbrauchte Luftmenge des kleinen' Behälters ständig durch Luft
aus dem grofsen Behälter, wie aus der. Leitung zu ergänzen.
2. Eine Steuerung für Luftdruckbremsen der durch Anspruch ι geschützten Art, bei
welcher der grofse Luftbehälter während des Beginnes der Bremsarbeit vom Cylinder
durch Kolben, Schieber oder dergl. abgeschlossen, dagegen mit der Leitung durch
einen Kanal (g) verbunden wird, so dafs die Druckluft des Hülfsbehälters erst auf
•dem Wege durch den genannten Kanal (g) und die Leitung nach dem Bremscylinder
gelangen kann, um durch stärkere Bremsung im hinteren Zugtheil den Zug in Spannung
zu halten.
3. Eine Steuerung für Luftdruckbremsen der durch Anspruch 2 geschützten Art, dadurch
gekennzeichnet, dafs in den den grofsen
Luftbehälter mit der Luftleitung des Zuges verbindenden Kanal (g) zwei mit einander
verbundene ungleich grofse Kolben (k und kj mit einem durch eine Feder belasteten
Ventil (V) eingebaut sind, welche sich im Falle eines vollständigen Druckauslasses
aus der Leitung so weit gegen die Feder ihres Ventils (V) verschieben, dafs Druckluft
nach der Leitung aus dem grofsen Behälter nicht mehr entweichen kann, dieselbe vielmehr durch einen infolge der
Verschiebung der genannten Kolben (k Jc1)
freigelegten Kanal (X) nach dem Bremscylinder überzutreten vermag.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE87531C true DE87531C (de) |
Family
ID=359495
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT87531D Active DE87531C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE87531C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE971741C (de) * | 1955-04-15 | 1959-03-19 | Knorr Bremse Gmbh | Druckluftbremse fuer schwere und schnellfahrende Schienenfahrzeuge |
-
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- DE DENDAT87531D patent/DE87531C/de active Active
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE971741C (de) * | 1955-04-15 | 1959-03-19 | Knorr Bremse Gmbh | Druckluftbremse fuer schwere und schnellfahrende Schienenfahrzeuge |
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