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Verfahren und Einrichtung zur Sicherung eines ausreichenden Zündstroms
bei Minenzündmaschinen und Zündvorrichtungen Die Erfindung betrifft ein Verfahren
zur Sicherung eines ausreichenden Zündstroms bei Minenzündmaschinen und Zündvorrichtungen
und besteht darin, daß die an sich bekannte, von der Zündmaschinenspannung beeinflußte
Relaiseinrichtung für die Betätigung des Zündstromschalters durch ein Relais, das
von einem vom Zündleitungswiderstand abhängigen geringen Hilfsstrom durchflossen
wird, dann blockiert wird, wenn die Stärke dieses geringen Hilfsstroms zu klein,
also der zulässige Zündleitungswiderstand zu groß ist.
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Bei Minenzündmaschinen für Hand- und Federantrieb erfolgt die Schließung
des Zündstromkreises durch den Zündstromschalter in allgemein bekannter Weise gegen
Ende des Antriebs, also im Augenblick größter Drehgeschwindigkeit des Zündmasehinenankers,
um die Zündung beim Spannungsmaximum, also mit möglichst hohem Strom zu bewirken.
Ist dabei- an die Zündmaschine die ihrer Leistung entsprechende Anzahl von Zündern
angeschlossen, so werden alle Zünder. sicher zur Entzündung gebracht. Überschreitet
aber der Widerstand der Zündleitung, z. B. infolge irrtümlichen Anschlusses einer
zu großen Zahl von Zündern oder aus sonstigen Gründen, einen. bestimmten Grenzwert,
so wird die zur sicheren Zündung aller Zünder erforderliche Stromstärke nicht erreicht,
und es treten daher Versager auf. Gemäß der Erfindung wird diese Gefahr dadurch
vermieden, daß die Schließung des Zündstromkreises durch den Zündstromschalter dann
durch Blockierung des diesen Schalter betätigenden Relais verhindert wird, wenn
ein in diesem Augenblick durch die Zündleitung gesandter, für die Zünder ungefährlicher
Hilfsstrom eine Stärke besitzt, die einen dem normalen Zündleitungswiderstand entsprechenden
Grenzwert überschreitet.
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Auf der Zeichnung sind mehrere Schaltungsanordnungen als Ausführungsbeispiele
für die Anwendung des erfindungsgemäßen Verfahrens wiedergegeben. Fig. z stellt
den Zündmaschinen- und den Zündleitungskreis dar und läßt den Anschluß von Schalt-
und Blockierrelais erkennen, welch letzteres den Zündstromschalter überbrückt. Fig.
z zeigt den Anschluß des Blockierrelais an eine Teilspannung der Zündmaschine. Gemäß
Fig. 3 ist das Blockierrelais der Zündleitung parallel geschaltet.
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Wenn die Spannung ,des z. B. mittels des Zahnsegments 2 (Fig. z) und
des Ritzels 3 angetriebenen Ankers z der Zündmaschine ihren Maximalwert erreicht
hat, -zieht das Schaltrelais 7 seinen Anker z¢ an und bewirkt damit durch das freigegebene,
unter Wirkung der Feder 16 stehende Schaltorgan 13 die Schließung des Zündstromschalters
L'.I und die Entzündung der Zfinder 21 in der an die
Maschinenklemmen
i5 und i9 angeschlossenen Zündleitung 2o.
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Bevor aber der Zündstromschalter i2 durch das Schaltorgan 13 geschlossen
wird, hießt erfindungsgemäß bereits über das diesen Sehalter dauernd überbrückende
Blockierrelais io ein geringer.Hilfsstrom, der durch den Widerstand dieses Relais
oder einen Zusatzwi(lerstand i i auf eine für die Zünder ungefährliche Stärke gebracht
ist. Der Gesamtwiderstand im Hilfsstromkreis wird dabei so huinessen, daß das Blockierrelais
io bei nor, analem Zündleitungswiderstand seinen Anker 17 anzieht und daher das
Schaltrelais 7 freigibt, so daß die Schließung des Zündstromschalters 12 zustande
kommt. Bei zu großem Zündleitungswiderstand wird dagegen der ='lnker 17 des Blockierrelais
io nicht angezogen, das Schaltrelais bleibt blockiert, und die Zündung wird verhindert.
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Wie ohne weiteres ersichtlich, muß der Widerstand im Hilfsstromkreis
also so groß bemessen werden, daß der unter der Wirkung der vollen Zündmaschinenspannung
zustande kommende Hilfsstrom eine für die Zünder ungefährliche Größe besitzt.
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Gemäß der Schaltanordnung nach Fig. 2 kann man eine Erhöhung des Widerstandes
im in der Figur verstärkt ausgezogenen Hilfsstromkreis vermeiden, wenn man für die
Erzeugung des Hilfsstroms eine beliebig kleinere, z. B. einem an die volle Maschinenspannung
angeschlossenen Spannungsteiler 2; entnommene Spannung 31 verwendet. In diesem Falle
wird im Hilfsstromkreis zweckmäßig ein im Ruhezustand geschlossener Schalter 29
angeordnet, der unmittelbar vor dem Schließen des Zündstromschalters 12, z. B. durch
das Schaltorgan 13, geöffnet wird, um zu verhindern, daß dadurch der Strom in der
Zündleitung vermindert wird. Zum gleichen Zweck kann auch der Spannungsteilerkreis
mittels eines ebenfalls vom Schaltorgan 13 betätigten Schalters 3o unterbrochen
werden.
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Die Herabsetzung des Hilfsstroms auf einen für die Zünder ungefährlichen
Betrag kann ferner gemäß Fig. 3 durch - einen im Hauptstromkreis angeordneten Widerstand
,)-2 erzielt werden, der den Zündstromschalter 12 überbrückt und der daher im Augenblick
der Schließung dieses Schalters kurzgeschlos-
| sen und für den Zündstrom selbst unwirksam |
| wird, so daß dieser unter der Wirkung der |
| vollen Maschinenspannung die Zünder durch- |
| fließt. Auch in diesem Fall wird im Hilfs- |
| stromkreis des Blockierrelais io ein Schalter |
| 31 angeordnet, der knapp vor der Schließung |
| des Zündstromschalters 12 geöffnet wird, uin |
| einen Verlust an Zündstrom durch das Blok- |
| kierrelais zu verhindern. Außerdem ist der |
in der Figur verstärkt ausgezogene Hilfsstromkreis der Zündleitung unmittelbar über
den gemeinsamen Widerstand 32 parallel geschaltet. Der Hilfsstrom hat daher bei
zu großem Zündleitungswiderstand eine größere Stärke als im Falle der normalen Größe
des Zündleitungswiderstandes. Der Hilfsstrom `darf also im letztgenannten Fall das
Blockierrelais io nicht schließen, und dessen Anker 17 darf daher auch im Ruhezustand
den Anker i@. des Schaltrelais 7 nicht blockieren (wie es in der Figur dargestellt
ist). Erst bei Überschreitung eines Grenzwertes, der einem zu großen Zündle itungswiderstand
entspricht, zieht daher das Blockierrelais io seinen Anker 17 an und verhindert
dadurch die Zündung.
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Statt die Relais 7 und io gemäß Fig. i und 2 auf j e einen Anker wirken
zu lassen, kann man natürlich auch beide Relaisspulen auf einen gemeinsamen Anker
wirken lassen. In diesem Fall wird das Schaltorgan 13 erst freigegeben, wenn die
vom Blockierrelais io ausgeübte Anzugskraft die Zugkraft des Schaltrelais 7 infolge
des genügend starken, dem normalen Zündleitungswiderstand entsprechenden Hilfsstrom
so verstärkt, daß der gemeinsame Anker angezogen wird.
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Auch bei der Schaltungsanordnung gemäß F ig. 3 kann män eine Vereinfachung
dadurch erzielen, daß man beide Relaisspulen auf einem gemeinsamen Magnetkern anordnet.
Doch müssen in diesem Fall die Spulen in entgegengesetztem Sinn auf den Kern wirken,
damit der gemeinsame Anker 14 bei zu großem Hilfsstrom nicht mehr angezogen wird.
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Man kann schließlich auch in jedem der beiden gemäß Fig.3 parallel
geschalteten Kreise, also im Hilfsstrom- nd im Zünd- ; Leitungskreis, eine Relaisspule
anordnen, die beide in entgegengesetzter Richtung auf einen gemeinsamen, den Anker
14 des Schaltrelais ; im Ruhezustand nicht blockierenden Anker wirken, wobei die
Blockierung eintritt, wenn der Hilfsstrom im Blockierrelais infolge zu großen Zündleitungswiderstandes
zu groß wird.
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Mit den angegebenen Schaltungsbeispielen sind :die möglichen Schaltanordnungen,
durch i die eine Zündung bei zu großem Zündleitungswiderstand gemäß dem Verfahren
nach dem Hauptanspruch verhindert wird, natürlich noch nicht erschöpft.