DE744095C - Stromabhaengige Relaisanordnung - Google Patents

Stromabhaengige Relaisanordnung

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Publication number
DE744095C
DE744095C DEL102372D DEL0102372D DE744095C DE 744095 C DE744095 C DE 744095C DE L102372 D DEL102372 D DE L102372D DE L0102372 D DEL0102372 D DE L0102372D DE 744095 C DE744095 C DE 744095C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
relay
auxiliary
contact
coil circuit
auxiliary coil
Prior art date
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Expired
Application number
DEL102372D
Other languages
English (en)
Inventor
Heinz Gutmann
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
AEG AG
Original Assignee
AEG AG
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Publication date
Application filed by AEG AG filed Critical AEG AG
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Application granted granted Critical
Publication of DE744095C publication Critical patent/DE744095C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • HELECTRICITY
    • H02GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
    • H02HEMERGENCY PROTECTIVE CIRCUIT ARRANGEMENTS
    • H02H3/00Emergency protective circuit arrangements for automatic disconnection directly responsive to an undesired change from normal electric working condition with or without subsequent reconnection ; integrated protection
    • H02H3/02Details
    • H02H3/06Details with automatic reconnection
    • H02H3/066Reconnection being a consequence of eliminating the fault which caused disconnection

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  • Relay Circuits (AREA)

Description

  • Stromabhängige Relaisanordnung Es ist bereits eine stromabhängige Relaisanordnung vorgeschlagen worden, die aus einem Hauptrelais mitverhältnismäßighohem Halteverhältnis, jedoch kleiner Ansprechzeit und großem Arbeitsvermögen, z. B. einem 1-Clappankerrelais, und einem Zusatzrelais mit verhältnismäßig kleinem Halteverhältnis, jedoch größerer Ansprechzeit und kleinem Arbeitsvermögen, z. B. einem Drehankerrelais, besteht. Das Klappankerrelais ist mit einer Hilfswicklung versehen, deren Stromkreis über einen Arbeitskontakt und einen mit diesem in Reihe liegenden Ruhekontakt in sich geschlossen ist. Der Arbeitskontakt wird über ein Zwischenrelais durch den Klappankermagneten, der Ruhekontakt unmittelbar durch den Drehankermagneten gesteuert. Eine derartige Relaisanordnung weist in ihrer Gesamtheit sowohl eine kurze Eigenzeit als auch ein verhältnismäßig kleines Halteverhältnis auf, dessen Kleinstwert jedoch durch die Größe des Halteverhältnisses des Drehankerrelais gegeben ist. Die Erfindung zeigt nun einen Weg, um das resultierende Halteverhältnis der Gesamtanordnung noch weiter, und zwar auf einen beliebig kleinen Wert herabsetzen zu können. Nach der Erfindung wird auch der Ansprech-und Abfallwert des mit einer Hilfsspule versehenen, z. B. als Drehankerrelais ausgebildeten Zusatzrelais -durch das z. B. als Klappankerrelais ausgebildete Hauptrelais gesteuert. Der Ansprechwert des Hauptrelais bei offenem Hilfsspulenstromkreis ist dabei so gewählt, daß er zwischen dem Ansprechwert und Abfallwert des Zusatzrelais bei geschlossenem Hilfsspulenstromkreis liegt. Weitere Merkmale der Erfindung werden an Hand mehrerer in der Zeichnung veranschaulichter Ausführungsbeispiele erläutert.
  • Die Relaisanordnung nach Fig. i enthält ein Klappankerrelais i und ein Drehankerrelais 5, deren nicht näher bezeichnete Hauptspulen in einer stromdurchflossenen Leitung 6 liegen. Beide Relais sind mit je einer Hilfswicklung:2 bzw. 9 ausgerüstet, wobei der Stromkreis der Wicklung 2 über einen RuhekOntakt 3 des Drehankermagneten und einen Arbeitskontakt 4, der Stromkreis der Wicklung 9 über eine von dein Klappankermagneten i gesteuerte Kontaktanordnung io geschlossen sind. Der Arbeitskontakt 4 wird über ein Hilfsrelais 8 durch einen zusätzlichen Kontakt 7 des Relais i gesteuert. Die Kontaktanordnung io ermöglicht beim Ansprechen des Klappankermagneten ein kurzzeitiges öffnen des normalerweise geschlossenen Stromkreises der Hilfswicklung g. Der oder die von dem Klappankermagneten i gesteuerten Hauptkontakte sind in der Zeichnung der Einfachheit halber nicht dargestellt. Die Relais i und 5 sind erfindungsgeinäß derart ausgelegt, daß der Ansprechwert des Klappankerrelais bei offenem Hilfsspulenstromkreis zwischen dem Ansprechwert und dem Abfallwert des Drehankerrelais bei geschlossenem Hilfsspulenstromkreis liegt. Im übrigen liegen natürlich die Ansprech- und Abfallwerte jedes Relais bei geschlossenem-Hilfsspulenstromkreis höher als bei offenem Hilfsspulenstromkreis.
  • Die Arbeitsweise der erfindungsgemäßen stromabhängigen Relaisanordnung ist folel el gende: Überschreitet der in der Leitung 6 fließende Strom einen bestimmten Wert, so spricht der Klappankermagnet i an und betätigt seinen oder seine Hauptkontakte. Gleichzeitig bewirkt dieses Relais infolge Betätigung seines Kontaktes io die kurzzeitige öffnung des Stromkreises der Hilfsspule 9 des Drehankermagneten 5 und gibt damit diesem Relais Gelegenheit zum Ansprechen, sofern dieses infolge der Höhedes überstromes nicht schon vorher angesprochen hat. Das Relais 5 wird dann seinen Ruhekontakt 3 öffnen. Da der Abfallwert des Drehankerrelais 5 bei geschlossenem Hilfsspulenstromkreis unterhalb des Ansprechwertes des Klappankerrelais i bei offenem Hilfsspulenstromkreis liegt, wird auch nach dein Wiederschließen des Hilfsspulenstromkreises des Drehankerrelais 5 dieses im angezogenen Zustand verharren. Inzwischen hat- auch das Zwischenrelais 8 angesprochen und seinen Arbeitskontakt -1 geschlossen.
  • Sinkt der Strom der Leitung6 wieder, so wird zunächst das Drehankerrelais 5 abfallen und seinen Kontakt 3 und damit den Hilfsspulenstromkreis des Klappankerrelais i schließen. Da der Abfallwert des Klappankerrelais bei geschlossenem Hilfsspulenstromkreis wesentlich höher liegt als der Ab- fallwert, vorzugsweise auch höher als der Ansprechwert bei offenem Hilfsspulenstromkreis, wird dann auch dieses Relais in seine Ruhelage zurückkehren, sofern der Strom nicht schon so weit zurückgegangen war, daß das Klappankerrelais bereits vorher zum Ab- fallen gekommen ist.
  • Die erfindungsgemäße Relaisanordnung zeichnet sich durch eine äußerst kurze Eigenzeit und ein sehr kleines Halteverhältnis sowie eine verhältnismäßig große Schaltleistung aus und ist daher vorzugsweise als Anregerelais für schnell arbeitende Selektivschutzeinrichtungen, aber auch für andere Zwecke, z. B. zur Steuerung von Regeleinrichtungen, geeignet.
  • Die Erfindung ist natürlich nicht auf die Verwendung von Klappankerrelais als Hauptrelais und Drehankerrelais als Zusatzrelais beschränkt. Vielmehr können an Stelle dieser Relais andere gleichartige Relais, z. B. anstatt eines Drehankerrelais ein Ferrarisrelais, oder sogar sowohl für das Hauptrelais als auch für das Zusatzrelais solche Magnete verwendet werden, welche etwa die gleichen Eigenschaften aufweisen wie ein Klappankermagnet. Wesentlich für die Erfindung ist vor allem, daß der Ansprechwert des Hauptrelais bei offenem Hilfsspulenstromkreis zwischen dem Ansprechwert und dem Abfallwert des Zusatzrelais bei geschlossenem Hilfsspulenstromkreis liegt.
  • Die Höhe des Halteverhältnisses der erfindungsgemäßen Relaisanordnung ist von der Größe des Halteverhältnisses des Klappankerrelais sowie des Drehankerrelais völlig unabhängig und hängt lediglich von der Größe des Ansprechwertes des Klappankermagneten bei geöffnetem Hiifsspulenstromkreis und der Größe des Abfallwertes des Drehankermagneten» bei geschlossenem Hilfssptilenstronikreis ab, kann also auf einen beliebig kleinen Wert herabgesetzt werden. Die Grenze hierfür ist lediglich durch die Ansprechgenauigkeit des Klappankerrelais bei offenem Hilfsspulenstromkreis und die Abfallgenauigkeit des Drehankerrelais bei geschlossenem Hilfsspulenstromkreis gegeben.
  • Für das betriebssichere Arbeiten der erfindungsgemäßen Relaisanordnung ist notwendige Voraussetzung, daß während des Ansprechvorganges der Relaisanordnung der Kontakt4 sich erst dann schließt, wenn der Kontakt 3 geöffnet hat. Dies ist jedoch stets der Fall, da der Kontakt 4 nicht unmittelbar, sondern über das Zwischenrelais 8 von dein Klappankermagneten i gesteuert wird. Eine weitere Voraussetzung für das ordnungsgemäße Arbeiten der erfindungsgemäßen Relaisanordnung ist ferner, daß die kurzzeitige Öffnung des Kontaktes io des Klappankerrelais i zumindest so lan-c anhält, bls das Drehankerrelais 5 seinen Ruhekontakt 3 öffnen konnte. Um diese zeitliche Folge der Kontaktbetätigung zu sichern, kann z. B. die Anordnung nach Fig. 2 Verwendung finden. Bei dieser erfindungsgemäßen Schaltung ist die Kontaktanordnung io des Klappankermagneten i der Anordnung nach Fig. i erfindungsgemäß durch einen Ruhekontakt ii und einen Arbeitskontakt 12 ersetzt, wobei der Kontakt ii durch den Klappankermagneten i Bund der Kontakt 12 durch das Zwischenrelais 8 betätigt werden. Infolge der Eigenzeit des zwischengeschalteten Relais 8 wird daher das Drehankerrelais 5 genügend Zeit haben, um seinen Kontakt , öffnen zu können.
  • Bei den Anordnungen nach Fig, i und 2, kann unter Umständen der Fall eintreten, daß beim Abfallen des Klappankerrelais i der Arbeitskontakt 4 sich wieder öffnet, bevor der Anker des Relais i seine normale Ruhelage ganz erreicht hat. Bei geöffnetem Hilfsspulenstromkreis liegt nun zwar der Ansprechwert des Klappankerrelais voraussetzungsgemäß oberhalbdes Rückgangswertes des- Drehankerrelais 5 bei geschlossenem Hilfsspulenstromkreis. Dies gilt jedoch nur dann, wenn der Anker des Klappankerrelais i in seine normale Ruhelage ganz zurückgegangen ist. Ist der Anker des Relais i noch nicht vollständig zurückgestellt worden, der volle Luftweg zwischen dem Anker und dem Magnetsystem also noch nicht wieder hergestellt worden, so kann daher das Klappankerrelais in einer Zwischenstellung seines Ankers nach öffnen des Kontaktes 4 erneut zum Ansprechen kommen, wenn der Strom in der Leitung 6 nur wenig unter den Abfallwert des Drehankerrelais 5 bei geschlossenem Hilfsspulenstromkreis gesunken ist.
  • Um nun diese unter Umständen auftretende unerwünschte Pumpwirkung mit Sicherheit zu vermeiden, wird nach der Erfindung, z. B. wie Fig. 3 zeigt, unter Beibehaltung der Schaltelemente des Ausführungsbeispieles nach Fig.2 das Zwischenrelais8 mit einer Selbstbalteeinrichtung, z. B. mit einem Selbsthaltekontakt 14, ausgerüstet, welche bewirkt, daß der Kontakt 4 während der ganzen Rückstellung des Ankers des Relais i geschlossen bleibt. Damit das Zwischenrelais 8 und die von ihm gesteuerten Kontakte 4 und 12 nach erfolgtem Abfallen des Klappankerrelais i wieder in ihre Ruhelage zurückgehen könneh, ist ferner erfindungsgemäß eine weitere Einrichtung vorgesehen, welche die Selbsthaltung des Zwischenrelais 8 nach vollzogener Ankerrückstellung unwirksam macht. Bei der An- ordnung nach Fig. 3 ist zu diesem Zweck «das Relais 8 erfindungsgemäß mit einer Gegenwicklung 13 versehen und der das Zwischenrelais 8 steuernde, von dem Klappankermagneten i betätigte Kontakt als Urnschaltkontakt ausgebildet. Dieser r'nit 15 bezeichnete Kontakt ist mit dem Selbsthaltekontakt 14 und der Gegenwicklung 13 des Zwischenrelais 8 derart zusammengeschaltet, daß er nach vollzogenem Rückgang des Klappankermagneten i die Gegenwicklung über den Selbsthaltekontakt 14 an Spannung legt und damit die Gesamterregung des Zwischenrelais derart herabsetzt, daß dieses Relais zum Ab- fall kommt, Die Einschaltung der Gegenerregerspule 13 durch den Umschaltkontakt ,5 erfolgt also erst dann, wenn der Anker des Relais i seine Endlage vollständig erreicht hat.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Str - ornabhängige Relaisanordnung, bestehend aus einem Hauptrelais mit Hilfs#vi,cklung und e.in#em den, Ansprech- und AbfaJlwert des Relais be-,eindlussenden Zusatzrelals, dadurch giekennzei#h-net, daß der An#prech- und Abfallwert 'des mit einer Hilfsspule versehenen Zusatzrelais durch das Hauptrelais gesteuert wird, und daß der Anspirechwert des Hauptrelais bei offenem Hilfsspulenstromkreis so gewählt ist, daß er zwischen dem Ansprechwert und dem Abfallwert des Zusatzrelais bei geschlossenem Hilfsspulenstromkreis liegt. :2. Einrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Hilfsspulenstromkreis des Zusatzrelais (5) durch eine von dem Hauptrelais (i) gesteuerte Kontaktanordnung (io oder ii, i?-) kurzzeitig unterbrochen wird. 3. Einrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die die kurzzeitige Unterbrechung des Hilfsspulenstromkreises des Zusatzrelais (5) bewirkende Kontaktanordnung als kurzzeitig unterbrechende Wischerkontaktanordnung (io) ausgebildet ist (Fig. i). 4. Einrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die - Unterbrechung des Hilfsspulenstromkreises des Zusatzrelais (5) durch einen Ruhekontakt (ii) des Hauptrelais und das Wiederschließen durch einen Arbeitskontakt (12) eines vom Hauptrelais gesteuerten Hilfsrelais (8) erfolgt (Fig.:2). 5. Einrichtung nach Anspruch 2 oder den folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß die Dauer der Unterbrechung des Hilfsspulenstromkreises des Zusatzrelais (5) so gewählt ist, daß dieses seinen im Hilfsspulenstromkreis des Hauptrelais (i) liegenden Ruhekontakt (3) mit Sicherheit öffnen kann. 6. Einrichtung nach Anspruch Y oder den folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß das vom Hauptrelais gesteuerte Hilfsrelais (8) mit einem Selbsthaltekontakt (14) ausgerüstet ist, und daß dieses Hilfsrelais erst nach vollständiger oder fast vollständiger Rückstellung des Ankers des Hauptrelais züm Rückfallen gebracht wird (Fig. 3). 7. Einrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß das Hilfsrelais (8) mit einer Hauptwicklung und einer Gegenwicklung (13) versehen ist, und daß die Steuerung dieses Hilfsrelais durch einen Umschaltkontakt (1.5) des Hauptrelais erfolgt.
DEL102372D 1940-11-14 1940-11-14 Stromabhaengige Relaisanordnung Expired DE744095C (de)

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