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Vorrichtung zur Herstellung von Stehbolzen durch Stauchen Das Hauptpatent
575 ogg betrifft eine Vorrichtung und ein Verfahren zur Herstellung von Stehbolzen
durch Stauchen, wobei zwei einteilige ringförmige Gesenke für die Stehholzenköpfe
und geteilte Klemmbacken zum Halten des Stehbolzenschaftes zur Anwendung gelangen.
Die Stelbolzen werden dabei in der Weise hergestellt, daß zuerst an dem einen Ende
des von den Klemmbacken gehaltenen. Rohlings in dem dem Stauchstempel zugewandten
ersten Gesenk ein Kopf gestaucht und dann der Stehbolzen umgedreht wird, so daß
der bereits gestauchte Kopf in da,s zweite denn Stauchstempel abgewandte Gesenk
gelangt, worauf nach: Festklemmen: des Schaftes mittels der Klemmbacken in dem ersten
Gesenk -der zweite Kopf gestaucht wird. Nach jedesinaligem Stauchen eines Kopfes
muß bei diesem Verfahren die Vorrichtung zum Entfern-en des Stehbalzens auseinandergenommen
und ,der gestauchte Kopf aus dem ersten Gesenk herausgepreßt werden.
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Die Erfindung beseitigt diesen Nachteil, indem sie den Gegenstand
des Hauptpatents den Erfordernissen einer Massenfertigung anpaßt.
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Die Erfindung besteht darin, daß nur ein einteiliges ringförmiges
Gesenk vorgesehen ist, in dein beide Stehbolzenköpfe nacheinander gestaucht werden,
während das zweite einteilige ringförmige Gesenk, welches nach dein Hauptpatent
im wesentlichen nur zur Aufnahme des einen fertiggestaueliten S.tehbolzenkopfes
diente, erfindungsge:rnäß dadurch ersetzt wird, daß in den Klemmbacken zur Aufnahme
.des zuerst gestauchten Kopfes besondere Aussparungen vorgesehen sind. Zur Festlegung
der richtigen Stauchlage ist an Stelle des zweiten dem. Stauchstempel abgewandten
Gesenkes eine geteilte Stützplatte vorgesehen, auf der die Klemmbacken stehen, und
nach Stauchung eines jeden Stehbolzenkopfes werden Klemmbacken und Stützplattenteile
nach den Seiten verschoben, und der Stehbolzen wird dann nach unten ausgestoßen.
Das hat für eine Massenfertigung eine beträchtliche "Leitersparnis zur Folge, weil
die Vorrichtung nach jedem Stauchvorgang nicht auseinandergenommen zu werden braucht,
sondern es genügt, die geteilten Klemmbacken und Stützplattenteile nach den Seiten
zu verschieben, um den Stehbolzen zu entfernen.
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Die Erfindung betrifft ferner eine an der Presse anzubringende Vorrichtung,
welche die seitliche Verschiebung der Klemmbacken und der Stützplattenteile nach
jedem Stauchv
organg durchführt und zugleich nacheinander mehrere
Werkzeuge in Arbeitsstellung bringt, die den Rohling in die Stauchvorrichtung einführen,
ihn durch Zusammendrücken der Klemmbacken für den Stauchvorgang festhalten, den
Stauchvorgang durchführen, die Klemmbacken und die Stützplattenteile :danach seitlich
verschieben und schließlich den Stehbolzen aus dem Stauchgesenk nach unten entfernen.
Diese Vorrichtung kann auch von ungelernten Kräften bedient werden und ermöglicht
eine Massenfertigung, die fast völlig selbsttätig mit großer Genauigkeit vor sich
geht, so daß :beträchtliche Ersparnisse an Zeit und Löhnen entstehen und somit eine
wesentliche Herabsetzung der Herstellungskosten unter gleichzeitiger Erzeugungssteigerung
erzielt wird.
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Weitere vorteilhafte Einzelheiten der Erfindung, .die sich auf Einrichtungen
zur Sicherung der Arbeitsgenauigkeit und zur selbsttätigen Steuerung :der einzelnen
Vorgänge beziehen, sind: im nachfölgenden beschrieben.
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Die Zeichnung veranschaulicht ein Ausführungsbeispiel der Erfindung.
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Abb. i zeigt im Schnitt die an der Presse anzubringende Stauchvorrichtung;
Abb. a zeigt die in Richtung der PfeileII-1I gesehene Ansicht des am Preßbär angebrachten
Teils der Stauchvorrichtung; Abb. 3 zeigt die in Richtung der Pfeile III-III gesehene
Aufsicht auf den auf dem Tisch der Presse befestigten Teil der Stauchvorrichtung;
Abb. 4 zeigt in schaubildlicher Darstellung die gesamte Stauchvorrichtung mit teilweise
aufgeschnittenem, auf dem Tisch der Presse befestigten unteren Teil der Vorrichtung.
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Das eigentliche Stauchwerkzeug besteht aus einem einteiligen ringförmigen
Gesenk i, in welchem beide Köpfe der Stehbolzen gestaucht werden. Dabei wenden zunächst
Klemmbacken und eine geteilte Stützplatte verwendet, die beide der Stehbolzenwerkstücklänge
.angepaßt sind. Diese Klemmibakken brauchen nur eine einheitliche Bohrung vom Durchmesserdes
Stehbolzenschaftes einzuschließen. Es können aber auch Klemmbacken mit dem Stehbolzenkopf
entsprechenden Aussparungen an dem dem Gesenk i abgekehrten Ende vorgesehen sein.
Zunächst wird an einer Vielzahl von Stehbolzenwerkstücken der eine Kopf angestaucht.
Alsdann wird der zweite Kopf gestaucht, und zwar in demselben Gesenk i, wobei aber
ein zweites Klem.mbackenpaar 6 benutzt wird, welches an dem Gesenk i abgekehrten
Ende Aussparungen 7 zur Aufnahme des bereits gestauchten Stehbalzenkopfes besitzt
(Abb..i). Das Gesenk i und die Stützplatte 4 können zur Aufnahme der sich verjüngenden
Enden der Klemmbacken entsprechend kegelig gestaltet sein. Bei der Bemessung der
Höhe der Stützplatte 4 müssen natürlich die Längenverhältnisse des Rohlings und
des Stehbolzens mit einem bereits gestauchten Kopf berücksichtigt werden. Um :das
Stauchgesenk stets in derselben Höhe beim Stauchvo:rgang halten zu können, benutzt
man vorzugsweise besondere Sätze von zusammengehörenden Klemmbakken und Stützplattenteilen
für den Rohding und für den einseitig gestauchten Stehbolzen, so .daß diese Teile
gemeinsam ausgewechselt werden können. Das Entfernen des Stehbolzens nach unten
erfolgt nach seitlicher Verschiebung der Klemmbacken und der Stützpl.attenteile.
Dabei wird der Stehbolzen aus dem Stauchgesenk heraus:gepreßt. Zum Ausstoßen des
Stehbolzens würde ein ,geringes Lüften der Klemmbacken genügen, während die Stützplattenteile
so weit geöffnet werden müssen, daß :der Stehbolzen durchfallen kann. Um aber die
durch eine solche getrennte Steuerung der Klemmbacken und der Stützplattenteile
bedingte Verwicklung zu vermeiden, können beide den gleichen seitlichen Hub erhalten,
d. h. so weit, daß der Stehbolzen durchfällt.
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Läßt man die Klemmbacken und Stützplattenteile verschieden große Seitenbewegungen
ausführen, so kann man die Stützplattenteile4 mit den Druckkörpern 17 verbinden,
während die Klemmbackenteile 6 an die Druckkörper 17 mittels sogenannter Schlepphebel
angelenkt werden. Dadurch werden beim Hochziehen der Stangen 18 und der damit zusamanenhängendeit
seitlichen Bewegung der Druckkörper 17 zuerst die Stützplattenteile 4, die den größeren
Weg zurückzulegen haben, und -dann erst die Klemmbacken 6 mitgenommen, die einen
nur geringen seitlichen Weg zurücklegen müssen.
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Die Vorrichtung besteht im wesentlichen aus einem Unterteil, :der
auf dem Tisch, und einem Oberteil, der an dem Bär einer Presse, beispielsweise einer
Reibtriebpres:se, befestigt wird.
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Der Unterteil besteht aus einem Gehäuse i i, welches auf dem Tisch
12 der Presse auf irgendeine Art, beispielsweise durch Anker, für welche Führungen
13 (Abb. 4) vorgesehen sind, befestigt ist. Das Stauchgesenk i ist in einer Bohrung
14 im oberen Teildes Gehäuses i i geführt. Das Gesenk sitzt auf den Klemmbacken
6, die sich wiederum auf die Stützplatte 4 abstützen. Letztere ist, ebenso wie die
Klemmbacken, geteilt. Unterhalb der Stützplatte ist noch ein besonderer Abstandring
15 vorgesehen, .dessen Bohrung den fertigen Bolzen nach unten durchfallen läßt,
wobei der obere Teil der Bohrung zu .diesem Zweck etwas kegelig gehalten ist. Im
unteren Teil
des Gehäuses i i ist ebenfalls eine Bohrung 16 zum
Entfernen der Stehbolzen nach -unten vorgesehen. Zu beiden Seiten der Klemmbacken
sind in dem Gehäuse i i besondere Druckkörper 17 vorgesehen, die oben und unten
am Gehäuse geführt sind. Zwei ebenfalls im Gehäuse geführte Stangen 18 tragen in
Durchbrechungen i9 gelenkig verbundene Spreizglieder 2o, von denen sich die Glieder
der einen Seite gegen das Gehäuse i i, die Glieder der anderen Seite gegen die Druckkörper
17 abstützen. Bei Ausübung eines nach unten gerichteten Druckes auf,die Stangen
18 werden somit die Druckkörper 17 gegen. die Klemmbacken 6 und letztere an den
Stehbolzenschaft gedrückt, der auf die-se Weise für den Stauchvorgang in seiner
Lage zuverlässig festgehalten wird. Beim Hochziehen der Stangen 18 erfolgt eine
Verschiebung der Druckkörper 17, so daß diese sowie die mit ihnen verbundene Klemmbacken
und Stützplattenteile mitverschoben werden, um den Stehbolzen nach unten entfernen
zu können.
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Klemmbacken 6 und Stützplattenteile 4 können mit den Druckkörpern
17 durch längs verlaufende Schwalbenschwanznuten verbunden sein, so daß -die Druckkörper
17 bei ihrer seitlichen Bewegung die Teile 6 und 4 mitnehmen. Das hat den Vorteil
leichter Auswechselbarkeit der Teile 4 und 6, indem sie nach oben oder unten abgezogen
werden können. Die Teile 4, 6 und 17 können auch aus einem Stück sein. Falls mit
Rücksicht auf die Bearbeitung von Stehbolzen verschiedener Arten und Größen Auswechselbarkeit
der Teile 4 und 6 erwünscht ist, ist die getrennte Bauart der Teile 4, 6, 17 vorzuziehen.
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Zur Bedienung der Stangen 18 sind an dem Oberteil--i der Stauchvorrichtung,
der an dem Preßbär 22 beispielsweise mittels einer schwalbenschwanzförmigen Führung
23 befestigt ist, Druckstücke 24, 25 paarweise vorgesehen. Die Druckstücke 25 sind
kürzer als die Druckstücke 24 und schließen .die Klemmbacken und die Stützplattenteile
nur so weit, daß der beim Beginn des neuen Arbeitsganges einzuführende Stehbolzen
nicht durchfallen kann. Erst nach Rückzug des Schlittens 21 in die Betriebslage
für das erste Werkzeug 36 werden mittels der längeren Druckstücke 24 die Klemmbacken
über die Stangen 18 vollständig geschlossen, so daß anschließend daran das Stauchwerkzeug
38 den Stehbolzenkopf stauchen kann. Ferner sind am Oberteil hakenartige Gliedei=
26 vorgesehen, welche die Stangen 18 hochziehen, um die Klemmbacken und Stützplattenteile
zu öffnen. Diese paarweise vorgesehenen Haken werden durch eine Feder 27 zusammengezogen.
An dem Unterteil i i sind ferner an besonderen Trägerplatten 28 Anschläge 29 vorgesehen,
die beim Hochgehen des Oberteils die Hakenglieder 26 spreizen und dadurch ein Loslassen
der Stangen i8 bewirken, nachdem diese genügend hochgezogen worden sind. Die Haken
26 sind am Oberteil 21 in Augen 30 gelagert.
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An dem Oberteil sind drei besondere Werkzeughalter vorgesehen, so
daß drei verschiedene Werkzeuge der Reihe nach zum Zusammenarbeiten mit dem unteren
Teil der Vorrichtung ochsengleich eingestellt werden können. Der erste Werkzeughalter
35 trägt einen Stempel 36, welcher zum Einführen des Rohlings in den unteren Teil
der Vorrichtung dient, d. h. den Rohling in die Klemmbacken 6 einführt. Der zweite
Werkzeughalter 37 trägt den eigentlichen Stauchstempel 38, während der dritte Werkzeughalter
39 einen Ausstoßer 4o hält. Zur genauen Festlegung der einzelnen Arbeitsstellungen
des an der Schwalbenschwanzführung 23 verschiebbaren Oberteils 21 sind an dem Oberteil
Klinken 45 schwenkbar vorgesehen, die in Rasten 46, 47 und 48 des Preßbärs 22 eingreifen.
Jede Raste entspricht einer bestimmten Stellung des Oberteils. Der Raste 48 entspricht
die Arbeitsstellung des Einsetzwerkzeuges 36, der Raste 47 entspricht die Arbeitsstellung
des Stauchwerkzeuges 38 und der Raste 46 entspricht die Arbeitsstellung des Ausstoßers
40. Bei der in Abb. 4 veranschaulichten Stellung des Oberteils 21 befindet sich
gerade der Stauchstempel 38 in Arbeitsstellung, wobei die Klinke 45 in die Raste
47 eingreift. Zum Zurückführen des Oberteils 2i in .die Anfangsstellung dient ein
am Oberteil 21 bei 49 angelenkter Griff 5o, welcher mittels der Stangen 51 die Klinken
45 aus den Rasten aushebt, wonach der Oberteil 21 in die Anfangsstellung zurückgeschoben
werden kann.
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Zum selbsttätigen Verschieben des Oberteils 21 für die einzelnen Arbeitsgänge
sind am Oberteil zu beiden Seiten des Bär-, (Abb. 4) Rollen 55 und 56 vorgesehen,
die mit schräg angeordneten und beispielsweise am Pressengestell bei 57 schwenkbar
gelagerten Führungsstücken 58 zusammenarbeiten, welche von Federn 59 in ihrer Lage
gehalten= werden. Die Rolle 55 sitzt auf der schwenkbaren Klinke 45, während die
Rodle 56 auf einem klinkenlosen, jedoch ebenfalls schwenkbaren Tragkörper sitzt.
Die erste Rolle 55 dient zum Verschieben des Oberteils 21 vom ersten Arbeitsvorgang,
dem Einsetzen des Rohlings, zum zweiten Arbeitsvorgang, nämlich dem Stauchen, während
die zweite Rolle 56 den Oberteil 21 aus der Stauchstellung in die Ausstoßstellung
verschiebt, indem beim Heruntergehen des Bärs 22 die Rolle zunächst auf der Rückseite
des Führungsstückes- 58 an
diesem heruntergleitet und es dabei gegen
die Kraft der Feder 59 im Sinne des eingetragenen Pfeiles 6o verschwenkt, während
beim Hochgehen des Bärs die Rolle auf der Vorderseite der Führung. 58 aufläuft und
von dieser mit dem Oberteil 21 vorgeschoben wird. Die Klinke 45 und,der Tragkörper
der Rolle 56 werden - mittels der Stange 5 i um die unterhalb der Rolle 55 und 56
sichtbaren Bolzen geschwenkt (Abb. q.), wobei, die Rollen 55 und 56 die Schwenkbewegung
natürlich mitmachen. Es erfolgt also beim Vorschub des Oberteils 21 auch ein Ausklinken
und Freigeben des Oberteils. Eine im Zuge der Stange 51 vorgesehene Feder 61 drückt
die Klinke 45 nacheinander in die Rasten 48, 47 und 46. Die Feder 59 bringt das
Führungsstück 58 nach .dem Abwärtsgang des Preßbärs wieder in die richtige Lage
zurück, so daß beim Aufwärtsgang des Preßbärs die Rolle 55 oder die Rolle 56 auf
die Vorderseite des Führungsstückes 58 aufläuft und von diesem verschoben und verschwenkt
wird, wobei die Verschiebung den Schlitten oder Oberteil 21 in die nächste Arbeitsstellung
bringt, während die Verschwenkung die Klinke 45 aus der einen Raste ausklinkt, so
daß die Verschiebung dies Schlittens 2i erfolgen kann. Die Führungsstücke 58 können
am Pressengestell, sie können aber auch an einem Zwischenstück angebracht sein,
welches wiederum am Pressengestell befestigt ist.
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Die Wirkungsweise der Vorrichtung ist die folgende. - Um eine Anzahl
von Stehbolzen mittels der Vorrichtung mit gestauchten Köpfen zu versehen, werden
zuerst in den Unterteil i i die Stützplatte 4 und die Klemmbacken 6 nebst dem Stauchgesenk
i eingesetzt. Der Oberteil nimmt dabei eine Lage ein, bei der die Klinke 45 in die
Raste 48 eingreift und das Einsetzwerkzeug 36 sich über dem Gesenk i befindet. Der
Rohling wird von Hand in das Gesenk i eingelegt und ragt mit dem einen Ende teilweise
in die Bohrung der Klemmbacken hinein. Der Preßbär wird nun abwärts in Bewegung
gesetzt, wobei das Einsetzwerkzeug 36 den Rohling bis zum Aufliegen auf der Stützplatte
4 herunterdrückt. Daran anschließend drücken die Druckstücke 24 die Stangen 18 herunter,
wodurch die Klemmbacken nebst den Stützplattenteilen geschlossen werden, so daß
der Schaft nunmehr für den Stauchvorgana festgehalten wird.
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Beim anschließenden Hochgehen des, Preßbärs gleiten die Rollen 55,
die beim Heruntergehen. auf der Rückseite des Führungsstückes 58 mach unten gelangten,
auf die Vorderseite dieses Führungsstückes auf, so daß die Klinken 45 aus -der Raste
48 ausgeklinkt werden und der Oberteil 21 verschoben wird, bis die Klinke 45 in
die Raste 47 einf 11t. Die Vorrichtung ist jetzt fertig zum Stauchen. Beim abermaligen
Abwärtsgang des Bärs staucht das Werkzeug.38 den im Gesenk i befindlichen Stehbolzenkopf.
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Die Druckstücke 24 drücken die Stangen 18 so weit herunter, daß die
Spreizglieder 2o fast in die Strecklage gelangen. Durch Selbsthemmung bleiben die
Spreizglieder in dieser Lage, so daß die Druckstücke hochgehen können, ohne befürchten
zu müssen, daß die Spreizglieder einknicken. Die Selbsthemmung hängt natürlich von
der Beschaffenheit der Reibungsflächen der Spreizgliederköpfe oder von deren Schmierung
ab und muß entsprechend eingestellt werden.
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Gleichzeitig mit dem Stauchen gelangen die Haken 26 über die Stangenköpfe
62 auf die Weise hinweg, daß bei der Abwärtsbewegung des Preßbärs die abgerundeten
Köpfe der Haken 26 auf @dieseitlichen Schrägflächen der Stangenköpfe 62 stoßen und
von :diesen seitwärts weggedrückt werden, wobei die Feder 27 die beiden Haken 26
wieder zusammenzieht. Nach erfolgtem Stauchen bewegt .sich der Bär aufwärts. Dabei
ziehen die Haken 26 die Stangen 18 so lange hoch, bis der am Gestell i i vorgesehene
Anschlag 29 die rechten Anschläge der Haken 26 (Abb. 2) gegen die Federspannung
auseinanderdrückt, so daß die Haken 26 so weit gespreizt. werden, daß der Stangenkopf
62 frei hindurchgelangen kann. Die Spreizvorrichtung im Unterteil ist nunmehr gelöst,
und die Klemmbacken sowie die Stützplattenteile können nach der Seite ausweichen.
Bei dem weiteren Hochgang des Bärs gleitet nun die Rolle 56 auf das Führungsstück
58 auf, wodurch der Oberteil 21 wieder verschoben wird und die Klinke 45 aus der
Raste 47 entfernt und in die Raste 46 gelangt. In dieser Lage ist jetzt der Ausstoßer
in Arbeitsstellung. Bei dem dritten Heruntergehen des Bärs stößt,der Ausstößer 4o
zunächst den Stehbolzen mach .unten heraus. Im letzten Teil des Abwärtshubes drüklcen
die Druckstücke 25,die Stangen 18 wieder so weit abwärts, daß die Druckteile 17
mit den Klemmbacken und Stützplattenteilen so weit zusammengedrückt werden, daß
das Einlegen eines neuen Rohlings erfolgen kann. Nach abermaligem Hochgehen des
Bärs wir.-1 mittels des Griffes So die Klinke 45 aus der Raste 46 gelöst und der
Teil 21 in die ursprüngliche Lage zurückgeschoben bis zum Einschnappen der Klinke
45 in die Raste 48. Die Vorrichtung ist nunmehr für die Bearbeitung eines neuen
Rohlings bereit.
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Sind auf diese Weise alle Stehbolzen mit einem gestauchten Kopf versehen,
so werden die Klemmbacken durch solche mit Aussparungen 7 ersetzt, wobei nötigenfalls
auch die
Stützplatte ¢ auszuwechseln sind, wenn die Längenverhältnisse
der Stehbolzen das bedingen. Der Stauchvorgang am zweiten Stehbolzen wird dann in
der gleichen Weise durchgeführt, wie am ersten Kopf. Wurden zum Stauchen des ersten
Kopfes schon Klemmbacken 6 mit Aussparungen 6 benutzt, so braucht für das Stauchen
der zweiten Köpfe nur noch die Stützplatte 4 ausgewechselt zu werden.
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Bei der Vorrichtung für die Massenfertigung brauchen sich Gesenk i,
Stützplatte 4 und Klemmbacken 6 nicht mittels Kegelflächen einander zu übergreifen,
weil zum Schließender Klemmbacken und Stützplattenteile die Druckteile
17 vorgesehen sind. Das Übergreifen mittels Kegelflächen hat aber einen Vorteil,
und zwar folgenden: Bei fiacäler Begrenzung zwischen den Klemmbacken einerseits
und dem Gesenk und der Stützplatte andererseits verteilt sich der Anpreß-druck zwischen
den Druckstücken 17 und den Klemmbacken auf deren gesamte Länge derart, daß oben
der höchste Druck herrscht, während er nach unten allmählich abnimmt. Infolgedessen
werden die oberen- Spreizglieder wesentlich stärker beanspfucht als die unteren.
Bei dem Übergreifen der an den 1?ndeti kegeligen Klemmbacken durch Hohl-, kegel
des Gesenkes und der Stützplatte ergibt sich dagegen eine günstigere Verteilung
des Schließdruckes. auf der ganzen Länge der Klemmbacken, so daß die Belastung der
oberen und unteren Spreizglieder 2o gleichmäßiger wird. Die seitliche Entfernung
der Klemmbacken bleibt trotzdem möglich, weil das Gesenk i in ,der Bohrung 14 seine
Höhenlage verändern kann.
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Die Steuerung der verschiedenen abwärts und aufwärts gerichteten Bewegungen
des Bärs an der Presse kann von Hand vorgenommen werden, ebenso wie das Zurückschieben
des Oberteils 2i in die Anfangsstellung. Die Vorrichtungen können natürlich auch
mittels einer Druckluft-, Flüssigkeits- oder elekfrischen Steuervorrichtung so eingeleitet
werden, daß sie nach erfolgter Einschaltung vollkommen selbsttätig nacheinander
erfolgen. Derartige Steuervorrichtungen sind in vielfachen Ausführungen bekannt
und bilden nicht den Gegenstand der 1? rtindung.
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Es ist üblich, Fertigerzeugnisse mit irgendeinem Kennzeichen oder
einer Kennzahl oder mit beiden zu versehen, beispielsweise mit einem Firmenzeichen
und mit den wichtigsten Typenbezeichnungen oder Maßen. Dies kann auch bei der oben
beschriebenen Vorrichtung in der Weise erfolgen, daß eines oder mehrere der mit
dem Stehbolzen unter Druck in Berührung kommenden Werkzeuge erhaben oder versenkt
entsprechende Zeichen tragen. So kann beispielsweise der Stauchstempel auf der Stirnseite
oder der Ausstoßer auf seiner Stirnseite oder die Klemmbacken auf ihren Innenflächen
solche Zeichen .besitzen.
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Die Stauchgesenke und Klemmbacken sowie Stützplatten können natürlich
auswechselbar ,sein, um Stehbolzen verschiedener Größe und Art mittels derselben
Einrichtung mit gestauchten Köpfen versehen zu können. An Stelle der mit Spreizgliedern
ausgerüsteten Spreizvorrichturng - zum Andrücken der Klemmbacken kann auch irgendeine
andSrS Druckvorrichtung vorgesehen sein, beispielsweise eine hvdraulische Hilfsvorrichtung
o. dgl. Zum Abbremsen der Bewegung des Oberteils können an diesem besondere Anlaufflächen
vorgesehen sein, die gegen am Preßbär angebrachte Rollen anlaufen, oder umgekehrt.
Es können auch andere Dämpfungseinrichtungen vorgesehen sein, die dieselbe Aufgabe
erfüllen. An Stelle von drei Werkzeughaltern können in dem .beweglichen Oberteil
auch mehr Halter vorgesehen sein, falls die Bearbeitung des Stehbolzens das erfordern
sollte. Man könnte beispielsweise noch einen vierten Werkzeughalter vorsehen, welcher
das Stempelwerkzeug trägt, das zum Anbringen von Kennzeichen auf den gestauchten
Stehbolzenkopf dient. Natürlich muß in diesem Falle die Vorrichtung auch eine weitere
Einrichtung für die Bewegung besitzen, d. h. eine weitere Rolle und Raste. An Stelle
der letzteren Mittel zum Begrenzen der einzelnen Bewegungen des schlittenförmigen
Oberteils können auch andere Mittel zur Anwendung .gelangen.