DE614253C - Maschine zur Herstellung von Florgeweben durch Aufkleben von Flornoppen auf einen Belagstoff - Google Patents

Maschine zur Herstellung von Florgeweben durch Aufkleben von Flornoppen auf einen Belagstoff

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DE614253C DE1930L0084518 DEL0084518D DE614253C DE 614253 C DE614253 C DE 614253C DE 1930L0084518 DE1930L0084518 DE 1930L0084518 DE L0084518 D DEL0084518 D DE L0084518D DE 614253 C DE614253 C DE 614253C
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    • D04BRAIDING; LACE-MAKING; KNITTING; TRIMMINGS; NON-WOVEN FABRICS
    • D04HMAKING TEXTILE FABRICS, e.g. FROM FIBRES OR FILAMENTARY MATERIAL; FABRICS MADE BY SUCH PROCESSES OR APPARATUS, e.g. FELTS, NON-WOVEN FABRICS; COTTON-WOOL; WADDING ; NON-WOVEN FABRICS FROM STAPLE FIBRES, FILAMENTS OR YARNS, BONDED WITH AT LEAST ONE WEB-LIKE MATERIAL DURING THEIR CONSOLIDATION
    • D04H11/00Non-woven pile fabrics
    • D04H11/04Non-woven pile fabrics formed by zig-zag folding of a fleece or layer of staple fibres, filaments, or yarns, strengthened or consolidated at the folds

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  • Textile Engineering (AREA)
  • Treatment Of Fiber Materials (AREA)
  • Heating, Cooling, Or Curing Plastics Or The Like In General (AREA)
  • Moulds For Moulding Plastics Or The Like (AREA)

Description

Gegenstand der Erfindung ist eine Maschine zur Herstellung von Florgeweben, insbesondere Pelzteppichen und plüschartigen Stoffen durch Aufkleben von Flornoppen auf einen Belagstoff nach Patent 534019, bei der die zu verarbeitenden Fasern durch eine Noppenbildevorrichtung zwischen die am Umfang einer ständig umlaufenden Trommel angeordneten Kämme eingeführt und das so entstehende wellenförmige Faserband auf seinen nach außen liegenden Bögen durch eine Beleimvorrichtung mit einem vulkanisierfähigen Bindemittel bestrichen, mit einer biegsamen Unterlage versehen und beide zusammen durch eine sich zeitweilig gegen die Trommeloberfläche legende Vulkanisiervorrichtung geführt werden, in der das Florgewebe und die Unterlage durch die Vulkanisierung zu einem festen Ganzen verbunden werden. Die Erfindung bezweckt, bei Ausführung derartiger-Maschinen mit großen Abmessungen zu verhüten, daß durch das zeitweilige Anlegen der
*) Frühere Zusatzpatente 555 599, 599 578
Vulkanisiervorrichtung gegen die Trommeloberfläche eine ungleichmäßige Belastung der Antriebsvorrichtung oder der von den VuI-kanisierelementen zeitweilig bedeckten Trommeloberflächenteile eintritt. Die Erfindung besteht darin, daß die Vulkanisiervorrichtung an Gleitringen angeordnet ist, die an zu beiden Stirnteilen der Trommel vorspringenden Flanschen gelagert sind, während die zum Vulkanisieren dienenden Preßplatten unter Verwendung einer in der Tragvorrichtung (902) angeordneten Druckwassersteuerung an die Trommeloberfläche anlegbar sind, so daß sich die mechanische Belastung gleichmäßig auf den von den Elementen bedeckten Trommeloberflächenteil verteilt. Die durch das Anlegen der Vulkanisiervorrichtung und das hierbei erfolgende Mitnehmen derselben hervorgerufene erhöhte Beanspruchung der Antriebsmittel wird durch eine mit der Vulkanisiervorrichtung verbundene Kniehebelvorrichtung ausgeglichen. Da andererseits während
des Anliegens der Vulkanisierelemente die Reibungsbelastung des Trommelantriebs dadurch sinkt, daß die Tragvorrichtung die Vulkanisiervorrichtung nur dann trägt, wenn die Vulkanisierelemente außer Berührung mit der Trommeloberfläche sind, wird während des Vulkanisieren auf den Trommelantrieb eine entsprechende zusätzliche Belastung ausgeübt.
ίο In den Zeichnungen ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes dargestellt.
Fig. ι ist ein Gesamtaufriß der Maschine. Fig. 2 ist ein Schnitt in der Ebene 2-2 von Fig. i. Fig. 3 zeigt eine Einzelheit. Fig. 4 ist ein Schnitt durch die linke untere Hälfte der Trommel und der zugehörigen Teile in der Ebene 4-4 in Fig. 1. Fig. S ist ein Schnitt in der Ebene 5-5 der Fig. 4. Fig. 6 ist eine Teildrauf sieht der Fig. 5. Fig. 7 ist ein Teilschnitt in der Ebene J-J der Fig. 4. Fig. 8 ist eine Seitenansicht in der Ebene 8-8 der Fig. i. Fig. 9 ist ein Teilschnitt in der Ebene 9-9 der Fig. 8. Fig. 10 ist eine Draufsieht längs der Schnittebene 10-10 der Fig. 8. Fig. 11 ist eine schematische Ansicht der hydraulischen Steuervorrichtung für die Vulkanisiervorrichtung, teilweise im Schnitt.
Die Vulkanisiervorrichtung ist so eingerichtet, daß stärkere mechanische Beanspruchungen nur an derjenigen Stelle der Trommel auftreten, die mit der Vulkanisiervorrichtung unmittelbar in Berührung steht; ferner legen sich die zur Vulkanisierung dienenden Heizflächen federnd an den zu vulkanisierenden Stoff an, und schließlich erfolgt das Anlegen und Zurückziehen der Vulkanisiervorrichtung ohne wesentliche Veränderung der von der Hauptantriebswelle zu übertragenden Leistung und ohne Beeinträchtigung der richtigen Lage des in den Kämmen der Trommel befindlichen Gewebes.
Die Vulkanisiervorrichtung 900 (Fig. 1) besteht aus einer Mehrzahl von Einheiten, zehn oder mehr, die an den unteren Hälften der geschlitzten Ringe 140 aufgehängt sind. Diese können sich um die von dem äußeren Teil 102 der Trommel vorspringenden Räder 138 drehen.
Träger 902 (Fig. 4) sind in die unteren Hälften der Schlitzringe 140 schwalbenschwanzförmig eingesetzt und durch Schraubenbolzen 904 gesichert. Jeder Träger 902 (Fig. 4 und 5) besitzt zwei Rippen 906, die von Zapfen 908 durchsetzt werden, an denen gegabelte Hebel 910 aufgehängt sind. Die gegabelten Enden dieser Hebel schließen die oberen Enden von gegabelten Gehängen 912 ein, mit denen sie durch Zapfen 914 verbunden sind. Die nicht gegabelten Enden eines jeden Paares der Hebel 910 (Fig. 6) hängen an Zapfen 916 in Blöcken 918 (Fig. 4), in die die Kolbenstangen 920 der in Zylindern 924 verschiebbaren Kolben 922 eingeschraubt sind. Die Rohrleitungen 926 und 928 zur Zu- und Ableitung der Antriebsflüssigkeit sind oben und unten in die Zylinder 924 eingeschraubt. Die gegabelten Gehänge 912 (Fig. 1 und 4) sind durch Stifte 930 an entgegengesetzten Enden des Joches 932 angelenkt. Gemäß Fig. 7, die einen vergrößerten Querschnitt durch ein einzelnes Joch 932 darstellt, sind Schraubenfedern 934 durch Platten 936 zusammengepreßt, in die geflanschte Enden der Spindeln 938 passen. Die Spindeln 938 sind innen mit Gewinde zur Aufnahme von Stiften 940 versehen, die in den Preßplattenkörper 942 eingeschraubt sind. Die Preßplattenoberflächen 944 sind entsprechend der Trommeloberfläche gestaltet. Durch Drehen der Spindel 938 mittels der Mutter 946 können die Preßplatten in bezug auf die Trommeloberfläche und die Joche 932 eingestellt werden. Die Federn 934 können unabhängig von der Einstellung der Preßplatten durch Drehen der Mutter 948 in jeder gewünschten Weise zusammengedrückt werden.
Die Preßplatten 942 sind mit untereinander in Verbindung stehenden Innenbohrungen 950 versehen, denen Heizdampf durch die Leitungen 951 und 952 (Fig. 2) zugeführt und entzogen wird. Die Joche 932 sind durch Stangen 954 (Fig. 2, 4 und 5) versteift und miteinander durch an den Enden der Joche zentral mittels der Stifte 958 befestigter Verbindungsstücke 956 zu Paaren verbunden (Fig. i, 4 und 11). Die Paareinheiten (Fig. 1) sind mittels Glieder 962 mit Balken 960 verbunden. Das mittlere Jochpaar ist mit den Balken 960 dadurch verbunden, daß Aufhängestangen 964 durch Bohrungen der Ringe 966 hindurchgehen, die sich auf der Welle 108 frei drehen können. Fernerhin sind die Balken 960 mittels Aufhängestangen 968 (Fig. 1) mit muldenförmigen Trägern 970 verbunden, die an den äußersten Trägern 902 befestigt sind. Durch die beschriebenen Teile werden die Preßplatten 942 stets in der richtigen -Lage gehalten, und ihr Anlegen und Wegziehen von der Trommel erfolgt stets in uo radialer Richtung.
Mittels der Stifte 972 (Fig. 1, 4 und 11) sind an den Balken 960 Verbindungsstangen (auch Fig. 8) angelenkt, deren gegabelte Enden an mit der Welle 978 verkeilten Hebeln angelenkt sind. Die Welle 978 ist in Lagern 980 (Fig. 8) gelagert, die mit Fußstücken 982 an der Grundplatte 114 verbolzt sind.
Die Welle 978 (Fig. 9 und 10) geht durch Verstärkungen 983 an den oberen Enden der Streben 984, deren untere Enden durch Stifte
986 an Stützen 988 befestigt sind. Die Welle 978 trägt Stützen 990 (Fig. 9), die an mit der Grundplatte 114 verbolzten Trägern 992 befestigt sind. Ein mit der Welle 978 verkeilter Hebel 994 trägt einen durch einen gegabelten Block 998 hindurchgehenden Stift 996. Der Block 998 ist an der Kolbenstange 1000 des schwenkbar an dem Schildzapfen des Trägers 992 aufgehängten Zylinders 1002 befestigt. Dem Zylinder wird Wasser durch das in seine Wandung eingeschraubte Zufuhrrohr 1004 zugeführt. Das gegabelte Ende des Hebels 994 schließt den Block 1006 ein, mit dem es durch einen Zapfen 1008 verbunden ist. Der Block 1006 ist mit der Kolbenstange ioio des Zylinders 1012 verschraubt, und dieser ist fest an dem gegabelten Hebel 1014 angebracht, dessen unteres Ende um den Zapfen 986 schwenkbar ist. Die Wasserzuführung 1016 ist im unteren Teil des Zylinders 1012 eingeschraubt. Der Stift 1008 erstreckt sich in die Schlitzlöcher 1018 in den beiden Schenkeln des gegabelten Hebels 1014.
Einer der Hebel 976 (Fig. 10 und 11) ist durch eine Verbindungsstange 1020 mit einem an der Spindel des Vierweghahnes 1024 befestigten Hebel 1022 verbunden. Ein an diesem befestigter Stift 1026 greift in einen Schlitz 1028 der Verbindungsstange 1020 und ist außerdem in dem Teil 1030 befestigt. Ein entsprechender Teil 1032 ist durch einen Stift 1034 an der Stütze 1036 befestigt. Beide Teile 1030 und 1032 tragen Führungsstifte 1038 für eine Schraubenfeder 1040.
Ein zu dem' Hahn 1024 führendes Rohr 1042 steht über Rohre 1044 und 1046 mit dem einen und dem anderen Ende des Zylinders 1048 in Verbindung, je nach der Stellung des Hahnes 1024. Das Rohr 1050 verbindet den Hahn 1024 mit einem Abflußrohr 1052. Ein Zuflußrohr 1054 führt zu einer hydraulischen Pumpe 1056 und von dieser ein Rohr 1058 zu einem Akkumulator 1060. Von diesem geht ein Rohr 1062 aus und verzweigt sich in eine zu einem Hahn 1066 führende Leitung 1064 und eine Leitung 1068 über Schwingverbindung 1070, mit der ein Kopfstück 1072 in Verbindung steht, von dem Zweigrohre 926 zu den oberen Enden der Zylinder 924 führen, deren untere Enden durch Rohre 928 mit dem Kopfstück 1078 in Verbindung stehen, das seinerseits über Schwingverbindungen 1080 und eine Rohrleitung 1082 an den Dreiweghahn 1066 angeschlossen ist. An dessen Spindel ist ein Hebel 1084 (Fig. 10, 11) mit einem Schlitz 1086 befestigt, in den ein an der Kolbenstange 1090 des an dem Zylinder 1048 hin und her gehenden Kolbens 1092 angebrachter Stift 1088 eingreift. Mittels der beschriebenen Teile kann die Vulkanisiervorrichtung in regelbarer Weise bewegt werden,
Die Vulkanisiervorrichtung (Fig. 1, 2, 4) ist als Ganzes an den Schlitzringen 140 aufgehängt, die sich'ihrerseits mittels der Rollen in ihren oberen Hälften auf den von den Stirnseiten der Trommel vorspringenden Flanschrädern 138 frei drehen können.
Druckwasser, das durch die Leitungen 926 (Fig. 4) den Zylindern 924 zugeleitet wird, drückt die Kolben 922 nach unten, so daß sich die Führungsstangen 912 aufwärts bewegen. Infolgedessen werden die Joche 932 angehoben und drücken die federnden Preßplatten 942 gegen die Trommeloberfläche. Dabei werden die unteren Hälften der Schlitzringe 140, an denen diese Träger befestigt sind, vermöge der Federn 143 (Fig. 3) sich von den oberen Hälften etwas entfernen können, wobei die Träger 902 der Zylinder 924 gegen die entsprechenden Innenflächen der Trommelendstücke 102 und 103 gedrückt werden. Infolgedessen verursacht das Anlegen der Preßplatten 942 keine erhöhte mechanische Beanspruchung der Welle 108, abgesehen von der geringen Beanspruchung, die durch das weitere Zusammenpressen der Federn 143 um denjenigen Betrag hervorgerufen wird, der erforderlich ist, damit die Träger 902. den go Reiibungskontakt mit den Trommelendstücken machen können.
Da die Joche 932 untereinander paarweise durch die Arme 956 und die einzelnen Paare durch die Arme 962 mit dem Balken 960 verbunden sind, erfolgt nach dem Anlegen der Preßplatten 942 an die Trommeloberfiäche eine Drehung der Vorrichtung einschließlich der Balken 960 als Ganzes entgegengesetzt dem Uhrzeigersinne (Fig. 1). In der Stellung der Teile gemäß Fig. 7 sind die Preßplatten 942 gerade außer Berührung mit der Trommel gekommen. In dieser Stellung wird aus dem Behälter 1060 (Fig. 4 und 11) Druckwasser beiden Seiten der Kolben 922 zügeführt. Der wirksame Kolbenquerschnitt ist an der oberen Seite durch die Kolbenstangen vermindert, so daß unter diesen Umständen die Kolben gegen das obere Ende ihrer Zylinder gedrückt werden und die Preßplatten 942 von der Trommel abdrucken.
Durch den Ha'hn 1024 und das Rohr 1044 (Fig. 11) strömt Wasser unter gewöhnlichem Druck zu dem Zylinder 1048 und drückt dessen Kolben 1092 nach vorn, wobei der Hahn 1066 umgestellt wird. Dadurch wird das Rohr 1082 mit dem Abflußrohr 1052 verbunden. Infolgedessen läßt der Druck an der Unterseite der Kolben 922 nach, während auf die obere Seite des Kolbens immer noch Druckwasser durch die Leitungen 10B8 und das Kopfstück 1072 einwirkt. Dadurch wer-
den die Preßplatten 942 augenblicklich gegen die Trommel gedrückt. Danach beginnt die ganze Vulkanisiervorrichtung mit der Trommel in einer dem Uhrzeigersinne entgegengesetzten Richtung (Fig. 1) zu wandern. Infolge dieser Bewegung verschieben die Verbindungsstapgen 974 die Hebel 976 und drehen die Welle 978. Schließlich gelangt das Ende des Schlitzes 1028 in der Verbindungsstange 1020 in Berührung mit dem an dem Bewegungshebel 1022 des Hahnes 1024 befestigten Zapfen 1026. Eine weitere Bewegung der Stange 1020 bringt die Stifte 1026 und 1034 in eine gerade Linie mit der Drehachse des Hahnes 1024, wonach die Schraubenfeder 1040 den Hebel 1022 in eine Stellung bringt, die um 90 ° von der gezeichneten Anfangsstellung abliegt. Dabei werden die durch den Hahn 1024 hergestellten Rohrverbindungen umgekehrt, und zwar erfolgt diese Umkehrung nahezu augenblicklich. Das durch, die Leitung 1042 zugeführte Wasser gelangt dann durch das Rohr 1046 zu dem entsprechenden Ende des Zylinders 1048, drückt den Kolben 1092 zurück und bringt das Küken des Hahnes 1066 wieder in die gezeichnete Ausgangsstellung. Nunmehr wirkt Druckwasser auf die untere Seite der Kolben 922, die Platten 942 werden von der Trommel gelöst, und die ganze Vulkanisiervorrichtung schwingt als Einheit in Richtung des Uhrzeigers (Fig. 1) in die Gleichgewichtsstellung zurück. Die Vulkanisiervorrichtung ist nunmehr zu einem neuen Arbeitsgang bereit, der sofort unter Wiederholung des oben beschriebenen Kreislaufes einsetzt.
In der schematischen Fig. 11 ist lediglich ein einziger Hahn 1066 dargestellt, während ■ in Wirklichkeit wie in Fig. 10 zwei solcher Hähne vorhanden sind, die jeder durch Leitung 1082 mit Kopfstücken 1078 und Zufuhrrohren 1064 an entgegengesetzten Seiten der Maschine verbunden sind.
Nach Anlegen der Platten an die Trommeloberfläche wird die Vulkanisiervorrichtung schrittweise aus ihrer Gleichgewichtslage gebracht, und dabei wird eine ständig wechselnde Belastung auf die Hauptantriebsschnecke ausgeübt. Zum Ausgleich dieser anwachsenden Belastung dient die in den Fig. 8 und 9 dargestellte Vorrichtung.
Der Saugzug des auf den Hebel 994 wirkenden hydraulischen Zylinders 1012 wird von den die Welle 978 mit dem Zapfen 986 verbindenden Streben 984 aufgenommen. Der Zapfen 1008, an dem der Hebel 994 und der mit der Kolbenstange 1010 verbundene Block 1006 angelenkt sind, geht durch Löcher 1018 in dem gegabelten Hebel 1014. Auf diese Weise bildet der hydraulische Zylinder 1012 den einen Arm eines Kniehebels, dessen anderer Arm von dem Hebel 994 gebildet wird. Beim Herausgehen der Vulkanisiervorrichtung aus der Gleichgewichtslage gemäß Fig. 11 fängt der Kniehebel an sich durchzubiegen, da die Verbfndungsstangen 974 und die Hebel 976 auf die mit dem Hebel 994 verbundene Welle eine Drehung ausüben. Dem Zylinder 1012 wird durch das Rohr 1016 ständig Druckwasser zugeführt. Infolgedessen wird der Kolben des Zylinders mit gleichbleibender Kraft nach oben gedruckt. Sobald der aus dem Hebel 994 und dem. hydraulischen Zylinder 1012 bestehende Kniehebel aus der in Fig. 9 gezeichneten Strecklage herausgelangt, erteilt der durch den Zylinder 1012 auf den Zapfen 1008 ausgeübte, aufwärts gerichtete Druck der Welle 978 eine Drehbewegung entgegengesetzt dem Uhrzeigersinne. Infolgedessen wird unter Vermittlung der Hebel 976 und der Verbindungsstangen 974 auf die Vulkanisiervorrichtung ein Schub in Richtung ihrer Fortbewegung ausgeübt. Der Zylinderquerschnitt und die Hebelübersetzungen sind so gewählt, daß dieser Zug nach einer Sinuskurve ansteigt, die nahezu der durch die Verschiebung der Vulkanisiervorrichtung auf den Antrieb ausgeübten, gleichfalls nach einer Sinuskurve ansteigenden Belastung entspricht. go
Die beträchtliche, durch die Vulkanisiervorrichtung auf den Schlitzring 140 ausgeübte Belastung übt ungeachtet der Rollen 144 auf die umlaufende Trommel eine erhebliche Bremswirkung aus, solange die Preßplatten in der gelösten Stellung sind. Diese bildet eine unerwünschte zeitweise Belastung der Antriebsschnecken. Die Bremswirkung verschwindet beim Anlegen der Platten, und dieses abwechselnde Auftreten und Verschwinden einer Belastung von dieser Größe an dem. Antrieb ist höchst unerwünscht. Deshalb ist der Zylinder 1002 (Fig. 9) vorgesehen, dessen Kolbenstange 1000 durch den Stift 996 mit dem Hebel 994 verbunden ist. Auf den Kolben 1001 wirkt ständig durch die Leitung 1004 zugeführtes Wasser ein und übt eine Drehwirkung auf den Hebel 994 aus, die die Welle -978 im Uhrzeigersinne zu drehen sucht. Dabei wird über die Hebel 976 und die Verbindungsstangen 974 (Fig. 8) auf die Vulkanisiervorrichtung in der Anlagestellung eine Bremskraft ausgeübt, die ihrer Fortbewegungsrichtung entgegengesetzt gerichtet ist. Diese Kraft entspricht im wesentlichen der Verminderung der auf die Räder 138 (Fig. 1 und 2) ausgeübten Bremswirkung, wenn die Vulkanisierplatten zur Anlage gelangen. Werden diese ■ nach Erreichung der Endstellung der Vulkanisiervorrichtung wieder gelöst, so wird der reibende Bremseffekt in dem Schlitzring 140 sofort
wiederhergestellt, während der Zylinder 1002 nunmehr keinen Einfluß auf die Trommel ausüben kann, da er keine Verbindung mit ihr hat; er unterstützt vielmehr lediglich die Rückkehrbewegung der Vulkanisiervorrichtung in die Gleichgewichtslage.

Claims (3)

  1. Patentansprüche:
    i. Maschine zur Herstellung von Florgeweben, insbesondere Pelzteppichen und plüschartigen Stoffen, durch Aufkleben von Flornoppen auf einen Belagstoff nach Patent 534019, bei der die zu verarbeitenden Fasern durch eine Noppenbildevorrichtung zwischen die am Umfang einer ständig umlaufenden Trommel angeordneten Kämme eingeführt und das so entstehende wellenförmige Faserband auf seinen nach außen liegenden Bögen durch eine Beleimvorrichtung mit einem vulkanisierfähigen Bindemittel bestrichen, mit einer biegsamen Unterlage versehen und beide zusammen durch eine sich zeitweilig gegen die Trommeloberfiäche legende Vulkanisiervorrichtung geführt werden, in der das Faserband und die Unterlage durch die Vulkanisierung zu einem festen Ganzen verbunden werden, dadurch gekennzeichnet, daß die Vulkanisiervorrichtung . (900) an Gleitringen (140,141) angeordnet ist, die an zu beiden Stirnteilen (102, 103) der Trommel vorspringenden Flanschen (138, 139) gelagert sind, während die zum Vulkanisieren dienenden Preßplatten (942) unter Ver-Wendung einer in der Tragvorrichtung (902) angeordneten Druckwassersteuerung an die Trommeloberfiäche anlegbar sind.
  2. 2. Maschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein Kniehebel (994,
    1012) durch ein Gestänge (976, 974) mit der Vulkanisiervorrichtung (900) verbunden ist, der durch die Mitnahme der letzteren durch die Trommel (100) aus seiner Strecklage gebracht wird und alsdann eine auf ihn hydraulisch (Zylinder 1012) ausgeübte Kraft auf die Vulkanisiervorrichtung (900) überträgt.
  3. 3. Maschine nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß eine hydraulische Bremseinrichtung (1001, 1002) mit der Vulkanisiervorrichtung (900) verbunden ist, deren Bremswirkung sich beim Anlegen der Vulkanisiervorrichtung an die Trommel (100) auf diese überträgt.
    Hierzu 3 Blatt Zeichnungen
DE1930L0084518 1927-08-09 1930-02-22 Maschine zur Herstellung von Florgeweben durch Aufkleben von Flornoppen auf einen Belagstoff Expired DE614253C (de)

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