DE613787C - Haertepruefer mit auswechselbaren Eindringkoerpern fuer die Rockwellsche und eine Art Brinellsche Probe - Google Patents

Haertepruefer mit auswechselbaren Eindringkoerpern fuer die Rockwellsche und eine Art Brinellsche Probe

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DE613787C
DE613787C DEM118629D DEM0118629D DE613787C DE 613787 C DE613787 C DE 613787C DE M118629 D DEM118629 D DE M118629D DE M0118629 D DEM0118629 D DE M0118629D DE 613787 C DE613787 C DE 613787C
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    • G01MEASURING; TESTING
    • G01NINVESTIGATING OR ANALYSING MATERIALS BY DETERMINING THEIR CHEMICAL OR PHYSICAL PROPERTIES
    • G01N3/00Investigating strength properties of solid materials by application of mechanical stress
    • G01N3/40Investigating hardness or rebound hardness
    • G01N3/42Investigating hardness or rebound hardness by performing impressions under a steady load by indentors, e.g. sphere, pyramid

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Description

  • Härteprüfer mit auswechselbaren Eindringkörpern für die Rockwellsche und eine Art Brinellsche Probe Statische Härteprüfer mit Eindringtiefenmesser, welche die Eindrucktiefe der Prüfspitze während des Versuches selbsttätig an einer Anzeigevorrichtung erkennen -lassen, sind bekannt. In erster Linie sind-hier die Härteprüfer zu nennen, bei denen die Tiefenmessung nach der Tiefenunterschiedsmethode oder dem sogenannten Roekwellverfahren erfolgt. Bei diesem Meßv erfahren wird die Prüfspitze auf das in die Presse eingeführte Prüfstück zunächst mit einer geringen Vorlast aufgesetzt, welche als Ausgangspunkt für die Tiefenmessung dient. Sodann wird die Prüfspitze mit dem vollen Prüfdruck belastet -und wieder auf den Wert der Vorlast entlastet. Dabei wird der Weg der Prüfspitze gegenüber dem festen Gestell der Presse, auf welchem der Prüfkörper aufliegt, durch eine Meßuhr gemessen. Der Tiefenmesser ist also hier am -Gestell der Presse selbst befestigt und mißt die Bewegung des Prüfstempels gegenüber der Presse. Solange nun in der Presse und am Prüfstück keine oder nur rein elastische Formänderungen auftreten, die beim Entlasten wieder verschwinden, ist der Weg der Prüfspitze nur durch die Eindringtiefe bedingt, die -Anzeige der Meßuhr also richtig. Entstehen aber am Prüfstück auch außerhalb des. Eindruckes, .etwa an der Auflagerstelle, bleibende Formänderungen oder macht. das Prüfstück während des Prüfvörganges irgendwelche räumlichen Bewegungen gegenüber der Presse, so treten diese Beträge gleichfalls an der Meßuhr in Erscheinung und werden als Eindringtiefe gewertet. Bei der geringen für die Diamantspitze üblichen Belastung von ' r 5ö kg sowie bei den normalen Brinellasten für die z,5-mm-Kugel bleibt dieser Fehler meist gering und kann vernachlässigt werden; um so- mehr, als es sich in der Regel um bearbeitete Teile handelt, die satt auf dem Widerlager aufliegen. Das Verfahren, bei dem als Prüfspitze ein Diamant öder eine kleine Kugel Verwendung findet, hat sich daher für die Prüfung kleiner gehärteter Teile, Werkzeuge usw. weitgehend eingeführt.
  • Bei Anwendung desselben Tiefenmeßverfahrens für größere Prüflasten, wie sie z. B. bei Benutzung von - Prüfkugeln mit einem Durchmesser von 5 oder zo mm- erforderlich sind, nimmt jedoch der Fehler, der durch bleibende Formänderung am Prüfstück oder durch räumliche Bewegungen desselben auftritt, unzulässige Größen an. Es ist daher hierbei,ein anderes, an sich bekanntes Tief_ enmeßverfahren vorzuziehen, bei dem nicht der Weg der Prüfspitze relativ zum Gestell der Presse, sondern der Weg der Prüfspitze relativ zur unverletzten Oberfläche des Prüfstückes gemessen wird. Bei diesem Meßverfahren ist-das eigentliche Meßgerät, also die Meßuhr mit Zubehör, am Prüfstempel befestigt und mit diesem beweglich. Zum Festhalten der unverletzten Werkstückoberfläche dienen dabei besondere Fühlorgane, beispielsweise drei voneinander - unabhängige Fühlstifte, die jede Bewegung des Werkstückes mitmachen. Dadurch werden alle elastischen oder bleibenden Formänderungen des Prüfstückes sowie räumlichen Bewegungen desselben, die beim Prüfen sperriger Stücke unvermeidlich sind, ausgeschlossen. Diese Tiefenmeßmethode versagt jedoch bei der Prüfung kleiner bearbeiteter Teile, da diese in der Regel keine genügende Auflagefläche für die Fühlorgane besitzen, also gerade da, wo nach obigem das zuerst geschilderte Rockwellverfahren am Platze ist.
  • Aus diesem Überblick ergibt sich, daß für die technische Härteprüfung in der Regel zwei Prüfgeräte erforderlich sind, die sich nicht nur durch die Größe der aufgewendeten Prüflast, sondern insbesondere durch die Tiefenmeßmethode unterscheiden.
  • Es sind ferner Härteprüfer bekannt, die beide Proben, nämlich die Rockwellsche und Brinellsche, auszuüben erlauben, letztere in der Abänderung, daß die Eindringtiefe selbst als Härtemaß dient, und bei denen zu diesem Zweck der Eindringstempel auswechselbar ist. Die Eindringtiefe wird in beiden Fällen durch die Verschiebung des Eindringstempels gegenüber dem Gehäuse an derselben Meßuhr gemessen. Das hat bei der Brinellschen Probe wegen der hohen Prüflasten die bereits oben angegebenen Nachteile.
  • Die Erfindung umgeht diese Schwierigkeit auf folgende Weise. Es wird eine die Meßuhr und den Fühlhebel derselben tragende Umschaltvorrichtung angeordnet, die, je nachdem die eine oder andere Probe auszuführen ist, entweder mit dem Prüfstempel oder mit dem Gestell der Presse fest verbunden wird. Der Fühlhebel kann dabei in an sich bekannter Weise durch eine Aussparung des Prüfstempels hindurchgreifen. Gleichzeitig wird durch diesen Kunstgriff erreicht, daß auch der Umlaufsinn der Tiefenmeßuhr 'für beide Verfahren richtig ist, daß also mit einer Teilung und Bezifferung der Meßuhr auszukommen ist. Bei der Anwendung des Rockwellverfahrens ist der Tiefenmesser am Ständer der Presse fest. Der Zeiger der Uhr dreht sich mit zunehmender Eindringtiefe linksläufig, und die abgelesenen Härtezahlen werden mit zunehmender Eindringtiefe kleiner, entsprechend der Festsetzung der Rockwellhärte, die dem weicheren Stoff die kleinere Härtezahl zuordnet. Umgekehrt wird bei der von der unverletzten Prüfstückoberfläche ausgehenden unmittelbaren Tiefenmessung der Tiefenmesser am Prüfstempel festgelegt. Die Meßuhr dreht sich mit zunehmender Eind'ringtiefe im Uhrzeigers.inn, und die abgelesenen Werte zeigen die Eindringtiefe unmittelbar in Bruchteilen eines Millimeters.
  • Der Erfindungsgegenstand ist in den Abb. i und 2 in einem Ausführungsbeispiel dargestellt, und zwar zeigt Abb. i die Schaltung bei Anwendung des Rockwellverfahrens, Abb. 2 die Anwendung bei unmitelbarer Tiefenmessung. Der bewegliche' Prüfstempel i, welcher die Prüflast auf die Prüfspitze 2 oder die Prüfkugel 3 überträgt, ist mit Spiel von einem Gehäuse q. umgeben, welches die Tiefenmeßeinrichtung enthält. Indem Gehäuse 4. ist in bekannter Weise ein Fühlhebel 5 gelagert, der durch eine Aussparung des Prüfstempels i durchgreift und mit seinem freien Ende den Taststift der an q. befestigten Meßuhr 6 berührt, während die in der Prüfstempelachse gelegene Fühlspitze 7 die Eindringbewegung iri wahrer Größe mitmacht. Setzt man nun nach Abb. i die Prüfspitze 2 für die Rockwellprobe ein, so ist das Gehäuse q. lose und muß durch den am Ständer 8 geführten Gewindering nach unten gegen den gleichfalls am Ständer befestigten Ring io gepreßt werden, bis es am Ständer festliegt. Korrespondierende Konusflächen am Ring 9 und Gehäuse q. sorgen dabei für eine Zentrierung des Tiefenmessers zur Prüfstempelachse. Die Prüfspitze :2 besitzt eine hatte und ebene Fühlfläche i i, auf welcher die Fühlspitze 7 des Hebels 5 aufliegt und jede Bewegung von 2 in an sich bekannter Weise in entsprechender Vergrößerung auf die Meßuhr 6 überträgt. Wie ersichtlich, dreht sich der Meßuhrzeiger 6 mit zunehmender Tiefe entgegengesetzt dem Uhrzeigersinn.
  • Setzt man nach Abb. 2 die Prüfkugel 3 für Versuche mit unmittelbarer Tiefenmessung ein, so faßt deren überstehender Bund 1q. unter das Gehäuse q. und spannt dieses am Prüfstempel i fest, wobei wieder entsprechende Konusflächen zentrierend wirken. Der Gewindering 9 muß dabei nach oben vom Gehäuse q. abgehoben werden. Die Fühlspitze 7 liegt in bekannter Weise auf einem Plättchen 12 auf, welches seinerseits auf Fühlstiften 13 ruht, die symmetrisch zur Prüfkugel den Halter 3 durchsetzen und die unverletzte Werkstückoberfläche berühren. Die Eindringtiefe wird wieder in entsprechender Vergrößerung auf die Meßuhr.6 weitergeleitet. Wie ersichtlich, dreht sich der Meßuhrzeiger mit zunehmender Eindringtiefe rechtsläufig, zeigt diese also unmittelbar in Millimetern an. Es sei noch darauf hingewiesen, daß mit dem vorliegenden neuen Tiefenmesser die Höhe des sich an der Prüfstelle bildenden Randwulstes bzw. die Tiefe der an einigen Werkstoffen auftretenden Einsenkung nicht mitberücksichtigt wird. Bei Anwendung des Tiefenmessers nach dem Rockwellverfahren (bei kleinen Prüfbelastungen) bleibt die Vernachlässigung des Randwulstes bzw. der Einsenkung wegen der dabei erzeugten winzigen Eindrücke praktisch ohne Einfluß auf das Meßergebnis, jedoch nicht im Falle der Anwendung des Tiefenmessers bei unmittelbarer Tiefenmessung bei größeren Prüfbelastungen. Aus diesem Grunde dienen die bei der zweiten Anwendungsart des neuen Tiefenmessers abgelesenen Eindringtiefen nicht zur Bestimmung einer nach Din 1605 definierten Brinellhärtezahl, sondern lediglich selbst als annähernde Härtevergleichszahlen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: r. Härteprüfer mit auswechselbaren Eindringkörpern für die Rockwellsche und eine Art Brinellsche Probe, bei der die mit Bezug auf die unverletzte Oberfläche gemessene Eindringtiefe als Härtevergleichszahl dient, und gemeinsamer Meßv orrichtung für die Eindringtiefe, dadurch gekennzeichnet, daß Meßuhr und Fühlhebel für die Rockwellsche Probe ortsfest am Gestell der Prüfvorrichtung und für die Brinellsche Probe am beweglichen Eindringstempel gelagert sind. z. Härteprüfer nach Anspruch i, 'dadurch gekennzeichnet, daß Meßuhr und Fühlhebel in einem den Eindringstempel mit Spiel umgebenden, beim Festklemmen sich am Gestell oder am Eindringstempel zentrierenden Gehäuse gelagert sind.
DEM118629D 1932-02-07 1932-02-07 Haertepruefer mit auswechselbaren Eindringkoerpern fuer die Rockwellsche und eine Art Brinellsche Probe Expired DE613787C (de)

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Cited By (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE757235C (de) * 1940-08-15 1951-11-29 Otto Wolpert Werke G M B H Nach dem Durchmesser- und Tiefenunterschiedsmessverfahren arbeitender optischer Haertepruefer
US2693697A (en) * 1949-05-30 1954-11-09 Georg Reicherter Rockwell testing device
DE929819C (de) * 1951-03-17 1955-07-04 Applic Et De Const Pour Materi Nach dem Eindringverfahren arbeitender Haertepruefer
US2790321A (en) * 1953-12-29 1957-04-30 American Machine & Metals Portable hardness tester

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US2693697A (en) * 1949-05-30 1954-11-09 Georg Reicherter Rockwell testing device
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