DE613017C - Zehnerschaltvorrichtung fuer Rechen-, Buchungs-, Kontroll- und aehnliche Maschinen - Google Patents

Zehnerschaltvorrichtung fuer Rechen-, Buchungs-, Kontroll- und aehnliche Maschinen

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DE613017C
DE613017C DEH136158D DEH0136158D DE613017C DE 613017 C DE613017 C DE 613017C DE H136158 D DEH136158 D DE H136158D DE H0136158 D DEH0136158 D DE H0136158D DE 613017 C DE613017 C DE 613017C
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Description

DEUTSCHES REICH
AUSGEGEBEN AM
10. MAI 1935
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
KLASSE 42 m GRUPPE
Die Erfindung betrifft eine Zehnerschaltvorrichtung für Rechen-, Buchungs-, Kontroil- und ähnliche Maschinen, bei der das Antriebsgestänge der Zahnkranzsegmente zur Ausführung einer Zehnerschaltung zusätzlich zu der durch" die Eintragung eines Rechenwertes erforderlichen Bewegung verstellbar ist. Bei den bekannten Vorrichtungen dieser Art wird die Zehnerübertragung nicht zwangsläufig, sondern durch Federkraft ausgeführt. Hierbei ist in der Regel das Zalmkranzsegment federnd gegenüber seinem Antriebshebel verschiebbar. Sind die verwendeten Federn kräftig bemessen und stark vorgespannt, um bei der Ausführung von Multiplikationsarbeiten einwandfrei zu arbeiten, so ergibt sich eine starke Abnutzung der zusammenarbeitenden Teile. Werden aber die Federn im Laufe der Zeit schwächer, so ergibt sich ein fehlerhaftes Arbeiten der Maschine. Um diese Nachteile zu \Termeiden und einen zwangsläufigen Antrieb zu schaffen, wurde schon vorgeschlagen, den die Zehnerschaltung vermittelnden Hebel unmittelbar durch das betreffende Zahnrad des Rechenwerkes zu verstellen. Iiierbei muß aber in den Bereich des Zählrades eine Zunge des genannten Hebels hineinreichen. Durch eine derartige Ausbildung wird aber die Seitwärtsverschiebung des Zählwerkes behindert und das Zählwerk unnötig beansprucht, da die Zehnerschaltbcwegtmg erst über das Zählrad von dem Zahnkranzsegment abgeleitet werden muß. Diese Beanspruchungen können bei einer durchlaufenden Zehnerschaltung linerträglich groß werden, so daß sich in kurzer Zeit eine merkbare Abnutzung der Rechenwerke und als Folge davon Rechenfehler ergeben werden.
Um die Mängel der bekannten Anordnuugen zu vermeiden, umfaßt erfmdungsgemäl.i die Antriebsstange, die den eingetragenen Rechenwert vom Voreinstelhverk auf das Zahnkranzsegment überträgt, den am Zahnkranzsegment vorgesehenen Zapfen mit einem Kurvenschlitz von solcher Gestalt, daß jene Antriebsstange zur Ausführung einer Zehnerschaltung durch ein Iiilfsgetriebe eine Zusatzbewegung quer zu ihrer Längsrichtung erhält, um durch den genannten Kurvenschlitz unmittelbar das Zahnkranzsegment der nächsthöheren Stelle um eine Zahuteilting weiterzuschalten.
Die Zeichnungen veranschaulichen ein Ausführungsbeispiel der Erfindung.
Abb. ι ist die Seitenansicht des Getriebes zur Verstellung mehrerer Zähl- und Rechenwerke von einem Voreinstelhverk aus.
Abb. 2 stellt das Zusatzgetriebe zur Ausführung der" Zehnerschaltung dar.
Abb. 3 ist ein Grundriß zu dem in Abb. 1 dargestellten Getriebe.
Der Voreinstellhebel 1 ist um den Zapfen -' schwenkbar. Er wird entsprechend dem gewünschten Rechenwert jeweils von den Tasten der Rechenmaschine aus in an sich bekannter Weise mehr oder weniger weit verbellt Tn dem Hebel 1 ist ein Schlitz 3
013017
- vorgesehen, in dem ein Bolzen ύ einer Schubstange 43 geführt ist. Nachdem jeweils der Hebel 1 eingestellt ist, wird die Schubstange 43 mittels eines in der Zeichnung nicht dargestellten Getriebes um einen am Zahnkranzsegment 8 befestigten Bolzen 4 geschwenkt, um das Segment 8 gemäß der Voreinstellung des Hebels 1 zu drehen.
Damit nun zusätzlich zu dieser Bewegung das Segments noch eine Zehnerschaltung ausführen kann, greift der Bolzen 4 nicht in eine kreisrunde Bohrung, sondern in einen Kurvenschlitz 44 der Schubstange 43 ein. Dieser Schlitz 44 besitzt eine solche Gestalt, daß das Zahnkranzsegment S eine Zusatzbswegung von der Größe einer Zahnteilung ausführt, wenn- das geschlitzte Ende der Schubstange 43 durch das weiterhin noch zu beschreibende Getriebe gehoben wird. Um diese zusätzliche Bewegung des geschlitzten Endes der Schubstange 43 zu ermöglichen, ist an jenem Ende ein Lappen 42 vorgesehen, der das Zahnkranzsegment 8 umfaßt und eine kreisrunde Durchlochung besitzt, durch die der Zapfen 45 (Abb. 3) einer Schubstange 46 hindurch reicht. Das untere Ende der letzteren ist an einem am Maschinengestell gelagerten Winkelhebel 47 (Abb. 1) angelenkt. An dem freien Arm dieses Winkelhebels greift ein Kniehebel 48, 49 an, auf dessen Knickstelle eine Schubstange 50 einwirkt. Diese steht mit einem Antriebshebel 51 in Verbindung, der bei 73 am Maschinengestell gelagert ist und mittels einer von ^5 einem Seitenarm getragenen Rolle 74 in die Nut S3 einer von einer Welle ιό getragenen Kurvenscheibe 75 eingreift. Letztere läuft bei jedem Arbeitsspiel bzw. Rechenvorgang einmal um und hebt dabei im richtigen Zusammenspiel mit den übrigen Teilen der Maschine die Schubstange50 an, um den Kniehebel 48, 49 zu strecken.
Das freie Ende des letzteren umfaßt mittels des Langloches 55 einen Bolzen 56, der von einem Hilfshebel 57 (Abb. 2) getragen wird. Letzterer besitzt noch einen Rastenstift 58, an den sich ein weiterer Hilfshebel 59 mit einer seiner beiden Rasten 60 oder 61 anlegt. Der Hebel 59 trägt ferner einen Bolzen 62, 5« der mit einer Nase 63 des Knieliebelteiles 49 derart zusammenwirkt, daß beim Durchdrücken des Kniehebels 4S, 49 der Hebel 59 von dem Anschlagbolzen 58 weggeschwenkt wird, wenn dieser in die Rast 61 eingelegt war. Durch Federn yj werden die Hebel 57 und 59 zueinander hingezogen.
Über dem Hilfshebel 57 befindet sich ein Zwischcnhebel 64, der entgegen einer au ihm angreifenden Federkraft durch die Zehner-So nase 05 des zugehörigen Zahlenrades niedergedrückt werden kann und dabei auf einen seitlichen Vorsprung 76 des Ililfshebcls 57 auftrifft und letzteren abwärts drückt. Dadurch gelangt der Ricgelbolzen 58 aus der Rast 60 des Hebels 50 in die Rast 61. Hierdurch wird der Hilfshebel 57 in der niedergedrückten Stellung festgehalten und eine Zehnerschaltung vorbereitet.
Solange sich der Hilfshebel. 57 in seiner Ausgangsstellung befindet und sein Anschlagbolzen 58 in der Rast 60 des Hebels 59 liegt, wird beim Strecken des Kniehebels 48, 49 der Hebel 47 nicht verstellt, weii der Kniehebelteil 49 dank seines Langloches 55 an dem Führungsbolzen 5O des Hebels 57 entlang ausweichen kann. Infolgedessen wird auch die Stange 46 nicht gehoben, und die Schubstange 43 bleibt mit dem oberen Ende ihres Schlitzes 44 auf dem Bolzen 4 liegen, so daß in solchem Fall das Zahnkranzsegment S bei einem Rechenvorgang nur um so viel ver-_ schwenkt wird, als es der jeweiligen Einstellung des Hebels 1 entspricht.
Wenn dagegen in der oben angegebenen Weise durch die Zehnernaseos des betreffenden Rechenwerkes der Hilfshebel 57 abwärts gedrückt und sein Riegelbolzen 58 in die Rast 61 des Hebels 59 eingelegt ist, so daß der Bolzen 56 an das dem Winkelhebel 47 zugekehrte Ende* des Langloches 55 angelegt ist, so findet der Kniehebelteil 49 beim Durchdrücken des Kniehebels 48, 41) ein Widerlager an jenem Bolzen 56. Demzufolge bewirkt die Aufwärtsbewegung der Schubstange 50 und das Durchdrücken des Kniehebels 48, 49 eine Schwenkbewegung des Winkelhebels 47 um seinen Drehpunkt 70 und eine Aufwärtsbewegung der Schubstange 46. Letztere drängt dabei den Lappen 42 der Schubstange 43 sowie deren Kurvenschlitz 44 aufwärts. Infolgedessen wird der an dem Zahnkrauzscgment 8 vorgesehene Bolzen 4 durch den Kurvenschlitz 44 der Schubstauge 43 derart nach der Seite gedrängt, daß das Zahnkranzsegment S zusätzlich zu der von dem Vor- ioD einstcllhebel 1 vermittelten Stellbewegung noch eine weitere kleine Schwenkbewegung in der Größe einer Zalmteilung ausführt und dadurch die Zehnerschaltung des zugehörigen Rechenrades bewirkt.
Dies geschieht während des ersten Teiles der Durchknickbewegnng des Kniehebels 4S, 4<). Beim weiteren Aufwärtsdrücken des Kniehebels 48, 49 wird die Nase 63 des Knielcbeltciles 49 an den Bolzen 62 angedrückt und der Hebel 59 von dem Hebel 57 weggedrängt, so daß letzterer unter Wirkung der Feder yy in seine Ruhelage zurückgelangt und sein Riegelbolzen 58 wieder in die Rast Oo rles Hebels 59 eintritt. Hierdurch wird dem Kniehebelteil 49 das Widerlager des Bolzens entzogen, so daß auch der Winkelhebel 47
(5 IiJ
und die Schubstange 46 in ihre Ausgangsstellung zurückkehren. Das geschlitzte Ende der Schubstange 43 wird von der Schubstange 40 mitgenommen und durch deren θεό wicht oder durch eine an ihr angreifende l-Vder in die Ausgangsstellung zurückgedrängt.
Falls die Slellbcwegung eines Helx-ls 1 auf eine Mehrzahl von Rechen- oder Zählwerken zu übertragen ist, so wird zweckmäßigerwuise bei einem an der Stange 43 vorzusehenden Ililfsbolzcn, z. B. bei dem Bolzen 45, eine Yerbindungsstange 26 (Abb. 1, links) angelenkt, die zu den weiteren Rechen- und Zählwerken führt. An dem Zahnkranzsegment eines jeden der letzteren muß die betreifende Verbindungsstange 26 zusätzlich durch eine Zehnerschaltvorrichtung verstellbar sein, so daIj bei jedem der weiter noch zu betätigenden Zahnkranzsegmente eine ähnliche Vorrichtung, wie sie oben beschrieben wurde, vorzusehen ist. Die dabei" erforderlichen Schubstangen 50 lassen sich aber von einer gemeinsamen Kurvenscheibe 75 antreiben, wenn man sie an Winkelhebeln 52 anlenkt, die eine dem Hebel 51 entsprechende Gestalt besitzen, wobei jedoch die freien Enden dieser Winkelhebel durch eine Schubstange 54 miteinander zu verbinden sind, um die Bewegung des Winkelhebels 51 auf die übrigen Winkelhebel 52 übertragen zu können.

Claims (4)

  1. Patentansprüche:
    ι . Zehnerschaltvorrichtung für Rechen-, Biiclurngs-, Kontroll- und ähnliche Maschinen, bei der das Antriebsgestänge der Zahnkranzsegmente zur Ausführung einer Zehnerschaltung zusätzlich zu der durch die Eintragung eines Rechenwertes erforderlichen Bewegung verstellbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß die den eingetragenen Rechenwert vom Voreinstellwerk auf das Zahnkranzsegment (S) übertragende Antriebsstange 143) einen am Zahnkranzsegment (S) vorgesehenen Zapfen (4) mit einem Kurvenschlitz (44) umfaßt und durch ein Hilfsgetriebe (46 bis 53) eine Zusatzbewegung quer zu ihrer Längs-
    richtung erhält, um durch den genannten Kurvenschlitz (44) unmittelbar das Zahnkranzsegment (S) der liachsthi'Jhm-ii Stelle um eine Zalmteikuig wo it erz 11-schalten.
  2. 2. Zehnerschaltvorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß zur Verstellung der die Zusatzbewegimg der Antriebsstange (43) vermittelnde Triebteil als Hebel (46) ausgebildet ist, dessen Schwingachse annähernd achsengleic.h zu derjenigen des anzutreibenden Zahnkranz-Segmentes (8) liegt, so daß jeher Hebel 140) an den Schwenkbewegungen des letzteren teilnimmt und in jeder Stellung des Zahnkranzsegmentes (S) zur Wirkung zu bringen ist, und daß der genannte Triebteil (46) von einem Stellhebel (47; getragen wird, der von der Maschinenhauptwelle (ιβ) aus seinen Antrieb erhält und mittels eines am Rechenwerk vorgesehenen Zwischenhebels (64) durch ein ortsfestes, außerhalb des Bereiches der Rechenwerke angeordnetes Zwischengetriebe (57 bis 63, 48, 49) gesteuert wird.
  3. 3. Zehnerschaltvorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der die zusätzliche Schaltbewegung der Antriebsstange (43) vermittelnde Triebteil, ζ. Γ>'.'ein Winkelhebel (47), unter dem Einfluß eines bei jedem Rechenvorgang zu streckenden Kniehebels (48, 49) steht, von dem das eine (56) der beiden Widerlager durch die an dem betreffenden Zählrad vorgesehene Zehnernase (65) so verstellt wird, daß es als ortsfester Anschlag dient, um dem anderen Ende des Kniehebeis (48, 49) die zur Zehnerschaltung erforderliche Bewegung zu erteilen.
  4. 4. Zehnerschaltvorrichtung nach Anspruch ι bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß an dem Kniehebel (48, 49) eine Nase (63) vorgesehen ist, die kurz vor Erreichung der Strecklage einen Rastenspcrrhebel (59) ausschwenkt, so daß alle für die Zehnerschaltung verstellten Teile in die Ausgangsstellung zurückkehren können.
    11HTZU ι Blatt Ziridmungeii
DEH136158D 1932-10-25 1932-10-25 Zehnerschaltvorrichtung fuer Rechen-, Buchungs-, Kontroll- und aehnliche Maschinen Expired DE613017C (de)

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