DE61082C - Stoffschieber-Einrichtung für Nähmaschinen - Google Patents

Stoffschieber-Einrichtung für Nähmaschinen

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DE61082C
DE61082C DENDAT61082D DE61082DA DE61082C DE 61082 C DE61082 C DE 61082C DE NDAT61082 D DENDAT61082 D DE NDAT61082D DE 61082D A DE61082D A DE 61082DA DE 61082 C DE61082 C DE 61082C
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Germany
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lever
fabric
oscillation
pins
movement
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Application number
DENDAT61082D
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English (en)
Original Assignee
M. GARDNER in Aurora, Kane County, III., V. St. A
Publication of DE61082C publication Critical patent/DE61082C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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    • DTEXTILES; PAPER
    • D05SEWING; EMBROIDERING; TUFTING
    • D05BSEWING
    • D05B27/00Work-feeding means
    • D05B27/02Work-feeding means with feed dogs having horizontal and vertical movements

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Treatment Of Fiber Materials (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE 52: Nähmaschinen.
Den Gegenstand vorliegender Erfindung bildet eine Stoffschieber-Einrichtung für Nähmaschinen, welche sich besonders für Maschinen mit mehreren Ringschiffchen eignet, aber auch bei solchen mit nur einem Schiffchen Anwendung finden kann.
Als Ausführungsbeispiel ist eine Nähmaschine mit mehreren conaxial angeordneten Ringschiffchen gewählt worden.
Der Antrieb der verschiedenen Mechanismen erfolgt von der im Arm B gelagerten waagrechten Welle D aus, welche aufser dem Schwungrad D1 mit Antriebsscheibe eine Anzahl Herzscheiben und Excenter,'sowie die Kurbel Da trägt. Letztere ist durch die Pleuelstange Z)3, Fig. 3, mit der Nadelstange C verbunden, welche am unteren Ende eine Reihe Nadeln E trägt und in bekannter Weise eine auf- und abgehende Bewegung erhält.
Unterhalb der die Stichplatte A1 aufnehmenden Tischplatte A ist der Schiffchentreiber H in den Lagern A^ As um die Zapfen H1H2 drehbar gelagert. Derselbe wird einestheils von einem an der Tischplatte A befestigten Arm G, anderentheils von einem ähnlichen Arm G1, welcher mit dem ersteren bei g1 gelenkig verbunden ist, umschlossen. In der geschlossenen Stellung (Fig. 3 und 4) bilden die beiden Theile, welche in kreisförmigen Nuthen g die Schiffchen aufnehmen, die eigentliche Schiffchenbahn.
Der Arm G1 ist an seinem freien Ende mit einer Klinke G2 versehen, welche in eine entsprechende Aussparung der Tischplatte unter dem Einfiufs einer Feder einschnappt und ausgelöst werden kann, um zu den Schiffchen F zu gelangen. Die Schiffchen erhalten durch den Schiffchentreiber in den Schiffchenbahnen'g eine hin- und hergehende Drehbewegung von annähernd 3/4 Umdrehung.
Bei der Abwärtsbewegung der Nadel E steht der Schlingenfänger f des Schiffchens hinter der Nadel (Fig. 3), um bei Beginn der Aufwärtsbewegung derselben in die gebildete Oberfadenschlinge, wie bekannt, einzutreten. Während der weiteren Vorwärtsdrehung des Schiffchens wird dann die Oberfadenschlinge um dasselbe und um das Spulengehäuse gezogen, wobei sie sich in bekannter Weise, um . den Unterfaden legt, um mit diesem bei der Aufwärtsbewegung des Fadenhebels T den Doppelsteppstich zu vollenden.
Der Fadenhebel, welcher an seinem freien Ende eine Querstange T"2 mit der Zahl der Nadeln entsprechenden Haken tl trägt und in Armen t am Maschinengestell, um Zapfen T1 drehbar, gelagert ist, wird durch eine Schwinge T3 bethätigt, deren freies Ende mit einem Zapfen oder einer Gleitrolle i2 in einer passend geformten Curvenbahn der auf der Antriebs^ welle C befestigten Scheibe u, Fig. 3, geführt wird. Die aufgespulten Oberfäden werden zuerst durch die ebenfalls mit der Zahl der Nadeln übereinstimmenden Fadenspanner V, dann über die Haken tl des Fadenhebels geschlungen und endlich durch das Oehr der Nadeln gezogen. · '
Der Stoffschieber besteht aus einer oberhalb der Stichplatte A1 angeordneten Klemmbacke / und einer von der unteren Seite durch die Stichplatte hindurchgreifenden zweiten Backe K. Beide Backen J und K schwingen gleichzeitig
vor und greifen zusammen nach, während die Stofflagen beim Zurückschwingen des Stoffschiebers und während der Stich bildung durch den Drückerfufs I fest auf die Tischplatte gedruckt und festgehalten, beim Vorschwingen der den Stoffschieber bildenden Backen J und K jedoch freigegeben werden.
Da der Stoffschieber zwischen den einzelnen Nadeln vor- und zurückschwingen mufs, so wird die untere Backe durch eine Reihe gezahnter Zungen k, Fig. 6, die obere Backe durch eine entsprechende Anzahl Zungen j gebildet, welche zwischen geeigneten Rippen i1 des Drückerfufses I hindurchgreifen. Durch diese Rippen z1 gehen gleichzeitig die Löcher i für die Nadeln E, welche je, wie erwähnt, zwischen den Zungen k und j des Stoffschiebers arbeiten müssen, und werden somit die Stofflagen an der Stelle der Slichbildung selbst fest gegen einander gedrückt.
Die Zungen k der unteren Stoffschieberhälfte K bewegen sich in entsprechenden Aussparungen α4, Fig. 3, der Stichplatte A1 und sinken -beim Zurückschwingen in dieselben ein, während sie sich beim Vorschwingen nur wenig über die Stichplatte erheben.
'Der Drückerfufs /wird von Stangen I1 /2 Z1 getragen, welche, in Bahnen b b1 b des Maschinenarmes B geführt, unter dem Einflufs von Federn /3 stetig abwärts gedruckt werden. In eine entsprechende Aussparung der mittleren Stange /2 greift das eine Ende eines um Zapfen z2 schwingenden Winkelhebels /4, Fig. 3, dessen entgegengesetztes Ende sich gegen den Arm 75 eines um den Zapfen 76 schwingenden zweiten Hebels J5 P anlegt und mit einer Schraube z3 versehen ist, um beliebig gegen den Arm /5 eingestellt werden zu können. Der Arm P dieses Hebels greift durch die Wand des Maschinenarmes B und legt sich von der unteren Seite gegen eine Daumenscheibe /8, Fig. ι und 3, an, welche, auf der Welle D befestigt, den Drückerfufs I durch die Hebel /5 P und J* in entsprechenden Zwischenräumen, entgegen dem Bestreben der Federn I3, anhebt.
Vor dem aufrechten Arm des Hebels /4 ist, eine Welle L mit Daumen L1 gelagert, welche durch eine Handhabe L2 bethätigt werden kann und dazu dient, den Drückerfufs unabhängig von der Bewegung der Welle D und Daumenscheibe /8 anzuheben bezw. aufser Betrieb zu setzen.
Die obere Stoffschieberhälfte J ist mit dem winkelförmigen unteren Ende J1 einer Stange J2 verbunden, welche im Kopf des Maschinenarmes B in senkrechter Richtung verschiebbar ist und vermöge des Schlitzes y1, Fig. 1 und 4, auf einem um den feststehenden Zapfen j6 drehbaren Gleitstück β derart geführt wird, dafs sie bei ihrer Auf- und Abwärtsbewegung gleichzeitig um besagten Zapfen j6 schwingen kann. Gegen einen Zweig ß, Fig. 1 und 5, der Stange J2 wirkt eine in der Aussparung b% des Maschinenarmes auf einem Dorn m geführte Feder M durch den Kopf m2 des Domes m derart ein, dafs die obere Stoffschieberhälfte stetig gegen die Stofflage gedrängt wird. Der Kopf m2 des Domes m liegt nämlich lose auf dem Zweig js der Stange J2, so dafs er der schwingenden Bewegung desselben nicht hinderlich ist. Die Abwärtsbewegung des Domes wird durch die sich gegen das Gehäuse stützende Mutter m1 begrenzt.
Das obere gabelförmige Ende/1 der Stange J2 nebst SchlufsstückJ5 umfafst die beiden neben einander liegenden verschiedenartigen Herzoder Daumenscheiben N und N1, welche auf die Stange J2 derart einwirken, dafs hierdurch der Stoffschieberhälfte J die gewünschte Bewegung ertheilt wird. Die Stange /2 ist ferner mit einem seitlichen Arm J3 versehen, welcher in die Bahn eines auf der Welle angeordneten und entsprechend eingestellten Excenters L3 reicht, so dafs bei der Drehung der Welle L mit Hülfe der Handhabe L2 gleichzeitig der Drückerfufs I und die obere Stoffschieberhälfte J aufser Thätigkeit gesetzt werden.
Die untere Stoffschieberhälfte K wird von dem gebogenen Ende kl eines einarmigen Hebels K1 getragen, welcher mit seinem anderen gabelförmigen Ende k2 auf einem im Lager O1 unter der Tischplatte A ruhenden Zapfen O ruht und auf demselben hin- und hergleiten kann, so dafs dem Hebel K1 und Stoffschieber K neben einer auf- und abschwingenden Bewegung gleichzeitig eine hin- und hergehende Bewegung ertheilt werden kann.
Diese doppelte Bewegung wird durch einen Hebel P ermöglicht, welcher in waagrechter Richtung um einen unter der Tischplatte A aufgehängten senkrechten Zapfen P1 in senkrechter Richtung um einen den letzteren tragenden Zapfen ρ drehbar ist. Das eine Ende dieses Hebels P ist bei k3 durch Kugelgelenk pl. mit dem Hebel K1, das entgegengesetzte Ende durch Kugelgelenkp2 bei ql mit einem Hebel Q verbunden, welcher letztere am hinteren Ende des Maschinenarmes B in ähnlicher Weise, wie die die obere Stoffschieberhälfte J bethätigende Stange J2, in einem Schlitz q, Fig. 1 und 2, auf dem um einen Zapfen R1 drehbaren Gleitstück R verschiebbar ist. Infolge dieser Anordnung kann dem Hebel Q. ebenfalls neben einer den Hub des Stoffschiebers bedingenden schwingenden Bewegung eine auf- und abwärtsgehende Bewegung in senkrechter Ebene ertheilt werden. Zu diesem Zwecke ist das obere Ende Q1 von Q ebenfalls ähnlich wie das der Stange J2 ausgebildet und umfafst mit seinem durch einen

Claims (1)

  1. Deckel ql geschlossenen gabelförmigen Ausschnitt qs die auf der Welle D sitzenden Herzscheiben S und S1. Bei der Drehung der Welle D ertheilen die letzteren durch Vermittelung der Hebel Q und P dem Hebel K1 und dem unteren Theil des Stoffschiebers eine Bewegung, welche derjenigen von J durchaus entspricht.
    Der Ausschlag des unteren Endes der Stange J2 und des Hebels Q. und damit zusammenhängend die Vor- und Rückwärtsbewegung der beiden Stoffschieberhälften / und K wird selbstredend durch die Stellung der beiden Drehzapfen j2 bezw. R1 bedingt. Es ist also durch, Verschiebung dieser beiden Zapfen in der einen oder anderen Richtung die Möglichkeit gegeben, einestheils die beiden Stoffschieberhälften gegen einander einzustellen und anderentheils den Schwinguhgsgrad derselben behufs Regelung der Stichlänge zu verändern. Zu diesem Zwecke sind die beiden Schwingungszapfen p bezw. R1 in Schlitzen b* bezw. b6 des Maschinenarmes B verschiebbar angeordnet und können mit Hülfe der Schraubenmuttern _/4 bezw. R2 in entsprechender Lage festgestellt werden.
    Eine geeignete, neben den Schlitzen £>4 und b5 angebrachte ' Theilung läfst die übereinstimmende Einstellung beider Schwingungszapfen erkennen.
    Das Lager des Kugelzapfens p2 wird vortheilhaft mit Leder q1 ausgebüchst. Die Nachstellung des Kugelgelenkes p1, Fig. 3, erfolgt mit Hülfe einer Schraube A:4.
    Patenτ-Anspruch:
    Eine Stoffschieber-Einrichtung für Nähmaschinen, bei welcher zwei Hälften J und K des Stoffschiebers an den Stoff von oben und unten herantreten ■ und denselben verschieben, sobald er vom Drückerfufs / freigegeben ist, von dem Stoff jedoch beide sich fortbewegen, nachdem der letztere wieder zur' Wirkung gelangt.
    Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
DENDAT61082D Stoffschieber-Einrichtung für Nähmaschinen Expired - Lifetime DE61082C (de)

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