DE69552C - Nähmaschine mit beiderseitig zugespitztem Schiffchen, welche während einer Umdrehung des Handrades zwei Stiche ausführt - Google Patents
Nähmaschine mit beiderseitig zugespitztem Schiffchen, welche während einer Umdrehung des Handrades zwei Stiche ausführtInfo
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- D—TEXTILES; PAPER
- D05—SEWING; EMBROIDERING; TUFTING
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- D05B57/00—Loop takers, e.g. loopers
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- D05B57/12—Shuttles oscillating
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Description
PATE N TA MTi
Den Gegenstand der vorliegenden Erfindung bildet eine Nähmaschine, deren hauptsächliche
neue Wirkung in der Erzeugung von zwei Nähstichen während einer Umdrehung des Handrades besteht und welche sich daher von
allen bisher bekannten Nähmaschinen sowohl hinsichtlich der Einzelconstruction als auch in
dem Arbeitsvorgange wesentlich unterscheidet. Die hauptsächlichsten Unterscheidungsmerkmale
der vorliegenden neuen Nähmaschine gegenüber den älteren Systemen beruhen in folgenden
Punkten:
1. Die Hauptwelle besteht aus zwei von einander unabhängigen Theilen.
2. Die Maschine macht zwei Nähstiche bei jeder Umdrehung, im Gegensatze zu den anderen
Maschinen, welche' nur einen Nähstich machen.
3. Die Maschine kann Vorwärts- und Rückwärtsbewegung
erhalten, arbeitet aber trotzdem nach derselben Richtung weiter.
In den beiliegenden Zeichnungen stellen dar: Fig. ι einen Längsschnit durch die Maschine,
Fig. 2 eine Ansicht des Kopfes der Maschine, Fig. 3 eine Seitenansicht der ganzen Maschine,
Fig. 4 die Nähplatte von unten gesehen,
Fig. 5 den Excenterhebel zur Bewegung des
Fig. 5 den Excenterhebel zur Bewegung des
Stoffschiebers nebst Vorrichtung zur Einstellung der Stichlänge,
Fig. 6 das dazugehörige Excenter in der
Oberansicht,
Fig. 7 den Excenterhebel zur Bewegung des
Schiffchens in Seiten- und Grundrifs,
Fig. 8 den Zahnsector sowie den Zahntrieb für die Bewegung des Nadelschaftes,
Fig. 9 den Grundrifs des Schiffchenkastens.
Die constructive Anordnung ist folgende:
Die Handradwelle bildet kein einheitliches Ganzes, sondern setzt sich aus zwei Theilen a
und c zusammen, deren Bewegungen von einander unabhängig sich vollziehen. Der Wellentheil
α ist einerseits in dem Lager d und andererseits in der Muffe b gelagert, in welchem
er sich frei bewegt, und trägt an seinem freien Ende das Handrad n. Der Wellentheil c dreht
sich mit seinem einen Ende in dem Lager g und ist mit dem anderen zwangläufig mit der
Muffe b, die ihrerseits ihre Unterstützung in dem festen Lager f findet, verbunden. Die
fest auf den Theil c gekeilte Scheibe h trägt
einen Zapfen i, mittelst dessen während der Vor- und Rückwärtsbewegung die Nadelstangek
sich auf- und abwärts bewegt. Letztere besitzt in ihrer Mitte ein Führungsstück / mit wellenförmigem
Schlitze m, welcher so construirt ist, dafs bei einer jeden wendenden Bewegung der
Welle c und der Scheibe h die Nadelstange k zweimal auf- und abbewegt wird, wodurch
die Nadel bei einer jeden Umdrehung des Handrades η zwei vollständige Nähstiche erzeugt.
Der Wellentheil a, Fig. 1, tragt die beiden
Excenterscheiben C D, von welchen erstere lose und letztere fest aufgesetzt sind. Beide
besitzen je einen Knaggenansatz E und F, welche bestimmt sind, die zwangläufige Bewegung des
Knaggens D auf das Excenter C' zu übertragen.
Letzteres versetzt dadurch den Gabelhebel G in schwingende Bewegung und bewirkt vermittelst
geeigneter Hebelübertragung (Fig. 4) an der Unterseite der Nähplatte, dafs der
Stoffschieber B und somit die Stoffhalterstange A in Thätigkeit versetzt wird. Die
Excenterscheibe D sitzt jedoch, wie bekannt, auf der Welle α fest auf und läfst gleichfalls den
Gabelhebel H eine schwingende Bewegung um eine Achse P machen.
Durch diese Anordnung wird nicht nur das Schiffchen W, sondern auch die Nadelstange k
nebst Nadel n> bethätigt. .
Der Gabelhebel G hat einen Längsschnitt /, Fig. 5, in welchem eine verschiebbare Achse K
gleitet und mittelst des verstellbaren Achsenarmes L, der durch einen Schlitz im Kopfgehäuse
M nach aufsen hervorragt und vermöge einer Schraubenmutter N höher oder
tiefer gestellt werden kann, wodurch nach Belieben die Länge des Stiches eingestellt wird,
da der Stoffschieber B durch Verstellen des Achsenarmes L gröfsere oder kleinere Hubbewegungen macht. Das untere Ende des
Gabelhebels G versetzt den Scheibenzahn O in hin- und hergehende Bewegung. Dieser
Scheibenzahn O, Fig. 4, ist auf. der an der Rolle b' der. Leitstange c' anliegenden Flachseite
keilförmig nach beiden Seiten hin gestaltet und drückt die Rolle b' während der Bewegung
unter Beihülfe der Feder d' auf und nieder, wodurch der durch die Hebel verbundene
Stoffschieber B in eine gleichmäfsig verschiebende Bewegung versetzt wird.
Der Gabelhebel H ist drehbar gelagert in dem festen Lager Q, Fig. 7, um die Achse P,
und greift mit dem unteren Ende in das gabelförmige Ende des Zahnsectors R, Fig. 4, wodurch
vermöge des Zahnrades S das Spulenschiffchen W im Schiffchenkasten T, Fig. 9, in
hin- und hergehende Bewegung versetzt wird, und zwar in einer Kreisbahn. Ferner setzt der
Gabelhebel H mittelst des Stiftes V, Fig. 7, welcher in dem gabelförmigen Ende des Zahnsectors
Z, Fig. 8, gleitet, letzteren in schwingende Bewegung.
Der Zahnsector Z ist drehbar um die Achse U gelagert und theilt diese Bewegung
dem Zahnrädchen e mit, welches an der Muffe b fest angeschraubt ist. Da die Muffe b zwangläufig
mit dem Wellentheil c verbunden ist, so geräth auch letzterer in schwingende Bewegung,
wodurch, wie aus dem Vorhergehenden ersichtlich, die Nadelstange k mittelst
der Scheibe h den erwähnten Doppelhub pro Umdrehung vollbringt. Je nach der Art und
Stärke des Stoffes sind die Schiffchen verschiedenartig geformt, aber immer sind dieselben
so eingerichtet, dafs sie bei jedem Vor- und Rückgange eine Nähschleife bilden, d. h.
sie sind an beiden Enden zugespitzt. (Als SchifFchenspulen bedient man sich der gewöhnlichen
Rad- und Walzenspulen.)
Das Verfahren beim Einfädeln und Nähen ist das allgemein übliche und die gebräuchlichen
Hülfsvorrichtungen für verschiedene Näharten sind auch bei dieser Maschine anwendbar.
Aus Folgendem ist die Wirkungsweise der Maschine zu ersehen.
Wie bei- allen Nähmaschinen, so bethätigt auch hier die auf das Handrad η wirkende
Kraft sämmtlich zu bewegende Theile. Wird das Handrad η gedreht, so wird auch die Welle α
in Drehung versetzt und hierdurch das auf ihr sitzende Excenter D bewegt. Um D greift mit
seinem Gabelende der um P schwingende Hebel H, welcher mit seinem anderen Ende
mit dem Zahnsector R in Eingriff steht und hierdurch das Schiffchen W am Zahntrieb 5 in
hin- und hergehende Kreisbahnbewegung versetzt.
Das durch Knaggenansätze E und F gekuppelte,
lose auf der Welle α sitzende Excenter C bringt dagegen den um K schwingenden
.Gabelhebel G in Bewegung, welche Bewegung sich durch Schlitzstücke und Leitstange
c', unterstützt von der Feder d', auf den Stoffschieber B überträgt und diesen eine vorschiebende Bewegung vollführen läfst.
Aufserdem setzt noch der Gabelhebel H vermittelst eines Zapfens V den Zahnsector Z in
schwingende Bewegung; letzterer, welcher um U drehbar ist, steht mit dem Zahnrädchen e
in Eingriff und läfst dadurch die an letzterem sitzende Muffe £>, verbunden mit Wellentheil c,
rotiren. Da an letzterem die Scheibe h, welche mit dem an der Nadelstange k doppelwellenförmigen
Schlitzstück / durch den im Schlitze m geführten Zapfen i in Eingriff steht, sitzt, so
macht der Wellentheil c eine schaukelnde Bewegung, welche sich in der Nadelstange bei
jeder Umdrehung des Handrades als eine zweimal auf- und abwärtsgehende zeigt. Hieraus
folgt, dafs die Nadel n> im Verein mit dem Schiffchen W bei jeder Umdrehung des Handrades
η zwei vollständige Nähstiche erzeugt, also die beabsichtigte Hauptwirkung hervorruft.
Claims (2)
- Patent-Ansprüche:ι . Eine Nähmaschine, dadurch gekennzeichnet, dafs der Nadelschaft von einer zweitheiligen Welle aus, welche sowohl vorwärts wie rückwärts zu drehen ist, ohne dabei die Nährichtung, zu ändern, derartig angetrieben werden kann, dafs er eine doppelte Hubbewegung vollführt, behufs Erzeugung von zwei Nähstichen während einer Umdrehung des Handrades.
- 2. Eine Ausführungsform der Nähmaschine nach Anspruch 1., gekennzeichnet durch eine zweitheilige, durch die Muffe b zwang-läufig zu einer ganzen verbundene Welle, welche bei ihrer Umdrehung zwei gabelförmig gestaltete, um feste Punkte K und P schwingende Hebel G und H in Bewegung setzt, von denen der erstere um ein. lose auf der Welle α sitzendes Excenter C greift, während der letztere ein festgekeiltes Excenter D. umfafst, hierdurch einerseits die Bewegung des Stoffschiebers B, andererseits die hin- und hergehende Kreisbahnbewegung des Schiffchens W durch entsprechend geeignete Zwischenorgane, wie Zahnsector und Zahnrädchen, hervorrufend; ferner durch ein Zahnsegment, welches von dem Gabelhebel H mitgenommen wird und während einer Umdrehung eine schaukelnde Bewegung vollführt, die durch das Wellenstück c auf die Nadelstange übertragen, durch Zwischenschaltung der Scheibe h und des doppelwellenförmigen Schlitzstückes / die Nadelstange k in zweimal auf- und abgehende Bewegung versetzt.Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE69552C true DE69552C (de) |
Family
ID=343009
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT69552D Expired - Lifetime DE69552C (de) | Nähmaschine mit beiderseitig zugespitztem Schiffchen, welche während einer Umdrehung des Handrades zwei Stiche ausführt |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE69552C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1055929B (de) * | 1956-03-12 | 1959-04-23 | Pfaff Ag G M | Zickzacknaehmaschine mit oszillierendem Greifer |
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- DE DENDAT69552D patent/DE69552C/de not_active Expired - Lifetime
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1055929B (de) * | 1956-03-12 | 1959-04-23 | Pfaff Ag G M | Zickzacknaehmaschine mit oszillierendem Greifer |
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