DE41115C - Doppelsteppstich-Nähmaschine zur Herstellung von Zierstichen - Google Patents

Doppelsteppstich-Nähmaschine zur Herstellung von Zierstichen

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DE41115C
DE41115C DENDAT41115D DE41115DA DE41115C DE 41115 C DE41115 C DE 41115C DE NDAT41115 D DENDAT41115 D DE NDAT41115D DE 41115D A DE41115D A DE 41115DA DE 41115 C DE41115 C DE 41115C
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DE
Germany
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lever
shaft
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DENDAT41115D
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English (en)
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pentucket variable Stitch Sewing Machine Company in Haverhill, Essex, Mass , V. St. A
Publication of DE41115C publication Critical patent/DE41115C/de
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Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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    • DTEXTILES; PAPER
    • D05SEWING; EMBROIDERING; TUFTING
    • D05BSEWING
    • D05B3/00Sewing apparatus or machines with mechanism for lateral movement of the needle or the work or both for making ornamental pattern seams, for sewing buttonholes, for reinforcing openings or for fastening articles, e.g. buttons, by sewing
    • D05B3/02Sewing apparatus or machines with mechanism for lateral movement of the needle or the work or both for making ornamental pattern seams, for sewing buttonholes, for reinforcing openings or for fastening articles, e.g. buttons, by sewing with mechanisms for needle-bar movement

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Sewing Machines And Sewing (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTA
Auf beiliegenden Zeichnungen stellen:
Fig. ι und 2 die verbesserte Maschine im Aufrifs, von zwei verschiedenen Seiten gesehen, dar.
Fig. 3 ist dieselbe von unten gesehen und
Fig. 4 eine Vorderansicht der Maschine.
Fig. 5 ist die nämliche Ansicht wie Fig. 4, mit abgenommener Vorderplatte des Armes,
Fig. 6 ein Längenverticalschnitt und
Fig. 7 einVerticalquerschnitt nach derLiniex-x, Fig.. 2.
Fig. 8, 9, 10, 11 und 12 sind Details der Maschine und
Fig. 13, 14, 15 und 16 sind verschiedenartige Zierstiche, welche mit der Maschine genäht werden können.
α ist der Arm der Maschine und b die Tischplatte.
c ist die Nadelstange, welche auf gewöhnlich übliche Weise vermittelst einer rotirenden Welle d getrieben wird. Diese Welle läuft in Lagern des Armes α und trägt an ihrem hinteren Ende eine Kurbel e, welche vermittelst der Stange f mit einer Kurbel g der Welle h verbunden ist, wie in Fig. 7. Letztere ruht in Lagern unter der Tischplatte b und wird von der Haupttriebwelle i aus getrieben, wie später beschrieben wird. Die Verbindungsstange f hat einen Schlitz j, Fig. 7, durch welchen der an dem Arm α befestigte Drehzapfen k hindurchgeht, so dafs die genannte Stange f hin- und herschwingen und in ihrer Längenrichtung verschoben werden kann. Die Drehung der. Welle h wird durch die Kurbel g, die drehbare geschlitzte Stange/ und die Kurbel e auf die Welle d übertragen, welche die Bewegung der Nadelstange verursacht.
I ist das Schiffchen, welches sich in einer kreisbogenförmigen Bahn in bewegt und von dem hin- und herschwingenden Hebel η geführt wird, dessen Drehachse 0 durch den Mittelpunkt des Kreises geht, von welchem die Bahn m ein Segment ist. Das hintere Ende des Hebels n, Fig. 1, 3, 4 und 5, greift in eine Nuth ρ der Schale q ein, deren Oberfläche einen Theil einer Kugel bildet. Der Mittelpunkt dieser Kugel liegt in einer durch die Mitte der Drehachse ο gelegten Verticalebene. Durch die eben beschriebene Gestalt der Schale q behält die Nuth. derselben stets die nämliche Lage zu dem Hebel n, und zwar in allen Stellungen, welche der letztere annehmen kann. Die Schale q sitzt fest auf der Welle r, Fig. 6, welche in einer Linie mit der Haupttriebwelle i gelegen, jedoch nicht mit derselben verbunden ist.
Auf der Welle r sitzt ein Trieb s, welcher in Eingriff steht mit einem Trieb t der Welle h, von welcher aus die Welle d der Nadelstange getrieben wird.
Die Welle h trägt einen Trieb u, welcher in einen gröfseren, auf der Haupttriebwelle i sitzenden Trieb ν eingreift; die Durchmesser der Triebe st uv sind so gewählt, dafs die Welle d der Nadelstange, sowie die Welle h schneller wie die Haupttriebwelle i rotiren,
damit die für -den Mechanismus der Stichbildung nöthige Geschwindigkeit erzielt wird.
■ · Der Stoff' wird vermittelst eines kleinen durchbohrten Drückerfüfses ji>, durch welchen ' die Nadel hindurchgeht, auf der Stichplatte der Maschine gehalten. Der Stiel al des genannten Drückerfufses ist vermittelst einer Doppelhülse an der Drückerstange bl befestigt. Letztere bewegt sich in Führungen des Armes α und wird vermittelst einer Feder b'2 nach unten gedrückt. Die Hebungen der Drückerstange werden durch die Hubscheibe c1 der Welle d, Fig. 7 und ι o, in Verbindung mit dem Hebeiy l einer am Arm α gelagerten, hin- und herschwingenden Welle e' und einem Hebel g\ dessen Ende mit dem Arm il, der an der Drückerstange befestigten Hülse z2, Fig. 4, verbunden ist, bewirkt. Die Feder δ2 drückt die Hülse i 2 abwärts und drückt mithin auch die Drückerstange herab, wodurch auch gleichzeitig der Hebel f1 gegen die Hubscheibe c1 geprefst wird.
kl ist der nach allen Richtungen hin frei bewegliche Zeugschieber, welcher sich auf die Oberfläche des Stoffes auflegt. Er ist mit Zähnen oder Spitzen versehen, so dafs er den Stoff in irgend einer horizontalen Richtung verschieben kann. Am besten hat der Schieber die U-Form oder die Gestalt eines Hufeisens, so dafs die beiden Schenkel, zwischen welchen die Nadel hindurchgeht, auf beiden Seiten der letzteren auf den Stoff drücken. Der Zeugschieber Λ:1 ist drehbar mit der Schubplatte r1 verbunden, welche zwischen Führungen des Armes s1, Fig. 4, 5 und 6, verschiebbar ist. Dieser Arm ist auf einer Welle t1 montirt, welche an dem Maschinenarm parallel mit der Welle d des Nadelhalters gelagert ist. Die Welle t1 mit dem Arm sl kann ihrer Längenrichtung nach in ihren Lagern verschoben und um ihre Achse hin- und zurückgedreht werden, wodurch dem Zeugschieber k1 eine Anzahl horizontaler Bewegungen ertheilt werden kann.
An der Schubplatte rl steht ein Zapfen ul heraus, welcher in die Gabel v1 einer verticalen, auf- und abschiebbaren Stange n>1 eingreift. Die Stange wird vermitttelst einer entsprechenden verstellbaren, in dem Maschinenarm enthaltenen Feder D nach abwärts gedrückt und hat einen Zapfen A, welcher in das geschlitzte Ende des drehbar im Innern des Maschinenarmes α montirten Kniehebels B eingreift.
Das andere Ende dieses Hebels steht in Berührung mit einer auf der Welle der Nadelstange sitzenden Hubscheibe C, Fig. 5, deren Umfang so gestaltet ist, dafs sie mit Unterbrechungen den einen Arm des Kniehebels B niederdrückt. Das andere Ende dieses Hebels hebt alsdann die Stange n>x mit der Schubplatte r1 und dem Zeugschieber Ar1.
Die Stange, die Schubplatte und der Zeugschieber werden durch die Feder D herabgedrückt, sobald die zurückspringenden oder eingezogenen Theile des Umfanges der Hubscheibe C das Ende des Hebels B berühren. Die Stange wx wird mithin gerade so wie die Drückerstange einer gewöhnlichen Nähmaschine bewegt; ihre Bewegung ist indessen im Verhältnifs zu der Bewegung des Drückerfufses w in der Weise eingerichtet, dafs die Stange und der Zeugschieber gehoben sind, wenn der Drückerfufs seine tiefste Stellung eingenommen hat, und umgekehrt.
E ist ein gekröpfter Hebel, welcher vermittelst des Zapfens F mit einer Hülse der Welle i1 verbunden ist. Die genannte Hülse sitzt lose zwischen zwei Ringen, welche fest mit der Welle t1 verbunden sind, wie in Fig. 6 und 7. Der Hebel E erstreckt sich nach abwärts von der Welle t1 und nimmt einen sich hin- und herdrehenden Zapfen G in sich auf. Am unteren Ende ist der Hebel E mit einer an der Schubstange / befestigten Hülse H verbunden. Die Schubstange / kann in horizontaler Richtung in an der Tischplatte b befestigten Lagern hin- und hergleiten, wie in Fig. ι und 7. ■
J ist.ein horizontaler Hebel, welcher bei K, Fig. ι und 3, durch einen Einschnitt der Schubstange / geht und an seinem Ende mit einer Nase oder Rolle in die Nuth einer Curvenscheibe L eingreift, welche auf der Haupttriebwelle i sitzt. Der Hebel / dreht sich um einen Zapfen H1, welcher in horizontaler Richtung in einem Schlitz /' der Tischplatte (s. Fig. 8) nach der Haupttriebwelle hin verstellbar ist. Die Drehung der Curvenscheibe L bewirkt die Hin- und Herschwingung des Hebels J. Je nach der Einstellung des Drehzapfens H1 des Hebels J in dem Schlitz I1 bewirkt dieser Hebel eine gröfsere oder kleinere Bewegung der Schubstange /. Befindet sich der Drehzapfen H1 unmittelbar über der Stange /, wie in Fig. 7 und 8, so bleiben die Schwingungen des Hebels J ohne Einflufs auf die Schubstange /; sobald aber der Drehzapfen in einem seitlichen Abstand von der Schubstange eingestellt wird, so verursachen die Schwingungen des Hebels J eine hin- und hergehende Bewegung der Stange / und daher auch eine hin- und hergehende Bewegung des Hebels E; infolge dessen erhält die Welle Z1 und der Zeugschieber k1 eine hin- und hergehende Bewegung; die Gröfse dieser Bewegung hängt von der Einstellung des Drehzapfens H1 ab. Diese Bewegung wächst mit dem Abstand zwischen dem Drehzapfen H1 und der Schubstange /, und umgekehrt.
Der Zapfen G kann eine hin- und hergehende Bewegung erhalten und dieselbe dem Hebel E mittheilen, so dafs letzterer nur durch
den genannten Zapfen bewegt werden kann, für den Fall, wo die Bewegung des Hebels J infolge der Einstellung des Drehzapfens Hx ohne Einwirkung auf die Schubstange / ist. Auch kann der Zapfen G, in Verbindung mit der eben beschriebenen Vorrichtung, für die Hin- und Herbewegung des Hebels E und des Zeugschiebers k1 benutzt werden. Zu diesem Zwecke ist der Drehzapfen G an einem -Hebel K1 befestigt, welcher auf dem Zapfenstück L1 drehbar ist, dessen Zapfen in eine Nuth des Hebels K1 eintritt und in verticaler Richtung in derselben verstellbar ist. Das Zapfenstück läfst sich in einem Verticalschlitz des Armes α der Maschine verschieben und wird in einer Nuth J2 der Scheibe K'2 geführt. Die letztere ist bei Z,2 drehbar am Arm α befestigt. Durch Drehen der Scheibe K'2 kann das Zapfenstück L1 gehoben oder gesenkt werden. Sobald letzteres sich in einer Linie mit dem Drehzapfen G befindet oder die Drehachse des Hebels K1 in eine Linie mit dem Zapfen G fällt, kann die Drehung des Hebels K1 keine Wirkung auf den Hebel E ausüben, so dafs sich letzterer um den Zapfen G drehen kann, ohne dafs diese Bewegung durch die Schwingung des Hebels K1 gestört wird.
Am unteren Ende des Hebels K1 ist eine Rolle angebracht, welche in eine Nuth der Curvenscheibe Q.1 der Haupttriebwelle eingreift. Hierdurch wird der Hebel K1 hin- und herbewegt, und wenn das Zapfenstück L1 nicht in einer Linie mit dem Drehzapfen G liegt, so mufs sich letzterer mit dem Hebel bewegen, wodurch die Drehbewegungen des Hebels E und die dadurch hervorgebrachten hin- und hergehenden Bewegungen der Welle t1 und des Zeugschiebers kl so verändert werden, wie weiter unten beschrieben wird.
M ist ein am hinteren Ende der Welle i1 befestigter und sich nach abwärts erstreckender Arm. Derselbe greift mit seinem unteren Ende in einen am Ende des lose auf der Welle t[ sitzenden Hebels N befindlichen Schlitz.
Vermittelst des Zapfens P ist ein zweiter, sich nach abwärts erstreckender Hebel Q, am Hebel JV angehängt, und am unteren Ende des Hebels Q. ist vermittelst des Zapfens R ein dritter Hebel 5 angehängt, welcher sich abwärts erstreckt und mit einer Rolle an seinem unteren Ende in eine Nuth der Curvenscheibe T, welche auf der Triebwelle i sitzt, eingreift. Der zweite Hebel Q. hat hinten eine verticale Nuth, in welche ein vertical verstellbarer Drehzapfen U eingreift. Dieser Drehzapfen wird in einer Nuth V einer Scheibe W geführt, welche letztere lose auf der Welle t1 montirt ist. An dem Hebel S ist vermittelst des Zapfens Y ein vierter Hebel ^ angehängt, welcher sich abwärts erstreckt und an seinem unteren Ende mit eiher' ti&lfe^ in—άέ tfuth" einer Curvenscheibe A\\ dejc Haupttriebwelle i, eingreift. ξ ^i £■ !'tMV Vi^V"'7!''V ;.
Auch der Hebel \ fei^hinten eine Verticalnuth, in welche das ^frfeiwtweii^ß^-erngfefft:,"^* welches durch den in verticalen Führungen an dem Maschinenarm verschiebbaren Schieber C1 getragen und vermittelst einer sich hin- und herdrehenden Achse D1 bewegt wird. Letztere dreht sich auf einem am Arm der Maschine angebrachten Zapfen und hat am inneren Ende eine Scheibe mit radialem Schlitz, in welchen ein Zapfen B1 des Schiebers C eingreift, wie Fig. 6 zeigt. Durch den Griff F1 kann die Achse D1 gedreht und das Zapfenstück B1 nach Belieben höher oder tiefer gestellt werden.
Die Hebel 5 und % werden vermittelst der Curvenscheiben T und A1 hin- und hergedreht, während der HebelQ. durch seine drehbare Verbindung mit dem Hebel 5 hin- und zurückgedreht wird.
Sobald der Zapfen U sich nicht in einer Linie mit dem Zapfen P des Hebels Q. befindet, wird die Drehung des letzteren Hebels auch eine Drehung des Hebels N und somit auch ein Hin- und Zurückdrehen der Welle t1 bewirken, wodurch der Zeugschieber k1 in der Richtung des Arbeitenden vor- und zurückbewegt wird.
Wenn hingegen der Zapfen U in einer Linie mit dem Zapfen P steht, so bleiben die Schwingungen des Hebels Q. ohne Einwirkung auf den Hebel N, und der Schieber kl bewegt sich nicht in der Richtung des Arbeitenden.
Die Curvenscheiben T und A1 ertheilen den Hebeln S und % keine übereinstimmenden Bewegungen.
Sobald der Zapfen J31 in einer Linie mit dem Drehzapfen des Hebels ^ ist, so bleibt die Bewegung des letzteren ohne Wirkung auf den Hebel 5; steht jedoch der Zapfen J31 nicht in einer Linie mit dem Drehzapfen des Hebels ^, so werden die Hebel S Q N infolge der Schwingungen des Hebels \ ebenfalls in Bewegung gesetzt, wodurch deren Wirkung auf die Welle t1 verändert wird.
Die hin- und zurückgehenden Bewegungen, welche dem Zeugschieber mit Hülfe der JDeiden Hebel E und K1 in der Richtung der Welle i1 ertheilt werden können, zusammen mit den durch das eben beschriebene Hebelsystem der Welle tl ertheilten Drehungen, welche eine hin- und herschiebende Bewegung des Zeugschiebers in der Richtung nach dem Arbeitenden hervorbringen, gestatten, dafs dem Stoff die gewünschten Verschiebungen in der Weise gegeben werden, dafs hierdurch die Stiche in verschiedenen Mustern auf dem Stoff hergestellt werden können.
Die Fig. 13, 14, 15 und 16 zeigen beispielsweise einige dieser Stiche.
ψ UB
Der in Fig. 13 dargestellte Kreuzstich wird auf folgende Weise gebildet:
Der Zapfen Hx wird über der Schubstange / eingestellt; die beiden Drehzapfen L1 und U werden nicht in eine Linie mit den ihnen entsprechenden Zapfen G und P eingestellt und der Zapfen B1 in einem kleinen Abstand über dem Zapfen Y. Sobald nun bei der Bildung des ersten Stiches die Nadel über dem Stoff in die Höhe steigt, bewegt sich der Zeugschieber in diagonaler Richtung nach rückwärts infolge der Verbindung der hin- und zurückdrehenden und Längsbewegungen der Welle i1, so dafs die Nadel bei ihrem Abwärtsgang einen verlängerten Diagonalstich auf dem Stoff gemacht hat.
Wenn die Nadel unten ist, hebt sich der Zeugschieber, bewegt sich alsdann durch eine drehende Bewegung der Welle t1 nach vorwärts und senkt sich, während die Nadel sich hebt. Während die Nadel über dem Stoff ist, wird der Schieber ungefähr um die halbe Stichlänge in diagonaler Richtung vorwärts bewegt (das Mafs dieser Bewegung hängt von der Stellung des Zapfens B1 ab), so dafs, wenn die Nadel sich nun wiederum senkt, in Verbindung mit dem ersten Stich ein kürzerer Hinterstich oder Rückstich gemacht wird.
Wenn die Nadel tief steht, wird der Schieber gehoben, wieder vorwärts geführt und dann abwärts auf den ■ Stoff gebracht, sobald die Nadel sich hebt. Der Schieber bewegt sich alsdann in diagonaler Richtung vorwärts und verschiebt den Stoff, so dafs die Nadel beim nächsten Niedergang einen zweiten verlängerten Vorderstich, jedoch verschiedener Richtung von dem ersten macht. Hierauf folgt ein kürzerer Rückstich u. s. w., wobei jeder Stich nach rückwärts kürzer ist wie ein Vorderstich. Letzteres ist dadurch begründet, dafs nur bei den Rückwärtsbewegungen des Zeugschiebers eine den die Welle i1 drehenden Hebeln SQN entgegenwirkende Bewegung des Hebels ^ stattfindet. Der Winkel, welchen die Stiche machen, sowie der Abstand derselben von einander hängt von der Einstellung der Zapfen L1 und U ab.
Der in Fig. 14 dargestellte Stich wird dadurch gebildet, dafs man zuerst das Zapfenstück L[ in eine Linie mit dem Drehzapfen G einstellt, wodurch die Wirkung der Schwingungen des Hebels K1 auf den Hebel E aufgehoben wird; zweitens rückt man den Zapfen Hx hinweg von der Schubstange /, wodurch der Hebel / die Schwingung des Hebels E auf dem Zapfen G verursacht, während die Drehzapfen U und B' dieselben Stellungen inne behalten, wie bei der Herstellung des zuerst erwähnten Stiches.
Es werden ebenfalls wie beim vorher beschriebenen Stich abwechselnd längere Vorderstiche und kürzere Rückstiche gebildet, allein die Längenverschiebung der den Zeugschieber tragenden Welle, welche durch die Schwingungen des Hebels E verursacht wird und seitliche Bewegungen des genannten Schiebers bewirkt, erzeugt Stiche, welche in schräger Richtung, aber parallel mit einander liegen, wie auf der Zeichnung.
Die Stichlänge ist in diesem Falle von dem Abstande des Drehzapfens H1 von der Schubstange I abhängig, während die Schrägstellung der Stiche von der Stellung des Zapfens U abhängt.
Stellt man den Drehzapfen JL1 so wie bei der Herstellung des in Fig. 13 dargestellten Stiches und den Drehzapfen H1 so wie bei der Herstellung des in Fig. 14 dargestellten Stiches, so wird der in Fig. 15 dargestellte Stich gebildet.
Dadurch, dafs man einen der Ringe, zwischen welchen die Nabe des Hebels E auf der Welle t1 angeordnet ist, losmacht und etwas weiter von dieser Nabe absetzt, erhält der Hebel einen seitlichen Spielraum, wodurch die seitliche Verschiebung der Welle if1 verkürzt wird; hierdurch wird der in Fig. 16 dargestellte Stich gebildet.
Die beschriebenen Theile für die Stichbildung können noch auf andere verschiedene Weise gegen einander verstellt werden, wodurch man im Stande ist, noch verschiedene andere Zierstiche auf der Maschine herzustellen.
Die zur Hervorbringung der combinirten Bewegungen der Welle i1 und des Zeugschiebers kl dienenden Mechanismen sind im allgemeinen schon in ähnlicher Weise ausgeführt worden, mit Ausnahme der Vorrichtung für die Bewegung des Hebels E zum Nähen des in Fig. 15 dargestellten Stiches.
Dieser Hebel war nämlich bei früheren Maschinen in unmittelbarem Eingriff mit einem verstellbaren, dem oben beschriebenen Zapfenstück Lx entsprechenden Drehzapfen und sein unteres Ende war im Eingriff mit der Nuth einer auf der Haupttrieb welle sitzenden Curvenscheibe.
Durch die Hinzufügung des Hebels K1 des daran montirten Drehzapfens G und der übrigen verstellbaren Theile zur Bewegung des genannten Hebels zu dem früher angewendeten Mechanismus ist man mit der verbesserten Maschine im Stande, den Zeugschieber so zu bewegen, dafs der eben beschriebene Stich genäht wird, was früher in der dargestellten Weise nicht möglich war.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Eine Doppelsteppstich-Nähmaschine, bei welcher die zur Bildung von Zierstichen der
    in Fig. 13 bis 16 dargestellten Art dienenden Bewegungen des Stoffschiebers verursacht werden durch die vermittelst der mit einander verbundenen und den Arm M bewegenden Hebel S^N bewirkte und durch die verstellbaren Zapfen U und B1 regulirbare drehende Bewegung der den Stoffschieber tragenden Welle f1, in Verbindung mit der durch den gekröpften Hebel E und den damit verbundenen Hebeln J und K1 bewirkten und durch die verstellbaren Zapfen H1 und L1 regulirbare hin- und hergehende Bewegung dieser Welle.
    Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
DENDAT41115D Doppelsteppstich-Nähmaschine zur Herstellung von Zierstichen Expired - Lifetime DE41115C (de)

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