DE609889C - Geraet zum Beschneiden von Wurzeln - Google Patents

Geraet zum Beschneiden von Wurzeln

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DE609889C
DE609889C DES112118D DES0112118D DE609889C DE 609889 C DE609889 C DE 609889C DE S112118 D DES112118 D DE S112118D DE S0112118 D DES0112118 D DE S0112118D DE 609889 C DE609889 C DE 609889C
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DE
Germany
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knife
disks
pruning
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Application number
DES112118D
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English (en)
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GEORG SWART
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GEORG SWART
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Publication date
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A01AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
    • A01GHORTICULTURE; CULTIVATION OF VEGETABLES, FLOWERS, RICE, FRUIT, VINES, HOPS OR SEAWEED; FORESTRY; WATERING
    • A01G23/00Forestry
    • A01G23/02Transplanting, uprooting, felling or delimbing trees

Landscapes

  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Biodiversity & Conservation Biology (AREA)
  • Ecology (AREA)
  • Forests & Forestry (AREA)
  • Environmental Sciences (AREA)
  • Soil Working Implements (AREA)

Description

Gegenstand der Erfindung ist ein Gerät zum Beschneiden der Wurzeln, insbesondere von Forstkulturpflanzen,, auf maschinellem Wege.
Es ist bekannt und insbesondere in Obstbaumschulen allgemein üblich, durch Rückschnitt der Wurzeln der jungen Bäume ein möglichst gut verzweigtes Wurzelsystem zu erzielen, wodurch einerseits die schnelle Entwicklung nach dem Verpflanzen gefördert, andererseits ein dichter, das Erdreich festhaltender Wurzelballen gewonnen wird, der das sichere Anwachsen auch mehrjähriger Bäume begünstigt. Beim Ziehen von Forstgehölzen findet dies Verfahren bisher keine Anwendung, da die zum Herausnehmen der Bäumchen, zum Beschneiden der Wurzeln sowie zum Wiedereinpflanzen erforderliche Handarbeit bei den großen in Frage kommenden Pflanzenmengen zu teuer wird.
Es ist nun bereits vorgeschlagen worden, das einem ähnlichen Zwecke dienende sogenannte Pikieren von krautartigen Pflanzen ohne gleichzeitiges Verschulen mit Hilfe eines besonderen Gerätes durchzuführen. Das betreffende Gerät besteht aus einer Art Gleitschuh, der mit Hilfe eines schrägen Stieles neben der Pfianzenreihe auf dem Boden entlang geschoben wird, wobei durch ein seitlich vom Schuh vorspringendes, in das Erdreich unterhalb der Pflanzen ragendes Messer die nach unten gehenden Pfahlwurzeln der Pflanzen abgeschnitten werden.
Es ist ferner bereits der Vorschlag gemacht worden, zum Beschneiden der Wurzeln von zu verschulenden Pflanzen ein an einem schmalen Fahrgestell hängendes, den Boden in senkrechter, in der Fahrtrichtung liegender Ebene durchstreichendes breites Messer zu benutzen, das beim Durchfahren der Zwischenräume zwischen den Pftanzenreihein die bis über die Mitte der Zwischenräume reichenden Seitenwurzeln der Pflanzen durchtrennt.
Diese bekannten Geräte sind für die Zwecke der Zucht von Forstgehölzen, möge es sich nun um Nadelholz- oder um Laubbäume handeln, nicht brauchbar. Bei dem ersterwähnten Verfahren werden nämlich nur die senkrecht nach unten gehenden Wurzeln, bei dem zweitgenannten im wesentlichen nur die waagerecht verlaufenden Seitenwurzeln, und zwar auch nur auf eine gewisse durch den gegenseitigen Abstand der Pflanzeinreihen gegebene Länge abgeschnitten. Außerdem sind die bei den bekannten Geräten vorgesehenen festen Messer, auch wenn sie für ziehenden Schnitt eingerichtet sind, zum Abschneiden der holzigen Wurzeln der meisten Forstpflanzen nicht geeignet, da die von dem Messer mehr oder weniger seitlich von hinten erfaßten Wurzeln in der Regel nicht abge-
schnitten, sondern abgerissen bzw. mitgerissen und gelockert würden; unter Umständen wür den sogar die ganzen Pflanzen aus dem Erd boden gerissen. Schließlich werden die mit ihren Schneiden dauernd durch den Erdboden gezogenen Messer bei den bekannten Geräten schnell stumpf und unbrauchbar.
Bei dem den Gegenstand der Erfindung bildenden Wurzelschneider erfolgt demgegenüber das Beschneiden der Wurzeln mit Hilfe paarweise angeordneter, schräg gelagerter umlaufender Messerscheiben, die an einem jochartig ausgebildeten, schlittenartigen Gestell angeordnet sind, derart, daß die PfLanzen- »5 reihen mit dem. Gerät überfahren werden können, wobei die Messerscheiben sich unterhalb der Pflanzen im Boden einander nähern, so daß nicht nur die nach den Seiten, sondern auch die mehr oder weniger nach unten gehenden Wurzeln beschnitten werden. Außerdem wird das Schneiden durch den ziehenden Schnitt der umlaufenden Messerscheiben sehr erleichtert, und die Scheiben bleiben lange scharf, da sie wegen der rollenden Fortbewegung der Scheiben im Boden nur verhältnismäßig geringe Wege durchlaufen. Daraus ergibt sich ein glatter Schnitt, der für die schnelle Bildung neuer Faserwurzeln von großer Bedeutung ist.
Es ist bei Geräten zum Beschneiden von Rasenkanten bekannt, Messerscheiben zu verwenden, deren Ebenen einen spitzen Winkel miteinander bilden. Bei diesem Gerät kommt es aber nicht auf das Beschneiden der Wurzein an; vielmehr soll durch die im Winkel zueinander stehenden Messerscheiben zwischen der Rasenkante und dem benachbarten Wege eine Furche von keilförmigem Querschnitt ausgehoben werden. Demgegenüber wird durch die Anordnung der Messerscheiben gemäß der Erfindung das Abschneiden sowohl der seitlich wie auch der mehr nach unten sich, erstreckenden Wurzeln sowie das Überfahren der betreffenden Baumreihe mittels des Gerätes, ermöglicht.
In den Zeichnungen, die die Erfindung in einer bevorzugten Ausführungsform beispielsweise veranschaulichen, stellt Fig. ι das neue Schneidgerät von der Seite, Fig. 2 von vorn gesehen dar.
Das Gerät besteht im wesentlichen aus einem unten mit schlittenartigen Kufen 1 versehenen Gestell 2 aus Flacheisen, das, wie Fig. 2 erkennen läßt, im Querschnitt jochartig ausgebildet ist, derart, daß es über die Reihe der Bäumchen, deren Wurzeln beschnitten werden sollen, ninweggezogein' werden kann, ohne die Bäumchen zu beschädigen. Zum Anhängen des_ Zuggeschirres: dienen zwei vorn am Gestell angebrachte Haken 3. Zur Bedienung des Gerätes ist am hinteren Ende des Gestelles, eine Art Pflugsterz. 4 vorgesehen. Oben auf dem Gestell ist ein Sitz für den Führer angebracht, dessen Gewicht für die Erzielung der erforderlichen Eindringtiefe der Messerschieiben in den Boden von Bedeutung ist.
Die paarweise vorgesehenen Messerscheiben 6, 6 sind an den unteren Längsstreben 7, 7 des Gestelles 2 gelagert, und zwar auf Achsstummein 8, 8, die derart schräg zu der senkrechten Mittellängsebene des Gerätes liegen, daß die Messerscheiben mit ihren unteren Scheiteln erheblich näher zusammenliegen als mit ihren oberen Scheitern. Dadurch wird erreicht, daß beim Überfahren der Baumreihen nicht nur die nach der Seite gehenden Wurzeln, sondern auch die mehr oder weniger senkrecht nach unten verlaufenden getroffen werden. Die Neigung der Messerscheibien kann natürlich noch größer gewählt werden wie im Falle der in Fig. 2 veranschaulichten Aiisführungsform des Gerätes, die hauptsächlich für die Behandlung von Fichtenkulturen bestimmt ist. Gegebenenfalls, kann die Neigung der die Messerscheiben tragenden Achsstummel sowie ihr gegenseitiger Abstand auch veränderlich sein, um das Gerät den verschiedensten Verhältnissen hinsichtlich, der Ausbildung des Wurzelsystems der zu bearbeitenden Gehölze anpassen zu können. Die Veränderung des gegenseitigen Abstandes der Messerscheiben läßt sich z. B. in einfacher Weise durch; Aufreihen von Abstandringen verschiedener Dicke erreichen.
Die Verwendungsweise des Gerätes ergibt sich ohne weiteres aus der bieschriebenien Bauweise. Das Gerät wird zweckmäßig durch zwei hintereinander gehende Pferde gezogen und durch einen Mann nach. Art eines PfIuges am Sterz geführt. Der zweite, die Pferde führende Mann sitzt auf dem Gerät und sorgt auf diese Weise gleichzeitig für die-erforderliche Belastung, durch die die Messerscheiben in den Boden getrieben und in der richtigen Tiefenlage gehalten werden. Ein zu tiefes Eindringen wird durch die am vorderen und hinteren Ende zweckmäßig etwas aufgebogenen Kufen ι verhindert. Bei der Vorwärtsbewegung des Gerätes führen die Messerscheiben eine rollende Bewegung aus, was einerseits das glatte Durchschneiden auch stärkerer holziger Wurzeln begünstigt, andererseits zur Verringerung der erforderlichen Zugkraft beiträgt sowie die Messerschneiden schont.
Statt des schlittenartigen Gestelles kann gegebenenfalls auch ein auf Rädern laufendes Fahrgestell benutzt werden. Die Neigung der Messerscheiben könnte gegebenenfalls auch umgekehrt wie in Fig. 1 veranschaulicht sein, derart, daß die Scheiben nach unten aus-
einandergehen. In diesem Falle müßte das Gerät, das dann im Querschnitt nicht jochartig ausgebildet zu sein braucht, zwischen den Baumreihen geführt werden. Es wurden dann immer von je zwei Baumreihen die Wurzeln abgetrennt werden. Die in der Zeichnung veranschaulichte Ausführungsform verdient aber in den meisten Fällen dein Vorzug. Natürlich kann das neue Gerät auch zum Beschneiden der Wurzeln von anderen als Forstgehölzen, beispielsweise in Obstbaumschulen, Verwendung finden.

Claims (4)

  1. Patentansprüche:
    I. Gerät zum Beschneiden der Wurzeln, insbesondere von Forstkulturpflanzen, gekennzeichnet durch an einem nach Art eines Pfluges fortzubewegenden Gestell paarweise schräg gelagerte drehbare Messersdheiben.
  2. 2. Gerät nach- Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Gestell jochartig ausgebildet ist, wobei die drehbaren Messerscheiben so gelagert sind, daß sie sich nach unten einander nähern.
  3. 3. Gerät nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Gestell auf dem Boden mit scMittenartigen Kufen gleitet, die die Eindringungstiefe der Messerscheiben begrenzen.
  4. 4. Gerät nach irgendeinem der Ansprüche ι bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die gegenseitige Entfernung der Messerscheiben und gegebenenfalls auch ihre Neigung verstellbar ist.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
DES112118D 1933-12-15 1933-12-15 Geraet zum Beschneiden von Wurzeln Expired DE609889C (de)

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DE609889C true DE609889C (de) 1935-02-27

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DE (1) DE609889C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
FR2127233A5 (de) * 1971-03-01 1972-10-13 Marain Serge

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