DE609693C - Lenkvorrichtung fuer Gleiskettenfahrzeuge - Google Patents
Lenkvorrichtung fuer GleiskettenfahrzeugeInfo
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- DE609693C DE609693C DED61993D DED0061993D DE609693C DE 609693 C DE609693 C DE 609693C DE D61993 D DED61993 D DE D61993D DE D0061993 D DED0061993 D DE D0061993D DE 609693 C DE609693 C DE 609693C
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Links
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B62—LAND VEHICLES FOR TRAVELLING OTHERWISE THAN ON RAILS
- B62D—MOTOR VEHICLES; TRAILERS
- B62D11/00—Steering non-deflectable wheels; Steering endless tracks or the like
- B62D11/02—Steering non-deflectable wheels; Steering endless tracks or the like by differentially driving ground-engaging elements on opposite vehicle sides
- B62D11/06—Steering non-deflectable wheels; Steering endless tracks or the like by differentially driving ground-engaging elements on opposite vehicle sides by means of a single main power source
- B62D11/08—Steering non-deflectable wheels; Steering endless tracks or the like by differentially driving ground-engaging elements on opposite vehicle sides by means of a single main power source using brakes or clutches as main steering-effecting means
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Combustion & Propulsion (AREA)
- Transportation (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Braking Arrangements (AREA)
Description
Die Erfindung betrifft eine Lenkvorrichtung für Gleiskettenfahrzeuge, besonders
Bagger, mit drehbarem Oberteil, bei der die Bremsen der Antriebswelle jeder Fahrzeug-S
Seite vom Oberteil aus beim Lenken durch Druckluft und durch ein am· Unterteil angeordnetes,
von Hand zu bedienendes Gestänge einstellbar sind. Das Neue besteht darin, daß in das Lenkgestänge nachgiebige Glieder
derart eingeschaltet sind, daß nach Einrücken der Bremsen durch die von Hand ■ bediente
Einstellvorrichtung am Untergestell das Lüften der Bremse bei in Bremslage festgestelltem
Handgestänge durch die Druckluftvorrichtung vom drehbaren Oberteil aus ermöglicht
ist.
Für Gleiskettenfahrzeuge ohne drehbaren Oberteil ist es bekannt, zwei Bremsbetätigungen
zu benutzen, von denen die eine mit Druckluft und die andere mechanisch arbeitet.
Beide werden aber von demselben Bedienungsmann gesteuert, so daß nicht die für Fahrzeuge
mit drehbarem Oberteil erwünschte Anpassung an die Fahrstrecke durchgeführt werden
kann. Die Handbetätigungen sind entsprechend beide in der Nähe des Führersitzes angebracht. Weiter ist eine Baggerbauart
mit drehbarem Oberteil bekannt, bei der die Fahrwerkskupplungen sowohl vom Oberteil aus durch ein Druckmittel als auch
vom Unterwagen aus von Hand gesteuert werden. Wenn die Kupplungen von Hand eingelegt sind, lassen sie sich vom Oberwagen
aus nicht lüften, da beide Steuerungen — Handsteuerung am Unterwagen und Druckmittelsteuerung
am Oberwagen — in derselben Richtung, und zwar entgegen den Kupplungsfedern
wirken.
Die neue Fahrwerkssteuerung bietet demgegenüber die Möglichkeit, bei von Hand angezogener
Fahrwerksbremse vom Oberwagen aus eine Lüftung dieser Bremse vorzunehmen,
so daß der Bagger nach jedem Steuervorgang wieder gebremst wird, also selbst auf ansteigender
Strecke sicher steht, ohne daß es dazu noch besonderer Steuerbewegungen oder selbsthemmender Getriebe bedürfe. Auch bei
einem Bruch der Feder tritt im Gegensatz zur bekannten Einrichtung das Festhalten
des Baggers ein.
In der Zeichnung ist diese Erfindung in vier Abbildungen dargestellt. Abb. 1 zeigt
den gesamten Aufbau des Baggers, Abb. 2 das Bremsgestänge, Abb. 3 die Bremswelle
mit Differential, Abb. 4 die Druckluftdurchführung durch den Königszapfen.
Der Antrieb des Fahrwerks 1 erfolgt in üblicher Weise durch die Drehmitte des Oberwagens
2 hindurch vom Oberwagen aus. Der Antrieb ist über entsprechende Wellen bis zu dem Zahnrad 3 auf der Fahrwerkswelle 4 geführt.
Dieses Zahnrad ist als Planetenträger eines Planetengetriebes 5 'ausgebildet. Die
beiden angetriebenen Teile, im Beispiel also ■die Kegelräder 5° und 56, sind je mit einer
Hälfte der Welle 4 verbunden. Auf der Welle sitzt auf jeder Seite eine Bremse 6, die auf
der Abb. 2 näher dargestellt ist.
Um die Bremsscheibe 7 ist das übliche Gestänge 8, 9 mit den Bremsbacken 10, 11
angeordnet. Die beiden Bremshebel 8 und 9 sind durch die Stange 12 verbunden, die an
einem Ende mit Gewinde 13 und einer handverstellbaren Mutter 14 versehen ist, während
sie am anderen Ende an den Winkelhebel 15 angelenkt ist, der bei 16 in dem Hebel 8
gelagert ist. Zwischen den Hebel 15 und den Hebel 8 ist um die Stange 12 herum die
Feder 17 gelegt. Der Winkelhebel 1S steht
über die Stange 18 mit dem Hebel 19 und der Kolbenstange 20 des Zylinders 21 in Verbindung.
Der Zylinder ist als Druckluftzylinder ausgebildet und erhält die Luftzufuhr durch die Leitungen 22, die vom Führerstand
23 aus mittels des Hebels 24 steuerbar ist. Die beiden Leitungen 22 sind durch den
Königszapfen des· Baggers hindurchgeführt, wie die Abb. 4 zeigt. Der Königszapfen 26
ist am Untergestell befestigt. In seinem oberen Ende sind zwei Ringkanäle 27 eingedreht,
von denen aus je eine Bohrung in das Innere des Königszapfens auf eine parallel zur
Königszapfenachse verlaufende weitere Bohrung 28 führt. Am Unterende des Königszapfens
münden diese Leitungen in Anschlußstutzen 2 g, von denen aus die Leitungen
zu den Zylindern 21 führen. Um das Oberende des Königszapfens herum legt sich
ein Ringkörper 30, an welchem die inneren Druckluftleitungen 22 angeschlossen sind.
Ringkörper und innere Druckluftleitungen sind auf dem drehbaren Oberwagen befestigt,
drehen sich also auf diesem um den Königszapfen 26. Die Druckluft geht von den Leitungen
22 in die Bohrungen des Ringkörpers 30, von dort aus in die Ringkanäle 27 des Königszapfens 26, dann durch dessen Bohrungen
28 und schließlich über die Stutzen 29 zu dem Zylinder 21 an den Bremsen bzw.
Kupplungen. Anstatt der Druckluft für die Betätigung kann natürlich auch Druckwasser
oder Dampf treten.
Wenn der Bagger während der Arbeit über kurze Strecken zu verfahren hat, so wird
die Fahrbewegung lediglich durch den sowieso für diesen und ähnliche Zwecke vorhandenen
Bedienungsmann gesteuert, und zwar vom Unterwagen aus, wie das bisher üblich ist. Je nach der gewünschten Bewegung
schließt oder öffnet der Bedienungsmann mittels des Handrades 14 die Bremse durch Zusammenziehen
oder Auseinanderspreizen der beiden Hebel 8 und 9. Hat aber der Bagger größere Strecken zu durchmessen, z. B. um
von einer Arbeitsstätte zur anderen zu gelangen, so ist das dauernde Steuern durch den
mitlaufenden Bedienungsmann lästig und auch nicht ungefährlich.
Hier bietet nun die Erfindung die Möglichkeit, die Steuerung durch den Baggerführer
vorzunehmen, der zu diesem Zweck nur den Hebel 24 zu bedienen hat. Vor Eintritt
der Fahrbewegung werden die Bremsen mit Hilfe des Handrades 14 vom Unterwagen
aus geschlossen. Von da- ab steuert der Baggerführer vom Oberwagen aus die Fahrbewegung.
1st z. B., wie in Abb. 2 gezeigt, die Bremse geschlossen, so braucht nur Druckluft in den
Zylinder 21 gegeben zu werden, worauf über die Teile 20, 19, 18 der Winkelhebel 15
unter Spannung der Feder 17 die Hebel 8 und 9 auseinanderdrückt, also trotz Anziehen
der Spindel 13 durch die Mutter 14 die Bremse lüftet.
Erfolgt der Antrieb der Fahrwerkswelle 4
nicht über ein Planetengetriebe, so werden in entsprechender Weise auf der Welle 4 nicht
Bremsen, sondern Kupplungen angebracht, welche wechselweise die eine oder die andere
Fahrwerksseite oder auch beide zusammen an den Antrieb anschließen.
Claims (2)
- Patentansprüche:I. Lenkvorrichtung für Gleiskettenfahrzeuge, besonders Bagger mit drehbarem Oberteil, bei der die Bremsen der Antriebswelle jeder Fahrzeugseite vom Oberteil aus beim Lenken durch Druckluft und durch ein am Unterteil angeordnetes, von Hand zu bedienendes Gestänge einstellbar sind, dadurch gekennzeichnet, daß in das Lenkgestänge (8 bis 15) nachgiebige Glieder (17) derart eingeschaltet sind, daß nach Einrücken der Bremsen (6) durch die von Hand' bediente Einstellvorrichtung am Untergestell das Lüften der Bremse bei in Bremslage festgestelltem Handgestänge durch die Druckluftvorrichtung vom drehbaren Oberteil (2) aus ermöglicht ist.
- 2. Lenkvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das nachgiebige Glied (17) von einer Feder gebildet wird, die über eine in ihrer wirksamen Länge einstellbare Spindel (12, 13) geschoben ist, welche durch zwei zusammengehörige Bremshebel (8, 9)* hindurchgeführt und mit dem einen Ende an einem an dem einen Bremshebel (8) gelagerten Winkelhebel (15) angelenkt ist, dessen Lage gegenüber seinem Bremshebel (8) unter Spannungsänderung der Feder (17) durch das^JDruckmittel vom Oberteil aus einstellbar ist.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DED61993D DE609693C (de) | 1931-09-30 | 1931-09-30 | Lenkvorrichtung fuer Gleiskettenfahrzeuge |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DED61993D DE609693C (de) | 1931-09-30 | 1931-09-30 | Lenkvorrichtung fuer Gleiskettenfahrzeuge |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE609693C true DE609693C (de) | 1935-02-20 |
Family
ID=7058334
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DED61993D Expired DE609693C (de) | 1931-09-30 | 1931-09-30 | Lenkvorrichtung fuer Gleiskettenfahrzeuge |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE609693C (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE912662C (de) * | 1952-11-23 | 1954-05-31 | Ardeltwerke G M B H | Steuerung von Raupenkranen |
| DE920832C (de) * | 1952-06-03 | 1954-12-02 | Westinghouse Bremsen Ges M B H | Druckluftsteuerung fuer die Kupplung und die Bremse der Gleisketten an Gleiskettenfahrzeugen |
-
1931
- 1931-09-30 DE DED61993D patent/DE609693C/de not_active Expired
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE920832C (de) * | 1952-06-03 | 1954-12-02 | Westinghouse Bremsen Ges M B H | Druckluftsteuerung fuer die Kupplung und die Bremse der Gleisketten an Gleiskettenfahrzeugen |
| DE912662C (de) * | 1952-11-23 | 1954-05-31 | Ardeltwerke G M B H | Steuerung von Raupenkranen |
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