DE866504C - Vorrichtung zur ungleichfoermigen und mit der Fahrtrichtung umkehrbaren Verteilung der Bremskraft auf die beiden Achsen von zweiachsigen Wagen oder Drehgestellen - Google Patents

Vorrichtung zur ungleichfoermigen und mit der Fahrtrichtung umkehrbaren Verteilung der Bremskraft auf die beiden Achsen von zweiachsigen Wagen oder Drehgestellen

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DE866504C
DE866504C DES12893D DES0012893D DE866504C DE 866504 C DE866504 C DE 866504C DE S12893 D DES12893 D DE S12893D DE S0012893 D DES0012893 D DE S0012893D DE 866504 C DE866504 C DE 866504C
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DE
Germany
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brake
braking force
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braking
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DES12893D
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English (en)
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Bert Henry Browall
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Haldex AB
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Bromsregulator Svenska AB
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    • B60VEHICLES IN GENERAL
    • B60TVEHICLE BRAKE CONTROL SYSTEMS OR PARTS THEREOF; BRAKE CONTROL SYSTEMS OR PARTS THEREOF, IN GENERAL; ARRANGEMENT OF BRAKING ELEMENTS ON VEHICLES IN GENERAL; PORTABLE DEVICES FOR PREVENTING UNWANTED MOVEMENT OF VEHICLES; VEHICLE MODIFICATIONS TO FACILITATE COOLING OF BRAKES
    • B60T8/00Arrangements for adjusting wheel-braking force to meet varying vehicular or ground-surface conditions, e.g. limiting or varying distribution of braking force
    • B60T8/32Arrangements for adjusting wheel-braking force to meet varying vehicular or ground-surface conditions, e.g. limiting or varying distribution of braking force responsive to a speed condition, e.g. acceleration or deceleration
    • B60T8/321Arrangements for adjusting wheel-braking force to meet varying vehicular or ground-surface conditions, e.g. limiting or varying distribution of braking force responsive to a speed condition, e.g. acceleration or deceleration deceleration
    • B60T8/3235Systems specially adapted for rail vehicles

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Transportation (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Braking Arrangements (AREA)

Description

  • Vorrichtung zur ungleichförmigen und mit der Fahrtrichtung umkehrbaren Verteilung der Bremskraft auf die beiden Achsen von zweiachsigen Wagen oder Drehgestellen Den Gegenstand der Erfindung bildet eine Vorrichtung zur ungleichförmigen und mit der Fahrtrichtung umkehrbaren Verteilung der Bremskraft auf die beiden Achsen von zweiachsigen Wagen oder Drehgestellen mit zwei mit einer gemeinsamen Bremskraftquelle verbundenen Bremsvorrichtungen für die beiden Achsen. Es sind zu demselben Zweck schon Vorrichtungen vorgeschlagen worden, die nur zum Teil zum Stand der Technik gehören. Von diesen unterscheidet sich der Erfindungsgegenstand grundsätzlich durch die Verbindung der den beiden Achsen zugeordneten Bremsvorrichtungen mit der gemeinsamen Bremskraftquelle mittels eines geineinsame.n Bremskraftverteilungsorgans, das je nach der Fahrtrichtung des Wagens in die eine oder die andere von zwei vorbestimmten Endlagen eingestellt wird und in der einen und der anderen von diesen beiden Endlagen eine vorbestimmte Bremskraftverschiebung auf die der einen bzw. der anderen Achse zugeordnete Bremsvorrichtung bewirkt. In, dem Fall, wo jeder der beiden Achsen ein besonderer Bremszylinder zugeordnet ist, unterscheidet sich der Erfindungsgegenstand von den vorbekannten Vorrichtungen, bei denen ein besonderer Druckregler für die Bremsluft zu jedem der beiden Bremszylinder vorgesehen ist, durch die Verbindung der beiden Bremszylinder mit ihrer gemeinsamen Bremsluftzufuhrleitung mittels eines gemeinsämen Bremskraftverteilungsörgans in Gestalt eines Schieberventils od. dgl., das je nach seiner mit der Fahrtrichtung des Wagens abwechselnden Endlage eine vorbestimmte Bremskraftverschiebung auf die eine oder die andere von den beiden gebremsten Achsen bewirkt. In dem Fall dagegen, wo ein gemeinsamer Bremszylinder für die beiden gebremsten Achsen vorgesehen ist, unterscheidet sich der Erfindungsgegenstand von der vorgeschützten Vorrichtung, bei der ein durch die beim Bremsen entstehenden Bremsklotzreibungskräfte beeinflußter Hebel sowie eire besonderes Verbindungsgestänge zwischen diesem Hebel und den Bremsklötzen vorgesehen sind; durch die Verbindung der den beiden Achsen zugeordneten Bremsvorrichtungen mit dem gemeinsamen Bremszylinder mittels eines gemeinsamen Bremskraftverteilungsorgans in Gestalt eines Waagebalkens t mit längs versehiebbarern Angriffspunkt für die Bremskraft, wobei dieser verschiebbare Angriffspunkt je nach der Fahrtrichtung des Wagens in die eine oder die andere von seinen beiden, Endlagen verschöben wird und in der einen und der anderen Endlage eine vorbestimmte Bremskraftverschiebung auf die eine bzw. die andere der beiden gebremsten Achsen bewirkt.
  • Die Vorteile der Erfindung liegen. teils in der großen Einfachheit der erfindungsgemäßen Vorrichtung und in dem Wegfall einiger bei den vorher vorgeschlagenen Vorrichtungen auftretenden: baulichen und anderen Schwierigkeitex4 teils- in der zuvierlässigeren Wirkungsweise und in der größeren Sicherheit; die durch die unter allen Umständen vorbestimmte Verteilung der Bremskraft auf die beiden gebremsten Achsen erreicht wird.
  • Die Erfindung wird in dem. Zeichnungen in verschiedenen Ausführungsformen erläutert.
  • Fig. i zeigt von der Seite, teilweise im Schnitt, das Drehgestell eines Eisenbahnwagens mit einem besonderen Bremszylinder für jede der beiden Achsen und mit dem Verteilungsorgan, zur Verteilung der Bremsluft zwischen den beiden Bremszylindern in der Form eines Schiebers; Fig. 2 und 3 zeigen in derselben Weise wie Fig. i bzw. von oben ein Drehgestell eines Eisenbahnwagens mit einem für beide Räder gemeinsamen Bremszylinder und mit dem Verteilungsorgan in der Form eines Waagebalkens mit zwischen zwei Endlagen verschiebbarem Angriffspunkt für die Bremskraft Fig. 4 und 5 zeigen einen Schnitt und eine Draufsicht und Fig. 6 im Querschnitt nach der Linie VI-VI in Fig. 5 die bei der Ausführungsform gemäß Fig. 2 und 3 vorkommende Vorrichtung für die Verschiebung des Angriffspunktes der Bremskraft auf dem -Waagebalken; Fig. 7 zeigt eine Draufsicht einer anderen Ausführungsform der Vorrichtung für die Verschiebung des Angriffspunktes der Bremskraft auf dem Waagebalken, und Fig. 8 und 9 zeigen eine Draufsicht bzw: eine teilweise geschnittene und schematisierte Seitenansicht einer dritten Ausführungsform dieser Vorrichtung. In Fig. i bezeichnet i und 2 die beiden Achsen eines Drehgestells eines. Eisenbahnwagens. Zur Achse r gehört eine Bremsvorrichtung, welche die Bremsklätze3 und ¢ mit ihren Bremsklotzhängeeisen 5 und 6, die zusammengekuppelten Bremshebel 7 und 8 sowie den Bremszylinder 9 umfaßt. Zur Achse 2 gehört eine ähnliche Vorrichtung, welche die Bremsklötze io und ii mit ihren Bremsklotzhängeeisen 12 und 13, die zusammengekuppelten Bremshebel 14 und 15 sowie den Bremszylinder 16 umfaßt: Die beiden Bremszylinder 9 und 16 sind jeder für sich mittels der Leitung 17 bzw. T$ mit dem Verteilungsorgan i9 verbunden, das in diesem Fall aus einem in einer Schiebekammer zwischen zwei Endlagen verschiebbaren Schieber besteht. In die Schieberkammer mündet die Leitung 22, durch die Druckluft, welche die für die beiden Bremsvorrichtungen gemeinsame Kraftquelle darstellt, beim Bremsen zugeführt wird: Von der Leitung 22 zweigt eine Nebenleitung 2,3 ab, die über ein Druckreduzierventil 24 und eine Leitung 25 in den Schieberspiegel des Schiebers 21 mündet. In der gezeigten Stellung befindet sich der Schieber in seiner unteren Endlage, in welcher er durch seine Höhlung z6 die Leitung 2,5 mit der Leitung 17 verbindet, aber dabei. die Leitung i8 in direkter Verbindung mit der Schieberkammer 2o und der Leitung 22 läßt. Mittels der Stange 27 ist der Schieber mit dem Bremsklotzhängeeisen 6 verbunden, welches mit einem Schlitz 28 versehen ist und dadurch die Möglichkeit hat, sich ein begrenztes Stück senkrecht zu seinem Lagerbolzen 29 zu bewegen.
  • Die Vorrichtung arbeitet in folgender Weise: Angenommen, das Drehgestell bewegt sich nach rechts in der Zeichnung, d. h. mit der Achse 2 zufällig als Vorderachse. Wenn beim Bremsen Druck-Luft durch die Leitung 22@ zugeführt wird und die Bremsklötze gegen die Räder zu drücken beginnen, übt Bremsklotz 4 ehre nach unten ziehende Kraft auf das Hängeeisen 6 aus, so daß der Schieber sofort in seine untere Lage, wenn er sich nicht schon dort befindet, gezogen wird. In dieser Lage des Schiebers geht die Druckluft mit vollem Druck von der Leitung 22 durch die Schieberkammer 2o und Leitung 18 in den Bremszylinder 16, während der Bremszylinder 9 Luft reduzierten Druckes durch die Leitung 23; das; Reduzierventil 24, die Leitung 25, die Schieberhöhlung 26 und die Leitung 17 erhält. Die Bremsvorrichtung ist dann: zweckmäßig so berechnet, daß der Bremszylinder 16 mit vollem Druck so viel Bremskraft auf die Achse 2 ausübt, däß das vergrößerte Adhäsionsgewicht dieser Achse ausgenutzt wird, während das Reduzierventil24 auf eine. solche Reduzierung des zu dem Bremszylinder g durchgelassenen Druckes eingestellt ist, daß eine Gefahr des Festbremsens der Achse i nicht mehr vorliegt: Bewegt sich nun der Wagen in der entgegengesetzten Richtung (nach links in der Zeichnung), dann wird der Bremsklotz 4 beim Bremsen .einen Druck auf das Hängeeisen ausüben, so daß das Hängeeisen und der Schieber in ihre oberen Endlagen verschoben werden. Dadurch wird nun die Leitung 17 in direkte Verbindung mit der Schieberkammer 2o und der Leitung 22 gebracht, während die Leitung 18 durch die Schieberhöhlung 26 und die Leitung 25 mit dem Reduzierventil in Verbindung gesetzt wird. Auch in diesem Fall erhält also die zufällig vordere Achse i die größere Bremskraft, während die auf die Achse 2 wirkende Bremskraft reduziert wird.
  • Fig. 2 und 3 zeigen von der Seite, teilweise im Schnitt bzw. von oben, ein zweiachsiges Drehgestell eines Eisenbahnwagens, das für jede der beiden Achsen eine Bremsvorrichtung besitzt, welche die Bremsklötze 30 mit ihren Hängeeisen 31, die zusammengekuppelten Bremshebel 32 und 33 sowie die die Bremsklötze mit den Bremshebeln verbindenden Dreiecke 34 umfaßt. Die Bremsvorrichtung der beiden Achsen i und 2 ist für ihre Bremskraftzufuhr mit einem gemeinsamen, nicht gezeigten Bremszylinder durch das Verteilungsorgan verbunden, das in diesem Fall aus einem Waagebalken 35 besteht. Die Bremskraft wird von dem Zylinder durch die zwischen den beiden Enden des Balkens angreifende Bremsstange 36 dem Balken zugeführt. Von hier aus wird die Kraft zu den je einer der beiden Achsen i und 2 zugeordneten Bremsvorrichtungen weitergeführt, welche zu diesem Zweck mit je einem der beiden Enden des Balkens°35 durch die Stangen 38 und 39 verbunden sind. Der Angriffspunkt der Bremsstange 36 auf dem Balken 35 ist längs des Balkens verschiebbar, und zwar zwischen zwei gleichmäßig vom Mittelpunkt des Balkens entfernten Endlagen. Der gezeigten Ausführung gemäß greift die Bremsstange 36 den Balken 35 mittels eines Bolzensi 4o an, welcher die Bremsstange 36 mit einem Würfel verbindet, der in einem Schlitz im Balken verschiebbar ist. In Fig.3 wird der Bolzen. unnatürlich in der Mittellage gezeigt, normalerweise nimmt der Bolzen 4o eine der beiden Endlagen 40a oder 400 ein. Wenn der Angriffspunkt .1.o der Bremsstange 36 sich in der Endlage 40a befindet, wird die durch die Bremsstange 36 zugeführte Bremskraft so verteilt, daß die Bremsstange 38 mehr Bremskraft bekommt als die Bremsstange 39, d. h. die Achse i wird kräftiger gebremst als die Achse 2, und umgekehrt, wenn der Angriffspunkt in der Endlage 4o0 liegt. Für die Verschiebung des Angriffspunktes 4o nach einer der Endlagen 4oa oder 4o0 ist die Bremsstange 36 an dem Angriffsbolzen 4o vorbei verlängert. Diese Verlängerung ist gegabelt und jeder der beiden Arme für sich wieder gegabelt. Die letztgenannten Gabeln. fassen die Zapfen 42 auf dem Querstück 43, welches, drehbar, aber nicht verschiebbar auf einer Stellmutter angebracht isst (s. Fig.4). Die Stellmutter 44 ist auf einer Schraubenspindel 45 angebracht, die in zwei von dem Balken 35 hervorstehenden Lagern gelagert ist und durch ein Schneckengetriebe 46, 47 getrieben wird, dessen Schnecke mit einer Radachse mittels einer biegsamen Welle 48 verbunden ist. Das Schneckenrad 47 sitzt nicht direkt auf der Spindel 2, .sondern ist mit dieser mittels einer Reibungskupplung verbunden. Den gezeigten Ausführungen gemäß besteht diese Reibungskupplung aus zwei mit dem Schneckenrad 47 zusammenarbeitenden, auf jeder Seite desselben angebrachten Kupplungsscheiben 49 und 5o, von denen die eine fest an der Spindel angebracht ist, während die andere verschiebbar auf der Spindel sitzt und von einer Feder 51 beeinflußt wird. Diese gleitbare Reibungskupplung bildet eine Sicherheitsmaßnahme für den Fall, daß so früh nach Änderung der Fahrtrichtung gebremst werden sollte, daß die Stellmutter 44 noch nicht Zeit genug gehabt hätte, in die andere Lage geführt zu werden, bevor ihre weitere Bewegung gegen diese Lage durch die beim Bremsen entstehende Spannung in dem Bremsgestänge verhindert wird. Dagegen braucht die Rutschkupplung nicht andauernd zü rutschen während der Fahrt des Wagens nach vollendeter Umstellung der Stellmutter, die nämlich derart angeordnet ist, daß sie nach der vollendeten Umstellung und bis zur nächsten Änderung der Fahrtrichtung des Wagens an der Umdrehung der Spindel teilnimmt. Zu diesem Zweck arbeitet die Stellmutter 44 mittels eines. an ihr angebrachten Anschlagzapfens 52 zusammen mit einer zwischen den beiden Lagern 6o" 61 der Spindel angebrachten Anschlagleiste 53, deren Länge etwas kleiner ist als der Abstand zwischen den beiden Endlagen der Stellmutter 44 (s. Fig. 5 und 6). Solange der Anschlagzapfen 52 sich gegen die Anschlagleiste 53 stützt, kann. die Stellmutter 44 sich nicht drehen (nicht mehr als ein Teil einer Umdrehung bei geänderter Umdrehungsrichtung der Spinde145). Die Anschlagleiste 53 hat an, jedem Ende einen Sperrhaken, und diese Sperrhaken 54 und 55 zeigen nach entgegengesetzten Richtungen, der linke Sperrhaken in Fig. 5 ist nach oben gerichtet, während der rechte nach unten gerichtet ist. In der in Fig. 5 und 6 gezeigten Lage befindet sich die Stellmutter 44 mit dem Anschlagzapfen 52 außerhalb des linken Endes der Anschlagleiste 53. Wenn die Stellmutter 44 in dieser Lage ist und die Spindel sich in der einen Richtung dreht (entgegen dem Uhrzeigersinn, von dem Schneckengetriebe aus gesehen), nimmt die Mutter 44 an der Umdrehung der Spindel teil, während der Sperrhaken 54, jedesmal wenn er von dem Anschlagzapfen 52 getroffen wird, ausweicht und den Zapfen vorbeiläßt. Beginnt jedoch die Spindel 4-5 sich nun in der anderen Richtung zu drehen, so bietet der Sperrhaken 54, wie man in Fig. 6 sehen kann, dem Anschlagzapfen 52 eine Stütze, so daß die Stellmutter 44 daran verhindert wird, an der Umdrehung der Spindel teilzunehmen. Die Mutter 44 bewegt sich dann nach rechts in Fig. 4 und 5 mit dem Anschlagzapfen 52 gegen die Oberseite der Anschlagleiste 53 gestützt. Wenn der Anschlagzapfen 52 bis außerhalb des rechten Endes der Anschlagleiste 53 gelangt ist, kann der dort befindliche Sperrhaken 55, welcher dem Sperrhaken 54 entgegengesetzt gerichtet ist, dem Anschlagzapfen 52 keine Stütze bieten, so daß die Stellmutter 44 frei wird und an der Umdrehung der Spindel unter Beibehaltung ihrer auf der Spindel erreichten Lage teilnimmt. Jedesmal, wenn. der Anschlagzapfen 52 an dein. Sperrhaken 55 vorbeigeht, weicht dieser aus und läßt dem Anschlagzapfen freie Bahn. Wenn die Spindel 45 wieder ihre Umdrehungsrichtung ändert, nimmt die Mutter 44 an der Umdrehung der Spindel teil, bis der Zapfen 52 den Sperrhaken 55 wieder trifft, wobei der Sperrhaken 55 den Zapfen 52 wieder anhält, so daß die Mutter 44 nach links auf der Spindel mit dem Zapfen 52 gegen die Unterseite der Anschlagleiste 53 gestützt zu wandern beginnen muß: Wenn der Zapfen 52 bis. zum linken Sperrhaken 53 gelangt ist, verliert der Zapfen 52 wieder seine Stütze, so daß die Mutter 44, bis sich wieder die Umdrehungsrichtung ändert, an der Umdrehung der Spindel teilnimmt. Auf diese Weise braucht die Reibungskupplung 49 bis 5 i normalerweise niemals zu rutschen, wodurch ihre Abnutzung auf das, geringste Maß gehalten wird. Die Reibungs, kupplung und das Schneckengetriebe können zweckmäßig von einer gemeinsamen Haube 56 umgeben sein. Auch die Stellmutter 44 und die damit zizsammenarbeitendenTeile können zweckmäßig durch eine Haube 57, welche mit Schlitzen für die beiden Zapfen versehen ist, geschützt werden. Die Schlitze können mit Deckeln 58, 59 .(Fig. 4 und 6), die mit dem Querstück 43 verschiebbar sind, geschlossen werden, so daß die erwünschte Dichtigkeit erzielt wird.
  • Eine an und für sich einfachere Ausführung wäre natürlich, die Zapfen 42, anstatt auf dem auf der Stellmutter 44 drehbaren Querstück 43, direkt auf der Stellmutter anzubringen, die Anschlagleiste 53 und die Sperrhaken 54 und 55 fortzulassen und die Reibungkupplung 49 bis 51, wenn die Stellmutter in ihre Endlage kommt, rutschen zu lassen. Die biegsame Welle 48 (s. Fig. 3) wird jedoch in solchem Fall mehr angestrengt und: die Reibungskupplung mit der Zeit unzuverlässiger, weshalb die gezeigte oder eine ähnliche Ausführung vorzuziehen ist.
  • Fig. 7 zeigt eine Draufsicht von einer anderen Ausführung der Vorrichtung zur Verschiebung des Angriffspunktes 4o der Bremsstange 36 auf dem Waagebalken 3,5 von der einen Endlage zur anderen je nach der jeweiligen Fahrtrichtung des Wagens. Dieser Ausführung gemäß umfaßt die selbsttätige Verschiebungsvorrichtung einen Hebel 62, welcher auf dem Balken 35 mittels eines Bolzens, 63 (Fig. 7) gelagert ist und bei 64 einen Zapfen besitzt, der von der an dem Angriffspunkt 4o vorbeireichenden Verlängerung 41 der Bremsstange 36 umfaßt wird. Auf dem gegen die Wagenseite hinausragenden Ende des Hebels 62 ist eine Scheibe 65 ungefähr quer zur " Längsrichtung des Wagens angebracht. Diese Scheibe wird von dem Fahrtwind beeinflußt und je nach der Fahrtrichtung des Wagens zu der einen öder- der anderen Endlage -geführt und darin gehalten. In diesem Fall entsprechen diese Endlagen denen, welche der Angriffspunkt 4o auf der Bremsstange 36 auf dem Balken 35 einnehmen soll.
  • Eine weitere Ausführungsform der selbsttätigen Vorrichtung für die Verschiebung des Angriffspunktes 40. auf dem Balken 3:5 wird ii Fig. 8 und 9 gezeigt. Dieser Ausführungsform gemäß wird der Angriffspunkt 40 von der einen Lage zur anderen mittels zweier auf dem Waagebalken 35 äiigebrachten hydraulischen Zylinder 66 und 67 bewegt, deren Kolbenstangen 68, 69 den Bolzen 4o angreifen. Die Zylinder 66 und 67 sind mit einer Pumpe verbunden, z. B. einer Zahnradpumpe 70, welche von einer der Radachsen getrieben wird und deren Arbeitsrichtung sich mit der Fahrtrichtung des Wagens ändert. Die Pumpe treibt eine Flüssigkeit von dem Behälter 71 in das äußere Erde des einen oder des anderen Zylinders 66 oder 67. Die Vorrichtung ist so eingerichtet, daß, wenn der Kolben in irgendeinem der Zylinder 66, 67 -durch in den Zylinder eingepumpte Flüssigkeit in seine innere Endlage geführt wird, dieser Kolben eine Öffnung abdeckt, durch welche die während der fortgesetzten Fahrt des Wagens eingepumpte Flüssigkeit zu dem Behälter 71 zurückfließen kann:

Claims (9)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Vorrichtung zur ungleichförmigen und mit der Fahrtrichtung umkehrbaren Verteilung der Bremskraft auf die beiden Achsen von zweiachsigen Wagen oder Drehgestellen mit je einer mit einer gemeinsamen Bremskraftquelle verbundenen Bremnscvorrichtung für jede Achse, dadurch gekennzeichnet, daß die den beiden Achsen zugeordneten Bremsvorrichtungen mit der gemeinsamen Bremskraftquelle mittels eines gemeinsamen Bremskraftverteilungsorgans verbunden sind, das je nach der Fahrtrichtung in die eine oder die andere von zwei vorbestimmten Endlagen eingestellt wird und in der einen und der anderen von diesen beiden Endlagen eine vorbestimmte Bremskraftverschiebung auf die der einen bzw. der anderen Achse zugeordnete Bremsvorrichtung bewirkt.
  2. 2: Vorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß in an sich bekannter Weise jeder der beiden Achsen ein besonderer Bremszylinder (9, 16) zugeordnet ist und daß das, gemeinsameBremskraftverteilungsorganaus einem zur ungleichförmigen Verteilung der die gemeinsame Bremskraftquelle darstellenden Bremsluft zu den beiden Bremszylindern dienenden Schieberventil (2o; 2i) od. 4-l. besteht.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Schieberventil in der einen und der anderen seiner beiden Endlagen den einen bzw. der anderer der beiden Bremszylinder mit einer gemeinsamen Bremsluftzufuhrleitung über ein Druckreduzierventil (24) verbindet:
  4. 4. Vorrichtung mach Anspruch i bis 3, dadurch gekennzeichnet, däß das. Schieberventil od. dgl. mit einem zwischen zwei durch Anschlage begrenzten Endlagen senkrecht beweglichen Bremsklotzhängeeisen (6) verbunden ist und durch dieses beim Bremsen je nach der Fahrtrichtung in die eine oder die andere Endlage eingestellt wird.
  5. 5. Vorrichtung nach Anspruch i mit einem für die beiden Achsen gemeinsamen Bremszylinder, dadurch gekennzeichnet, daß die den beiden Achsen zugeordneten Bremsvorrichtungen für ihre Bremskraftzufuhr mit den beiden Enden eines Waagebalkens (3.5) verbunden sind, der zwischen -seinen Enden einen zwischen zwei Endlagen längs verschiebbaren Angriffspunkt (4o) für eine die Bremskraft vom Bremszylinder übertragende Bremsstange (36) besitzt.
  6. 6. Vorrichtung nach Anspruch r und 5, dadurch gekennzeichnet, daß der verschiebbare Angriffspunkt der Bremsstange an dem Waagebalken mittels einer Mutter (44) verschoben wird, die auf einer am Waagebalken drehbar gelagerten, mit einer der beiden Radachsen des Wagens treibbar verbundenen Schraubenspindel (45) angebracht ist.
  7. 7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Schraubenspindel mittels einer biegsamen Welle (48) und einer rutschbaren Kupplung (49, 5o, 5I) mit der Radachse treibbar verbunden ist. ° B.
  8. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Mutter während der Verschiebung des verschiebbaren Angriffspunktes aus der einen der beiden Endlagen in die andere mit einer deren Teilnehmen an der Drehung der Schräubenspindel verhindernden Anschlagleiste (53) zusammenwirkt, an deren beiden Enden Sperrhaken (54, 55) derart angebracht sind, daß der eine Sperrhaken in der einen Endlage der Mutter diese an der Drehung der Schraubenspindel in der einen Richtung teilnehmen läßt, sie aber verhindert, an der Drehung in der anderen Richtung teilzunehmen, während der andere Sperrhaken in der anderen Endlage der Mutter diese an der Drehung der Schraubenspindel in der letztgenannten Richtung teilnehmen läßt, sie aber verhindert, an der Drehung in der erstgenannten Richtung teilzunehmen.
  9. 9. Vorrichtung nach Anspruch r und 5, dadurch gekennzeichnet, daß zur Verschiebung des verschiebbaren Angriffspunktes (4o) der Bremsstange an dem Waagebalken (35) ein mit einer während der Fahrt des Wagens vom Fahrtwind betätigten Scheibe (65) od. dgl. versehener Hebel (62) angeordnet ist, der je nach der Fahrtrichtung des Wagens in die eine oder andere von zwei den Endlagen das verschiebbaren Angriffspunktes entsprechenden Außenlagen geführt und darin gehalten wird. ro. Vorrichtung nach Anspruch z und 5, dadurch gekennzeichnet, daß zur Verschiebung des verschiebbaren Angriffspunktes der Bremsstange an dem Waagebalken die zwei auf dem Waagebalken angebrachten hydraulischen Zylinder (66, 67) mit darin beweglichen Kolben mit bei den genannten Angriffspunkten angreifenden Kolbenstangen angeordnet sind, welche Zylinder mit je einer Seite einer von den Radachsen des Wagens angetriebenen Pumpe (70) verbunden isind, die in Abhängigkeit von ihrer mit der Fahrtrichtung des Wagens sich ändernden Arbeitsrichtung Flüssigkeit aus einem Behälter in den einen oder anderen der Zylinder pumpt. Angezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 488 624 488 6.:2,2.
DES12893D 1942-03-07 1943-03-02 Vorrichtung zur ungleichfoermigen und mit der Fahrtrichtung umkehrbaren Verteilung der Bremskraft auf die beiden Achsen von zweiachsigen Wagen oder Drehgestellen Expired DE866504C (de)

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DES12893D Expired DE866504C (de) 1942-03-07 1943-03-02 Vorrichtung zur ungleichfoermigen und mit der Fahrtrichtung umkehrbaren Verteilung der Bremskraft auf die beiden Achsen von zweiachsigen Wagen oder Drehgestellen

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DE1141312B (de) * 1961-06-06 1962-12-20 Knorr Bremse Gmbh Steuervorrichtung fuer kombinierte Rad- und Magnetschienenbremsen an Schienenfahrzeugen
DE1166243B (de) * 1959-12-31 1964-03-26 Siemens Ag Schleuderschutzbremse fuer Fahrzeuge mit Einzelachsantrieb

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