DE590146C - Federnde Zugvorrichtung fuer die Anhaenger von Kraftfahrzeugen - Google Patents
Federnde Zugvorrichtung fuer die Anhaenger von KraftfahrzeugenInfo
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B60—VEHICLES IN GENERAL
- B60D—VEHICLE CONNECTIONS
- B60D1/00—Traction couplings; Hitches; Draw-gear; Towing devices
- B60D1/48—Traction couplings; Hitches; Draw-gear; Towing devices characterised by the mounting
- B60D1/50—Traction couplings; Hitches; Draw-gear; Towing devices characterised by the mounting resiliently mounted
Landscapes
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- Transportation (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
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Description
Zugvorrichtungen von Kraftfahrzeugen, die Anhänger oder landwirtschaftliche Geräte
zu ziehen haben, sind in der Regel federnd ausgebildet zu dem Zweck, plötzlich auftretende,
der Weiterbewegung des Anhängers entgegenwirkende Widerstände elastisch auf die Zugmaschine zu übermitteln. Dadurch
werden die Getriebeteile der Zugmaschine und auch die Anhänger geschont, und es findet eine gewisse Kraftaufspeicherung in
der Federung statt, so daß die Zugkraft der Zugmaschine wächst.
Bei den bisher üblichen Anordnungen greift gewöhnlich der Zughaken an einer an der
Zugmaschine befestigten Feder unmittelbar an, und die Strecke, um welche die Zugmaschine
dem Anhänger bei einem auftretenr den Widerstand voreilen kann, im nachfolgenden
als toter Weg bezeichnet, ist gleich der
.20 Zusammendrückung der Feder, dem Federweg\
Diese Anordnung erweist sich als nicht
- wirksam, weil die mögliche bauliche Länge der Feder nur einen geringen toten Weg
gestattet, so daß die Folge ist, daß die Räder der Zugmaschine auf dem Erdboden gleiten
oder bei Anwendung von Greiferrädern sich in den Boden eingraben.
Betrachtet man z* B. eine Zugmaschine, die
auf Ackerboden ■ einen Pflug mit etwa drei Kilometer Geschwindigkeit zu ziehen hat,
und deren Zugfeder, wie üblich, eine Zusammendrückung von ,50 bis 70 mm gestattet.
Der Weg der Zugmaschine auf dem Boden ist dann. gleich 83 cm pro Sekunde. Wenn
dem Pflug plötzlich ein größerer Widerstand in den Weg kommt (Wurzel, Stein o. dgl.),
so eilt die Zugmaschine vor. Da die Feder nur eine Voreilung der Zugmaschine von 7 cm
erlaubt, so ist dieser Weg in weniger als 0,1 Sekunde zurückgelegt. Arbeitet der Motor
der Zugmaschine mit 1200 Umdrehungen pro Minute, also mit 20 Umdrehungen pro
Sekunde, so stehen für diesen toten Weg von 7 cm bzw. für die Überwindung des Hinder-·
nisses noch nicht zwei kraftleitende Umdrehungen zur Verfügung, in welcher Zeit sich der Motor nicht auf eine höhere Leistung
einstellen läßt. Ist der tote Weg von 7 cm zurückgelegt, so ist die Verbindung zwischen
Motor und Gerät gänzlich starr, das Schwungrad gibt plötzlich erhebliche Energiemengen
ab, die sich als Stoß auf die in dem Boden befindlichen Radgreifer auswirken, so daß
diese den Boden unter sich verschieben (mahlen).
Während bei den benannten Zugvorrichtungen das Verhältnis von totem Weg zu
Federweg 1 ist, sind auch Zugvorrichtungen bekannt, bei denen zwischen dem Zughaken
und der Federung Übersetzungsglieder vorgesehen sind, die derart wirken, daß dieses
Verhältnis noch kleiner wird als 1.
Die obenerwähnten Nachteile werden hier also noch vergrößert.
Zweck der Erfindung ist, diesen Übelstand zu beseitigen. ■
Die Erfindung besteht im wesentlichen darin, durch eine zwischengeschaltete Übersetzung
dafür zu sorgen, daß; das Verhältnis
des toten Weges zum Federweg gegenüber
den vorerwähnten Einrichtungen erheblich größer ist, wobei als Federung Federn, hydraulische, pneumatische öder andere Einrichtungen,
die als Kraftspeicher wirken und denen eine beliebige Endspannung gegeben
werden kann, verwendet werden. Dadurch soll eine starre Verbindung zwischen Motor
und Gerät unter allen vorkommenden Ver-
to hältnissen vermieden werden, und der Motor soll durch vorübergehend verändertes Verhältnis
der Geschwindigkeiten zwischen Zugmaschine und Gerät immer Zeit haben, sich nicht nur auf Höchstleistung einzustellen, es
,sollen auch eine große Zahl kraftleistender Umdrehungen des Motors verfügbar werden,
die, über den Weg der Aufspeicherung in das federnde Element, das Gerät über das
Hindernis hinweg wieder an die Zugmaschine
Ho heranbringen.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbei-.spiel der Erfindung dargestellt, bei dem als
Federung eine .Luftfeder vorgesehen ist.
Fig. ι zeigt eine Seitenansicht, Fig. 2 eine
Fig. ι zeigt eine Seitenansicht, Fig. 2 eine
as teilweise Aufsicht und Fig. 3 einen vergrößerten
mittleren Längsschnitt.
α ist das Greiferrad mit den Greifern b,
c ist die Greif er radwelle, d das Achsgehäuse, das einen nach hinten vorstehenden Bügel' e
trägt. An diesem Bügel ist die Zugvorrichtung /angebracht.
In zwei seitlichen Lagern g ist eine Welle i drehbar. Fest auf der Welle i sitzen außerhalb
der Lager g zwei seitliche Hebel h, zwisehen den Lagern- g ist ein Hebel k angeord-.
net. An den oberen Enden der Hebel h ist mittels eines Verbindungsstückes / die Zugöse
m angelenkt.
Die Zugvorrichtung / ist so eingerichtet, daß sie durch den Teil e in verschiedenen
Höhenlagen und an dem Teil e in verschiedenen Seitenlagen befestigt werden kann,
zum Zweck, den Angriffspunkt der Zuglast, das ist die Welle i, in den gewollten waagerechten
oder senkrechten Abstand von der Mittelachse A-B der Zugmaschine zu bringen.
Zwischen den Hebern h ist ein Zylinder 11
angeordnet, in dem ein Kolben 0 mittels des Stößels p und des Hebels k bewegbar ist. Der
Zylinder η ist teilweise mit Flüssigkeit, z. B. öl, im übrigen mit Druckluft gefüllt. In den
Zylinder η ragt eine Schraube q hinein, die
■eine Bohrung r und eine Abschlußschraube t sowie eine Stellmutter j besitzt. Ferner
führt in den Zylinder η eine Luftzuführungsleitung mit Rücksperrventil u. Durch die
Schraube q bzw. deren Bohrung r wird öl
in den Zylinder η eingefüllt. Gleichzeitig dient die Bohrung r durch Herauf- oder
Herunterschrauben der Schraube q zur Regelung des Ölstandes, indem durch Einpressen
von Luft durch das Ventil u wieder so viel Öl aus dem Zylinder herausgedrückt werden
kann, daß die öloberfläche mit dem unteren Ende der Schraube q übereinstimmt.
Die Zugvorrichtung f ist mit beiderseitigen
Führungen ν für die Hebel h versehen, durch
welche an der Zugöse m etwa auftretende Seitenkräfte aufgenommen werden.
Nach dem Ausführungsbeispiel ist das Verhältnis
der Hebelarme h : k gleich 5:1. Der
Ausschlag der öse m bewirkt also, daß der Kolben 0 nur etwa 1Z5 des Weges der öse m
zurücklegt. Dieses Verhältnis kann natürlich,
dem Verhalten der jeweiligen Zugmaschine entsprechend, verändert bzw. vergrößert
werden.
Ein Anschlag w am Hebel k, der sich gegen
Anschlag χ anlegen kann, dient dazu, unter allen Umständen zu verhindern, daß die Hebei
h über die Führung ν hinaustreten.
Für den Betrieb wird bei der Ruhestellung des Hebels h der Luftdruck im Zylinder η so
eingestellt, daß bei normaler mittlerer Dauerzugleistung der Zugmaschine die Hebel h
nicht nach rückwärts schwingen. Bei auftretendem erhöhtem Widerstand am Anhänger
steigt der Druck im Zylinder η nach der Adiabate. Je nach der ■ ölf üllung des
Zylinders η ist man also in der Lage, einen beliebigen Teil der Adiabate zu benutzen,
d. h. die Endspannung beliebig zu wählen. Hierbei richtet man sich nach, der normalen
Zugleistung einerseits und der Maximalleistung der Zugmaschine anderseits. Arbeitet der Motor z. B. normal mit 40 °/o
setner Leistungsfähigkeit, so muß die ölfüllung
des Zylinders η derart sein, daß die Spannungssteigerung im Zylinder η der Zugleistung
der Zugmaschine entspricht, wenn *°° die Leistung des Motors von 40 auf 100 °/o
gesteigert wird.
An dem Zylinder η ist eine Meß vor richtung
y, z. B. -ein Manometer, angeschlossen, an welchem Anfangs- und Enddruck abgelesen
werden kann. Mit Hilfe dieses Instrumentes ist man in der Lage, die Strecke
der adiabatischen Linie zu bestimmen, nach welcher die Kompression im Zylinder η sich
unter Berücksichtigung der normalen und t10
maximalen Zugleistung vollziehen soll. Auf diese Weise kann man die Zugvorrichtung
den verschiedenen Bodenverhältnissen und eigenartigen Zugleistungen verschiedener Zugmaschinen anpassen.
Claims (5)
- Patentansprüche:i. Federnde Zugvorrichtung für die Anhänger von Kraftfahrzeugen mit zwisehen dem Zughaken und der Federung eingeschalteten Übersetzungsgliedern, da-durch gekennzeichnet, daß die Übersetzungsglieder derart bemessen sind, daß beim Anzug· odier beim Auftreten von Hindernissen der Weg des Zaghakens größer ist als der Feder weg.
- 2. Zugvorrichtung nach Ansprach, iT dadurch gekennzeichnet, daß als Übersetzungsglied ein Winkelhebel dient; an dessen längerem Hebelarm der Zughaken und an dessen kürzerem Hebelarm die Federung angreift, deren Widerlager sich am Kraftfahrzeuggestell befindet.
- 3- Zugvorrichtung nach Anspruch ι und 2, dadurch1 gekennzeichnet, daß die Zugvorrichtung (β mit seitlichen Führungen (ν) für den längeren Hebelarm (K) versehen ist.
- 4. Zugvorrichtung nach Anspruch 1 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß als Federung eine Luftfederung dient, die aus einem teilweise mit Flüssigkeit gefüllten Zylinder (w) und einem Kolben (0) besteht, gegen den sich mittels eines Stößels (p) der kürzere Hebelarm (/e) anlegt.
- 5. Vorrichtung nach Anspruch 1 und 4, dadurch gekennzeichnet, daß in dem Zylinder der Luftfederung eine Regelvorrichtung· für dea Flüssigkeitsstand vorgesehen ist.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEW88657D DE590146C (de) | 1932-04-03 | 1932-04-03 | Federnde Zugvorrichtung fuer die Anhaenger von Kraftfahrzeugen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEW88657D DE590146C (de) | 1932-04-03 | 1932-04-03 | Federnde Zugvorrichtung fuer die Anhaenger von Kraftfahrzeugen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE590146C true DE590146C (de) | 1933-12-23 |
Family
ID=7612863
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEW88657D Expired DE590146C (de) | 1932-04-03 | 1932-04-03 | Federnde Zugvorrichtung fuer die Anhaenger von Kraftfahrzeugen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE590146C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2451054A (en) * | 1946-06-18 | 1948-10-12 | Atkinson Linwood | Self-aligning swinging drawbar |
-
1932
- 1932-04-03 DE DEW88657D patent/DE590146C/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2451054A (en) * | 1946-06-18 | 1948-10-12 | Atkinson Linwood | Self-aligning swinging drawbar |
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