DE60906C - Selbstthätige mehrläufige Feuerwaffe - Google Patents
Selbstthätige mehrläufige FeuerwaffeInfo
- Publication number
- DE60906C DE60906C DENDAT60906D DE60906DA DE60906C DE 60906 C DE60906 C DE 60906C DE NDAT60906 D DENDAT60906 D DE NDAT60906D DE 60906D A DE60906D A DE 60906DA DE 60906 C DE60906 C DE 60906C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- piston
- cylinder
- gas
- pressure
- sleeve
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Expired - Lifetime
Links
- 230000033001 locomotion Effects 0.000 claims description 6
- 238000010304 firing Methods 0.000 claims description 4
- 239000007788 liquid Substances 0.000 claims description 4
- 230000007423 decrease Effects 0.000 claims 1
- 230000007246 mechanism Effects 0.000 description 9
- 239000002184 metal Substances 0.000 description 3
- 230000005540 biological transmission Effects 0.000 description 1
- 230000006835 compression Effects 0.000 description 1
- 238000007906 compression Methods 0.000 description 1
- 230000001934 delay Effects 0.000 description 1
- 230000000694 effects Effects 0.000 description 1
- 230000001105 regulatory effect Effects 0.000 description 1
Classifications
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F41—WEAPONS
- F41F—APPARATUS FOR LAUNCHING PROJECTILES OR MISSILES FROM BARRELS, e.g. CANNONS; LAUNCHERS FOR ROCKETS OR TORPEDOES; HARPOON GUNS
- F41F1/00—Launching apparatus for projecting projectiles or missiles from barrels, e.g. cannons; Harpoon guns
- F41F1/08—Multibarrel guns, e.g. twin guns
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- General Engineering & Computer Science (AREA)
- Toys (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die vorliegende Erfindung betrifft eine mehrläufige Feuerwaffe, bei welcher, der in einem
der Läufe beim Abfeuern entstehende Gasdruck unter Vermittelung von Kolben oder elastischen
Büchsen zur Bethätigung der Verschlufs-, Lade- und Abfeuerungsvorrichtungen eines anderen
Laufes benutzt wird. Dadurch wird erzielt, dafs die Mechanismen derartig angeordnet
werden können, dafs sie in einem ununterbrochenen Kreislauf zur Wirkung kommen.
Fig. ι a der Zeichnung zeigt als Beispiel eine solche Anordnung mit drei Läufen; in den
übrigen Fig. 1 bis 6 sind verschiedene Einrichtungen
zur Uebermittelung des Gasdrucks dargestellt.
In Fig. ι a ist hinter den Läufen A A' A" je
ein Gasdruckcylinder G G' G" liegend dargestellt. Vom Laufe A wird das Gas durch das
Rohr R nach dem Cylinder G' geleitet, der auf den Ladungsmechamsmus des Laufes A'
wirkt. Wenn dieser abgefeuert wird, wirkt das Gas durch das Rohr R' auf den Kolben
des Cylinders G" und dieser auf den Ladungsmechanismus des Laufes A"\ und wenn dieser
Lauf abgefeuert wird, wird das Gas durch das Rohr R" in den Cylinder G geleitet, welcher
auf den Ladungsmechanismus des Laufes A wirkt.
Ist jeder Lauf mit einem Patronenmagazin versehen, so können, falls der Abfeuerungsmechanismus
selbstthätig ist, in dieser Weise alle Patronen selbstthätig abgefeuert werden, wenn nur der erste Schufs in einem, gleichviel
in welchem, Laufe abgefeuert wird. Die Läufe können in einer Ebene neben einander oder
über einander oder in einem Kreise liegen.
Als Ladungs- und Abfeuerungsmechanismus
mit Benutzung der beschriebenen Anordnung eignen sich für kleineres Kaliber besonders alle
Hinterladungsmechanismen mit Geradzug.
Fig. ι bis 6 zeigen (der Einfachheit wegen bei einer einläufigen Feuerwaffe) einige Beispiele
der Verbindung eines Gasdruckcylinders oder einer elastischen Gasdruckbüchse mit dem Laufe.
Aus diesen Beispielen ist die Uebertragung auf eine mehrläufige Feuerwaffe leicht durchführbar.
An der Mündung des Laufes A, Fig. 1, ist
ein Metallring C mit einem Ansatz D befestigt, in welchem ein Kanal F liegt, der mit einem oder
mehreren Löchern E in der Wand des Laufes A und mit einem an dem Ansatz D befestigten
Druckcylinder G in Verbindung steht. Im Cylinder G liegt ein Druckkolben H, dessen
Stange J durch den Boden des Cylinders G geht und aufsen mit dem Kopfe K versehen
ist, welcher den Anschlag für das eine Ende einer auf den Cylinder G gesteckten gewundenen
Feder L bildet, deren anderes Ende an dem Cylinder befestigt ist. In dem am Ansatz D
sitzenden Ventilgehäuse M liegt eine mittelst Schraube N verschiebbare Hülse O mit einer
metallenen Zunge P, mittelst welcher der Kanal F mehr oder weniger geschlossen werden
kann.
Wenn der Schufs abgefeuert wird, prefst das Geschofs B die Luft im Laufe vor sich zusammen,
und der Druck der Luft wird durch die Löcher E und den Kanal F in den Cylinder
G fortgeleitet, wodurch der Kolben H sich im Cylinder zu bewegen und die Feder
zu spannen strebt. Wenn das Geschofs B über die Löcher E hinweg gegangen ist, strömt das
Gas theils durch die Mündung aus, theils dringt es durch die Löcher E in den Cylinder G ein,
so dafs der Druck auf den Kolben H noch gesteigert und die Feder gespannt wird. Wenn
der Druck im Laufe und auf den Druckkolben H aufhört, beginnt die gespannte Feder L den
Kolben zurückzuführen, der mittelst passender Vorrichtung beim Vorgange des Druckkolbens
mit der Verschlufsvorrichtung gekuppelt ist, so dafs der Verschlufs beim Rückgange des Kolbens
H geöffnet wird. Während der letztgenannten Bewegung des Kolbens wird eine
andere in oder neben dem Verschlüsse liegende Feder gespannt, welche den in der obigen
Weise geöffneten Verschlufs schliefst.
Die Zunge oder das biegsame Ventil P verhindert, dafs die in dem Cylinder comprimirte
Luft oder das Gas schnell ausströmt, und ist stellbar, so dafs die Geschwindigkeit nach Belieben
geregelt werden kann und der Verschlufsmechanismus der Feuerwaffe sich nicht durch die Einwirkung der erstgenannten Feder
schneller als erwünscht bewegt.
Für den Fall, dafs der Druck der comprimirten Luft oder des expandirenden Gases
nicht ausreicht, die für das Oeffnen des Verschlusses erforderliche Arbeit auszuführen,
mufs ein Theil des Druckes, mit welchem das Gas im Laufe auf das Geschofs wirkt, benutzt
werden, was dadurch stattfinden kann, dafs die Löcher E und der Metallring mit dem Cylinder
G um ein entsprechendes Stück der Kammer des Laufes naher gerückt werden, Fig. 2. In
diesem Falle dringt, nachdem das Geschofs die Löcher E hinter sich hat, das Gas auch in den
Cylinder G und vergröfsert den Druck auf den Kolben. Das Gas kann natürlich an einem
beliebigen Punkt des Laufes A herausgelassen werden, z. B. gleich vor der Kammer.
Anstatt eine Feder L zu benutzen, durch deren Zusammendrückung ein Theil der auf
den Kolben verwendeten Arbeit aufgespeichert wird, kann man auch den Kolben H die auf
der anderen Seite desselben befindliche Luft im Cylinder zusammendrücken lassen; der Cylinder
mufs zu diesem Zwecke geschlossen sein.
Ebenso kann der Cylinder an der entgegengesetzten Seite des Anschlages JD liegen und
das Gas ebenfalls an der entgegengesetzten Seite des Kolbens in den Cylinder eingelassen
werden, wie in Fig. 2 dargestellt. Es bewegt sich dabei der Druckkolben H beim Zurückgehen
in derselben Richtung, in welcher sich der Verschlufs beim Oeffnen der Kammer bewegt.
Die Löcher E liegen hier näher an der Kammer, wodurch das auf das Geschofs
wirkende Gas ebenfalls während einiger Zeit auf den Kolben im Cylinder wirkt. In dieser
Figur ist auch eine andere Anordnung zum Ausgleichen der Bewegung des zurückgehenden
Druckkolbens H dargestellt. Dieselbe besteht darin, dafs der Theil des Cylinders G, in
welchem die zusammenzudrückende Luft sich befindet, mittelst eines Klappenventils Q in zwei
Räume getheilt ist, und dafs dieses Klappenventil ein kleines durchgehendes Loch hat.
Wenn der Kolben sich daher zufolge des Gasdruckes vorwärts bewegt, wird die Luft in
diesen beiden Räumen zusammengedrückt, während das Ventil vom Drucke geöffnet wird.
Wirkt dann die Druckluft schiebend auf den Kolben, so schliefst sich das Ventil, durch das
Loch wird Verbindung und ein Druckausgleich zwischen den beiden Räumen hergestellt, wodurch
die Bewegung des Kolbens verzögert wird.
Der Druckcylinder G kann in beliebiger Lage mit Bezug auf den Lauf angeordnet werden.
Das Gas braucht auch nicht unmittelbar auf den Kolben zu wirken, sondern es kann
der Cylinder mit einer Flüssigkeit gefüllt sein und mit einem gasdichten Gefäfs in Verbindung
stehen, in welches das Gas eintritt.
Fig. 3 stellt ein Beispiel dar, in welchem der Cylinder in die Verlängerung des Laufes verlegt
und mit dem Laufe durch ein Rohr R verbunden ist.
Fig. 4 zeigt den Cylinder senkrecht gegen die Richtung des Rohres gelegt und den Kolben
H auf ein Verschlussstück wirkend. In punktirten Linien ist in Fig. 4 dargestellt, wie
die Gefäfse angeordnet sein können, wenn Flüssigkeit zu verwenden ist. In das Gefäfs S
kann ein Kolben eingebracht werden, der das Gas von der Flüssigkeit fernhält. Die Figur
zeigt die Stellung der Theile in dem Augenblicke, wo das Geschofs die Mündung verläfst.
Die Feder, welche mit der Verschlufsvorrichtung verbunden ist und das Verschliefsen
derselben bewirkt, ist sowohl in den vorherigen als in den folgenden Figuren weggelassen.
Der Cylinder G mit seinem Kolben H kann auch durch eine geschlossene Büchse G, Fig. 5,
mit elastischen Wänden ersetzt werden, in welche das Gas durch ein Rohr R eingeleitet
wird. Durch den Druck des Gases biegen sich die Wände der Büchse durch und einer an
der einen Wand der Büchse befestigten Stange kann dadurch eine hin- und hergehende Bewegung
ertheilt werden.
An der einen Wand der Büchse G ist eine Stange J befestigt, welcher bei der Erweiterung
und der Zusammenziehung der Büchse eine hin- und hergehende, auf den Verschlufsmechanismus
der Feuerwaffe wirkende Bewegung ertheilt wird. Eine gegen die Büchse sich stützende Spiralfeder T wird bei der Erweiterung
der Büchse zusammengedrückt und drückt dieselbe wieder zusammen, wenn der
Druck in derselben aufhört.
Claims (1)
- . Eine hin - und hergehende Bewegung eines Kolbens in einem Cylinder kann auch dadurch vermittelt werden, dafs man eine elastische Büchse G in einen dichten Raum U7 Fig. 6, einschliefst, mit welchem ein Cylinder mit Druckkolben H in Verbindung steht. Wenn das Gas durch das Rohr R in die Büchse G eintritt, so erweitert sich diese, und Flüssigkeit oder Luft tritt aus dem Räume U in den Cylinder G über, wo sie den Kolben H verschiebt.Die an der entgegengesetzten Seite des Druckkolbens H befindliche Luft wird dadurch zusammengedrückt, so dafs ein Theil der Kraft zwecks Zurückschiebens des Kolbens aufgespeichert wird, sobald der Gasdruck in der Büchse G abnimmt. Auch hier kann eine Feder anstatt Luft zur Aufspeicherung der Kraft benutzt werden.Paten τ-Anspruch:Selbstthätige mehrläufige Feuerwaffe, bei welcher der in einem der Läufe beim Abfeuern entstehende Gasdruck unter Vermittelung von Gasdruckcylindern mit Kolben oder von elastischen Büchsen (G) zur Bethätigung der Verschlufs-, Lade- und Abzugsvorrichtung eines anderen Laufes benutzt wird.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE60906C true DE60906C (de) |
Family
ID=335007
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT60906D Expired - Lifetime DE60906C (de) | Selbstthätige mehrläufige Feuerwaffe |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE60906C (de) |
-
0
- DE DENDAT60906D patent/DE60906C/de not_active Expired - Lifetime
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE4419680C1 (de) | Gas- oder luftbeaufschlagte Schußwaffe | |
| DE623261C (de) | Selbsttaetige Feuerwaffe, insbesondere Maschinengewehr, nach dem Gasdruckladeprinziparbeitend | |
| DE4133618C2 (de) | Auswerfersystem für Rohrwaffen | |
| DE2730125A1 (de) | Gasdruckwaffe, insbesondere gasdruckgewehr | |
| DE60906C (de) | Selbstthätige mehrläufige Feuerwaffe | |
| DE678462C (de) | Zweilaeufige Maschinenwaffe | |
| DE687392C (de) | Rueckstossverstaerker | |
| DE2814237A1 (de) | Geschossladeeinrichtung und sicherheitsschloss fuer ein gewehr o.dgl. | |
| DE252357C (de) | ||
| DE860019C (de) | Halbselbsttaetige oder selbsttaetige Feuerwaffe, insbesondere selbsttaetiges Kleinkalibergeschuetz | |
| DE679804C (de) | Selbsttaetige Feuerwaffe mit zweiteiligem Verschlussblock | |
| DE955392C (de) | Massenverschluss fuer selbsttaetige Waffen | |
| DE471350C (de) | Selbsttaetige Feuerwaffe mit zurueckgehendem Patronenlager | |
| DE49100C (de) | Einrichtung, um Repetir-Feuerwaffen durch den Druck der Pulvergase selbstthätig zu laden | |
| DE3434754A1 (de) | Luftkompressionssystem fuer druckluftschusswaffen | |
| DE663326C (de) | In ein Maschinengewehr einsetzbare Einrichtung zum Kugelschiessen mit Druckluft | |
| DE162935C (de) | ||
| AT403523B (de) | Druckgasbetriebene schusswaffe, insbesondere sportwaffe | |
| DE88891C (de) | ||
| DE5496C (de) | Neuerungen an Gewehren mit drehbarem Kammercy linder | |
| AT298301B (de) | Rücklaufbrems- und Vorholvorrichtung für einen Gasdrucklader mit starrer Verriegelung und beweglichem Rohr | |
| DE3820120A1 (de) | Spielzeug-schusswaffe | |
| DE572502C (de) | Gasdrucklader | |
| DE1553962B1 (de) | Luftdruckschusswaffe | |
| DE3211535C2 (de) | Luftgewehr |