DE606830C - Ausrueckbarer Propeller - Google Patents
Ausrueckbarer PropellerInfo
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- B63—SHIPS OR OTHER WATERBORNE VESSELS; RELATED EQUIPMENT
- B63H—MARINE PROPULSION OR STEERING
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- B63H1/02—Propulsive elements directly acting on water of rotary type
- B63H1/12—Propulsive elements directly acting on water of rotary type with rotation axis substantially in propulsive direction
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- B63H5/08—Arrangements on vessels of propulsion elements directly acting on water of propellers of more than one propeller
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Description
Es ist bekannt, bei Wasserfahrzeugen den Antriebspropeller ausrückbar zu machen, um
nicht bei jedem Anhalten des Fahrzeuges gezwungen zu sein, die Antriebsmaschinen
ebenfalls stillzusetzen. Zu diesem Zweck ist zwischen Motor- und Propellerwelle eine
Kupplung vorgesehen, die bei laufendem Motor eingeschaltet werden muß. Aus Mangel
an Platz wählte man bisher dafür gewöhnlieh eine Klauenkupplung. Diese Kupplung
hat aber den Nachteil, daß sie sich nur sehr schwer einschalten läßt und bei fehlerhaftem
Einschalten leicht zerstört werden kann. Dieser Umstand hat dazu beigetragen, daß
ausrückbare Propeller trotz der erzielbaren Vorteile sich nicht in genügendem Maße
haben durchsetzen können.
Um die Nachteile der Klauenkupplung zu vermeiden, wird zwischen Motor und Pro-
ao peller eine Reibungskupplung vorgesehen, die
erfindungsgemäß zwischen Propellerwelle und Propellernabe angeordnet sein soll. Auf diese
Weise läßt sich einmal ohne Aufwand an Raum eine Reibungskupplung zwischen Motor und Propeller einbauen, was bisher
meist nicht möglich war, zum andern läßt sich die an dieser Stelle eingebaute Kupplung
besonders einfach, billig und betriebssicher herstellen, da wesentliche Bauteile durch
Ausnutzung der Welle und der Propellernabe erspart werden können. Die Kupplung besteht
dabei im wesentlichen nur noch aus einem radial nachgiebigen Klemmstück, das bei genügendem Anpressungsdruck Propeller
und Welle fest miteinander verbindet.
Ganz besondere Vorteile bietet die Anordnung gemäß der Erfindung, „wenn mehrere
Propeller auf einer Welle angeordnet werden, von denen nur einer jeweils mit der Welle
gekuppelt wird. In Frage kommt diese An-Ordnung z. B. dann, wenn zwei Propeller mit
entgegengesetzter Steigung für Vor- und Rückwärtsfahrt vorgesehen werden. Es sind
jedoch auch andere Fälle denkbar, in denen mit Vorteil zwei Propeller oder mehr statt
eines einzigen gewählt werden.
Es ist bekannt, daß ein Propeller, der entgegen seinem normalen Drehsinn läuft, einen
sehr schlechten Wirkungsgrad besitzt. Das erweist sich beim Betriebe mit nur einem für
Vorwärtsfahrt eingerichteten Propeller dann als sehr unangenehm, wenn das Fahrzeug sehr
schnell gestoppt werden soll. In diesem Falle wird meist der Bremsweg viel zu lang. Sieht
man aber zwei Propeller auf einer Welle vor, einen für Vorwärts- und einen für Rückwärtsgang,
so ist man durch Umschalten auf den Rückwärtspropeller in der Lage, das Fahrzeug
in sehr kurzer Zeit zum Halten zu bringen, was auf verkehrsreichen Wasserstraßen
von großer Bedeutung ist.
Die Anordnung von zwei Propellern für entgegengesetzte Fahrtrichtung ist weiter
vorteilhaft bei großen Fahrzeugen, die auf schmalen Wasserläufen verkehren müssen.
Es ist häufig unmöglich, diese Fahrzeuge zu wenden, so daß diese Schiffe bei längeren
Rückwegen geschleppt werden müssen, da die Rückfahrt mit eigener Kraft bei dem schlechten
Wirkungsgrad der entgegengesetzt um-
laufenden Schraube sich zu unwirtschaftlich stellen würde. Werden dagegen zwei wahlweise
einschaltbare Propeller vorgesehen, so kann das Schiff mit gleich gutem Wirkungsgrad
in beiden Fahrtrichtungen bewegt werden.
Die neue Kupplung gemäß der Erfindung löst diese Aufgabe in besonders vorteilhafter
Weise, da sich mit den dafür vorgesehenen ίο Mitteln sowohl das Abkuppeln beider als
auch das wahlweise Ankuppeln jedes Propellers erreichen läßt.
Die Zeichnung zeigt ein Ausführungsbeispiel der Erfindung für den besonderen
Fall, daß zwei Propeller mit entgegengesetzter Steigung vorgesehen sind, die wahlweise eingeschaltet
werden oder auch beide lose auf der Welle sich bewegen können, und zwar zeigt
Fig. ι einen Längsschnitt und Fig. 2 einen Querschnitt.
In der Zeichnung sind 'die beiden Propellernaben mit ι und 2 und die Antriebswelle mit 3 bezeichnet. Die Antriebswelle ist hohl und dient zur Aufnahme einer weiteren Welle 4, die zum Ein- und Ausrücken der Kupplungen beider Propellernaben dient. Die Naben haben einen wesentlich größeren Innendurchmesser als die Welle 3. Sie sind auf dieser Welle mit Hilfe der Scheiben 5, 6, 7 und 8 gelagert. Die Scheiben 5 und 6 sind mit der Nabe 1 und die Scheiben 7 und 8 mit der Nabe 2 fest verbunden, und zwar die Scheiben 5, 6 und 7 durch Schrauben, die Scheibe 8 mit Hilfe der Haube g, die den hinteren Abschluß der Kupplung bildet. Diese Haube ist mit der Nabe 2 verschraubt, wodurch die Scheibe 8 zwischen Haube und Nabe festgepreßt wird. Die genannten Scheiben 5 bis 8 sind nicht unmittelbar, sondern unter Zwischenschaltung besonderer Lagerringe 10, 11 und 12 auf der Welle 3 gelagert.
In der Zeichnung sind 'die beiden Propellernaben mit ι und 2 und die Antriebswelle mit 3 bezeichnet. Die Antriebswelle ist hohl und dient zur Aufnahme einer weiteren Welle 4, die zum Ein- und Ausrücken der Kupplungen beider Propellernaben dient. Die Naben haben einen wesentlich größeren Innendurchmesser als die Welle 3. Sie sind auf dieser Welle mit Hilfe der Scheiben 5, 6, 7 und 8 gelagert. Die Scheiben 5 und 6 sind mit der Nabe 1 und die Scheiben 7 und 8 mit der Nabe 2 fest verbunden, und zwar die Scheiben 5, 6 und 7 durch Schrauben, die Scheibe 8 mit Hilfe der Haube g, die den hinteren Abschluß der Kupplung bildet. Diese Haube ist mit der Nabe 2 verschraubt, wodurch die Scheibe 8 zwischen Haube und Nabe festgepreßt wird. Die genannten Scheiben 5 bis 8 sind nicht unmittelbar, sondern unter Zwischenschaltung besonderer Lagerringe 10, 11 und 12 auf der Welle 3 gelagert.
Die Naben χ und 2 bilden zugleich mit den +5 Scheiben 5 und 6, 7 und 8 und der Haube 9
ein Gehäuse, das durch Einsetzen eines Zwischenringes 13 zu einem geschlossenen gemacht
wird. Für die Abdichtung dieses Gehäuses dienen Dichtungen aus Gummi oder aus Preßspan, die in der Zeichnung mit 14
und 15 bezeichnet sind.
Die Nabe 1 mit den Scheiben 5 und 6 und die Nabe 2 mit den Scheiben 7 und 8 können
sich unabhängig voneinander auf der Welle 3 oder den Lagerringen 10, 11 oder 12 bewegen.
Um die Nabe I oder 2 mit der Welle kuppeln zu können, sind auf der Welle zwei
zylindrische Körper 16 und 17 innerhalb der Naben 1 und 2 aufgekeilt. Zwischen diesen
Körpern und dem Innendurchmesser der Naben sind zwei aus Vierkantdraht bestehende
Spiralfedern 18, 19 angeordnet, deren Außendurchmesser nur wenig kleiner
ist als der Innendurchmesser der Naben. Diese Federn legen sich mit einem Ende gegen
Stifte 20, die in eine Bohrung der Körper 16 und 17 eingesetzt sind. Die anderen nach
innen gebogenen Enden der Federn (s. Fig. 2) legen sich in einen Ausschnitt 21 der Teile
16 und 17, und zwar gegen die Stifte 22, 23, die ebenfalls in Bohrungen dieser Teile eingesetzt
sind. Entsprechende Bohrungen sind in der Welle 3 vorgesehen. Die .Stifte 22 und
23 durchsetzen auch diese Bohrungen und gleiten mit einem vierkantigen Ansatz in
einer Nut der Welle 4. Diese Nut hat eine verschiedene Tiefe, deren Verlauf durch die
Kurve 24 wiedergegeben ist. In der gezeichneten Stellung befindet sich der Stift 22 in
seiner tiefsten, der Stift 23 in seiner höchsten Stellung. Der Stift 23 drückt dabei gegen
das Ende der Feder 19, wodurch die Feder 19 gegen die Innenfläche der Nabe 2 gepreßt
und die Kupplung der Nabe 2 mit der Welle 3 bewirkt wird.
Wird die Welle 4 nach rechts verschoben, so wird die Nabe 2 entkuppelt, so daß kein
Propeller mit der Welle gekuppelt ist. Bei weiterer Verschiebung nach rechts wird dann
die Nabe 1 mit der Welle 3 gekuppelt. go
Claims (3)
1. Ausrückbarer Propeller, dadurch gekennzeichnet, daß die Kupplung zwischen
Welle und Propeller als Friktionskupplung ausgebildet ist.
2. Reibungskupplung für einen Propeller nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß als Kupplungselement eine Schraubenfeder vorgesehen ist.
3. Die Verwendung je einer Kupplung nach Anspruch 1 bei einem Fahrzeugantrieb
mit zwei hintereinanderliegenden Propellern mit entgegengesetzter Steigung, von denen jeweils einer für Vorwärts-
oder Rückwärtsfahrt mit der Welle gekuppelt wird.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEST51590D DE606830C (de) | 1933-12-15 | 1933-12-15 | Ausrueckbarer Propeller |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEST51590D DE606830C (de) | 1933-12-15 | 1933-12-15 | Ausrueckbarer Propeller |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE606830C true DE606830C (de) | 1935-11-04 |
Family
ID=7466316
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEST51590D Expired DE606830C (de) | 1933-12-15 | 1933-12-15 | Ausrueckbarer Propeller |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE606830C (de) |
-
1933
- 1933-12-15 DE DEST51590D patent/DE606830C/de not_active Expired
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