DE60601C - Antriebvorrichtung für Nähmaschinen u. dergl - Google Patents
Antriebvorrichtung für Nähmaschinen u. derglInfo
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- D—TEXTILES; PAPER
- D05—SEWING; EMBROIDERING; TUFTING
- D05B—SEWING
- D05B69/00—Driving-gear; Control devices
- D05B69/02—Mechanical drives
- D05B69/06—Pedal drives
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE 52: Nähmaschinen.
Den Gegenstand der vorliegenden Erfindung bildet eine mittelst der Füfse in Bewegung zu
setzende Antriebsvorrichtung für Näh- und andere Maschinen, welche sich dadurch kennzeichnet,
dafs sie eine natürliche, nicht ermüdende Bewegung der Fufstritte ermöglicht und gleichzeitig die Benutzung von Federn
oder Gegengewichten zum Heben der Fufstritte vermeidet. Ferner ertheilt sie der zu treibenden
Maschine eine gleichförmige und stetige Bewegung, indem die durch das Bethätigen der
Fufstritte erzeugte Kraft auf die Maschine durch eine Feder übertragen wird, welche jede unregelmäfsige
Bewegung, die sonst durch die Bethätigung der Fufstritte erzeugt werden würde,
verhindert.
Auf der beiliegenden Zeichnung ist diese Vorrichtung in Verbindung mit einem Nähmaschinengestell
dargestellt.
Fig. ι ist eine Vorderansicht und Fig. 3 eine theilweise im Schnitt nach X- Y der Fig. 1 gezeichnete Seitenansicht. Die übrigen Figuren
zeigen Einzelheiten.
Ah dem Nähmaschinengestell ist ein Rahmen A in solcher Lage befestigt, dafs die in
A gelagerte Hauptwelle B in der Verlängerung der Achse des Treib- oder Schwungrades C
liegt. Die Welle B sowohl wie eine zweite Welle D sind waagrecht und parallel zu einander
in dem Rahmen A angeordnet und lagern mit ihren Zapfen in Verbreiterungen der Seitenleisten
des Rahmens.
Die Welle B trägt in der Mitte zwischen den Seitenleisten des Rahmens zwei feste Scheiben a,
auf welche die Klauen F einwirken, um die Welle in Umdrehung zu versetzen. Zwischen
den Scheiben und den Seitenleisten des Rahmens A sind auf der Welle B zwei Muffen G
drehbar angebracht, von denen jede einen radialen Arm c hat, welche die Klauen F
tragen; s. auch Fig. 2, welche den Rahmen A nebst Zubehör theilweise im senkrechten Schnitt
zeigt. An dem einen, in Fig. 1 und 2 rechten Ende der Welle B ist zwischen dem Rahmen A
und dem Schwungrad C ein cylindrisches Gehäuse^
befestigt, welches eine Spiralfeder E enthält. Das Schwungrad C dreht sich um
einen in das Nähmaschinengestell eingeschraubten Stift und hat eine Nabe, welche in das Federhaus
hineinragt.
Die mit radialen Armen c versehenen, auf der Welle B frei drehbaren Muffen G werden
durch Ketten oder Riemen angetrieben, welche um die Muffen herumgewickelt und einerseits
an denselben befestigt, andererseits an nach oben gerichteten Armen der Fufstritte O angehängt
sind. Zwei andere Ketten oder Riemen g und h sind bezw. mit ihren einen Enden
an den Muffen G und mit ihren anderen Enden an den auf der Welle D sitzenden Trommeln
ij, Fig. i, befestigt. Diese Trommeln ij sind auf der Welle D verstellbar, so dafs, wenn
man den einen Fufstritt in Bezug auf den anderen höher oder tiefer einstellen will, es
genügt, die Druckschraube, welche die betreffende Trommel auf der Welle D festhält,
zu lösen und die Trommel um einen entsprechenden Betrag zu drehen. Wie ferner aus Fig', ι und 2 ersichtlich, sind die Riemen
so angebracht und eingestellt, dafs der eine Fufstritt am Anfang seines Arbeitshubes ist, wenn
der andere sich am Ende seines Arbeitshubes
befindet. Durch diese Anordnung halten die Fufstritte sich gegenseitig nahezu das Gleichgewicht
und ist auch die Benutzung von Federn zum Heben der Fufstritte vermieden.
Jede der Klauen F besteht aus einem gekrümmten,
keilförmigen Schuh /, Fig. 5 und 6, auf welchem eine von dem Arm c getragene
Rolle k aufruht. Wenn sich die Rolle k in der Richtung des Pfeiles Fig. 5 bewegt, so
wirkt sie auf die Keilfläche des Schuhes und drückt den letzteren gegen die Scheibe a, bis
die Reibung hinreichend grofs geworden ist, um die Welle, an welcher die Scheiben α befestigt
sind, anzutreiben.' Bewegen sich der Arm c und die Rolle k in entgegengesetzter
Richtung, so wird der Schuh abgezogen und mit der Rolle rückwärts geführt durch die
Wirkung einer Feder b, Fig: 5 und 6, deren Spannung mittelst des geschlitzten Armes d
verändert werden kann. Sobald die radialen Arme in Ruhe sind, wird jede Rückwärtsbewegung
der Welle B, welche durch die Rückwirkung der weiter oben genannten Feder E
verursacht werden könnte, augenblicklich dadurch gehemmt, dafs der Schuh I zwischen
der Rolle k und der Scheibe α festgekeilt wird. Um dies zu sichern, sind an dem Schuh
seitlich zwei vortheilhaft von Leder gemachte Führungsstücke m befestigt, welche sich gegen
die Stirnseiten der Scheibe α lehnen und infolge dessen den Schuh in der erforderlichen
Stellung auf dem Umfang der Scheibe erhalten. Es ist klar, dafs, wenn beide Arme c und
beide Klauen jFin Bewegung sind, abwechselnd
die eine und die andere Klaue stetig wirkt, um die Feder E aufzuwinden.
Die Feder b wirkt derart, dafs sie den Schuh und die Rolle in Bezug auf die Scheibe a so
genau eingestellt erhält, dafs, wenn die Vorwärtsbewegung der Rolle stattfindet, der keilförmige
Schuh augenblicklich angeprefst, also die ganze Vorwärtsbewegung der Armes c auf
die Scheibe übertragen und zum Aufwinden der grofsen Feder E nutzbar gemacht wird.
Bei der umgekehrten Bewegung des Armes c, wenn der Schuh von der Scheibe gelöst ist,
sowohl als auch bei der Vorwärtsbewegung des Armes c wirkt die Feder b wie ein Kissen
auf den Schuh ■/ und verhindert jedes Geräusch der Theile bei der Vorwärts- oder Rückwärtsbewegung
der Klaue.
Die Feder b und der verstellbare Arm d, an welchem dieselbe befestigt ist, haben das
Bestreben, den Schuh / auf dem Umfang der Scheibe α in der richtigen Stellung zu erhalten.
Die oben genannte Feder E, Fig. 4, ist eine flache Spiralfeder, die, wie erwähnt, in einem
an der Welle B befestigten Gehäuse jr untergebracht ist. Das äufsere Ende der Feder ist
an dem Gehäuse, das innere Ende an der Nabe des Schwungrades C, Fig. 2, festgemacht, und
zwar derart, dafs, wenn die Welle B in der Richtung des Pfeiles (Fig. 3) in Umdrehung
versetzt wird, die Feder aufgewunden wird. Sobald dann die Feder E genügend gespannt
ist, bewirkt sie das Ingangsetzen des Schwungrades und der mit demselben in Verbindung
stehenden Maschine. Auf diese Art wird dem Schwungrad eine regelmäßigere Bewegung ertheilt,
als wenn das Rad unmittelbar mit der Welle B verbunden sein würde; aufserdem ist
diese Uebertragung für die Arbeiterin viel weniger ermüdend.
Wenn nöthig, kann das innere Ende der Feder E mit der Welle B und das äufsere
Ende der ersteren mit dem Treibrad verbunden werden. Gewünschtenfalls kann ferner das
innere Ende der Feder E anstatt an einem Treibrad, wie in der Zeichnung dargestellt, an
einem Zahnrad oder einem anderen Mechanismus angehängt werden.
Die Bremse H, Fig. 1, 2 und 3, ist in Ohren, welche mit dem Rahmen A ein Stück
bilden, drehbar gelagert und wird gegen den Umfang des Schwungrades gedrückt, wenn die
Maschine angehalten werden soll. Sie ist so angeordnet, dafs sie durch eine geringe seitliche
Bewegung des Kniees der Arbeiterin mit dem Umfang des Schwungrades in Berührung gebracht wird, und dafs sie als Schutzvorrichtung
für die Kleider dient. Mit dieser Bremse ist eine Feder verbunden, welche die Bremse von
dem Schwungrad abzieht, wenn der mit dem Knie auf die Bremse ausgeübte Druck aufhört.
Die Fufstritte O, Fig. 1 und 3, schwingen
um eine in den Füfsen des Maschinengestelles befestigte Welle oder Stange M und werden,
wie bereits erwähnt, abwechselnd in Bewegung gesetzt.
Der Zweck, die Fufstritte an einem Ende drehbar anzuordnen, ist, durch das Gewicht der
Fufstritte in Verbindung mit dem Gewicht der Beine der Arbeiterin das Ablaufen der Feder E,
wenn diese mehr oder weniger aufgewunden ist, zu verhindern.
Das Gewicht der Fufstritte kann gemäfs dem Widerstände, den die zu treibende Maschine
darbietet, verändert werden. Es ist ferner klar, dafs durch Anordnung eines besonderen Gewichtes
auf dem einen Fufstritt die Antriebsvorrichtung lediglich durch Bethätigen des
anderen Fufstrittes in Gang gesetzt und erhalten werden kann. Die Fufstritte können an der
Unterseite ihres Kniees mit Kissen versehen sein, um beim etwaigen Berühren des Fufsbodens
jedes Geräusch zu vermeiden.
An Stelle der Klauen und der Scheiben können Sperrklinken und Sperrräder angewendet
werden, ohne von dem Wesen der Erfindung abzuweichen.
Fig. 7 zeigt eine Abänderung der Erfindung bezüglich der Lage des Schwungrades; letzteres
Claims (2)
- ist hier, anstatt am Ende der Hauptwelle B, wie in Fig. ι, zwischen den Reibungskupplungen angeordnet; die Wirkungsweise der Vorrichtung bleibt indessen dieselbe.■ Patent- Ansprüche:i. Eine Antriebsvorrichtung für Nä'h- und andere Maschinen, bei welcher die beiden auf der Treibwelle B losen Muffen G, Fig. i, 2 und 3, von denen jede durch einen Riemen mit einem der beiden abwechselnd niederzudrückenden Fufstritte ο verbunden ist und beim Niederdrücken des zugehörigen Fufstrittes mittelst einer an ihr sitzenden Klaue F eine an B feste Scheibe a mitnimmt, je durch einen zweiten Riemen g bezw. h mit einer der beiden verstellbaren Trommeln i und j einer oberhalb der Treibwelle B gelegenen Welle jD in Verbindung stehen, zu dem Zweck, um beim Niederdrücken des einen Fufstrittes das Heben des anderen und das Zurückführen der mit demselben verbundenen Klaue F zu sichern, sowie um die Fufstritte in Bezug auf einander der Höhe nach verstellen zu können.
- 2. Eine Vorrichtung der durch den Anspruch 1. gekennzeichneten Art, bei,welcher jede der Klauen F, Fig. 5 und 6, einen keilförmigen Schuh / bildet, der beim Vorgang der Muffe G durch eine von letzterer getragene Rolle k gegen die betreffende Scheibe a der Welle B gedrückt, beim Rückgang der Muffe G aber durch eine ebenfalls mit G verbundene verstellbare Feder b von der Scheibe α abgezogen wird.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE60601C true DE60601C (de) |
Family
ID=334723
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT60601D Expired - Lifetime DE60601C (de) | Antriebvorrichtung für Nähmaschinen u. dergl |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE60601C (de) |
-
0
- DE DENDAT60601D patent/DE60601C/de not_active Expired - Lifetime
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