DE603886C - Einrichtung zur selbsttaetigen drehzahlabhaengigen Tupfschaltung - Google Patents
Einrichtung zur selbsttaetigen drehzahlabhaengigen TupfschaltungInfo
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- B66—HOISTING; LIFTING; HAULING
- B66C—CRANES; LOAD-ENGAGING ELEMENTS OR DEVICES FOR CRANES, CAPSTANS, WINCHES, OR TACKLES
- B66C13/00—Other constructional features or details
- B66C13/18—Control systems or devices
- B66C13/22—Control systems or devices for electric drives
- B66C13/23—Circuits for controlling the lowering of the load
- B66C13/26—Circuits for controlling the lowering of the load by AC motors
-
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- B66C2700/08—Electrical assemblies or electrical control devices for cranes, winches, capstans or electrical hoists
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Description
Bei Arbeitsmaschinen aller Art, besonders bei Hebezeugen, ergibt sich häufig die Aufgabe,
mit dem Antriebsmotor nur ganz kleine Bewegungen auszuführen, z. B. um eine sogenannte
Feineinstellung auszuführen.' Es sind hierfür unter anderem Anordnungen üblich,
bei denen der Motor kurzzeitig ein- oder mehrmals eingeschaltet wird (Tupf- bzw.
Tippschaltung). Die Einschaltungen werden dabei entweder von Hand, d. h. einzeln eingeleitet
oder auch selbsttätig derart, daß sich eine bestimmte Durchschnittsgeschwindigkeit
ergibt, die weit unter der Normaldrehzahl des Motors liegt.
Die selbsttätigen Schaltgeräte für diesen Zweck wirken gewöhnlich als reine Zeitelemente,
d. h. der Motor wird durch ein Schütz abwechselnd ein- und ausgeschaltet, das von einer Kontaktvorrichtung gesteuert
wird, die in ganz bestimmten Zeitabständen wirkt (Talctgeber, Zeitrelais). Zum Einstellen
der Regelgeschwindigkeit durch Elektromotoren angetriebener Regeleinrichtungen ist
es bereits bekannt, die Dauer der Stromstöße
£5 von einer der Drehzahl proportionalen Spannung
abhängig zu machen. Bei derartigen Regelmotoren sind die Verhältnisse jedoch
sehr einfach zu beherrschen, da die Belastung des Regelmotors stets gleichbleibt, also auch
die Beschleunigung sich nicht ändert. Bei Einrichtungen, bei denen jedoch die Last schwankt
und daher bei gleicher Drehzahl verschiedene Beschleunigungen auftreten können, genügen
die bekannten Einrichtungen nicht.
Die Erfindung vermeidet diesen Übelstand dadurch, daß das Tupfen nicht in gleichbleibenden
Zeitabständen oder drehzahlabhängig erfolgt, sondern bei Entlastung in Abhängigkeit von der eintretenden Beschleunigung
die Einschaltzeit des Motors herabgegesetzt wird. Erfindungsgemäß wird das die periodische Ein- und Ausschaltung bewirkende
Schütz von einem in den Erregerkreis geschalteten, von der Motordrehzahl abhängigen
Unterbrecher gesteuert und mit einer Verzögerungseinrichtung für das Schalten versehen,
die mit dem Unterbrecher so abgestimmt ist, daß die Einschaltzeit des Schützes bei wachsender Drehzahl des Motors abnimmt.
Zu diesem Zweck wird mit der Motorwelle eine Kontaktvorrichtung gekuppelt (Ringschleifkontakt
o. dgl.), die bei jeder Motorumdrehung einen Stromkreis eine gewisse Zeitlang schließt. In diesem Stromkreis liegt
ein Schütz oder eine ähnliche Schaltvorrichtung
zum kurzzeitigen Einschalten des Motors (Tupfschütz). Dieses Schütz ist mit einer
Dämpfung (Hemmwerk, Luft- oder ölpumpe ο. dgl.) versehen, die das Einschalten verzögert.
Die Zeit, in der das Schütz von der Kontaktvorrichtung am Motor her erregt ist, setzt sich demnach aus zwei Beträgen zusammen;
der erste Abschnitt ist die Anzugszeit zwischen Ruhelage und dem Augenblick, in dem die Schutzkontakte schließen; während
des zweiten Zeitabschnitts bleibt das Schütz geschlossen.
Die Kontaktvorrichtung am Motor und die
Die Kontaktvorrichtung am Motor und die
Dämpfung des Schützes sind nun so aufeinander abgestimmt, daß sich bei normaler Belastung
des Motors und der gewünschten niederen Drehzahl gerade die Einschaltdauer des
Schützes ergibt, die in Verbindung mit der bei dieser Drehzahl gegebenen Schalthäufigkeit
für die Einhaltung des betreffenden Betriebszustandes erforderlich ist.
Ist nun der Motor geringer belastet, so
ίο wird er eine höhere Drehzahl als bei Normalbelastung
anzunehmen suchen. Damit steigt zwar zunächst die Einschalthäufigkeit für das Tupfschütz, gleichzeitig verringert sich aber
der Zeitanteil des geschlossenen Zustandes des Schützes, da die Dämpfung der Einschaltung
unverändert bleibt. Bei einer bestimm1-ten
höheren Drehzahl des Motors wird die Zeit, während der das Schütz erregt ist, einen
so geringen Betrag annehmen, daß sie gleich oder kleiner als die Zeit wird, die das Schütz
unter der Wirkung der Dämpfung zum Anziehen braucht; das Schütz wird also trotz häufigerer Impulse überhaupt nicht mehr
zum Schließen kommen, und die Energiezufuhr zum Motor hört ganz auf. Seine Drehzahl
muß also wieder abfallen und ist zwischen einem unteren und einem oberen Wert
begrenzt.,
In Fig. ι ist 2 und 3 die mit der Welle des Motors ι verbundene Kontaktvorrichtung
(Ringschleif kontakt), 4 ist das Tupf schütz mit der Dämpfung 5 und 6 ein Schalter zum
Ein- und Ausschalten der Einrichtung.
Soll die Einrichtung aus der Ruhelage des Antriebsmotors heraus in Tätigkeit treten, so
kann der Fall eintreten, daß die Kontaktvorrichtung 2 bis 3 offensteht, da die Stellung
des ruhenden Motors ganz zufällig ist; der Motor würde also bei der Einschaltung überhaupt
keine Energie zugeführt erhalten. Um diesen Mangel zu beseitigen, ist eine Zusatzeinrichtung'
erforderlich, die in Fig. 2 dargestellt ist. Sie besteht aus einem Relais, das eine Anzugwicklung 7 und eine Haltewicklung
8 hat sowie einen Ruhekontakt 9 und zwei Arbeitskontakte 10 und 11. Wird der
Schalter 6 zwecks Ingangsetzung des Antriebes geschlossen, und ist der Ringschleifkontakt
bei 3 unterbrochen, so erhält die Spule des Schützes 4 zunächst Strom direkt über
den Ruhekontakt 9. Das Schütz zieht an, und der Motor beginnt sich zu drehen. Schließt
jetzt der Ringschleif kontakt, so fließt von 6 aus Strom über ihn durch die Spule 7 des Relais.
Dieses zieht an und schließt den Kontakt 10, wodurch der Ringschleif kontakt auf
das Schütz 4 geschaltet wird. Gleichzeitig öffnet sich Kontakt 9 und hebt die Umgehung
des Ringschleifkontaktes auf, so daß das Schütz 4 nunmehr allein unter dessen Wirkung
steht. Um zu verhindern, daß sich der Kontakt 9 bei Unterbrechen des Ringschleifkontaktes
wieder schließt, wird über den Arbeitskontakt 11 die Haltewicklung 8 des Re^
lais eingeschaltet, so daß dieses angezogen bleibt, solange der Schalter 6 geschlossen ist.
An Stelle eines Relais mit zwei Wicklungen kann auch ein Zeitrelais verwendet werden,
das die Umgehung des Ringschleifkontaktes nur so lange aufrechterhält, als mit Sicherheit
ein erstmaliges Schließen des Ringschleifkontaktes eingetreten ist und der Motor Strom
erhalten hat.
Gewöhnlich wird es nicht möglich sein, den Ringschleifkontakt auf die Motorwelle selbst
zu1 setzen, da dies eine! zu große Schalthäufigkeit
für das Schütz 4 ergeben würde. In diesem Falle muß der Ringschleifkontakt über eine geeignete Übersetzung von der Motorwelle
aus angetrieben werden.
Die Kontaktvorrichtung an der Motorwelle kann auch ersetzt werden durch eine Einrichtung,
die ohne bewegliche Stromzuführung arbeitet. Auf der Motorwelle wäre hierzu
ein umlaufender Körper mit abwechselnd spiegelnden und dunklen Teilen anzubringen.
Der Körper spiegelt eine Lichtquelle auf eine Photozelle bekannter Art, so daß Strom gegeben
wird, oder die Lichtquelle und die Photozelle können sich beiderseits des Rotationskörpers
gegenüberstehen, der mit Ausschnitten versehen ist, die abwechselnd eine Bestrahlung der Photozelle in geeigneten Zeitabständen
hervorrufen.
Claims (2)
- Patentansprüche:i. Einrichtung zur selbsttätigen drehzahlabhängigen Tupfschaltung zum Hervorbringen kleiner Bewegungen eines wechselnd belasteten Elektromotors, insbesondere für Aufzüge, der periodisch durch ein Schütz ein- und ausgeschaltet wird, dadurch gekennzeichnet, daß der Erregerkreis des Schützes über einen vom Motor angetriebenen Unterbrecher (2, 3) gespeist wird und daß das Schütz mit einer Dämpfung (5) für das Einschalten versehen ist, die mit der Impulszahl des Unterbrechers so abgestimmt ist, daß die Einschaltdauer des Schützes bei wachsender Drehzahl des Motors abnimmt.
- 2. Tupfschaltung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Impulse über eine Photozelle gegeben werden, die in Abhängigkeit von der Drehzahl des Motors belichtet wird.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES98475D DE603886C (de) | 1931-05-05 | 1931-05-05 | Einrichtung zur selbsttaetigen drehzahlabhaengigen Tupfschaltung |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES98475D DE603886C (de) | 1931-05-05 | 1931-05-05 | Einrichtung zur selbsttaetigen drehzahlabhaengigen Tupfschaltung |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE603886C true DE603886C (de) | 1934-10-10 |
Family
ID=7521498
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DES98475D Expired DE603886C (de) | 1931-05-05 | 1931-05-05 | Einrichtung zur selbsttaetigen drehzahlabhaengigen Tupfschaltung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE603886C (de) |
-
1931
- 1931-05-05 DE DES98475D patent/DE603886C/de not_active Expired
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