DE602832C - Verfahren zur Herstellung von kaltwasserloeslicher Staerke - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von kaltwasserloeslicher Staerke

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DE602832C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08BPOLYSACCHARIDES; DERIVATIVES THEREOF
    • C08B30/00Preparation of starch, degraded or non-chemically modified starch, amylose, or amylopectin
    • C08B30/12Degraded, destructured or non-chemically modified starch, e.g. mechanically, enzymatically or by irradiation; Bleaching of starch
    • C08B30/14Cold water dispersible or pregelatinised starch

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Description

  • Verfahren zur Herstellung von kaltwasserlöslicher Stärke Verfahren zur Herstellung von in kaltem Wasser qüellbarer Stärke sind bekannt, wobei derselben in den meisten Fällen ein flüssiges organisches Lösungsmittel zugesetzt, das Gemisch hierauf mit einer Lauge behandelt und diese schließlich durch Zugabe einer Säure neutralisiert wird. Als Lösungsmittel kominen z. B. aliphatische oder aromatische Kohlenwasserstoffe und als Lauge eine Ätzalkalilauge in Frage. Bei diesen Mitteln tritt als Hauptnachteil eine gummiartige Klumpenbildung auf, und zwar infolge der beim Aufschließen des Stärkekorns durch Alkali entstehenden Reaktionswärme, wodurch das Duellen der Stärke unterbunden wird, weil ein hermetisches Abschließen des im Innern eines Klumpens befindlichen Stärkekerns stattfindet. Man hat versucht, diesen Übelstand dadurch zu beheben, daß man an Stelle der genannten Stoffe die trockene Stärke mit hydrierten cyclischen Phenolen oder Ketonen versetzte, von denen schon geringe Mengen ausreichten. In der Praxis hat sich gezeigt, daß die Bildung von Kugeln dadurch zwar geringer, jedoch immer noch- nicht ganz ausgeschaltet werden kann, insbesondere nicht in der heißen Jahreszeit. Es läßt sich dann die gleiche, schon erwähnte Folge beobachten, indem durch die noch auftretende Kugelbildung die quantitative Aufsprengung des Stärkekorns nicht gelingt. Der Nachteil der mißlichen Kugelbildung auch im geringen Maße zeigt sich ferner darin, daß beim Neutralisieren mit Säure die Stärketeilchen nicht gleichmäßig von der Säure durchsetzt werden können. Diese Übelstände treten besonders in Erscheinung, wenn beim Einschütten des getrockneten und gemahlenen Pulvers in das Wasser die gebrauchsfertige Lösung hergestellt werden soll. Die genannten Erscheinungen (unaufgeschlossene Stärketeile und Unmöglichkeit des vollkommenen Durchsetzens der Säure) ergeben beim Einschütten in Wasser unlösliche Knollen und - beschleunigen außerdem den Duellvorgang in unerwünschter Weise. Weiter hat man versucht, die genannten Stoffe mit aromatischen Aminen zu versetzen. Es hat sich aber ergeben, daß man, um einigermaßen die Gummibildung auszuschalten, mindestens 5 % aromatische Amine zusetzen muß.
  • Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung von kaltlöslicher Stärke, bei welchem die angeführten Mängel restlos beseitigt werden, und zwar dadurch, daß aus den-- an sich berannten Gruppen Stoffe ausgewählt sind, welche ein homogenes Verarbeiten der gesamten Stärkemenge bedingen und außerdem nur in ganz geringen Mengen zugesetzt werden.
  • Nach dem neuen Verfahren wird das Stärkepulver vor der Behandlung mit Alkali mit geringen Mengen von Triäthanolamin versetzt. Ausführungsbeispiel -roo kg Stärkemehl werden mit etwa 2 -kg Triäthanolamin in einer Mischmaschine fein verteilt. Die Dauer zum gleichmäßigen Benetzen. bzw. Verteilen beträgt etwa 15 Minuten. Hierauf erfolgt der Zusatz von 33 kg einer über 25°joigen Natron- oder Kalilauge unter dauerndem Rühren und Mischen, und schließlich wird mit einer organischen Säure, z. B. Oxalsäure, neutralisiert. Durch die Eigenschaften des gewählten Mittels tritt beim Neutralisieren keine hohe oder schädliche Wärme auf, die Stärketeilchen zerfallen vollständig und werden gleichmäßig mit der Säure durchsetzt. Die so behandelte Masse wird nun aus der Mischmaschine genommen und getrocknet. Sie ist ohne Zermahlen direkt versandfertig.
  • Eine nach dem Verfahren hergestellte Stärke verursacht weder während der Herstellung noch beim Lösen im' Wasser irgendeine Klumpenbildung und läßt sich leicht und rasch trocknen. Da ferner die gesamte Stärkemenge ausgenutzt wird, ist sie ergiebiger, d. h. ein und dieselbe Menge kann mit 2o bis 25 Teilen Wasser versetzt werden, während die gleiche Menge des nach früheren Verfahren hergestellten Stärkepulvers höchstens 15 Teile Wasser verträgt.
  • Auch bedingt das neue Verfahren den weiteren Vorteil, daß die Quellung im Wasser langsam vor sich geht und die Haltbarkeit der Lösung gegenüber den bekannten länger anhält, daß ferner die Klebekraft durch Zusatz des geringen Lösungsmittels nicht beeinträchtigt wird und das Material sofort die gewünschte Körnergröße erhält, wodurch ein Arbeitsgang, nämlich das Mahlen, wegfällt und eine Vereinfachung des Verfahrens eintritt. Die fertige Mischung kann auf einmal in das Wasser.geschüttet werden, ohne daß man von vornherein rühren muß.

Claims (1)

  1. PATrNTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von kaltwasserlöslicher Stärke durch Behandlung von Stärke mit Alkalien und nachfolgende Neutralisation mittels Säuren, dadurch gekennzeichnet, daß vor der Behandlung mit Alkali geringe-- Mengen Triäthanolamin (etwa 2. bis 3 °f,) zugesetzt werden.
DE1930602832D 1930-10-23 1930-10-23 Verfahren zur Herstellung von kaltwasserloeslicher Staerke Expired DE602832C (de)

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