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Technisches
Gebiet
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Die
vorliegende Erfindung betrifft einen flexiblen Aktuator mit integrierter
Pumpe zur Verwendung in einem Spielzeug-Roboter, z.B. in Form eines Kuscheltiers,
der normalerweise mit Menschen in Kontakt kommt, einem Arbeitsrobotor
für landwirtschaftliche
Arbeiten zum Greifen von Früchten,
die eine unregelmäßige Form
besitzen und leicht beschädigt
werden, und dgl.
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Hintergrundtechnik
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Ein
bekannter Aktuator zum Halten von Objekten wird beispielsweise in
den japanischen nicht geprüften
Patentanmeldungen Nr. 5-172118 und 5-164112 offenbart; er hat ein
zylindrisches elastisches Element mit einer Mehrzahl Druckkammern, wobei
das zylindrische elastische Element durch die Steuerung des auf
jede Druckkammer wirkenden Fluiddrucks gekrümmt wird und so die Gegenstände hält oder
klemmt (im Folgenden als erster verwandter Stand der Technik bezeichnet).
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Ein
sich vom Aktuator gemäß dem ersten verwandten
Stand der Technik unterscheidender Aktuator wird beispielsweise
in der japanischen nicht geprüften
Patentanmeldung Nr. 2-17204 offenbart, bei dem eine Antriebsquelle
und eine Pumpe in einem Hydraulikzylinder eingebaut sind (im Folgenden als
zweiter verwandter Stand der Technik bezeichnet).
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Da
das zylindrische elastische Element im Aktuator gemäß dem ersten
verwandten Stand der Technik weich ist, kann der Aktuator mit Menschen und
Gegenständen
sanft in Berührung
kommen.
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Für diesen
Aktuator müssen
jedoch eine Pumpe zur Lieferung von Arbeitsfluid und Rohrleitungen
zum Fördern
dieses Arbeitsfluids an die Druckkammern vorgesehen werden, die
außerhalb
des zylindrischen elastischen Elements angeordnet sind. Dadurch
entsteht das Problem, dass der Aktuator eine größere Baugröße erhält. Ein weiteres Problem besteht
darin, dass die Rohrleitungen die Bewegung der Robotergelenke blockieren,
wenn der Roboter diesen Aktuator beispielsweise als einen Arm verwendet.
Es ist deshalb schwierig, den Roboter als Spielzeug-Roboter oder
dgl. zu verwenden, da der Roboter mit einer Reihe Sensoren und komplexer Mechanismen
ausgerüstet
werden muss, weil ähnlich
feine Bewegungen wie bei einem lebendigen Wesen von ihm gefordert
werden.
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Der
Aktuator gemäß der zweiten
verwandten Technik, bei dem Pumpe und Rohrleitungen nicht nach außen freiliegen,
kann Menschen und Gegenstände
nicht sanft berühren,
da er Antriebselemente wie eine Kolbenstange hart sind; es ist deshalb schwierig,
den Aktuator für
einen Spielzeug-Roboter oder einen Roboter für landwirtschaftliche Arbeiten zum
Halten von Früchten
und dgl. zu verwenden.
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Ein
Aktuator gemäß dem Oberbegriff
von Anspruch 1 wird in der JP 5-280500 A offenbart. Dieser Aktuator
ist mit den oben beschriebenen Problemen behaftet.
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Demzufolge
ist es eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, einen flexiblen
Aktuator mit integrierter Pumpe bereitzustellen, wobei die Größe des Aktuators
mit einer einfachen Konfiguration verringert ist, und der Aktuator
Menschen sanft berührt, wenn
er als Spielzeug-Roboter verwendet wird, und Früchte zuverlässig halten kann, wenn er als
Roboter zur Durchführung
landwirtschaftlicher Arbeiten eingesetzt wird.
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Offenbarung
der Erfindung
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Diese
Aufgabe wird mit einem Aktuator gemäß Anspruch 1 gelöst. Bevorzugte
Ausführungsformen
der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche.
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Die
bewegliche Einheit ist vorzugsweise mit mindestens einem langen
und schmalen verformbaren Schlauch, der die Mehrzahl Fluidkammern
mit darin abgedichtetem Fluid bildet, und einem parallel zum Schlauch
angeordneten flexiblen Kern ausgeführt, der die Ausdehnung des
Schlauchs in seiner Längsrichtung
beschränkt.
Die bewegliche Einheit ist vorzugsweise mit mindestens zwei langen
und schmalen Schläuchen
ausgeführt,
die sich ausdehnen und zusammenziehen können, parallel zueinander angeordnet
sind, wobei jeder Schlauch eine Fluidkammer bildet, und ein flexibler
Kern ist zwischen den Schläuchen
angeordnet, um die Ausdehnung jedes Schlauchs in Längsrichtung
zu beschränken.
Erfindungsgemäß kann die
bewegliche Einheit wie bei einem menschlichen Wesen zuverlässig verformt werden,
da der Kern die Ausdehnung jedes Schlauchs in Längsrichtung beschränkt und
eine Ausdehnung in Breitenrichtung zulässt, wenn der Kern gebogen
wird, wobei die Schläuche
parallel zueinander gehalten werden.
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Der
an der Seite der beweglichen Einheit angeordnete Schlauch, die mit
einem Gegenstand in Kontakt zu bringen ist, wenn eine Press- und
Haltekraft der beweglichen Einheit auf den Gegenstand wirkt, besteht
vorzugsweise aus einem weichen und elastischen Material. Erfindungsgemäß kann der
Gegenstand geklemmt und gehalten werden, ohne dass er verkratzt
wird, da die aus einem weichen Material bestehenden Schläuche sanft
mit dem Gegenstand in einem Zustand in Berührung kommen, in dem mehrere
Flächenkontakt-Angriffstellen
bereitgestellt werden.
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Wenn
ein weiches Element die Pumpeneinheit umschließt, wird der Aktuator sicherer,
da keine harten Teile an der Außenseite
Freiliegen.
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Bei
dem in den Fluidkammern dicht eingeschlossenen Fluid handelt es
sich um eine Flüssigkeit,
und gemäß der Erfindung
deckt eine äußere Abdeckung
mit einer Flüssigkeit
absorbierenden Funktion vorzugsweise die bewegliche Einheit an ihrem
Außenumfang
ab. Erfindungsgemäß tritt
die Flüssigkeit, selbst
wenn eine Flüssigkeitsleckage
aus der beweglichen Einheit auftritt, nicht nach außen aus,
da sie von der äußeren Abdeckung
absorbiert wird.
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Der
flexible Aktuator mit integrierter Pumpe weist vorzugsweise ferner
einen Druckabbaumechanismus auf, der den Innendruck einer Fluidkammer der
Mehrzahl Fluidkammem senkt, indem die Mehrzahl Fluidkammem dazu
gebracht werden, miteinander zu kommunizieren, wenn der Innendruck
einer Fluidkammer der Mehrzahl Fluidkammern auf einen unzulässigen Pegel
ansteigt. Wenn eine übermäßige externe
Kraft auf die bewegliche Einheit wirkt und der Druck in einer Fluidkammer
der Mehrzahl Fluidkammern dadurch auf einen unzulässigen Pegel
ansteigt, verringert erfindungsgemäß der Druckabbaumechanismus
den angestiegenen Druck in der Fluidkammer, wodurch ein Platzen
der Fluidkammer verhindert und ein ausfallsicherer Mechanismus gegen eine übermäßige externe
Kraft bereitgestellt werden kann.
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Der
Kern besteht vorzugsweise aus elektrischen Leiterdrähten, die
zwischen der Pumpeneinheit und dem Pumpentreiber angeschlossen sind. Gemäß der Erfindung
sind die elektrischen Drähte vor
Beschädigung
geschützt,
und elektrische Schläge
und dgl. werden verhindert.
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Der
Pumpentreiber ist vorzugsweise in der beweglichen Einheit untergebracht,
die die Flüssigkeit
abgedichtet einschließt,
so dass der Pumpentreiber mit der Flüssigkeit in Kontakt steht.
Gemäß der Erfindung
wird der Pumpentreiber gekühlt,
da die vom Pumpentreiber erzeugte Wärme von der Flüssigkeit
aufgenommen wird, und dank des innerhalb der beweglichen Einheit
angeordneten Pumpentreibers lässt
sich ein kompakterer Aktuator erzielen.
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Der
flexible Aktuator mit integrierter Pumpe weist vorzugsweise ferner
einen Vorratsbehälter
zum Speichern einer vorgegebenes Fluidmenge sowie ein Zufuhrelement
zum Steuern der Zufuhr des im Vorratsbehälter gespeicherten Fluids zu
jeder Fluidkammer der beweglichen Einheit auf. Gemäß der Erfindung
wird das Arbeitsfluid im Vorratsbehälter durch die Betätigung des
Zufuhrelements gefördert,
wodurch sich der Innendruck in den Fluidkammern erhöht und die
bewegliche Einheit steif gemacht werden kann. Wird der Aktuator
als eine Komponente beispielsweise für einen Spielzeug-Roboter verwendet,
kann er bei dieser Anordnung in einen Zustand gebracht werden, in
dem der Spielzeug-Roboter steif ist, anders als in dem Zustand,
in dem der Aktuator beim Betrieb der Pumpeneinheit gekrümmt wird.
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Vorzugsweise
sind zwei Pumpeneinheiten in die bewegliche Einheit an entsprechenden
Enden in Längsrichtung
der beweglichen Einheit integriert, und die beiden Pumpeneinheiten
arbeiten vorzugsweise gleichzeitig, um Fluid zwischen der Mehrzahl
der Fluidkammern zu fördern.
Erfindungsgemäß kann der Aktuator
rasch bewegt werden, indem die Biegegeschwindigkeit der beweglichen
Einheit erhöht
wird, wobei die beiden Pumpeneinheiten das Fluid zwischen der Mehrzahl
der Fluidkammern fördern.
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Jede
Pumpeneinheit ist vorzugsweise mit einem lösbaren Verbindungsteil versehen,
so dass dann, wenn ein Paar bewegliche Einheiten miteinander in
Reihe verbunden werden, eine bewegliche Einheit mit der anderen
beweglichen Einheit an der Pumpeneinheit jeder beweglichen Einheit
verbunden ist. Gemäß der Erfindung
kann ein Paar flexible Aktuatoren mit einem Handgriff zusammengebaut
und voneinander getrennt werden, wodurch ein leicht zu zerlegendes
Gerät erzielt
werden kann.
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Die
Pumpeneinheit weist vorzugsweise eine Membran auf, die eine Fluidkammer
der Pumpe zwischen einem Ende der bewegliches Einheit und der Pumpeneinheit
begrenzt. Ein piezoelektrisches Element ist vorzugsweise auf der
Membran in Form einer Schicht aufgebracht. Die Pumpeneinheit ist
vorzugsweise mit einem Ventil zur Einstellung der Richtung des Fluidtransports
zwischen einem die eine Fluidkammer bildenden Schlauch und einem
anderen die andere Fluidkammer bildenden Schlauch über die
Fluidkammer der Pumpe ausgeführt.
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Gemäß diesen
Ausführungsformen
kann ein kompakterer Aktuator mit geringerem Gewicht bereitgestellt
werden, da die Baugröße der Pumpeneinheit kleiner
ist.
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Die
Pumpeneinheit weist vorzugsweise die gleiche Anzahl einseitig wirkender
Pumpen auf wie die Anzahl Fluidkammern, wobei jede Fluidkammer mit
einer einseitig wirkenden Pumpe in Verbindung steht, die Fluid von
einer Fluidkammer in eine andere fördert, und mit einer anderen
einseitig wirkenden Pumpe, die das Fluid von der anderen Fluidkammer in
die eine Fluidkammer fördert.
Gemäß der Erfindung
kann ein Aktuator bereitgestellt werden, mit dem durch Verwendung
nur einseitig wirkender Pumpen mit einfacher Konfiguration ein zweiseitig
wirkender Betrieb möglich
gemacht werden kann, der sonst mit einer zweiseitig wirkenden pumpe
und einem Richtungsumschaltventil ermöglicht wird.
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Die
Mehrzahl der Fluidkammern ist vorzugsweise mit jeweils einem Drucksensor
ausgeführt,
und der Pumpentreiber berechnet vorzugsweise die tatsächliche
Betätigungskraft
der beweglichen Einheit auf Basis der Erfassungsergebnisse von den
Drucksensoren und steuert den Antrieb der Pumpeneinheit. Erfindungsgemäß erfasst
der Drucksensor das Fluid in jeder Fluidkammer, und die Betätigungskraft der
beweglichen Einheit wird gesteuert, so dass die bewegliche Einheit
mit einer optimalen Betätigungskraft
gemäß den Druckdaten
arbeitet, wodurch die bewegliche Einheit mit hoher Genauigkeit arbeiten kann.
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Die
Mehrzahl der Fluidkammern ist vorzugsweise jeweils mit einem Schallwellengenerator
zum Erzeugen von Schallwellen und einem Schallwellensensor zum Erfassen
der Schallwellen ausgeführt, und
der Pumpentreiber berechnet vorzugsweise den tatsächlichen
Betrag des Versatzes der beweglichen Einheit auf Basis der Erfassungsergebnisse
von den Schallwellensensoren und steuert den Antrieb der Pumpeneinheit.
Erfindungsgemäß wird die
bewegliche Einheit so gesteuert, dass sie um einen optimalen Versatzbetrag
auf Basis der Erfassungsergebnisse vom Schallwellensensor, der die
Ausbreitungszeit und die Phase der in den Fluidkammern erzeugten Schallwellen
erfasst, bewegt wird, wodurch die bewegliche Einheit mit hoher Genauigkeit
arbeiten kann.
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Die
Pumpeneinheit weist vorzugsweise eine Membran auf, die eine Fluidkammer
der Pumpe begrenzt; eine Stromänderung,
die bei Druckbeaufschlagung der Membran, an die eine Spannung gelegt
wird, erzeugt wird, wird vorzugsweise in den Pumpentreiber eingegeben,
und der Pumpentreiber berechnet vorzugsweise die tatsächliche
Betätigungskraft
der beweglichen Einheit entsprechend der Bestimmung der Stromänderung
zur Steuerung des Antriebs der Pumpeneinheit. Die Pumpeneinheit kann
eine Membran aufweisen, die eine Fluidkammer der Pumpe begrenzt;
eine Mehrzahl der Fluidkammern kann jeweils mit einem Schallwellensensor zum
Erfassen der durch die Membran erzeugten Schallwellen ausgeführt sein,
und der Pumpentreiber kann den tatsächlichen Betrag des Versatzes
der beweglichen Einheit auf Basis der Erfassungsergebnisse von den
Schallwellensensoren zur Steuerung des Antriebs der Pumpeneinheit
berechnen.
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Gemäß der Erfindung
werden die Betätigungskraft
und der Versatz der beweglichen Einheit mittels einer Membran gesteuert,
womit ein einfacher Steuermechanismus bereitgestellt werden kann.
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Der
Pumpentreiber weist vorzugsweise eine Tabelle zur Berechnung der
Betätigungskraft
und des Versatzes der beweglichen Einheit aus den erfassten Schallwellen
und dem Druck auf. Die Ausbreitungszeit oder die Phase der Schallwellen,
die der akustische Sensor erfasst, ist verschieden, je nachdem,
ob die bewegliche Einheit die Betätigungskraft auf die Außenseite
aufbringt, oder ob die Betätigungskraft nicht
auf die Außenseite
aufgebracht wird. Deshalb ist der Pumpentreiber gemäß der vorliegenden
Erfindung mit einer Tabelle zur Berechnung der Betätigungskraft
und des Betrags des Versatzes der beweglichen Einheit aus den bestimmten
Schallwellen und dem Druck ausgeführt. Mit dieser Ausführung kann
der Pumpentreiber die bewegliche Einheit anhand der Tabelle steuern,
so dass sich die bewegliche Einheit um einen optimalen Versatzbetrag
bewegt, wenn die bewegliche Einheit die Betätigungskraft nicht aufbringt
und wenn sie die Betätigungskraft
aufbringt. Die Betätigungskraft
kann deshalb so gesteuert werden, dass sie in jedem Versatzzustand der
beweglichen Einheit konstant ist.
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Die
bewegliche Einheit weist vorzugsweise einen Lichtgenerator und einen
Lichtempfänger
auf, die einander gegenüberliegend
angeordnet sind, oder ein Lichterzeugungs-/Empfangselement und einen
Reflektor, die einander gegenüberliegend
angeordnet sind, und die tatsächliche
Betätigungskraft
der beweglichen Einheit wird vorzugsweise gemäß dem Erfassungsergebnis von
entweder dem Lichtempfänger
oder dem Lichterzeugungs-/Empfangselement berechnet, so dass der
Antrieb der Pumpeneinheit gesteuert wird.
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Gemäß der Erfindung
werden die Betätigungskraft
und der Versatz der beweglichen Einheit dadurch gesteuert, indem
entweder ein Lichtgenerator und ein Lichtempfänger, oder ein Lichterzeugungs/Empfangselement
und ein Reflektor verwendet werden; wodurch ein einfacher Steuermechanismus
bereitgestellt werden kann.
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Der
Pumpentreiber weist vorzugsweise eine Tabelle zur Berechnung der
Betätigungskraft
und des Versatzes der beweglichen Einheit aus einer bestimmten Lichtmenge
auf, die vom Lichtempfänger oder
dem Lichterzeugungs-/Empfangselement erfasst wird.
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Gemäß der Erfindung
weist der Pumpentreiber eine Tabelle zur Berechnung der Betätigungskraft und
des Versatzes der beweglichen Einheit aus einer bestimmten Lichtmenge
auf, wodurch der Pumpentreiber die bewegliche Einheit so steuern
kann, dass ein optimaler Versatz der beweglichen Einheit erreichbar
ist, indem er die Tabelle heranzieht, entweder wenn die Betätigungskraft
der beweglichen Einheit aufgebracht wird, oder wenn sie nicht aufgebracht
wird.
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Kurzbeschreibung
der Zeichnungen
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1 ist
eine Darstellung flexibler Aktuatoren gemäß einer ersten Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung, die künstliche Finger zum Einsatz für landwirtschaftliche
Zwecke bilden.
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2 ist
eine detaillierte Darstellung einer Pumpeneinheit und eines Pumpentreibers
gemäß der ersten
Ausführungsform.
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3 ist
eine Darstellung der Funktionsweise der Aktuatoren gemäß der ersten
Ausführungsform.
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4 ist
eine Darstellung eines flexiblen Aktuators gemäß einer zweiten Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung, der in einem Spielzeug-Roboter verwendet
wird.
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5 ist
eine schematische Ansicht eines modifizierten Beispiels des flexiblen
Aktuators gemäß der zweiten
Ausführungsform.
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6 ist
eine Schnittansicht eines flexiblen Aktuators gemäß einer
dritten Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung.
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7 ist
eine Darstellung eines kritischen Abschnitts eines flexiblen Aktuators
gemäß einer vierten
Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung.
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8 ist
ein Längsschnitt
eines flexiblen Aktuators gemäß einer
fünften
Ausführungsform.
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9 ist
die Darstellung eines Schlauchs, der eine Komponente des flexiblen
Aktuators gemäß der fünften Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung ist.
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10 ist
eine Schnittansicht entlang der Linie X-X des in 8 dargestellten
flexiblen Aktuators.
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11 ist
eine Seitenansicht des Kerns des flexiblen Aktuators gemäß der fünften Ausführungsform.
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12 ist
eine Darstellung des flexiblen Aktuators gemäß der fünften Ausführungsform, in der der flexible
Aktuator gekrümmt
ist.
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Beste Art zur Verwirklichung
der Erfindung
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Ausführungsformen
eines flexiblen Aktuators mit integrierter Pumpe gemäß der vorliegenden
Erfindung werden nachstehend unter Bezugnahme auf die Zeichnungen
beschrieben.
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1 zeigt
ein Paar flexible Aktuatoren 4 gemäß einer ersten Ausführungsform
als künstliche Finger
für den
Einsatz in der Landwirtschaft, die von einer aus weichem Kautschuk
bestehenden Halterung 2 an den unteren Enden der flexiblen
Aktuatoren 4 getragen werden.
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Jedes
der Paare flexibler Aktuatoren 4 enthält eine bewegliche Einheit 6,
die in der Lage ist, sich zu krümmen,
um einen Gegenstand zu halten, eine Pumpeneinheit 8, die
integral mit einem Ende der beweglichen Einheit 6 verbunden
ist, zum Steuern der Bewegung eines in der beweglichen Einheit 6 dicht
eingeschlossenen Arbeitsfluids niedriger Viskosität und einen
Pumpentreiber 10 zum Steuern des Antriebs der Pumpeneinheit 8.
Jede bewegliche Einheit 6 besteht aus langen und schmalen
Schläuchen 12 und 14 mit
Harmonikawänden,
einem Kern 16, um die Schläuche 12 und 14 parallel
zueinander zu halten, und einer beutelartigen Abdeckung aus einer dünnen Folie 18 zum
Abdecken der Schläuche 12 und 14.
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Die
Schläuche 12 und 14 bestehen
aus weichem und flexiblem Material und bilden Fluidkammern 12a bzw. 14a,
in denen ein Arbeitsfluid S abgedichtet eingeschlossen ist. Der
Kern 16 besteht z.B. aus einem flexiblen Stahlelement,
das die Ausdehnung der Schläuche 12 und 14 in
ihrer Längsrichtung beschränkt und
die Ausdehnung der Schläuche 12 und 14 in
Richtung ihrer Breite gestattet. Ein normalerweise geschlossener
Schlitz 16a ist an einem Ende des Kerns 16 ausgeformt,
wie in der vergrößerten Ansicht
kritischer Abschnitte der beweglichen Einheit 6 und der
Pumpeneinheit 8 von 2 dargestellt
ist. Der Schlitz 16a, der normalerweise durch die Elastizität des Kerns 16 geschlossen
ist; öffnet sich,
um eine Verbindung zwischen den Fluidkammern 12a und 14a herzustellen,
wenn ein vorgegebener Druck erzeugt wird, um den Druck in der Fluidkammer 12a oder 14a unter
einen zulässigen
Wert zu senken.
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Bei
der Pumpeneinheit 8 handelt es sich um eine piezoelektrische
Membranpumpe. Wie in 2 dargestellt enthält die Pumpeneinheit 8 ein
zylindrisches Pumpengehäuse 20,
das integral mit einem unteren Teil der beweglichen Einheit 6 verbunden
ist, um das Fluid darin abzudichten, ein aktives Ventil 22 als
eine im Pumpengehäuse 20 zwischen
den Fluidkammern 12a und 14a der Schläuche 12 bzw. 14 angeordnete
Ventileinheit, eine eine Fluidkammer 24 der Pumpe unter
dem aktiven Ventil 22 begrenzende Membran 26 und
ein piezoelektrisches Element 28, das auf der unteren Oberfläche der
Membran 26 schichtartig angebracht ist.
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Das
Pumpengehäuse 20 ist
in der Halterung 2 aus weichem Kautschuk eingebettet. Bei
dem piezoelektrischen Element 28 handelt es sich um einen bekannten
piezoelektrischen Aktuator, der mit einem Element zur Erzeugung
des so genannten piezoelektrischen Effekts hergestellt wird. Bleizirkonattitanat (PZT),
das eine piezoelektrische Keramikart ist, ist ein typisches Material
aus der Reihe verschiedener Materialien von Kristallen bis zu Polymeren,
aus denen piezoelektrische Aktuatoren gebildet werden können. Das
piezoelektrische Element 28 dehnt sich veränderlich
aus, indem die daran angelegte Spannung variiert wird, wodurch sich
die Form der Membran 26 und der Innendruck der Fluidkammer 24 der Pumpe ändern.
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Das
aktive Ventil 22 ist beispielsweise mit einem Magnet-Wahlventil
zur Wahl der Strömungsrichtung des
Arbeitsfluids S zwischen den beiden Fluidkammern 12a und 14a versehen.
Das aktive Ventil 22 arbeitet mit Strom zum Öffnen und
Schließen,
der vom nachstehend beschrieben Pumpentreiber 10 geliefert
wird.
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Die
Schläuche 12 und 14 sind
jeweils mit einem Drucksensor 30 zum Erfassen des Fluiddrucks in
der Fluidkammer 12a bzw. 14a ausgeführt. Daten des
erfassten Fluiddrucks werden an den Pumpentreiber 10 geschickt.
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Wie
aus 1 ersichtlich ist ein Schallwellengenerator 32 an
der Spitze jeder Fluidkammer 12a und 14a angeordnet.
Ein Schallwellensensor 34 ist an der Seite des Pumpengehäuses 20 jeder
Fluidkammer 12a und 14a vorgesehen, um Schallwellen zu
empfangen, die vom Schallwellengenerator 32 erzeugt werden.
Die Signale der von jedem Schallwellensensor 34 erfassten
Schallwellen werden an den Pumpentreiber 10 geschickt.
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Wie 2 zeigt,
enthält
der Pumpentreiber 10 eine Eingangs-Schnittstellenschaltung 10a zum Lesen
der Signale vom Drucksensor 30 und Schallwellensensor 34 als
Detektionswerte, einen Rechenprozessor 10b zur Ausführung einer
vorgegebenen Berechnung zur Steuerung des Antriebs der Pumpeneinheit 8 gemäß einem
gegebenen Programm, ein Speichergerät 10c mit RAM's, ROM's und dgl., eine
Ausgangs-Schnittstellenschaltung 10d zur Ausgabe eines
Steuersignals zum Öffnen
und Schließen des
aktiven Ventils 22 und eines Spannungssteuersignals für das piezoelektrische
Element 28, die vom Rechenprozessor 10b erhalten
werden, eine Treiberschaltung 10e für das aktive Ventil zur Ausgabe
eines Steuerstroms zum Öffnen
und Schließen
an das aktive Ventil 22 entsprechend dem Steuersignal zum Öffnen und
Schließen,
das von der Ausgangs-Schnittstellenschaltung 10d ausgegeben
wird, und eine Anschlussspannungs-Steuerschaltung 10f zur
Ausgabe einer Anschlussspannung an das piezoelektrische Element 28 gemäß dem von
der Ausgangs-Schnittstellenschaltung 10d ausgegebenen
Spannungssteuersignal.
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Im
Speichergerät 10c werden
Werte der Änderung
der Betätigungskraft
der beweglichen Einheit 6 (Kräfte der beweglichen Einheit 6,
mit denen sie Gegenstände
hält),
die gemäß den Änderungen
des Fluiddrucks in den Fluidkammern 12a und 14a erzeugt
werden, als Speicherungstabelle abgelegt. Die Versatzbeträge der beweglichen
Einheit 6 (Krümmung
der beweglichen Einheit 6 in Grad) als Reaktion auf Änderungen
der Ausbreitungszeit oder Phase der Schallwellen werden ebenfalls
als Speicherungstabelle abgelegt. Der Rechenprozessor 10b führt anhand
der Speicherungstabellen eine vorgegebene Berechnung zur Steuerung
des Antriebs der Pumpeneinheit 8 aus.
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3 ist
eine Darstellung eines Zustands, in dem ein Paar der flexiblen Aktuatoren 4 eine
empfindliche Frucht mit unregelmäßiger Form
(im Folgenden als im Wesentlichen kugelförmiger Gegenstand B bezeichnet)
hält. Die
Funktionsweise des Paares flexibler Aktuatoren 4 wird nachstehend
unter Bezugnahme auf 3 und die oben erläuterten 1 und 2 kurz
beschrieben. Die bewegliche Einheit 6 jedes der flexiblen
Aktuatoren 4 enthält
den Schlauch 12 mit der Fluidkammer 12a an der
Seite der beweglichen Einheit 6, die in Kontakt mit dem
Gegenstand B gebracht wird. Ein optimaler Wert M der Betätigungskraft
der beweglichen Einheit 6, mit der die bewegliche Einheit 6 den
Gegenstand B zuverlässig halten
kann, und ein optimaler Wert H des Versatzes der beweglichen Einheit 6 werden
zuvor im Speichergerät 10c des
Pumpentreibers 10 gespeichert.
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Öffnen und
Schließen
des aktiven Ventils 22 werden vom durch den Pumpentreiber 10 gelieferten Steuerstrom
zu Öffnen
und Schließen
in der Weise gesteuert, dass die Fluidkammern 12a und 14a individuell
mit der Fluidkammer 24 der Pumpe in vorgegebenen Intervallen
abwechselnd kommunizieren. Gleichzeitig dehnt sich das piezoelektrische
Element 28 durch die vom Pumpentreiber 10 ausgegebene Anschlussspannung
aus, wenn die Fluidkammer 14a mit der Fluidkammer 24 der
Pumpe kommuniziert, und die Membran 26 wird dadurch elastisch
nach unten verformt, um den Innendruck der Fluidkammer 24 der
Pumpe zu verringern, wodurch das Arbeitsfluid S in der Fluidkammer 14a in
die Fluidkammer 24 der Pumpe fließt. Der Ausgang der Anschlussspannung vom
Pumpentreiber 10 wird unterbrochen, wenn die Fluidkammer 12a mit
der Fluidkammer 24 der Pumpe kommuniziert, wodurch die
verformte Membran 26 wieder in ihre Ausgangsform gebracht
und der Innendruck der Fluidkammer 24 der Pumpe erhöht wird,
so dass das Arbeitsfluid S in der Fluidkammer 24 der Pumpe
in die Fluidkammer 12a fließt. Diese Vorgänge werden
wiederholt von der Pumpeneinheit 8 ausgeführt, wodurch
das Arbeitsfluid S in der Fluidkammer 14a des Schlauchs 14,
der nicht mit dem Gegenstand B in Berührung kommen soll, in die Fluidkammer 12a des
Schlauchs 12 gefördert
wird, der mit dem Gegenstand B in Berührung kommt, so dass sich der
Schlauch 14, der nicht mit dem Gegenstand B in Berührung kommen
soll, zusammenzieht und sich der Schlauch 12, der mit dem
Gegenstand B in Berührung
kommt, ausdehnt.
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Da
die Ausdehnung des Schlauchs 12 in Längsrichtung durch den Kern 16 beschränkt ist, dehnt
sich der Schlauch 12 in Richtung seiner Breite, während der
Kern 16 gebogen wird, so dass sich die bewegliche Einheit 6 krümmt.
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In 3 übt die bewegliche
Einheit 6, die sich in einem Zustand krümmt, in dem eine Mehrzahl flächenartiger
Angriffstellen (Punkte, an denen Kräfte angreifen) vorhanden ist,
allmählich
Druck aus, um den Gegenstand B zu halten.
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Der
Rechenprozessor 10b ermittelt die tatsächliche Betätigungskraft und den Versatzbetrag der
beweglichen Einheit 6 anhand des Fluiddrucks in der Fluidkammer 12a des
Schlauchs 12, der vom Drucksensor 30 erfasst wird,
und den Wert der Ausbreitungszeit oder die Phase der Schallwellen,
die vom Schallwellensensor 34 in der Fluidkammer 12a empfangen
und in der Speicherungstabelle abgelegt worden sind. In diesem Fall
ist die Betätigungskraft gleich
der Haltekraft. Ist beispielsweise eine Frucht oder dgl. zu halten,
wird ein Zielwert der Haltekraft so eingestellt, dass die Haltekraft
zum Halten einer größeren Frucht
auf einen Wert eingestellt wird, der etwas über einem bestimmten Wert als
Referenzwert liegt, und die Haltekraft zum Halten einer kleineren Frucht
wird auf einen Wert etwas unter dem Referenzwert eingestellt. Beim
Vorgang des Haltens eines Gegenstands steigt die Betätigungskraft
rasch an, nachdem die bewegliche Einheit 6 mit dem Gegenstand
in Berührung
gekommen ist. Ein Zielwert M der Haltekraft (= Betätigungskraft)
ergibt sich aus dem Versatz der beweglichen Einheit 6,
wenn diese mit dem Gegenstand in Berührung kommt, und die Pumpeneinheit 8 arbeitet
so lang, bis die Betätigungskraft
den Zielwert M erreicht hat, womit eine Zielhaltekraft erhalten
werden kann. Bei dieser Anordnung des flexiblen Aktuators 4,
in dem die. bewegliche Einheit 6 mit der Pumpeneinheit 8,
bei der es sich wie oben beschrieben um eine piezoelektrische Membranpumpe
handelt, integral verbunden ist, kann ein kompakter und leichter
Aktuator bereitgestellt werden.
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Der
in der beweglichen Einheit 6 enthaltene Kern 16 hält die Schläuche 12 und 14 parallel
zueinander, während
sich der Kern 16 so krümmt,
dass er eine Ausdehnung in Längsrichtung
der Schläuche 12 und 14 beschränkt und
eine Ausdehnung in Richtung ihrer Breite gestattet, so dass die
bewegliche Einheit 6 auf die gleiche Weise wie die Finger
eines Menschen zuverlässig
gekrümmt
werden kann.
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Der
mit dem Gegenstand B in Berührung
gebrachte Schlauch 12 besteht aus einem weichen Material.
Die bewegliche Einheit 6 einschließlich des Schlauchs 12 kommt
mit dem Gegenstand B in einem Zustand, in dem eine Mehrzahl flach
anliegender Funktionsabschnitte gegeben ist, weich in Berührung, ohne
ihn zu verkratzen.
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Das
Pumpengehäuse 20 der
Pumpeneinheit 8 ist in der Halterung 2 eingebettet,
die aus einem weichen Kautschuk besteht. Deshalb liegen an der Außenseite
keine harten Teile frei, wodurch der Gegenstand B sicherer gehalten
wird.
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Wenn
eine übermäßige externe
Kraft auf die bewegliche Einheit 6 ausgeübt wird,
wodurch der Druck in einer der Fluidkammern 12a und 14a auf
einen unzulässigen
Pegel ansteigt, nimmt der Innendruck der einen der Fluidkammern 12a und 14a ab, da
die Fluidkammern 12a und 14a über den freigegebenen Schlitz 16a des
Kerns miteinander kommunizieren, was ein Platzen der Schläuche 12 und 14 verhindert,
so dass die bewegliche Einheit 6 mit einem ausfallsicheren
System gegen eine übermäßige äußere Kraft
ausgestattet werden kann.
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Die
bewegliche Einheit 6 wird so gesteuert, dass der Gegenstand
B mit einer optimalen Kraft (Betätigungskraft)
der beweglichen Einheit 6 und mit einem optimalen Krümmungsgrad
(Versatzbetrag) gehalten werden kann, indem der Fluiddruck in den
Fluidkammern 12a und 14a durch die Drucksensoren 30 und
die Ausbreitungszeit oder Phase der in den Fluidkammern 12a und 14a erzeugten
Schallwellen durch die Schallwellensensoren 34 erfasst
werden. Die bewegliche Einheit 6 kann deshalb mit hoher
Genauigkeit arbeiten.
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4 zeigt
ein Paar flexibler Aktuatoren 40 gemäß einer zweiten Ausführungsform,
die beispielsweise in einem Spielzeug-Roboter oder dgl. verwendet
werden. Gleiche Komponenten wie im flexiblen Aktuator 4 der
ersten Ausführungsform
sind mit identischen Bezugszeichen gekennzeichnet, so dass auf ihre
Beschreibung verzichtet wird.
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Ein
Paar der flexiblen Aktuatoren 40 gemäß der vorliegenden Ausführungsform
sind miteinander in Reihe verbunden. Jeder flexible Aktuator 40 enthält eine
bewegliche Einheit 6, ein Paar Pumpeneinheiten 8A und 8B,
von denen eine jede mit einem Ende der beweglichen Einheit 6 verbunden
ist, und einen Pumpentreiber 10 zum gesteuerten Antrieb dieser
Pumpeneinheiten 8A und 8B.
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Die
bewegliche Einheit 6 enthält einen Kern 42,
der die beiden langen und schmalen Schläuche 12 und 14 parallel
zueinander hält,
und eine Polymer-Abdeckung 44, die Flüssigkeit absorbieren kann,
flexibel ist und die Schläuche 12 und 14 umhüllt.
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Obwohl
die Pumpeneinheiten 8A und 8B im Wesentlichen
die gleiche Form haben wie die Pumpeneinheit 8 der ersten
Ausführungsform,
unterscheidet sich die Zylinderform eines Pumpengehäuses 46A oder 46B von
der der ersten Ausführungsform.
Das Pumpengehäuse 46A ist
nämlich
mit einem ringförmigen
Hohlraum 48 am Innenumfang des Pumpengehäuses 46A ausgeführt und
das Pumpengehäuse 46B hat
einen in axialer Richtung nach außen ragenden Haken 51.
Die flexiblen Aktuatoren 40 werden miteinander an der Pumpeneinheit 8A eines der
flexiblen Aktuatoren 40 und der Pumpeneinheit 8B des
anderen der flexiblen Aktuatoren 40 auf eine solche Weise
verbunden, dass die Pumpeneinheit 8A des einen flexiblen
Aktuators 40 der Pumpeneinheit 8B des anderen
flexiblen Aktuators 40 gegenüberliegt, und das Pumpengehäuse 46B am
Haken 51 des Pumpengehäuses 46B in
das Pumpengehäuse 46A eingesetzt
wird, wobei der Haken 51 elastisch verformt wird, und der
Haken 51 wieder elastisch in seinen Ausgangszustand zurückgeht,
damit er in den ringförmigen
Hohlraum 48 passt. Ein Verbindungsteil zwischen der Pumpeneinheit 8A und
der Pumpeneinheit 8B dient als Anschluss für elektrische
Leiter. Der ringförmige
Hohlraum 48 und der Haken 51 dienen als lösbare Struktur
für den
Zusammenbau eines Paares flexibler Aktuatoren 40 und ihre
Trennung mit einem Handgriff. Die Pumpengehäuse 46A und 46B sind
an ihrem Außenumfang
durch die Abdeckung 44 umhüllt.
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Der
Kern 42 der vorliegenden Erfindung besteht aus einer Mehrzahl
elektrischer Leiter. Die elektrischen Leiter bestehen aus einem
flexiblen Material und beschränken
die Ausdehnung der Schläuche 12 und 14 in
Längsrichtung,
gestatten jedoch eine Ausdehnung in Richtung ihrer Breite. Im Gegensatz
zur ersten Ausführungsform
ist die Fluidkammer 12a oder 14a der beweglichen
Einheit 6 nicht mit einem Drucksensor und einem Schallwellengenerator
ausgerüstet,
und ein Schallwellensensor 34 ist nur an der Seite der
Pumpeneinheit 8B vorgesehen. Vom Schallwellensensor 34 erfasste
Schallwellen werden an den Pumpentreiber 10 geschickt.
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Der
Pumpentreiber 10 gemäß der vorliegenden
Ausführungsform
steuert die Betätigungskraft und
den Versatzbetrag jeder beweglichen Einheit 6 mittels der
Membran 26, die jede der Pumpeneinheiten 8A und 8B bildet.
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Da
sich die Wellenform des Stroms bei einer angelegten Spannung ändert, wenn
die Membran 26 mit Druck beaufschlagt wird, werden Signale
der Stromschwankungen, die von der Membran 26 erzeugt werden,
an die eine gegebene Spannung angelegt wird, in eine Schnittstellenschaltung 10a des Pumpentreibers 10 eingegeben.
Ein Speichergerät 10c speichert
die Werte der sich ändernden
Betätigungskräfte der
beweglichen Einheit 6 entsprechend der Änderung der Wellenform des
Stroms als eine Speicherungstabelle. Ein Rechenprozessor 10b führt anhand
der Speicherungstabelle der Betätigungskräfte der
beweglichen Einheiten 6 und der Wellenform des Stroms einen
vorgegebenen Rechenprozess zum gesteuerten Antrieb der Pumpeneinheiten 8A und 8B aus.
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Schallwellen
werden durch die Bewegung der Membran 26 erzeugt. Gemäß der vorliegenden Ausführungsform
werden die von der Membran 26 erzeugten Schallwellen vom
Schallwellensensor 34 erfasst. Der Rechenprozessor 10b führt anhand
der Speicherungstabelle der Ausbreitungszeit oder der Phase der
Schallwellen und des Versatzbetrags der beweglichen Einheit 6 einen
vorgegebenen Rechenprozess zum gesteuerten Antrieb der Pumpeneinheiten 8A und 8B aus.
Die Betätigungskraft
und der Versatz der beweglichen Einheit 6 werden durch
den auf die Membran 26 aufgebrachten Druck und die von dieser
erzeugten Schallwellen gesteuert.
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Die
Funktionsweise eines Paares der so aufgebauten. flexiblen Aktuatoren 40 wird
nachstehend beschrieben.
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Der
Pumpentreiber 10 gibt einen Steuerstrom zum Öffnen und
Schließen
und eine Anschlussspannung an jedes Paar Pumpeneinheiten 8A und 8B jedes
der flexiblen Aktuatoren 40 aus, wodurch das Arbeitsfluid
S zwischen den Fluidkammern 12a und 14a jeder
beweglichen Einheit 6 fließt und die bewegliche Einheit 6 gekrümmt wird.
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Der
Rechenprozessor 10b bestimmt die tatsächliche Betätigungskraft und den Versatz
der beweglichen Einheit 6 anhand der durch die Membran 26 verursachten
Stromänderung
und der Speicherungstabelle der Ausbreitungszeit oder der Phase der
vom Schallwellensensor 34 empfangenen Schallwellen, der
die von der Membran 26 erzeugten Schallwellen erfasst.
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Der
Betrieb der Pumpeneinheiten 8A und 8B wird unterbrochen,
wenn die Betätigungskraft
der beweglichen Einheit 6 den optimalen Wert M und der Versatzbetrag
der beweglichen Einheit 6 den optimalen Betrag H erreichen.
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Wenn
die flexiblen Aktuatoren 40 beispielsweise als Arme eines
Spielzeug-Roboters dienen, bewegen sich die beweglichen Einheiten 6,
bis ihr Versatzbetrag dem Zielwert M entspricht, ungeachtet des
durch die Berührung
mit einem Menschen hervorgerufenen Widerstands. Deshalb kann der
Betrieb der Pumpeneinheiten 8A und 8B unterbrochen
werden, wenn die Betätigungskraft
einen vorgegebenen Wert erreicht, der kleiner ist als der Zielwert
M.
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Jede
bewegliche Einheit 6 des flexiblen Aktuators 40 enthält ein Paar
Pumpeneinheiten 8A und 8B zum Fördern des
Arbeitsfluids S zwischen der Fluidkammer 14a und der Fluidkammer 12a,
so dass die flexiblen Aktuatoren 40 erzielt werden, die
sich durch die Erhöhung
der Biegegeschwindigkeit der beweglichen Einheiten 6 rasch
bewegen können.
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Der
Kern 42 jeder beweglichen Einheit 6 besteht aus
elektrischen Leitern, die die Verbindung zwischen den jeweiligen
Pumpeneinheiten 8A und 8B und dem Pumpentreiber 10 herstellen,
und in der beweglichen Einheit 6 angeordnet sind, wodurch
die elektrischen Drähte
vor Beschädigung
geschützt
und elektrische Schläge
und dgl. verhindert werden.
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Die
Pumpeneinheiten 8A und 8B sowie die bewegliche
Einheit 6 werden zusammen von einer weichen Abdeckung 44 umhüllt. Die
flexiblen Aktuatoren 40 vermitteln so durch die weiche
Abdeckung 44 das Gefühl
einer weichen Berührung
wie von einem Lebewesen. Da die Abdeckung 44 aus einem Polymermaterial
besteht, absorbiert sie das Arbeitsfluid S, so dass selbst bei einer Leckage
von Arbeitsfluid S aus dem Schlauch 12 oder 14 kein
Arbeitsfluid S nach außen
austritt.
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Der
ringförmige
Hohlraum 48 und der Haken 51, die als lösbare Struktur
dienen, sind an den jeweiligen Enden (der Pumpeneinheiten 8A bzw. 8B)
jedes flexiblen Aktuators 40 vorgesehen, so dass ein Paar
flexibler Aktuatoren 40 mit einem Handgriff zusammengebaut
und getrennt werden kann und ein leicht zerlegbares Gerät bilden.
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Die
Betätigungskräfte und
der Versatz der beweglichen Einheiten 6 werden durch einen
Druck gesteuert, der durch die durch den auf die Membran 26 ausgeübten Druck
hervorgerufene Änderung
des Steuerstroms und die von der Membran 26 erzeugten Schallwellen
bestimmt wird. Deshalb lässt
sich ein einfacher Steuermechanismus erzielen.
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5 ist
eine schematische Darstellung eines modifizierten Beispiels der
zweiten Ausführungsform.
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Gemäß dem modifizierten
Beispiel weist ein Gerätekörper (z.B,
der Körper
eines Haushalt-Roboters) 41 einen Vorratsbehälter 43 auf,
der eine vorgegebene Menge des Arbeitsfluids S enthält. Das
Arbeitsfluid S im Vorratsbehälter 43 kann
an die beiden Fluidkammern 12a und 14a der beweglichen
Einheit 6 gefördert
werden. Der Vorratsbehälter 43 ist
mit den beiden Fluidkammern 12a bzw. 14a über dazwischen
verlaufende Leitungen 47a bzw. 47b verbunden,
in denen jeweils Pumpeneinheiten 45a bzw. 45b angeordnet
sind.
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Bei
dieser Anordnung wird das Arbeitsfluid S im Vorratsbehälter 43 durch
die Betätigung
der Pumpeneinheiten 45a bzw. 45b in die Fluidkammern 12a und 14a gefördert, wodurch
der Innendruck der Fluidkammern 12a und 14a ansteigt
und die bewegliche Einheit 6 steif gemacht werden kann.
Die Festigkeit des Aktuators kann durch die oben beschriebene Operation
erhöht
werden, die sich von derjenigen (Biegebewegung) unterscheidet, bei
der die Pumpeneinheiten 8A und 8B arbeiten, und
der Aktuator in einen Zustand gebracht werden kann, in dem beispielsweise
ein Spielzeug-Roboter
steif ist.
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6 ist
eine Schnittansicht eines flexiblen Aktuators 50 gemäß einer
dritten Ausführungsform.
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Eine
bewegliche Einheit 52 gemäß der vorliegenden Ausführungsform
enthält
einen flexiblen Kern 54, der in einem axialen Teil der
beweglichen Einheit 52 eingebettet ist, einen Hohlzylinder 52a aus einem
flexiblen elastischen Material, in dem ein Raum um den Umfang des
Kerns 54 vorgesehen ist, und drei Trennwände 52b,
die sich im Raum des Hohlzylinders 52a in dessen Längsrichtung
erstrecken und eine erste, zweite und dritte Fluidkammer 56a, 56b und 56c begrenzen.
Das Arbeitsfluid S ist in der ersten, zweiten und dritten Fluidkammer 56a, 56b und 56c abgedichtet
eingeschlossen. Der Kern 54 beschränkt die Ausdehnung der beweglichen
Einheit 52 in ihrer Längsrichtung.
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Die
drei Trennwände 52b sind
jeweils mit einer ersten, zweiten und dritten Pumpeneinheit 58a, 58b und 58c ausgerüstet Die
erste, zweite und dritte Pumpeneinheit 58a, 58b und 58c sind
jeweils als einseitig wirkende Pumpe ausgeführt, die das Arbeitsfluid S
in einer Richtung fördert.
Das heißt,
die erste Pumpeneinheit 58a fördert das Arbeitsfluid S von
der dritten Fluidkammer 56c zur ersten Fluidkammer 56a,
die zweite Pumpeneinheit 58b fördert das Arbeitsfluid S von
der ersten Fluidkammer 56a zur zweiten Fluidkammer 56b und
die dritte Pumpeneinheit 58c fördert das Arbeitsfluid S von
der zweiten Fluidkammer 56b zur dritten Fluidkammer 56c.
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Im
so aufgebauten flexiblen Aktuator 50 wird die erste Pumpeneinheit 58a durch
den gesteuerten Antrieb eines Pumpentreibers (nicht dargestellt)
betätigt,
um die bewegliche Einheit 52 in Richtung M1 zu krümmen. Im
Betrieb der ersten Pumpeneinheit 58a wird das Arbeitsfluid
S von der dritten Fluidkammer 56c zur ersten Fluidkammer 56 gefördert, wodurch
der Innendruck der ersten Fluidkammer 56a ansteigt; die
dritte Pumpeneinheit 58c arbeitet so, dass der Innendruck
der zweiten Fluidkammer 56b und der dritten Fluidkammer 56c gleich
werden. Durch diese Funktionsweise wird die bewegliche Einheit 52,
deren Ausdehnung in Längsrichtung
durch den Kern 54 beschränkt ist, in der Richtung M1
gekrümmt,
wodurch der Kern 54 gebogen wird.
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Um
die bewegliche Einheit 52 in der Richtung M2 zu krümmen, arbeitet
die zweite Pumpeneinheit 58b so, dass das Arbeitsfluid
S von der ersten Fluidkammer 56a zur zweiten Fluidkammer 56b gefördert wird,
wodurch der Innendruck der zweiten Fluidkammer 56b ansteigt;
und die erste Pumpeneinheit 58a arbeitet so, dass der Innendruck
der dritten Fluidkammer 56c und der ersten Fluidkammer 56a gleich
werden.
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Um
die bewegliche Einheit 52 in der Richtung M3 zu krümmen, arbeitet
die dritte Pumpeneinheit 58c so, dass das Arbeitsfluid
S von der zweiten Fluidkammer 56b zur dritten Fluidkammer 56c gefördert wird,
wodurch der Innendruck der dritten Fluidkammer 56c ansteigt;
und die zweite Pumpeneinheit 58b arbeitet so, dass der
Innendruck der ersten Fluidkammer 56a und der zweiten Fluidkammer 56b gleich
werden.
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Der
flexible Aktuator 50 gemäß der vorliegenden Ausführungsform
ist mit den drei einseitig wirkenden Pumpeneinheiten 58a, 58b und 58c ausgerüstet, von
denen eine jede in der Lage ist, das Arbeitsfluid S zwischen zwei
Fluidkammern zu befördern.
Der Innendruck einer der Fluidkammern wird erhöht, indem der Innendruck der
anderen Fluidkammern durch Betätigen
einer dieser Pumpeneinheiten gesenkt wird, wodurch die bewegliche
Einheit 52 gekrümmt
wird, so dass ein flexibler Aktuator mit einfacher Konfiguration
bereitgestellt werden kann.
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Ein
flexibler Aktuator gemäß einer
vierten Ausführungsform
ist in 7 dargestellt, bei dem es sich um ein modifiziertes
Beispiel des flexiblen Aktuators 50 gemäß der dritten Ausführungsform
handelt.
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Gemäß der vorliegenden
Ausführungsform wird
eine bewegliche Einheit 52 mit einem Pumpentreiber 10 bereitgestellt,
der in einer bestimmten Trennwand 52b der beweglichen Einheit 52 eingebettet
ist, um den Antrieb einer ersten, zweiten und dritten Pumpeneinheit 58a, 58b und 58c zu
steuern.
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Bei
dieser Anordnung, in der der Pumpentreiber 10 in der beweglichen
Einheit 52 angeordnet ist, bleibt das Arbeitsfluid S mit
dem Pumpentreiber 10 in Kontakt, so dass die vom Pumpentreiber 10 erzeugte
Wärme vom
Arbeitsfluid S aufgenommen werden kann, wodurch eine Kühlwirkung
des Pumpentreibers 10 bereitgestellt wird. Der flexible
Aktuator 50 kann kompakter ausgeführt werden, da der Pumpentreiber 10 in
der beweglichen Einheit 52 angeordnet ist.
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8 zeigt
einen flexiblen Aktuator 60 gemäß einer fünften Ausführungsform der vorliegenden Erfindung.
Gleiche Komponenten wie der anderen Ausführungsformen sind mit identischen
Bezugszeichen gekennzeichnet, so dass auf ihre Beschreibung verzichtet
wird.
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Der
flexible Aktuator 60 gemäß der vorliegenden Ausführungsform
enthält
eine bewegliche Einheit 62, eine Basiseinheit 66,
die mit der beweglichen Einheit 62 an deren einem unteren
Teil verbunden ist und eine Pumpeneinheit 64 sowie einen
Pumpentreiber 10 zum Steuern des Antriebs der Pumpeneinheit 64 enthält.
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Die
bewegliche Einheit 62 enthält einen langen und schmalen
Schlauch 68, der eine Mehrzahl Schwellkörper 68a, eine Mehrzahl
Trennwände 70, zwischen
denen jeder Schwellkörper 68a sandwichartig
senkrecht über
dem anderen eingeschlossen ist und einen Kern 72, um die
Trennwände 70 senkrecht
parallel zueinander zu halten.
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Der
Schlauch 68 besteht aus einem halb durchlässigen,
weichen und elastischen Material. Der Schlauch 68 enthält die in
Längsrichtung
des Schlauchs 68 im vorgegebenen Abstand zueinander angeordneten
flachen Schwellkörper 68a,
zwischen denen jeweils ein verengtes Teil 68b vorgesehen
ist, wie in 9 dargestellt. Jeder Schwellkörper 68a dient
als eine Fluidkammer gemäß der vorliegenden Erfindung.
Arbeitsfluid S wie Siliconöl
ist in dem die Schwellkörper 68a enthaltenden
Schlauch 68 abgedichtet eingeschlossen.
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Jede
Trennwand 70 besteht aus einem Sliconharz oder dgl. und
ist ein kastenförmiges
Element, das in der Draufsicht ein Rechteck darstellt. In 10 wird
jedes verengte Teil 68b des Schlauchs 68 in eine
konkave Form 70a an der Seite des Kerns 72 der
Trennwand 70 eingeführt,
und jeder Schwellkörper 68a des
Schlauchs 68 wird von den Trennwänden 70 sandwichartig
umschlossen, die jeweils an der oberen und unteren Seite des Schwellkörpers 68a vorgesehen
sind. Auf der obersten Trennwand 70 sitzt eine Kappe 73 aus
synthetischem Harz.
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Wie
aus 11 ersichtlich ist, ist der Kern 72 ein
ebenes Element, das flexibel ist und beispielsweise aus synthetischem
Harz besteht. Die Trennwände 70 sind
mit einer Mehrzahl Schrauben 74 so am Kern 72 befestigt,
dass die Trennwände 70 senkrecht
zueinander beabstandet sind. Der Kern 72 ist an der Basiseinheit 66 am
unteren Ende des Kerns 72 befestigt. Eine weiche Folie
(nicht dargestellt) umhüllt den
gesamten Kern 72 mit den eingesetzten Schrauben 74.
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Die
Basiseinheit 66 ist mittels Befestigungsschrauben 76 an
einer Vorrichtung (nicht dargestellt) befestigt. Die in der Basiseinheit 66 enthaltene
Pumpeneinheit 64 hat eine ähnliche Konfiguration wie die das
Gerätekörpers 41 von 5.
Die Pumpeneinheit 64 ist mit einer unteren Öffnung des
Schlauchs 68 und einem Vorratsbehälter 65 verbunden,
der eine vorgegebene Menge Arbeitsfluid S speichert. Die Pumpeneinheit 64 fördert das
im Vorratsbehälter 65 gespeicherte
Arbeitsfluid S in den Schlauch 68 und führt das Arbeitsfluid 5 vom
Schlauch 68 zurück
in den Vorratsbehälter 65.
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Die
Basiseinheit 66 ist mit einem Lichterzeugungs-/Empfangselement 80 ausgeführt, das
ein Licht erzeugendes Element, z.B. eine Leuchtdiode, und ein Lichtempfangselement,
z.B. eine Fotodiode enthält.
Ein Reflektor 82 etwa ein Spiegel ist an einem unteren
Teil der untersten Trennwand 70 angeordnet, der dem Lichterzeugungs-/Empfangselement 80 über den
Schwellkörper 68a des
Schlauchs 68 hinweg gegenüberliegt. Das Lichterzeugungs-/Empfangselement 80 sendet
dem Pumpentreiber 10 Erfassungsdaten über die Lichtmenge, die zum
Reflektor 82 ausgestrahlt worden ist (Menge des empfangenen
Lichtes).
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Der
Pumpentreiber 10 ist mit einer Eingangs-Schnittstellenschaltung,
einem Rechenprozessor, einem Speichergerät einer Ausgangs-Schnittstellenschaltung
und dgl. ausgerüstet, wobei
der Pumpentreiber 10 eine ähnliche Konfiguration wie die
des in 2 dargestellten Pumpentreibers hat. Das Speichergerät speichert
als Speicherungstabelle Versatzwerte der beweglichen Einheit 62,
die sich entsprechend der Änderung
des Fluiddrucks im Schlauch 68 (Fluidkammern) ändern. Das Speichergerät speichert
außerdem
als Speicherungstabelle Versatzwerte der beweglichen Einheit 62 entsprechend
der Änderung
der empfangenen Lichtmenge, die vom Lichterzeugungs/Empfangselement 80
eingegeben werden. Der Rechenprozessor führt anhand der Speicherungstabellen
eine vorgegebene Berechnung zur Steuerung des Antriebs der Pumpeneinheit 64 aus.
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Ein
Paar der oben beschriebenen flexiblen Aktuatoren 60 arbeitet
wie folgt.
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Der
Pumpentreiber 10 liefert einen Strom zur Steuerung der
Pumpeneinheiten 64 der jeweiligen flexiblen Aktuatoren 60.
Wenn jede Pumpeneinheit 64 so arbeitet, dass das Arbeitsfluid
S vom Vorratsbehälter 65 zum
Schlauch 68 gefördert
wird, fließt das
Arbeitsfluid S in die Schwellkörper 68a des Schlauchs 68,
wodurch das Volumen jedes Schwellkörpers 68a zunimmt.
Mit zunehmendem Volumen jedes Schwellkörpers 68a bewegen
sich die Trennwände 70,
die die Schwellkörper 68a sandwichartig umgeben,
individuell nach oben und krümmen
dadurch den Kern 72 in einen Zustand, in dem jeder flexible
Aktuator 60 gekrümmt
ist, wie aus 12 zu ersehen ist. Wenn die
Pumpeneinheit 64 das Arbeitsfluid S aus dem Schlauch 68 zum
Vorratsbehälter 65 zurückführt, nimmt
das Volumen jedes Schwellkörpers 68a des
Schlauchs 68 ab, und die Trennwände 70 werden durch
die elastische Rückholkraft
des Kerns 72 einzeln in ihre Ausgangspositionen zurückgebracht,
wodurch der flexible Aktuator 60 gerade wird, wie in 8 dargestellt
ist.
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Wenn
sich in diesem Fall die Trennwände 70,
die jeden Schwellkörper 68a sandwichartig
einschließen,
nach oben bewegen, ändern
sich der relative Winkel und der Abstand zwischen dem Lichterzeugungs-/Empfangselement 80 und
dem Reflektor 82, wodurch die zum Pumpentreiber 10 gesendete Menge
des empfangenen Lichtes abnimmt. Der Rechenprozessor des Pumpentreibers 10 bestätigt anhand
der Speicherungstabellen für
die empfangene Lichtmenge und den Versatzbetrag der beweglichen Einheit 62 den
tatsächlichen
Versatzbetrag der beweglichen Einheit 62 und bestimmt,
ob der Versatzbetrag den Zielwert erreicht hat. Hat der tatsächliche Versatzbetrag
der beweglichen Einheit 62 den Zielwert nicht erreicht,
wird das Arbeitsfluid S zwischen dem Schlauch 68 und dem
Vorratsbehälter 65 durch Betätigen der
Pumpeneinheit 64 befördert.
Wenn der Versatzbetrag der beweglichen Einheit 62 den Zielwert
erreicht, wird der Betrieb der Pumpeneinheit 64 unterbrochen.
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Im
so aufgebauten flexiblen Aktuator 60 bewegen sich die jeden
Schwellkörper 68a sandwichartig
senkrecht umgebenden Trennwände 70 in
senkrechter Richtung, um das Volumen der Schwellkörper 68a des
Schlauchs 68 durch Betätigen
der Pumpe 64 zu vergrößern oder
zu verkleinern, wodurch der Kern 72 gekrümmt wird,
um die bewegliche Einheit 62 zu verformen, womit ein flexibler
Aktuator, der durch Erhöhen
der Bewegungsgeschwindigkeit der beweglichen Einheit 62 rasch
bewegt werden kann, bereitgestellt wird.
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Wenn
sich die bewegliche Einheit 62 krümmt, gibt das Lichterzeugungs-/Empfangselement
80 Daten der sich ändernden
Menge des empfangenen Lichtes in den Pumpentreiber 10 ein
und dieser führt
die Steuerung entsprechend der Änderung
der Menge des empfangenen Lichtes aus, so dass sich die bewegliche
Einheit 62 um einen optimalen Versatzbetrag (Krümmungsmaß) krümmt, wodurch
die bewegliche Einheit 62 mit hoher Genauigkeit arbeiten
kann.
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Wenn
das in den Druckkammern dicht eingeschlossene Arbeitsfluid S gemäß der ersten
bis fünften
Ausführungsform
durch ein Heizmittel, z.B. einen Heizdraht, erwärmt wird, kann ein flexibler
Aktuator für
einen Spielzeug-Roboter bereitgestellt werden, der sich warm anfühlt wie
ein lebendiges Wesen.
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Wenn
der flexible Aktuator mit einer Spracherkennungsfunktion ausgeführt ist
(z.B. einer Funktion zur Unterbrechung der Biegebewegung, wenn der
Benutzer "Stopp" sagt), kann ein
noch sicherer flexibler Aktuator. bereitgestellt werden.
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Industrielle
Anwendbarkeit
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Wenn
die bewegliche Einheit Bewegungen einer Roboterhand ausführt, um
einen weichen Gegenstand zu halten wie eine Frucht, oder in einem Spielzeug-Roboter
eingesetzt wird, der sich gegenüber
Menschen wie ein lebendiges Wesen verhält, kann ein Aktuator mit einem
weichen einer Hand entsprechenden Endteil eine verbesserte Anpassungsfähigkeit
hinsichtlich der Sicherheit und der Haltefunktion haben. Um die
Anpassungsfähigkeit
hinsichtlich der Sicherheit und der Haltefunktion zu verbessern,
ist ein Fluid-Aktuator am besten geeignet. Bei einem bekannten Fluid-Aktuator,
der keine integrierte Pumpeneinheit aufwies, mussten jedoch notwendigerweise
eine Reihe Druckschläuche
zur Spitze des Aktuators geführt
werden, so dass sich Arme und dgl. nicht frei bewegen konnten. Obwohl
als Fluid vorzugsweise eine Flüssigkeit
verwendet wurde, um die Leistungsfähigkeit zu verbessern, da Flüssigkeiten
nicht kompressibel sind, bestand das Risiko erheblicher Schäden durch
eine Leckage, da sich in den Schlauchleitungen einer bekannten Pumpe
des zentralen Typs eine große
Flüssigkeitsmenge
befand. Insbesondere bestand ein weiteres Risiko darin, dass in
einem weichen Aktuator Löcher
entstehen konnten, wofür
im Stand der Technik keine Gegenmaßnahmen bekannt sind.
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Bei
einem flexiblen Aktuator mit integrierter Pumpe gemäß der vorliegenden
Erfindung dient die bewegliche Einheit zum Klemmen und Halten eines Gegenstandes,
ohne diesen zu verkratzen, da die bewegliche Einheit mit einem Schlauch
aus weichem und elastischem Material ausgeführt ist, der sich an der Seite
der beweglichen Einheit befindet, die in Berührung mit dem Gegenstand kommt,
wenn die bewegliche Einheit mit einer Klemm- und Haltekraft auf den
Gegenstand wirkt.
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Wenn
der Aktuator mit einem Vorratsbehälter ausgeführt ist, der eine vorgegebene
Menge Fluid speichert, und mit Fördermitteln,
um die Zufuhr des im Vorratsbehälter
gespeicherten Fluids zu den Fluidkammern der beweglichen Einheit
zu steuern, kann die bewegliche Einheit steif gemacht werden, indem der
Innendruck durch Zufuhr des im Vorratsbehälter gespeicherten Fluids zu
den Fluidkammern durch Betätigen
der Fördermittel
erhöht
wird. Wenn der Aktuator als eine Komponente beispielsweise eines Spielzeug-Roboters
verwendet wird, kann deshalb der Spielzeug-Roboter in einen straffen Zustand übergehen,
wenn die bewegliche Einheit steif wird, gegenüber einer von einer Pumpeneinheit
erzeugten Biegebewegung. Da die bewegliche Einheit von einer Außenabdeckung
mit Flüssigkeit
absorbierender Funktion umhüllt
ist, nimmt die Außenabdeckung
die Flüssigkeit
auf, so dass diese selbst bei einer Leckage aus der beweglichen
Einheit nicht nach außen
gelangt.
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Wenn
eine Mehrzahl der Fluidkammern mit jeweils einem Drucksensor ausgerüstet ist
und der Pumpentreiber die tatsächliche
Betätigungskraft
der beweglichen Einheit gemäß der Erfassung
durch die Drucksensoren zum Steuern des Antriebs der Pumpeneinheit
berechnet, bestimmen die Drucksensoren den Fluiddruck in den Fluidkammern
und die bewegliche Einheit wird so gesteuert, dass sie mit einer
optimalen Betätigungskraft
gemäß der Druckbestimmung
arbeitet, wodurch die bewegliche Einheit mit hoher Genauigkeit arbeitet.
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Wenn
eine Mehrzahl der Fluidkammern mit jeweils einem Schallwellengenerator
zum Erzeugen von Schallwellen und einem Schallwellensensor zum Erfassen
der Schallwellen ausgerüstet
ist und der Pumpentreiber den tatsächlichen Versatzbetrag der beweglichen
Einheit gemäß der Erfassung
durch die akustischen Sensoren zum Steuern des Antriebs der Pumpeneinheit
berechnet, bestimmen die Schallwellensensoren die Ausbreitungszeit
oder die Phase der in der Fluidkammer erzeugten Schallwellen und
die bewegliche Einheit wird so gesteuert, dass sie mit einem optimalen
Versatzbetrag gemäß der Bestimmung
durch die Schallwellensensoren arbeitet, wodurch die bewegliche
Einheit mit hoher Genauigkeit arbeitet.
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Wenn
die bewegliche Einheit mit einander gegenüberliegendem Lichtgenerator
und Lichtempfänger
oder einem Lichterzeugungs-/Empfangselement und einem Reflektor,
die einander gegenüberliegend
angeordnet sind, ausgeführt
ist und die tatsächliche
Betätigungskraft
der beweglichen Einheit gemäß der Erfassung
durch den Lichtempfänger oder
das Lichterzeugungs-/Empfangselement zum Steuern des Antriebs der
Pumpeneinheit berechnet wird, werden die Betätigungskraft und der Versatzbetrag
der beweglichen Einheit mittels des Lichtgenerators und des Lichtempfängers oder
des Lichterzeugungs-/Empfangselements und des Reflektors gesteuert,
wodurch ein einfacher Steuermechanismus bereitgestellt wird.