-
Die Erfindung betrifft ein Verfahren
und eine Vorrichtung zum Gießen
von T-Balken oder Betonelementen mit einem oder mehreren hohlen
Kern(en).
-
Gleitformgießen ist ein üblicherweise
verwendetes Verfahren zum Gießen
von Betonelementen. Gleitformgießen kann auch mittels Kernrohren durchgeführt werden.
In einer ersten Stufe, bevor die Kernrohre installiert werden, wird
frischer Beton, welcher den unteren Teil der zu gießenden Tafel
bilden wird, auf das Bett geleitet. Nach dem Installieren der Kernrohre
wird frischer Beton, welcher den oberen Teil der Platte bilden wird,
auf und zwischen die Rohre geleitet. Üblicherweise wird Gleitformgießen verwendet,
um einen langen durchgehenden Guss zu erzeugen, der, sobald er ausgehärtet ist,
in Teile mit der gewünschten
Länge zersägt wird.
Aus der Sicht der Handhabung wird es jedoch in einigen Fällen bevorzugt,
Güsse herzustellen,
die ihre endgültige
Länge aufweisen.
-
Ein Verfahren und eine Vorrichtung,
welche den nächstliegenden
Stand der Technik gegenüber der
vorliegenden Erfindung darstellen, sind aus der DE-A-1 584 837 bekannt.
-
Eine weitere Lösung ist aus der Patentveröffentlichung
FI 102 253 (WO 97/07949) bekannt, in welcher eine Wand, die einen
Gießraum
begrenzt, an den vorderen und hinteren Rändern einer Metallplatte platziert
wird, die einen Teil eines zusammengesetzten Aufbaus bildet. Beim
Gießen
wird keine Form verwendet. Nach dem Gießen wird die Stirnwand weggehoben.
Die Rückwand
bewegt sich vor und zurück,
und drückt
somit frischen Beton unter eine schwingende Platte, während der
Gießvorgang
fortschreitet. Diese bekannte Lösung
ist mit dem Problem behaftet, dass sie nicht zum Gießen vorgespannter
Elemente verwendet werden kann, da es nicht möglich ist, an den bewegbaren
Endwänden Drähte zu verankern.
In der angeführten
Lösung
werden Verstärkungsstäbe, welche
in der Längsrichtung entlang
der Oberseite der metallischen Grundplatte verlaufen, an Stelle
von Spanndrähten
verwendet. Andererseits erhöht
eine Stahlgrundplatte mit Verstärkungsstäben den
Preis des Guss-Produkts.
-
Die kennzeichnenden Merkmale des
Verfahrens gemäß der vorliegenden
Erfindung werden in Anspruch 1 dargelegt. Die kennzeichnenden Merkmale
der Vorrichtung gemäß der Erfindung
werden in Anspruch 2 dargelegt.
-
Das Verfahren gemäß der Erfindung ermöglicht es,
für die
richtige endgültige
Form sowohl an dem vorderen als auch an dem hinteren Ende des Gusses
zu sorgen. Somit ist es möglich,
Elemente oder Balken mit der gewünschten
Länge zu
gießen, welche
nach dem Gießen
nicht in Teile mit der richtigen Länge zersägt werden müssen. Folglich werden keine
Abfallstücke
produziert. Bei der Herstellung von kurzen Tafeln wäre der Anteil
von Tafelendabfallstücken
verhältnismäßig größer als
bei der Herstellung von langen, durchgehenden Tafeln, welche danach
in Teile mit der gewünschten
Länge zersägt werden.
Es ist daher besonders in dem Fall von kurzen Tafeln wichtig, die
Produktion von Abfallstücken zu
vermeiden.
-
In der Vorrichtung gemäß der Erfindung
können
die Enden der Beton-Spanndrähte an einer
Stirnplatte verankert werden, während
deren andere Enden an der Endplatte verankert werden können. Da kurze
Elemente nicht immer vorgespannt sein müssen, kann die Erfindung darüber hinaus
unter Verwendung von nicht gespannten Drähten oder Verstärkungsstäben realisiert
werden.
-
In einer zu bevorzugenden Ausführungsform der
Erfindung wird eine bewegbare Ankerplatte, die entweder die Stirn-
oder die Endplatte bildet, verwendet. Sie kann gemäß der Länge des
zu gießenden Elements
in einer gewünschten
Position an dem Gussbett befestigt sein.
-
Im Folgenden werden die Erfindung
und Einzelheiten davon unter Bezugnahme auf die beiliegenden Zeichnungen
detaillierter beschrieben, in welchen:
-
1 eine
schematische Seitenansicht der Vorrichtung gemäß der Erfindung zu Beginn des
Gießens
ist,
-
1a eine
axonometrische Ansicht eines Details von 1 ist,
-
2 bis 4 die Vorrichtung von 1 bei verschiedenen Stufen
des Gießens
zeigt, und
-
5 einen
alternativen Weg zeigt, um eine Endwand der Form (die Stirnplatte
oder die Endplatte) an den Seiten der Form zu befestigen, und
-
6 einen
Weg zeigt, um die bewegbare Endwand von 5 zu fixieren.
-
In der Vorrichtung gemäß der Erfindung (1) ist der Rahmen 1 in
Relation zu dem Bett 2 in der Richtung von Pfeil A bewegbar,
entweder damit der Rahmen sich in Bezug auf das feststehende Bett bewegt,
oder damit das Bett sich in Bezug auf den feststehenden Rahmen bewegt.
Der Kraftantrieb der Vorrichtung wird in den Zeichnungen nicht gezeigt. Zwei Zufuhrbehälter 3 und 4 werden
an dem Rahmen getragen, und unter diesen leiten Bandförderer 5 und 6 frischen
Beton in Zufuhrtrichter 7 und 8 hinein ein.
-
Um hohle Kerne zu bilden, umfasst
die Vorrichtung parallele, röhrenförmige, schwingende
Gleitsegmente 9 mit einem Boden, der geneigt ist, sodass sein
vorderes Ende höher
ist als sein hinteres Ende, und parallele Kernrohre 10 hinter
diesen. Die schwingenden Gleitsegmente und Kernrohre sind mittels flacher
Eisen 11 an ihren Oberteilen an dem Rahmen getragen. Die
schwingenden Gleitsegmente werden durch eine Rüttelvorrichtung 12 in
Schwingung versetzt. An dem hinteren Ende der Vorrichtung ist eine obere
Platte 14, welche von einer Rüttelvorrichtung 15 in
Schwingung versetzt wird, vorgesehen. Darüber hinaus versetzt ein Motor 13 die
Kernrohre 10 in eine kontinuierliche längs gerichtete Bewegung nach vorne
und nach hinten, wobei sich jedes Rohr in der entgegengesetzten
Richtung in Bezug auf das benachbarte Rohr bewegt.
-
An dem vorderen Ende des Gießbetts ist eine
Stirnplatte 16 vorgesehen, welche eine senkrechte Endwand
an dem vorderen Ende bildet. Die Stirnplatte umfasst parallele Öffnungen 17 zur
Aufnahme der sich bewegenden Kernrohre (1a). Der obere Rand der Stirnplatte umfasst
Einschnitte 18 zur Aufnahme der Kernrohrträger: Des
Weiteren weisen der obere Rand und der untere Rand der Platte Schlitze 19 zum
Spannen der Drähte
auf. An dem hinteren Ende des Betts ist eine Endplatte 20 mit
derselben Form vorgesehen (3).
-
Die Erfindung ist nicht nur auf das
Gießen von
Hohlkerntafeln anwendbar, sondern auch auf das Gießen anderer
Formen von Betonelementen, wie z. B. T-Balken. In diesem Fall werden
anstatt der schwingenden Gleitsegmente 9 und der Kernrohre 10 Formgebungsmittel
gemäß dem Profil der
Balken verwendet, und im Gegensatz zum Gießen von Hohlkerntafeln ist
die obere Fläche
des Gusses nicht bedeckt.
-
Beim Gießen von Hohlkerntafeln funktioniert die
Vorrichtung gemäß der Erfindung
wie folgt:
In der ersten Stufe (1)
befinden sich die schwingenden Gleitsegmente und die Kernrohre hinter
der Stirnplatte 16. Um die Tafelschicht unter den Kernrohren
zu bilden, wird frischer Beton, welcher den unteren Teil der Tafel
bilden wird, von einem ersten Zufuhrtrichter 7, der zu
Beginn vor der Stirnplatte 16 angeordnet ist, auf das Bett
geleitet.
-
Die Gießvorrichtung bewegt sich in
der Gießrichtung
in Relation zu dem Bett, und die schwingenden Gleitsegmente 9 und
die Kopfstücke
der Kernrohre 10 sowie deren Träger 11 werden in der
Stirnplatte 16 aufgenommen. Die schwingenden Gleitsegmente
rütteln
den unter ihnen befindlichen Beton und machen ihn somit kompakt.
Nachdem er über
die Stirnplatte 16 zu der Vorderseite der Stirnplatte gelangt,
beginnt der hintere Zufuhrtrichter frischen Beton zwischen und auf
die Kernrohre zu leiten (2).
-
Das Gießen wird fortgesetzt, und die
Vorrichtung bewegt sich in Richtung der Endplatte 20 an dem
Ende des Betts, während
die obere Platte 14 die obere Fläche der Tafel mittels der Rüttelvorrichtung 15 verdichtet.
Die sich in Längsrichtung
vor und zurück
bewegenden Kernrohre führen
gleichzeitig eine Scherungsverdichtung durch, und der den Zwischenaufbau 23 zwischen
den Kernen bildende Beton wird kompakter. Sobald der vordere Zufuhrtrichter 7 die Endplatte
erreicht hat, wird die Einleitung von Beton aus diesem angehalten
(3).
-
Die Vorrichtung lässt die Endplatte 20 durch, und
die schwingenden Gleitsegmente 9 und die Kernrohre 10,
sowie deren Träger 11 durchlaufen diese
(4). Sobald der hintere
Zufuhrtrichter 8 die Endplatte erreicht hat, wird die Einleitung
von Beton aus diesem angehalten. Somit ist der Guss der Hohlkerntafel
abgeschlossen.
-
Die Stirnplatte 16 oder
die Endplatte 20 kann an der gewünschten Position an dem Bett
entfernbar befestigt werden, sodass die Position der Platte gemäß der Länge der
zu gießenden
Tafel eingestellt werden kann. In 5 ist
eine Lösung
gezeigt, bei welcher der Anschlag an den Seiten des Betts befestigt
ist. Das Fixieren erfolgt mittels einer Schieberplatte 28 mit
Endöffnungen 21.
In den Seiten des Betts ist eine Anzahl von Löchern 22 vorgesehen,
und die Schieberplatte wird in die gewünschte Position verriegelt,
indem ein Stift durch die Ausrichtungslöcher 21 und 22 geschoben
wird. Spanndrähte 23 werden mittels
der Schieberplatte gespannt. Die Löcher 21 und 22 müssen nicht
in waagrechte Flächen
gemacht sein, sondern können
auch in den senkrechten Flächen
der Schieberplatte und den Seiten von dem Bett vorgesehen sein.
-
6a und b zeigen eine Art, die bewegbare Platte
von 5 zu fixieren, im
Querschnitt bzw. von oben. Das Loch 21 in dem Anschlag
ist oval und sein größerer Durchmesser
verläuft
quer zur Gießrichtung.
Eine kreisförmige
Platte 24 ist in dem Loch 21 angeordnet und weist
einen Durchmesser auf, welcher dem kleineren Durchmesser des Lochs 21 entspricht.
Ein Stift 25, welcher in Löcher 22 in den Seiten
des Betts passt, ist an der Platte 24 exzentrisch befestigt.
Die obere Platte 26 ist mit einem Betätigungs- und Verriegelungshebel 27 versehen.
Somit kann der Anschlag durch Drehen der Platte 24 in dem ovalen
Loch 21 mittels des Hebels 27 bewegt werden. Wenn
die Löcher 22 den
richtigen Abstand in Bezug auf die Größe der Löcher 21 und die Exzentrizität des Stifts 25 aufweisen,
kann die Position des Anschlags stufenlos geändert werden.
-
Es gibt weitere geeignete Wege für eine einstellbare
Fixierung der Platten zu sorgen, und die Verriegelung kann nicht
nur zu den Seiten sondern auch zu der Endwand des Betts erfolgen.
-
Wenn die Drähte mittels einer einstellbaren Stirn-
oder Endplatte fixiert werden, wird weniger Stahl verbraucht. Wenn
die Drähte
an fixierten Bettenden verankert sind, wird ein Teil ihrer Länge verschwendet.
Da es möglich
ist, die Drähte
erst nach der Streckstufe abzuschneiden, kann des Weiteren die Drahtverlängerung
genutzt werden.