DE60006830T2 - Verfahren und vorrichtung zum giessen von betonprodukten - Google Patents

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Description

  • Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Gießen von T-Balken oder Betonelementen mit einem oder mehreren hohlen Kern(en).
  • Gleitformgießen ist ein üblicherweise verwendetes Verfahren zum Gießen von Betonelementen. Gleitformgießen kann auch mittels Kernrohren durchgeführt werden. In einer ersten Stufe, bevor die Kernrohre installiert werden, wird frischer Beton, welcher den unteren Teil der zu gießenden Tafel bilden wird, auf das Bett geleitet. Nach dem Installieren der Kernrohre wird frischer Beton, welcher den oberen Teil der Platte bilden wird, auf und zwischen die Rohre geleitet. Üblicherweise wird Gleitformgießen verwendet, um einen langen durchgehenden Guss zu erzeugen, der, sobald er ausgehärtet ist, in Teile mit der gewünschten Länge zersägt wird. Aus der Sicht der Handhabung wird es jedoch in einigen Fällen bevorzugt, Güsse herzustellen, die ihre endgültige Länge aufweisen.
  • Ein Verfahren und eine Vorrichtung, welche den nächstliegenden Stand der Technik gegenüber der vorliegenden Erfindung darstellen, sind aus der DE-A-1 584 837 bekannt.
  • Eine weitere Lösung ist aus der Patentveröffentlichung FI 102 253 (WO 97/07949) bekannt, in welcher eine Wand, die einen Gießraum begrenzt, an den vorderen und hinteren Rändern einer Metallplatte platziert wird, die einen Teil eines zusammengesetzten Aufbaus bildet. Beim Gießen wird keine Form verwendet. Nach dem Gießen wird die Stirnwand weggehoben. Die Rückwand bewegt sich vor und zurück, und drückt somit frischen Beton unter eine schwingende Platte, während der Gießvorgang fortschreitet. Diese bekannte Lösung ist mit dem Problem behaftet, dass sie nicht zum Gießen vorgespannter Elemente verwendet werden kann, da es nicht möglich ist, an den bewegbaren Endwänden Drähte zu verankern. In der angeführten Lösung werden Verstärkungsstäbe, welche in der Längsrichtung entlang der Oberseite der metallischen Grundplatte verlaufen, an Stelle von Spanndrähten verwendet. Andererseits erhöht eine Stahlgrundplatte mit Verstärkungsstäben den Preis des Guss-Produkts.
  • Die kennzeichnenden Merkmale des Verfahrens gemäß der vorliegenden Erfindung werden in Anspruch 1 dargelegt. Die kennzeichnenden Merkmale der Vorrichtung gemäß der Erfindung werden in Anspruch 2 dargelegt.
  • Das Verfahren gemäß der Erfindung ermöglicht es, für die richtige endgültige Form sowohl an dem vorderen als auch an dem hinteren Ende des Gusses zu sorgen. Somit ist es möglich, Elemente oder Balken mit der gewünschten Länge zu gießen, welche nach dem Gießen nicht in Teile mit der richtigen Länge zersägt werden müssen. Folglich werden keine Abfallstücke produziert. Bei der Herstellung von kurzen Tafeln wäre der Anteil von Tafelendabfallstücken verhältnismäßig größer als bei der Herstellung von langen, durchgehenden Tafeln, welche danach in Teile mit der gewünschten Länge zersägt werden. Es ist daher besonders in dem Fall von kurzen Tafeln wichtig, die Produktion von Abfallstücken zu vermeiden.
  • In der Vorrichtung gemäß der Erfindung können die Enden der Beton-Spanndrähte an einer Stirnplatte verankert werden, während deren andere Enden an der Endplatte verankert werden können. Da kurze Elemente nicht immer vorgespannt sein müssen, kann die Erfindung darüber hinaus unter Verwendung von nicht gespannten Drähten oder Verstärkungsstäben realisiert werden.
  • In einer zu bevorzugenden Ausführungsform der Erfindung wird eine bewegbare Ankerplatte, die entweder die Stirn- oder die Endplatte bildet, verwendet. Sie kann gemäß der Länge des zu gießenden Elements in einer gewünschten Position an dem Gussbett befestigt sein.
  • Im Folgenden werden die Erfindung und Einzelheiten davon unter Bezugnahme auf die beiliegenden Zeichnungen detaillierter beschrieben, in welchen:
  • 1 eine schematische Seitenansicht der Vorrichtung gemäß der Erfindung zu Beginn des Gießens ist,
  • 1a eine axonometrische Ansicht eines Details von 1 ist,
  • 2 bis 4 die Vorrichtung von 1 bei verschiedenen Stufen des Gießens zeigt, und
  • 5 einen alternativen Weg zeigt, um eine Endwand der Form (die Stirnplatte oder die Endplatte) an den Seiten der Form zu befestigen, und
  • 6 einen Weg zeigt, um die bewegbare Endwand von 5 zu fixieren.
  • In der Vorrichtung gemäß der Erfindung (1) ist der Rahmen 1 in Relation zu dem Bett 2 in der Richtung von Pfeil A bewegbar, entweder damit der Rahmen sich in Bezug auf das feststehende Bett bewegt, oder damit das Bett sich in Bezug auf den feststehenden Rahmen bewegt. Der Kraftantrieb der Vorrichtung wird in den Zeichnungen nicht gezeigt. Zwei Zufuhrbehälter 3 und 4 werden an dem Rahmen getragen, und unter diesen leiten Bandförderer 5 und 6 frischen Beton in Zufuhrtrichter 7 und 8 hinein ein.
  • Um hohle Kerne zu bilden, umfasst die Vorrichtung parallele, röhrenförmige, schwingende Gleitsegmente 9 mit einem Boden, der geneigt ist, sodass sein vorderes Ende höher ist als sein hinteres Ende, und parallele Kernrohre 10 hinter diesen. Die schwingenden Gleitsegmente und Kernrohre sind mittels flacher Eisen 11 an ihren Oberteilen an dem Rahmen getragen. Die schwingenden Gleitsegmente werden durch eine Rüttelvorrichtung 12 in Schwingung versetzt. An dem hinteren Ende der Vorrichtung ist eine obere Platte 14, welche von einer Rüttelvorrichtung 15 in Schwingung versetzt wird, vorgesehen. Darüber hinaus versetzt ein Motor 13 die Kernrohre 10 in eine kontinuierliche längs gerichtete Bewegung nach vorne und nach hinten, wobei sich jedes Rohr in der entgegengesetzten Richtung in Bezug auf das benachbarte Rohr bewegt.
  • An dem vorderen Ende des Gießbetts ist eine Stirnplatte 16 vorgesehen, welche eine senkrechte Endwand an dem vorderen Ende bildet. Die Stirnplatte umfasst parallele Öffnungen 17 zur Aufnahme der sich bewegenden Kernrohre (1a). Der obere Rand der Stirnplatte umfasst Einschnitte 18 zur Aufnahme der Kernrohrträger: Des Weiteren weisen der obere Rand und der untere Rand der Platte Schlitze 19 zum Spannen der Drähte auf. An dem hinteren Ende des Betts ist eine Endplatte 20 mit derselben Form vorgesehen (3).
  • Die Erfindung ist nicht nur auf das Gießen von Hohlkerntafeln anwendbar, sondern auch auf das Gießen anderer Formen von Betonelementen, wie z. B. T-Balken. In diesem Fall werden anstatt der schwingenden Gleitsegmente 9 und der Kernrohre 10 Formgebungsmittel gemäß dem Profil der Balken verwendet, und im Gegensatz zum Gießen von Hohlkerntafeln ist die obere Fläche des Gusses nicht bedeckt.
  • Beim Gießen von Hohlkerntafeln funktioniert die Vorrichtung gemäß der Erfindung wie folgt:
    In der ersten Stufe (1) befinden sich die schwingenden Gleitsegmente und die Kernrohre hinter der Stirnplatte 16. Um die Tafelschicht unter den Kernrohren zu bilden, wird frischer Beton, welcher den unteren Teil der Tafel bilden wird, von einem ersten Zufuhrtrichter 7, der zu Beginn vor der Stirnplatte 16 angeordnet ist, auf das Bett geleitet.
  • Die Gießvorrichtung bewegt sich in der Gießrichtung in Relation zu dem Bett, und die schwingenden Gleitsegmente 9 und die Kopfstücke der Kernrohre 10 sowie deren Träger 11 werden in der Stirnplatte 16 aufgenommen. Die schwingenden Gleitsegmente rütteln den unter ihnen befindlichen Beton und machen ihn somit kompakt. Nachdem er über die Stirnplatte 16 zu der Vorderseite der Stirnplatte gelangt, beginnt der hintere Zufuhrtrichter frischen Beton zwischen und auf die Kernrohre zu leiten (2).
  • Das Gießen wird fortgesetzt, und die Vorrichtung bewegt sich in Richtung der Endplatte 20 an dem Ende des Betts, während die obere Platte 14 die obere Fläche der Tafel mittels der Rüttelvorrichtung 15 verdichtet. Die sich in Längsrichtung vor und zurück bewegenden Kernrohre führen gleichzeitig eine Scherungsverdichtung durch, und der den Zwischenaufbau 23 zwischen den Kernen bildende Beton wird kompakter. Sobald der vordere Zufuhrtrichter 7 die Endplatte erreicht hat, wird die Einleitung von Beton aus diesem angehalten (3).
  • Die Vorrichtung lässt die Endplatte 20 durch, und die schwingenden Gleitsegmente 9 und die Kernrohre 10, sowie deren Träger 11 durchlaufen diese (4). Sobald der hintere Zufuhrtrichter 8 die Endplatte erreicht hat, wird die Einleitung von Beton aus diesem angehalten. Somit ist der Guss der Hohlkerntafel abgeschlossen.
  • Die Stirnplatte 16 oder die Endplatte 20 kann an der gewünschten Position an dem Bett entfernbar befestigt werden, sodass die Position der Platte gemäß der Länge der zu gießenden Tafel eingestellt werden kann. In 5 ist eine Lösung gezeigt, bei welcher der Anschlag an den Seiten des Betts befestigt ist. Das Fixieren erfolgt mittels einer Schieberplatte 28 mit Endöffnungen 21. In den Seiten des Betts ist eine Anzahl von Löchern 22 vorgesehen, und die Schieberplatte wird in die gewünschte Position verriegelt, indem ein Stift durch die Ausrichtungslöcher 21 und 22 geschoben wird. Spanndrähte 23 werden mittels der Schieberplatte gespannt. Die Löcher 21 und 22 müssen nicht in waagrechte Flächen gemacht sein, sondern können auch in den senkrechten Flächen der Schieberplatte und den Seiten von dem Bett vorgesehen sein.
  • 6a und b zeigen eine Art, die bewegbare Platte von 5 zu fixieren, im Querschnitt bzw. von oben. Das Loch 21 in dem Anschlag ist oval und sein größerer Durchmesser verläuft quer zur Gießrichtung. Eine kreisförmige Platte 24 ist in dem Loch 21 angeordnet und weist einen Durchmesser auf, welcher dem kleineren Durchmesser des Lochs 21 entspricht. Ein Stift 25, welcher in Löcher 22 in den Seiten des Betts passt, ist an der Platte 24 exzentrisch befestigt. Die obere Platte 26 ist mit einem Betätigungs- und Verriegelungshebel 27 versehen. Somit kann der Anschlag durch Drehen der Platte 24 in dem ovalen Loch 21 mittels des Hebels 27 bewegt werden. Wenn die Löcher 22 den richtigen Abstand in Bezug auf die Größe der Löcher 21 und die Exzentrizität des Stifts 25 aufweisen, kann die Position des Anschlags stufenlos geändert werden.
  • Es gibt weitere geeignete Wege für eine einstellbare Fixierung der Platten zu sorgen, und die Verriegelung kann nicht nur zu den Seiten sondern auch zu der Endwand des Betts erfolgen.
  • Wenn die Drähte mittels einer einstellbaren Stirn- oder Endplatte fixiert werden, wird weniger Stahl verbraucht. Wenn die Drähte an fixierten Bettenden verankert sind, wird ein Teil ihrer Länge verschwendet. Da es möglich ist, die Drähte erst nach der Streckstufe abzuschneiden, kann des Weiteren die Drahtverlängerung genutzt werden.

Claims (3)

  1. Verfahren zum Gießen von T-Balken oder Betonelementen mit einer variablen aber spezifischen Länge, die einen oder mehrere sich in Längsrichtung erstreckende hohle Kerne aufweisen, mittels einer Gleitformvorrichtung, die sich in Relation zu einem Bett (2) bewegt und Formgebungsmittel (10) umfasst, die an ihrem oberen Teil zur Herstellung der Kerne getragen sind, wobei in dem Verfahren in der ersten Stufe frischer Beton in den Tafelteil unterhalb der Kerne eingeleitet wird und in seiner zweiten Stufe die Formgebungsmittel über den vorstehend erwähnten Tafelteil gebracht werden und frischer Beton zwischen und auf die Formgebungsmittel geleitet wird, dadurch gekennzeichnet, dass eine Platte (16, 20) auf dem Bett an dem vorderen und dem hinteren Ende des Betonelements befestigt wird, wobei die Platten Öffnungen (17) zur Aufnahme der Formgebungsmittel aufweisen, und dass Schlitze (18) oberhalb der Öffnungen zur Aufnahme der Träger (11) der Formgebungsmittel vorgesehen sind.
  2. Vorrichtung, die in Relation zu einem Gussbett (2) bewegbar ist, zur Herstellung von T-Trägern oder Betonelementen mit einer variablen aber spezifischen Länge, die eine oder mehrere sich in Längsrichtung erstreckende hohle Kerne aufweisen, wobei die Vorrichtung Mittel (7, 8) zum Einleiten frischen Betons, Formgebungsmittel (10), die auf dem Rahmen (1) der Vorrichtung an ihrem oberen Teil getragen sind, um Kerne in dem zu gießenden Element herzustellen, eine obere Wand (14), die eine Form bildet, und Seitenwände umfasst, dadurch gekennzeichnet, dass eine Platte (16, 20) an dem Gussbett (2) an dem vorderen und dem hinteren Ende des Elements befestigt ist, wobei die Platten Öffnungen (17) zur Aufnahme der Formgebungsmittel (10) umfassen, und dass Schlitze (18) oberhalb der Öffnungen vorgesehen sind, um die Träger (11) der Formgebungsmittel aufzunehmen.
  3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Platte (16, 20), die an dem vorderen und/oder dem hinteren Ende angeordnet ist, an dem Bett (2) auf eine solche Weise befestigt ist, dass ihre Position gemäß der Länge des zu gießenden Elements eingestellt werden kann.
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