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Hintergrund der Erfindung
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1. Gebiet der Erfindung
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Die vorliegende Erfindung betrifft
ein neues Naphthalinderivat, Binaphthalinderivat oder Biphenylderivat
mit Oxetanringen, welches zum kationischen Polymerisieren geeignet
ist, sowie ein Verfahren zu dessen Herstellung. Photovernetzbare
Harze und hitzevernetzbare Harze, die aus diesen Derivaten erhalten
wurden, haben einen hohen Brechungsindex und sind überlegen
in der Vernetzbarkeit, Hitzeresistenz und den mechanischen Eigenschaften
und können
folglich in den Gebieten der Farben, Beschichtungsmaterialien, Klebstoffe, Linsen,
etc. verwendet werden.
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Die vorliegende Erfindung betrifft
ebenfalls eine kationisch vernetzbare Zusammensetzung, die für Farb-
und Beschichtungszusammensetzungen, Film- und Folienmaterialien,
Abformmaterialien, Dichtungsmaterialien, Klebstoffe, Linsen etc.
wertvoll sind.
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Zu beachten ist, dass der Ausdruck „ein Derivat" wie beispielsweise
ein Naphthalinderivat in dieser Spezifikation nicht notwendigerweise
eine einzelne Verbindung bedeutet, sondern manchmal eine Vielzahl
von Verbindungen bedeutet (d. h. „Derivate").
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2. Beschreibung des Standes
der Technik
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Verbindungen mit Oxetanringen (im
folgenden manchmal als „Oxetanverbindungen" bezeichnet) haben
in den letzten Jahren Beachtung gefunden als Monomere, welche dazu
geeignet sind, photoinitiiert kationisch polymerisiert oder vernetzt
zu werden. Zahlreiche monofunktionale oder polyfunktionale Oxetanverbindungen
wurden beschrieben. Zum Beispiel offenbaren Pure Appl. Chem. A 29
(10), S. 915 (1992) und Pure Appl. Chem. A30 (2 & amp; 3), S. 189 (1993) Methoden
für die
Synthese verschiedener Oxetanverbindungen.
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Weiter offenbart die
DE 1 021 858 eine Oxetanverbindung,
die die folgende Formel hat:
wobei R ein Rest einer aromatischen
Gruppe ist, der eine Valenz von 1 oder 2 hat und n 1 oder 2 ist.
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Weiterhin offenbart die ungeprüfte japanische
Patentveröffentlichung
(Kokai) Nr. 6-16804 eine Oxetanverbindung, die die folgende Formel
hat:
wobei R ein Wasserstoffatom,
eine C
1 bis C
6 Alkylgruppe,
eine Fluoroalkylgruppe, eine Allylgruppe, eine Arylgruppe, eine
Furylgruppe, eine Thienylgruppe oder ein Fluoratom repräsentiert,
R' repräsentiert
eine Polyhydroxylgruppe ausgewählt
aus der Gruppe bestehend aus linearen oder verzweigten Polyalkylenoxygruppen, Xylylengruppen,
Siloxanbindungen und Esterbindungen, Z repräsentiert ein Sauerstoffatom
oder Schwefelatom und m ist 2, 3 oder 4.
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Weiterhin offenbart die ungeprüfte japanische
Patentpublikation (Kokai) Nr. 8-245783 zahlreiche Oxetanverbindung,
ausgehend von einem bifunktionellen Oxetan mit einer 2,2'-Bitolylendiylgrundstruktur.
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Weiterhin offenbart die ungeprüfte japanische
Patentpublikation (Kokai) Nr. 7-17958 eine Oxetanverbindung, die
aus der Reaktion zwischen Allylchlorid und Hydroxymethyloxetan erhalten
wurde.
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Demgegenüber offenbart Bull. Soc. Chim.
Fr.; FR; 1965; 694–700
eine Oxetanverbindung mit der folgenden Formel als ein Naphthalinderivat
mit einem Oxetanring:
wobei R eine Methylgruppe
oder Ethylgruppe repräsentiert.
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Jedoch enthalten die obigen Derivate
nur einen Oxetanring in den jeweiligen Molekülen und sind daher nicht ausreichend
für eine
Vernetzung mit Hitze oder Licht.
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Zu beachten ist, dass bis heute keine
Naphthalinderivate bekannt sind, die zwei Oxetanringe in einem einzelnen
Molekül,
wie in der vorliegenden Erfindung, aufweisen.
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Weiterhin sind kationisch vernetzbare
Zusammensetzungen mit Oxetanylgruppen (im folgenden als „Oxetanverbindungen" bezeichnet) bekannt
als Zusammensetzungen, die zur Vernetzung mit einer Aktivierungsenergiestrahlung
wie beispielsweise ultraviolettes Licht, Elektronenstrahlung geeignet
sind. Oxetanverbindungen sind widerstandsfähiger gegen Sauerstoffschädigungen
und daher in der Vernetzung als Dünnschichten überlegen,
verglichen mit durch die gleiche Aktivierungsenergiestrahlungen
vernetzten polyfunktionalen Acrylaten, und haben die Eigenschaften
wie Zähigkeit,
geringe Schrumpfung, geringe Hautirritation, etc. wie vernetzte
Artikel. Weiterhin sind sie überlegen
in der Copolymerisation mit im allgemeinen verwendeten Epoxyharzen
und können
daher in einfacher Weise vernetzte Artikel liefern, die gute mechanische
Festigkeit oder Bindung haben (siehe japanische ungeprüfte Patenpublikation
(Kokai) Nr. 8-85775 und japanische ungeprüfte Patentpublikation (Kokai)
Nr. 8-134405).
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Demgegenüber haben in den vergangenen
Jahren Harze auf dem Gebiet der optischen Materialien, wie beispielsweise
Linsenmaterialien, eine größere Verwendung
anstelle von Glas gefunden. Beispielsweise hat die Verwendungsrate
von Kunststoffen für
Brillengläserlinsen
85% erreicht. Dies ist so, weil sie leicht widerstandsfähig gegen
Bruch sind und auch einfach zu färben
sind. Zu beachten ist, dass für
die Verwendung als optisches Material die Eigenschaften eines hohen
Brechungsindex, Lichtdurchlässigkeit,
eine hohe Abbesche Zahl und ein geringes spezifisches Gewicht erforderlich
sind, wobei der hohe Brechungsindex von Harzen besonders wichtig
ist. Als eine Methode zur Verbesserung des Brechungsindex ist es
wirkungsvoll, Halogenatome, Schwefelatome und aromatische Ringe
einzuführen,
die große
atomare und molekulare Lichtbrechungen aufweisen. Jedoch haben Halogenatome
die Problematik eines zuneh menden spezifischen Gewichtes der Harze,
wohingegen Schwefelatome das Problem haben, leicht einen unangenehmen
Geruch zu entwickeln. Weiterhin gibt es das Problem, falls ein aromatischer
Ring in die Verbindung eingeführt
wird, dass die Viskosität
der Rezeptur ansteigt.
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Die obigen Oxetanverbindungen sind überlegen
in der mechanischen Festigkeit und Bindung und sind ebenfalls überlegen
bezüglich
der hohen Produktivität,
ausgezeichneten Verarbeitungsfähigkeit
und der Umweltfreundlichkeit, und sind daher als extrem vielversprechend
als optische Materialien zu bezeichnen. Allerdings wird die Viskosität höher, falls
aromatische Ringe in die Verbindung eingeführt werden, um den Brechungsindex
zu steigern, und es war daher außerordentlich schwierig, beides
zu erhalten, Verarbeitbarkeit und einen hohen Brechungsindex.
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Zusammenfassung
der Erfindung
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Ein Gegenstand der vorliegenden Erfindung
ist es, ein neues Naphthalinderivat mit zwei Oxetanringen in einem
einzigen Molekül
und ein Verfahren zur Herstellung desselben zur Verfügung zu
stellen.
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Ein weiterer Gegenstand der vorliegenden
Erfindung ist es, ein neues Binaphthalinderivat mit zwei Oxetanringen
in einem einzigen Molekül
und ein Verfahren zur Herstellung desselben zur Verfügung zu
stellen.
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Ein weiterer Gegenstand der vorliegenden
Erfindung ist es, ein neues Biphenylderivat mit zwei Oxetanringen
in einem einzigen Molekül
und ein Verfahren zur Herstellung desselben zur Verfügung zu
stellen.
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Ein wieder anderer Gegenstand der
vorliegenden Erfindung ist es, eine kationisch vernetzbare Zusammensetzung,
die eine geringe Viskosität, hervorragende
Verarbeitbarkeit und einen hohen Brechungsindex aufweist zur Verfügung zu
stellen.
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In Übereinstimmung mit der gegenwärtigen Erfindung
wird ein Naphthalinderivat mit Oxetanringen, welches durch die Formel
(I) oder (II) repräsentiert
wird, zur Verfügung
gestellt:
wobei R
1 und
R
2 unabhängig
voneinander ein Wasserstoffatom oder eine C
1 bis
C
6 Alkylgruppe repräsentieren.
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In Übereinstimmung mit der vorliegenden
Erfindung wird ebenfalls ein Verfahren zur Herstellung des obigen
Naphthalinderivats (I) oder (II) mit Oxetanringen zur Verfügung gestellt,
umfassend die Reaktion von Dihydroxy naphthalin mit 3-Alkyl-3-chloromethyloxetan
oder 3-Chloromethyloxetan in Gegenwart eines Alkalimetallhydroxids,
Alkalimetallhydrids oder Alkalimetalls.
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In Übereinstimmung mit der vorliegenden
Erfindung wird weiterhin ein Binaphthalinderivat mit Oxetanringen,
repräsentiert
durch die Formel (III), bereitgestellt:
wobei R
3 und
R
4 unabhängig
voneinander ein Wasserstoffatom oder eine C
1 bis
C
6 Alkylgruppe repräsentieren.
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In Übereinstimmung mit der vorliegenden
Erfindung wird weiterhin noch ein Verfahren zur Herstellung des
obigen Binaphthalinderivats (III) mit Oxetanringen zur Verfügung gestellt,
umfassend die Reaktion von 1,1'-bi-2-Naphthol mit 3-Alkyl-3-chloromethyloxetan
oder 3-Chloromethyloxetan in Gegenwart eines Alkalimetallhydroxids,
Alkalimetallhydrids oder Alkalimetalls.
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In Übereinstimmung mit der vorliegenden
Erfindung wird weiterhin noch ein Biphenylderivat mit Oxetanringen
und repräsentiert
durch die Formel IV, zur Verfügung
gestellt:
wobei R
5 bis
R
8 unabhängig
voneinander ein Wasserstoffatom oder eine Methylgruppe und R
9 und R
10 unabhängig voneinander
ein Wasserstoffatom oder eine C
1 bis C
6 Alkylgruppe repräsentieren.
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In Übereinstimmung mit der vorliegenden
Erfindung wird weiterhin noch ein Verfahren zur Herstellung des
obigen Biphenylderivats (IV) mit Oxetanringen zur Verfügung gestellt,
umfassend die Reaktion von Biphenol mit 3-Alkyl-3-chloromethyloxetan
oder 3-Chloromethyloxetan in Gegenwart eines Alkalimetallhydroxids,
Alkalimetallhydrids oder Alkalimetalls.
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In Übereinstimmung mit der vorliegenden
Erfindung wird weiterhin noch eine kationisch vernetzbare Zusammensetzung
bereitgestellt, umfassend (A) ein Naphthalinderivat mit einer Oxetanylgruppe
und (B) eine aromatische Verbindung mit einer Epoxygruppe oder eine
aromatische Verbindung außer
Naphthalin mit einer Oxetanylgruppe.
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In Übereinstimmung mit der vorliegenden
Erfindung ist weiterhin noch die obige kationisch vernetzbare Zusammensetzung
zur Verfügung
gestellt, wobei besagtes Naphthalinderivat (A) mit einer Oxetanylgruppe 3-Alkyl-3-(1-naphthyloxymethyl)oxetan
oder
3-(1-Naphthyloxymethyl)oxetan ist und durch die Formel
(V) repräsentiert
wird:
wobei R
11 ein
Wasserstoffatom oder eine lineare oder verzweigte C
1 bis
C
4 Alkylgruppe repräsentiert.
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Kurzbeschreibung
der Zeichnungen
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Die vorliegende Erfindung wird besser
verstanden werden durch die nachstehende Beschreibung mit Bezug
zu den begleitenden Zeichnungen, wobei
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1 ein 1H-NMR-Diagramm des 2,7-bis(1-Ethyl-3-oxetanylmethoxy)-naphthalins erhalten
in Beispiel I-1 zeigt,
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2 ein 13C-NMR-Diagramm der 2,7-bis(1-Ethyl-3-oxetanylmethoxy)-naphthalins erhalten
in Beispiel I-1 zeigt,
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3 ein 1H-NMR-Diagramm des 1,5-bis(1-Ethyl-3-oxetanylmethoxy)-naphthalins erhalten
in Beispiel I-2 zeigt,
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4 ein 13C-NMR-Diagramm des 1,5-bis(1-Ethyl-3-oxetanylmethoxy)-naphthalins erhalten
in Beispiel I-2 zeigt,
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5 ein 1H-NMR-Diagramm des 2,3-bis(1-Ethyl-3-oxetanylmethoxy)-naphthalins erhalten
in Beispiel I-3 zeigt,
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6 ein 13C-NMR-Diagramm des 2,3-bis(1-Ethyl-3-oxetanylmethoxy)-naphthalins erhalten
in Beispiel I-3 zeigt,
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7 ein 1H-NMR-Diagramm des 1,1'-bi-2-(1-Ethyl-3-oxetanylmethoxy)-naphthalins
erhalten in Beispiel II-1 zeigt,
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8 ein 13C-NMR-Diagramm des 1,1'-bi-2-(1-Ethyl-3-oxetanylmethoxy)-naphthalins erhalten
in Beispiel II-1 zeigt,
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9 ein 1H-NMR-Diagramm des 4,4'-bis(1-Ethyl-3-oxetanylmethoxy)-biphenyls erhalten
in Beispiel III-1 zeigt,
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10 ein 13C-NMR-Diagramm des 4,4'-bis(1-Ethyl-3-oxetanylmethoxy)-biphenyls
erhalten in Beispiel III-1 zeigt,
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11 ein 1H-NMR-Diagramm des 2,2'-bis(1-Ethyl-3-oxetanylmethoxy)-biphenyls erhalten
in Beispiel III-2 zeigt, und
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12 ein 13C-NMR-Diagramm des 2,2'-bis(1-Ethyl-3-oxetanylmethoxy)-biphenyls erhalten
in Beispiel III-2 zeigt.
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Beschreibung
der bevorzugten Ausführungsform
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Das Naphthalinderivat mit einem Oxetanring
gemäß der ersten
Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung ist eine Verbindung der Formel (I) oder
(II). R1 und R2 in
den Formeln (I) und (II) repräsentieren
unabhängig
voneinander ein Wasserstoffatom oder eine C1 bis
C6 Alkylgruppe. Unter diesen sind eine Methylgruppe und
Ethylgruppe unter dem Gesichtspunkt der einfachen Verfügbarkeit
der Materialien bevorzugt.
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Beim Verfahren zur Herstellung der
obigen Naphthalinderivate mit einem Oxetanring werden Dihydroxynaphthalin
und 3-Alkyl-3-chloromethyloxetan oder 3-Chloromethyloxetan in Gegenwart
eines Alkalimetallhydroxids, Alkalimetallhydrids oder Alkalimetalls
umgesetzt. Es ist weiterhin möglich,
ein Dihydroxynaphthalin mit einem Alkalimetallhydroxid, Alkalimetallhydrid
oder Alkalimetall umzusetzen, um ein Alkalimetallsalz zu bilden, dann
wird das Alkalimetallsalz mit 3-Alkyl-3-chloromethyloxetan oder
3-Chloromethyloxetan umgesetzt. Bei diesen Reaktionen kann, falls
notwendig, ein organisches Lösungsmittel
verwendet werden. Es ist insbesondere bevorzugt, ein aromatisches
kohlenwasserstoffbasierendes Lösungsmittel
zu verwenden. Es werden geeigneterweise z. B. Benzol, Toluol, Xylol,
etc. verwendet.
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Als Dihydroxynaphthalin können 1,3-Dihydroxynaphthalin,
1,4-Dihydroxynaphthalin, 1,5-Dihydroxynaphthalin, 2,3-Dihydroxynaphthalin,
und 2,7-Dihydroxynaphthalin genannt werden. Unter diesen sind unter dem
Gesichtspunkt der Einfachheit der Beschaffung 1,5-Dihydroxynaphthalin,
2,3-Dihydroxynaphthalin und 2,7-Dihydroxynaphthalin bevorzugt.
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Als Alkalimetallhydroxid können Natriumhydroxid
und Kaliumhydroxid etc. genannt werden. Diese Alkalimetallhydroxide
werden vorzugsweise in Pulverform verwendet oder in Form einer 5
bis 60 gewichts-%igen wässrigen
Lösung.
Insbesondere bevorzugt ist die Verwendung einer 40 bis 50 gewichts-%igen
wässrigen
Lösung.
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Weiterhin können als Alkalimetallhydrid
Natriumhydrid oder Kaliumhydrid etc. genannt werden. Als Alkalimetall
können
metallisches Natrium und metallisches Kalium, etc. genannt werden.
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Die Menge des verwendeten obigen
Alkalimetallhydroxids, etc. ist vorzugsweise 1–4 Mol, insbesondere bevorzugt
1,6 bis 2,6 Mol, basierend auf ein Mol des Dihydroxynaphthalins.
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Die Reaktionstemperatur bei der obigen
Reaktion ist vorzugsweise 80 bis 150°C, insbesondere bevorzugt 100
bis 120°C.
Die Reaktionszeit ist abhängig
von der Reaktionstemperatur und ist angemessenerweise 4 bis 12 Stunden.
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Weiterhin ist es bevorzugt, falls
eine wässrige
Alkalimetallhydroxidlösung
für die
obige Reaktion verwendet wird, einen interphasenmobilen Katalysator
zu verwenden, um die Reaktionsgeschwindigkeit zu erhöhen. Als
interphasenmobiler Katalysator kann jeder der bekannten interphasenmobilen
Katalysatoren verwendet werden (z. B. solche von W. P. Weber und
G. W. Gokel beschriebene und ins Japanische übersetzt von Iwao Tabuse und
Kyoko Nishiya, Interphase Mobile Catalysts, Kagaku Dojin, etc.).
Unter diesen ist aufgrund der hohen Leistung als Katalysator ein
organisches quaternäres
Ammoniumsalz und Phosphoniumsalz bevorzugt. Die spezifischen Beispiele
dafür sind
Tetra-n-butylammoniumbromid,
Tetra-n-butylammoniumhydrogensulfat, Benzyltriethylammoniumchlorid,
Trioctylmethylammoniumchlorid, Tetra-n-butylphosphoniumbromid, Trioctylethylphosphoniumchlorid
und Tetraphenylphosphoniumchlorid etc.
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Die Menge des in der vorliegenden
Erfindung verwendeten interphasenmobilen Katalysators ist vorzugsweise
0,1 bis 30 gew.-%, insbesondere bevorzugt 1 bis 10 gew.-%, bezogen
auf das Gewicht des Dihydroxynaphthalins.
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Nach dem Ende der Reaktion wird die
Lösung
auf Raumtemperatur abgekühlt
und die organische Phase oder der organische Feststoff wird extrahiert
und das resultierende Extrakt wird mit Wasser gewaschen und ge trocknet,
um das erwünschte
Naphthalinderivat mit einem Oxetanring zu erhalten. Die Struktur
der so erhaltenen Verbindung kann durch 1H-NMR
und 13C-NMR bestätigt werden.
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Das Binaphthalinderivat mit einem
Oxetanring gemäß der zweiten
Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung ist eine Verbindung mit der obigen Formel
(III). R3 und R4 in
der Formel (III) repräsentieren
ein Wasserstoffatom oder eine C1 bis C6 Alkylgruppe. Unter diesen sind unter dem
Gesichtspunkt der einfachen Zugänglichkeit
der Materialien die Methylgruppe und Ethylgruppe bevorzugt.
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Als Verfahren zur Herstellung des
obigen Binaphthalinderivats mit einem Oxetanring werden 1,1'-bi-2-Naphthol und
3-Alkyl-3-chloromethyloxetan oder 3-Chloromethyloxetan in Gegenwart
eines Alkalimetallhydroxids, Alkalimetallhydrids oder Alkalimetalls
umgesetzt. Es ist ferner möglich,
1,1'-bi-2-Naphthol
mit einem Alkalimetallhydroxid, Alkalimetallhydrid oder Alkalimetall
umzusetzen, um ein Alkalimetallsalz zu erhalten, dann wird das Alkalimetallsalz
mit 3-Alkyl-3-chloromethyloxetan oder 3-Chloromethyloxetan umgesetzt.
Bei diesen Reaktionen kann, falls notwendig, ein organisches Lösungsmittel
verwendet werden. Es ist insbesondere bevorzugt, ein aromatisches
kohlenwasserstoffbasiertes Lösungsmittel
zu verwenden. Zum Beispiel können
geeigneterweise Benzol, Toluol, Xylol etc. verwendet werden.
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Als Alkalimetallhydroxid können Natriumhydroxid
und Kaliumhydroxid, etc. genannt werden. Diese Alkalimetallhydroxide
werden vorzugsweise in Pulverform oder in Form einer 5 bis 60 gewichts-%igen
wässrigen Lösung verwendet.
Insbesondere bevorzugt ist die Verwendung einer 40 bis 50 gewichts-%igen
wässrigen
Lösung.
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Ferner können als Alkalimetallhydride
Natriumhydrid und Kaliumhydrid, etc. genannt werden. Als Alkalimetall
können
metallisches Natrium und metallisches Kalium etc. genannt werden.
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Die Menge des verwendeten oben genannten
Alkalimetallhydroxids etc. ist vorzugsweise 1 bis 4 Mol, insbesondere
bevorzugt 1,6 bis 2,6 Mol, basierend auf ein Mol an 1,1'-bi-2-Naphthol.
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Die Reaktionstemperatur bei der obigen
Reaktion ist vorzugsweise 80 bis 150°C, insbesondere bevorzugt 100
bis 120°C.
Die Reaktionszeit, die von der Reaktionstemperatur abhängt, ist
angemessenerweise 4 bis 12 Stunden.
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Weiterhin ist es bevorzugt, falls
eine wässrige
Alkalimetallhydroxidlösung
für die
obige Reaktion verwendet wird, einen interphasenmobilen Katalysator
zu verwenden, um die Reaktionsgeschwindigkeit zu erhöhen. Als
interphasenmobiler Katalysator kann jeder der bekannten interphasenmobilen
Katalysatoren verwendet werden (z. B. solche von W. P. Weber und
G. W. Gokel beschriebene und ins Japanische übersetzt von Iwao Tabuse und
Kyoko Nishiya, Interphase Mobile Catalysts, Kagaku Dojin, etc.).
Unter diesen ist aufgrund der hohen Leistung als Katalysator ein
organisches quaternäres
Ammoniumsalz und Phosphoniumsalz bevorzugt. Die spezifischen Beispiele
dafür sind
Tetra-n-butylammoniumbromid,
Tetra-n-butylammoniumhydrogensulfat, Benzyltriethylammoniumchlorid,
Trioctylmethylammoniumchlorid, Tetra-n-butylphosphoniumbromid, Trioctylethylphosphoniumchlorid
und Tetraphenylphosphoniumchlorid etc.
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Die Menge des in der vorliegenden
Erfindung verwendeten interphasenmobilen Katalysators ist vorzugsweise
0,1 bis 30 gew.-%, insbesondere bevorzugt 1 bis 10 gew.-%, bezogen
auf das Gewicht des Binaphthalinderivates.
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Nach dem Ende der Reaktion wird die
Lösung
auf Raumtemperatur abgekühlt
und die organische Phase oder der organische Feststoff wird extrahiert
und das resultierende Extrakt wird mit Wasser gewaschen und getrocknet,
um das erwünschte
Binaphthalinderivat mit einem Oxetanring zu erhalten. Die Struktur
der so erhaltenen Verbindung kann durch 1H-NMR
und 13C-NMR bestätigt werden.
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Das Biphenylderivat mit einem Oxetanring
gemäß der dritten
Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung ist eine Verbindung der Formel (IV).
R5 bis R8 in der
Formel (IV) repräsentieren
unabhängig
voneinander ein Wasserstoffatom oder eine Methylgruppe. Unter diesen
ist unter dem Gesichtspunkt der einfachen Erhältlichkeit der Materialien
ein Wasserstoffatom bevorzugt als R5 bis
R8 und eine Methylgruppe und eine Ethylgruppe
sind bevorzugt als R9 und R10.
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Als Verfahren zur Herstellung des
obigen Biphenylderivats mit einem Oxetanring wird Biphenol und 3-Alkyl-3-chloromethyloxetan
oder 3-Chloromethyloxetan umgesetzt in Gegenwart eines Alkalimetallhydroxids,
Alkalimetallhydrids oder Alkalimetalls. Es ist feiner möglich, Biphenol
mit einem Alkalimetallhydroxid, Alkalimetallhydrid oder Alkalimetall
umzusetzen, um ein Alkalimetallsalz zu bilden, dann wird das Alkalimetallsalz mit
3-Alkyl-3-chloromethyloxetan oder 3-Chloromethyloxetan umgesetzt.
Bei diesen Reaktionen kann, falls notwendig, ein organisches Lösungsmittel
verwendet werden. Es ist insbesondere bevorzugt, ein aromatisches
kohlenwasserstoffbasiertes Lösungsmittel
zu verwenden. Zum Beispiel werden angemessenerweise Benzol, Toluol,
Xylol, etc. verwendet.
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Als das Biphenol können 4,4'-Biphenol, 2,2'-Biphenol, 3,3',5,5'-Tetramethyl-4,4'-biphenol und 3,3',5,5'-Tetramethyl-2,2'-biphenol, etc. genannt
werden. Unter diesen sind unter dem Gesichtspunkt der einfachen
Verfügbarkeit
4,4'-Biphenol und
2,2'-Biphenol bevorzugt.
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Als Alkalimetallhydroxid können Natriumhydroxid
und Kaliumhydroxid, etc. genannt werden. Diese Alkalimetallhydroxide
werden vorzugsweise in Pulverform oder in Form einer 5 bis 60 gewichts-%igen
wässrigen Lösung verwendet.
Insbesondere bevorzugt ist die Verwendung einer 40 bis 50 gewichts-%igen
wässrigen
Lösung.
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Ferner können als Alkalimetallhydride
Natriumhydrid und Kaliumhydrid, etc. genannt werden. Als Alkalimetall
können
metallisches Natrium und metallisches Kalium etc. genannt werden.
-
Die Menge des verwendeten oben genannten
Alkalimetallhydroxids etc. ist vorzugsweise 1 bis 4 Mol, insbesondere
bevorzugt 1,6 bis 2,6 Mol, basierend auf ein Mol an Dihydroxynaphthalin.
-
Die Reaktionstemperatur bei der obigen
Reaktion ist vorzugsweise 80 bis 150°C, insbesondere bevorzugt 100
bis 120°C.
Die Reaktionszeit, die von der Reaktionstemperatur abhängt, ist
angemessenerweise 4 bis 12 Stunden.
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Weiterhin ist es bevorzugt, falls
eine wässrige
Alkalimetallhydroxidlösung
für die
obige Reaktion verwendet wird, einen interphasenmobilen Katalysator
zu verwenden, um die Reaktionsgeschwindigkeit zu erhöhen. Als
interphasenmobiler Katalysator kann jeder der bekannten interphasenmobilen
Katalysatoren verwendet werden (z. B. solche von W. P. Weber und
G. W. Gokel beschriebene und ins Japanische übersetzt von Iwao Tabuse und
Kyoko Nishiya, Interphase Mobile Catalysts, Kagaku Dojin, etc.).
Unter diesen ist aufgrund der hohen Leistung als Katalysator ein
organisches quaternäres
Ammoniumsalz und Phosphoniumsalz bevorzugt. Die spezifischen Beispiele
dafür sind
Tetra-n-butylammoniumbromid,
Tetra-n-butylammoniumhydrogensulfat, Benzyltriethylammoniumchlorid,
Trioctylmethylammoniumchlorid, Tetra-n-butylphosphoniumbromid, Trioctylethylphosphoniumchlorid
und Tetraphenylphosphoniumchlorid etc.
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Die Menge des in der vorliegenden
Erfindung verwendeten interphasenmobilen Katalysators ist vorzugsweise
0,1 bis 30 gew.-%, insbesondere bevorzugt 1 bis 10 gew.-%, bezogen
auf das Gewicht des Biphenols.
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Nach dem Ende der Reaktion wird die
Lösung
auf Raumtemperatur abgekühlt
und die organische Phase oder der organische Feststoff wird extrahiert
und das resultierende Extrakt wird mit Wasser gewaschen und getrocknet,
um das erwünschte
Biphenylderivat mit einem Oxetanring zu erhalten. Die Struktur der
so erhaltenen Verbindung kann durch 1H-NMR
und 13C-NMR bestätigt werden.
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Gemäß der vierten Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung beschäftigten
sich die Erfinder der vorliegenden Erfindung in ausführlichen
Arbeiten damit, das obige Problem zu lösen und fanden als ein Ergebnis,
dass eine kationisch vernetzbare Zusammensetzung, umfassend ein
Naphthalinderivat mit einer Oxetanylgruppe und eine aromatische
Verbindung mit einer Epoxygruppe oder eine aromatische Verbindung
außer Naphthalin
mit einer Oxetanylgruppe, eine niedrige Viskosität und einen hohen Brechungsindex
hat, womit die vorliegende Erfindung vollendet war.
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Das heißt, die vorliegende Erfindung
stellt eine kationisch vernetzbare Zusammensetzung zur Verfügung enthaltend
(A) ein Naphthalinderivat mit einer Oxetanylgruppe und (B) eine
aromatische Verbindung mit einer Epoxygruppe oder eine aromatische
Verbindung außer
Naphthalin mit einer Oxetanylgruppe.
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(A) – Naphthalinderivat mit Oxetanylgruppe
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Der Bestandteil (A) in der vorliegenden
Erfindung ist ein Naphthalinderivat mit einer kationisch polymerisierbaren
Oxetanylgruppe in dem entsprechenden Molekül und hat ein Naphthylgrundgerüst und verfügt damit über einen
höheren
Brechungsindex. In diesem Naphthylderivat gibt es vorzugsweise eine
oder zwei Oxetanylgruppen in dem entsprechenden Molekül. Die Herstellung
einer Verbindung mit drei oder mehr Oxetanylgruppen ist schwierig.
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Als besondere Beispiele können
3-Methyl-3-(2-naphthyloxymethyl)oxetan,
3-Ethyl-3-(2-naphthyloxymethyl)oxetan,
das
3-Alkyl-3-(1-naphthyloxymethyl)oxetan und
3-(1-Naphthyloxymethyl)oxetan
der folgenden Formel (V) und
2,7-bis(1-Ethyl-3-oxetanylmethoxy)naphthalin,
1,5-bis(1-Ethyl-3-oxetanylmethoxy)naphthalin
und
2,3-bis(1-Ethyl-3-oxetanylmethoxy)naphthalin oder andere
Naphthyldioxetane genannt werden.
wobei R
11 ein
Wasserstoffatom oder eine lineare oder verzweigte C
1 bis
C
4 Alkylgruppe repräsentiert.
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Unter diesen sind aufgrund des flüssigen Zustandes
bei normaler Temperatur und einfachen Herstellbarkeit 3-Alkyl-3-(1-naphthyloxymethyl)oxetan und
3-(1-Naphthyloxymethyl)oxetan bevorzugt. Insbesondere bevorzugt
ist 3-Alkyl-3-(1-naphthyloxymethyl)oxetan.
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Das Verfahren zur Herstellung des
obigen 3-Alkyl-3-(1-naphthyloxymethyl)-oxetans ist nicht besonders
eingeschränkt.
Jedoch werden z. B. eine 3-Halomethyloxetan-Verbindung und Naphthylalkohol
unter Erhitzen umgesetzt, um das obige 3-Alkyl-3-(1-naphthyloxymethyl)oxetan
in Gegenwart einer starken Base herzustellen. Zu beachten ist, dass
das 3-Halomethyloxetan durch die Methode, die beispielsweise in
der ungeprüften
japanischen Patentpublikation (Kokai) Nr. 10-204071 und der ungeprüften japanischen
Patentpublikation (Kokai) Nr. 10-212282 veröffentlicht ist, hergestellt
werden kann.
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(B) – Aromatische Verbindung mit
Epoxygruppe oder aromatische Verbindung mit Ausnahme von Naphthalin mit
Oxetanylgruppe.
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Als die aromatische Verbindung mit
einer Epoxygruppe oder aromatische Verbindung außer Naphthalin mit einer Oxetanylgruppe
können
eine polyfunktionale Epoxyverbindung vom Glycidylethertyp, phenolbasierte
Epoxyharze und oxetanmodifizierte Novolakharze genannt werden.
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Die polyfunktionalen Epoxyverbindungen
vom Glycidylethertyp können
erhalten werden durch eine Reaktion zwischen einer polyfunktionalen
Phenolverbindung wie beispielsweise Bisphenol A, Phenolnovolak-Harz
und Cresolnovolak-Harz mit Epichlorhydrin.
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Weiter können als phenolbasierte Epoxyharze,
Bisphenol-A-Diglycidylether, Phenolnovolakpolyglycidylether und
Cresolnovolakpolyglycidylether etc. genannt werden.
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Weiter können als das oxetanmodifizierte
Novolakharz eine Zusammensetzung mit verschiedenen Oxetanylgruppen
im Molekül
davon, erhalten durch eine Reaktion von (a) einem Phenolnovolakharz
und (b) einer Verbindung mit einem Oxetanring und einer Chloromethylgruppe
oder Glycidylgruppe im Molekül,
genannt werden.
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Als die Verbindung mit einem Oxetanring
und einer Chloromethylgruppe oder Glycidylgruppe im Molekül (b), kann
das 3-Chloromethyl-3-alkyl oxetan, offenbart in der japanischen
ungeprüften
Patentpublikation (Kokai) Nr. 47-14731 und der japanischen ungeprüften Patentpublikation
(Kokai) Nr. 10-204071, sowie das 3-[(Oxiranylmethoxy)methyl]oxetan,
offenbart in der japanischen ungeprüften Patentpublikation (Kokai)
Nr. 10-204072, genannt werden.
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Die Reaktion zwischen dem oben genannten
Phenolnovolakharz und 3-Chloromethyl-3-alkyloxetan kann in Gegenwart
eines Alkalikatalysators bei einer Reaktionstemperatur von 60 bis
100°C während mehrerer Stunden
durchgeführt
werden. Das gewünschte
oxetanmodifizierte Novolakharz kann durch Entfernen des entstandenen
Wassers oder nicht umgesetzter Materialien, Katalysatoren, etc.
erhalten werden.
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Das Zusammensetzungsverhältnis zwischen
der Komponente (A) und der Komponente (B) in der kationisch vernetzbaren
Zusammensetzung ist vorzugsweise 20 bis 95 Gewichtsanteile von (A)
und 5 bis 80 Gewichtsanteile von (B), insbesondere bevorzugte 40
bis 90 Gewichtsanteile von (A) und 10 bis 60 Gewichtsanteile von
(B), bezogen auf 100 Gewichtsanteilen des Gesamtgewichts der kationisch
vernetzbaren Zusammensetzung.
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Falls der Anteil der Komponente (A)
weniger als 20 Gewichtsanteile ist, wird der Brechungsindex des vernetzten
Artikels niedrig, wohingegen bei mehr als 95 Gewichtsanteilen die
mechanischen Eigenschaften des vernetzten Artikels sinken. Demgegenüber wird
die Festigkeit des vernetzten Artikels gering, falls der Anteil
der Komponente (B) weniger als 5 Gewichtsanteile ist, wohingegen
bei mehr als 80 Gewichtsanteilen die Viskosität der formulierten Lösung steigt
und die Verarbeitbarkeit schlechter wird.
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Weiterhin ist ein durch Strahlungsenergie
aktivierbarer kationischer Polymerisationsinitiator vorzugsweise
in die kationisch vernetzbare Zusammensetzung formuliert.
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Als durch Strahlungsenergie aktivierbarer
kationischer Polymerisationsinitiator kann jede Verbindung, welche
gespalten werden kann und eine starke Säure aufgrund der Aktivität einer
Aktivierungsenergiestrahlung freisetzt, verwendet werden. Zum Beispiel
kann die Verbindung, beschrieben in UV*EB Curable Materials (K.K.
CMC, 1992), Abschnitt 3.1.5, Seiten 63 bis 65 genannt werden. Unter
diesen sind die Diaryliodoniumsalze und Triarylsulfoniumsalze, wie
sie durch Verbindungen der folgenden Formel repräsentiert werden, bevorzugt.
wobei in den obigen Strukturformeln
R
12 ein Wasserstoffatom, eine C
1 bis
C
18 Alkylgruppe oder eine C
1 bis
C
18 Alkoxygruppe repräsentiert, R
13 ein
Wasserstoffatom, eine Hydroxyalkylgruppe oder eine Hydroxyalkoxygruppe,
vorzugsweise eine Hydroxyethoxygruppe, repräsentiert, M ein Metall, insbesondere
Antimon oder Phosphor repräsentiert,
X ein Halogenatom, vorzugsweise ein Fluoratom, repräsentiert
und k die Valenz des Metalls, beispielsweise 5 im Falle von Antimon,
darstellt.
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Der Initiator wird vorzugsweise in
einer Menge von 0,2 bis 10 Gewichtsanteilen, insbesondere bevorzugt
in einer Menge von 0.5 bis 5 Gewichtsanteilen, basierend auf 100
Gewichtsanteilen der kationisch vernetzbaren Verbindung, verwendet.
Falls der Anteil des Initiators weniger als 0,2 Gewichtsanteile
ist, ist die Fotovernetzbarkeit unzureichend, wohingegen bei mehr
als 10 Gewichtsanteilen die physikalischen Eigenschaften des vernetzten
Artikels reduziert werden.
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Weiterhin kann die kationisch vernetzbare
Zusammensetzung der vorliegenden Erfindung als ein Verdünnungsmonomer
eine bekannte Verbindung mit einer kationisch polymerisierbaren
Gruppe enthalten, um die Viskosität zu reduzieren, seine Verarbeitbarkeit
zu verbessern und seine Vernetzbarkeit zu verbessern. Beispiele
einer Verbindung mit einer kationisch polymerisierbaren Gruppe sind
eine Epoxyverbindung, Oxetanverbindung und Vinylether. Unter diesen
sind Epoxyverbindungen und Oxetanverbindungen insbesondere bevorzugt.
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Die Menge an dem in der vorliegenden
Erfindung verwendeten Verdünnungsmonomer
ist vorzugsweise nicht mehr als 40 Gewichtsprozent, ins besondere
bevorzugt nicht mehr als 20 Gewichtsprozent, bezogen auf das Gewicht
der kationisch vernetzbaren Zusammensetzung. Falls die verwendete
Menge mehr als 40 Gewichtsprozent ist, wird der Brechungsindex des
vernetzten Artikels unerwünschterweise
reduziert.
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Ferner wird eine kationisch vernetzbare
flüssige
Komponente als eine durch Strahlungsenergie aktivierbare Vernetzungskomponente
verwendet, falls notwendig, kann bevorzugt ein Füllstoff, ein Kupplungsreagenz,
ein Flammschutzmittel, ein Weichmacher, ein Schrumpfungsreduzierungsmittel,
ein Schmierstoff, ein Oberflächenmodifizierungsmittel,
ein Farbstoff, ein Pigment und andere Zusatzstoffe vorzugsweise
verwendet werden.
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Weiterhin kann die kationisch vernetzbare
Zusammensetzung der vorliegenden Erfindung mit einer Aktivierungsenergiestrahlung
etc. vernetzt werden. Ein vernetzter Artikel mit einen Brechungsindex
von nicht weniger als 1,57, gemessen mit einem Abbe-Refraktometer
bei 25°C,
wird als optisches Material insbesondere bevorzugt.
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Beispiele:
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Die vorliegende Erfindung wird jetzt
weiter beschrieben durch die folgenden Beispiele, ist jedoch keineswegs
darauf beschränkt.
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Beispiel I-1
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120,1 g (0,75 mol) 2,7-Dihydroxynaphthalin,
242,3 g (1,80 mol) 3-Chloromethyl-3-ethyloxetan und 10,2 g Tetrabutylphosphoniumbromid,
als Katalysator, werden in einen 1000 ml Dreihalsrundkolben, ausgerüstet mit
einem Thermometer, Kühler,
Rührer
und Tropftrichter, gegeben und wurden unter Rühren auf 80°C erhitzt. 210,4 g (1,80 mol)
von einer 48 Gewichtsprozent wässrigen
Kaliumhydroxidlösung
wurden tropfenweise hierzu aus dem Tropftrichter während 30
Minuten zugegeben.
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Nach Beenden der tropfenweise Zugabe
wurde die Mischung bis zum Rückfluß (ca. 120°C) erhitzt
und die Reaktion wurde über
8 Stunden unter Rückfluß fortgesetzt.
Nach dem Ende der Reaktion wurde die Reaktionsmischung auf Raumtemperatur
abgekühlt,
500 ml reines Wasser zugegeben, die Mischung gut gerührt und
anschließend
der Niederschlag durch Filtration abgetrennt. Der Niederschlag wurde
mit 200 ml Wasser dreimal gewaschen und anschließend dreimal mit 100 ml Ethanol
gewaschen. Im Anschluss wurde er im Vakuumtrockner getrocknet, wobei
195 g weiße
Kristalle erhalten wurden. Eine gaschromatographische Analyse ergab,
dass die Reinheit der so erhaltenen Verbindung 99% und die Ausbeute
73 mol-% war. Aus den Ergebnissen der 1H-NMR
und 13C-NMR (1H-Bestrahlung) wurde die resultierende
Verbindung als 2,7-bis(1-Ethyl-3-oxetanylmethoxy)naphthalin
mit der folgenden Formel identifiziert:
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Zu beachten ist, dass 1 und 2 die 1H-NMR-
und 13C-NMR-Spektren von 2,7-bis(1-Ethyl-3-oxetanylmethoxy)naphthalin
zeigen.
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Die Ergebnisse der 1H-NMR
Untersuchung (CDCl3 als Lösungsmittel):
δ (ppm) J
(Hz); (a)-0.96 (t J = 8 Hz), (b) 1,93 (q J = 8 Hz), (c) 4,19s, (d)
4,57 (dd J = 30 Hz, H = 6 Hz), (aromatische Ringe) (h) 7,04 (d J
= 8 Hz), (f) 7,11s, (i) 7,67 (J = 9 Hz).
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Ergebnisse der 13C-NMR-Messung
(CDCl3 als Lösungsmittel, 1H Strahlung):
δ (ppm); (a)
8,21 (b) 26,72, (c) 70,39, (d) 78,18, (e) 43,23, (aromatischer Ring)
(f) 106,18, (h) 116,34, (j) 124,54, (i) 129,19, (k) 135,79, (g)
157,67.
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Beispiel I-2
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Es wurde das gleiche Verfahren wie
in Beispiel I-1 bis auf den Austausch von 2,7-Dihydroxynaphthalin gegen
1,5-Dihydroxynaphthalin durchgeführt,
um eine weiße
kristalline Verbindung zu erhalten. Die gaschromatographische Analyse
ergab, dass die Reinheit 99% und die Ausbeute 89 mol-% war. Aus
den Ergebnissen der 1H-NMR und 13C-NMR
(1H Bestrahlung) wurde die resultierende Verbindung als 1,5-bis(1-Ethyl-3-oxetanylmethoxy)naphthalin
mit der folgenden Formel identifiziert:
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3 und 4 zeigen das 1H-NMR-
und 13C-NMR-Spektrum von 1,5-bis(1-Ethyl-3-oxetanylmethoxy)naphthalin.
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Die Ergebnisse der 1H-NMR-Untersuchung
(CDCl3 als Lösungsmittel):
δ (ppm) J
(Hz); (a) 0,98 (t J = 8 Hz), (b) 1,98 (q J = 8 Hz), (c) 4,24s, (d)
4,62 (dd J = 39 Hz, H = 6 Hz), (aromatischer Ring) (g) 6,90 (d J
= 8 Hz), (h) 7,38 (t J = 8 Hz), (i) 7,86 (J = 8 Hz).
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Ergebnisse der 13C-NMR-Messung
(CDCl3 als Lösungsmittel, 1H Strahlung):
δ (ppm); (a)
8,29, (b) 26,11, (c) 70,40, (d) 78,26, (e) 43,40, (aromatischer
Ring) (g) 105,45, (i) 114,47, (h) 125,25, (j) 126,69, (f) 154,46.
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Beispiel I-3
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Es wurde das gleiche Verfahren durchgeführt wie
in Beispiel I-1, außer
dass das 2,7-Dihydroxynaphthalin gegen 2,3-Dihydroxynaphthalin getauscht
wurde. Da die so erhaltene Reaktionslösung einen flüssigen Zustand
hatte, wurden 500 ml Wasser zugegeben und die organische Phase durch
einen Scheidetrichter abgetrennt. Anschließend wurde die organische Phase
und 200 ml Wasser in einen Scheidetrichter gegeben und zur Auftrennung
gut geschüttelt.
Dieses Verfahren wurde dreimal wiederholt. Anschließend wurde
das resultierende Produkt in einem Vakuumtrockner getrocknet, um
einen bräunlichen
Feststoff zu erhalten. Die so erhaltene Verbindung hatte nach einer
gaschromatographischen Analyse eine Reinheit von 99% und eine Ausbeute
von 77 mol-%. Aus den Ergebnissen der 1H-NMR
und 13C-NMR (1H Bestrahlung) wurde die so
erhaltene Verbindung als 2,3-bis(1-Ethyl-3-oxetanylmethoxy)naphthalin
mit der folgenden Formel identifiziert:
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Zu beachten ist, dass 5 und 6 das 1H-NMR-
und 13C-NMR-Spektrum von 2,3-bis(1-Ethyl-3-oxetanylmethoxy)naphthalin
zeigen.
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Die Ergebnisse der 1H-NMR-Messung
(CDCl3 als Lösungsmittel):
δ (ppm) J
(Hz); (a) 0,95 (t J = 8 Hz), (b) 1,93 (q J = 8 Hz), (c) 4,21s, (d)
4,54 (dd J = 33 Hz, H = 6 Hz), (aromatischer Ring) (h) 7,18s, (j)
7,32 bis 7,35, (i) 7,66 bis 7,69.
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Ergebnisse der 13C-NMR-Messung
(CDCl3 als Lösungsmittel, 1H Strahlung):
δ (ppm); (a)
8,23, (b) 26,93, (c) 70,24, (d) 78,23, (e) 43,38, (aromatischer
Ring) (g) 108,42, (i) 124,29, (j) 126,25, (h) 129,33, (f) 149,37.
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Das Naphthalinderivat mit Oxetanringen
gemäß der ersten
Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung enthält
zwei Oxetanringe in ein und dem selben Molekül und hat daher eine außerordentlich
hohe Vernetzungsrate mittels Licht und Hitze. Ferner haben die photovernetzbaren
Harze und hitzevernetzbaren Harze, die aus diesen Zusammensetzungen
erhalten wurden, hohe Brechungsindizes und höhere Vernetzbarkeit, Hitzeresistenz
und mechanische Eigenschaften und können daher praktischerweise
und vorteilhafterweise für Farben,
Beschichtungsmaterialien, Klebstoffe, Linsen etc. verwendet werden.
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Beispiel II-1
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50,9 g (0,18 mol) 1,1'-bi-2-Naphthol, 60,5
g (0,45 mol) 3-Chloromethyl-3-ethyloxetan und 2,4 g Tetrabutylphosphoniumbromid,
als Katalysator, wurden in einen 1000 ml Dreihalsrundkolben, ausgerüstet mit
einem Thermometer, Kühler,
Rührer
und Tropftrichter, gegeben und wurden auf 80°C unter Rühren erhitzt. 52,6 g (0,45
mol) einer 48 Ge wichtsprozent wässrigen
Kaliumhydroxidlösung
wurden tropfenweise aus dem Tropftrichter während 30 Minuten hierzu zugegeben.
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Nach Beenden der tropfenweisen Zugabe
wurde die Mischung erhitzt bis zum Rückfluß (ca. 110°C) und die Reaktion für 8 Stunden
unter Rückfluß fortgesetzt.
Nach dem Ende der Reaktion wurde die Reaktionsmischung auf Raumtemperatur
abgekühlt,
um die flüssige
Reaktionsmischung zu erhalten. Zu dieser Reaktionsmischung wurden
500 ml reines Wasser gegeben, gefolgt von der Abtrennung der organischen
Phase mit einem Scheidetrichter. Anschließend wurden die organische
Phase und 200 ml Wasser in den Scheidetrichter gegeben und zur Separation
gut geschüttelt.
Dieses Vorgehen wurde dreimal wiederholt. Anschließend wurde das
resultierende Produkt im Vakuumtrockner getrocknet, um einen bräunlichen
Feststoff zu erhalten. Die so erhaltene Verbindung hatte eine durch
gaschromatographische Analyse ermittelte Reinheit von 99% und eine Ausbeute
von 90 mol-%. Aus den Ergebnissen der 1H-NMR
und 13C-NMR (1H Bestrahlung) wurde die so
erhaltene Verbindung als 1,1'-bi-2-(1-Ethyl-3-oxetanylmethoxy)naphthalin
mit der folgenden Formel identifiziert:
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Zu beachten ist, dass 7 und 8 das 1H-NMR-
und 13C-NMR-Spektrum von 1,1'-bi-2-(1-Ethyl-3-oxetanylmethoxy)naphthalin
zeigen.
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Die Ergebnisse der 1H-NMR-Untersuchung
(CDCl3 als Lösungsmittel):
δ (ppm) J
(Hz); (a) 0,47 (t J = 18 Hz), (b) 1,24m, (c) 4,05s, (d) 4,00 (dd
J = 9 Hz, J = 9 Hz), (aromatischer Ring) (g) 7,20–7,21, (k),
(l) 7,27–7,31,
(h) 7,39 (d J = 9 Hz), (m) 7,84 (d J = 8 Hz), (j) 7,93 (d J = 9
Hz).
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Ergebnisse der 13C-NMR-Messung
(CDCl3 als Lösungsmittel, 1H Strahlung):
δ (ppm); (a)
7,65, (b) 26,21, (c) 72,15, (d) 77,94, (e) 43,11, (aromatischer
Ring) 115,55, 120,79, 123,70, 125,31, 126,20, 127,78, 129,41, 134,00,
153,95.
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Das Binaphthalinderivat mit Oxetanringen
gemäß der zweiten
Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung enthält
zwei Oxetanringe in ein und dem selben Molekül und hat daher eine außerordentlich
hohe Vernetzungsrate mittels Licht und Hitze. Ferner haben die photovernetzbaren
Harze und hitzevernetzbaren Harze, die aus diesen Zusammensetzungen
erhalten wurden, hohe Brechungsindizes und höhere Vernetzbarkeit, Hitzeresistenz
und mechanische Eigenschaften etc. Sie können daher praktischerweise
und vorteilhafterweise für
Farben, Beschichtungsmaterialien, Klebstoffe, Linsen etc. verwendet
werden.
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Beispiel III-1
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100,9 g (0,54 mol) 4,4'-Biphenol, 191,9
g (1,42 mol) 3-Chloromethyl-3-ethyloxetan und 9,8 g Tetrabutylphosphoniumbromid,
als Katalysator, wurden in einen 1000 ml Dreihalsrundkolben, ausgerüstet mit
einem Thermometer, Kühler,
Rührer
und Tropftrichter, gegeben und wurden unter Rühren auf 80°C erhitzt. 168,4 g (1,44 mol)
einer 48 Gewichtsprozent wässrigen
Kaliumhydroxidlösung
wurden tropfenweise aus einem Tropftrichter über 30 Minuten zugegeben.
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Nach Abschluss der tropfenweise Zugabe
wurde die Mischung erhitzt bis zum Rückfluß (ca. 110°C) und die Reaktion wurde für 8 Stunden
unter Rückfluß fortgesetzt.
Nach dem Ende der Reaktion wurde die Reaktionsmischung auf Raumtemperatur
abgekühlt,
500 ml reines Wasser zugegeben, die Mischung gut gerührt und
anschließend
der Niederschlag durch Filtration abgetrennt. Der so abgetrennte
Niederschlag wurde mit 200 ml Wasser dreimal gewaschen, dann dreimal
mit 100 ml Methanol gewaschen. Anschließend wurde er in einem Vakuumtrockner
getrocknet, woraus 169,3 g eines weißen Kristalls erhalten wurde.
Die gaschromatographische Analyse ergab, dass die Reinheit der so
erhaltenen Verbindung 99% war und die Ausbeute 81 mol-%. Aus den
Ergebnissen des 1H-NMR und 13C-NMR
(1H Bestrahlung) wurde die resultierende Verbindung als 4,4'-bis(1-Ethyl-3-oxetanylmethoxy)biphenyl
mit der folgenden Formel identifiziert:
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Zu beachten ist, dass 9 und 10 das 1H-NMR-
und 13C-NMR-Spektrum von 4,4'-bis(1-Ethyl-3-oxetanylmethoxy)biphenyl
zeigen.
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Die Ergebnisse der 1H-NMR-Untersuchung
(CDCl3 als Lösungsmittel):
δ (ppm) J
(Hz); (a) 0,95 (t J = 8 Hz), (b) 1,90 (q J = 8 Hz), (c) 4,11s, (d)
4,54 (dd J = 26 Hz, J = 6 Hz), (aromatischer Ring) (f) 6,98–7,01, (g)
7,47–7,50.
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Ergebnisse der 13C-NMR-Messung
(CDCl3 als Lösungsmittel, 1H Strahlung):
δ (ppm); (a)
8,21, (b) 26,72, (c) 70,39, (d) 78,18, (e) 43,23, (aromatischer
Ring) (f) 114,80, (g) 127,75, (i) 133,74, (h) 158,22.
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Beispiel III-2
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Es wurde das gleiche Verfahren wie
in Beispiel III-1 durchgeführt
bis auf den Austausch des 4,4'-Biphenol
gegen 2,2'-Biphenol.
Da die so erhaltene Reaktionslösung
einen flüssigen
Zustand hatte, wurden 500 ml Wasser zugegeben und die organische
Phase wurde durch einen Scheidetrichter abgetrennt. Anschließend wurden
die organische Phase und 200 ml Wasser in einen Scheidetrichter
gegeben und zur Separation gut geschüttelt. Dieses Vorgehen wurde
dreimal wiederholt. Anschließend
wurde das so erhaltene Produkt im Vakuumtrockner getrocknet, um
einen bräunlichen
Feststoff zu erhalten. Die so erhaltene Verbindung wurde durch gaschromatographische
Analyse auf eine Reinheit von 99% und eine Ausbeute von 83 mol-%
bestimmt.
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Aus den Ergebnissen der 1H-NMR
und 13C-NMR (1H Bestrahlung) wurde die so
erhaltene Verbindung als 2,2'-bis(1-Ethyl-3-oxetanylmethoxy)
biphenyl mit der folgenden Formel identifiziert:
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Zu beachten ist, dass 11 und 12 das 1H-NMR-
und 13C-NMR-Spektrum von 2,2'-bis(1-Ethyl-3-oxetanylmethoxy)biphenyl
zeigen.
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Die Ergebnisse der 1H-NMR-Untersuchung
(CDCl3 als Lösungsmittel):
δ (ppm) J
(Hz); (a) 0,73 (t J = 7 Hz), (b) 1,59 (q J = 7 Hz), (c) 3,98s, (d)
4,27 (dd J = 18 Hz, J = 6 Hz), (aromatischer Ring) (f) (h) 6,97–7,03, (g)
(l) 7,22– 7,32.
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Ergebnisse der 13C-NMR-Messung
(CDCl3 als Lösungsmittel, 1H Strahlung):
δ (ppm); (a)
7,95, (b) 26,59, (c) 71,45, (d) 78,09, (e) 43,24, (aromatischer
Ring) (f) 113,07, (h) 120,77, (g) (l) 128,48, 128,61, (j) 131,24,
(k) 156,37.
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Das Biphenylderivat mit Oxetanringen
gemäß der dritten
Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung enthält
zwei Oxetanringe in ein und demselben Molekül und hat daher eine außerordentlich
schnelle Vernetzungsrate mittels Licht oder Hitze. Ferner besitzen
die photovernetzbaren Harze und hitzevernetzbaren Harze, die aus
diesen Verbindungen erhalten wurden, hohe Brechungsindexes und bessere
Vernetzbarkeit, Hitzeresistenz und mechanische Eigenschaften und
können
daher für
Farben, Beschichtungsmaterialien, Klebstoffe, Linsen etc. verwendet
werden.
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Herstellungsbeispiel IV-1
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Herstellung
von Naphthyloxetan
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180,2 g (1,25 mol) α-Naphthol,
201,9 g (1,50 mol) 3-Chloromethyl-3-ethyl oxetan und 8,4 g Tetrabutylammoniumbromid,
als Katalysator, wurden in einen 1000 ml Dreihalsrundkolben, ausgerüstet mit
einem Thermometer, Kühler,
Rührer
und Tropftrichter, gegeben und auf 40°C erhitzt und gerührt. 175,3
g (1,50 mol) von 48 Gewichtsprozent wässriger Kaliumhydroxidlösung wurden
tropfenweise aus einem Tropftrichter während 30 Minuten hierzu zugetropft.
Nach Beendigung des Zutropfens wurde die Temperatur der Mischung
bis zum Rückfluß gesteigert
(ca. 120°C)
und die Reaktion für
8 Stunden unter Rückfluß fortgesetzt.
Nach dem Ende der Reaktion wurde die Reaktionsmischung auf Raumtemperatur
abgekühlt,
300 ml reines Wasser zugegeben, die Mischung gut gerührt und
dann stehen ge lassen, dann wurden die organische Phase und die wässrige Phase
getrennt. 300 ml Toluol wurden zur organischen Phase zugegeben und
das Erhaltene wurde dreimal mit 250 ml Wasser gewaschen.
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Anschließend wurde die so erhaltene
organische Lösung
vakuumdestilliert, um das Toluol aus dem Lösungsmittel und das 3-Chloromethyl-3-ethyloxetan
des Ausgangsmaterials abzudestillieren. Anschließend wurde der Rückstand
bei 150 bis 152°C
(2 mm Hg) vakuumdestilliert, um 213,5 g einer hellgelben Flüssigkeit als
eine Fraktion zu erhalten. Eine gasgaschromatographische Analyse
ergab, dass die Reinheit der erhaltenen Verbindung 99% und die Trennungsausbeute
70 mol-% war.
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Die Ergebnisse der 1H-NMR
(Biaceton)-Messung waren:
δ (ppm);
0,95 bis 1,00 (t, 3H, CH3-CH2),
1,92 bis 2,02 (q, 2H, CH3-CH2),
4,28 (s, 2H, -OCH2-), 4,45 bis 4,49 (d, 2H,
-OCH2- (Oxetanring)), 4,60 bis 4,64, (d,
2H, -OCH2- (Oxetanring)), 6,98 bis 7.02
(d, 1H, aromatischer Ring), 7,40 bis 7,52 (m, 4H, aromatischer Ring),
7,83 bis 7,87 (d, 1H, aromatischer Ring), 8,25 bis 8,29 (d, 1H,
aromatischer Ring) und es wurde bestätigt, dass die erhaltene Verbindung
3-Ethyl-3-(1-naphthyloxymethyl)oxetan war.
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Herstellungsbeispiel IV-2:
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Bereitung des oxetanmodifizierten
Novolakharzes.
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104 g eines Phenolnovolakharzes (Phenolite
TD-2106, hergestellt durch Dainippon Ink and Chemicals, mit phenolischem
Hydroxygruppen Äquivalent
von 104, durchschnittlichem Molekulargewicht von 801), 269,2 g (2
mol) 3-Chloromethyl-3-ethyloxetan und 6,4 g Tetrabutylammoniumbromid
als Katalysator wurden in ein Reaktionsgefäß gegeben und die Temperatur
unter Stickstoffatmosphäre
angehoben, wobei gerührt
wurde, bis die Temperatur der Flüssigkeit
70°C erreichte.
Anschließend
wurden 140,2 g (KOH; 1,2 mol) einer 48 Gewichtsprozent wässrigen
KOH-Lösung
während
30 Minuten zugegeben. Nach Beendigung der Zugabe wurde die Temperatur
der Reaktionslösung
erhöht
bis zum Rückfluß und wurde
in diesem Zustand für
8 Stunden der Reaktion überlassen.
Nachdem die Reaktionslösung
abgekühlt
war, wurden 400 g Methylenchlorid und 400 g Wasser zugegeben, die
Mischung gerührt,
stehen gelassen und dann wurden die wässrige Phase und organische
Phase abgetrennt. Die organische Phase wurde mit 300 ml Wasser dreimal
gewaschen, dann wurde das Methylenchlorid abdestilliert, anschließend der Überschuss
an 3-Chloromethyl-3-ethyloxetan vakuumabdestilliert, woraus 185
g an oxetanmodifiziertem Novolakharz erhalten wurden, bei dem fast
alle phenolischen Hydroxylgruppen mit dem Oxetan umgesetzt waren.
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Beispiele IV-1 bis IV-8
und Vergleichsbeispiele IV-1 bis IV-2
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Anpassung der kationisch
vernetzbaren Zusammensetzung und Bewertung der vernetzten Artikel.
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Unter Verwendung des im Herstellungsbeispiel
IV-1 synthetisierten Naphthyloxetan wurden die Inhaltsstoffe der
in Tabelle 1 gezeigten Formulierungen gemischt, um homogene Lösungen zu
erhalten. Die formulierten Lösungen
wurden in vier Rahmen, vorbereitet auf Propylenfilmen, gegossen
(14 cm × 4
cm, Dicke ca. 0,2 mm) und wurden durch sechs Durchgänge unter
Verwendung eines UV-Strahlers vom Typ eines Transportbandes mit
einer 120 W/cm-Metallhalogenlampe (Lampenhöhe = 10 cm, Bandgeschwindigkeit
= 10 m/min.) vernetzt. Die vernetzten Filme wurden bei Raumtemperatur
für einen
Tag stehen gelassen, dann wurden die vernetzten Artikel von den
Propylenfilmen abgezogen und auf die physikalischen Eigenschaften
hin untersucht. Die Übergangstemperaturen
(tan δ max)
wurden aus den gemessenen viskoelastischen Spektren (Viskoelastizitätsmessungsgerät DMS6100,
hergestellt durch Seiko Instruments K.K., Dehnungsdeformationsmodus
(Sinusschwingung, Frequenz 10 Hz, Rate des Temperaturanstiegs 4°C/min.))
ermittelt, die Quervernetzungsdichten wurden berechnet aus den Elastizitätsmodulen
bei den Übergangstemperaturen
+40°C und
der Brechungsindex wurde mittels eines Abbe-Refraktometers bei 25°C gemessen.
Die Ergebnisse sind in Tabelle 1 dargestellt.
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Zu beachten ist, dass die Abkürzungen
in Tabelle 1 die folgenden Verbindungen bezeichnen.
- YD-128
- Bisphenol-A-Typ Epoxyharz
hergestellt durch Toto Kasei K.K.
- YDPN-638
- Phenolnovolaktyp
Epoxyharz hergestellt durch Toto Kasei K.K.
- YD-701
- Cresolnovolaktyp
Epoxyharz hergestellt durch Toto Kasei K.K.
- XDO
- Xylylendioxetan
- Naphthyldioxetan
- 2,7-bis(1-Ethyl-3-oxetanylmethoxy)naphthalin.
- UVI-6990
- Photoinitiator hergestellt
durch Union Carbide, Triallylsulfoniumhexafluorophosphat-Salz, Reinheit
50%.
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Die kationisch vernetzbare Zusammensetzung
der vorliegenden Erfindung ist eine Flüssigkeit mit geringer Viskosität bei normaler
Temperatur und ist daher hinsichtlich der Verarbeitbarkeit und Bearbeitbarkeit überlegen.
Ein durch Vernetzung der Zusammensetzung erhaltener vernetzter Artikel
hat einen hohen Brechungsindex von ca. 1,6 und hat ein relativ geringes
spezifisches Gewicht. Aufgrund dieser Charakteristika kann die kationisch
vernetzbare Zusammensetzung der vorliegenden Erfindung in einem
breiten Bereich angewendet werden wie beispielsweise als optische
Materialien.