DE59705C - Verfahren zur Herstellung von Wollplüsch in Doppelwaare - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Wollplüsch in Doppelwaare

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DE59705C
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Germany
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pile
chain
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wool
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DENDAT59705D
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N. REISER in Aachen
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Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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    • DTEXTILES; PAPER
    • D03WEAVING
    • D03DWOVEN FABRICS; METHODS OF WEAVING; LOOMS
    • D03D27/00Woven pile fabrics
    • D03D27/02Woven pile fabrics wherein the pile is formed by warp or weft
    • D03D27/10Fabrics woven face-to-face, e.g. double velvet

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Woven Fabrics (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 86: Weberei.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 3. Februar 1891 ab.
Das gute Aussehen der Florseite von Wollplüsch, der durch Handweberei in Doppelwaare hergestellt ist, beruht darauf, dafs die an einander liegenden Florfäden rechtwinklig aus dem Grundgewebe heraustreten und sich gegenseitig in dieser Lage festhalten. Gleiches wird auch durch das Verfahren nach Patent No. 52213 erzielt, wie aus den Fig. 1 und 2 der beiliegenden Zeichnung, welche Längsschnitte durch das Gewebe unter Fortlassung der Kette veranschaulichen, hervorgeht. Fig. 1 betrifft die durch die Florfäden verbundene Doppelwaare, Fig. 2 die durch die Theilung der letzteren erhaltenen Gewebe. Die Figuren zeigen aber auch, dafs, während in dem unteren Gewebe die Florfäden mit den Grundschufsfäden gebunden sind, sie an dem oberen Gewebe durch sogenannte Verriegelungsschüsse festgehalten werden müssen. Man erhält sonach durch die Theilung zwei Gewebe, die auf ihrer Linksseite verschiedenes Aussehen haben, es werden also zwei verschiedene Gewebe hergestellt.
Das Verfahren nach dem genannten Patent läfstsich dahin abändern, dafs durch dieTheilung der Doppelwaare zwei Gewebe von völlig gleichem Aussehen erhalten werden.
Zur Erläuterung dieser Abänderung dienen die Fig. 3 bis 9. In denselben bedeuten a und b Florfäden, c Verriegelungsschufsfäden, d Grundschufsfäden und efg Kettenfäden.
Fig. 3 A veranschaulicht die Bindung der Schufsfäden mit der Florkette, Fig. 3B die Bindung der Grundkette mit der Florkette. Fig. 4a und 4b stellen Längsschnitte nach der Kettenrichtung der beiden Gewebe dar, wie sie sich ergeben, nachdem die Florfäden durchschnitten worden sind. Fig. 5 zeigt eine Ansicht der Florseite, Fig. 7 einen Schnitt in der Schufsrichtung. Wie ersichtlich, kreuzt ein Florfaden abwechselnd mit vier Schufsfäden und bindet abwechselnd in das Obergewebe und in das Untergewebe, und zwar für beide Gewebe durchaus gleichartig. Als weiterer Vortheil ergiebt sich ferner eine grofse Ersparung an Verriegelungsschüssen, weil bei dem vorliegenden Verfahren erst auf vier Grundschüsse ein Verriegelungsschufs kommt.
Endlich ist noch hervorzuheben, dafs die Verriegelungsschüsse durch die Grundkette angebunden werden, eine besondere Bindekette also entbehrlich wird. Aus Fig. 6 ist dies ersichtlich: der erste Kettenfaden bindet die Verriegelungsschüsse α α und der dritte Kettenfaden die Verriegelungsschüsse b b, während der zweite und vierte Kettenfaden nur im Grundgewebe kreuzen. Es erfolgt sonach das Anheften der Verriegelungsschüsse durch die den ungeraden Zahlen entsprechenden Kettenfäden und das Anheften der Grundschüsse durch die geraden Kettenfäden.
Die Fig. 8, 9 und 10 dienen zur Veranschaulichung der Kreuzung der Kettenfäden. Fig. 8 A in Verbindung mit Fig. 3 A zeigt die Kreuzung der Florkette, Fig. 8 B in Verbindung mit Fig. 3 B diejenige der Grundkette. Fig. 9 entspricht Fig. 8 B unter Fortlassung der Florkette. Fig. 10 stellt einen Schnitt in der Schufsrichtung dar. Wie Fig. 8 B angiebt, bindet der Kettenfaden e die Unterschüsse 1, 3 u. s. w. und fl.ottirt der Faden/ im Grundgewebe, während
die gleichfalls zur Grundkette, gehörenden Fäden g als Bindekette fungiren.
Fig. 11 zeigt in schematischer Weise die zur Ausführung des Verfahrens erforderliche Stuhleinrichtung.
Es bedeuten:
G den Grundkettenbaum, G' G" die StreichbSume für die beiden Grundketten K1K", P den Polkettenbaum, P1P" die Leitrollen für die Polkette II, rs die Leitstäbe für diese, welche durch die Federn χ χ gehalten werden, ι bis 6 Schäfte, von denen ι und 2 zur Aufnahme der Polkette, 3 bis 6 zur Aufnahme der Grundketten dienen, C den Leitriegel für die Doppelwaare, M das Messer für die Theilung der Doppelwaare und W und W1 die ■Leitbäume für die getheilte Waare.
Die Stuhleinrichtung unterscheidet sich von der in der Patentschrift No. 52213 dargestellten dadurch, dafs die für die Bindekette erforderlichen Einrichtungen: Baum, Führungswalze und Schäfte erspart sind.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Ein Verfahren, Doppelplüsch mit Wollflor nach Art des Patents No. 52213 herzustellen, insofern bei demselben jedes der beiden Gewebe seine besonderen, die Florfäden anheftenden Verriegelungsschüsse erhält, die ihrerseits durch die Grundkette gehalten werden.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DENDAT59705D Verfahren zur Herstellung von Wollplüsch in Doppelwaare Expired - Lifetime DE59705C (de)

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