DE33870C - Mechanischer Webstuhl für Brüsseler und Jacquard - Velourteppiche - Google Patents
Mechanischer Webstuhl für Brüsseler und Jacquard - VelourteppicheInfo
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- DE33870C DE33870C DENDAT33870D DE33870DA DE33870C DE 33870 C DE33870 C DE 33870C DE NDAT33870 D DENDAT33870 D DE NDAT33870D DE 33870D A DE33870D A DE 33870DA DE 33870 C DE33870 C DE 33870C
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Classifications
-
- D—TEXTILES; PAPER
- D03—WEAVING
- D03D—WOVEN FABRICS; METHODS OF WEAVING; LOOMS
- D03D27/00—Woven pile fabrics
- D03D27/02—Woven pile fabrics wherein the pile is formed by warp or weft
- D03D27/06—Warp pile fabrics
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Textile Engineering (AREA)
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT
Der durch Beschreibung und Zeichnung erläuterte Webstuhl soll dazu dienen, ein den
Smyrna-Teppichen an Aussehen und Festigkeit der einzelnen Florfaden im Gewebe möglichst
gleichkommendes Plüschgewebe auf mechanischem Wege zu erzielen. Das Charakteristische
des Smyrna-Teppichs besteht einestheils in der Art und Weise, wie die einzelnen Florfaden
eingeschlungen werden, so dafs dieselben sich nur sehr schwer herausziehen lassen, anderentheils
darin, dafs ein beliebiges Muster in jeder beliebigen Zahl Farben gemacht werden kann,
ohne dafs die nicht zur Bildung des Dessins dienenden Fäden unterhalb der Waare weiterlaufen,
wie dies bei den Jacquard-Teppichplüschen
der Fall zu sein pflegt.
Um also ein den Smyrna - Teppichen entsprechendes Gewebe auf andere Weise als
durch das Einknüpfen des einzelnen Florfadens mit der Hand zu erzielen, ist darauf
zu sehen, dafs:
1. jeder einzelne Florfaden so mit den Ketten - und Einschlagfäden verschlungen ist,
dafs er ebenso fest in der Waare sitzt, wie der eingeknüpfte Faden;
2. durch Verbindung des Webstuhles mit einer entsprechend construirten Jacquard-Maschine
die Erzielung eines beliebigen Musters in einer gröfseren Anzahl Farben ermöglicht
wird;
3. die an den einzelnen Stellen nicht in Verwendung kommenden Fä'den der einzelnen
Farben nicht mit in das Grundgewebe der Waare verwebt werden.
Diese drei Hauptmomente der Smyrna-Teppichweberei werden mit Zuhülfenahme des
mechanischen Ruthenstuhles auf die in nachstehendem beschriebene Weise erreicht.
i. Die Verschlingung der Florfaden.
Jeder einzelne Florfaden läuft des ungleichen Verarbeitens halber von einer Spule ab durch
Nadeln, welche in einem denselben als Führung dienenden Rahmen E einzeln auf- und
niedergleiten können. Nachdem die Fäden diese Nadeln passirt haben, laufen sie zwischen
den Stäben L eines verschiebbaren Rechens K, Fig. 4, durch die Stäbe des feststehenden
Blattes M hindurch.
Durch die mit 1 und 2 bezeichneten Zwischenräume der Stäbe des gleichen Blattes M
gehen auch die das Grundgewebe bildenden Fäden, die zum Zwecke ihrer taffetartigen
Bindung in zwei Schäfte F und F1 so eingezogen
sind, dafs der im Zwischenraum 1 des Blattes befindliche Bindefaden den einen Schaft,
der in 2 befindliche den anderen Schaft passirt. Der Hub dieser Schäfte bezw. das durch die
Bindefäden gebildete Schufsloch mufs so eingerichtet sein, dafs dieselben niemals die Höhe
der Stäbe L des Rechens K erreichen können, so dafs sich dieser frei über den gehobenen
Bindefäden verschieben läfst. Die Herstellung der Verschlingung des Knotens sowie des
Plüschgewebes wird nun wie folgt bewirkt:
Durch einen in Fig. 1 angedeuteten Ruthenapparat, welcher ja bereits in verschiedenen
Constructionen existirt, wird eine mit Messer
versehene Ruthe V, Fig. 7, unter die Florfäden
und über die Bindefäden eingeschoben. Sodann werden die zur Bildung des Flors dienenden
Nadeln gesenkt, sowie der eine Bindeschaft gehoben, worauf ein Schufsfaden durchgeschossen
wird. Die unten befindlichen Nadeln heben sich nun wieder, während die in denselben befindlichen Florfäden bereits durch
den einen Schufs festgehalten werden. Nach dem Heben der Florfäden erfolgt eine Verschiebung
des Rahmens E vermittelst des Hebels Q. und Excenters P. Dieser Verschiebung
mufs vermöge der an demselben befestigten Rolle H, welche an dem mit E verbundenen
Bogenstück G gleitet, auch der Rechen L folgen, und stellen sich durch diese Verschiebung
die zuvor hinter den Zwischenräumen 4 befindlich gewesenen Nadeln hinter die Zwischenräume
3 des Blattes M, was dadurch ermöglicht wird, dafs die den Zwischenraum 2 bildenden Stäbe des Blattes nur bis zur Fachhöhe
der Bindekette reichen. Nun werden dieselben Nadeln wie zuvor nochmals, also diesmal im Rohr 3, niedergelassen, der gleiche
Schaft hebt sich \vieder, und es erfolgt der zweite Bindeschufs. Nachdem nun die Nadeln
wieder gehoben sind, folgen zur Feststellung des Grundgewebes noch zwei weitere Schufs
unterUmbindung der Bindefäden durch wechselndes Heben der beiden Schäfte.
2. Die Erzielung des Musters.
-Wie schon in vorstehendem erwähnt wurde, können die Nadeln einzeln niedergelassen werden und dient der seitwärts verschiebbare Rahmen E nur als Führung derselben, zum Unterschied von den bei sogenannten Drehergeweben in Anwendung kommenden Schäften mit darauf befestigten Nadeln. Es müssen nun in dem Rahmen sich in der Breite der Waare so viel Nadeln befinden, als die Waare Florfäden enthält, es können sich aber hinter einander in dem Rahmen so viel Nadeln befinden, als das Muster Farben enthalten soll, also z. B. fünf, wie in Fig. 2. Wird nun nach dem Einschieben der Ruthe unter die Florfäden von diesen fünf Fäden derjenige niedergelassen, welcher die an dem betreffenden Punkte im Muster befindliche Farbe enthält, so wird dieser eine Faden an dem betreffenden Punkte in der angegebenen Weise eingebunden und so das mehrfarbige Dessin in der Waare gebildet. Das dem Muster entsprechende Niederlassen der einzelnen Nadeln vermittelt eine Jacquard-Maschine, an deren Platinen die Nadeln angehängt sind, indem diejenigen Platinen, welche das Muster bilden sollen, durch die Karte zurückgedrückt und niedergelassen werden, während die nicht zurückgedrückten Platinen an dem feststehenden Messerkasten hängen bleiben. Es bleibt nun noch
-Wie schon in vorstehendem erwähnt wurde, können die Nadeln einzeln niedergelassen werden und dient der seitwärts verschiebbare Rahmen E nur als Führung derselben, zum Unterschied von den bei sogenannten Drehergeweben in Anwendung kommenden Schäften mit darauf befestigten Nadeln. Es müssen nun in dem Rahmen sich in der Breite der Waare so viel Nadeln befinden, als die Waare Florfäden enthält, es können sich aber hinter einander in dem Rahmen so viel Nadeln befinden, als das Muster Farben enthalten soll, also z. B. fünf, wie in Fig. 2. Wird nun nach dem Einschieben der Ruthe unter die Florfäden von diesen fünf Fäden derjenige niedergelassen, welcher die an dem betreffenden Punkte im Muster befindliche Farbe enthält, so wird dieser eine Faden an dem betreffenden Punkte in der angegebenen Weise eingebunden und so das mehrfarbige Dessin in der Waare gebildet. Das dem Muster entsprechende Niederlassen der einzelnen Nadeln vermittelt eine Jacquard-Maschine, an deren Platinen die Nadeln angehängt sind, indem diejenigen Platinen, welche das Muster bilden sollen, durch die Karte zurückgedrückt und niedergelassen werden, während die nicht zurückgedrückten Platinen an dem feststehenden Messerkasten hängen bleiben. Es bleibt nun noch
3. Die Vermeidung des Einwebens der nicht zu Muster dienenden Florfäden
zu beschreiben. Nachdem in der bereits beschriebenen Weise eine Anzahl Ruthen, Fig. 7,
durch den Ruthenapparat eingeschoben und die betreffenden Florfäden darüber verwebt
sind, wird der Greifer die zuerst eingewebte Ruthe ausziehen und damit den Flor aufschneiden.
Die nun nicht weiter zur Verwebung gekommenen Florfäden sind aber, da
sie durch die Jacquard-Maschine oben gehalten wurden, lose über den Ruthen liegen
geblieben und würden nach dem Aufschneiden des Flors durch ihre Spannung hinausgleiten.
Dies zu verhindern, dient die Preiswalze Q.1, welche durch Feder oder Gewicht fest auf die
eingewebten Ruthen gedrückt wird und so die Fäden darauf festhält. Es ist nicht zu besorgen,
dafs sich diese Walze rückwärts dreht und so die Fäden dennoch herausgleiten, da
dies immer nur bei den Fäden der Fall sein kann, welche über der herausgezogenen Ruthe
lagen, die Reibung der Walze auf den noch festen Fäden aber dem Zuge der geschnittenen
Fäden entgegenarbeitet. Geeignetenfalls wäre ein Zurückgehen der Walze auch durch Sperrrad
zu verhindern.
Die abgeschnittenen Enden der nicht zum Flor dienenden Fäden werden später durch
Bürsten und die Scheermaschine von der Waare entfernt.
Fig. 6 zeigt noch die gewöhnliche Einbindung der Florfäden bei Teppichplüschen
zum Unterschied der in Fig. 3 dargestellten neuen und festeren Einbindung.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Ein mechanischer Webstuhl für Brüsseler und Jacquard-Velour-Teppiche, bei welchem die Musterkettenfäden, soweit sie zur Verwendung kommen, gazebindig eingewebt, und soweit sie für das Muster nicht erforderlich sind, auf der Oberfläche des Teppichflors flott liegen gelassen und späterhin ausgeschnitten werden.Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE33870C true DE33870C (de) |
Family
ID=309816
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT33870D Expired - Lifetime DE33870C (de) | Mechanischer Webstuhl für Brüsseler und Jacquard - Velourteppiche |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE33870C (de) |
-
0
- DE DENDAT33870D patent/DE33870C/de not_active Expired - Lifetime
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