DE596384C - Vorrichtung zum gleichzeitigen Umsteuern von zwei oder mehr ueber den gleichen Verteilungskoerper stroemenden Behandlungsmitteln - Google Patents

Vorrichtung zum gleichzeitigen Umsteuern von zwei oder mehr ueber den gleichen Verteilungskoerper stroemenden Behandlungsmitteln

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DE596384C
DE596384C DEO20042D DEO0020042D DE596384C DE 596384 C DE596384 C DE 596384C DE O20042 D DEO20042 D DE O20042D DE O0020042 D DEO0020042 D DE O0020042D DE 596384 C DE596384 C DE 596384C
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Expired
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DEO20042D
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Inventor
Dipl-Ing Gisbert Fluck
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Obermaier and Cie
Original Assignee
Obermaier and Cie
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06BTREATING TEXTILE MATERIALS USING LIQUIDS, GASES OR VAPOURS
    • D06B5/00Forcing liquids, gases or vapours through textile materials to effect treatment, e.g. washing, dyeing, bleaching, sizing impregnating
    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06BTREATING TEXTILE MATERIALS USING LIQUIDS, GASES OR VAPOURS
    • D06B2700/00Treating of textile materials, e.g. bleaching, dyeing, mercerising, impregnating, washing; Fulling of fabrics
    • D06B2700/18Passing liquid through fibrous materials in closed containers with a form not determined by the nature of the fibrous material

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Treatment Of Fiber Materials (AREA)

Description

  • Vorrichtung zum gleichzeitigen Umsteuern von zwei oder mehr über den gleichen Verteilungskörper strömenden Behandlungsmitteln Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Umsteuern von zwei oder mehr Flüssigkeitsströmen, welche die Vorrichtung sowohl in parallelen als auch gekreuzten Richtungen durchströmen. Diese Vorrichtungen werden besonders beiTextilgutveradelungsapparaturen zur Steuerung der Behandlungsflüssigkeiten oder Gase verwendet.
  • Bei den bekannten Organen zum Umsteuern der Flüssigkeiten während des Betriebes benutzt man bisher in der Hauptsache hahnartige Vorrichtungen. Diese besitzen gewöhnlich einen kolbenförmigen Drehkörper mit axialen und radialen Öffnungen, welche auch in Richtung der Drehachse versetzt sind, wobei das äußere Gehäuse entsprechende Anschlußstutzen hat.
  • Diese Art der Ausführungen von Steuervorrichtungen haben große Nachteile, welche ihre Verwendung beschränken. Der Weg für die Flüssigkeit weist teilweise scharfe Biegungen und Erweiterungen auf, welche starke Strömungsverluste durch Reibung oder Stoßverluste verursachen. Ferner sind die Reibungsflächen sehr groß, welche zusammen mit der Kolbenform das Festfressen des Drehkörpers begünstigen. Erhöht wird diese Gefahr durch die Druck- und Saugwirkung der Pumpe öder anderer Flottenbewegungsmittel sowie durch den Ablenkungsdruck der strömenden Flüssigkeit selbst dadurch, daß diese Kräfte ein gegenseitiges Anpressen des Drehkörpers im Gehäuse bewirken, was bei der Größe der anliegenden Fläche eine beträchtliche Erschwerung für die Verstellung, wenn nicht gar ein Festklammern verursacht. Hinzu kommt die Rostbildung, welche bei eisernen Apparaturen z. B. bei schwach saueren Bädern innerhalb verhältnismäßig kurzer Zeit eintritt und infolge großer Reibungsflächen ein jedesmaliges Auseinandernehmen und Reinigen des Schiebers erforderlich macht. Die Vielgestaltigkeit der Gußform derartiger Steuervorrichtungen begünstigt weiterhin geradezu die innere Verspannung des Drehkörpers bei schroffem Wechsel von kochheißer und kalter Behandlungsflüssigkeit, wodurch Formänderungen und damit Festklemmungen verursacht werden.
  • Ein weiterer Nachteil besteht bei diesen kolbenartigen Drehkörpern mit den großen Reibungsflächen darin, daß bei schnellem Verstellen die Stromöffnungen zum Teil durch die Flächen verdeckt werden, was zu plötzlichen Stauungen, sog. Wasserschlägen, führt.
  • Demgegenüber besteht das Wesen der Erfindung in der Vereinigung der Steuerfähigkeiten an sich bekannter Platten und Rohrstücke, von denen jene zur Umsteuerung von zwei Flüssigkeitsströmen in parallelen, diese zur Umsteuerung derselben Ströme in gekreuzten Richtungen benutzt werden. Die neuartige Vereinigung beider Steuerbehelfe ergibt einen Leitkörper von der einfachsten Form, der die Umsteuerung von zwei und mehr Flüssigkeitsströmen gestattet unter Beibehaltung der Vorteile der Einzelelemente, insbesondere kleinstmögliche Reibungsflächen des Leitkörpers, gute Flottenführung ohne scharfe Abbiegungen und schädliche Erweiterungen, einfache Gußform auch des Gehäuses und dadurch Unempfindlichkeit gegen schroffen Temperaturwechsel der Flüssigkeiten, Vermeidung von Wasserschlägen bzw. Stauungen bei schneller Umsteuerung. Durch entsprechende Anpassung der Durchdringungsrichtung des Rohrstückes durch die Platte sowie die Krümmungen beider Elemente entsteht ein Leitkörper für eine Vorrichtung zum gleichzeitigen beliebigen Umsteuern von zwei und mehr Flottenströmen auf vier und mehr Leitungen. In den Zeichnungen ist ein Anwendungsbeispiel dargestellt.
  • Abb. i zeigt den Schnitt eines Textilbehandlungsapparates, bei welchem der Erfindungsgegenstand eingebaut ist.
  • Abb. 2 bis 5 zeigen Schnitt wie Abb. i mit den verschiedenen Einstellungen der Steuervorrichtung.
  • Abb. 6 stellt das Steuerorgan allein dar. Abb.7 zeigt den senkrechten Schnitt des Gehäuses gemäß Abb. 6 und die Seitenansicht des angeschnittenen Drehkörpers.
  • An dem Bottich i des Behandlungsapparates ist das Gehäuse 2 angegossen oder angebaut. Der Drehteil 3 (Abb. 6 und 7), bestehend aus einer gekrümmten Fläche 4 und dem eingegossenen Rohrkrümmer 5 sowie den beiden Drehzapfen 6 und 7 und dem Bedienungshan:drad 8, dreht sich im Gehäuse 2 und-ist durch eine Stopfbüchse g wie üblich abgedichtet. Die Stutzen und Öffnungen am Gehäuse 2 sind senkrecht zur Drehachse in einer radialen Ebene angeordnet. Die Öffnung io führt in das Innere des@Bottichs bzw. Materialträgers, die Öffnung i i in das Äußere. An dein Stutzen 12 ist die Hochpumpleitung 13 mit dem Absperrmittel 14 und dem Flottenbehälter 15 angeschlossen.
  • An den Stutzen 16 ist der Saugkrümmer 17, in welchen der Überlauf- und Zusatztrichter bzw. das Gefäß 18 einmündet, und an welchen über ein Absperrmittel i9 die Wasserleitung 2o angeschlossen ist. Die Pumpe 2i ist mit dem Druckstutzen über den Stutzen 22 der Steuervorrichtung verbunden. Der Stutzen 23 dient zum Anschluß an eine Dampf-, Druckluft- sowie Gas- und Saügluftleitung mit den Absperrungen 2q., 25 und 26 sowie zur Anordnung des Auslaufabsperrmittels z7. Die Überlaufleitung mit der Absperrung 28 auf dem verschließbaren Deckel 29 vollendet die Einrichtung.
  • Die im Flottenbehälter 15 angesetzte Flotte wird, nachdem der Apparat mit Textilgut beschickt und der Deckel a9 dicht geschlossen ist, durch Öffnen des Absperrmittels 14 in den Apparat abgelassen. Ist dieser unter Flur angeordnet, dann saugt die Pumpe 21 die Flotte in der Stellung gemäß Abb. i durch die Leitung 13, bei geöffnetem Absperrmittel 14, Stutzen 12 und Saugrohr 17 an und drückt sie durch den Stutzen 22 um den runden Rohrkrümmer 5 sich teilend herum, wobei die Ouerschnittfläche beiderseits des Rohres annähernd gleich der runden Querschnittsfläche des Stutzens 2a ist und gelangt durch den Stutzen io in das Innere des Materialträgers, daraus die Luft oder das Gas verdrängend, und durchdringt das Behandlungsgut von innen nach außen. Dies dauert so lange, bis durch das geöffnete Ventil 28 der volle Überlauf stattfindet, dann wird die Absperrung 14 geschlossen und die Steuervorrichtung gemäß Abb.2 eingestellt, wodurch die Flotte nunmehr von außen nach innen .durch das Behandlungsgut gedrückt wird, wie dies durch Pfeile angedeutet ist. Nach einer gewissen Behandlungsdauer wird die Steuervorrichtung von Hand oder selbsttätig umgestellt (vgl. Abb. 3.). Je nach der Art des Behandlungsgutes erfolgt diese Umschaltung mehr oder minder langsam, aber stets allmählich. Dabei bleibt der Druck in den Rohren usw. beidseits der Umsteuervorrichtung annähernd gleich, weil der Durchflußquerschnitt während der Verstellung fast gleich bleibt. Nach Beendigung der Färbebehandlung wird die Flotte in den Aufbewahrungsbehälter abgelassen oder bei hochstehendem Behälter, wie Abb. 3 zeigt, hochgepumpt, wobei, wie an den Pfeilrichtungen ersichtlich, die Flotte sowohl aus dem Außen- als auch Innenraum des Apparates gesaugt wird, so daß ein gleichmäßiges Sinken des Gesamtspiegels erreicht wird.
  • Nach dieser Behandlung wird das Textilgut in der Regel zwecks Gewinnung der überschüssigen Färbeflotte abgesaugt. Die Steuervorrichtung steht dann in der Stellung gemäß Abb. 5. Durch plötzliches Öffnen der Absperrung 26 drückt die Außenluft bei geöffnetem Deckel 3o die überschüssige Flotte von außen nach innen aus dem Behandlungsgut. Sie wird dann zwecks weiterer Verwendung aufgefangen.
  • In gleicher Stellung befindet sich die Steuervorrichtung, wenn das Behandlungsgut zwecks Netzens vor Beginn einer Naßbehandlung gedämpft oder mit Druckluft oder Gas zum Zwecke einer Oxydation behandelt wird. Die Strömungsrichtungen selber verlaufen dabei genau entgegengesetzt zu den gezeichneten.
  • Nach dem Entfernen der überschüssigen Flotte zwecks Rückgewinnung wird die übrige Flotte abgespült. Dabei nimmt die Steuervorrichtung wieder die Stellung gemäß Abb. z ein. Die Spülwasserabsperrung r9 und das Auslaufabsperrventi127 wird geöffnet, und die Pumpe drückt alsdann das Wasser von innen über Stutzen to durch das Gut. Durch den Stutzen 12 gelangt das Wasser zur Leitung 24 bzw. durch den Auslauf 27 in den Abflußkanal ab.
  • Nach dem Spülen wird gewöhnlich wieder abgesaugt. Die Stellung gemäß Abb. z erlaubt beispielsweise auch bei Entwicklungsfarben die Entwicklungsflotte anzusaugen und mittels der Pumpe raschestens durch das Gut zu drücken, wobei die entstehenden Verbindungen, soweit sie kolloidal gelöst sind, mit der überschüssigen Grundierungsflotte zunächst durch .den Auslauf 27 abgelassen werden. Läßt die ablaufende Flotte erkennen, daß die Ausflockungen fast alle abgelaufen sind, so wird die Steuervorrichtung tunlich schnell auf den Färbegang von innen nach außen umgestellt. Alsdann wird das Absperrventi127, durch welches infolge der nicht vollständig abdichtenden Steuervorrichtung nur noch tropfenweise Flotte abläuft, geschlossen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Vorrichtung zum gleichzeitigen Umsteuern von zwei oder mehr über den gleichen Verteilungskörper strömenden Behandlungsmitteln, dadurch gekennzeichnet, daß der gleichzeitig auf vier oder mehr Leitungsanschlüsse schaltbare Verteilerkörper .aus einer rechteckigen Platte und einem, diese durchdringenden Rohr besteht.
DEO20042D 1932-08-30 1932-08-30 Vorrichtung zum gleichzeitigen Umsteuern von zwei oder mehr ueber den gleichen Verteilungskoerper stroemenden Behandlungsmitteln Expired DE596384C (de)

Priority Applications (2)

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BE398316D BE398316A (de) 1932-08-30
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DEO20042D Expired DE596384C (de) 1932-08-30 1932-08-30 Vorrichtung zum gleichzeitigen Umsteuern von zwei oder mehr ueber den gleichen Verteilungskoerper stroemenden Behandlungsmitteln

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE909804C (de) * 1951-10-21 1954-04-26 Max Fischer Vorrichtung zum Umsteuern der Stroemungsrichtung von im Kreislauf durch eine Pumpe und einen Behandlungsbehaelter gefuehrter Fluessigkeit, insbesondere zum Nassbehandeln von Textilgut

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE909804C (de) * 1951-10-21 1954-04-26 Max Fischer Vorrichtung zum Umsteuern der Stroemungsrichtung von im Kreislauf durch eine Pumpe und einen Behandlungsbehaelter gefuehrter Fluessigkeit, insbesondere zum Nassbehandeln von Textilgut

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