Färbeapparat zum Einfärben von Tuch im Strang Die Erfindung bezieht sich auf einen Färbe apparat zum Einfärben von Tuch im Strang, wobei das zu färbende Gut bei erhöhter Temperatur und erhöhtem Druck durch eine Färbeflüssigkeit geführt wird.
Es ist wünschbar, Tücher aus künstlich her gestellten Fasern im Strang zu färben, bei einer erhöhten Temperatur, welche über derjenigen liegt, bei welcher die Färbeflüssigkeit bei normalem Druck bereits siedet. Um dieses Sieden zu verhindern, wird die Färbeflüssigkeit einem Überdruck ausgesetzt, wo durch sich ihr Siedepunkt nach oben verschiebt.
Bei an sich bekannten Maschinen war es bisher nicht möglich, aus künstlich hergestellten Fasern bestehende Tücher im Strang zu färben, ohne dass Sprünge und/oder Falten oder Streifen im gefärbten Tuch entstanden, da die Färbeflüssigkeit üblicher weise zu sieden begann oder in andern Fällen eine schnelle Zirkulation innerhalb dieser Färbeflüssigkeit entstand bzw. erzeugt wurde. Als Folge dieser schnel len Flüssigkeitsbewegung im Innern des Färbebeckens oder Bottichs entstand eine ungleichmässige Ein färbung.
In den Fällen, in welchen gewisse Zusätze zur Farbe hinzugefügt wurden, entstand durch diese Zusätze eine starke Bewegung der Färbeflüssigkeit, was wiederum Streifen und Flecken am fertig ein gefärbten Tuch verursachte. Bei den Maschinen, in denen zwecks Erwärmung der Färbeflüssigkeit Dampf eingelassen wurde, der in die Färbeflüssigkeit ausströmen konnte, entstand eine unerwünschte Ver dünnung des Farbstoffes durch Kondensat, was wie derum zur Folge hatte, dass das Gewebe nicht gleich mässig eingefärbt wurde.
Durch die vorliegende Erfindung sollen diese Nachteile behoben werden. Diese ist gekennzeichnet durch einen Druckbehälter zur Aufnahme der Färbe flüssigkeit und eines über dem Flüssigkeitsspiegel liegenden Gases, Mittel, um Pressluft in den Druck behälter einzuführen, um diesen einem Anfangsdruck auszusetzen, Wärmemittel, um die Färbeflüssigkeit auf eine Temperatur zu erwärmen, welche oberhalb der Siedetemperatur bei Normaldruck liegt, Mittel im Innern des Druckbehälters, um das Behandlungs gut durch die Färbeflüssigkeit und das Gas hin durch zu bewegen, Mittel, welche auf Temperatur wechsel der Färbeflüssigkeit ansprechen,
um die Wärmemittel zu steuern und die Färbeflüssigkeit auf einer vorbestimmten, erhöhten Temperatur zu halten, Sicherheitsorgane, um den Druck des Gases abzulassen, wenn der Druck einen vorbestimmten Maximalwert übersteigt.
Durch diesen Färbeapparat gelingt es, Tuch am Strang zu färben, welches aus Kunststoffmaterial hergestellt wurde, wobei die Färbeflüssigkeit ober halb ihres Siedepunktes bei Normaldruck erwärmt werden kann, da im Innern des Gefässes ein über druck erzeugt wird. Dadurch gelingt es, Ungleich mässigkeiten, insbesondere Nester, Streifen, Blasen und dergleichen, beim Färbevorgang zu verhüten und auf diese Weise eine Qualitätsverbesserung der Einfärbung zu erzielen.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes dargestellt.
Fig. 1 zeigt eine Seitenansicht des Behälters, wo bei einzelne Teile zwecks besserer Sichtbarmachung der darunterliegenden Organe weggebrochen sind, Fig. 2 ist eine Vorderansicht des Behälters mit teilweise weggebrochenem Boden.
Ein Behälter oder Tank 10 in Form eines liegend angeordneten zylindrischen Tanks ist als Druckkessel ausgebildet und dient zur Aufnahme von Färbe flüssigkeit. Alle inneren Teile dieses Tanks 10, welche mit Färbeflüssigkeit, Chemikalien oder mit Wasser in Berührung kommen, bestehen aus rostfreiem Stahl oder anderem Metall, welches korrosionsfest ist. Es ist auch möglich, diese Teile mit einem korro sionsbeständigen Kunststoffteil zu versehen. Der Tank 10 besteht aus einem Mittelteil 12, an dem sich beidseitig gewölbte Böden 14 und 16 anschlie ssen.
Da der Tank 10 einem Innendruck widerstehen muss, welcher grösser als der normale Atmosphären druck ist, sind diese Böden 14 und 16 mit dem Mittelteil vorzugsweise verschweisst; es wäre jedoch auch möglich, diese zusammenzunieten oder zu ver schrauben, wobei im letzteren Fall entsprechende Dichtungen vorgesehen werden müssen.
Der Tank 10 ist mit einer Mehrzahl von ab gewinkelten Füssen 18 versehen, die in Längsrichtung voneinander distanziert sind, wie dies aus Fig.l hervorgeht. Diese Füsse 18 sind mit der Aussenwand des Tanks verschweisst und ragen bis etwa auf halbe Tankhöhe.
Der Tank 10 ist mit einer Einfüllöffnung 20 versehen, welche sich über nahezu die ganze Länge des Mittelteiles 12 erstreckt und oberhalb der durch die Mittelachse gehenden Horizontalebene des Tanks liegt. Um die Einfüllöffnung 20 herum ist ein Ver- stärkungsrand: 22 angeordnet, der mit der Wand des Tanks verschweisst ist und einen Sitz für den diese Öffnung abschliessenden Deckel 24 bildet. Der Deckel 24 seinerseits ist mit einer Dichtung 26 versehen, die gegen die Kante 28 des Randes 22 anliegt, wenn der Deckel geschlossen ist.
Mit dem Deckel sind eine Mehrzahl von Hebeln 30 ver bunden, die voneinander distanziert und mit dem Deckel verschweisst oder sonst starr verbunden sind. Die Enden der Hebel 30 sind mit Bolzen 32 an Lagerböcken 34 schwenkbar befestigt. Wenn der Deckel 24 geöffnet werden soll, wird er somit samt den Hebeln 30 um die Bolzen 32 verschwenkt und in die Öffnungslage gebracht. Es ist auch möglich, dass diese Schwenkbewegung zum Öffnen des Deckels durch mechanische, elektrische, hydraulische oder pneumatische Hilfsmittel erfolgt.
Da der Tank bei einem Überdruck von etwa 0,7 bis 1,1 kg/cm2 arbeiten soll, sind eine Mehrzahl von Klauen 36 vorgesehen, welche mit entsprechend angeordneten Nasen 40 zusammenwirken, um eine grössere Sicherheit gegen Herausdrücken des Deckels zu erhalten. Ein pneumatisches Hubaggregat 42, welches mit dem Tank 10 verbunden ist, bewirkt die Verstellung eines Betätigungsmechanismus 38 zum Zwecke, die Klauen 36 und die Nasen 40 des Deckels miteinander in oder ausser Eingriff zu bringen. Ferner sind am Deckel 24 eine Mehr zahl von Fenstern oder Schaugläsern 44 vorhanden, so dass der Färber die Vorgänge im Innern des Tanks während des Arbeitsvorganges beobachten kann.
Ausserdem sind an der Oberseite des Tanks im Innern desselben Beleuchtungskörper 46 ange bracht, um das Tankinnere gegebenenfalls beleuchten zu können. Wie aus Fig. 2 ersichtlich ist, befindet sich im Unterteil des Tankes ein Zwischenboden 50, welcher in der Mitte einen gelochten Teil auf- weist, so dass die Färbeflüssigkeit durch diesen hin durchtreten kann. Dieser gelochte Teil kann auch als Drahtgeflecht von einer entsprechenden Maschen weite ausgebildet sein, oder aber es können in einer Metallplatte eine Vielzahl von Öffnungen vorgesehen sein. In der Nähe des vorderen Endes des Tanks ragt - vom Zwischenboden 50 ausgehend - eine Leitwand 54 nach oben, welche von der Tankwand in ihrem Oberteil distanziert ist.
Diese Leitwand 54 erstreckt sich angenähert über die ganze Länge des Tanks und endigt in der Nähe der Unterkante der Einfüllöffnung 20. Diese Leitwand 54 kann somit durch die Einfüllöffnung 20 herausgenommen und wieder eingesetzt werden. Es kann zweckmässig sein, diese Leitwand 54 in mehreren einzelnen Teilen auszuführen, um das Herausnehmen und Reinigen derselben zu erleichtern.
Der Zwischenboden 50 und die Leitwand 54 dienen dazu, den Weg des Behandlungsgutes 56 zu beschränken, wenn dieses durch die Färbeflüssigkeit und das darüberliegende Gas geleitet wird. Das Behandlungsgut 56 (Tuch), welches im Strang ge färbt wird, gleitet über ein ovales oder ellipsenförmi ges Hauptantriebsrad 64 sowie über ein Hilfsrad 66. Die Antriebswelle 69 des Hauptantriebsrades 64 ist in nicht gezeichneten Lagern in der Nähe des Bodens 14 gehalten. Das andere Ende der Welle 69 ist auf der gegenüberliegenden Seite in einem Lager gehalten, welches von einem Staukanal im Boden 16 getragen wird. Diese Welle ist mit einem Kettenrad 17 auf der Aussenseite des Tanks ver sehen.
Eine endlose Kette 72 ist über ein Kettenrad 70 und ein Kettenrad 74 geführt, das seinerseits im Gehäuse eines Reduktionsgetriebes 76 durch einen Träger 78 gehalten ist. Dieser Träger 78 ist am Boden 16 befestigt. Ein Elektromotor 80, wel cher ebenfalls vom Träger 78 gehalten wird, ist mit einem Antriebsrad 81 versehen, über das ein Keilriemen 82 geschlungen ist. Dieser Keilriemen 82 seinerseits steht mit einem Rad 84 des Getriebes 76 in Verbindung. Somit treibt der Motor 80 über den Keilriemen 82 und die Kette 72 das Antriebs rad. Das Hilfs- oder Zwischenrad 66 sitzt auf einer Welle, welche auf der einen Seite des Tanks in einer wegnehmbaren Platte auf einem Support 86 gelagert ist, der auf geeignete Weise mit dem Boden 16 ver bunden ist.
Das gegenüberliegende Ende der Welle ist in ähnlicher Weise in der Nähe des Bodens 14 gelagert. Durch die auswechselbare Platte mit dem Support 86 wird erreicht, dass die Spannrolle gut erreichbar ist, ohne dass der Deckel 24 geöffnet werden muss. Ein Stiftrad 90 weist eine Mehrzahl von abstehenden Fingern auf und ist in der Nähe des Hilfsrades 66 gelagert und dient dazu, einzelne Stränge des zu behandelnden Tuches oder Gewebes voneinander getrennt zu halten und über das Hilfs rad 66 und Hauptantriebsrad 64 zu führen. Dieses Stiftrad 90 dient somit dazu, zu vermeiden, dass sich die Stränge während der Behandlung durch die Färbeflüssigkeit verwickeln oder verwirren.
Bei einer Drehung des Hauptantriebsrades 64 im Uhrzeiger sinn in Fig.2, wird das Behandlungsgut 56 auf der Front- oder Einfüllseite aufwärts gezogen und auf der Rückseite nach abwärts geleitet. Auf dem Zwischenboden 50 liegt es in Faltenform, während es von hinten nach vorn rutscht. Knapp unterhalb des Zwischenbodens 50 liegen Dampfrohre oder Rohrschlangen für die Durchfüh rung von Dampf 92. Weitere Dampfrohre 94 sind vor der Leitwand 54 im Innern des Tanks angeord net. Diese Dampfrohre 92 und 94 erstrecken sich entlang des Tankinnern und sind an Abzweigstücke 96 und 98 sowie an Auslassrohre <B>100</B> und 102 angeschlossen.
Diese Dampfrohre könnten natürlich auch in anderer Weise im Innern des Tanks ver legt werden, beispielsweise in Schlagenform konzen trisch zur Achse des Tanks. Die Dampfrohre 92 und 94 werden von einem Dampferzeuger 106 gespeist, der in Fig. 1 schematisch angedeutet ist. Eine Ein lassleitung 108 führt vom Dampferzeuger 106 zu den Dampfleitungen 110 und 112. Die Dampflei tung 110 führt den Dampf zum Abzweigstück 96 und von dort in das Dampfrohr 92. Die Dampfleitung 112 dagegen führt den Dampf vom Abzweigstück 98 durch das Dampfrohr 94 am andern Ende des Tanks.
Dadurch, dass der Dampf von beiden Seiten dem Tank zugeführt wird, ist die Temperatur der zu erwärmenden Färbeflüssigkeit über die ganze Länge des Tanks sehr ausgeglichen, so dass keine Tendenz besteht, dass sich die Färbeflüssigkeit vom einen Ende des Tanks gegen das andere Ende bewegt, wodurch Turbulenz in der Färbeflüssigkeit weit gehend vermieden wird. Ein weiterer Vorteil der Dampfzuführung von beiden Enden des Tanks her besteht darin, dass eine bessere Steuerung des Färbe vorganges erreicht werden kann, da die Färbeflüssig keit, welche während der Behandlungsdauer mit einer Tuchbahn in Berührung kommt, immer wieder etwa die gleiche ist.
Es wäre selbstverständlich auch möglich, die Wärmezufuhr zur Färbeflüssigkeit in anderer Weise durchzuführen, bei der ebenfalls eine weitgehend gleiche Temperatur innerhalb der Färbe flüssigkeit angestrebt bzw. erreicht wird. Durch die Anordnung der Dampfrohre 92 in der Nähe des Zwischenbodens 50 und der Dampf rohre 94 hinter der perforierten Gleitwand 54 und der Frontseite des Tanks 10 entsteht ein Auftrieb in der Färbeflüssigkeit als Folge der Erwärmung derselben. Turbulenz wird dabei vermieden, da die Dampfrohre in sich geschlossen sind, so dass die Flüssigkeit nicht durch ausströmenden Dampf be unruhigt wird.
Die Wärme wird gleichmässig von den Dampfrohren auf die Flüssigkeit etwa über die ganze Tanklänge übertragen, und der durch diese Erwärmung erzeugte ruhig fliessende Flüssigkeits strom hat eine laminare Charakteristik. Der Flüssig keitsstrom fliesst dabei durch die perforierte Leit- wand 54 und den gelochten Teil 52 des Bodens 50 hindurch. Die Färbeflüssigkeit wird durch einen Verteiler 114 in den Tank eingeführt, welcher sich in Längs richtung des Tankes erstreckt und mit einem Ein lassrohr 116 verbunden ist.
Dieses Einlassrohr steht mit einer entsprechenden Quelle für die Zufuhr der Färbeflüssigkeit in Verbindung. Zum Einführen der Färbeflüssigkeit sind übliche Pumpen sowie Hifs- organe, wie Manometer, Vorratsbehälter und der gleichen, vorgesehen.
Die überwachung der Färbeflüssigkeit beim Ver teiler wird an einem Steuertableau 118 besorgt, an dem sich ebenfalls Steuerorgane für den Dampf erzeuger 106 befinden.
Der Tank 10 ist ferner mit einer Wasserein- lassleitung versehen, so dass er von einem Ende durch gewaschen werden kann, wenn ein Wechsel von einer Farbe auf eine andere vorgesehen ist. Die Steuerorgane für die Wasserzufuhr können ebenfalls am Steuertableau 118 vorgesehen sein.
Am Boden des Tanks 10 befindet sich ein Ab leitungsrohr 120, welches durch ein mit Pressluft gesteuertes Ventil 129 verschlossen bzw. geöffnet wird. Dieses Ableitungsrohr 120 steht mit einem Abflussrohr 124 in Verbindung, welches in einen Abwasserkanal einmündet. Wenn der Tank gereinigt werden soll, kann dieses Ventil durch entsprechende Betätigung der Pressluftzufuhr geöffnet werden, so dass der Tank sich über das Ableitungsrohr und das Abflussrohr 124 entleert.
Der Tank 10 ist ferner mit einem Entlüftungs stutzen 126 versehen, der sich im obersten Bereich des Mittelteiles 12 befindet. Dieser Entlüftungs stutzen 126 ist mit einem Drosselorgan 128 aus gerüstet, welches sich während des Betriebes in geschlossenem Zustand befindet; so dass also der Tank einem Innendruck ausgesetzt werden kann. An diesen Entlüftungsstutzen kann ein Abluftventila- tor (nicht dargestellt) angeschlossen werden, nament lich wenn der Tank entleert und gereinigt werden soll und die Gase im Tankinneren rasch entfernt werden sollen. Im Oberteil des Tanks 10 ist ein Überdruckventil 130132 vorhanden.
Obschon der Tank für einen Innendruck von etwa 3,5 kg/cm2 berechnet ist, ist es nicht notwendig, dass dieser Druck während des normalen Behandlungsprozesses erzeugt wird. Wie bereits erwähnt, erfolgt der Färbe vorgang bei einer Temperatur etwa zwischen 115 und<B>121'C</B> (240 bis 250 F), wobei der Gasdruck im Innern des Tanks oberhalb des Flüssigkeitsspiegels in der Grössenordnung von 0,7 bis 1,1 kg/cm2 liegt. Demzufolge ist es erwünscht, dass das überdruck- ventil auf einen Druck von etwa 1,4 kg/cm9 ein gestellt ist, ,so dass die Bedienungsperson gewarnt wird, wenn der Druck oberhalb den vorgesehenen Werten liegt.
Für die überwachung der Temperatur sind ebenfalls Mittel vorgesehen.
Um die gewünschte Temperatur von 114-121' C möglichst rasch zu erreichen, wird der Tank vorerst mit Färbeflüssigkeit bis auf das vorbestimmte Niveau eingefüllt und hernach wird der Tank durch Ab- schliessen des Deckels 24 und aller entsprechenden Ventile druckdicht gemacht. Hierauf wird ein An fangsüberdruck von etwa 0,35 kg/cm2 im Innern des Tanks erzeugt, durch Einlass von Pressluft über eine Pressluftleitung 134. Hiezu sind am Steuer tableau 180 entsprechende Kontroll- und Steuer instrumente vorgesehen.
Sobald im Tankinnern dieser Druck vorhanden ist, erfolgt eine Zufuhr von Dampf in die Dampf rohre von beiden entgegengesetzten Enden des Tanks 10 her. Die Dampfwärme wird von den Dampf leitungen auf die Färbeflüssigkeit übertragen und infolge des Temperaturanstieges der letzteren steigt auch der Innendruck im Tank.
Bei einer Temperatur von etwa l09 C steigt der Druck auf etwa 1,12 kg/cm2 an. Wenn die Temperatur schlie'sshoh auf 121 C erhöht wird, steigt der Druck auf 1,12 kg/cm2. Durch Steuerung der Temperatur der Färbeflüssigkeit im Tank kann diese soweit erhitzt werden, ohne dass ihr Siedepunkt erreicht wird und ohne dass Turbulenz in dieser Flüssigkeit im Tankinnern ent steht. In der nachfolgenden Tabelle sind die Ver hältnisse bezüglich des Druckes und der Temperatur angegeben, wobei die Zwischenwerte durch Inter polation gefunden werden können.
EMI0004.0016
<I>Temperatur <SEP> Druck</I>
<tb> 100 <SEP> C <SEP> - <SEP> 102,2 <SEP> C <SEP> 4,4 <SEP> g/cm2
<tb> 102,2 <SEP> C- <SEP> 109<B>0</B> <SEP> C <SEP> 5,9 <SEP> g/cm2
<tb> 109<B>0</B> <SEP> C <SEP> - <SEP> <B>1210C</B> <SEP> 8,8 <SEP> g/cm2
<tb> Daher: <SEP> bei <SEP> 102,2 <SEP> C <SEP> 0,07 <SEP> kg/cm2
<tb> 109<B>0</B> <SEP> C <SEP> 0,35 <SEP> kg/cm2
<tb> 1210 <SEP> C <SEP> 1,12 <SEP> kg/cm2 Um die Temperatur überwachen zu können, ist beim Steuertableau 118 ein Fernthermometer 140 vorhanden.
Dieses Thermometer 140 bewirkt eine Steuerung der Dampfzufuhr vom Dampferzeuger 106 zu den Dampfrohren 92 .und 94 in der Weise, dass ein Steuersignal vom Temperaturfühler 142 aus gelöst wird, der sich in der Nähe des Zwischen bodens 50 befindet. Das Fernthermometer 140 ist auf eine vorbestimmte Temperatur eingestellt und bewirkt, dass bis zur Erreichung des eingestellten Wertes, solange Dampf durch die Dampfrohre 92 und 94 strömt, bis die eingestellte Temperatur er reicht ist.
Nach Erreichung derselben wird die Dampfzufuhr vom Dampfgenerator über die Dampf leitungen 92 und 94 unterbrochen. Als Folge fällt die Temperatur in der Färbeflüssigkeit, worauf sich dieses Spiel wiederholt, so dass die eingestellte Tem peratur weitgehend konstant gehalten werden kann. Wie aus Fig. 1 ersichtlich ist, ist eine motorgetriebene Wasserpumpe 144 vorhanden, deren Einlass 146 mit einer Kaltwasserquelle in Verbindung steht. Diese Wasserpumpe 144 hat anderseits einen Aus lassstutzen 148, welcher an eine Rohrleitung 150 angeschlossen ist und das kalte Wasser durch die Dampfleitungen 110 und 112 leitet.
Die Wasser pumpe 144 wird zweckmässigerweise ebenfalls vom Steuertableau 118 gesteuert und ist im normalen Betrieb während des Färbens nicht in Funktion. Bei Beendigung des Arbeitsvorganges hingegen, wenn der Tank 10 entleert werden soll, ist es zweckmässig, aus dieser Pumpe 144 kaltes, frisches Wasser in die Dampfleitungen 110 und 112 einzuführen, wobei dieses kalte Wasser dann durch die Dampfrohre 92 und 94 zirkuliert, so dass diese sich schnell abkühlen und eine Temperaturverringerung der Färbeflüssig keit im Tankinnern bewirken. Das Wasser wird durch einen Kondensationstopf oder dergleichen vom Dampfrohr 92 und 94 über die Abflussleitung 152 abgelassen.
Durch diese Wasserzuleitungsmittel ist es möglich, nach Beendigung des Färbevorganges die Zeit bis zur Entleerung des Tanks wesentlich abzukürzen. Um die Färbezeit weiter verkürzen zu können, ist ein Versuchsbehälter 160 vorhanden, in den ein Versuchsstreifen eingelegt werden kann und der den gleichen Druck- und Temperaturver hältnissen der Färbeflüssigkeit ausgesetzt wird wie das Behandlungsgut im Innern des Tanks. Die Färbe flüssigkeit wird vom Tankinnern über eine Einlass- leitung 162 diesem Versuchsbehälter 160 zugeführt.
Eine Flüssigkeitspumpe 164 ist an diese Einlass- leitung 162 angeschlossen. Ausserdem sind Ventile 166 und 168 auf der Einlass- und Auslassseite der Pumpe vorhanden. Vom Versuchsbehälter 160 kann die Flüssigkeit wieder in den Tank 10 über die Rückleitung 170 zurückgeführt werden, wobei sich in dieser Rückleitung ein Ventil 172 befindet. Der Versuchsbehälter 160 ist ferner mit einer Ablass- leitung 174 versehen, in der ein Ventil 176 liegt. Die Flüssigkeitspumpe 164 wird durch einen Motor 178 angetrieben, der vom Steuertableau 118 aus bedient wird.
Durch den im Versuchsbehälter 160 eingelegten Versuchsstreifen kann der Färber die Entwicklung des Einfärbevorganges verfolgen, ohne dass der Tank geöffnet werden muss. Die Ventile 166, 168 und 170 sind während des Betriebes geöffnet, wogegen das Ventil 176 geschlossen ist. Die Pumpe 164 wird hierauf in Betrieb gesetzt und pumpt Färbeflüssigkeit während des eigentlichen Färbevorganges vom Tank her über die Einlassleitung 162 in den Versuchs behälter 160 und schliesslich wieder in den Tank zurück über die Ableitung 170. Auf diese Weise wird die Färbeflüssigkeit im Versuchsbehälter ständig erneuert und weist zudem die gleiche Temperatur und den gleichen Druck auf wie im Tank.
Falls der Färber den Versuchsstreifen überprüfen will, ist es nicht notwendig, dass der Druck im Tank 10 ab gelassen oder die Temperatur in diesem reduziert wird, da es genügt, den Versuchsbehälter 160 von der Verbindung mit dem Tank zu trennen. Hiezu werden die Ventile 166, 168 und 170 geschlossen und das Ventil 176 in der Abflussleitung 174 ge öffnet, so dass ein vergleichsweise geringes Quantum Färbeflüssigkeit aus dem Versuchsbehälter 160 ab- fliesst, worauf der Versuchsbehälter geöffnet und der Versuchsstreifen zwecks überprüfung entnommen wird.
Dieser Versuchsstreifen kann allenfalls in den Versuchsbehälter zurückgelegt werden, falls der Färbevorgang weitergeführt werden soll. In diesem Fall wird das Ventil 176 wieder geschlossen und die Ventile 166, 168 und 170 wieder geöffnet. Auf diese Weise kann die Zeit, um den Färbevorgang zu überwachen, wesentlich verringert werden und es ist nicht mehr notwendig, im Tank den Druck abzulassen und allenfalls die Temperatur zu reduzie ren, damit der Deckel geöffnet werden kann.