DE448982C - Verfahren und Vorrichtung zum Kochen, Baeuchen, Bleichen, Daempfen usw. von Textilgut mit kreisender Flotte - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zum Kochen, Baeuchen, Bleichen, Daempfen usw. von Textilgut mit kreisender Flotte

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DE448982C
DE448982C DEH97925D DEH0097925D DE448982C DE 448982 C DE448982 C DE 448982C DE H97925 D DEH97925 D DE H97925D DE H0097925 D DEH0097925 D DE H0097925D DE 448982 C DE448982 C DE 448982C
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    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06BTREATING TEXTILE MATERIALS USING LIQUIDS, GASES OR VAPOURS
    • D06B5/00Forcing liquids, gases or vapours through textile materials to effect treatment, e.g. washing, dyeing, bleaching, sizing impregnating
    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06BTREATING TEXTILE MATERIALS USING LIQUIDS, GASES OR VAPOURS
    • D06B2700/00Treating of textile materials, e.g. bleaching, dyeing, mercerising, impregnating, washing; Fulling of fabrics
    • D06B2700/18Passing liquid through fibrous materials in closed containers with a form not determined by the nature of the fibrous material

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Description

  • Verfahren und Vorrichtung zum Kochen, Bäuchen, Bleichen, Dämpfen usw. von Textilgut mit kreisender Flotte. Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zum Kochen, Bäuchen, Bleichen, Dämpfen usw-. von Textilgut, insbesondere Strangware, mit kreisender Flotte, das wesentliche Mängel der Fleckenbildung und des Vergrauens der bisherigen Kochverfahren beseitigen soll. Bekanntlich treten in einem geschlossenen, mit kreisender, kochend-er Flottearbeitenden Kocher eigentliche Siedeerscheinun,gen nur in heißen Teile auf. Unter lebhaftem Aufwellen. bildet -sich hier ein Schaum, 'der alle Verunreinigungen aufspeichert, der sogenannte »Bro-del«. Bisher war es nicht möglich, diesen Schaum von dem Kocligut fernzuhalten. Dieser Brodel -gibt aber alle aufgespeicherten Verunreinigungen an die Kochware ab und erzeugt namentlich in dem oberen Teile des Kochers Flecke, die oft schwer, aus manchen feineren Warenarten überhaupt nicht wieder zu entfernen sind. Kocht man übermäßig lange, so tritt wohl eine gewisse allmähliche Verteilung der Flekkenbestandteile auf das Gesamtkochgut ein, es ist dann aber eine der wesentlichen Ursachen des »Vergrau-ens« der Ware gegeben.
  • Nach der Erfindung beseitigt man die Ursachen für die- Fleckenbildung und das Vergrauen dadurch, daß die Behandlungsflotte im Kocher unterhalb des Schaumgürtels entnommen und unter Luftauisschluß nur durch ihren eigenen Dampfdruck und unabhängig #on der Fördereinrichtung für die kreisende flotte zum Durchfluß von oben nach unten durch den Behandlungsbehälter gebracht wird. Man entnimmt somit die Flotte im Kocher dort, wo kein Schaum, also auch keine Verunreinigung vorhanden und, außerdem auch keine Luft beigemischt ist. Auch Luftbeimischung wäre schädlich, da sich durch alkalische Kochflotten bei Gegenwart von Luftsauerstoff leicht Oxycellulose an der Ware bilden könnte.
  • Zur Durchführung des Verfahrens wird der Kochvorrichtung ein Vorwärmer angefügt, der in bekannter Weise zwischen einer Pumpe und dem Behandlungskessel eingeschaltet ist, mittelbare oder unmittelbare Flottenenvärmung aufweist und in den dicht an seinem unteren Boden Stelgrohre münden, die in den oberen Teil des Behandlungskessels für die Ware führen. Wegen- der tieferen Mündung dieser Rohre ist die Überführung irgendwelchen Brodels ausgeschlossen. Der übertritterfolgt einzig und allein durch den Druck in den durch die Steigrohre verbundenen Räumen und ist unabhängig von der Fördereinrichtung. Besonders günstig gestaltet sich bezüglich der Warmhaltung die Vorrichtung, wenn der die"unten mündenden Steigi-ohre enthaltende Vorwärmer unmittelbar um den Behandlungskessel für die Ware herum angeordnet ist# sich also innerhalb des Umschlußgehäuses der Gesamtkocheinrichtung befindet. Dann ist durch cie Umgebung des Behandlungskessels mit Flotte das Temperaturgefälle im Kocher auf ein Mindeshnaß heruntergedrückt, und es wird die Flottenkreisung nach Menge und Druck in idealer Weise unt,6r gleichmäßigen Bedingungen durchaus gleichmäßig erhalten.
  • Mit dem eingangs genannten neuen Verfahren und mit den in ihren Grund±ügen geschilderten Vorrichtungen läßt sich sowohl beim Ankochen wie auch beim Abkühlen sehr viel Zeit ersparen und jedes gewünschte Kochverfahren durchführen. Das Druckgefälle läßt sich auf ein Mindestmaß herabdrücken, die Drücke können stets auf gleicher Höhe gehalten werden.
  • Auf der Zeichnung ist in Abb. i in einem Längsschnitt und in Abb. 2 in einem Querschnitt ein Ausführungsbeispiel für eine Vorrichtung nach der Erfindung zum Durchfähren des neuen Verfahrens dargestellt, und zwar dadurch mit besonders guter Wärmehaltung, daß der Vorwärmer unmittelbar um den Behandlungskessel herum angeordnet ist.
  • In einem mit abnehmbarem, durch Flügelschrauben bei s festzuziehendem Deckel r versehenen Kocherd ist der Behandlungsbehälter a für die Ware so angeordnet, daß er mit seinem kegeligen Unterteil q flottendicht auf dem Kocheruntersatz c sitzt. Oben schließt den Warenbehältera ein besonders ausgebildeter Deckel/ ab. Der Deckel/ ist ein Hohlkörper, dessen unterer Boden mit Durchtrittsöffnungen für die Kochflotte ausgestattet ist. Der Warenbehältera hat quadratischen oder einen ähnlichen Querschnitt und liegt, wie Abb. 2 zeigt, mit seinen Kanten an dem Innenmantel des zylindrischen Kochers d an. Im Kocherdeckel r sind dort, wo darunter die Kanten des Warenbehälters a liegen, also bei t, Schraubenspindeln vorgesehen, die dazu dienen, den Warenhehälterdeckel f fest auf den Warenbehälter a zu drücken. An den Hohlraum des Deckels j schließen sich seitlich Steigrohreg an, die t f unten in den Mantelraum zwischen dem Kocherd und dem Warenbehältera münden. Der Kocherd ist mit einem Wärmeschutzi umkleidet. Durch diesen und durch den Mantel des Kochers d treten Heizeinrichtungen fi hindurch. Der Kocherd ruht auf einem Untersatz c, der seinerseits wieder über dem Flottenbehälter b angebracht ist. Der Raum um den Untersatz c ist mit einer Umkleidung a versehen. Durch diesen Zwischenraum hindurch führt oben aus dem Mantelraum des Kochers d, dicht unter dem Deckel r mündend, ein Abführ- und überlaufrohrk in den Flottenbehälter b, der dazu bestimmt ist, die Erstlauge aufzunehmen. Aus diesem Behälter b führt ein Saugrohro zu einer Saug- und Umwälzpumpel, die über einen Anschlußp mit dem Kocheruntersatzc verbunden ist, und über einen Stutzenm mit dem Mantelraum um den Warenbehältera herum. Der obere Teil dieses Mantelraumes ist mit e, der untere mit n bezeichnet. Dieser Gesamtraum stellt den Vorwärmer dar.
  • Die Flotten werden im Flottenbehälter b angesetzt, mittels der Pumpel wird die Flotte entweder über den Anschlußp vom Untersatzc oder über das Saugrohro vom Flottenbehälter b aus angepumpt und durch den Druckstutzenm in den unteren Vorwärmerteiln geleitet. Von hier gelangt die Flotto unter dem Dampfdruck im oberen Mantelteile durch die Steigrohreg in den Hohldekkelf und durch dessen Bodenlochungen in den oberen Teil des Warenbehälters a. Herrscht im Oberteile des Vorwärmers nicht genügender Druck, -so steigt die Flotte irn Mantelraum des Vorwärmers zunächst bis zu einer entsprechenden Höhe und wird dann unter dem Restdruck und unter Mitwirkung der Pumpel durch die Steigrohreg und den Dekkelf zur Ware nach dem Behältera hinübergedrückt. Die Anheizung der Flotte erfolgt bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel mittelbar durch dampfgespeiste Heizrohrelt, kann aber auch unmittelbar durch Zuleitung von Dampf in den Vorwärmer geschehen.
  • Mit der beschriebenen Vorrichtung, bei der innerhalb der Umkleidung u zweckmäßig auch der an-treibende Motor angebracht ist-und zu der eine nicht dargestellte Ventilbatterie mit den erforderlichen Zu- und Ableitungen gehört, kann das verwickeltste Kochverfahren durchgeführt werden. Beispiel. Als Beispiel der Verwendungsmöglichkeit des neuen Verfahrens und der Vorrichtung diene die Durchführung des anerkannt guten Kochverfahrens nach Thies-Herzig. Zunächst wird im Flotteribehälterb die Erstlauge angesetzt, die bei allen folgend-en Kochungen natürlich aus der Zweitlauge gewonnen wird. Die Flotte wird, dann durch die Pumpe 1 über das Saugrohr o nach dem Kocheruntersatz c gepumpt und dringt von hier entgegen der Schwerkraft durch das im Behältera befindliche Kochgut bis zum Dekkelteil/ durch. Von 'hier gelangt die Flotte durch die Rohre g nach unten in den unteren Mantelteü n. Die Ausbildung des Deckels f ist dabei so gedacht, daß die Rohre g ebenso wie das überlaufrohr k bis zum höchsten Punkte innerhalb der Deckel/ bzw. r geleitet werden. Die Flotte steigt nun im Vorwänner bis zum oberen Teile des überlaufrohres k und gelangt von hier durch dieses zum Flottenbehälter b zurück. Durch geeignete Ventilsteuerung ist es ohne weiteres möglich, den Druck im Untersatz c und ün Warenbehälter a so zu steigem, daß gegenüber dem Flottenbehälter b überdruck entsteht, d. h. in der bekannten Weise eine vollkommene Entlüftung im Behandlungsb6hältera erreicht wird.
  • Ist der Behandlungshehältera vorentlüftet, so erfolgt das Anheizen der Flotte im Vorwärinere,n. Die Flotte tritt alsdann unter ihrem eigenen Darapfdruck in den Behandlungsbehältera von oben nach unten. Die durchdringende Flotte wird im Untersatz c aufgefangen und mittels der Pumpel über den Stutzenm dem unteren Teilen des Vorwärmers wieder zugeführt. Will man vordämpfen, so läßt man zunächst unmittelbar Dampf in den Vorwärmere,it treten und die Flotte anheizen. Will man vor der Laugenimprägnierung das Kochgut anheizen bzw. dämpfen, so wird unmittelbar Dampf nach dem Untersatz c geleitet.
  • Ist die - Vorkochung beendet, so läßt man die Altflotte unter ihrem eigenen Dampfdruck durch den Untersatz c hindurch nach dem nicht gezeichneten Abflußkanal entweichen. Die Frischflotte wird gleichzeitig in b angesetzt und gegebenenfalls vorgewärmt. Sie tritt über das Saugrohro, die Pumpel und den Stutzenin in den unteren Teil, a des Vorwärmers ein und gelangt von hier in beschriebener Weise'zur Kreisung durch das Wareninnere von oben nach unten. Sie wird durch nüttelbaren Dampf auf die entsprechende Temperatur gebracht, soweit nicht ihr Vorbeistreichen an den Wänden des Warenbehät ters a eine hinreichende Temperatursteigerung bewirkt.
  • Das Abkühlen und Auswaschen der Flotte im Gegenstrom ist ebenfalls in einfachster Weise und ohne weitere Hilfsgefäße möglich. Während man den Untersatzc mit dem Flottenbehälter b in Verbindung bringt, läßt man das Waschwasser über die Pumpe 1 hinweg den Vorwärmerne füllen. Nachdem es darin auf eineein Abschrecken des Kochers hintanhaltende Temperatur gebracht ist, leitet man es, über die Steigrohreg ansteigend, zu dem Behandlungsgefäßa. Die Ternperatur des Waschwassers paßt sich also von selbst der Temperatur und dem Verdünnungsgrad der Flotte im Behältera an, :ohne daß eine andere Wärmequelle als die im Kochgat aufgespeicherte Wärme benutzt wird. Nachdem die in a befindliche Kochflotte, vor dem von 1 aus abströmenden Waschwasser weichend, den Flottenbehälterb gefüllt hat, wird unter Umsteuerung des Flottenablaufes zum Kanal entsprechend weiter ausgewaschen.
  • Die Wirkung dieses Thies-Herzig-Verfahrens wird aber wesentlich verbessert -und insbesondere ein nennenswerter Zeitgewinn nach der Erfindung dadurch erzielt, daß mit der beschriebenen Einrichtung die gesamtenVort' Uänge in einem einzigen Gefäß vorgenommen werden können. Die frÜher so außerordentlich schwierige Regelung des Dampfdruckunterschiedes geschieht im vorliegenden Falle selbsttätig durch die windkesselartige Wirkung des Vorwärmers. Beheizung und Abkühlung erfolgen in besserer, insbesondere auch wirtschaftlicherer Weise. Die Vorteile raschester Temperaturänderung bleiben gewahrt.

Claims (2)

  1. i. Verfahren zum Kochen, Bäuchen, Bleichen, Dämpfen usw.-von Textilgut mit kreisender Flotte, dadurch gekennzeichnet, daß die Behandlungsflotte im Kocher unterhalb des Schaumgürtels entnomMen und unter Luftausschluß nur durch Eigendampfdruck und unabhängig von der Fördereinrichtung für die kreisende Flotte zum Durch-Ruß durch den Behandlungsbehälter von oben nach unten gebracht wird.
  2. 2. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch> gekennzeichnet, daß aus einem zwischen einer Pumpe (1) und dem Behandlungsbehälter (a) eingeschalteten Vorwärmer (n# e) mit mittelbarer oder unmittelbarer Flottenerwärmung die Flotte durch dicht am unteren- Boden des Vorwärmers mündende Steigrogre (g) unter Eigendampfdruck von oben in den Behandlungskessel (a) übertritt, so daß Brodel nicht mit übergeführt werden. 3. Vorrichtung nach Anspruch 2, bei der der Behandlungsbehälter (a) in den Kochkessel (d) unter Belassen eines Mantelraumes eingesetzt ist, dadurch gekennzeichnet, daß innerhalb des mit Anschluß an die Umlaufpumpe (1) ausgestatteten Mantelraumes (n, e) Steigrohre (g) mit ihrer Mündung dicht über dem Mantelboden liegen und oben zu dem Behandlungsbehälter (a) f ühren, -so daß der Mantelraum den Vorwärmer bildet. 4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß »die Steigrohre (g) oben in einen Hohlraumdeckel (f) münden, der den Behandlungsbehälter (a) abdeckt und in seinem unteren Teile Durchtrittsöffnungen für die Behandlungsflotte aufweist. 5. Vorrichtung nach den Ansprüchen 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß der in den Kocher (d) -von krei#sförmigpin Querschnitt einsetzbare Behandlungsbehälter (a) quadratischen oder ähnlichen Querschnitt hat und sich. mit seinen Kanten an den Kocherinnenmantel anlegt. 6. Vorrichtung nach Ansprach 4, dadurch gekennzeichnet, daß von dem obersten Teil des Kochers (d,) ein Abführ- und Überlaufrohr (k) zu dem tiefer liegenden Flottenbehälter (b) führt.
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