DE627304C - Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Sulfitzellstoff - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Sulfitzellstoff

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DE627304C
DE627304C DES106738D DES0106738D DE627304C DE 627304 C DE627304 C DE 627304C DE S106738 D DES106738 D DE S106738D DE S0106738 D DES0106738 D DE S0106738D DE 627304 C DE627304 C DE 627304C
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D21PAPER-MAKING; PRODUCTION OF CELLULOSE
    • D21CPRODUCTION OF CELLULOSE BY REMOVING NON-CELLULOSE SUBSTANCES FROM CELLULOSE-CONTAINING MATERIALS; REGENERATION OF PULPING LIQUORS; APPARATUS THEREFOR
    • D21C7/00Digesters
    • D21C7/14Means for circulating the lye

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  • Commercial Cooking Devices (AREA)

Description

Bei der Herstellung von Sulfitzellstoff durch Kochen verfahrt man im allgemeinen in der Weise, daß man den Dampf unmittelbar in den Kocher einführt, und zwar im allgemeinen durch Dampfrohre, welche in" den Boden des Kochers münden, oder auch mit Hilfe von Dampf, der durch Heizschlangen hindurchgeht, die in dem Kocher angebracht sind.
Es ist ferner vorgeschlagen worden, die Erhitzung und die Zufuhr der schwefligen Säure mit Hilfe von Injektoren, deren Druckleitungen in den Boden des Kochers einmünden, vorzunehmen und hierdurch im unteren Teil des Kochers einen gewisssen Flüssigkeitsumlauf unter Ansaugung eines Teiles der Kochflüssigkeit hervorzurufen. Ein weiterer Vorschlag geht dahin, mit Hilfe einer besonderen Umlauf leitung, welche sich außerhalb des Kochers befindet und in deren oberem Teil eingeleiteter Dampf eine Ansaugwirkung hervorruft, einen Umlauf der Flüssigkeit und des Gases in der Weise zu bewirken, daß diese dem oberen Teil des Kochers entnommen und in den unteren Teil wieder eingeführt werden.
Man hat auch schon den Vorschlag gemacht, . während des Kochens in die umlaufende Kochfiüssigkeit Chemikalien einzuführen oder durch Einbau von Rohren der durch eingeleitete Dampfstrahlen in Bewegung gesetzten Kochflüssigkeit eine bestimmte Strömlings-' richtung zu erteilen, welche zu einem Umlauf der Flüssigkeit vom unteren in den oberen Teil des Kochers führt Endlich hat man: vorgeschlagen, die Kochflüssigkeit innerhalb einer in den Kocher eingebauten Rohrleitung mit Hilfe von Pumpen hochzutreiben und danach in dem mit Faserstoff gefüllten übrigen Teil des Kochers sich von oben nach-unten bewegen zu lassen. Die Rohrleitungen wurden zur Unterstützung dieser Wirkung mit Dampfeinlassen versehen,, in denen Wasserdampf von außen durch die Kocherwandung hindurch eingeführt werden konnte.
Alle diese Einrichtungen haben entweder hinsichtlich der Temperatur- und Aufschlußmittelverteilung oder der Vermeidung von Ablagerungen von Krustenbildnern zu einem befriedigenden Ergebnis nicht geführt.
Es wurde nun gefunden, daß bei der Herstellung von Sulfitzellstoff unter Benutzung eines Gemisches von Schwefeldioxyd und Dampf als Umtreibmittel für die Kochflüssig-: keit vorzügliche'Ergebnisse erzielt werden,, wenn man in die über die Höhe» des Kochers sich -erstreckende Umlauf leitung, zu welcher 55t der Faserstoff keinen Zutritt hat, das Gemisch
von Schwefeldioxyd und Dampf derart einleitet, dajßljea Hern oberen-Teil des Kochers zuströmt. " _ "
Zunächst ist es wichtig, so wie es hier gesehieht, Kochflüssigkeit dem unteren Teil des Kochers zu entnehmen, danach auf eine höhere Temperatur 'zu bringen und gleichmäßig mit Schwefeldioxyd gemischt in den mit Faserstoff gefüllten Raum des. oberen ίο Teils des Kochers wieder einzuleiten. Die auf Höchsttemperatur erwärmte Kochflüssigkeit wird dann in den obersten Teil des Kochers gelangen und von hier in dem Stoff, in dem sie sich abkühlt, gleichmäßig absinken. Es hat sich gezeigt, daß beim umgekehrten Vorgehen, also beim Einleiten von Gas .und Dampf in den unteren Teil des Kochers, eine ungleichmäßige Erhitzung tfnd AufSchließung desKocherinhältes hervorgerufen wird, indem Strömungen entstehen, in denen höhere Temperaturen und damit andere Aufschlußbedingungen herrschen als in dem übrigen Köcher-' inhalt. Durch das Einführen von Gas und Dampf in die Rohrleitung entstehen'bekanntlieh auch keine Ablagerungen in demjenigen Teil der Umlauf leitung^ .dttroh - welchen der Dampf der Kochflüssigkeit zugeführt wird. Es ergibt sich somit nach dem Verfahren der . Erfindung eine gesteigerte Betriebssicherheit sowie eine bessere Durchträriktiiigs-,-- Aufschluß- und Injektorwirkung, ohne die Nachteile des vorstehend geschilderten bekannten Verfahrens in Kauf nehmen zu müssen.
Bei «der "Verwendung des den Gegenstand 3S der Erfindung bildenden Verfahrens ist es selbstverständlich äüeh möglich^ vorgewärmte „ oder nicht vorgewärmte Kochflüssigkeit in bekannter Weise- von- einem anderen Kocher zur umlauf rohrleitung vor oder nach der Einleitung des Gases' bz\v.: des Gasgemisches zuzuführen. -"■-".- ■ ; - -- -
In der Zeichnung-ist die Erfindung veranschaulicht, und zwar in einem teilweisen Schnitt durch einen Kocher, der mit einer im Köcherinneren abgebrachten Umlauf leitung versehen/ist. ■ --· - ::-.-·--; .:.-■-■"
20 bezeichnet den Köcher, in welchen oben und unten eine Rohrleitung 21. mündet, die ineiner Entfernung ■.- vom - Boden des Kochers, die etwa 2J3 der Höhe des Kochers beträgt, mit einem Injektor 22 versehen ist. An diesen sind zwei *Zuführüngsiertungeii 23 und 24; angeschlossen, die zur Zuführung τοη Dampf dienen, und eine Leitung 25 zur Zuführung von Schwefeldioxyd. Der Dampf in der Leitung 23 kann zweckmäßig .einen-Drück von etwa 7 Atmosphären und in, der-Leitung 24 einen· Drack von etwa 20 Atmosphären besitzen; Der 'unterste Teil· des Rohres 21 ist zweckmäßig an'eine im Boden des Köchers angebrachte Siebvorrichtung 26 -angeschlossen, durch welche nach dem Kochen die Kochflüssigkeit in die Leitung 27 abgesaugt werden kann. Das in den oberen Teil des Kochers mündende Ende des Rohres 21 ist mit einem Sieb 28 versehen. An dieses Sieb ist ein in den obersten Teil des Kochers mündendes Rohr 29 angeschlossen, das also eine Verlängerung des Rohres 21 darstellt. Diese Verlängerung hat den Zweck, einen Umlauf der im obersten Teil des Kochers befindlichen Kochflüssigkeit zu bewirken, wenn der Kocher am Anfang der Kochung mit Kochflüsigkeit fast gefüllt ist. Wenn später mit Fortschreiten der Kochung die Kochflüssigkeit im Kocher sinkt und der Druck an dem Sieb 28 niedriger wird, werden immer größere Mengen der durch das Rohr 21 Strömenden Flüssigkeit durch das Sieb 28 in den Kocher gelangen. Beim Bau des oberen Teils 29 der Umlauf rohrleitung ist es wichtig, zu beachten, daß diejenige öffnung, durch welche die Kochflüssigkeit von der Leitung in das Innere des Kochers gelangt, genügend groß gehalten wird, damit außerhalb der Leitung befindliche Hackspäneteilchen die Strömung-nicht-zu stärk- behindern. Es ist zweckmäßig, eine oder mehrere ringförmige öffnungen anzubringen, durch die die Flüssigkeit nach unten ausströmen kann. Hierdurch ;wird vermieden,-daß Hackspäne in die Leitung gelangen.
Um zu verhindern, daß beim Dämpfen der Hackspäne Dampf in das Rohr 21 gelangt und durch dasselbe hiridurchströmt, ist in diesem ein Drosselventil 30 angeordnet, das während des Dämpf ens " gedrosselt gehalten wird. Das Rohr 21 wird zweckmäßig auch dann geschlössen gehalten; wenn der Kocher mit der Kochflüssigkeit gefüllt wird. Das Drosselventil 30 kann auch in dem Rohr 21 * derart angeordnet sein, daß der zum Dämpfen der Hackspäne benutzte Dampf durch dieses eingeführt werden kann.
Damit auch die im untersten Teil des Kochers befindliche Kochflüssigkeit dem Umlauf · folgeji kann, ist ein Rohr 31 an den untersten; Teil des Rohres 21 angeschlossen. Mit dieser Anordnung wird erreicht, daß die Flüssigkeit infolge der Säugung im Rohr 21 durch das Rohr 31 nach oben und in das Rohr 21 gelangen kann.. "

Claims (2)

  1. Patentansprüche:
    i. Verfahren - zur Herstellung von Sulfitzellstoff -unter Umlauf der Kochflüssigkeit, bei dem der Umlauf durch ein Gemisch von SO2 und Dampf bewirkt wird, dadurch gekennzeichnet, daß. das Gemisch von SO2 und Dämpf einer von . dem unteren nach dem oberen Teil des
    Kochers führenden Leitung derart zugeführt wird, daß es dem oberen Teil des Ko'chers zuströmt.
  2. 2. Zellstoffkocher zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch ι mit einer vom unteren in den oberen Teil des Kochers führenden Leitung für den Umlauf der Kochfiüssigkeit und einem diesen bewirkenden Injektor, gekennzeichnet durch eine im oberen Teil der Umlaufleituijg' mündende Zuleitung (25) für Schwefeldioxyd.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
    Berlin, gedruckt jn der reichsdruckerki.
DES106738D 1931-10-22 1932-10-22 Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Sulfitzellstoff Expired DE627304C (de)

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