DE59631C - Köpfmaschine - Google Patents

Köpfmaschine

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DE59631C
DE59631C DENDAT59631D DE59631DA DE59631C DE 59631 C DE59631 C DE 59631C DE NDAT59631 D DENDAT59631 D DE NDAT59631D DE 59631D A DE59631D A DE 59631DA DE 59631 C DE59631 C DE 59631C
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DE
Germany
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tool
rod
screws
piece
machine
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Expired - Lifetime
Application number
DENDAT59631D
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English (en)
Original Assignee
Firma THE MlL-WAUKEE CARVING Co. in Milwaukee, V. St. A
Publication of DE59631C publication Critical patent/DE59631C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B44DECORATIVE ARTS
    • B44BMACHINES, APPARATUS OR TOOLS FOR ARTISTIC WORK, e.g. FOR SCULPTURING, GUILLOCHING, CARVING, BRANDING, INLAYING
    • B44B1/00Artist's machines or apparatus equipped with tools or work holders moving or able to be controlled three-dimensionally for making single sculptures or models
    • B44B1/02Artist's machines or apparatus equipped with tools or work holders moving or able to be controlled three-dimensionally for making single sculptures or models wherein three-dimensional copies are made

Landscapes

  • Milling, Drilling, And Turning Of Wood (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT
Fig. ι ist eine Seitenansicht der Maschine; Fig. 2 ist eine Vorderansicht derselben; Fig. 3 ist ein Plan des Untertheiles, d. h. unterhalb der Linie 3 - 3, Fig. 1; Fig. 4 ist ein theilweiser Plan des Obertheiles der Maschine, aus dem nur der Betriebs- und Ausgleichsmechanismus ersichtlich ist. Fig. .5 bis 11 sind Einzelansichten der Gelenkverbindungen der Maschine. Fig. 12, 13 und 14 sind Einzelansichten der Führungs- und Schneidwerkzeuge nebst Zubehör. Fig. 15, 16 und 17 sind ebenfalls Einzelansichten, den Werktisch darstellend. Fig. 18, 19 und 20 sind schliefslich Einzelansichten abgeänderter und zu besonderen Arten Arbeit bestimmter Vorrichtungen.
A A sind verticale Ständer, auf denen der Maschinensupport nebst Maschine ruht, und B B1 sind waagrechte, in der Längsrichtung der Maschine sich erstreckende Träger. CC1, D D1 D2 und EE sind die Hauptquerbalken des Gerüstes und wird dieses noch durch die Querstücke α a, b b und c c und andere unbezeichnete vervollständigt.
Unten an den vorderen Enden der Träger B B ist der Querbalken D1 befestigt. An der unteren Seite des letzteren sind wiederum die Winkel d angebracht, in deren nach unten gerichteten Armen Schrauben d1 eingeführt sind. Diese Schrauben sind am Ende zugespitzt, so dafs sie in entsprechend zugespitzte Oeffnungen oder Aushöhlungen des Stabes F hineinpassen, wie dies deutlich aus Fig. 10 ersichtlich ist.
Der Stab F ist vorzugsweise hohl und rohrförmig, und zwar am besten aus Messing hergestellt und durch messingene Propfen an beiden Enden abgeschlossen, welch letztere darin eingelöthet und aufsen je mit einer spitzen Vertiefung zur Aufnahme der Schraubenspitzen versehen sein können.
An diesem Stab F sind die Bänder oder Krampen e e festgemacht; hierzu können dieselben z. B. oben durchgesägt sein und sodann die beiden getrennten Enden mit einander durch eine Klemmschraube oder Verlöthumg oder, auch mit Hülfe beider Befestigungsmittel zusammen verbunden werden.
Die unteren Enden dieser Bänder sind gabelförmig aus einander gespreizt und führen je eine Schraube e1 e1, die am besten der bereits oben erwähnten Schraube d1 gleich ist. Die Spitzen dieser Schrauben e1 finden ihren Stützpunkt gleichfalls in den hierzu vorgesehenen beiderseitigen Vertiefungen des Messingstückes e2, dessen unterer Theil zur Aufnahme des Stabes G ausgehöhlt ist. Das Stabende wird darin in irgend einer passenden Weise, etwa durch eine Schraube/1, Fig. io und ii, befestigt, und zwar mit oder ohne Zuhülfenahme einer Löthung. Es sind bei der Maschine zwei Bänder e vorhanden, folglich auch zwei Stäbe G, die wir fortan Seitenstäbe nennen wollen und deren Gestalt am besten aus Fig. 2 ersichtlich ist. Diese Stäbe G sind mit einem Paar anderer Seitenstäbe G1 gelenkig verbunden, sowie auch mit einem mittleren Querstab H. Die Verbindungsweise ist deutlich in den Fig. 7, 8 und 9 veranschaulicht; die unteren Enden der Seitennämlich je in eine Hülse g darin ähnlich wie in der mittelst Klemmschrauben f2,
stäbe G G sind
eingestellt und
etwa
f befestigt. Das freie Ende jeder Hülse g trägt
einen zweispitzigen Stift h, und die oberen Enden der Seitenstäbe G G1 sind je mit einer besonders gestalteten Hülse gl versehen. Das obere Ende dieser letzteren ist gespalten, aus einander gespreizt und auf der inneren Seite mit Vertiefungen versehen, so dafs die beiden Enden vermöge ihrer eigenen Schnellkraft auf die Spitzen des Stiftes h aufgedrückt werden können. Aufserdem führen die Enden dieser Hülsen auch noch äufserlich ähnliche Vertiefungen in derselben Ebene wie die inneren Vertiefungen, und zwar zur Aufnahme der Spitzen der Schrauben ii der Endstücke JI1 des mittleren Doppelkreuzes HH. Die besagten oberen geschlitzten Enden der Hülsen g1 werden durch Klemmschrauben f3 zusammengehalten, während die unteren, die Seitenstäbe G1 aufnehmenden Enden derselben geschlitzt und mittelst Klemmschrauben fA bezw. einer Löthung an den Seitenstäben festgemacht werden können. Jedes der Rohre H des mittleren Doppelkreuzes HH ist in ähnlicher ■Weise mit den daneben befindlichen Endstücken II1 verbunden, wie dies bei fh ersichtlich.
In sämmtlichen Einzelansichten, in welchen zugespitzte Halteschrauben dargestellt sind, sind zugleich Muttern gezeichnet (jedoch nicht mit Buchstaben versehen], zum Zweck, die Schrauben am Drehen zu verhindern. Die unteren Enden der Seitenstäbe G1 G1 sind, wie weiter erklärt werden soll, mit der Werkzeugstange J verbunden und bilden sämmtliche bisher beschriebenen Maschinentheile, nämlich der Stab F, die Seitenstäbe G G, der mittlere Doppeloder Kreuzstab HH, ferner die Seitenstäbe G1 G1, die Werkzeugstange J, sowie die gelenkigen Verbindungen dieser Theile . mit einander, ein sogenanntes senkrechtes Parallelbewegungssystem. Aufserdem besitzt die Maschine auch ein waagrechtes Parallelbewegungssystem, bestehend aus einem Stab K, der mittelst Supports k k mit der Fläche des Kreuzbalkens D2 verbunden, den Seitenstäben L L, den mittleren Doppel- oder Kreuzstäben M, dann den Seitenstäben L1 L1 und wiederum der besagten Werkzeugstange J. Die Construction dieser beiden Parallelbewegungssysteme ist genau dieselbe, und die einzige Ausnahme liegt1 in der Verschiedenheit der Verbindung derselben mit der gemeinschaftlichen Werkzeugstange. Die Verbindungsweise des letzteren Parallelbewegungssystems, die nun beschrieben werden soll, ist am besten durch die Fig. 5 und 6 verdeutlicht. Die Werkzeugstange J besteht vorzugsweise aus einem Rohr, das in der Nähe eines jeden seiner Enden eine Hülse N trägt. Jede dieser Hülsen ist mit Ansätzen versehen, und zwar erheben sich die Ansätze j j, die zur Aufnahme des Gelenkstückes O dienen, nach aufwärts, während die Ansätze //, die das hohle, rechtwinklige Stück m aufnehmen sollen, in waagrechter Richtung hervortreten. Der freie horizontale Arm dieses Winkels m ist. nun zur Aufnahme des einen der Seitenstäbe X1 des waagrechten Parallelbewegungssystems bestimmt. Der genannte Seitenstab ist darin auf beliebige Weise, etwa mittelst Klemmschraube fe und mit oder ohne Löthung, festgemacht. In jedem Ende seines verticalen Armes führt auch diese Winkelhülse je eine spitze Vertiefung, die zur Aufnahme der Spitzen der Schrauben /1Z1, die durch die Ansätze / / hindurchgeführt sind, dienen. Der gesammte untere Theil des Hauptkörpers von iV ist geschlitzt, so dafs derselbe mittelst Klemm^ schrauben f an die Werkzeugstange J festgedrückt werden kann. Das Gelenkstück O hat die Gestalt eines U-förmigen Bügels im Querschnitt, und führen die Enden des unteren Mittelstückes desselben je eine Vertiefung, in welche die Spitzen der Halteschrauben j1, die durch die nach aufwärts gerichteten Ansätze j des Stückes N dringen, sich lagern. Lothrecht zu diesen Schrauben j1 befinden sich die Halteschrauben η η, die durch die oberen Seitenstücke des Bügels O hindurchgehen. Die konischen Spitzen \dieser Schrauben η dringen ihrerseits in entsprechend gestaltete Vertiefungen in die Seiten des Verbindungsstückes ρ ein, deren oberes Ende dem unteren Ende des einen der Seitenstäbe G1 zum Lager dient, wobei dieser darin in beliebiger Weise, etwa mittelst der Klemmschraube f3 und mit oder ohne Löthung, festgemacht ist.
Die horizontale Parallelbewegung bezweckt, die Werkzeugstange J zu veranlassen, stets eine genau parallele Stellung zum Stab K beizubehalten, und desgleichen bewirkt die verticale Parallelbewegung, dafs die besagte Werkzeugstange J jederzeit parallel zum Stab F verbleibt. Die Gelenkverbindung O O hat ihrerseits zum Zweck, dem verticalen Bewegungssystem zu gestatten, sich zur Ebene des horizontalen Systems unter einem beliebigen Winkel zu stellen, wodurch eine vollkommene Bewegungsfreiheit der Werkzeugstange gesichert ist.
Wir schreiten nunmehr zur Beschreibung der Schneide- und Führungswerkzeuge und deren Nebentheile. Von der Werkzeugstange / hängen zwei passend verstärkte Trägerarme P P herab, deren obere Enden mit der besagten Stange fest verbunden sind, während die unteren Enden derselben je mit einer konisch zugespitzten Halteschraube q q versehen ist. Diesen Schrauben dienen entsprechende Vertiefungen in den Enden des Bügels a als Lager. Dieser Bügel besteht aus zwei oder mehr transversalen Ovalstücken, die durch einen Stab, wie in Fig. 12 gezeichnet, mit einander verbunden sind. Jedes ovale Stück
trägt einen Werkzeughalter q \ der darin mittelst spitzer Halteschrauben r r und entsprechender Vertiefungen im Werkzeughalter selbst eingehängt ist. Einer dieser Werkzeughalfer trägt den Schaft oder Stiel R des Schneidewerkzeuges R \ während das andere ovale Stück desgleichen den Stiel 5 des Führungswerkzeuges S1 trägt. Aufserdem sind die besagten Werkzeughalter je mit einem nach oben gerichteten Arm R2 und S2 versehen. Diese Arme sind oben gespalten bezw. gabelförmig aus einander gespreizt und erhalten daselbst einen Querstab T, den sie mittelst zugespitzter, durch sie hindurchgeführter Schrauben tragen. Diese Einrichtung ermöglicht, die Schneide- und Führungswerkzeuge in beliebiger Richtung in schwingende Bewegung zu versetzen, wobei dieselben jedoch einander gegenüber stets eine genaue parallele Stellung behaupten bezw. sich immer zusammen und in gleicher Richtung bewegen.
Der gesammte Mechanismus, der durch die beiden Parallelbewegungssysteme betrieben wird oder gleichsam unter deren Controle steht und die Werkzeughalter in der angegebenen Weise trägt, soll fortan kurzweg der Werkzeugrahmen genannt werden. Dieser Rahmen besteht also, wie gezeichnet, aus der Verbindungsstange J, durch die die beiden Parallelbewegungssysteme zusammengekuppelt sind, und denjenigen Hülfstheilen, die dazu dienen, die Werkzeughalter und Werkzeuge zu tragen bezw. in Thätigkeit zu setzen. Selbstverständlich können dabei jedoch die Gestalt und Einrichtung dieses Rahmens oder Schlittens mannigfach abgeändert werden. Es kann namentlich die Werkzeugstange J so gestaltet sein, dafs dieselbe zugleich den oben angegebenen Zweck der Kupplung erfüllt,, wie gezeichnet, und auch selbst die Werkzeuge trägt. Wir halten es jedoch jedenfalls für vortheilhafter, hierzu die oben beschriebenen Träger und Bügel zu verwenden.
Der Zug- und Ausgleichmechariismus, der nun beschrieben werden soll, ist in der folgenden Weise angeordnet. Zwischen den hinteren Querstücken C C α des Gerüstes befinden sich zwei .Bügel U und V, die am besten eine längliche Gestalt besitzen und oben und unten mit nabenartigen Ansätzen versehen sind. Diese besitzen Vertiefungen zur Aufnahme der zugespitzten Halteschrauben u u bezw. ν v, die durch die besagten Querstücke hindurchdringen. Der Bügel V ist seinerseits mit zugespitzten Halteschrauben v1 v1 versehen, die durch die senkrechten Seitenstücke des Bügels dringen und deren Spitzen in hierzu vorgesehene Vertiefungen am Ende der Querstange t gelagert sind. Diese Querstange bildet ein zusammenhängendes Ganzes mit der langen, bogenförmigen Balancierstange T\ deren hervorragendes hinteres Ende mit einem Gewicht./1 belastet ist, während an deren vorderem Ende die Schnur i2 befestigt ist. Das andere Ende dieser Schnur ist mit der Werkzeugstange / vorn an der Maschine verbunden, so dafs also das Gewicht tl dazu dient, das Gewicht der beiden Parallelbewegungssysteme nebst Werkzeugstange J und Hülfstheilen auszugleichen. Der andere Bügel U ist ebenfalls mit seitlichen nabenartigen Ansätzen versehen, die zur Aufnahme der Achse w perforirt sind und ihrerseits in passenden Lagern in den gabelförmigen verlängerten hinteren Enden jj>2 einer Stange W Aufnahme findet. Diese Stange besteht aus zwei Abschnitten, die dem gabelförmigen Stück gegenüber mittelst einer Muffe W1 derart zusammengefügt sind, dafs sich ihre Länge nach Bedarf reguliren läfst. Zum Festhalten derselben in der gewünschten Stellung dienen die Stellschrauben n>1 W1. Der vordere Theil dieser Stange ist rohrförmig gebildet und sitzt in derselben lose das hintere Ende bezw. der Stiel eines Lagersupports W2, dessen vorderes Ende eine biegsame Achse X aufnimmt. Das untere Ende dieser Achse ist nun mit dem Schneidewerkzeug R1 in bekannter Weise verbunden. Das obere Ende derselben dagegen steht mit einer Scheibe χ in Verbindung. Ueber diese Scheibe läuft ein Riemen oder Band ohne Ende X1, das dieselbe mit einer zweiten grofsen Scheibe X2, die auf der Achse w sitzt, verbindet. Diese letztere Achse führt auch noch eine kleinere Scheibe x1, die gleichfalls mittelst Riemen x2 mit einem beliebigen, aus der Zeichnung fortgelassenen Motor in Verbindung gesetzt wird. Die hinausragenden verlängerten hinteren Endep w2 der gabelförmig auslaufenden Stange W sind je mit einem Gewicht ws versehen, das dazu dient, das hervorstehende vordere Ende des Stabes W sowie die biegsame Achse X auszubalanciren.
Es ist bei dieser Maschine von Wichtigkeit, dafs der Betriebsmechanismus mehr oder weniger biegsam sei, und erfüllt eine directe Transmission mittelst eines einzelnen Riemens, wie ein solcher bei gewöhnlichen Schnitzmaschinen gebräuchlich, diesen Zweck nicht, indem jedesmal, wenn hier eines der bethätigten Schneidewerkzeuge sich in der Richtung der Betriebsscheibe bewegt, dies zur Folge haben würde, den Riemen lose zu machen und dadurch die Bewegung des Werkzeuges zu schwächen oder gar gänzlich einzustellen.
Infolge dessen verwenden wir die oben genannte biegsame Achse anstatt eines einzelnen Riemens oder einer sonstigen directen Transmission, die der freien Bewegung des Schneidewerkzeuges von hinten nach vorn und von einer Seite des Werktisches zur anderen hinderlich sein würde.
DieUmdrehungsgeschwindigkeit des Schneidewerkzeuges mufs nothwendigerweise sehr bedeutend sein, und obgleich dieselbe von der Beschaffenheit des zu behandelnden Materials sowie von der Gröfse des verwendeten Werkzeuges abhängt, sind wir dennoch zu dem Schlufs gelangt, dafs gewöhnliche Gattungen Holz am besten mit Hülfe eines Werkzeuges, das Y4 oder höchstens 6/16 Zoll an Gröfse nicht übersteigt, bearbeitet werden kann (zum Zurichten müssen noch kleinere Werkzeuge gewählt werden), wobei dasselbe mit einer Geschwindigkeit von io bis 15000 Umdrehungen pro Minute betrieben werden mufs. Um diesen hohen Geschwindigkeitsgrad behaupten zu können, müssen freilich die vorhandenen Transmissionen so wirksam wie möglich sein. Andererseits ist es nothwendig, um die saubere Arbeit der Maschine zu befördern, dafs die hin- und hergleitenden Theile derselben sehr leicht seien, denn sonst würde die Schwungkraft dieser Maschinentheile die feineren Arten Arbeit nahezu ausschliefsen.
Y ist der Werktisch, dessen vortheilhafteste Gestalt aus Fig. 15 ersichtlich ist. Derselbe ist derart zugeschnitten, dafs zwei runde Scheiben yy in denselben hineinpassen, so dafs deren Oberflächen mit der Tischfläche in gleicher Ebene liegen. Diese Scheiben besitzen je eine nach unten gerichtete Nabe J^1J*"1 und sind zugleich mit Schlitzen y1 y1 und mit Oeffnungen zur Aufnahme der centralen wegnehmbaren Schraubenspitzen y3 versehen. Der Werktisch ruht auf den vorderen hinausragenden Enden der sich in der Längsrichtung der Maschine erstreckenden Träger B1 B1 und ist an der unteren Seite der letzteren ein Querstück -B2 mittelst Bolzen befestigt. An diesem Querstück sind die Lager έ2 £>2 der senkrechten Spindeln Z Z angebracht, und besitzt dasselbe aufserdem einen Ansatz b1, der. einen nach unterwärts gerichteten Stift b3 trägt. Auf diesem sitzt ein Zahnrad Z1, das mit den auf den verticalen Spindeln Z Z befindlichen Rädern Z^ Z^ im Eingriff steht. Die verticalen Spindeln werden durch die Bodenplatte % gestützt und sind an deren oberen Enden die Naben j^1 der Scheiben y befestigt, während die abnehmbaren Schraubenspitzen y3 in die oberen Enden der besagten Spindeln eingelassen sind. Auf diese Weise bewirkt jegliche Bewegung der einen dieser Spindeln stets eine entsprechende Bewegung der anderen Spindel, so dafs auch die beiden Scheiben yy jederzeit in ihrer Bewegungsart mit einander genau übereinstimmend
Die so construirte Maschine arbeitet nun in der folgenden Weise: Wie bereits gesagt, sind das Führungsstück und das Schneidewerkzeug derart mit einander verbunden, dafs jede Bewegung des einen genau von dem anderen wiederholt wird. Dabei ist die Bewegungsrichtung beider bis auf Ausdehnung vollkommen unbeschränkt. Für das Schneidewerkzeug Rl wählen wir die Gestalt einer Kugel, die mit einer Bohrung von geringerem Durchmesser versehen ist. Diese Bohrung liegt in Bezug auf einen Punkt der Kugel tangential und zwei der Ränder dieser Bohrung sind zu Messern ausgebildet. Der Rest der Kugelfläche ist zur Beschaffung des nothwendigen Spielraumes ausgeschnitten. Was nun das Führungsstück anbetrifft, so entspricht dasselbe naturgemäfs an äufserem Umrifs dem Schneidewerkzeuge, sowie es sich vor der Aushöhlung und der Schärfung der Ränder gestalten würde.
Soll eine Statue, eine Gruppe oder sonst eine Figur in Relief geschnitzt werden, so wird das Modell, nach welchem gearbeitet werden soll, auf die eine der runden Platten y unter das Führungswerkzeug S1 gestellt und mittelst der spitzen Halteschrauben y3, die fest in das obere Ende der entsprechenden verticalen Spindel Z sowie andererseits in die Bodenfläche des Modells drückt, in seiner Stellung befestigt, wie dies deutlich in Fig. 15 dargestellt ist. Nach Bedarf können noch besondere Schrauben von unten durch die Schlitze y2 der runden Platte in die Bodenfläche des Modells gedrückt werden. Sodann wird auf die andere Platte y unter das Schneidewerkzeug das zu schnitzende Stück Holz oder dergleichen gestellt, das vorzugsweise schon im Voraus derart behauen worden, dafs es annähernd die Gestalt des nachzuschnitzenden Modells darbietet. Nun führt der Arbeiter das FührungsstUck die diversen Flächen des zu copirenden Modells entlang, so dafs er dasselbe allmälig mit sämmtlichen Punkten dieser Flächen in unmittelbare Berührung bringt, und führt das Schneidewerkzeug seinerseits genau dieselben Bewegungen aus, und da letzteres dabei mit der erforderlichen Geschwindigkeit (je nach der Art des Holzes oder Materials) mittelst des Transmissionsriemens χ1 in Umdrehung versetzt wird, so schnitzt es die Umrisse des Modells genau nach. Sobald nun die dem Arbeiter zugewendete Seite des Holzstückes oder dergleichen vollständig bearbeitet ist, wendet der erstere, indem er hierzu eines der Zahnräder Z"2 mit der Hand verstellt, einen weiteren Flächentheil sowohl des Modells als des Arbeitsstückes sich selbst zu, so dafs er stets sowohl die nachzubildende Fläche des Modells sowie die zu schnitzende Fläche des Arbeitsstückes direct vor Augen hat.
Soll ein Basrelief oder überhaupt ein flacher Gegenstand geschnitzt werden, so werden das Modell und das Arbeitsstück in gleicher Weise auf dem Werktisch Y befestigt und wie zuvor bearbeitet, mit dem einzigen Unterschied, dafs
in diesem Falle das besagte Modell und das Arbeitsstück nicht gedreht zu werden brauchen. Soll ein Gegenstand von bedeutender Länge hergestellt werden, so ist es vortheilhaft, die Schraubenspitzen ys zu entfernen und einen besonderen Tisch (aus einem einfachen flachen Brett bestehend) auf den Werktisch Y zu legen und auf diesem das Modell und das Arbeitsstück zu befestigen. Dies ermöglicht, das Muster in Abschnitten, je nach den Bewegungsgrenzen der Werkzeugstange, zu copiren, und damit sich dabei der Hülfstisch genau in gerader Linie fortbewegt, wenn ein neuer zu schnitzender Abschnitt in den Bereich des Arbeiters gebracht werden soll, wird ein gewöhnliches verstellbares Mafs Y, Fig. 2 und 3, benutzt.
Sollen längliche Gegenstände hergestellt werden, bei denen das gesammte Schnitzwerk sich am Umfang befindet, wie z. B. Möbelfüfse, Geländersäulen, Stöcke, Regenschirmgriffe u. dergl., so bedingt dies eine Abänderung in der Einrichtung des Werktisches, wie Fig. 18, 19 und 20 eine solche darstellen. Dieselbe besteht im wesentlichen darin, dafs diejenigen Theile, die in der oben beschriebenen Anordnung eine horizontale Stellung einnehmen, hier senkrecht gestellt werden und umgekehrt; so z. B. sind die früher horizontalen Zahnräder Z2 Z2 und das Vermittelungsgetriebe Z x hier vertical, während die Spindeln Z und die Achse bs (die in dieser Anordnung den Drehstift bs ersetzt) horizontal gelagert sind.
Ist das Modell und das Arbeitsstück nur mäfsig lang, so ist aufser den Schraubenspitzen y3 und den durch die Scheiben y dringenden Hülfsschrauben kein weiterer Support nothwendig. Sind dagegen die Länge und das Gewicht des Modells und Holzblockes oder dergleichen aufsergewöhnlich grofs, so ist es von Bedeutung, dafs deren entgegengesetzten äufseren Enden eine besondere Stütze geboten wird, wie dies durch Fig. 18 und 20 veranschaulicht ist. Zu diesem Zwecke und um zugleich die Vorrichtung je nach der Länge der Gegenstände regulirbar zu machen, wird die Oberfläche des Tisches Y2 (die hier den Tisch Y ersetzt und auf den Längsbalken B1 B1 ruht) mit zwei 1 - förmigen Schlitzen y*y4 versehen. Diese Schlitze sind zur Aufnähme der von den Lagern b2 herabhängenden, sowie der von den Fufsstücken 2>e (die die Spitzen b1 führen) herabhängenden Zungen b4 und b* bestimmt. Die besagten Fufsstücke sind somit in den Schlitzen je nach der gegebenen Länge des Musters und Arbeitsstückes verstellbar, und dient der T-Bolzen bs zu deren Befestigung in der gewünschten Lage, wie dies Fig. 20 deutlich zeigt, während die Schlitze y* dabei auch die Spitzen y3 und b7 genau in der gleichen Ebene erhalten. Um die Getriebe Z2 Z2 behufs Umwendung des Modells und des Arbeitsstückes bequemer verstellbar zu machen, ist die Achse b3 des Zwischenrades Z1 bis unter den Vordertheil des Tisches Y2 verlängert und daselbst durch passende Lager b9 gestützt und mit einem Handrad b10 ausgestattet.
Um den Tisch Y2 für Schnitzwerk brauchbar zu machen, das in Abschnitten ausgeführt werden soll, kann man denselben mit Nuthen y5, Fig. 19, unten versehen, so dafs er auf Schienen B3, die oben auf den Trägern B1 angebracht sind, gesetzt werden kann. Dies gestaltet dann, den Tisch hin- und herzuschieben, ähnlich dem, was bei der zuvor beschriebenen Bearbeitung flacher Gegenstände geschieht, indem hier die Nuthen und Schienen den Zweck des Mafses Y1 erfüllen.
Die beiden Parallelogramme sind hier lediglich der Uebersichtlichkeit halber als bezw. horizontal und vertical bezeichnet worden, da dieselben nicht immer nothwendigerweise lothrecht zu einander angeordnet zu werden brauchen und beliebig geneigt werden können.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Eine Kopirmaschine, bei welcher eine gleichsinnige, nach allen Seiten freie Bewegung der durch den Bügel (Q) starr verbundenen Schneide- und Führungswerkzeuge (R S) dadurch erzielt wird, dafs der Vereinigungsbügel (Q) an einer Stange (J) aufgehängt ist, die ihrerseits von einem doppelten Gestänge — aus dem senkrecht am Maschinengestell befestigten (G G1) und dem waagrecht an jenem angebrachten (L L1) bestehend — gehalten wird, welches sowohl an sich gelenkig, als auch an seinen Enden mit Doppelgelenken versehen ist.
    Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
DENDAT59631D Köpfmaschine Expired - Lifetime DE59631C (de)

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