DE73887C - Vielfach-Graviermaschine - Google Patents
Vielfach-GraviermaschineInfo
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- DE73887C DE73887C DENDAT73887D DE73887DA DE73887C DE 73887 C DE73887 C DE 73887C DE NDAT73887 D DENDAT73887 D DE NDAT73887D DE 73887D A DE73887D A DE 73887DA DE 73887 C DE73887 C DE 73887C
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- B44—DECORATIVE ARTS
- B44B—MACHINES, APPARATUS OR TOOLS FOR ARTISTIC WORK, e.g. FOR SCULPTURING, GUILLOCHING, CARVING, BRANDING, INLAYING
- B44B3/00—Artists' machines or apparatus equipped with tools or work holders moving or able to be controlled substantially two-dimensionally for carving, engraving, or guilloching shallow ornamenting or markings
- B44B3/006—Artists' machines or apparatus equipped with tools or work holders moving or able to be controlled substantially two-dimensionally for carving, engraving, or guilloching shallow ornamenting or markings carving or engraving devices having several cutting tools
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Description
1
Vozv.vpi tit.
Vozv.vpi tit.
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Vorliegende Erfindung betrifft den Aufbau von mit Musterübertrager verbundenen Vielfach-Gravirmaschinen
oder Maschinen zur Herstellung von Contouraufrissen bezw. Gravirungen
auf kugelförmigen Lampenglocken, auf Trinkgläsern, auf Schalen und anderen
derartigen Erzeugnissen der Glas- und Metallindustrie. Die neue Vielfach-Gravirmaschine
ist insbesondere für Gravirungen bestimmt, welche durch nachträgliche Aetzung die Vollendung
erhalten, wobei in der Regel eine Verkleinerung der Muster von einem einzigen gröfseren Original oder Grundmuster bewirkt
wird. Dieses Grundmuster in Plattenform wird auf dem Tisch des Musterübertragers
unter dem Arm zum Nachfahren der Contouren festgelegt; die Glaskugeln oder zu gravirenden
Gegenstände werden andererseits reihenweise an durchgehenden Schienen oder Bänken angeordnet,
die einem in Verticalrichtung heb- und senkbaren Tisch oder einer gemeinsamen
Plattform unterhalb der ebenfalls in Reihen vorgesehenen Gravir- oder Aufreifswerkzeuge
(mit Diamantspitzen) angehören. Die Werkzeugarme werden an Drehgestellen gehalten, deren
die Drehung aufnehmenden Spindeln je in der Achsenrichtung der zugehörigen, durch die
Gravirung zu verzierenden Gegenstände liegen. Sofern nun diese Werkzeuggestelle eine von
dem Musterübertrager ausgehende und der einen BewegungsricHtung desselben entsprechende
Drehung unter proportionaler Verkleinerung aufnehmen, werden Linien in Umfangrichtung
an den Gegenständen erzielt, während die andere Storchschnabelbewegung für die Linien
in Verticalrichtung ausgenutzt wird, indem durch proportionale Uebertragung derselben
jene die Glaskugeln oder Gegenstände tragende Plattform gehoben oder gesenkt wird. Auf
diese Weise kommt die Zeichnung in allen Gegenständen zugleich und unter Anwendung
verhältnifsmäfsig einfacher, sicher wirkender Mechanismen zu Stande, so dafs ein schnelleres
Arbeiten als mit den gewöhnlichen Gravirmaschinen dieser Art ermöglicht wird.
Auf beiliegenden Zeichnungen'ist:
Fig. ι eine Aufrifs- bezw. eine Vorderansicht der Vielfach -. Gravirmaschine mit dem an der
Vorderseitenmitte vorgebauten Musterübertrager, wobei indessen durch Fortbrechen des Gestelles
B B1 und zugehöriger Theile bei \ ein
Stück der Maschine undargestellt geblieben ist und wobei ferner die Obertheile der Säulen
oder Pfosten F5, sowie die schwingenden Waagebalkenhebel FF1 bei Z1 fortgebrochen
erscheinen;
Fig. 2 eine der Fig. 1 entsprechende Oberansicht mit Abbrechung der Gestelltheile B B1
bei Z, jedoch mit Darstellung der Pfosten F5 und der schwingenden Waagebalkenhebel F F.
Fig. 3 ist eine Schnittansicht der in Fig. 1 und 2 dargestellten Maschine mit Musterübertrager,
im Querschnitt nach der Linie 1-1 und 2 - 2 in Fig. 1 und 2.
Fig. 4 und 5 veranschaulichen in gröfserem Mafsstabe und in theilweisem Aufrifs bezw.
Grundrifs die Stichelarmdrehvorrichtung mit einem zweifachen Satz von Stichelarmen c e,
c1 e1 an einem der Spindel C zugehörigen
Drehrahmen, als Detail zu den Hauptansichten der Maschine in Fig. ι bis 3.
Der Musterübertrager der neuen Maschine (Fig. ι , 2 und 3 links) besteht aus zwei
offenen Gestellwangen A A, die durch Anker mit einander verbunden sind, und aus der von
diesem Gestell getragenen Tisch- oder Auflagerplatte A1, welche in der gehörigen Höhe
angebracht ist, um eine bequeme Handhabung des Fahrarmes oder der Hebel χ xl über der
festgelegten Musterplatte y zu ermöglichen. Die Gravirmaschine umfafst ebenfalls zwei
offene Gestellwangen B B, die jedoch viel weniger breit als die Wangen A A am vorgebauten
Musterübertrager sind; durch drei (oder mehr) längs durchgehende Träger B \ die
zweckmäfsig im Obertheil angeordnet sind, werden die Wangen B B fest mit einander
verspannt.
Die Einrichtung des Musterübertragers kennzeichnet sich durch sich kreuzende Schlittenführung
in folgender Anordnung. Der Rahmen α läuft unter Einschaltung von Rollen al
auf Leitschienen ΑΆ, die an den Seiten des
Tisches A festgelegt sind. An dem Rahmen a selbst sind oben längsgehende parallele Führungsschienen
a'2 angeordnet zur Aufnahme von Rollen α3, an denen der Rahmen λ4
quer beweglich ist. Die beiden Rahmen erfahren die bezügliche Verschiebung in ihren
Führungsrichtungen durch proportionale, von dem Fahrarm des Musterübertragers ausgehende
Verstellung. Den Fahrarm bildet in gewöhnlicher Weise ein Hebel χ, der bei
einem knieförmig gestalteten Anschlufsstück x1 des Rahmens α4 angelenkt ist. Während diese
Einrichtung den bekannten vollständig entspricht und wie diese gehandhabt wird, ist der
untere vor- und zurückschiebbare Rahmen a mit einer winkelförmig empor- und abgebogenen
Stange oder Schiene b b1 b- verbunden, von welchem der horizontale Theil bl
den Anschlufstheil bildet,· während der mit bbezeichnete
Theil quer über das Gravirmaschinengestell B B1 reicht. Von einer Laufrolle i>3 gestützt, gleitet dieser Stangentheil über
eine Tragschiene &4, die auf den in Längsrichtung
durchgehenden Trägern B1 B1 festgelegt ist. Wie aus Fig. 1 und 2 ersichtlich,
trägt der Stangenarm b~ seitlich horizontal vorspringende Arme b& zur Befestigung von Stahlbändern
b6, welche in bezüglich entgegengesetzter Spannrichtung um die Spur eines
Quadranten b1 angelegt und an demselben befestigt
sind.
Der Quadranthebel, der in dieser Anordnung mithin zwischen den Armen b5 be zu schwingender
Bewegung veranlafst werden kann, sitzt an einer der verticalen Spindeln C, zu denen
je ein Drehrahmen mit den Werkzeugarmen c cl gehört. Im einzelnen Falle wird er auch an
einer besonderen Spindel wie C1 angebracht werden können; die als Träger für den Quadranten
dienende Spindel C1 wirkt in diesem (dargestellten) Falle mit einer darunter liegenden
mittelbar oder unmittelbar derart zusammen, dafs letztere die Bewegung aufnimmt und dafs
gleichzeitig vermöge eines Uebertragungswerkes alle anderen Spindeln C die gleiche Schwingbewegung
erhalten. Die Spindeln C mit den Werkzeuge tragenden Hebeln oder Armen c c1
zeigen sich bei der dargestellten Anordnung in drei parallelen Längsreihen vertheilt (Fig. 2).
Jede Spindel ist bei verstellbaren Schrauben C3 in Spitzen gelagert, wobei Consolarme C2 C2
in Verbindung mit der Ober- bezw. Unterfläche der durchgehenden Träger B1 B1 B1
die entsprechenden Haltevorrichtungen bilden. Die Spindeln gehen durch Löcher in den genannten
Trägern hindurch (oder an den Wangen dieser Träger vorbei), wobei ihre Achsen mit den Achsen der darunter in der
Bearbeitungslage gehaltenen Glaskugeln oder andern Gegenstände X zusammenfallen.- Diese
unterliegen ihrerseits dem Angriff von Gravirwerkzeugen an Hebeln cc1, indem letztere in kreuzförmiger
Anordnung an einem mit jeder Spindel C verbundenen Drehrahmen mit Bügel c4 vereinigt sind.
Zu dem Zwecke, die erforderliche Hubbewegung der zu bearbeitenden Gegenstände
in Beziehung zu den in ihrer Hublage wesentlich ungeänderten Werkzeugen zu ermöglichen,
ist zunächst eine besondere Hubvorrichtung an dem seiner allgemeinen Einrichtung nach
bekannten Musterübertrager anzubringen. Dieselbe besteht aus einem aufrecht stehenden
Gestellrahmen D, der bei D1 an dem Apparatgestell
A A angeschraubt ist und dessen durch eine Schiene D2 gebildete obere Horizontalverbindung
in der Mitte rahmenartig gestaltet ist, um bei mit Spitzen versehenen Schrauben die horizontale Spindel D3 aufzunehmen. An
und mit dieser Spindel schwingt der abwärts hängende Quadranthebel D4. Nahe darunter
ist ebenfalls als Querverbindung des Rahmens D D2 die Schiene d'2 festgelegt, die das Geleise
für Laufrollen dl sowie für den an diesen Rollen parallel gestützten Schlitten oder Tisch d
bildet. Dieser Tisch nimmt bei zwei mit Stellschrauben versehenen Armen ds Stahlbänder
D5 auf, die an jenen in gleicher Richtung schwingend beweglichen und übrigens
ausbalancirten Quadranthebel D4, an welchem sie befestigt sind, angreifen .und dessen Einstellung
vermitteln. Die Bewegung des Tisches d wird dabei mittelst eines mit Gabelschlitz versehenen
Armfortsatzes dl desselben übertragen,
der nahe der Mitte derselben angeschraubt ist und als Mitnehmer wirkt, insoforn er in
Schiebereingriff mit einer Schiene α5 bleibt,
welche in Querrichtung durchgehend einen Theil des nach beiden Seiten beweglichen und
der Storchschnabelführung zugehörigenTischesa*
bildet. -Aus der beschriebenen Einrichtung folgt, dafs, wenn der Fahrarm seitlich hin-
und herbewegt wird, der Quadranthebel Di die Bewegung in demselben Sinne mitmacht
und somit eine proportionale Theildrehung der zugehörigen Spindel D3 verursacht.
Die Spindel £>3 trägt aufser dem Quadranthebel
D4 eine Spurscheibe E mit zwei Stahlbändern E1 E1, die nach entgegengesetzten
Seiten aufgespannt sind und an die gegenüberliegenden Enden einer Schiene E'2 angreifen,
wobei einstellbare Schrauben e3 die Verbindung derselben mit den Stahlbandenden
einrichten. Die derart in eine Hub- und Senkbewegung umgesetzte Stellbewegung wird ferner
auf zwei nach Art von Waagebalken angeordnete Hebel F F1 durch ein Paar Ketten E3
übertragen, welche einerseits mit der Schiene E2, andererseits bei E* mit den rückwärtigen Enden
der Hebel F F[ verbunden sind. Die eventuell durch eine Stahlschneide gebildete Drehstelle F'1
jedes der beiden Hebel' liegt nahe der Mitte derselben und an dem Kopf je einer Säule
oder eines von zwei Pfosten F5, die verhältnifsmäfsig
hoch emporreichen und zwischen dem Musterübertrager A A und dem Gestell B B der Vielfach - Gravirmaschine aufgestellt
sind.
Durch entsprechend schräge Lage der Waagebalkenhebel F F1 wird erzielt, dafs die anderen
äufseren Enden F1 derselben über Querhauptstangen
F6 zu liegen kommen. Mittelst Ketten Fs werden dieselben an jenen Enden F1
(bei F4) angehängt. Die Enden der Waagebalkenhebel sind, wie ersichtlich (Fig. 3), mit
sectorförmigen Kettenspurflächen versehen. Von den der Hebung und Senkung durch die
Waagebalkenhebel unterliegenden Querhauptstangen F6 reichen beiderseits Zugstangen F1 F1
abwärts, um bei F8 an ein bei dem Gestell B B
senkrecht bewegliches Tischauflager G anzuschliefsen. Das Tischauflager G stellt sich als
eine Rahmenconstruction dar, mit unten und oben durchgehenden Längsschienen g2 und
mit verbindenden Quer- und Diagonalstreben g3 gi g5, wobei an den Enden bei G1 stärkere
Verticalstangen G2 die Gleitrollenträger bilden; die Gleitrollen G3 laufen an Schienen G4 der
Wangenplatten B des Maschinengestelles. Ein theilweiser oder vollständiger Ausgleich des
Gewichtes dieses die zu gravirenden Glaskugeln X aufnehmenden Tisches G wird auf
der dem Musterübertrager zugehörigen Seite dadurch erzielt, dafs man mit der durch die
Stahlbandführung F1 am Rad F bethätigten Schiene F2 eine Querstange W3 verbindet, die
einen Theil eines nach unten hängenden Rahmens W1 W'2 W3 bildet, an dessen unterer
Querstange W1 (unterhalb des Apparattisches A1)
Gewichte W bei der Mitte angehängt sind.
Die der Bearbeitung unterliegenden Glaskörper X werden auf einzelnen zwischen
Schienen g1 eingefafsten (herausnehmbaren) Tischplatten g des Auflagerrahmens G so festgelegt,
dafs ihre Mittelachsen genau mit denjenigen der zugehörigen Spindeln C zusammenfallen.
Da letztere mit den Werkzeugarmen c c1 eine der Fahrarmverstellung in der einen Richtung
entsprechende Drehung erfahren, während gleichzeitig das Tischauflager G. eine Hub-
und Senkbewegung nach Mafsgabe der Fahrarmverstellung in der anderen Richtung ausführen,
so beschreiben die Werkzeuge an den Körpern X dem Wege des Fahrarms 6 an dem
Musterübertrager ähnliche Bahnen, wobei die Bewegung einerseits von dem Schlitten a a2
durch die Stange b b2 und den Stahlbandsector b1, andererseits von dem Schlitten.α4 α5
durch den Stahlbandsector D4 und die mit Ketten versehenen Waagebalkenhebel F F1
übertragen wird.
Zu dem Zwecke, die gleichzeitige Drehbewegung an den Verticalspindeln C, soweit
sie einer Längsreihe angehören, zu veranlassen, ist eine leichte, längs durchgehende Schubstange
/ an der Seite je einer solchen Reihe angeordnet. Mit Armen P greift jede Stange /
an die mit den Dreharmen C5 verbundenen Bügelarme C4 der Spindeln C an, während
die parallel liegenden Stangen / selbst zu gleichzeitiger Bewegung durch drei oder mehr
Querschienen 71 gekuppelt sind. Die Angriffpunkte der Arme I'2 an den Bügeln /4 werden
durch Gelenkzapfen oder Spindeln gebildet, die mit Spitzen an einem unteren und oberen Spitzenlager beweglich sind, wobei
letzteres mit einer Schraube 13 einstellbares Lager einem besonderen Tragarm i an dem
Bügel C4 zugehört. Die vereinigten Schubstangen / schwingen mithin bei ihrer Längsbewegung
auch seitlich unter Drehung um die genannten Gelenkzapfen aus, und zwar, wenn die eine Spindel C1 eine Drehung unter dem
Angriff des Quadranthebels b7 erhält und der zugehörigen mittleren Schubstange die auf die
parallelen anderen Schubstangen zu übertragende Längsbewegung ertheilt. Die ganze
Gruppe von Spindeln C wird mithin gleichzeitig und gleichartig nach Mafsgabe der vor-
und rückwärts gerichteten Fahrarmbewegung am Musterübertrager bezw. proportional zu
derselben bewegt oder gedreht.
Das Drehgestell oder der Ring C5, der von
dem Bügel C4 jeder Spindel C gehalten wird und die beschriebene Einstellung erfährt, wird
(Fig. 4 und 5) zweckmäfsig mit schrägflächig abgedrehter Aufsen- und Innenkante derart
versehen, dafs daran vier, acht oder eine andere Anzahl klammerartiger Tragstücke c2
mit von aufsen stellbaren Klemmschrauben festgelegt werden können. Diese nach unten
hängenden Tragstücke bilden die mit einstellbaren Spitzenlagern ausgeführten Gelenkstellen
für die winkelförmig gestalteten Werkzeughebel c c1. Die radial nach innen gerichteten
Arme c3 c4 derselben stützen sich bezw. an die Unterfläche einer in den Ring C5 eingelagerten
Platte c5 und einer Mittelscheibe c6. Das Gewicht dieser Scheiben und Platten wirkt dahin,
die Werkzeugarme cc1, die nach innen
durch ein umgelegtes Gummiband c7 (oder eine Feder) in die Eingriffstellung gezogen
werden , dieser Federkraft entgegen in die Aufsenlage zu bringen bezw. in derselben zu
halten. Vermöge einer nachher beschriebenen Hebvorrichtung JJ1 können die eine oder
andere oder beide Platten emporgestellt und dadurch die Werkzeugarme in die Eingriff lage
an der Glasglocke X oder dem Gegenstand gebrächt werden. Wenn die eigentlichen
Werkzeuge aus kurzen gespitzten Stahlstiften e, wie dargestellt (Fig. 4), bestehen, können sie
durch radiale oder seitliche Bohrungen bei Schraubenstiften e1 eingeführt werden, die mit
von der anderen Seite anziehbaren Schraubenmuttern e'2 an den Unterenden der Werkzeughebel
festzulegen sind und zugleich die Befestigung der Werkzeugspitzen e unter Anlage
an der Wange des Augenlagers beim Hebelende vermitteln können, so dafs eine genaue
Einrichtung der Werkzeuge auf die Achse des zu bearbeitenden Glaskörpers ermöglicht ist.
Bei den meisten Gravirmaschinen der in Rede stehenden Art steht jeder Werkzeughebel
einzeln unter Gewichts- oder Federwirkung, vermöge welcher er in die Eingrifflage an dem
der Bearbeitung unterliegenden Gegenstand gehalten wird. Als Neuerung tritt mithin bei
der vorliegenden neuen Vielfach-Gravirmaschine die Einrichtung auf, dafs ein einziges federndes
Band
um alle im Kreise angeordneten
Werkzeugarme c c1 umgelegt wird (Fig. 4),
wodurch ein gleichmäfsiger Anpressungsdruck bei allen zugleich erzielt wird. Andernfalls
kann auch der eine Satz (c) der Werkzeugarme und ebenso der andere Satz (cl) unabhängig
mittelst derartiger Umscbliefsungsfedern (Gummibänder) bethätigt werden, so dafs bei
Ausschaltung des einen Satzes der Federdruck des anderen nicht beeinflulst wird.
Die Hebvorrichtung zur Einstellung der Werkzeuge in die Betriebslage bezw. Abhebung
aus derselben besteht nach der Darstellung aus zwei langen, neben jeder Reihe von Spindeln C entlang angeordneten Stellschienen
J J1. Durch angelenkte doppelle Hängestangen J'2 J3 stehen dieselben mit
Kurbelarmen H- H3 in Verbindung, welche zwei verschiedenen, parallel und quer angeordneten Stellwellen HH1 angehören. Die
Lager H* dieser Wellen sind an der Oberseite
des vorderen und hinteren von den drei Trägern Β1 festgelegt, und die eine Welle jedes
der zwei vorhandenen Wellenpaare lagert diesseits, die andere jenseits bei der Kette F3 mit
den anschliefsenden Hängestangen F7. Bei dieser Einrichtung ergiebt sich von selbst, dafs
die Kurbelarme Hs H3, die je der aufsen gelegenen
Welle H1 H1 zugehören, jener Kette F3
bezw. den Hängestangen F7 zugekehrt nach innen gerichtet liegen und mit den auf derselben
Seite anschliefsenden Stangen J3 die Aufhebung oder Senkung der Stellschiene J'
veranlassen, welche durch Anlenkung an einem emporgerichteten Arm J5 der Mittelscheibe c6
deren Hubbewegung mitbestimmt. Diese unterhalb der Achse der Spindel C angeordnete
Mittelscheibe c6 wirkt, wie vorher erwähnt, als Fallgewicht für die nach innen vorgestreckten
Arme c4 der vier Werkzeughebel c1 derart, dafs sie letztere aufser Eingriff hält, wenn sie
in der Tieflage ist. Die anderen Wellen HH, deren Kurbelarme H'2 H2 den ersteren entgegengesetzt
gerichtet sind , vermitteln in ähnlicher Weise mittelst der auf dieser Seite herabreichenden Stangen J'2 eine Einstellung
der Stellschiene J, welche durch Arme J* je mit den ringförmigen Platten cB der Werkzeuggestelle
verbunden sind. Jede Platte c5 bestimmt durch Anlage an den Armen c3 der
Werkzeughebel c deren Lage in Beziehung zu dem Gegenstand. Durch Theildrehung der
Wellen HH1 hat man es demgemäfs in der
Hand, entweder den einen oder anderen Satz der Werkzeughebel c c1 oder alle aufser Betrieb
zu setzen. Als Mittel, diese Theildrehung einzurichten, dienen zunächst hebelartige Stellarme
h hl an den vorderen Enden der
Wellen H H1, wobei diese Arme in derselben
Richtung vorspringen sollen, wie die zugehörigen Kurbelarme H2 bezw. Ha und übrigens
in verschiedenen Ebenen neben einander schwingen. Von den Stellarmenden sind unter
Anlenkung bei denselben die Stangen h2 h3 abwärts geführt, um je_ an einem Gelenkbolzen
hA , der einer Trittbrettvorrichtung zugehört,
vereinigt zu werden. Die beiden Gelenkzapfen sind auf dem einen und anderen Ende der Schiene oder Stange /z5 angebracht,
die einen rückwärtigen Theil des aus den Wangenschienen h6 und dem Brett h* bestehenden
Trittbrettrahmens bildet, so dafs bei Drehung oder Aufkippung dieses Rahmens um
die Drehstange W desselben eine entsprechende gleichzeitige Hubbewegung den Gelenkzapfen
mitgetheilt wird. Der Trittbrettrahmen liegt, wie ersichtlich, unterhalb des Gestelles A A
des Musterübertragers.
Die den Fahrarm χ mit der Hand führende Person ist demnach im Stande, durch Aufsetzen
des Fufses an dem Trittbrett entweder
beide Hebvorrichtungen oder nur eine zu bethätigen, wozu im letzteren Falle eine vorhergehende
Ablösung der Stange h2 oder /z3 von
dem Zapfen am Trittbretttheil /z5 Voraussetzung
ist. Es kann also bei allen Spindeln C gleichzeitig der eine Satz von Werkzeugen (c bezw. C1J
durch Senkung der bezüglichen Platten c5 c6 aufser Eingriff gestellt werden. Die Senkung
geschieht in dem dargestellten Falle durch das Gewicht der Arme H2 Hs und Stangen JJ1,
wobei gleichzeitig durch Einwirkung auf das hintere Ende des Trittbrettrahmens dessen
Vordertheil aufkippt oder zum Niederdrücken bereit gehalten wird. So lange man andererseits
durch Aufsetzen des Fufses auf das Trittbrett den Rahmen entgegen diese Gewichtskraft
niedergedrückt hält, sind die vermöge der Aufhebung der Platten c5 c6 frei gewordenen
Werkzeughebel cc1 in die wirksame Eingrifflage gerückt, während sich die Spitzen e
selbstthätig von der Arbeitsfläche am Gegenstand X entfernen, wenn man den Tritthebel
freigiebt.
An Stelle der vorgenannten tragbaren Tischplatten g, an denen, wie vorher beschrieben,
die Gegenstände gruppenweise aufgesetzt werden, kann bei jedem Gegenstand oder jeder
Lampenglocke ein besonderes Futter zur Befestigung angewendet werden, welches unabhängig
an dem auf- und abbeweglichen Tisch G festzulegen ist.
Wiewohl die Erfindung im Vorstehenden nur unter Bezugnahme auf die dargestellte
Ausführungsform beschrieben ist, so ist selbstverständlich, dafs mannigfache contructive Abänderungen
der neuen Vielfach-Gravirmaschine möglich sind, ohne dafs davon die Erfindungsgrundlage berührt wird. So ist die Zahl und
Anordnung der Reihen und die Gröfse der Platten g etc. unwesentlich, indem letztere beispielsweise
durch schmale, quer durchgehende Bretter oder Schlitten ersetzt werden können. Die Zahl, Anordnung und Einzelausführung
der Werkzeuge unterliegt gleichfalls mannigfachen Abänderungen.
Es wird ferner bemerkt, dafs an Stelle der Uebertragungsvorrichtung mit schwingenden
Waagebalkenhebeln F F1 eventuell andere gleichartige Mittel dazu benutzt werden können.
Die Zahl, Anordnung und Einzelausführung der Werkzeuge unterliegt gleichfalls mannigfachen
Abänderungen.
Es wird ferner bemerkt, dafs an Stelle der Uebertragungsvorrichtung mit schwingenden
Waagebalkenhebeln FF1 eventuell andere gleichartige Mittel dazu benutzt werden können-(wie
Ketten-, Seil- oder Stahlbandtriebwerke), um die Arbeitsstücktragplatte nach Bewegung
der Schiene E2 zu heben oder zu senken, wobei an Stahlspindeln laufende Rollen anzuwenden
wären. Eine abgeänderte Einrichtung würde sich auch ergeben, wenn man den Bewegungsangriff
seitens der Schlittenrahmen a2 al
vertauschte. Hierzu konnte der durch Stahlbandtrieb bethätigte Sectorhebel b7 .unter Antriebverbindung
und der Rahmen α4 rechtwinklig zu der angenommenen Stellung an der Spindel C1 angebracht werden; ferner
könnte der Schlitten α α2 die Bewegung der
mit verticälem Hub wirksamen Waagebalkenhebel leisten, um den Auflagertisch G für die
Gegenstände X in senkrechter Richtung zu stellen, zu welchem Zwecke eine Umsetzung
der Spindel d3 (zum Quadranthebel D4 gehörig) rechtwinklig zu der angegebenen Lage
erforderlich wäre. Auf diese Weise würde der Schlitten α α1 die Verrichtung des Schlittens λ4 α5
und dieser umgekehrt diejenige des erstgenannten Schlittens leisten können.
Claims (4)
1. Mit Musterübertrager verbundene Vielfach-Gravirmaschine,
gekennzeichnet durch eine Vielzahl von in einem Gestell untergebrachten drehbaren Werkzeugträgern oder
Drehrahmen mit Spindeln (C), auf welche die gleichzeitige Drehung nach Mafsgabe
der Bewegung des musterbestimmenden Fahrarms in der einen Richtung übertragen
wird, und durch ein heb- und senkbar angeordnetes Tischauf läger (G), an welchem
mit axialer Einrichtung unter die Spindeln;' C)
die Arbeitsstücke (X) aufgesetzt werden und in Beziehung zu den radial angreifenden
Werkzeugarmen (cc1) der drehbaren Werkzeugträger
eine Hub- und Senkbewegung ■ erfahren, welche der anderen zur ersteren senkrechten Bewegungsrichtung des musterbestimmenden
Fahrarms entspricht, wobei die Bewegung von senkrecht zu einander verschiebbaren Schlitten (a a2 bezw. α4 ah)
des Musterübertragers proportional abgeleitet werden.
2. Eine Ausführungsform der durch Anspruch ι. geschützten Maschine, dadurch gekennzeichnet,
dafs die gleichzeitige Schwingbethätigung oder Drehung aller Werkzeugträger,
um die Spindeln (C) durch längs neben den Spindelreihen angeordnete parallele,
unter einander zu einem Rahmen verbundene Schubstangen von einer Spindel
(C1) aus erfolgt, an welcher die vom Fahrarm (x) abgeleitete geradlinige Bewegung
des einen Schlittens, (a a2) zu einer
Winkeldrehung mittelst Sectorhebels umgesetzt wird.
3. Eine Ausführungsform der durch Anspruch 1. geschützten Maschine, dadurch gekennzeichnet,
dafs die Werkzeugdrehrahmen (cs) mit je einem Doppelsatz von Werkzeugrahmen
(c c1) versehen sind, welche winkelförmig gestaltet und an der Unterfläche
eines Tragringes angelenkt sind, um mit den nach innen vorstehenden Armen sich
an concentrischen Stellplatten zn stützen, welche durch eine Tritthebelvorrichtung
gehoben und gesenkt werden können, so dafs die Werkzeuge, jeder Satz für sich, in
und aufser Thätigkeit gesetzt werden können.
4. Eine Ausführungsform der durch Anspruch 1.
geschützten- Maschine, dadurch gekennzeichnet, dafs die verticale Stellbewegung
des Tischauflagers (G), welches die Arbeitsstücke trägt, durch Ketten an einem waagebalkenartig
schwingenden Hebel FF1 aufgehängt
ist, an dessen anderem Ende eine mit Gegengewichtsrahmen verbundene Schiene aufgehängt ist, welche die vom
Fahrarm (x) abgeleitete geradlinige Bewegung des zweiten Schlittens (a^ a5)
mittelbar aufnimmt.
Eine Ausführungsform der durch Anspruch 4. geschützten Maschine, dadurch gekennzeichnet,
dafs an dem Schlitten (al a&), von
dem die Bewegung abgeleitet werden soll, eine' Hülfsschieberführung in der Weise
angeordnet ist, dafs von dem an einer besonderen festgelegten Schiene geführten
Schieber nur die Seitenbewegung aufgenommen und mittelst Stahlbandtriebes auf einen schwingenden Quadranthebel übertragen
wird, dessen Spindel eine aus einer Scheibe mit Stahlbandtrieb bestehende Vorrichtung
zur Verticalverstellung der an den Waagebalkenhebeln angreifenden Schiene trägt.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE73887C true DE73887C (de) |
Family
ID=346985
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT73887D Expired - Lifetime DE73887C (de) | Vielfach-Graviermaschine |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE73887C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0257965A3 (de) * | 1986-08-18 | 1990-05-02 | Fazlollah Samangooie | Herstellung von Modellen |
-
0
- DE DENDAT73887D patent/DE73887C/de not_active Expired - Lifetime
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0257965A3 (de) * | 1986-08-18 | 1990-05-02 | Fazlollah Samangooie | Herstellung von Modellen |
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