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Adressendruckmaschine mit einem revolverkopfartigen Druckkopf mit
zwei Druckkissen und mit einer Listenfortschaltvorrichtung Die Erfindung bezieht
sich auf Adressendruckmaschinen mit einer Vorrichtung zum selbsttätigen schrittweisen
Fortschalten einer zu bedruckenden Liste nach Patent 595 3o9, bei der die Haltevorrichtung
für die Liste mit dieser nach jedem Abdruck einer Druckplatte selbsttätig seitlich
hin und her bewegt wird und bei der die Fortschaltbewegung der Listenhaltevorrichtung
in der Längsrichtung der Liste und die Querbewegung der Listenhaltevorrichtung mittels
zweier Zahnradsegmente erfolgt, die seitlich nebeneinander in dem Gestell der Listenfortschaltvorrichtung
drehbar gelagert sind und von dem Getriebe der Maschine aus hin und her geschwenkt
werden.
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Während nun bei der bekannten Adressendruckmaschine dieser Art ein
sehr kompliziertes Gestänge zum Antrieb der beiden Zahnradsegmente dient, werden
bei einer Adressendruckmaschine nach der Zusatzerfindung die beiden Zahnradsegmente
in sehr einfacher Weise durch einen im Gestell der Maschine um eine waagerechte
Achse drehbar gelagerten und annähernd um die Drehachse des Druckarmes gekrümmten
Schwinghebel angetrieben, dem durch ein bei jeder Aufwärtsbewegung des Druckarmes
absatzweise angetriebenes Getriebe eine Schwenkbewegung abwechselnd in der einen
oder in der anderen Richtung erteilt wird, während er bei jeder Abwärtsbewegung
des Druckarmes wenigstens annähernd seine bei Beginn der Abwärtsbewegung des Druckarmes
eingenommene Lage beibehält.
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Das Getriebe zum Antrieb des Schwinghebels besteht vorteilhafterweise
aus einer mit einem exzentrisch angeordneten Zapfen in einen Schlitz des Schwinghebels
eingreifenden Scheibe o. dgl., die auf einer in dem hinteren Teil des Druckarmes
drehbar gelagerten Welle sitzt, die in bekannter Weise bei jeder Aufwärtsbewegung
des Druckarmes stets in der gleichen Richtung um 18o' schrittweise gedreht wird.
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Auf der Zeichnung ist beispielsweise eine Ausführungsform einer Adressendruckmaschine
nach der Zusatzerfindung dargestellt, soweit dies für das Verständnis der Erfindung
notwendig ist.
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Fig. i zeigt eine Seitenansicht auf die Adressendruckmaschine bei
angehobenem Druckarm vor dem ersten Abdruck der neu an die Abdruckstelle gelangten
Druckplatte.
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Fig. a ist eine Aufsicht zu Fig. i, jedoch bei gesenktem Druckarm.
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Fig. 3 zeigt eine Einzelheit im Schnitt nach der Linie III-III der
Fig. a.
Fig. 4 ist eine der Fig. i entsprechende Seitenansicht bei
gesenktem Druckarm im Augenblick des ersten Abdruckes der Druckplatte.
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Fig.5 ist eine der Fig. i entsprechende Seitenansicht vor dem zweiten
Abdruck derselben Druckplatte auf die seitlich verschobene Liste.
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Fig. 6 zeigt eine Rückansicht zu Fig. i.
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Der Druckarm 2 ist auf einer Achse 3 drehbar gelagert. In dem gabelförmig
ausgebildeten hinteren Ende des Druckarmes :z ist eine Welle i3 drehbar gelagert.
Auf der Welle 13 sitzt in bekannter Weise fest eine Scheibe 14 mit zwei diametral
einander gegenüberliegenden Einkerbungen 15, 16 (Fig. 3).
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In die Einkerbung 16 greift bei der in Fig. i gezeichneten Stellung
der Teile eine Klinke 17 ein, die an einem Arm 18 sitzt, der starr mit einem Zahnrad
ig verbunden ist, das lose auf der Welle 13 sitzt.
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Mit diesem Zahnrad ig kämmt eine Zahnstange 2o, die durch eine Rolle
21 dauernd gegen das Zahnrad ig angedrückt wird und etwa in senkrechter Richtung
auf- und abwärts verschiebbar ist. An das untere Ende der Zahnstange 2o greift der
eine Arm 27 eines Winkelhebels 28, 27 an, der um einen Zapfen 29 in einer nach unten
reichenden Verlängerung 30 des Druckarmes 2, 2' schwenkbar ist. Der Arm 28 des Winkelhebels
27, 28 ist durch einen Lenker 31 mit einem Konsol 32 verbunden. In dem Konsol 32
ist eine Welle 33 drehbar gelagert, auf deren einem Ende ein Schwinghebel 34 sitzt,
dessen oberes Ende mit einem Schlitz 35 versehen ist und der etwa kreisbogenförmig
um die Drehachse 3 des Druckarmes gekrümmt ist. In den Schlitz 35 greift ein Bolzen
36 ein, der an einer Scheibe 37 sitzt, die starr auf der Welle 13 befestigt ist.
Diese Scheibe 37 hat zwei diametral einander gegenüberliegende Ansätze 38. 39, die
abwechselnd bei jeder Endlage der Scheibe 37 gegen einen Bolzen 40 zur Anlage kommen,
der aus der Tischplatte i der Adressendruckmaschine nach oben hinausragt.
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Auf dem anderen Ende der Welle 33 sitzt ein Arm oder Hebel 41, an
den zwei Zugstangen 42, 43 angreifen. Die Zugstange 42 greift in einer von der Achse
44 einstellbaren Entfernung an den Arm 45' eines Zahnsegmentes 45 an, das in der
bei Adressendruckmaschinen bekannten Art und Weise mit einer Zahnstange 46 kämmt
und zum schrittweisen Antrieb einer Listenfortschaltvorrichtung in Richtung des
Pfeiles 47, also in Längsrichtung der Liste, dient. Eine schrittweise Vorwärtsbewegung
der Liste in Richtung des Pfeiles 47 erfolgt bei jeder Verschwenkung des Zahnsegmentes
in Richtung des Pfeiles 47', während bei jeder entgegengesetzt gerichteten Drehung
des Zahnsegmentes 45 zwar die Zahnstange 46 in zu dem Pfeil 47 entgegengesetzter
Richtung mitgenommen wird, die Listenfortschaltvorrichtung jedoch in bekannter Weise
in der erreichten Lage stehenbleibt.
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Auf Achse 44 sitzt ein zweites Zahnradsegment ioo, an dessen
Verlängerung ioo' die Zugstange 43 angreift. Das Zahnsegment ioo kämmt mit einer
Zahnstange iii, die in dem Gestell 53 der Listenfortschaltvorrichtung in ihrerLängsrichtung
hin und her verschiebbar gelagert ist und die Querbewegung der Listenhaltevorrichtung
steuert.
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Die Wirkungsweise der Vorrichtung ist folgende Vor dem Abdruck einer
Druckplatte nehmen die Teile der Vorrichtung die in Fig. i gezeichnete Lage ein,
bei der der Druckarm 2 angehoben ist. Beim Abwärtsschwenken des Druckarmes 2 wird
die Zahnstange 2o aufwärts geschoben, das Zahnrad x9 in der Richtung des Pfeiles
93' gedreht. Die an dem Arm 18 sitzende Klinke 17 tritt aus dem Einschnitt
16 der Scheibe 14 heraus und greift in dem Augenblick, in dem der Druckarm seine
tiefste Stellung erreicht hat, in den Einschnitt 15 ein (Fig. 3). Eine Drehung der
Welle 13 hat bei dieser Drehung des Zahnrades ig in Richtung des Pfeiles
93' nicht stattgefunden. Die auf der Welle =3 festsitzende Scheibe 37 und
der Hebel 34 haben ihre in Fig. i gezeichnete Drehlage beibehalten. Dies hat zur
Folge, daß auch die beiden Zahnsegmente 45 und ioo in der in Fig. i gezeichneten
Stellung beim Abwärtsgange des Druckarmes stehenbleiben. Ein Verschieben des Zapfens
36 beim Abwärtsgange des Druckarmes in dem Schlitz 35 ist möglich, da der Schlitz
35 radial um den Drehzapfen 3 des Druckarmes verläuft und der Stift 36 lose in den
Schlitz 35 eingreift.
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Bei der Erreichung der Lage des Druckarmes entsprechend Fig. 4 erfolgt
nunmehr der erste Teilabdruck der Druckplatte 87 auf die Liste. Hierauf geht der
Druckarm wieder aufwärts. Die Zahnstange 2o wird abwärts gezogen (Fig. 5). Infolgedessen
wird das Zahnrad ig in Richtung des Pfeiles 93 verdreht, durch das Klinkengetriebe
18, 17 die Scheibe 14 und somit die Welle 13 beim Aufwärtsgange des Druckarmes um
i8o° verdreht.
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Die Verdrehung der Welle 13 in Richtung des Pfeiles 93 hat
zur Folge, daß die Scheibe 37 mit dem Zapfen 36 aus der Lage nach Fig. 4 in die
Lage nach Fig. 5 verdreht wird, und daß der Schwinghebel 34 aus der Stellung nach
Fig. 4 in die Stellung nach Fig. 5 verschwenkt und hierdurch die Welle 33 in Richtung
des Pfeiles 94 verdreht wird. Durch diese Verdrehung der Welle 33 wird der Arm 41
mitgenommen, und die beiden Zahnradsegmente 45 und ioo werden durch die Zugstange
42 und 43 in entgegengesetzter Richtung zum Pfeile 47' verschwenkt. Während die
Verschwenkung
des Zahnsegmentes 45 in dieser Richtung ohne Einfluß
auf die Listenfortschaltvorrichtung ist, bewirkt die Verschwenkung in entgegengesetzter
Richtung zum Pfeile 47' des Zahnradsegmentes ioo, daß bei dem Aufwärtsgange des
Druckarmes aus der Lage nach Fig. 4 in die Lage nach Fig. 5 die Oberplatte 49 mit
dem Lagerstück '5o in Richtung des Pfeiles 57 seitlich verschoben wird und dementsprechend
auch die Liste i26, so daß nunmehr der Abdruck der Druckplatte 87, die ihre Lage
beibehalten hat, auf die Liste 126 neben den ersten Abdruck erfolgt, wenn der Druckarm
wieder abwärts geht.
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Ein Rückschleudern der Welle 13 mit der Scheibe 37 bei dem Aufwärtsgange
des Druckarmes wird dadurch verhindert, daß nach jeder halben Umdrehung der Welle
13 ein Ansatz 38 bzw. 39 der Scheibe 37 gegen den Anschlag 40 trifft.
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Gelangt nun nach dem zweiten Teilabdruck der Druckplatte 87 eine neue
Druckplatte an die Abdruckstelle, die abgedruckt werden soll, so erfolgt bei dem
Aufwärtsgange des Druckarmes 2 wieder durch die Zahnstange 2o eine Verdrehung der
Welle 13 in Richtung des Pfeiles 93, und dies hat zur Folge, daß die beiden Zahnsegmente
45 und ioo in Richtung des Pfeiles 47' aus der Lage nach Fig..5 in die Lage nach
Fig. i verschwenkt werden. Diese Verschwenkung des Zahnradsegmentes 45 bewirkt eine
Weiterschaltung der Grundplatte 48 der Haltevorrichtung für die Liste um einen Zeilenabstand
in Richtung des Pfeiles 47, so daß nunmehr bei dem folgenden Abwärtsgange des Druckarmes
eine neue Listenzeile bedruckt wird, und die Verschwenkung des Zahnradsegmentes
ioo in Richtung des Pfeiles 47' hat zur Folge, daß die Oberplatte 49 mit dem Lagerstück
5o in die in Fig. 2 gezeichnete Lage zurückgeführt wird, so daß der erste Abdruck
der neuen Druckplatte unter den ersten Abdruck der vorhergehend abgedruckten Druckplatte
erfolgt.
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Es findet nunmehr wieder der zweite Abdruck der neu an die Abdruckstelle
gelangten Druckplatte nach der seitlichen Verschiebung der Liste 126 in der oben
erläuterten Art statt, und dieses Spiel wiederholt sich so lange, solange abzudruckende
Druckplatten an die Abdruckstelle gelangen.
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Gelangt jedoch eine Druckplatte an die Abdruckstelle, die nicht abgedruckt
werden soll, so bleibt beim Aufwärtsgange des Druckarmes 2 der Druckarm in dem Augenblick,
in dem er seine höchste Stellung erreicht hat, stehen, und es erfolgt dann kein
Antrieb des Zahnrades ig auf der Welle 13 und somit auch keine Veränderung der Lage
der Listenfortschaltungsvorrichtung.