DE964512C - Einstelleinrichtung fuer Typentraeger bei Drucktelegraphen - Google Patents
Einstelleinrichtung fuer Typentraeger bei DrucktelegraphenInfo
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Description
AUSGEGEBEN AM 23. MAI 1957
G 17049 Villa/21a1
ist als Erfinder genannt worden
Die Erfindung bezieht sich auf Start-Stop-Drucktelegraphe"ngeräte
und bezieht sich insbesondere auf Einstelleinrichtungen für Typenträger, wie sie in den britischen Patenten 439 745 und 441 090
beschrieben sind. Diese Vorveröffentlichungen beschreiben
Start-Stop-Drucktelegraphen mit Verbundbewegungs - Typen - Einstellvorrichtungen. Bei
solchen Start-Stop-Empfangsgeräten weist der Typenhalter eine Anzahl von waagerechten übereinander
angeordneten Zeilen von beweglichen Typen auf, und die Verbundbewegungseinrichtung
dient dazu, den Typenträger sowohl in einer lotrechten Richtung, derart, daß eine ausgewählte
Zeile von Typen in die Abdruckhöhe gebracht wird, als auch in einer waagerechten Richtung, derart,
daß eine ausgewählte Drucktype in der ausgewählten Zeile in die Druckstellung gebracht wird, einzustellen.
Der Typenträger wird dann in dieser Stellung gehalten, bis er in Übereinstimmung mit
den nachfolgend empfangenen Telegraphierzeichen wieder verstellt wird. Auf diese Weise wird der
Typenträger oft in einer Stellung belassen, in welcher das letztabgedruckte Zeichen durch den
Typenträger vollständig verdeckt wird. Dies ist ein Nachteil und bildet einen Hauptgrund, welcher
gegen die Verwendung solcher Typeneinstellgeräte spricht.
Gemäß der Erfindung wird, sobald ein vorbestimmter Freizustand zwischen zwei Telegraphierzeichen
festgestellt worden ist, die Steuereinrichtung, welche die lotrechten Bewegungen des
Typenträgers steuert, ausgelöst oder freigegeben,
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so daß der Typenträger sich dann in seine unterste Stellung begibt, falls er nicht bereits diese einnimmt.
Sobald diese Stellung erreicht ist, wird das zuletzt abgedruckte Zeichen über den Kopf des
Typenträgers hinweg sichtbar, und der obenerwähnte Nachteil kommt somit in Fortfall. Falls
die lotrechten Bewegungen des Typenträgers über ein Verbundbewegungsgerät, das über Kupplungen
seinen Antrieb erfährt, gesteuert werden, so wird ίο die Feststellung des Freizustandes vorzugsweise
dazu ausgenutzt, die Kupplungen auszulösen, derart, daß das Gerät in diejenige Stellung bewegt
wird, welche der untersten Stelle des Typenträgers entspricht (falls dieser nicht bereits sich in dieser
Stellung befindet).
Der Auslösevorgang wird besonders vorteilhaft von einer Schiene, welche über drei gesonderte
Nocken gesteuert wird, bewirkt, so daß nur dann, wenn alle drei sich in der dem Freizustand entsprechenden
Stellung befinden, die Schiene od. dgl. ausgelöst oder freigegeben wird. Wie bereits erwähnt,
muß der Typenträger sowohl eine lotrechte als auch eine waagerechte Bewegung ausführen,
und zu diesem Zweck kann es so eingerichtet werden, daß er eine Gleitbewegung in lotrechter
Richtung und eine Drehbewegung um eine lotrechte Achse zwecks Hervorrufens der waagerechten Bewegung
der Drucktypen ausführt.
Die Erfindung soll nunmehr ausführlicher an Hand der sie beispielsweise wiedergebenden Zeichnung
erläutert werden, und zwar zeigt
Fig. ι in schaubildlicher Darstellung eine Ansicht
der Betätigungsvorrichtung, und zwar einschließlich einer Verbundbewegungs - Typen -Ein-Stellvorrichtung
und des Typenträgers,
Fig. 2 ein Teilstück von Fig. 1 in einem größeren Maßstab, während
Fig. 3 ein Zeitschaubild wiedergibt, welches die Beziehung zwischen den Betätigungszeitpunkten
der verschiedenen Teilelemente der Betätigungsvorrichtung veranschaulicht, wobei die horizontale
Koordinate (Abszisse) die Zeit an Millisekunden vom Beginn eines Steuerzyklus ab wiedergibt, während
die vertikale Koordinate (Ordinate) die Bewegung der verschiedenen Teilelemente in einem
mittleren oder Übersichtsmaß stab zum Ausdruck bringt.
Wie Fig. ι zeigt, werden Zugstangen 1, 2, 3, 4
und 5 gemäß den empfangenen Telegraphierzeichen vermittels eines Schrittauswahlgerätes (nicht
dargestellt) gesteuert, welches über angelenkte Schwenkstücke Vi bis V$ wirksam wird. Somit
wird entsprechend der Winkelstellung eines jeden Schwenkstückes Vi bis V5 die zugehörige Zugstange
in Längsrichtung zwischen einer »Ruhe«- Stellung, welche die linke der beiden in der Zeichnung
veranschaulichten Stellungen ist, und einer »Arbeits«-Stellung bewegt, welche die rechte Stellung
ist. Jedes der Bauteile ist mit einem angelenkten Ansatz £1 bis £5 versehen, welcher je
eine Aussparung 6 aufweist, durch welche hindurch das Kreuzstück 7 eines Schwenkrahmens 8 hindurchführt,
der bei 9 gelagert ist. Die Aussparungen 6 sind länglich ausgebildet, so daß sie eine
Längsbewegung der Zugstangen und ihrer Ansätze zulassen.
Der Schwenkrahmen 8 ist mit einem Steuerarm 10 versehen, welcher mit einem Nocken 11 zusammenwirkt,
der seinerseits einmal pro Arbeitszyklus den Schwenkrahmen 8 so schwenkt, daß die Ansätze
angehoben werden und eine Schwenkbewegung um ihre Lagerstellen ausführen. Zusätzlich zu den
fünf Zugstangen 1 bis 5 ist eine weitere Zugstange 15 vorgesehen, welche für »Typenumschaltung«
vorgesehen ist und von einem Schwenkstück Vi 5 gesteuert wird. Die Zugstange 15 kann sich ebenfalls
zwischen zwei Längsstellungen bewegen und weist einen Ansatz JS15 auf, welcher durch den
Schwenkrahmen 8 in der gleichen' Weise wie die anderen Ansätze verschwenkt wird. An seinem abgewandten
Ende weist jede der sechs Ansätze ein nach oben abgebogenes Absatzstück H ι bis H 5
und H15 auf, welches dann, wenn der Schwenkrahmen
8 eine Schwenkbewegung ausführt, entweder mit einer Ruhe-Freigabe-Klinke 6* 1 bis S 5
und 6*15 oder mit einer Arbeits-Freigabe-Klinke
Mi bis Ms und M15 zusammenwirkt. Wie sich
aus Fig· 2 ergibt, sind die Ruhe-Freigabe-Klinken
bei 16 gelagert, während die Arbeits-Freigabe-Klinken bei 17 gelagert sind, wobei die beiden
Klinken in Richtung gegeneinander und gegen die Anschläge 18 und 19, und zwar jeweils von einer
Zugfeder 20, gepreßt werden. Jede Ruhe-Freigabe-Klinke ist an ihrem oberen Ende mit einer nach
innen gebogenen Nase Li bis L 5 und L15 versehen.
In ihrer unbetätigten Stellung wirkt jede Nase mit einem Querarm 2Oa zusammen, welcher
an einem Klinkenbauteil 21 sitzt, der bei 22 an einem Zahnrad einer Reihe von Zahnrädern G 1 bis
G 5 und G15 angelenkt ist. Jede Klinke wird von einer Feder 23 betätigt, welche mit ihrem anderen
Ende am Zahnrad befestigt ist, und die Wirkung der Nase an der Ruhe-Freigabe-Klinke besteht
darin, die Klinke um ihr Lager 22 entgegen der Wirkung der Feder in Kontaktberührung mit 'einem
Anschlag 24 zu bringen.
Die Zahnräder Gi bis G 5 und G15 sind so gelagert,
daß sie sich frei um eine dauerangetriebene Welle 25 zu drehen vermögen, welche sich ihrerseits
im Uhrzeigergegendrehsinn gemäß der Darstellungsweise in dieser Figur dreht. Die Klinkenräder
Ri bis R 5 und R15 sitzen fest auf dieser
Welle, so· daß sie sich mit dieser drehen. Jedes Klinkenrad ist in der Nähe des zugehörigen Zahnrades
Gi bis Gs und G.15 angeordnet, derart, daß
es mit der zugehörigen Klinke 21 zusammenwirkt. Wenn daher eine Zugstange in der Ruhestellung ist
und ihr Ansatz durch den Schwenkrahmen 8 verschwenkt wird, so· trifft das Absatzstück auf die
Ruhe-Freigabe-Klinke auf, um sie dadurch in Gegenuhrzeigerdrehrichtung um ihr Lager 16 zu
verschwenken und dadurch die Nase außer Kontakt mit dem Querarm 2Oa zu bringen. Dadurch wird
es der Klinke ermöglicht, eine Schwenkbewegung in Uhrzeigerdrehrichtung unter der Wirkung der
Feder 23 auszuführen, so daß sie in -den Wirk-
bereich des sich dauernd umdrehenden Klinkenrades gelangt und damit in zuverlässiger Weise
eines der Klinkenräder R ι bis R 5 und Ä15 und
das zugehörige Zahnrad miteinander kuppelt. Das Zahnrad führt dann eine halbe Umdrehung aus, bis
der Querarm 2Oa auf das obere Teilstück der zugehörigen
Arbeitsklinke auftrifft, welche wiederum die Klinke entgegen der Wirkung der Feder zurückbewegt,
so daß sie sich vom Klinkenrad in der Stellung, wie sie in Verbindung mit dem Zahnrad
G 5 gezeigt ist, löst. Wenn somit eine Ruhe-Auslöse-Klinke verschwenkt wird, so führt das
zugehörige Zahnrad eine halbe Umdrehung aus, bis die Klinke wiederum durch die Arbeits-Freigabe-Klinke
rückgestellt wird, und es sei darauf hingewiesen, daß dann, wenn in dieser Stellung die
Arbeits-Freigabe-Klinke verschwenkt wird, das Zahnrad eine weitere halbe Umdrehung ausführt,
bis es wiederum durch die Ruhe-Freigabe-Klinke ao angehalten wird.
Mit jedem Zahnrad in einem 1: !-Übersetzungsverhältnis
kämmend, ist eine Reihe von Kurbelzahnrädern CG ι bis CGs u"d CG 15 vorgesehen,
von denen jedes sich auf einer Welle 30 dreht. Jedes Kurbelzahnrad weist einen Kurbelstift 31
auf, welcher das eine Ende einer Kurbelstange 32 trägt und deren anderes Ende an einem Winkelhebel
40 sitzt. Alle Winkelhebel 40, 45, 53, 60, 92,
95 sind so gelagert, daß sie sich frei um eine gemeinsame Achse 33 zu drehen vermögen. Wenn
daher ein Zahnrad eine halbe Umdrehung ausführt, so führt auch das zugehörige Kurbelzahnrad
eine halbe Umdrehung aus, während der zugehörige Winkelhebel eine Schwenkbewegung ausführt. Bei
der nächsten halben Umdrehung kehren die beiden Zahnräder eines jeden Paares in ihre Ursprungsstellung
zurück, und auch der Winkelhebel wird dadurch in seine Ursprungsstellung zurückgeschwenkt.
Die Winkelhebel, welche durch die Kurbelzahnräder CG 3, CG4, CG 5 und CG 15 verschwenkt
werden, bilden einen Teil eines Verbundbewegungs-Steuergeräts, welches allgemein mit 34 bezeichnet
ist.
Somit verschwenkt das Zahnrad CG 3 den einen Arm 40 eines Winkelhebels, dessen anderer Arm 41
mit einem Stift 42 versehen ist, welcher in einer Gabel 43 an einem weiteren Winkelhebel 44 sitzt.
Das Kurbelzahnrad CG4 verschwenkt einen Arm 45 eines Winkelhebels, dessen anderer Arm 46 das
Lager 47 des Hebels 44 trägt. Auf diese Weise werden die Schwenkbewegungen der beiden Arme
41 und 46 zusammen in der Bewegung des Schwenkhebels 44 addiert bzw. superponiert.
An seinem anderen Ende ist der Schwenkhebel 44 mit einer Gabel 48 versehen, welche mit einem
Stift 49 zusammenwirkt, der am oberen Ende eines weiteren Schwenkhebels 50 sitzt. Dieser ist bei 51
an dem einen Arm 52 eines weiteren Schwenkhebels angelenkt, dessen anderer Arm 53 durch das
Kurbelzahnrad CG 5 verschwenkt wird, so daß die Bewegung des Hebels 50 sich zu den Bewegungen
der Kurbelzahnräder CG 3, CG4 und CG 5 addiert. An seinem unteren Ende hat der Hebel 50 eine
Gabel 55, welche mit einem Stift 56 am unteren
Ende eines weiteren Winkelhebels 57 zusammenwirkt, welcher seinerseits bei 58 an einem Arm 59
eines Winkelhebels angelenkt ist, dessen anderer Arm 60 durch das Kurbelzahnrad CG 15 verschwenkt
wird. Auf diese Weise addiert das obere Ende des Hebels 57 die Bewegungen von allen vier
Kurbelzahnrädern. Diese Bewegung wird einer Zahnstange 64 übermittelt, welche bei 65 an das
obere Ende des Hebels 57 angelenkt und von einem Hakebauteil 66' gehalten wird, so daß bei einer
Schwenkbewegung des Hebels 57 die Zahnstange 64 eine Längsbewegung ausführt.
Die Übersetzungsverhältnisse der verschiedenen Hebelarme sind so gewählt, daß, falls bei einer
halben Umdrehung des Zahnrades G 3 der Zahnstange eine Einheitsbewegung übermittelt wird,
eine halbe Umdrehung des Zahnrades G 4 zwei Bewegungseinheiten ergibt, eine halbe Umdrehung
des Zahnrades G 5 vier Bewegungseinheiten ergibt und eine halbe Umdrehung des Zahnrades G15 acht
Bewegungseinheiten zur Folge hat. Falls die Bewegung von einer Ruhe-Freigabe-Klinke nach einer
Arbeits-Freigabe-Klinke erfolgt, so erfolgt die dadurch hervorgerufene Bewegung in der einen Richtung,
während dann, wenn sie von einer Arbeits-Freigabe-Klinke nach einer Ruhe-Freigabe-Klinke
hin erfolgt, sie in der entgegengesetzten Richtung verläuft. Daraus ist ersichtlich, daß für jede beliebige
Kombination der Einstellungen der Bauteile 3, 4, 5 und 15 sich eine entsprechende Stellung der
Zahnstange 64 zwangläufig ergibt. Beim gezeigten Ausführungsbeispiel sind sechzehn solcher Kombinationen
vorhanden, und dadurch ergeben sich sechzehn verschiedene Stellungen der Zahnstange.
Die Bewegung der Zahnstange 64 werden einem Zahnrad 70 übermittelt, welches auf einer Achse 71
sitzt, an deren anderem Ende ein weiteres Zahnrad 72 vorhanden ist, welches mit einem dritten Zahnrad
73 kämmt. Das Zahnrad 73 sitzt auf einer AVelle 74, welche mit einer Nut 75 versehen ist, auf
welcher ein Zahnrad 76 gleitet, welches mit Spiralverzahnung versehen ist. Das Zahnrad 76 weist
eine kleine Feder 1J1J auf, welche mit der Nut 75
zusammenwirkt, so daß es wohl auf der Welle 74 zu gleiten vermag, sich aber relativ dazu nicht
drehen kann.
Das Spiralzahnrad 76 kämmt mit einem Zahnsegment 78, welches ebenfalls mit einer Spiralverzahnung
versehen ist und sich über eine lotrechte Achse auf einer genuteten Welle 79 dreht. Eine
Lagerung 82 für einen Typenkopf, welcher allgemein mit 83 bezeichnet ist, ist mit einer Feder
84 versehen, welche mit einer Nut 85 auf der Welle 79 zusammenwirkt, so daß die Lagerung wohl zu
gleiten, sich aber nicht relativ zur Welle zu drehen vermag. Infolgedessen werden Längsbewegungen iao
der Zahnstange 64 über die Spindel 71, Welle 74 und die Welle 79 nach dem Lager 82 und von dort
nach dem Typenkopf 83 selbst übermittelt. Daher ist für jede der sechzehn Längsstellungen der Zahn
stange. 64 eine entsprechende Winkelstellung des Typenkopfes 83 vorhanden.
Der Typenkopf ist mit vier waagerechten Reihen von Typen versehen, wobei jede Reihe aus sechzehn
Einzeltypen besteht, so daß jeder der sechzehn Winkelstellungen des Typenkopfes eine der Typen
in der betreffenden Reihe in die Druckstellung bringt.
Daraus ist ersichtlich, daß die Winkelstellung des Typenkopfes in Übereinstimmung mit den
Stellungen der Bauteile £3, £4, £5 und £15 gesteuert wird. Die beiden Bauteile £1 und E 2
steuern eine weitere Verbundbewegungs-Steuereinrichtung, welche allgemein bei 90 angedeutet ist
und ihrerseits die. lotrechten Einstellbewegungen des Typenkopfes 83 steuert. Zu diesem Zweck
schwenkt das Kurbelzahnrad CG 1 den einen Arm
91 eines Winkelhebels, der sich auf der Achse 33 zu drehen vermag und dessen anderer Arm 92 über
eine Stift- und Gabelverbindung an den einen Arm 93 eines weiteren Winkelhebels angelenkt ist. Dieser
weitere Winkelhebel ist bei 94 an einem Winkelhebel 95 angelenkt, welcher eine Schwenkbewegung
durch das Kurbelzahnrad CG2 übermittelt erhält, so daß die Bewegung des Armes 96 des Winkelhebels
sich zu den Bewegungen der Kurbelzahnräder CG 1 und CG 2 addiert. Die Abmessungen
und Verhältnisse der Hebel sind solche, daß eine halbe Umdrehung des Kurbelzahnrades CG 2 die
doppelte Verstellbewegung hervorruft, welche durch eine halbe Umdrehung des Kurbelzahnrades CGi
erzeugt wird. Auf diese Weise führen die vier Kombinationen der verschiedenen Stellungen der
Bauteile £ ι und £2 zu vier verschiedenen Stellungen
des Winkelhebels 96.
Der Arm 96 steht über eine Stift- und Gabel-
verbindung 97 mit einem Schwenkarm 98 in Verbindung, welcher bei 99 gelagert ist. Das Kreuzstück
100 dieses Schwenkarmes erstreckt sich über die Breite der Maschine und steuert somit die Bewegungen
eines Gabelhebels 101, welcher sich um ein ortsfestes Lager 102 dreht. Das entgegengesetzte
Ende des Hebels 101 ist an einem Ansatz 103 am
Lager 82 für den Typenkopf 83 angelenkt. Auf diese Weise werden Einstellbewegungen des
Schwenkrahmens 98 dem Hebel 101 übermittelt, die
dazu dienen, die Lagerung 82 auf der genuteten Welle 79 nach oben oder unten zu verschieben. Mit
anderen Worten, jede der vier Stellungen des Verbundbewegungs-Einstellgeräts ruft eine entsprechende
Vertikalstellung des Typenkopfes 83 hervor und dient dazu, eine der Typenreihe in die
Abdruckhöhe zu bringen.
Sobald jede Type in die Abdruckstellung gebracht worden ist, wird sie von einem Gerät
betätigt. Zu diesem Zweck schlägt ein Hammer auf das Hinterende der Type auf, welche gleitbar in
ihrer Halterung sitzt, und dieser bewirkt, daß die Type über ein Farbband (nicht gezeigt) zur Wirkung
gebracht wird, um dadurch auf einem Papierblatt (ebenfalls nicht gezeigt), welches von einer
Rolle 105 gehalten wird, einen Abdruck hervorzurufen. Wenn der Typenkopf 83 sich in seiner
obersten Stellung befindet, was nötig ist, um die unterste Typenreihe in die Abdruckstellung zu
bringen, so verdeckt der Typenkopf dasjenige Zeichen, was gerade auf dem Papier zum Abdruck
gebracht worden ist. Das gleiche gilt, wenn die zweite und die dritte Typenreihe sich in der Druckstellung
befindet; wenn jedoch die oberste Reihe in der Druckstellung ist, ist der Abdruck über das
obere Ende des Typenkopfes hinweg sichtbar. Damit das gerade abgedruckte Zeichen sichtbar
wird, wird nach dem Typenabdruck der Typenkopf in seine unterste Stellung gebracht, falls er
sich nicht bereits in dieser Stellung befindet.
Die Einstellvorrichtung wird zu diesem Zweck über eine Auslöseschiene 110 gesteuert, welche in
einer Führung 111 gleitet und, wie aus der Zeichnung
ersichtlich, mittells einer Feder 112 vorgespannt
ist. Die Schiene ist normalerweise in ihrer linken Stellung vermittels zweier gesonderter Fallen
116 und 113 verriegelt. Die erste derselben, eine
Falle 113, ist an einem Arm 114 vorgesehen,
welcher bei 115 angelenkt ist. Die Falle 113 wirkt
in ihrer obersten Stellung mit einem Schulterstück 116 an der Schiene 110 zusammen, ist hingegen in
ihrer untersten Stellung von dem Schulterstück 116 frei, so daß die Schiene 110 sich nach rechts zu
bewegen vermag.
In ähnlicher Weise wirkt eine Falle n6a, welche
an einem Arm 117 sitzt, der bei 118 angelenkt ist, . auf ein Schulterstück 119 am Arm 110 ein. Wenn
der Arm 117 sich in Gegenuhrzeigerdrehrichtung aus der in der Zeichnung wiedergegebenen Stellung
herausdreht, so gibt er das Schulterstück 119 frei. Falls dann auch die Falle 113 in ihrer unteren
Stellung ist, so bewegt sich die Schiene 110 nach rechts unter dem Einfluß der Feder 112.
An ihrem weiteren Ende ist sie mittels einer Stift-Gabel-Verbindung 125 an den einen Arm 126
eines Schwenkrahmens 127 angelenkt, welcher auf einer Spindel 128 drehbar sitzt. Normalerweise
wird der Schwenkrahmen in Uhrzeigerdrehrichtung vermittels einer Feder 129 verschwetikt gehalten,
welche den Arm 126 gegen den Anschlag 130 preßt. Der Schwenkrahmen ist mit einem Ansatzarm 131
versehen, welcher sich gegen die Ruhe-Freigabe-Klinke Si und S2 legt. Wenn daher die Schiene
110 sich nach rechts bewegt, dreht sich der Schwenkrahmen 127 in Uhrzeigergegendrehrichtung,
und der Ansatzarm 131 verschwenkt die beiden Ruhe-Freigabe-Ansätze ebenfalls in Uhrzeigergegendrehrichtung,
derart, daß es den Zahnrädern G ι und G 2 ermöglicht wird, sich in eine
Stellung zu drehen, in welcher die Querarme 2oa in Wirkverbindung mit den Arbeits-Freigabe-Klinken
sind. Dadurch wird der Verbundbewegungs-Steuermechanismus 90 so betätigt, daß der
Typenträger 83 sich in seine unterste Stellung, falls erforderlich, bewegt. Falls natürlich vor der Freigabe
der Schiene 120 der Typenträger sich bereits in seiner untersten Stillung befindet, so hat die
Betätigung des Schwenkrahmens 127 keine zusätzliche Wirkung.
Die Betriebsumstände, bei welchen diese selbsttätige
Herunterbewegung des Typenträgers erfolgt, können am besten aus Fig. 3 ersehen werden,
welche die Arbeitsfolge und die Zeitpunkte des Ansprechens der verschiedenen Teilstücke der
Typenträger - Einstelleinrichtung veranschaulicht. Die Kurvet veranschaulicht die Betätigung eines
Nockens 140, welcher als »Normal-Null«-Nocken bezeichnet werden soll und welcher auf der Schrittauswahl-Nockenwelle
141 sitzt. Zu Beginn des Arbeitszyklus wird ein Arm 142, welcher bei 143
gelagert ist, in einem Größtausmaß durch einen Ansatz 144 am Nocken verschoben. Während sich
der Nocken dreht, fällt das linke Ende des Armes 142 ab und verbleibt in Ruhe, bis es wiederum
durch den Ansatz 145 angehoben wird. Dieser Nocken dreht sich intermittierend, solange Schritte
empfangen werden.
Kurz bevor die Schrittauswahl-Nockenwelle 141
ihre Ruhestellung erreicht, in welcher der Ansatz 145 auf den Hebel 142 einwirkt, wird die Arbeitsnockenwelle 146 freigegeben, wie sich dies aus der
Kurve C in Fig. 3 ersehen läßt. Ein Nocken 147 auf der Arbeitsnockenwelle 146 bewegt sich aus
seiner Ruhestellung heraus und bewirkt, daß ein Hebel 148 in Uhrzeigergegendrehrichtung und unter
der Steuereinwirkung seiner Feder 149 verschwenkt wird, wenn das Ende des Hebels sich
von einem Ansatz 150 wegbewegt. Wenn der Nocken eine halbe Umdrehung ausgeführt hat, wird
der Hebel 148 zurück in seine Ruhestellung durch einen zweiten Ansatz 151 gebracht. Die entgegengesetzten
Enden der Hebel 142, 148 wirken auf einen Stift 152 ein, welcher mit der Falle 113 verbunden
ist, und daraus ergibt sich, daß diese Falle nur dann in ihrer unteren Stellung ist, wenn beide
Nocken 140 und 147 sich in ihren Ruhestellungen, wie in der Zeichnung dargestellt, befinden.
Bevor der Nocken 147 zur Ruhe kommt, was etwa 250 Millisekunden von der Freigabe der Auswahlnockenwelle
141 her, wie aus der Kurve C ersichtlich, der Fall ist, wird der Typenhalter-Rückstellnockenwelle
160 eine Freigabebewegung übermittelt, wie sich aus der Kurve A ergibt. Dadurch
wird ein Nocken 161 zum Drehen gebracht, welcher mit einem Paar von Aussparungen 162 und 163
versehen ist. Kurz vor dem Ende seines Arbeitszyklus ermöglicht es der Nocken 161 dem Hebel 117,
welcher mit ihm zusammenwirkt, eine Schwenkbewegung im Uhrzeigergegendrehsinn unter der
Steuereinwirkung einer Feder 163 auszuführen. Wie sich aus der Kurve// ergibt, erfolgt dies
etwa 350 Millisekunden nach der Freigabe der Auswahlnockenwelle 141. Falls in dem Augenblick,
wenn der Hebel 117 eine Schwenkbewegung entgegen dem Uhrzeigersinn ausführt, keine weiteren
Te^egraphierschritte empfangen werden, so befinden sich beide Nocken 140 und 147 in ihrer
Ruhestellung, so daß die Falle 113 ihre untere Stellung einnimmt. Wie bereits zuvor ausgeführt,
wird, falls die Falle 116 sich in ihrer unteren Stellung befindet, während der Hebel 117 eine
Schwenkbewegung im Gegenuhrdrehsinn auszuführen vermag, die Auslöseschiene 110 freigegeben,
um dadurch den Typenhalter in der vorbeschriebenen Weise freizugeben. Mit anderen Worten, sobald
ein Freizustand — entsprechend einem Zeitintervall von 350 Millisekunden oder mehr, ohne
daß ein Signal empfangen wird — festgestellt worden ist, wird der Typenträger nach unten bewegt,
um das zuletzt abgedruckte Zeichen deutlich sichtbar zu machen.
Zwecks Vervollständigung der Beschreibung der verschiedenen Teilstücke des Einstellmechanismus
sollen die verschiedenen Kurven, aus welchen sich Fig. 3 zusammensetzt, noch kurz erläutert werden.
Die Kurven A und C sind bereits beschrieben worden, und Kurve B zeigt die Betätigung des Auslösers
für die Nockenwelle, deren Arbeitsweise in Kurve C gezeigt ist. Die Kurve D gibt die Arbeitsweise
des Permutations-Übertragungsnockens wieder. Die Kurven E und F zeigen die Arbeitsweise
jeweils der Nocken 319 und 315. Die Kurve G
zeigt die Betätigung des Nockens 11, welcher den Schwenkrahmen 10 steuert. Die Kurve H zeigt die
Arbeitsweise des Nockens 161. Die Kurve/ zeigt die Betätigung bzw. Arbeitsweise der Zahnräder
G-1 bis G 5 und G15 in Fig. 1, während die Kurven
K und L jeweils die Arbeitsweisen einer Druckauslösenockenwelle und einer Drucknockenwelle
wiedergeben.
Claims (4)
1. Einstelleinrichtung für Typenträger an Typen-Drucktelegraphen, bei welchen ein Typenhalter,
welcher eine Anzahl von waagerechten übereinander angeordneten Zeilen von beweglichen
Typen aufweist, durch eine Verbundbewegungsvorrichtung sowohl in einer lotrechten
Richtung, derart, daß eine ausgewählte Zeile von Typen auf die Abdruckhöhe gebracht wird,
als auch in einer waagerechten Richtung bewegt wird, derart, daß eine ausgewählte Type
in der ausgewählten Zeile in die Abdruckstellung gebracht wird, und zwar in Übereinstimmung
mit empfangenen Telegraphierzeichen, dadurch gekennzeichnet, daß dann, wenn ein vorbestimmter Freizustand zwischen zwei ±05
Telegraphierzeichen festgestellt ist, die St uereinrichtung (90), welche die lotrechten Bewegungen
des Typenträgers ('3) steuert, in solcher Weise ausgelöst oder freigegeben wird,
daß der Typenträger sich in die unterste Stellung, falls in dieser nicht bereits befindlich,
verstellt.
2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die lotrechten Bewegungen
des Typenträgers durch eine Verbundbewegungs-Steuereinrichtung (90) gesteuert werden, welche
über Kupplungen (R 1, 21; R 2, 21) angetrieben
wird, und daß bei Ermittlung des Freizustandes diese Kupplungen ausgelöst werden, um dadurch
die Einstellvorrichtung in diejenige Stellung, welche der untersten Stellung des Typenträgers
entspricht, falls dieser sich nicht bereits dort befindet, zu bringen.
3. Einrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß eine Auflöseschiene
(110J vermittels dreier Nocken (140, 147, 161)
709 522/187
gesteuert wird, derart, daß sie freigegeben wird, wenn alle drei Nocken sich in der dem Freizustand
entsprechenden Stellung befinden.
4. Einrichtung nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Typenträger (83)
so eingerichtet ist, daß er eine Gleitbewegung in lotrechter Richtung und eine Drehbewegung
um eine lotrechte Achse zwecks Hervorrufens der waagerechten Einstellbewegung der Abdrucktype
ausführt.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
® 609 736/138 12.56 (709 522/187 5. 57)
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| GB964512X | 1954-05-03 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE964512C true DE964512C (de) | 1957-05-23 |
Family
ID=10805195
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEG17049A Expired DE964512C (de) | 1954-05-03 | 1955-05-03 | Einstelleinrichtung fuer Typentraeger bei Drucktelegraphen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE964512C (de) |
-
1955
- 1955-05-03 DE DEG17049A patent/DE964512C/de not_active Expired
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