DE5931A - . Wasser-Volumenwaage - Google Patents
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Description
1878.
Klasse 42.
F. KLEEMANN in BAUCHEM bei GEILENKIRCHEN (Reg.-Bez. Aachen).
Patentirt im Deutschen Reiche vom 4. October 1878 ab.
Der Zweck der Construction dieser Waage ist, beim Abwägen von Gegenständen im allgemeinen
eine noch gröfsere Genauigkeit zu erzielen, als dies bei anderen Waagensystemen möglich ist und das stets Veränderungen unterworfene
Gewicht entbehren zu können.
Diese Waage ist auf der beiliegenden Zeichnung durch Fig. 1 in der Vorderansicht und
durch Fig. 2 im Querschnitt A-B dargestellt.
Die beiden Säulen C und D sind auf die Grundplatte Y aufgeschraubt; an die erstere ist
die Gewichtsscala K mittelst dreier Klemmen a in einer entsprechenden senkrechten Ebene,
wie dies Fig. 2 zeigt, befestigt; an der Säule D sind die Lager / und m für die Drehpunkte der
Parallelführungsbalken angeschraubt.
Der Gewichtsbestimmungskörper G, an welchem zwei mit vier feinen Körnervertiefungen
versehene Klemmen p befestigt sind, hängt zwischen vier entsprechenden Körnerspitzen in
den beiden Gabeln c und d der Parallelführungsbalken. Statt der Körnervertiefungen und Körnerspitzen können zur Vermehrung der Empfindlichkeit
Stahlprismen mit nach oben gekehrter Schneide bezw. Stahl- oder Achatpfannen angewendet
werden.
Auf den oberen Theil von G ist die zum Abnehmen eingerichtete Waageschale g gesetzt;
an dem unteren Theile von G befindet sich der Ausgleichungskörper h. Der Wasserbehälter _£f
ist lose in den festen Rand 0 der Grundplatte Y gesetzt; letztere mufs auf einer stabilen Unterlage
befestigt sein oder rundum einen entsprechend starken Rand erhalten.
In die Gabeln c und d der beiden Parallelführungsbalken
sind die nach der Säule D zu divergirenden Arme q eingeschraubt, welche
um i und k drehbar sind. Die Zunge b dient zum Anzeigen des Gewichts an der Scala K.
Die Stange G wird durch Führungsstangen E und F stets vertical geführt. .
Der Gewichtsbestimmungskörper G soll aus einem gut geblasenen Glascylinder mit mögliehst
dünnem Mantel bestehen; die Waagschale g soll aus Schildpatt gefertigt sein, an
welcher nach unten ein Messingstift oder event. der Leichtigkeit halber eine dergleichen schwache
cylindrische Hülse von etwa 1 cm Länge angebracht und oben in den Gewichtsbestimmungskörper
G von 10 qmm Ausschnitt entsprechend eingepafst und lose eingesetzt ist. Die hohle
Kugel h hat möglichst dünne Wandstärke und soll von solchem cubischen Inhalte sein, dafs
sie neben ihrem eigenen Gewichte noch das des Körpers G und das auf demselben lastende
Gewicht der Parallelführungsbalken schwimmend trägt.
Wenn nun die Zungenspitze von ο auf 10 der Scala herabsinken soll, so wird ein Wasservolumen
von ι ecm und dem Gewichte von ι g verdrängt; es mufs also ein in die Schale g
gelegter Gegenstand ein Gewicht von 1 g haben. Die Genauigkeit wird noch erhöhet, wenn man
einen Körper G von geringerem Querschnitte anwendet und den Theil des oberen Parallelführungsbalkens
vom Drehpunkte e bis zur Zungenspitze verlängert.
Die bei der Bewegung auftretende Reibung ist auf das richtige Abwägen insofern ohne Einflufs,
als bei dieser Waage, nachdem die Fertigstellung derselben bis auf die Eintheilung der
Gewichtsscala bewirkt ist, erst die Jüstirung mit der event, vorhandenen Reibung erfolgt, mithin
auch bei jedem Theilstriche die vorhandene Reibung entsprechend berücksichtigt wird.
Wenn bei der Waage im Zustande der Ruhe und bei Nichtbelastung derselben der Zeiger b
unter den Nullstrich gesunken ist bezw. über demselben steht, so ist der Füllung des Behälters
H das entsprechende Quantum zuzusetzen bezw. zu entnehmen, so dafs der Zeiger b
wieder auf den Nullstrich zu stehen kommt.
Claims (1)
- Patent-An spruch:Eine Wasservolumenwaage von 0,10 g bis 50 kg Tragfähigkeit, bei welcher das Gewicht des jedesmal abzuwägenden Gegenstandes nach der vorstehenden Beschreibung und der beiliegenden Zeichnung dadurch constatirt wird, dafs ein entsprechend construirter fester Körper, der Gewichtsbestimmungskörper, durch den Druckdes auf denselben gelegten und abzuwägenden Gegenstandes so weit in das in dem dazu bestimmten Wasserbehälter befindliche Wasser getaucht wird, bis derselbe ein Volumen des letzteren verdrängt, welches dem Gewichte des abzuwägenden und auf den Gewichtsbestimmungskörper gelegten Gegenstandes gleich ist und auf einer freistehenden entsprechend eingetheilten Gewichtsscala durch eine mit dem Gewichtsbestimmungskörper in Verbindung stehende und mit demselben sich gleichmäfsig bewegende Zunge richtig angezeigt wird.Hierzu I Blatt Zeichnungen.
Family
ID=
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1288227B (de) * | 1963-03-19 | 1969-01-30 | Haniel & Lueg Gmbh | Wirbelschichtofen zur Verbrennung von Klaerschlamm |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1288227B (de) * | 1963-03-19 | 1969-01-30 | Haniel & Lueg Gmbh | Wirbelschichtofen zur Verbrennung von Klaerschlamm |
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