DE31638C - Doppelzeigerwaage - Google Patents

Doppelzeigerwaage

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DE31638C
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DENDAT31638D
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A.REITZE in Hannover
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    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01GWEIGHING
    • G01G3/00Weighing apparatus characterised by the use of elastically-deformable members, e.g. spring balances
    • G01G3/02Weighing apparatus characterised by the use of elastically-deformable members, e.g. spring balances wherein the weighing element is in the form of a helical spring

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  • Measurement Of Force In General (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 42: Instrumente.
AUGUST REITZE in HANNOVER. Doppel-Zeigerwaage.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 29. October 1884 ab.
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Doppel-Zeigerwaage, welche es ermöglicht, sowohl Gegenstände von gröfserem Gewicht, als auch ganz leichte Gegenstände genau abwiegen und bei letzteren namentlich das Gewicht bis auf kleinere Bruchtheile genau ablesen zu können.
Da bei der Wägung von kleineren 'Lasten, also im Anfang der Bewegung, der Ausschlag des Winkelhebels oder die Bewegung der Feder bei Federwaagen sehr gering ist, so wird hier die Bewegung des Winkelhebels oder der Feder auf einen belasteten Hebel übertragen, der mittelst Zeigerwerkes in entsprechender Weise an einer zweiten Scala die kleinsten Bruchtheile anzeigt, und zwar nur bis zu einem gewissen Punkt, beispielsweise bis zu 2,5 kg, wonach ein Ausschalten des Mechanismus der zweiten Scala erfolgt und der Zeiger der ersten Scala allein weiter functionirt. Es wird also, wenn der Zeiger der Hauptscala den Weg bis zu dem Theilstrich 2,5 kg zurückgelegt hat, der Zeiger der Nebenscala bereits den ganzen Kreis durchlaufen haben, und dieser grofse, vom Zeiger zu durchlaufende Weg sehr kleine Gewichtsangaben gestatten.
Auf beiliegender Zeichnung ist in Fig. 1 und 2 in Ansicht und Grundrifs eine Tafelwaage dargestellt, an der diese neue Einrichtung Verwendung gefunden hat, während Fig. 3 schematisch die .Wirkungsweise der ganzen Hebelvorrichtung zeigt.
Die zu wägende Last hängt mittelst Waageschale an dem Haken t, der sich um eine Schneide u des Waagebalkens w bewegt, und wirkt durch den Waagebalken und die Stütze^ auf den Winkelhebel ν ein, welcher ein Gegengewicht h trägt, das der zu wägenden Last in seiner jeweiligen Lage das Gleichgewicht hält.
Von dem Gegengewicht h geht ein Bügel g aus, der durch Stütze i mit Einsenkung / auf eine Spitze k eines Hebels c drückt. Letzterer wirkt am anderen Ende mittelst des Gliedes b auf eine Zahnstange α und durch dieselbe unter Vermittelung des Getriebes q auf den Zeiger p, trägt ein Gewicht f und kann an seiner Schneide d in einer Pfanne e schwingen. Das Gewicht f verleiht dem Hebel c das Bestreben, mit dem die Spitze k tragenden Ende stets nach oben zu wirken und die genannte Spitze in die Einsenkung I zu drücken.
Diese Aufwärtsbewegung des Hebelarmes hört jedoch auf, sobald das entgegengesetzte Ende des Hebels c einen Anschlagstift χ trifft. Sobald das Hebelende daselbst seine Auflage gefunden hat, schaltet sich die Hebelvorrichtung aus und der durch die zu wägende Last beeinflufste Bügel g mit Stütze i setzt seine Aufwärtsbewegung allein fort und hebt sich von der Spitze k ab. Die Einrichtung ist dabei so getroffen, dafs die Ausschaltung gerade dami stattfindet, wenn der Zeiger ρ der Nebenscala A einmal herumgelaufen ist, und der Zeiger ο der Hauptscala B, der durch Zahnstange in und Getriebe η bewegt wird, zeigt dann auf den Theilstrich, an dem der Zeiger ρ auf der Nebenscala stehen geblieben ist, beispielsweise 2,5 kg. Geht nun z. B. die ganze Eintheilung der Scala B der Waage bis 10 kg, so hat der Zeiger ο nur circa den vierten

Claims (1)

  1. Theil des Kreises durchlaufen, während Zeiger ρ einen ganzen Kreis beschrieben hat. Dieser zurückgelegte weite Weg ermöglicht aber auch eine Eintheilung der Scala A in ganz kleine Bruchtheile der Gewichtseinheiten.
    Entfernt man nun den zu wägenden Gegenstand wieder von der Waageschale, so kehrt der Zeiger ο der linken Scala B wieder zurück. Ist er am Theilstrich »2,5 kg« angelangt, so beeinflufst der an dem Gewicht h sitzende Bügel g mittelst Stütze i des Hebels c wiederum den Zeiger ρ der rechten Scala A und beide Zeiger kehren nun gemeinschaftlich in die Anfangsstellung zurück. :
    Die richtige Einstellung der Waage zum Gebrauch läfst sich durch Verstellen der Stellschraube r in bekannter Weise leicht vornehmen. Da das Gewicht/ lediglich den Zweck hat, den Hebel c zu zwingen, der Bewegung des Winkelhebels ν bezw. seines Bügels g stets bis zu einem gewissen Punkte zu folgen, so kann es auch durch eine regulirbare Feder ersetzt werden.
    Es ist klar, dafs diese Vorrichtung ebenfalls bei Federwaagen Anwendung finden kann; ebenso wird an dem Wesen der Erfindung nichts geändert, wenn statt der hängenden Waageschale eine oberhalb der Waage befindliche Schale angeordnet ist.
    Fig. 4 und 5 veranschaulichen beispielsweise schematisch dargestellte Ausführungsformen der Waage als Federwaage und als oberschalige Tafelwaage.
    In Fig. 4 ist der die hängende Waageschale tragende Balken w an der starken Feder h1 aufgehängt, während der Hebel c der Nebenscala durch eine kleine Feder f1 gezwungen wird, den Bewegungen des Balkens w und der Feder zu folgen.
    In Fig. 5 ist der Waagebalken ganz zum Fortfall gebracht und an Stelle desselben in bekannter Weise ein Rahmen w1 angeordnet, der an zwei Federn h" aufgehängt ist, die Oberschale trägt und in derselben Weise, wie vorhin angegeben, auf den Hebel c der Nebenscala einwirkt.
    Patenτ-Anspruch:
    Eine Doppel-Zeigerwaage, bei welcher ein Hebel c einerseits mittelst einer Zahnstange und eines Triebes den Zeiger ρ der Nebenscala beeinflufst, andererseits aber unter dem Einflufs eines Gewichtes f oder einer Feder gezwungen wird, der Bewegung des Winkelhebels ν oder der Hauptfeder der Waage so lange zu folgen, bis er einen Anschlag findet, worauf der Winkelhebel oder die Hauptfeder die Hauptscala allein weiter beeinflufst.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DENDAT31638D Doppelzeigerwaage Expired - Lifetime DE31638C (de)

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