DE5134C - Neuerungen an chemischen Waagen - Google Patents
Neuerungen an chemischen WaagenInfo
- Publication number
- DE5134C DE5134C DENDAT5134D DE5134DA DE5134C DE 5134 C DE5134 C DE 5134C DE NDAT5134 D DENDAT5134 D DE NDAT5134D DE 5134D A DE5134D A DE 5134DA DE 5134 C DE5134 C DE 5134C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- weight
- weights
- setting
- same
- scales
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Active
Links
- 239000000126 substance Substances 0.000 title description 2
- 238000010276 construction Methods 0.000 claims 1
- 238000009434 installation Methods 0.000 claims 1
- 230000005484 gravity Effects 0.000 description 5
- 239000007788 liquid Substances 0.000 description 5
- 230000001174 ascending effect Effects 0.000 description 1
- 238000000034 method Methods 0.000 description 1
- 230000010355 oscillation Effects 0.000 description 1
Classifications
-
- G—PHYSICS
- G01—MEASURING; TESTING
- G01N—INVESTIGATING OR ANALYSING MATERIALS BY DETERMINING THEIR CHEMICAL OR PHYSICAL PROPERTIES
- G01N9/00—Investigating density or specific gravity of materials; Analysing materials by determining density or specific gravity
- G01N9/10—Investigating density or specific gravity of materials; Analysing materials by determining density or specific gravity by observing bodies wholly or partially immersed in fluid materials
Landscapes
- Physics & Mathematics (AREA)
- Health & Medical Sciences (AREA)
- Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Analytical Chemistry (AREA)
- Biochemistry (AREA)
- General Health & Medical Sciences (AREA)
- General Physics & Mathematics (AREA)
- Immunology (AREA)
- Pathology (AREA)
- Sampling And Sample Adjustment (AREA)
Description
1878.
CUNO RUMANN in GÖTTINGEN. Neuerungen an chemischen Waagen.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 4. Juni 1878 ab.
asse 42.
; Klass«
ι. Die Mefsvorrichtung. An der Waagesäule befindet sich bei B ein Gradbogen
(Blatt I, Fig. i, von vorn gesehen, Blatt II, Fig. 6, im Querschnitt). Der mittlere Theilstrich
desselben ist mit der für einen Index üblichen eckigen Null ^) bezeichnet; zu beiden
Seiten des Index haben die Theilstriche wachsende Zahlen. Dieser Gradbogen ist durch die Leitstangen
LL, Fig. 6 und io, nach beiden Seiten verstellbar; diese hat an ihrem oberen Ende
eine Büchse, mittelst deren sie um den Zapfen Z, Fig. 6, drehbar ist. Zur gröfseren Sicherung
der Bewegung der Leitstange dient das dieselbe umschliefsende Führungslager F.
Die seitliche Verstellung des Gradbogens B wird durch Drehung des Bolzens D, Fig; 6 und 11,
ausgeführt, an dessen Arm h sich der Stift & befindet und in die geschlitzte Unterlage u des
Gradbogens B eingreift, Fig. 4.
Die Unterlage 11 und der Gradbogen sind an
dem die Säule umschliefsenden Gabelstück G, Fig. 6 und 12, festgeschraubt, und dieses ist
an der Leitstange L befestigt. Eine Drehbewegung an dem Knopfe K der Axe D wird
also auf den Gradbogen übertragen.
Unter dem beschriebenen Gradbogen B befindet sich ein zweiter B1, welcher an seinem
Orte auf seiner Unterlage ul, die in dem Ausschnitt
des Körpers, der den Säulensockel bildet, mit den beiden SchräubchenAA, Fig. 11,
festgeschraubt ist, Fig. 14.
Die Theiluiigen beider Gradbogen haben das gemeinschaftliche Centrum C, den Drehpunkt
der mittleren Waagenaxe.
Die Bezifferung der Theilung des Bogens B'
geht von rechts nach links aufsteigend.
2. Der Waagebalken ist durchbrochen und hat eine unsymmetrische Form. Da auf den
in zehn gleiche Theile getheilten Schenkel rechts, Blatt I, Fig. 1, Laufgewichte bis zu 1 g
Schwere aufgesetzt werden, so mufs sich dessen obere Kante mit den Schneiden in einer Ebene
befinden, damit durch Aufsetzen der Gewichte die Lage des Schwerpunktes des ganzen Systems
unverändert bleibt. Um bei dieser Anordnung, wie bei symmetrischer Form des Balkens nöthig
sein würde, ein schweres Reglergewicht für den Schwerpunkt zu umgehen, wird dieser
durch erhöhte Lage des Schenkels links etwas nach oben gerückt.
3. Die Gewichte. Das. Reitergewicht J?1
ist ι g schwer; die obere Kante desselben hat eine Kerbe und zwischen seinem Oehr und der
oberen Kante ist querdurch ein goldener Stift gekeilt.
Das Reitergewicht r', V1 „ g schwer, hat
ebenfalls eine Kerbe auf der oberen Kante, aber keinen Stift.
Das Reitergewicht ρ, V100 g schwer, besteht
aus dünnem Draht und hat zwei über einander liegende Schlingen.
4. Das die Temperatur angebende Senkgefäfs
S, zum Gebrauch bei specifischen Gewichtsbestimmungen von Flüssigkeiten, hat einen
durchbrochenen Boden, Fig. 5, in welchen eine Thermometerkugel eingeschmolzen ist, deren
mit eingeätzter Scala versehene Röhre längs der Aufsenwand des Gefäfses nach oben geht.
Das bei der bisher üblichen Methode in den Senkkörper eingeschmolzene Thermometer ist
hierdurch vermieden; der Senkkörper kann deshalb viel einfacher und kleiner sein, und
die Temperatur ist auch bei farbigen und undurchsichtigen Flüssigkeiten leicht zu erkennen.
Gebrauch der Waage.
Zur Bestimmung des absoluten Gewichtes der Körper wird zunächst der jeweilige Nullpunkt
der leeren Waage bestimmt, indem man dieselbe schwingen läfst und durch entsprechende
Drehung an dem Knopfe K dem Gradbogen B eine solche Stellung giebt, dafs die Umkehrpunkte
der Zunge zu beiden Seiten des Index symmetrisch liegen, was nach einigen Schwingungen
mit aller Schärfe erreicht wird. Die Stellung, welche hierdurch der Index zu der
Theilung des unteren Gradbogens B' einnimmt, welche mittelst des Nonius N genau abgelesen
werden kann, ist das Mittel zwischen den Umkehrpunkten der Zunge, also diejenige Stelle,
auf welcher der Zeiger zur Ruhe gekommen . sein würde. Diese Einstellung sei = c°. Alsdann
wird das Gewicht des in die linke Schale gelegten Körpers durch Einlegen von Gewichtstücken
in die rechte Schale bis zum letzten vollen Gramm angenähert.
Die fernere Annäherung zum Gleichgewicht bis zum letzten vollen Milligramm geschieht
durch die beschriebenen Reitergewichte, deren Einrichtung' es erlaubt, dafs erforderlichen Falls
zwei oder alle drei auf einander gesetzt an einer ■ . Stelle der' Theilung am Balken wirken können,
■ ohne den,Schwerpunkt des ganzen Systems dadurch
zu "Verändern.
, Die, nach, Anwendung der Reiter erhaltene
und mittelst der Mefsvorrichtung gemessene Einstellung .bei Annäherung an das Gleichgewicht
bis zum letzten vollen Milligramm sei = e. Zuletzt vermehrt man das Gewicht um ein oder
einige volle Milligramme durch Versetzung des kleinsten Reiters, wodurch die Einstellung etwas
auf die andere Seite der Einstellung c° kommt, und mifst diese Einstellung wieder wie vorhin,
sie sei = E; alsdann ist E-e gleich dem Ausschlage der Waage für das bei der stattfindenden
Belastung zugegebene Uebergewicht.
Ist das ganze Gewicht bei der Einstellung e =p, bei der Einstellung E=P, dann ist, da bei
jeder Waage für kleine Ausschläge die Differenz der Einstellungen der Differenz der Gewichte
proportional ist, wenn pa das richtige Gewicht des Körpers bezeichnet:
e°— e ^p0-ρ
E—e P—p'
also ist das richtige Gewicht:
also ist das richtige Gewicht:
War z. B. e° = io und nach dem Einlegen
des Körpers in die linke Schale waren 4 g in die rechte Schale gelegt zu viel, 3 g etwas zu
Wenig, also das angenäherte Gewicht = 3000 mg; war ferner der die Decigramme messende Reiter
über dem neunten Theilstrich des Balkens hängend noch etwas zu leicht, also angenähert
900 mg, der die Centigramme messende Reiter auf ■ dem zweiten Theilstrich zu leicht, auf
dem dritten zu schwer, also angenähert 20 mg, und endlich der die Milligramme messende
Reiter auf dem achten Theilstrich etwas zu leicht, also 8 mg bei der Einstellung i —9,6°,
und nach Versetzung des kleinsten Reiters um einen Sealentheil des Balkens die Einstellung
E=.i 1,03, so ergeben die gemessenen Werthe in die Formel eingesetzt:
10 — 9,5 0,4
. = -— = o,28,
11,03 — 9,6 1,43
also: 3000 + 900 + 20. 4- 8 -f- 0,2a = 3928,28 mg,
als das richtige Gewicht des Körpers.
Die Bestimmung des specifischen Gewichtes
von Flüssigkeiten geschieht für die erste und zweite Decimale ebenso durch Reitergewichte,
wie sonst bei Anwendung der bekannten Mohr'schen Waage üblich ist. Die dritte und
die folgenden Decimalstellen werden jedoch wieder durch Interpolation mit Anwendung der
Mefsvorrichtung gefunden.
Nachdem z. B. der Senkkörper an die rechte und dessen Tarirgewicht an die linke Waagschale
gehängt ist, sei die Einstellung e° am Gradbogen gefunden = 9,3° und nachdem der
Senkkörper in die zu untersuchende Flüssigkeit eingetaucht ist, finde sich direct durch Einlegen
des Gewichtes / in den Bügel b und durch Aufsetzen der beiden Reiter R und r das angenäherte
Gewicht = 1,76, wobei die Einstellung 6,6° betrage. . Es sei ferner nach Versetzung
des Reiters e um einen Theilstrich die Einstellung E= 12,7 Grad. Setzt man in die Formel
eo e
die gefundenen Werthe, also:
E—e
9,3 — 6,6
12,7
6,6'
so findet sich die Zahl ο,442; die Ziffern hinter
dem Komma werden den durch die Gewichte gefundenen angereiht, also ist 1,7644 das richtige
specifische Gewicht der Flüssigkeit.
Claims (3)
1. Zwei an der Waagesäule über einander befindliche
Gradbogen B und B1, von denen der obere seitlich beweglich, der untere fest
ist, durch welche Einrichtung die Ruhelage der schwingenden Zunge mittelst Nonius
genau abgemessen werden kann, ohne abwarten zu müssen, bis die Waage aufgehört hat, zu schwingen.
2. Die Construction dreier Reitergewichte von ι g bis ι dg und 1 cg, die es ermöglicht,
dieselben sowohl auf verschiedene, als auch zugleich auf denselben Sealentheil des Balkens
zu setzen, wodurch sämmtliche kleine sonst nöthigen Gewichte von Bruchtheilen
des Grammes entbehrlich sind.
3. Die Einrichtung des Senkgefäfses mit Thermometer,
welches in dasselbe eingeschmolzen ist, wodurch der Senkkörper vereinfacht und das Ablesen der Temperatur erleichtert wird.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE5134C true DE5134C (de) |
Family
ID=283696
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT5134D Active DE5134C (de) | Neuerungen an chemischen Waagen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE5134C (de) |
-
0
- DE DENDAT5134D patent/DE5134C/de active Active
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE1549250A1 (de) | Hydraulische Waage mit Anzeigevorrichtung | |
| DE1866488U (de) | Hilfsvorrichtung als lehrmittel zur veranschaulichung algebraischer operationen. | |
| DE963842C (de) | Apparat zur Beurteilung der Lastverteilung in Schiffen | |
| DE1935775A1 (de) | Badezimmerwaage | |
| DE5134C (de) | Neuerungen an chemischen Waagen | |
| DE2049075C3 (de) | Prazisionsneigungswaage | |
| DE598787C (de) | Praezisions-Neigungswaage mit verstellbarer Ableseskala zwecks Vornahme von Vergleichsmessungen | |
| DE1075340B (de) | Waage zur Bestimmung des spezifischen Gewichtes von Substanzen | |
| DE531033C (de) | Federwaage nach Art der bekannten Torsionswaagen | |
| DE2437058C3 (de) | Vorrichtung zur Messung von Kräften oder Massen, insbesondere zur Gewichtsbestimmung von Lasten | |
| DE568909C (de) | Hebelwaage mit Horizontalpendel | |
| DE393592C (de) | Oberschalige Praezisionsschnellwaage | |
| DE390876C (de) | Selbsttaetige Pendelwaage mit zwei zur selbsttaetigen Berichtigung eines Fehlers in der Waegeebene entgegengesetzt wirkenden Pendelgewichten | |
| DE891057C (de) | Vorrichtung zur Stabilisierung von Schiffen | |
| DE881738C (de) | Verfahren und Vorrichtung zur Ausgleichung einer Reihe von Wertepaaren | |
| DE881113C (de) | Messgeraet | |
| DE31638C (de) | Doppelzeigerwaage | |
| DE646133C (de) | Zaehlwaage | |
| DE963023C (de) | Druckabhaengige Anzeige- und Steuervorrichtung | |
| DE555427C (de) | Kontrollwaage, insbesondere zum Abwiegen gleich schwerer Gegenstaende | |
| DE626023C (de) | Waage zum Verwiegen von Rohren, Staeben, Profileisen o. dgl. | |
| AT163980B (de) | Präzisionswaage | |
| AT255150B (de) | Flüssigkeitswaage | |
| DE30774C (de) | Schnellwaage | |
| DE273374C (de) |