DE963023C - Druckabhaengige Anzeige- und Steuervorrichtung - Google Patents

Druckabhaengige Anzeige- und Steuervorrichtung

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DE963023C
DE963023C DEM13546A DEM0013546A DE963023C DE 963023 C DE963023 C DE 963023C DE M13546 A DEM13546 A DE M13546A DE M0013546 A DEM0013546 A DE M0013546A DE 963023 C DE963023 C DE 963023C
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Frederick Christian Melchior
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    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01LMEASURING FORCE, STRESS, TORQUE, WORK, MECHANICAL POWER, MECHANICAL EFFICIENCY, OR FLUID PRESSURE
    • G01L7/00Measuring the steady or quasi-steady pressure of a fluid or a fluent solid material by mechanical or fluid pressure-sensitive elements

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Description

AUSGEGEBEN AM 2. MAI 1957
M 13546IX142 k
Die Erfindung betrifft eine druckabhängige Anzeige- und Steuervorrichtung, die mit einem über Trommeln geführten, eine geeichte Maßeinteilung aufweisenden Anzeigeband versehen ist, das unter einem Fenster vorbeiläuft.
An sich sind druckabhängige Anzeigevorrichtungen bereits bekannt, bei denen in einem mit einem Fenster versehenen Gehäuse ein über Trommeln laufendes und eine Maßeinteilung aufweisendes Band vorgesehen ist, das an dem Fenster vorbeiläuft. Dieses Band wird von einer von Hand zu betätigenden Vorrichtung angetrieben. Bei dieser bekannten Ausführung handelt es sich um einen Höhenmesser.
Hiervon unterscheidet sich nun der Erfindungsgegenstand dadurch, da'ß er nicht ntur als Anzeigevorrichtung, sondern auch als Steuervorrichtung dient und so ausgebildet ist, daß erfindungsgemäß mindestens eine auf Druckunterschiede ansprechende Druekkapsel vorgesehen ist, die über eine beweg- ao liehe Zwischenübersetzungsanordnung mit einem in einem elektrischen Stromkreis .liegenden Kontaktarm verbunden ist, dessen Gegenkontaktarm gemeinsam mit dam Anaeigeband verstellbar ist.
Beil einer bevorzugten Ausführungsform nach der Erfindung weist die Zwischenübersetzungsanordnung einen waagerecht liegenden Arm auf, der über eine zu ihm parallel liegende Feder und eine zu dieser senkrecht stehende, daran angreifende Feder mit der oder den Druckkapseln verbunden oder an seinen beiden Enden in Federn aufgehängt ist, von denen die eine am Gehäuse-
rahmen und die andere am Ende eines senkrecht zu dem waagerechten Arm stehenden Armes angreift, der mit seinem anderen Ende über eine Feder mit dem über eine weitere Feder verschwenkbar am Gehäuserahmen befestigten Kontaktarm verbunden ist.
Die Vorrichtung nach der Erfindung ist ferner, vorteilhaft durch zwei unten und zwei oben im Gehäuse drehbar gelagerte, das Anzeigeband bewegende Trommeln ausgezeichnet, von denen die eine obere Trommel über einen gemeinsam von Hand zu betätigenden Schneckenantrieb mit dem Gegenkonitaktarm verbunden ist. Dieser Gegenkontaktarm ist vorteilhafterweise nach einem weiteren, dem letzten Merkmal der Erfindung mit seinen beiden Enden auf zwei senkrecht stehenden Schraubenspindeln verschraubbar, die ihren Antreib gemeinsam mit der Bewegung des Anzeigebandes von einer von Hand zu betätigenden, senkrecht angeordneten Schneckenspindel erhalten, welche sowohl mit einem auf der einen waagerecht liegenden Bandtrommelwelle befindlichen Schneckenrad als auch mit einem zweiten Schneckenrad im Eingriff steht, das auf einer waagerecht liegenden Welle sitzt, die zwei in auf der Schraubenspindel befindliche Schraubenräder eingreifende Schnecken aufweist.
Die Erfindung kann auf die verschiedenste Art und Weise Anwendung finden und zeichnet sich durch große Genauigkeit, Ansprechbarkeit und gute Lesbarkeit der Anzeige aus. Sie kann z. B. zum Messen und Anzeigen der Wärme, zur thermostatischen und Verbrennungssteuerung, bei elektrischen Meß- und Regelvorrichtungen, die mit großer Genauigkeit und über einen weiten Arbeitsbereich die verschiedensten Faktoren überwachen, wie z. B. die Spannung, die Strommenge, magnetische und induktive Kräfte, sowie bei mechanischen Messungen und zur Anzeige bei Gewichtswaagen, Präzisionswaagen usw. Verwendung finden.
Insbesondere ist sie geeignet als Anzeige- und Steuervorrichtung bei Flugzeugen. Die Bandgeschwindigkeit entspricht dabei der Vorschubgeschwindigkeit des Gegenkontaktarmes. Die Abmessungen der Vorrichtung können beliebig sein und werden unter Berücksichtigung der jeweiligen Verhältnisse gewählt. Sie können z. B. bei der Verwendung der Vorrichtung in Flugzeugen den üblichen Instrumentenabmessungen von Luftfahrzeuginstrumenten entsprechen.
Nähere Einzelheiten und die besonderen Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der folgenden Beschreibung des in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiels. Es zeigt Fig. ι einen Längsschnitt durch die Vorrichtung nach der Erfindung,
Fig. 2 eine Ansicht der Fig. 1, von rechts gesehen, Fig. 3 einen Grundriß der Fig. 1 und Fig. 4 einen Längsschnitt durch die oberen Trommeln der Fig. 1 und 2.
Bei dem in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiel sitzt im Gehäuse 10 em starrer Rahmen, der die nachstehend beschriebene Anordnung trägt. Zwischen den Rahmenseiten sitzt ein Querträger 12, der die druckempfindlichen Kapseln 15 trägt. Diese Kapseln sind serienweise angeordnet und in geeigneter Weise, z. B. durch Schweißung oder Hartlöten, miteinander verbunden. Auf dieselbe Weise ist die untere Kapsel mit dem Querträger 12 verbunden. Die Anzahl der benötigten Kapseln richtet sich nach der Größe der Bewegung und der Kraft, die zur Betätigung des Ubertragungsmechanismus nötig ist. Im Ausführungsbeispiel sind zwei gleichartige Kapseln vorgesehen. Diese Kapseln ergeben die Kraft zum Betätigen der Vorrichtung, die nachstehend beschrieben wird.
Die untere der beiden Kapseln 15 ist diejenige, welche direkt mit dem Träger 12 verbunden ist. Die obere der Kapseln 15 trägt eine Blattfeder 20, über die ein Hebelgestänge bewegt wird. Die Blattfeder 20 bildet das Gelenk zwischen den Kapseln 15 und der Hebelanordnung. Die Blattfeder besteht aus Federmetall. Ihre Elastizität und Nachgiebigkeit sind: so bemessen, daß sie durch die von den Kapseln übertragene Kraft nicht geknickt oder ausgebeult werden kann. Sie ist aber elastich genug, um der Bewegung des Hebelmechanismus folgen zu können.
Das freie Ende der Feder 20 ist mit einer quer liegenden Feder 21 verbunden, die im wesentlichen dieselben Eigenschaften wie die Feder 20 hat. Beide können z. B. aus Berylliumkupfer oder nichtrostendem Stahl oder ähnlichem Werkstoff bestehen. Das andere Ende der Feder 21 ist mit dem einen Ende eines quer liegenden Stabes 22 verbunden, dessen anderes Ende über eine Feder 23 gelenkig an einen am Rahmen 11 sitzenden Ansatz 24 angeschlossen ist. Die Feder 23 hat dieselben Eigenschaften wie die Federn 20, 21. An dem anderen Ende des Stabes 22 ist eine weitere Blattfeder 25 befestigt, die mit einem aufrecht stehenden Stab 26 verbunden ist. Dieser ist über eine weitere Blattfeder 27 mit einem quer liegenden Kontaktstab 28 verbunden, der mittels einer anderen Blattfeder 29 gelenkig an dem Seitenrahmen 11 sitzt.
Der Hebeknechanismus enthält also die Teile 21, 22, 23, 25, 26, 27, 28 und 29. Wenn die Kapseln sich in einer verdünnten Atmosphäre dehnen, dann wird das Hebelgestänge als Ganzes über die Blattfeder 20 vorwärts bewegt. Genauer gesagt wind durch die Vorwärtsbewegung der Blattfeder eine vorwärts gerichtete Drehbewegung des 'Stabes 22 bewirkt, die eine Vorwärtsbewegung des Staibes 26 und schließlich eine vorwärts gerichtete Drehbewegung des Kontaktstabes 28 ergibt. Wenn umgekehrt ein größerer Druck von außen auf die Kapseln 15 ausgeübt wird, dann zieht die Blattfeder 20 an dem Hebelgestänge, so daß der Stab zurückgezogen wird und dabei den Stab 26 mitzieht, der den Kontaktstab 28 nach rückwärts bewegt.
Nachdem vorstehend der druckabhängige Mechanismus erklärt worden ist, soll jetzt die Erklärung des Regel- und des Anzeigemechanismus erfolgen.
Dieser Mechanismus wird mittels eines an der Vorderseite des Gehäuses io sitzenden Knopfes 40 betätigt, der mit einer Schnecke 41 verbunden ist, welche in ein Schneckenrad 42 eingreift, das fest auf einer Querwelle 43 sitzt, die frei drehbar in aim' Rahmen 11- sitzenden Lagern 44, 45 liegt. Die Welle 43 weist Schnecken 46, 47 auf, die mit Schneckenrädern 48, 49 im Eingriff sind, welche auf senkrecht im Gehäuse liegenden Gewindespindein 50, 51 sitzen, deren Enden drehbar in Lagern 55) 56, 57, 58 gelagert sind, welche mit dem Rahmen 11 verbunden sind. Auf diesen Spindeln 50, 51 ist ein Ouerstab 60 mit seinen Enden in der Höhe versehraubbar, der als zweiter Kontaktstab bezeichnet werden kann.
Wenn der Knopf 40 gedreht wird, dann wird das Schneckenrad 42 über die Schnecke 41 in Drehung versetzt. Da das Schneckenrad 42 fest auf der Welle 43 sitzt, wird sie zusammen mit ihren Schnecken 46, 47 gedreht, die über die Schneckenräder 48, 49 die Spindeln 50, 51 drehen, welche den Stab 60 im Gehäuse 11 auf und ab verschieben, dessen Endstellungen in Fig. 1 gestrichelt angedeutet sind. -
Wie Fig. ι zeigt, können die beiden Stäbe 28, 60 in Kontakt miteinander gelangen, wozu am freien Ende des Stabes 28 ein Ansatz 70 vorgesehen ist. Wenn der Kontaktstab 60 in der ausgezogenen Stellung Fig. 1 ist und der Kontaktstab 28 durch einen auf die Kapseln 15 ausgeübten Druck in die gestrichelt gezeichnete Lage 71 nach unten ausgeschwenkt ist, dann ist der Kontakt zwischen den beiden Kontaktstäben unterbrochen. Er wird nicht eher wiederhergestellt, als. bis der Druck auf die Kapseln nachläßt, die dann den Kontaktstab 28 in die ausgezogene Stellung nach Fig. 1 bringen, in der er den Kontaktstab 60 berührt. Wenn der Kontaktstab 60 in der gestrichelten Stellung 72 ist, dann muß der Kontaktstab 28 in der Stellung 71 sein, falls Kontakt bestehen soll. Ist jedoch der Kontaktstab 60 in der gestrichelten Stellung 73, dann entsteht nur ein Kontakt, wenn bei abnehmendem Druck die Kapseln 15 den Kontaktstab 28 in die gestrichelt dargestellte Stellung 74 bringen.
Wie Fig. ι zeigt, ist die Schnecke 41 ziemlich lang. Fig. 3 läßt erkennen, daß sie nicht nur mit dem Schneckenrad 42, sondern auch mit dem Schneckenrad 80 im Eingriff ist, das auf einer Ouerwelle 81 sitzt, die frei drehbar in den Lagern 82, 83 liegt, welche am Rahmen 11 vorgesehen sind. Auf der Welle 81 ist ferner eine Trommel 85 befestigt.
-Wenn die Schnecke 41 durch Drehen des Knopfes 40 bewegt wird, dann dreht sie das Schneckenrad 80 und damit die Welle 81 und: die Trommel 85. Mittels des Knopfes 40 werden also zwei Antriebe betätigt, nämlich der, durch den der Kontaktstab 60 bewegt wird, und der, durch den die Trommel 85 gedreht wird. Da beide Antriebe mit der Schnecke 41 gekuppelt sind, folgt, daß die Drehbewegung der Trommel 85 der geradlinigen Bewegung des Kontaktstabes 60 entspricht.
Die Trommel 85 hat eine Anzahl Vorsprünge 86, die auf demselben Kreisumfang liegen und ihr eine kettenradartige Wirkung verleihen, durch die das Anzeigenband 87, das Durchbrechungen 88 ■ hat, nach beiden Richtungen bewegt werden kann. Die Vorsprünge 86 fassen in die Durchbrechungen 88 und nehmen das Band mit, wenn die Trommel 85 gedreht wird.
Wie Fig. ι und 2 erkennen lassen, sind vier solcher Trommeln vorhanden. Neben der Trommel 85 liegt eine Leerlauftrommel 90, die, wie Fig. 3 zeigt, auf der Welle 91 sitzt, welche in den Lagern 92, 93 drehbar ist, die mit dem Rahmen 11 verbunden sind. Die Welle 91 liegt parallel der Welle 81. Die beiden Trommeln 85, 90 liegen im vorderen Teil des Instrumentes. Ion hinteren Teil sind die Trommeln 95, 96, welche auf einer gemeinsamen Welle 97 sitzen, die frei drehbar in den an den Seiten des Rahmens 11 befindlichen Lagern 98, 99 gelagert ist. Das Band 87 ist mit seinem einen Ende mit der Trommel 95 und mit seinem anderen Ende mit der Trommel 96 verbunden. Es verläuft von der Trommel 95 über die Trommel 90 zu der Trommel 85 und von hier zu der Trommel· 96. Wenn d'ie Trommel 85 gedreht wird, dann wird das Band 87 von einer der Trommeln 95, 96 abgewickelt und auf die andere aufgewickelt. Die D-rehrichtung der Trommel 85 hängt davon ab, welche der Trommeln 95, 96 das Band abgibt und welche es aufnimmt.
Wie Fig. 4 zeigt, haben die Trommeln 95, 96 Ausnehmungen 100, 101, die eine Schraubenfeder 102 aufnehmen, welche mit einem Ende an der Trommel 95 und mit dem anderen Ende an der Trommel 96 befestigt ist. Sie sold das gegenseitige Verdrehen der beiden Trommeln ermöglichen, damit das Band 87 z« jeder Zeit relativ straff ist. Am oberen Ende des Gehäuses 10 ist das Fenster 105 (Fig. 3), das eine Vergrößerungslinse 106 aufweisen kann, durch die das Band zu sehen ist, welches auf eine durch die Zahlen 32, 33, 34 (Fig. 3) gekennzeichnete Maßeinteilung geeicht ist. Diese Maßangaben sind durch die Vergrößerungslinse des Fensters zu sehen. Das Band kann auch andere Angaben tragen, die in anderer Weise bezeichnet sind. Das hängt von dem jeweiligen Zweck ab, für den das Instrument bestimmt ist. Ferner sind Zeiger 108, 109 zum genauen Ablesen der Bandangaben vorgesehen. Parallaxe beim Ablesen ist dabei zu vermeiden. Es wird also bei jeder Skalenlänge die größtmögliche Lesbarkeit jedes Skalenteiles erreicht.
Jeder Bandstellung, d. h. Ablesung, entspricht eine bestimmte Lage des Kontaktstabes 60. Daher kann jeder Zoll des Bandes 87, wie üblich, so geeicht sein, daß er genau mit der Bewegung der treibenden Teile übereinstimmt, wobei die bei den iao mit einer großen Zahl von Umdrehungen arbeitenden Instrumenten auftretenden Unzuträglichkeiten vermieden sind, wie z. B. bei den nach dem Uhrenprinzip arbeitenden, wo der große Zeiger etwa 300 m Föhe je Umdrehung anzeigt. Soweit keine Kapseln oder Bälge vorgesehen sind, die genau
einer geraden Linie oder bestimmten Aufzeichnung folgen, sind solche mit mehrfachen Umdrehungen arbeitenden Instrumente erheblichen Unstimmigkeiten ausgesetzt, wohingegen beim Erfindungsgegenstand die übliche Eichung die optimale Genauigkeit während des ganzen Meßbereiches gewährleistet.
Zwecks besseren Verständnisses der Bedeutung und der Wirkungsweise der Vorrichtung soll ihre
ίο Arbeitsweise als Flugzeuginstrument betrachtet werden, wo es zum Messen der absoluten Hohe dient und, in ähnlicher Weise wie ein normaler Höhenmesser am Instrumentenbrett befestigt ist. Das Instrument dient dann drei Zielen.
i. Wenn es mit der automatischen Steuerung verbunden ist, dann steuert es genau und sicher die Flughöhe in Abhängigkeit von den Druckverhältnissen, und zwar sowohl unterwegs als auch wenn es über dem Landeplatz kreist, bis es den Weisungen und Einregelungen entsprechend zum Landen ansetzt.
2. Als Landungshöhenimesser zeigt es durch Licht- und (oder) Hörsignal an, wenn eine bestimmte Höhe erreicht ist, ehe es zum Landen ansetzt.
3. In Verbindung mit einer Servoeinheit, die je nach Wunsch mittels eines in dem Einstellknopf befindlichen Schaltknopfes ab- und eingeschaltet werden kann, dient es als selbstanzeigender Höhenmesser, der die üblichen Arbe its angaben macht, aber die beiden vorhergehenden optimalen Arbeiten ausführt, welche unmittelbar im gleichen Instrur ment durch Ziehen oder Drücken des genannten Knopfes bewirkt werden.
Damit das Instrument gemäß Punkt 1 verwendet werden kann, müssen die Kontaktstäbe 28, 60 mittels elektrischer Leitungen" 130, 131 und eines Relais mit der Servoeinheit der automatischen Steuerung verbunden werden. Genauer gesagt, muß die Leitung· 130 mit dem Rahmen 11, der als Masse dient, an der der Kontaktstab 60 angeschlossen ist, verbunden werden. Die Leitung 131 ist mit der Blattfeder 29 verbunden. Der Stromkreis besteht dann aus der Leitung 131, dem Rahmen 11, Lager 44, Welle 43, Schraube 46, Schneckenrad 48, Gewindespindel 50, Kontaktstab 60, Kontaktstab 28, Blattfeder 29 und1 schließlich Leitung 131. Wenn sich die beiden Kontaktstäbe berühren, dann arbeitet die Servoeinheit in der einen Richtung, und wenn sie auseinander sind, in der anderen Richtung, wie die folgende Beschreibung erkennen läßt.
Nach dem Starten und anfänglichen Steigen werden die Steuer- und Antriebsorgane eingestellt, so daß die Maschine auf die normale Flughöhe gelangt und gehalten wird. Dann wird die automatische Steuerung eingeschaltet und der Knopf gedreht, bis die betreffende Höhe zwischen den Zeigern ablesbar tet. Die Kontaktstäbe 28, 60 sind so mit der Servoeinheit der automatischen Steuerung verbunden, daß Kontakt »ein« wie bei einem Aufzug »hoch« und Kontakt »aus« wie bei einem Aufzug »ab« bedeutet. Das Flugzeug steigt so lange, bis der Kontakt in der gewünschten Höhe geschlossen wird. Dann hält die Servoeinheit das Flugzeug in seiner Höhenlage. Innerhalb eines Bereiches von einigen Metern wird eine konstante Flughöhe aufrechterhalten, wobei ausgleichend wirkende Dämpfungsvorrichtungen ein Übersteuern verhindern.
Soll auf eine vorher festgelegte geringere Höhe herabgegangen werden, dann geht das Verfahren umgekehrt vor sich. Nachdem die Steuer- und Antriebsregelung auf das gewünschte Abstiegmaß eingestellt worden ist, wiird der Knopf 40 gedreht, um die Skala so einzustellen, daß die gewählte Höhe abgelesen werden kann und der Kontaktstab 60 das freie Ende des Hebels 28 herabdrückt. Diese Bewegung wird auf den Hebel 22 übertragen. Durch die Überlastung gibt die Feder 21 nach und biegt sich, wobei ihre Spannung auf das Hebelsystem übertragen wird. So wird der Kontakt aufrechtgehalten, bis die gewünschte geringere Höhe erreicht ist, worauf durch die »Ein«- und »Aus«- Bewegung und durch die Servoeinheit die konstante Flughöhe gehalten wird.
Bei einer Instrumentenlandung arbeitet die Vorrichtung unabhängig von der automatischen Steuerung, die normalerweise im letzten Stadium ausgeschaltet ist. Eine letzte geringfügige Kon- go trolle der Felderhebung in absoluter Druckhöhe gibt der Kommandoturm, worauf der Knopf 40 gedreht wird, bis die Skala die Höhe plus einem Zuschuß von etwa 10 m (einschließlich Führersitzhöhe über dem Grund) anzeigt. Wenn diese vorher festgelegte Höhe erreicht ist, wird der Kontakt unterbrochen, und ein Sichtsignal (roter Pfeil) sowie ein Hörsignal zeigen den genauen Augenblick an, an dem die Geschwindigkeit gedrosselt werden muß, um ein leichtes und sanftes Aufsetzen zu ermöglichen.
Die Erfindung gestattet hinsichtlich der verwendeten Teile die verschiedensten Änderungen. Zusätzlich zu dem vorhergehenden Beispiel werden nachstehend einige weitere Verwendungsmöglichkeiten genannt.
Als Grundinstrument für Eichzwecke. Dann hat die Vorrichtung neben den sonstigen Vorzügen noch, folgende Vorteile:
1. Es ist nur ein Bedienungsmann erforderlich, so daß an Personal gespart wird.
2. Es wird der Fehler vermindert, der bei> zwei Bedienungsleuten, die zwei getrennte Anzeigen ablesen, durch die Sichtfehler entsteht.
3. Es werden der Wirkungsgrad, die Schnei Hg- n5 keit und die Genauigkeit der Arbeit des Bedienungsmannes erhöht, da ein vorher gewählter Druck auf einer leicht lesbaren großen Strecke mittels eines Lichtsignals leichter und genauer feststellbar ist als durch Beleuchtung eines über einer verhältnismäßig vollen Skala gleitenden Zeigers.
Als Höhenmesser zum Überwachen der Arbeit, die vorzugsweise in der verhältnismäßig ruhigen und kühlen Nachtatmosphäre vor sich geht, hat die Erfindung Vorteile, die offensichtlich sind. Die
große von innen mittels einer von einer kleinen Batterie gespeisten Birne erleuchete Skala, die in Taillenhöhe (genau gemessen) liegt, kann, leicht abgelesen werden. Eine vorher gewählte Höhe wird sofort beim Erreichen angezeigt. Umgekehrt kann die Höhe jedes Punktes leicht und schnell gefunden werden. Das Lichtsignal ist so angeordnet, daß es, wenn erwünscht, in erheblichet· Entfernung sichtbar ist. Der Beobachter kann mit ihm. »die Umrißlinien abgehen«, indem er nur das Aufleuchten und Verlöschen des Lichtes bei einer bestimmten Höhe zu beobachten braucht.
Wenn die Erfindung auf anderen Gebieten benutzt wird, ist sie nicht auf das Arbeiten mit Kontaktzeigern und elektrischem Relais, wie beschrieben, beschränkt. Bei der Verwendung als Regler (für Druck, Temperatur, Spannung, Strommenge usw.), wo größte Genauigkeit über einen weiten Arbeitsbereich gefordert wird, kann der
ao Kontaktstab 28 eine Magneten tragen, der durch ihn in und aus dem Bereich einer auf dem Querstab 60 sitzenden Induktionsspule gelangt. Das arbeitende Element kann auch ein thermostatisches, zur Temperatursteuerung dienendes sein, das
as durch Kontaktstifte und Relais wirkt oder aber völlig zugunsten elektrischer Elemente zum Regeln der Kraft oder verwandter Faktoren fehlen kann.
Keine dieser Abänderungen beeinflußt den
Hauptgedanken der Erfindung.

Claims (1)

  1. Patentansprüche:
    i. Druckabhängige Anzeige- und Steuervorrichtung mit einem über Trommeln geführten, · eine geeichte Maßeinteilung aufweisenden Anzeigeband, das unter einem Fenster vorbeiläuft, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens eine auf Druckunterschiede ansprechende Druckkapsel (15) vorgesehen ist, die über eine bewegliche Zwischenübersetzungsanordnung mit einem in einem elektrischen Stromkreis liegenden Kontaktarm (28) verbunden ist, dessen Gegenkontaktarm (60) gemeinsam mit dem Anzeigeband. (87) verstellbar ist.
    2·. Druckabhängige Anzeige- und Steuervorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Zwischenübersetzungsanordnung einen waagerecht liegenden Arm (22) aufweist, der über eine zu ihm parallel liegende Feder (21) und eine zu dieser senkrecht stehende, daran angreifende Feder (20) mit der oder den Druckkapseln (15) verbunden und an seinen beiden Enden An Federn (23, 25) aufgehängt ist, von denen die eine Feder (23) am Gehäuserahmen (11) und die andere (25) am Ende eines senkrecht zum Arm (22) stehenden Armes (26) angreift, der mit seinem anderen Ende über eine Feder (27) mit dem über eine Feder (29) verschwenkbar am Gehäuserahmen (11) befestigten Kontaktarm (28) verbunden ist.
    3. Druckabhängige Anzeige- und Steuervorrichtung nach Anspruch i, gekennzeichnet durch zwei unten und zwei oben im Gehäuse drehbar gelagerte, das Anzeigeband (87) bewegende Trommeln, von denen die eine obere Trommel über einen gemeinsam von Hand zu betätigenden Schneckenantrieb mit dem Gegenkontaktarm (60) verbunden ist.
    4. Druckabhängige Anzeige- und Steuervorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Gegenkontaktarm (60) mit seinen beiden Enden auf zwei senkrecht stehenden Schraubenspindeln (50, 51) verschraubbar angeordnet ist, die ihren Antrieb gemeinsam mit der Bewegung des Anzeigebandes (87) von einer von Hand zu betätigenden, senkrecht angeordneten Schneckenspindel (41) erhalten, die sowohl mit einem auf der einen waagerecht liegenden Bandtrommel welle (81) befindlichen Schneckenrad als auch mit einem zweiten Schneckenrad (42) im Eingriff steht, das auf einer waagerecht liegenden Welle (43) sitzt, die zwei in auf der Schraubenspindel (50 bzw. 51) !befindliche Schraubenräder (48,49) eingreifende Schnecken (46, 47) aufweilst.
    In Betracht gezogene Druckschriften:
    Deutsche Patentschrift Nr. 686 727.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
    ©609 706/213 10.56 (609873 4.57)
DEM13546A 1952-04-01 1952-04-01 Druckabhaengige Anzeige- und Steuervorrichtung Expired DE963023C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1247697B (de) * 1962-11-06 1967-08-17 Appleby & Ireland Ltd Aneroidbarometer

Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE686727C (de) * 1938-05-24 1940-01-15 Askania Werke Akt Ges Hoehenmesser

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