DE972356C - Einstellvorrichtung fuer Roentgenaufnahmen - Google Patents

Einstellvorrichtung fuer Roentgenaufnahmen

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DE972356C
DE972356C DEK4028D DEK0004028D DE972356C DE 972356 C DE972356 C DE 972356C DE K4028 D DEK4028 D DE K4028D DE K0004028 D DEK0004028 D DE K0004028D DE 972356 C DE972356 C DE 972356C
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DEK4028D
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Horst Beger
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Koch and Sterzel AG
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Koch and Sterzel AG
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    • H05ELECTRIC TECHNIQUES NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • H05GX-RAY TECHNIQUE
    • H05G1/00X-ray apparatus involving X-ray tubes; Circuits therefor
    • H05G1/08Electrical details
    • H05G1/26Measuring, controlling or protecting
    • H05G1/30Controlling
    • H05G1/46Combined control of different quantities, e.g. exposure time as well as voltage or current

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Description

Das Zustandekommen einer Röntgenaufnahme hängt von der Wahl der richtigen Röhrenspannung und des richtigen Milliamperesekundenproduktes ab. Um eine richtig geschwärzte Aufnahme eines bestimmten Objektes zu machen, kann man eine ganze Reihe von untereinander verschiedenen Werten der Röhrenspannung und des mAs-Produktes auswählen. Trägt man sich beispielsweise diese Werte für ein bestimmtes Aufnahmeobjekt auf, so erhält man eine durchgehende Kurve (mitunter Belichtungskurve genannt), aus der man ersehen kann, welche mAs-Produkte man einstellen muß, wenn man mit verschiedenen Röhrenspannungen ein und dasselbe Aufnahmeobjekt mit stets der gleichen Filmschwärzung aufnehmen will. Welche Röhrenspannung man im einzelnen Falle wählt, bestimmt die diagnostische Zielsetzung. Soll z. B. ein Frühinfiltrat aufgenommen werden, so kommt es auf großen Kontrastreichtum an. Man wählt hier also eine niedrige Röhrenspannung und eine entsprechend hohe mAs-Zahl. Verlangt jedoch die Eigenart des Falles eine härtere Strahlung, so ist eine höhere Röhrenspannung und eine niedrigere mAs-Zahl einzustellen. Der zu erwartende Befund und dazu noch die individuellen Ansprüche des Röntgenologen fordern somit eine Vielzahl von Kombinationen aus Röhrenspannung und mAs-Produkt. Außerdem ist zu berücksichtigen, daß die Dicke des Aufnahmeobjektes sowie die physikalischen Bedingungen, gegeben durch den Fokusfilmabstand, das Filmmaterial, das Folienmaterial, die Blendenart und die Filterart, zu einer weiteren Vermehrung der Kombinationen aus Röhrenspannung und mAs-Zahl beitragen. Eine Aufnahmetechnik, deren Ziel
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beste Bildqualität ist, muß dieser Erkenntnis Rechnung tragen und volle Freiheit in der Auswahl der das Röntgenbild bestimmenden Faktoren, d. h. also der Röhrenspannung und des mAs-Produktes, gewährleisten. Die bisher bekannten Röntgenapparate mit freier Einstellbarkeit der Regelvorrichtung für die Röhrenspannung und das mAs-Produkt gestatten natürlich, allen diesen Forderungen gerecht zu werden; jedoch ist es für den den Röntgenapparat Bedienenden außerordentlich schwer, alle diese Faktoren bei der Einstellung der Regelvorrichtungen für die Röhrenspannung und das mAs-Produkt richtig zu berücksichtigen, selbst wenn man den Einstellskalen für die beiden Regelvorrichtungen je eine Organskala zuordnet. Denn die einzelnen Einstellbereiche, die man an diesen beiden Organskalen für die einzelnen Objekte vorsehen muß, überschneiden sich vielfach, so daß die Übersichtlichkeit verlorengeht, sofern man sich nicht auf die Berücksichtigung nur einiger weniger Faktoren beschränkt. Eine solche Beschränkung ist aber aus den einleitend angeführten Gründen unerwünscht und erschwert die Einstellung, wenn man die anderen auf den Skalen nicht berücksichtigten Faktoren doch in Rechnung setzen will. Auch die bisher übliche Einstellung eines solchen Röntgenapparates an Hand der bekannten Belichtungstabellen ist schwierig, weil die Belichtungstabellen, sofern man alle Faktoren oder wenigstens die Mehrzahl aller Faktoren berücksichtigen will, derart umfangreich und unübersichtlich werden, daß ein einwandfreies Arbeiten nicht mehr gewährleistet ist. Man hat sich daher bei den bekannten Belichtungstabellen auch nur mit allgemeinen Angaben begnügt und dem Röntgenologen die Berücksichtigung der übrigen Faktoren auf Grund seiner Erfahrung und Übung überlassen.
Es sind Röntgenapparate bekanntgeworden, bei denen man diese Schwierigkeiten dadurch zu beseitigen versucht hat, daß man einen sogenannten Organwähler angeordnet hat, durch den die Regelvorrichtungen für die Röhrenspannung und das mAs-Produkt bzw. die Röhrenstromstärke und die Belichtungszeit gemeinsam auf eine Reihe vorher festgelegter ganz bestimmter Werte eingestellt werden können. Diese Apparate erfüllen jedoch nicht die eingangs gestellte Forderung nach voller Freiheit in der Auswahl der das Röntgenbild bestimmenden Faktoren, nämlich der Röhrenspannung und des mAs-Produktes, und zwar auch dann nicht, wenn, wie dies bei einigen dieser bekannten Röhrenapparate der Fall ist, ein Korrekturregler zur Berücksichtigung der Dicke des Patienten vorgesehen ist, durch den die Röhrenspannung etwas variiert werden kann. Denn auch bei einem mit einem solchen Korrekturregler ausgerüsteten organautomatisierten Apparat ist die Einstellung der Röhrenspannung und des mAs-Produktes nur auf einen verschwindend kleinen Teil der insgesamt möglichen und für die verschiedenen Aufnahmen auch benötigten Kombinationen beschränkt.
Die Erfindung betrifft eine Einstellvorrichtung für Röntgenaufnahmen, bei denen unter Berücksichtigung von durch die Apparatur und durch das Aufnahmeobjekt bestimmten Parametergrößen jeweils ein gleicher Schwärzungsgrad der Aufnahmen erzielt werden soll, mit zwei unabhängig voneinander betätigbaren Einstellvorrichtungen, die eine für die Röhrenspannung, die andere für das mAs-Produkt, sowie mit Gliedern, deren Lage von der gewählten Einstellung der Einstellvorrichtungen abhängig ist, welche die eingangs geschilderten Nachteile nicht aufweist. Sie ist gekennzeichnet durch eine solche Ausbildung und gegenseitige Anordnung der Glieder, daß durch ihre Lage eine nur von ihnen beiden abhängige Auswahlgröße bestimmt wird, und durch eine die für jedes Aufnahmeobjekt gültigen Linien gleicher Schwärzung enthaltende Skalenscheibe, auf der die Auswahlgröße sichtbar erscheint, so daß diese auf die jeweils erwünschte Linie einreguliert werden kann. Bei einem Röntgenapparat gemäß der Erfindung sind also Einstellvorrichtungen für die Röhrenspannung und das mAs-Produkt auf jede beliebige Kombination aus Röhrenspannung und mAs-Zahl einstellbar, wobei jede derartige Einstellungskombination als Auswahlgröße bezeichnet wird, die entsprechend dem Aufnahmeprodukt und den Aufnahmebedingungen ausgewählt wird und sichtbar erscheint. Die durch ihre Lage die Auswahlgröße bestimmenden Glieder können beispielsweise zwei sich kreuzende Zeiger sein, die entsprechend den Einstellungen der beiden Einstellvorrichtungen für Röhrenspannung und mAs-Produkt vor der Skalenscheibe einen Kreuzungspunkt festlegen, der einem bestimmten Wert der Auswahlgröße entspricht. Zweckmäßigerweise wird im Kreuzungspunkt der beiden Zeiger ein mit ihnen verbundenes, vorzugsweise mit Mitteln zur Erleichterung der Ablesung des Kreuzungspunktes versehenes Kupplungsglied angeordnet. Auf der von dem Kupplungsglied bestrichenen Fläche werden dann zweckmäßig Marken angeordnet, auf welche das Glied eingestellt werden muß, um die für die verschiedenen Aufnahmeobjekte, z. B. Herz, Lunge, Magen, Arm usw., geeigneten Werte für die Röhrenspannung und die mAs-Zahl einzustellen. Man kann das Kupplungsglied aber auch von Hand einstellbar machen und die beiden Regelvorrichtungen für die Röhrenspannung und das mAs-Produkt zwangläufig derart steuern, daß jede gewünschte Auswahlgröße, d. h. Wertekombination aus Röhrenspannung und mAs-Produkt durch entsprechende Verstellung des Kupplungsgliedes einstellbar ist. Wenn man dem verstellbaren Glied dann eine Objektskala zuordnet, so erhält man einen sogenannten organautomatisierten Apparat mit Einknopfbedienung, der jede beliebige Kombination von Röhrenspannung und mAs-Produkt einzustellen gestattet.
Die Anordnung kann auch so getroffen sein, daß das verstellbare Kupplungsglied als von Hand zu regelnder Aufnahmeobjektwähler ausgebildet ist und bei seiner Einstellung eine Verstellung der Regelvorrichtung für das mAs-Produkt bewirkt und daß bei einer Verstellung der Röhren-
spannungsregelvorrichtung die Regelvorrichtung für das mAs-Produkt ebenfalls verstellt wird, derart, daß bei einem und demselben Aufnahmeobjekt sich stets die gleiche Filmschwärzung ergibt. Hat man den Aufnahmeobjektwähler in eine bestimmte Stellung gebracht, so kann man also in diesem Fall durch Ändern der Röhrenspannungseinstellung jede auf der einleitend erwähnten Belichtungskurve liegende Wertekombination einstellen. Durch Verstellung des Objektwählers wählt man sich die für das betreffende Objekt geeignete Belichtungskurve aus. Man kann also auch bei dieser Ausführungsform jede beliebige Kombination aus Röhrenspannung und mAs-Produkt einstellen.
*5 Sowohl dann, wenn das verstellbare Glied lediglich als Anzeigeglied dient, als auch dann, wenn es als Aufnahmeobjektwähler von Hand verstellt wird, kann man dafür Sorge tragen, daß die Änderungen des Fokusfilmabstandes, der Folienart, der Blenao denart, der Filterart, der Filmart u. dgl., bei der Anzeige bzw. bei der Einstellung der Röhrenspannung und des mAs-Produktes berücksichtigt werden. Besonders vorteilhaft ist es, wenn man diese Berücksichtigung zwangläufig in Abhängigkeit von as den Einstellvorrichtungen, durch welche die genannten Änderungen vorgenommen werden, erfolgen läßt. Auch die Dicke des Aufnahmeobjektes kann in dieser Weise berücksichtigt werden. Bei einem in dieser Weise ausgebildeten Röntgenapparat gemäß der Erfindung sind dann falsch belichtete Aufnahmen nicht mehr denkbar. Es empfiehlt sich, die Röntgeneinrichtung mit einem Röhrenüberlastungsschutz zu versehen, entweder in der Weise, daß der Röhrenstrom niemals auf einen höheren Wert als den nach dem Belastungsnomogramm höchst zulässigen, eingestellt werden kann, oder indem der Röhrenstrom zwangläufig durch die beiden Regelvorrichtungen für die Röhrenspannung und das mAs-Produkt stets auf den jeweils höchst zulässigen Wert eingestellt wird.
In den Abbildungen sind einige Ausführungsbeispiele gemäß der Erfindung dargestellt.
In Abb. ι ist mit ii ein längs einer Einstellskala 12 für die Röntgenröhrenspannung verstellbarer Zeiger bezeichnet, der entweder von Hand oder zwangläufig mit der Regelvorrichtung für die Röhrenspannung auf den jeweils gewünschten Röhrenspannungswert eingestellt werden kann. In derselben Weise dient ein zweiter Zeiger 13 zur Anzeige des jeweils eingestellten mAs-Produktes an Hand der mAs-Skala 14. Die beiden Zeiger 11 und 13 kreuzen sich im Punkt 15. Die Stellung des Punktes 15 auf der von den beiden Zeigern bestrichenen Fläche ist charakteristisch für die eingestellten Werte der Röhrenspannung und des mAs-Produktes. Bei einer anderen Kombination dieser beiden Werte befindet sich der Kreuzungspunkt 15 an einer anderen Stelle der Fläche. Da für das Zustandekommen einer Röntgenaufnahme die Wahl der richtigen Röhrenspannung und des richtigen mAs-Produktes maßgeblich ist, ist der Kreuzungspunkt 15 jeweils für ein Aufnahmeobjekt unter bestimmten Aufnahmebedingungen, d. h. also bei Zugrundelegen eines bestimmten Fokusfilmabstandes, einer bestimmten Blendenart, Filmart, Filterart, Folienart usw. charakteristisch. Man kann also auf der Fläche Marken anordnen, auf welche der Kreuzungspunkt 15 eingestellt werden muß, um die für die verschiedenen Aufnahmeobjekte geeigneten Werte für die Röhrenspannung und die mAs-Zahl einzustellen. In der Abb. 1 sind dementsprechend auf der Fläche eine Reihe von Marken 16 angeordnet, die mit Bezeichnungen wie Hand, Fußgelenk, Schulter, Magen, Herz usw. versehen sind und gegebenenfalls auch angeben, für welchen Fokusfilmabstand, für welche Folienart, Blendenart, Filmart, Filterart usw. der auf der betreffenden Marke angegebene Einstellpunkt 17 gilt. Zweckmäßig werden diese Angaben auf der Marke symbolisch kenntlich gemacht, um die Übersichtlichkeit nicht zu verringern. Da die Werte für den Fokusfilmabstand, die Blendenart, die Folienart usw. bei den verschiedenen Marken unterschiedlich sind, empfiehlt es sich, durch Wahl verschiedener Farben für die Marken selbst auf diese Unterschiede hinzuweisen, so daß also beispielsweise eine Marke, die rot ist, gleich angibt, daß der auf ihr befindliche Einstellpunkt für einen Fokusfilmabstand für ι m gilt, während die grüne Farbe einer Marke sofort erkennen läßt, daß sie für einen Fokusfilmabstand von 1,50 m gilt. Man kann die Marken auch in verschiedene Felder unterteilen in der Weise, daß das eine Feld durch seine Farbe den Fokusfilmabstand, das andere Feld durch seine Farbe die Folienart usw. kenntlich macht. Weiterhin können die Marken gleichzeitig auch angeben, in welcher Richtung der Kreuzungspunkt von dem auf der Marke befindlichen Einstellpunkt 17 hinweg verstellt werden muß, um die betreffende Aufnahme härter oder weicher, d. h. also mit mehr oder weniger Spannung, zu machen und bzw. oder die Dicke des Aufnahmeobjektes zu berücksichtigen. Da die für die Objektmarken zur Verfügung stehende Fläche verhältnismäßig groß ist, werden sich in den meisten Fällen die erforderlichen Angaben übersichtlich und leicht verständlich anbringen lassen. Zur Hervorhebung des Kreuzungspunktes 15 empfiehlt es sich, ein Anzeigeglied, z. B. in Form eines Kreises 18, anzuordnen, welches von den beiden Zeigern 11 und 13 derart gesteuert wird, daß es sich stets im Kreuzungspunkt der beiden Zeiger befindet. Mit diesem Anzeigeglied kann beispielsweise eine Signallampe verbunden sein, die den Kreuzungspunkt 15 besonders deutlich hervorhebt. Dann braucht man die Zeiger 11 und 13 selbst überhaupt nicht sichtbar zu machen. Auch die in der Abb. 1 dargestellten Skalen 12 und 14 können in Fortfall kommen, wenn man sie an der Einstellvorrichtung für die Röhrenspannung bzw. das mAs-Produkt selbst anordnet. Man kann diese Skalen aber auch ganz fortlassen, wenn die jeweils eingestellten Werte für die Röhrenspannung und das mAs-Produkt nicht interessieren; denn diese Werte werden ja nach den Objektmarken 16 eingestellt, indem man die beiden Regelvorrichtungen so lange verstellt, bis das Anzeigeglied 18 über dem
Einstellpunkt 17 der betreffenden Objektmarke steht.
Auf der von dem Anzeigeglied 18 bestrichenen Fläche ist noch eine Vielzahl von Linien 19 eingetragen, welche diejenigen Werte für die Röhrenspannung und das mAs-Produkt miteinander verbinden, die bei ein und demselben Aufnahmeobjekt die gleiche Schwärzung des Aufnahmefilms bewirken. Diese Linien entsprechen also den eingangs erwähnten Belichtungskurven. Sie erscheinen bei dem in Abb. 1 dargestellten Ausführungsbeispiel als unter sich parallele Geraden, wenn man die Skalen 12 und 14 mit einer entsprechenden Teilung versieht, und zwar kann man erreichen, daß jeweils die nächste Linie einer um 25 °/o größeren Schwärzung entspricht. Diese Linien sind aus folgendem Grund vorteilhaft: Wenn man die Aufnahme von einem bestimmten Objekt, z. B. von dem Unterschenkel etwas härter bzw. weicher machen will, als der Einstellpunkt 17 dieser Marke angibt, so verstellt man das Anzeigeglied 18 längs der durch den Einstellpunkt 17 der betreffenden Marke hindurchgehenden Schwärzungslinie. Denn dann erhält man trotz Änderung sowohl der Röhrenspannung als auch des mAs-Produktes wieder die gleiche Schwärzung, nur ist die Aufnahme härter bzw. weicher geworden. Auch noch aus einem anderen Grund sind die Linien 19 gleicher Schwärzung von Vorteil; wenn nämlich das aufzunehmende Objekt dicker oder dünner ist als der Anordnung der betreffenden Objektmarke, die für eine normale Dicke gilt, entspricht, so stellt man das Anzeigeglied 18 nicht auf den Einstellpunkt 17 der betreffenden Objektmarke, sondern auf die nächste oder übernächste Schwärzungslinie unterhalb oder oberhalb der durch den Einstellpunkt 17 hindurchgehenden Schwärzungslinie ein. Will man dann mit der gleichen Härte, wie sie der Einstellpunkt 17 der betreffenden Marke angibt, arbeiten, so muß man das Anzeigeglied horizontal von dem Einstellpunkt 17 auf die benachbarte oder übernächste Schwärzungslinie verstellen. Will man gleichzeitig die Härte etwas ändern, so verschiebt man das Anzeigeglied 18 unter einem entsprechenden Winkel auf die nächste oder übernächste Schwärzungslinie. Je größer dieser Winkel wird, um so größer wird auch die Änderung der Härte. Konstruktiv kann die in Abb. 1 dargestellte Anordnung beispielsweise so ausgebildet sein, daß die Objektmarken 16 auf einer durchscheinenden Platte angeordnet werden, auf welcher gegebenenfalls auch die Linien 19 eingetragen sind. Unterhalb dieser Platte bewegen sich das Anzeigeglied 18 und die Zeiger 11 und 13. Zweckmäßig wird die ganze Platte von unten her schwach beleuchtet und das Anzeigeglied 18 mit einer stärkeren, möglichst punktförmigen Lichtquelle versehen. Die einzelnen Marken 16 werden zweckmäßig auf der Platte leicht lösbar angebracht, z. B. aufgeklebt, damit sie gegebenenfalls nach Wunsch des Röntgenologen etwas anders angeordnet werden können. Um eine Beschädigung oder ein unbeabsichtigtes Verschieben der Marken zu verhindern, wird zweckmäßig ein aufklappbares Deckglas därübergelegt. Man kann die Anordnung der Marken 16 aber auch so treffen, daß sie verstellbar angeordnet sind und dafür sorgen, daß bei Änderungen des Fokusfilmabstandes, der Folienart, der Blendenart, der Filterart, der Filmart, der Dicke des Objektes usw. ihre Lage auf der Fläche entsprechend geändert wird, gegebenenfalls zwangläufig bei Vornahme dieser Änderungen durch die Einstellvorrichtungen für diese Aufnahmebedingungen. Dann kann das Anzeigeglied 18 stets auf den Einstellpunkt 17 der betreffenden Objektmarke eingestellt werden.
Die Linien 19 gleicher Schwärzung brauchen keineswegs unter sich parallele gerade Linien zu sein, sondern sie können auch einen anderen Verlauf haben. Dies ist dann der Fall, wenn man für die Skalen 12 und 14 einen normalen linearen oder irgendeinen anderen beliebigen Maßstab verwendet. Bequemer und übersichtlicher dürfte es aber sein, wenn man dafür sorgt, daß die Linien 19 einen Verlauf wie in Abb. 1 haben.
Die Abb. 2 zeigt ein Beispiel dafür, wie man das Anzeigeglied 18 in Abb. 1 zweckmäßig ausbilden kann, wenn man die Marken 16, so wie in Abb. 1, fest auf der von den Zeigern bestrichenen Fläche anordnet und sie nicht mit Hinweisen zur Berücksichtigung der Härte der Aufnahme und der Dicke des Aufnahmeobjektes versieht. Das Anzeigeglied 18 besteht hier aus einer zweckmäßig durchscheinenden Platte 20, die mit einer Mehrzahl von die Dicke des Aufnahmeobjektes und die gewünschte Härte berücksichtigenden Einstellmarken ausgestattet ist. Die Einstellmarken bestehen hier beispielsweise aus einer Reihe von Kreisen. Ein Teil der Kreise ist in der Abb. 2 mit den Bezugszeichen 21 bis 36 versehen; für die übrigen Kreise sind keine Bezugszeichen eingetragen. Die Platte 20 wird so von den beiden Zeigern 11 und 13 gesteuert, daß der Punkt 21 immer im Kreuzungspunkt 15 liegt, also an der Stelle des in Abb. 1 mit 18 bezeichneten Anzeigegliedes. In Abb. 1 ist durch gestrichelte Linien die Lage und ungefähre Größe der Platte 20 im Verhältnis zu der von den Zeigern bestrichenen Fläche angedeutet. Wenn das aufzunehmende Objekt eine normale Dicke hat und die Aufnahme mit der Härte gemacht werden soll, für die die betreffende Objektmarke bestimmt ist, so werden die Zeiger 11 und 13 und die Regelvorrichtungen für die Röhrenspannung und das mAs-Produkt so eingestellt, daß die Einstellmarke 21 auf den Einstellpunkt 17 der betreffenden Marke 16 gebracht wird. Ist dagegen das aufzunehmende Objekt dicker und soll die Aufnahme mit derselben Härte wie vorher gemacht werden, so wird die Einstellmarke 26 auf den Einstellpunkt 17 der betreffenden Objektmarke eingestellt. Ist das Objekt noch dicker, so stellt man die Einstellmarke 31 oder gar die Einstellmarke 36 auf den Einstellpunkt 17 der betreffenden Objektmarke ein. Ist das aufzunehmende Objekt dünner, so wird eine von den rechts neben der Einstellmarke 21 liegenden Einstellmarken entsprechend benutzt. Ist das aufzunehmende Objekt dicker und will man gleichzeitig
die Aufnahme härter machen, so stellt man nicht die Einstellmarke 26 oder 31 oder 36 auf den Einstellpunkt 17 der betreffenden Objektmarke ein, sondern beispielsweise die Einstellmarke 25 bzw. 30 bzw. 35. Ist eine noch größere Härte erwünscht, so benutzt man die Einstellmarke 24 bzw. 29 oder 34 usf. Entsprechendes gilt, wenn das Objekt dünner ist und die Aufnahme etwas weicher gemacht werden soll für die rechts oberhalb der Einstellmarke 21 angeordneten Einstellmarken. Wenn es sich um ein Objekt normaler Dicke, für das der Einstellpunkt 17 der betreffenden Objektmarke 16 gilt, handelt, und man will lediglich die Aufnahme härter oder weicher machen, so stellt man je nach der erwünschten Härteänderung eine der Einstellmarken 133, 134, 135 bzw. 136, 137, 138 auf den Einstellpunkt 17 der betreffenden Objektmarke 16 ein. Bei allen diesen Einstellungen erhält man dann die gleiche Schwärzung des Aufnahmefilms bei unterschiedlicher Härte. Die Verbindungslinie der Punkte 135 bis 138, die auch durch den Punkt 21 hindurchgeht, stellt alsoeineLinie gleicher Schwärzung entsprechend den Linien 19 in Abb. 1 dar. Wenn man will, kann man auch die Punkte 22 bis 26 bzw. 27 bis 31 bzw. 32 bis 36 durch Linien miteinander verbinden, wobei diese Linien ebenfalls Linien gleicher Schwärzung bedeuten. Der Abstand dieser Linien kann genauso gewählt sein wie der Abstand der Linie 19 in Abb. 1.
Die Abb. 3 zeigt ein Ausführungsbeispiel dafür, wie die in Abb. 1 dargestellte Anordnung auf dem Schalttisch eines Röntgenapparates angeordnet sein kann. Die Regelvorrichtung für das mAs-Produkt wird von einem auf der Schalttischplatte 39 angeordneten Handgriff 40 betätigt, in dessen Nähe sich die Skala 14 befindet. Die Röhrenspannungsregelvorrichtung wird von dem Handgriff 41 gesteuert, neben dem die Röhrenspannungsskala 12 liegt. Mit 11 und 13 sind wieder die Zeiger für die Röhrenspannung bzw. mAs-Skala bezeichnet. 42 ist ein Regler, durch den die prozentuale Ausnutzung der Röntgenröhre bei Aufnahmen eingestellt wird. Die Röhrenspannungsregelvorrichtung und die Regelvorrichtung für das mAs-Produkt sind in an sich bekannter Weise mit der Röhrenstromeinstellregelvorrichtung gemäß dem Belastungsnomogramm so gekuppelt, daß die Röntgenröhre niemals überlastet werden kann. Auf der Schalttischplatte 39 ist ferner in üblicher Weise ein Röntgenkreishauptschalter43 angeordnet, mit dem man den Röntgenapparat entweder auf Durchleuchtungsbetrieb oder auf Aufnahmebetrieb umschalten kann. Die auf der linken Hälfte der Schalttischplatte 39 angeordneten Instrumente und Einstellhandgriffe dienen für den Durchleuchtungsbetrieb des Apparates.
Bei der Erläuterung des in Abb. 1 dargestellten Ausführungsbeispiels ist angenommen worden, daß die Zeiger 11 und 13 entweder von Hand oder zwangläufig mit den Regelvorrichtungen für die Röhrenspannung und das mAs-Produkt eingestellt werden. Die Zeiger 11 und 13 können aber auch die Zeiger von Meßgeräten sein, die die jeweils eingestellten Werte für die Röhrenspannung und das mAs-Produkt Voranzeigen. Sie können auch eine Kreisbewegung vollführen, wobei aber dafür gesorgt sein muß, daß die beiden Zeiger sich bei jeder möglichen Kombination von Röhrenspannung und mAs-Produkt kreuzen. Bei Benutzung von Meßinstrumenten zur Voranzeige der jeweiligen Röhrenspannung und mAs-Einstellung kann man statt Zeigermeßinstrumente solche verwenden, bei denen ein Lichtpunkt den jeweiligen Meßwert anzeigt. Um nun bei Verwendung von solchen Meßgeräten nur den Kreuzungspunkt 15 anzuzeigen, kann man den von dem einen Meßgerät ausgehenden Lichtstrahl über einen von dem anderen Meßgerät gesteuerten Spiegel auf die die Marken 16 aufweisende Fläche werfen lassen. Man kann die Anordnung aber auch so treffen, daß die Lichtquelle feststeht und der von der Lichtquelle ausgehende Lichtstrahl zunächst über den beweglichen Spiegel des einen Meßgerätes und dann von diesem auf den Spiegel des anderen Meßgerätes reflektiert wird, so daß der von dem Spiegel des zweiten Meßgerätes ausgehende Lichtstrahl auf der die Marken 16 aufweisenden Fläche genauso wandert wie der Kreuzungspunkt 15 der beiden Zeiger 11, 13 in Abb. 1. Die Drehachsen der Spiegel der beiden Meßgeräte müssen sich naturgemäß kreuzen. Man kann derart angeordnete Spiegel natürlich statt von Meßgeraten auch von Hand betätigen bzw. mechanisch von den Regelvorrichtungen für das mAs-Produkt und die Röhrenspannung steuern lassen.
Schließlich kann die Anordnung auch so getroffen sein, daß das Anzeigeglied 18 in Abb. 1 als Handgriff ausgebildet wird und bei Verstellung dieses Handgriffes auf der die Objektmarken aufweisenden Fläche zwangläufig die Regelvorrichtungen für die Röhrenspannung und das mAs-Produkt auf die der jeweiligen Stellung des Handgriffes entsprechenden Werte eingestellt werden. Diesen Steuergriff braucht man nicht unbedingt auf der die Objektmarken aufweisenden Fläche zu verstellen, sondern kann ihn auch auf einer daneben befindlichen Platte entsprechend verstellbar anordnen, so daß das Glied 18 in Abb. 1 nach wie vor lediglich als Anzeigeglied dient. Man hat dann einen Röntgenapparat mit sogenannter Einknopfbedienung, die es im Gegensatz zu den bekannten Röntgenapparaten mit Einknopfbedienung ermöglicht, jede beliebige Kombination von Röhrenspannung und mAs-Produkt einzustellen. Man kann die Steuerung der Regelvorrichtungen für die Röhrenspannung und das mAs-Produkt in Abhängigkeit von der Einstellung des verstellbaren Gliedes, z. B. des Anzeigegliedes 18, auch auf elektrische, elektromagnetische, elektromotorische, hydraulische, pneumatische Art und Weise bewirken, so daß für die Verstellung des Gliedes von Hand keine besondere Kraft aufzuwenden ist.
Wenn eine Röntgeneinrichtung mit einer Anordnung gemäß Abb. 1 nicht mit einem selbsttätig wirkenden Überlastungsschutz versehen ist, kann es , vorteilhaft sein, auf der von den beiden Zeigern 11 und 13 bestrichenen Fläche Kurven einzutragen, welche die für die jeweilig gewählte Kombination
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von Röhrenspannung und mAs-Produkt nach dem Röhrenbelastungsnomogramm höchstzulässigen Röhrenstromwerte anzeigen. Man erhält dann Kurven gleicher Milliamperezahlen. Hat man das Anzeigeglied i8 auf eine bestimmte Objektmarke eingestellt, so kann man an derjenigen Kurve, die durch den Kreuzungspunkt 15 hindurchgeht, die nach dem Belastungsnomogramm höchstzulässige Milliamperezahl ablesen. Von diesen Röhrenstromkurven aus könnte man gegebenenfalls auch gleich die Röhrenstromregelvorrichtung steuern lassen, derart, daß immer derjenige Röhrenstrom wert eingestellt wird, welcher der durch den Kreuzungspunkt 15 hindurchgehenden Röhrenstromkurve entspricht.
Auf diese Weise hätte man gleichzeitig einen selbsttätigen Schutz vor einer Röhrenüberlastung in einfacher Weise erzielt.
Man kann das verstellbare Glied als von Hand zu betätigenden Objektwähler ausbilden und die Anordnung so treffen, daß bei seiner Einstellung auf die verschiedenen Aufnahmeobjekte eine Verstellung der Regelvorrichtung für das mAs-Produkt bewirkt wird und daß bei einer Verstellung der Röhrenspannungsregelvorrichtung die Regelvorrichtung für das mAs-Produkt ebenfalls verstellt wird derart, daß bei ein und demselben Aufnahmeobjekt sich stets die gleiche Filmschwärzung ergibt. An Hand der Abb. 1 erläutert, wurden sich die Vorgänge bei der Einstellung folgendermaßen abspielen: Bei einer Verstellung derRöhrenspannungsregelvorrichtung würde sich dann das Anzeigeglied 18 auf der betreffenden, durch den Kreuzungspunkt 15 hindurchgehenden Schwärzungslinie 19 auf und ab bewegen, weil gleichzeitig mit einer Verstellung der Röhrenspannungsregelvorrichtung ja auch die Regelvorrichtung für das mAs-Produkt entsprechend mit verstellt wird. Bei einer Verstellung des Objektwählers, die beispielsweise an Hand einer senkrecht zu den Schwärzungslinien 19 liegenden Objektskala erfolgt, würde dann das Anzeigeglied 18 auf dem Zeiger 11 entlang wandern, wobei es immer auf der Schwärzungslinie stehen würde, die am Objektwähler eingestellt wird. Bei einer solchen Anordnung empfiehlt es sich, den Objektwähler mit seiner Skala senkrecht zu der Röhrenspannungsskala anzuordnen, so daß also dieLinien gleicher Schwärzung parallel zur Röhrenspannungsskala liegen. Die Linien gleicher mAs-Zahlen liegen dann natürlich schräg auf der von dem Anzeigeglied 18 bestrichenen Fläche. Diese Art der Einstellung hätte den Vorteil, daß nach Einstellung des Objektwählers nur noch die Härte eingestellt zu werden braucht und daß, gleichgültig wie die Härte eingestellt wird, die Aufnahme immer mit derselben Schwärzung gemacht wird. Abweichungen in der Dicke des aufzunehmenden Objektes kann man dann ebenfalls sehr einfach dadurch berücksichtigen, daß man den Objekt wähler nach der einen oder anderen Richtung mehr oder weniger weit verschiebt, wodurch man ja auf eine andere Schwärzungslinie übergeht.
In der Abb. 4 ist ein anderes Ausführungsbeispiel für eine Einrichtung gemäß der Erfindung dargestellt, bei der das verstellbare Glied als von Hand zu betätigender Aufnahmeobjektwähler ausgebildet ist und bei seiner Einstellung eine Verstellung der Regelvorrichtung für das mAs-Produkt bewirkt und bei dem bei einer Verstellung der Röhrenspannungsregelvorrichtung die Regelvorrichtung für das mAs-Produkt ebenfalls verstellt wird derart, daß bei ein und demselben Aufnahmeobjekt sich stets die gleiche Filmschwärzung ergibt. Das verstellbare Glied ist hier als Aufnahmeobjektwähler 45 längs einer Objektskala 46 verstellbar und steuert über einen Seilzug47 die Regelvorrichtung für das mAs-Produkt und einen mit dieser Regelvorrichtung gekuppelten Zeiger 48, der auf einer Skala 49 die jeweils eingestellte mAs-Zahl anzeigt. Auf diese Anzeige des jeweils eingestellten mAs-Produktes kann natürlich verzichtet werden. Die Einstellung der Spannungsregelvorrichtung erfolgt von dem Spannungswähler 50 aus. Beim Verstellen des Spannungswählers wird die mit ihm gekuppelte Rolle 51 nach links oder rechts verschoben und dadurch, da der Objektwähler 45 feststeht, über das Seil 47 die Regelvorrichtung für das mAs-Produkt verstellt, und zwar so, daß bei jeder Einstellung der Röhrenspannungsregelvorrichtung sich die gleiche Filmschwärzung ergibt. Übertragen auf das in Abb. 1 dargestellte Ausführungsbeispiel bedeutet dies, daß das Anzeigeglied 18 sich auf der durch den Kreuzungspunkt 15 hindurchgehenden Schwärzungslinie 19 bewegt. Bei dem in Abb. 4 dargestellten Ausführungsbeispiel ist weiter Vorsorge getroffen, daß die Einstellung der Regelvorrichtung für das mAs-Produkt von der Einstellung der Objektdicke, des Fokusfilmabstandes, des Filters, des verwendeten Tubus, der benutzten Streustrahlenblende, der Folienart und der Filmart abhängig ist. Die Einstellvorrichtungen für alle diese Aufnahmebedingungen sind in der Abbildung mit 52, 53. 54. 55. 56, 57 bzw. 58 bezeichnet. Aus der Darstellung der Abb. 4 ist ohne weiteres ersichtlich, daß die Verstellung der Regelvorrichtung für das mAs-Produkt bei einer Verstellung einer oder mehrerer dieser Einstellvorrichtungen 52 bis 58 in derselben Weise erfolgt wie bei Verstellung des Röhrenspannungswählers 50. Es versteht sich von selbst, daß bei Verstellung einer der Einstellvorrichtungen, z. B. der Einstellvorrichtung 54, nicht etwa die übrigen Einstellvorrichtungen, sondern nur die Regelvorrichtung für das mAs-Produkt verstellt wird. Besonders vorteilhaft ist es, wenn man die Einstellung dieser Einstellvorrichtungen 52 bis 58 selbsttätig, gegebenenfalls durch Fernsteuerung erfolgen läßt; d. h., beim Einsetzen eines anderen Filters wird die Einstellvorrichtung 54 selbsttätig in die zugehörige Stellung gebracht. Bei einer Änderung des Fokusfilmabstandes wird selbstätig die Einstellvorrichtung 53 auf den neuen Abstand eingestellt. Entsprechendes gilt für die anderen Einstellvorrichtungen. Es muß noch bemerkt werden, daß die in der Abb. 4 gezeichnete mAs-Skala 49 in Wirklichkeit eine wesentlich
größere Länge hat, als in der Abb. 4 gezeichnet ist. Sie ist lediglich der bequemeren Darstellung wegen in einem anderen Maßstab gezeichnet. Es versteht sich von selbst, daß in der Steuerung der Regelvorrichtung für das mAs-Produkt von den verschiedenen Einstellvorrichtungen 52 bis 58 aus die verschiedenen Gesetze, nach denen die mAs-Einstellung in Abhängigkeit von diesen Einstellvorrichtungen erfolgen muß, berücksichtigt sein müssen. So muß z. B. berücksichtigt werden, daß bei einer Änderung des Fokusfilmabstandes bei konstant gehaltener Röhrenspannung die Änderung der mAs-Zahl nach einem quadratischen Gesetz erfolgen muß.
Der in Abb. 4 dargestellten Anordnung ist zugrunde gelegt, daß die Linien gleicher Schwärzung unter sich parallele Geraden sind. Wenn dies nicht der Fall ist, d. h. wenn die Linien zum Teil unter sich abweichende Neigungen und Krümmungen aufweisen, so würden sich bei dem in Abb. 4 dargestellten Ausführungsbeispiel bei bestimmten Einstellungen falsche oder ungünstige Belichtungswerte ergeben, weil man sich bei einer Verstellung der Röhrenspannung dann nicht mehr einwandfrei auf der durch den Objektwähler bestimmten Schwärzungslinie bewegt. Um diese Abweichungen auszugleichen, kann man eine zusätzliche Verstellung der Regelvorrichtung für das mAs-Produkt von der Röhrenspannungsregelvorrichtung aus vornehmen, die abhängig davon ist, in welcher Stellung sich der Objektwähler befindet. Bei einer ganzen Reihe von Stellungen des Objektwählers wird die zusätzliche Änderung praktisch Null sein, nämlich dann, wenn die von dem Objektwähler eingestellte Schwärzungslinie eine gerade Linie ist. Bei anderen Einstellungen des Objektwählers dagegen wird die zusätzliche Änderung mehr oder weniger groß sein. Praktisch läßt sich dieses Problem dadurch lösen, daß man das Gesetz, nach dem die Verstellung der Röhrenspannungsregelung die Regelvorrichtung für das mAs-Produkt verstellt, in Abhängigkeit von der Einstellung des Objektwählers mehr oder weniger verändert.
Mitunter ist die Wirkung, die durch Verstellung einer der Einstellvorrichtungen 52 bis 58 hervorgerufen wird, unterschiedlich je nach der Höhe der gewählten Röhrenspannung. Um diesen Einfluß bei der Einstellung der Regelvorrichtung für das mAs-Produkt zu berücksichtigen, kann man dafür Sorge tragen, daß die betreffende Einstellvorrichtung zusätzlich noch in Abhängigkeit von der Einstellung der Röhrenspannungsregelvorrichtung verstellt wird. Praktisch läßt sich diese Beeinflussung in ähnlicher Weise durchführen, wie sie vorher für die zusätzliche Verstellung der Regelvorrichtung für das mAs-Produkt vom Röhrenspannungsregler aus in Abhängigkeit von der Einstellung des Objektwählers erläutert wurde.
Man kann die Einstellvorrichtung 52 für die Objektdicke fortlassen, wenn man an der Objektskala 46 des Objektwählers 45 bei den betreffenden Aufnahmeobjekten Richtungshinweise, gegebenenfalls symbolischer Art, für die bei dicken und dünnen Patienten erforderlichen Verschiebungen des Objektwählers anordnet. Damit der den Röntgenapparat Bedienende weiß, mit welcher Spannung er zweckmäßig die verschiedenen Objekte aufnimmt, kann man neben diesen Objekten die geeigneten Röhrenspannungswerte eintragen. Nach diesen Angaben muß dann der Bedienende den Röhrenspannungswähler 50 entsprechend einstellen Wenn man die Einstellvorrichtungen 52 bis 58 verstellt, so hat dies die Wirkung, daß man sich auf einer anderen Schwärzungslinie befindet. An Hand der Abb. 1 ist ausführlich erläutert worden, warum man bei einer Änderung der durch die Einstellvorrichtungen 52 bis 58 gegebenenen Aufnahmebedingungen das Anzeigeglied 18 auf eine andere Schwärzungslinie bringen muß. Daman die Röhrenspannung ja nicht mit geändert hat, befindet man sich mit dem Anzeigeglied 18 zwar auf der richtigen Schwärzungslinie, aber an einer für die Aufnahme unter Umständen ungünstigen Stelle. Dies kann der den Röntgenapparat Bedienende nicht erkennen. Denn die auf der Objektskala gegebenenfalls vorgeschriebenen Röhrenspannungswerte können ja nur Mittelwerte sein, es sei denn, daß man eine vollständige Belichtungstabelle unter Berücksichtigung der ganzen Aufnahmebedingungen anordnen würde. Dies würde aber äußerst unübersichtlich sein und die Einstellung keineswegs vereinfachen. Aus diesem Grund empfiehlt es sich, eine Anzeigetafel 59, wie in Abb. 4 dargestellt, der mAs-Skala 49 zuzuordnen und auf dieser ein Anzeigeglied 60 anzuordnen, welches genau wie das Anzeigeglied 18 in Abb. 1 von einem Röhrenspannungszeiger und einem mAs-Zeiger gesteuert wird. Auf der Tafel 59 sind beispielsweise drei Kurven 61,62 und 63 eingetragen. Die Kurve 61 gibt für eine bestimmte Gruppe von Organen an, mit welcher Röhrenspannung und mit welchem mAs-Produkt man bei einer bestimmten gegebenen Schwärzungslinie die Aufnahme machen soll. Die Schwärzungslinie ist durch die Einstellung des Objektwählers 45 und der Einstellvorrichtungen 52 bis 58, wie oben erläutert, festgelegt. Man braucht also lediglich die Röhrenspannung so zu verstellen, daß das Anzeigeglied 60 genau oder annähernd auf die Kurve 61 gelangt, und zwar bewegt sich bei einer Verstellung der Röhrenspannungsregelvorrichtung das Anzeigeglied 60, wie schon erwähnt, auf der betreffenden Schwärzungslinie. Für eine andere Organgruppe, z. B. für die verschiedenen Lungenaufnahmen, gilt die Kurve 62, für eine dritte Organgruppe, z. B. Magenaufnahmen, die Kurve 63. Zweckmäßig wählt man für die drei Kurven unterschiedliche Farben und trägt auf der Objektskala 46 die zugehörigen Organe in der gleichen Farbe auf. Die Verstellung des das Anzeigeglied 60 steuernden Röhrenspannungszeigers erfolgt über einen Seilzug 64 von dem Röhrenspannungswähler 50 aus, während der das Anzeigeglied ebenfalls steuernde mAs-Zeiger von dem Glied gesteuert wird.
Bei dem in Abb. 4 dargestellten Ausführungsbeispiel vollführen die Einstellvorrichtungen 52 bis
58 sowie der Objektwähler 45 beim Verstellen eine Schubbewegung. In manchen Fällen ist es günstiger, wenn man die Einstellvorrichtungen als Drehknöpfe ausbildet. In der Abb. 5 ist ein Ausführungsbeispiel für eine derartige Anordnung schmeatisch dargestellt. Die Einstellvorrichtungen bestehen hier aus einer Reihe von drehbaren Scheiben 65 bis 71, welche die gleichen Einstellfunktionen ausführen wie in Abb. 4 die Einstellvorrichtungen 53 bis 58 und der Objektwähler 45. Eine Einstellvorrichtung, welche entsprechend der Dicke des Aufnahmeobjektes eingestellt wird, ist in Abb. 5 fortgelassen. Dafür ist auf der als Objektwähler dienenden Scheibe71 durch den einzelnen Objekten zugeordnete Symbole 72 angedeutet, wie man den Objektwähler einstellen muß, wenn die Dicke des Aufnahmeobjektes größer oder kleiner ist. Eine feststehende Scheibe 73 dient mit ihrem Zeiger 74 als Ausgangspunkt für die Einstellung der verschiedenen Einstellvorrichtungen. Jede der drehbaren Scheiben 65 bis 71 ist mit einem Zeiger versehen. Auf einer zweiten feststehenden Scheibe 75 sind die verschiedenen, in Abb. 1 mit 19 bezeichneten Schwärzungslinien eingetragen und mit einer fortlaufenden Numerierung versehen. Die Anordnung ist so getroffen, daß bei Verstellung einer der drehbaren Scheiben die Scheiben größeren Durchmessers sämtlich mitgenommen werden. Verstellt man also beispielsweise die Scheibe 68 so, daß der Zeiger der nächst kleineren Scheibe 67 auf den Einstellpunkt »weiter Tubus« zeigt, so werden dadurch entsprechend auch die Scheiben 69, 70 und 71 mit verstellt, so daß der Zeiger der Objektskala 71 dann auf eine der Schwärzungslinien mit niedrigerer Nummer hinweist. Es ist zu bemerken, daß die in der Abb. 5 dargestellte Stellung der drehbaren Scheiben eine Endstellung ist, und zwar die der Schwärzungslinie mit der höchsten Nummer entsprechende Einstellung. Verstellt man beispielsweise die Scheibe 66, so hat dies die Wirkung, daß auch die Scheiben 67 bis 71 entsprechend mit verstellt werden. Verstellt man außerdem noch die Scheibe 69, so werden von dieser Verstellung auch die Scheiben 70 und 71 mit berührt. Damit die drehbaren Scheiben in dieser Weise verstellt werden können, sind Arretierschrauben 76 vorgesehen; eine davon ist in der Abb. S a im Schnitt herausgezeichnet. Man sieht aus der Abb. 5 a, daß beispielsweise auf der Scheibe 71 die Schraube 76 mittels eines Bockes 77 befestigt ist. Der Bock 77 weist einen Schlitz auf, durch den die vorhergehende Scheibe 70 hindurchgeht. Zieht man die Schraube 76 an, so wird die Scheibe 70 mit der Scheibe 71 gekuppelt, so daß die Scheibe 71 jede Bewegung der Scheibe 70 mitmachen muß. Die Schraube kann so angeordnet sein, daß sie stets angezogen ist und die beiden Scheiben 70 und 71 miteinander kuppelt und nur beim Lösen entgegen der Wirkung einer Feder die Kupplung beider Scheiben aufhebt. Läßt man die Schraube 76 los, so sorgt die Feder für die Herstellung der Kupplung. Aus der Abb. 5 ist zu ersehen, daß der Bock der einen Scheibe gegen den Bock der nächstkleineren Scheibe in einer in der Abb. 5 dargestellten Endstellung anschlägt. Mit 78 ist ein Anschlag auf der feststehenden Scheibe 73 bezeichnet, gegen den sich in der in Abb. 5 dargestellten Stellung der Scheiben der Bock 77 der Scheibe 65 anlegt. Man kann die in Abb. 5 dargestellte Vorrichtung als Hilfsvorrichtung zur Einstellung der richtigen Werte für die Röhrenspannung und das Milliamperesekundenprodukt beispielsweise bei der in Abb. ι dargestellten Anordnung verwenden. Die in Abb. ι auf der von dem Anzeigeglied 18 bestrichenen Fläche eingetragenen Objektmarken 16 mit den Einstellpunkten 17 können dann in Fortfall kommen. Man braucht dann lediglich die Schwärzungslinien 19 genauso durchzunumerieren, wie dies auf der Scheibe 75 in der Abb. S geschehen ist. Hat der den Röntgenapparat Bedienende das Anzeigeglied 18 durch entsprechende Verstellung der Zeigern und 13 auf die gewünschte von der Hilfsvorrichtung der Abb. 5 angezeigten Schwärzungslinie eingestellt, so braucht er nur noch sich die richtige Röhrenspannung einzustellen. Zu diesem Zweck kann man sich auf der von dem Anzeigeglied 18 bestrichenen Fläche Leitkurven eintragen, wie dies bei dem in Abb. 4 dargestellten Ausführungsbeispiel geschehen ist, in dem diese Leitkurven mit 61, 62 und 63 bezeichnet worden sind. Mit anderen Worten ausgedrückt, der Bedienende braucht also das Anzeigeglied 18 auf den Kreuzungspunkt der von der Hilfsvorrichtung gemäß Abb. 5 angezeigten Schwärzungslinie mit der für das betreffende Objekt geltenden Leitkurve einzustellen.
Die in Abb. 5 dargestellte Hilfsvorrichtung erleichtert also wesentlich die Einstellung der richtigen Belichtungswerte in allen den Fällen, in denen man auf eine zwangläufige Einstellung, wie sie an Hand des in Abb. 4 dargestellten Ausführungsbei- ioo spiels erläutert ist, verzichten will.
Man kann diese Hilfsvorrichtung noch weiter so ausbilden, daß auf ihr auch noch eine drehbare Scheibe für die Röntgenröhrenspannung angeordnet wird; dann müssen auf der feststehenden Scheibe 75 statt der Schwärzungslinien die einzustellenden Werte für das mAs-Produkt eingetragen werden. In der Abb. 6 ist eine andere Hilfsvorrichtung zur Erleichterung der Einstellung der in Abb. 1 dargestellten Anordnung gezeichnet. Sie besteht aus einem zweckmäßig durchsichtigen Lineal 79, auf dem mehrere Skalen 80 bis 83 für die jeweils verwendete Folienart, den Fokusfilmabstand, die Sekundärstrahlenblende und die Tubusöffnung angeordnet sind. Hat man bei dem in Abb. 1 dargestellten Beispiel das Anzeigeglied 18 auf dem Einstellpunkt 17 der dem aufzunehmenden Objekt entsprechenden Marke 16 eingestellt und ändert nun beispielsweise den Fokusfilmabstand, so muß man, wenn beispielsweise bei der betreffenden Objektmarke ein Fokusfilmabstand von 1 m vorausgesetzt ist, den betreffenden i-m-Skalenstrich der Skala 81 auf den Kreuzungspunkt 15, d. h. also den Einstellpunkt 17 der betreffenden Objektmarke legen derart, daß die Skala parallel zum Zeiger 11 liegt. Hat man einen Fokusfilmabstand von 70 eingestellt, so
liest man an dem Skalenstrich 70 der Skala 81 die erforderliche Milliamperesekundenzahl ab und verstellt dann das Anzeigeglied 18 auf diesen neuen entsprechend dem geänderten Fokusfilmabstand korrigierten Einstellpunkt. Das Anzeigeglied 18 befindet sich dann auf einer anderen Schwärzungslinie, auf der man dann je nach der Höhe der Röhrenspannung, mit der man die Aufnahme machen will, das Anzeigeglied 18 entsprechend verschiebt.
Als Anhalt für diese Verschiebung kann auch wieder eine Leitkurve, wie sie in der Abb. 4 für drei verschiedene Organgruppen dargestellt ist, dienen. In den Abb. 7, 8 und 9 sind Ausführungsbeispiele dafür gezeichnet, wie durch elektrische Fernsteuerung in Abhängigkeit von der Tubusöffnung, der Filtereinstellung, der Dicke des aufzunehmenden Objektes, der Sekundärstrahlenblendenanordnung, der Film- und Folienart und in Abhängigkeit vom Fokusfilmabstand die richtige Schwärzungslinie ermittelt werden kann, wie dies in Abb. 5 durch Einstellung der drehbaren Scheiben von Hand geschieht. Die Röntgenröhre 84 ist an einem Tragarm 85 befestigt, der beispielsweise von einem Stativarm 86 gehalten wird. Mit 87 ist die in ihrer Ent- f ernung von der Röntgenröhre 84 einstellbare Tragplatte für das aufzunehmende Objekt 88 bezeichnet. Zur Bestimmung der Dicke des Körpers 88 dient eine für Röntgenstrahlen durchlässige, an dem Tragarm 85 ebenfalls verschiebbare Platte 89. Von der Tragplatte 87 wird über ein Seil 90 ein Drehwiderstand 91 eingestellt, dessen Größe also ein Maß für den Fokusfilmabstand ist. In der gleichen Weise steuert die Platte 89 über ein anderes Seil
92 einen zweiten Widerstand. Ebenfalls kann man auch mit einem einzigen Widerstand 91 auskommen und diesen mit zwei Einstellbürsten versehen, von denen die eine von der Tragplatte 87, die andere von der Platte 89 verstellt wird. Die Größe des durch diese beiden Bürsten eingestellten Wider-Standes ist dann ein Maß für den Fokusfilmabstand und für die Dicke des aufzunehmenden Objektes. Ein einstellbarer Widerstand 93 wird in Abhängigkeit von der benutzten Film- und/oder Folienart verstellt. Zu diesem Zweck werden die mit verschiedenen Film- und/oder Folienarten ausgerüsteten Kassetten 94 mit unterschiedlichen Ansätzen 95 versehen. Je nach der Größe des Anschlages 95 wird die verschiebbare Bürste 96 des Widerstandes
93 entgegen der Wirkung einer Feder 97 verstellt. In der gleichen Weise könnte man auch die jeweils verwendete Sekundärstrahlenblendenart berücksichtigen. Am Strahlenaustrittsfenster der Röntgenröhre ist ein weiterer Widerstand 98 angeordnet, der mit zwei Regelbürsten versehen ist. In den beiden Abb. 8 und 9 ist dieser Widerstand besonders dargestellt; und zwar zeigt die Abb. 8 die Verstellung der einen Regelbürste 99 dieses Widerstandes von dem jeweils benutzten Filter 100, während die Abb. 9 die Einstellung der zweiten Regelbürste 101 in Abhängigkeit von dem gewählten Tubus 102 bzw. von der Größe der Tubusöffnung bei Verwendung eines einzigen Tubus mit verstellbarer öffnung zeigt. Die Filter haben je nach ihrem Schwärzungsvermögen längere oder kürzere Nasen 103, durch die beim Einsetzen des Filters der Regelbürste 99 des Widerstandes 98 entsprechend verstellt wird. Entsprechend hat auch jeder der verschiedenen Tubusse eine längere oder kürzere Nase 104, die für die Einstellung der zweiten Regelbürste 101 des Widerstandes 98 sorgt. Jeder von diesen Widerständen kann nun dazu benutzt werden, um die zugehörigen Einstellvorrichtungen, beispielsweise die Einstellvorrichtungen 52 bis 58 in Abb. 4, entsprechend fernzusteuern. Die Verstellung der Einstellvorrichtungen richtet sich also dann nach der Größe der Änderung der zugehörigen Widerstände. Man kann aber auch sämtliche Widerstände in Reihe schalten und die Änderung des Gesamtwiderstandes dazu benutzen, um eine einzige Einstellvorrichtung entsprechend fernzusteuern, deren Einstellung dann zwangläufig von der Summe der vorgenommenen Änderungen abhängig ist. Dieses eine Einstellorgan könnte dann an die Stelle der Einstellorgane 52 bis 58 in Abb. 4 treten und zusammen mit dem Röhrenspannungsregler und dem Objektwähler die Regelvorrichtung für das mAs-Produkt der in Abb. 4 dargestellten Art und Weise steuern. In einem solchen Falle kann es vorteilhaft sein, den Objektwähler in unmittelbarer Nachbarschaft des Röhrengerätes, d. h. also des in Abb. 7 dargestellten Stativs bzw. an diesem Stativ selbst anzuordnen. Zu diesem Zweck sieht man einen Widerstand vor, dessen Größe durch die Einstellung des Objektwählers geändert wird. Diesen Widerstand schaltet man mit den übrigen Widerständen in Reihe. Schließlich kann man auch den Röhrenspannungswähler am Stativ anbringen, so daß man von diesem Arbeitsplatz aus lediglich eine Fernsteuereinrichtung zur Steuerung der niAs-Regelvorrichtung in Abhängigkeit von dem gemein- iou samen Widerstand anordnen muß und eine zweite Fernsteuereinrichtung, die die Regelvorrichtung für die Röhrenspannung in Abhängigkeit von der Einstellung des Röhrenspannungswählers fernsteuert. Damit der Bedienende weiß,· welchen Rohrenspannungswert man am zweckmäßigsten wählt, empfiehlt es sich, die in Abb. 4 mit 59 bezeichnete Tafel zusammen mit dem Objekt- und Röhrenspannungswähler an dem Stativ bzw. an dem Gerät (Arbeitsplatz) selbst anzubringen. Der Schalttisch für den Röntgenapparat, soweit er sich auf den Aufnahmebetrieb bezieht, kann dann vollkommen in Fortfall kommen, wenn man an dem Arbeitsplatz einen Schalter zum Ein- und Ausschalten anordnet. Hat man mehrere Arbeitsplätze, so kann man jeden Arbeitsplatz in dieser Weise ausrüsten. Bei Umschalten von einem Arbeitsplatz auf den anderen Arbeitsplatz müssen dann zwangläufig auch die Fernsteuereinrichtungen entsprechend umgeschaltet werden. Hat man einen Arbeitsplatz, der nur zur Herstellung von Aufnahmen einer ganz bestimmten Gruppe von Organen bestimmt ist, so braucht man auf der diesem Arbeitsplatz zugeordneten Tafel 59 entsprechend nur die Leitkurve (z. B. 61 in Abb. 4) für diese Organgruppe anzuordnen.
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Bei dem in den Abb. 7 bis 9 dargestellten Ausführungsbeispiel kann man die an Hand der Abb. A erläuterte, mitunter erforderliche zusätzliche Änderung der mAs-Einstellung in Abhängigkeit von der Röhrenspannung bzw. von der Wahl der entsprechenden Aufnahmeobjekte durch entsprechende Korrektureinstellungen der Widerstände berücksichtigen. Von dem verstellbaren Glied und gegebenenfalls auch von den Einstellvorrichtungen für den Fokusfilmabstand, die Blendenart und die Filterart kann gegebenenfalls eine Anzeigevorrichtung für die auf das Aufnahmeobjekt auf zustrahlende Dosis betätigt werden. An der Anzeigevorrichtung kann man dann vor Herstellung der Aufnahme die zu erwartende Dosis ablesen. Gegebenenfalls kann man die Anzeigevorrichtung so ausbilden, daß sie die gesamte Dosis, die das Aufnahmeobjekt während der einen oder mehrerer Aufnahmen und während der dazugehörigen Durchleuchtungen erhalten kann, zählt und anzeigt.

Claims (12)

PATENTANSPRÜCHE:
1. Einstellvorrichtung für Röntgenaufnahmen, bei denen unter Berücksichtigung von durch die Apparatur und durch das Aufnahmeobjekt bestimmten Parametergrößen jeweils ein gleicher Schwärzungsgrad der Aufnahmen erzielt werden soll, mit zwei unabhängig voneinander betätigbaren Einstellvorrichtungen, die eine für die Röhrenspannung, die andere für das mAs-Produkt, sowie mit Gliedern, deren Lage von der gewählten Einstellung der Einstellvorrichtungen abhängig ist, gekennzeichnet durch eine solche Ausbildung und gegenseitige Anordnung der Glieder, daß durch ihre Lage eine nur von ihnen beiden abhängige Auswahlgröße bestimmt wird, und durch eine die für jedes Aufnahmeobjekt gültigen Linien gleicher Schwärzung enthaltende Skalenscheibe, auf der' die Auswahlgröße sichtbar erscheint, so daß diese auf die jeweils erwünschte Linie einreguliert werden kann.
2. Einstellvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die durch ihre Lage
+5 die Auswahlgröße bestimmender Glieder zwei sich kreuzende Zeiger sind, die entsprechend den Einstellungen der beiden Einstellvorrichtungen für Röhrenspannung und mAs-Produkt vor der Skalenscheibe einen Kreuzungspunkt festlegen, der einen bestimmten Wert der Auswahlgröße entspricht.
3. Einstellvorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß im Kreuzungspunkt der beiden Zeiger ein mit ihnen verbundenes, vorzugsweise mit Mitteln zur Erleichterung der Ablesung des Kreuzungspunktes versehenes Kupplungsglied angeordnet ist.
4. Einstellvorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Kupplungsglied als durchscheinende Platte ausgebildet ist und daß an dieser eine Mehrzahl von Korrekturmitteln zur Berücksichtigung der Parametergrößen vorgesehen sind.
5. Einstellvorrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch eine solche Ausbildung der Einstellvorrichtungen für Röhrenspannung und mAs-Produkt, bei der die Linien gleicher Schwärzung zueinander parallele Gerade sind.
6. Einstellvorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Kupplungsglied zusätzlich als Kombinationseinstellvorrichtung ausgebildet ist, welche bei Einstellung des Kreuzungspunktes auf eine Schwärzungslinie die Röhrenspannung und das mAs-Produkt zwangläufig über die beiden Glieder so steuert, daß die für das Aufnahmeobjekt erforderliche Wertekombination eingestellt ist.
7. Einstellvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein mit der Einstellvorrichtung für das mAs-Produkt in Wirkverbindung stehendes, verstellbares Zusatzglied vorgesehen ist, welches als von Hand zu betätigender Aufnahmeobjektwähler ausgebildet ist, und daß Zwischenglieder vorgesehen sind, die bei einer Änderung der Röhrenspannung die Ein-Stellvorrichtung für das mAs-Produkt zwangläufig nach der zugehörigen Schwärzungslinie verstellen.
8. Einstellvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß auf der Skalenscheibe sichtbare Markierungsmittel bewegbar angeordnet sind, welche auf der jeweils für das Aufnahmeobjekt gültigen Schwärzungslinie den günstigsten Wert der Auswahlgröße anzeigen, und daß mit den Einstellvorrichtungen für die Parametergrößen gekoppelte Steuermittel vorgesehen sind, welche die Markierungsmittel zwangläufig auf der Skalenscheibe verschieben, wenn eine Änderung der Parametergröße erfolgt.
9. Einstellvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden in ihrer Lage zueinander bewegbaren Glieder mit mindestens einer Einstellvorrichtung für eine Parametergröße gekoppelt sind und dadurch bei Änderung der Einstellung dieser Parametergröße eine Korrekturbewegung ausführen.
10. Röntgeneinrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch eine Hilfseinrichtung, die mit Einstellvorrichtungen für die zu berücksichtigenden Parametergrößen versehen ist und anzeigt, auf welche Schwärzungslinie das Kupplungsglied eingestellt werden muß.
11. Einstellvorrichtung nach einem der vorangegangenen Ansprüche, gekennzeichnet durch die Kupplung mit einer an sich bekannten Röhrenüberlastungsschutzvorrichtung, die so ausgebildet ist, daß der jeweils einstellbare Röhrenstrom auf den höchst zulässigen Wert begrenzt wird oder diesem zwangläufig entspricht.
12. Einstellvorrichtung nach Anspruch 3 oder einem der folgenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß eine Anzeigevorrichtung vorgesehen ist, welche mit dem Kupplungsglied und gegebenenfalls auch mit den Einstellvorrichtungen für die Parametergrößen in Wirk-
verbindung steht und die für die Herstellung der Aufnahme nach der gewählten Gesamteinstellung aufzustrahlende Dosis anzeigt.
In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 295 024; schweizerische Patentschrift Nr. 182 819; britische Patentschriften Nr. 436 593, 478348; USA.-Patentschrift Nr. 1236051;
Buch: »Fortschritte auf dem Gebiet der Röntgenstrahlen«, Bd. 61, Februar 1940, S. 129;
Buch von Franke : »Der Doppelfilter und seine Technik«, 1927, S. 86;
deutsche Patentanmeldung E 3150 VIIIc/2ig.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
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