DE592572C - Verfahren zur Herstellung korkaehnlicher Zellstoffkoerper aus Stroh, Bambus, Zuckerrohr usw. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung korkaehnlicher Zellstoffkoerper aus Stroh, Bambus, Zuckerrohr usw.

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DE592572C
DE592572C DE1930592572D DE592572DD DE592572C DE 592572 C DE592572 C DE 592572C DE 1930592572 D DE1930592572 D DE 1930592572D DE 592572D D DE592572D D DE 592572DD DE 592572 C DE592572 C DE 592572C
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cork
straw
bamboo
sugar cane
production
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B27WORKING OR PRESERVING WOOD OR SIMILAR MATERIAL; NAILING OR STAPLING MACHINES IN GENERAL
    • B27NMANUFACTURE BY DRY PROCESSES OF ARTICLES, WITH OR WITHOUT ORGANIC BINDING AGENTS, MADE FROM PARTICLES OR FIBRES CONSISTING OF WOOD OR OTHER LIGNOCELLULOSIC OR LIKE ORGANIC MATERIAL
    • B27N3/00Manufacture of substantially flat articles, e.g. boards, from particles or fibres
    • B27N3/005Manufacture of substantially flat articles, e.g. boards, from particles or fibres and foam

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  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
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  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • Wood Science & Technology (AREA)
  • Forests & Forestry (AREA)
  • Paper (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung korkähnlicher Zellstoffkörper aus Stroh, Bambus, Zuckerrohr usw. Die Erfindung betrifft eile Verfahren zur Herstellen g korkähnlicher Zellstoffkörper aus Stroh, Bambus, Zuckerrohr usw., durch welches es möglich ist, Körper beliebiger Form zu gießen, hauptsächlich -aber Platten, welche infolge ihrer korkähnlichen Eigenschaften; wie geringes spezifisches Gewicht und hohe Schall- und Wärmeisolierfähigkeit, in der Technik ausgedehnte Anwendung finden können. Durch die Einfachheit des weiter unten beschriebenen Verfahrens und durch die'Möglichkeit, Abfallprodukte der Landwirtschaft, wie Stroh usw., zu verwerten, ist es möglich, ein: korkähnliches Material mit den obengenannten Eigenschaften zu erzeugen, das aber bedeutend billiger als Kork ist. Ein weiterer Vorteil liegt darin, daß Elastizität bzw. Weichheit und Isolüerfähigkeit und sonstige Eigenschaften für jeden Fallgenau festgelegt werden können. Ebenso ist das Anbringen der Massen an auszukleidenden Gefäßen, Röhren usw. durch unmittelbares Ausgießen öder Umgießen möglich.
  • Es ist bekannt, vegetabilische Faserstoffe durch Chemikalien aufzuschließen und den so gewonnenen holzstoffähnlichen Faserbrei mechanisch durch Kollern oder Holländern noch weiter ze zerkleinern, um dann den Faserbrei finit oder ohile Zusatz von @entsprechenden Binde- oder ImprägnIerungsmitteln in Formen zu ,gießen und die Formkörper zu trocknen. Durch diese Behandlungsmethode entsteht eine feste, unelastische, harte, pappenähnliche Masse. Um nun'°gemäßf_vorlie@. gerader Erfindung einen Stoff korkähnlicher Eigenschaften zu -erhalten, wird die Masse nach dem Aufschluß derart scharf getrocknet, daß Graupen, Faserkügelchen u. dgl.entstehen, die alsdann im Wasser aufgenommen und in ,gewünschte Formen gebracht werden.
  • Zur praktischen Durchführung des Verfahrens wird also der vegetabilische Rohstoff mit Chemikalien mit oder ohne Druck glekocht, d. h. bis zu einem gewissen Grad aufgeschlossen. Danach wird die so behandelte Fasermasse mechanisch weiterbehandelt, sei es im Kollergang, im Holländer oder ähnlichen Zerkleinerungsmaschinen. Hat dort das Fasermaterial eine weitere Zerkleinexung bzw. weitere Zerlegung erfahren, so wird das Fasermaterial entwässert.
  • Vorausgesetzt, daß das Fasermaterial nicht schmierig gemahlen wurde, bilden sich nun bereits in; feuchtem Zustand, hauptsächlich wenn das Fasermaterial in Natronlauge aufgeschlossen wurde, kleine kugelartige Gebilde, die dem Papiermacher als Graupen bekannt sind und bei der Papierherstellung ängstlich vermieden werden, da sie dort die Weiterverarbeitung empfindlich stören. Diese bekannte Erscheinung der Graupenbildung beim Trocknen wird nun für das vorliegende Verfahren verwertet. Die ,genannten Graupen werden möglichst ohne Überlagerung auf ein endloses Sieb, gebracht und bei möglichst hoher Temperatur rasch und scharf
    getrocknet. Die an ewandte Temperatur soll
    li.Qz e@sx, die besten Resul-
    tate werden bei Temperaturen bis zu i 6o° C erzielt. Ein rasches -und scharfes Abtrocknen kann durch Zuführung eines heißen Luftstromes der angegebenen Temperatur nach bekannten Methoden erfolgen.
  • Dadurch wird zunächst die Graupenform im troclmen Zustande fixiert. Es hat sich nun gezeigt, daß bei der angegebenen scharfen Trocknung diese Graupenform auch dann noch in genügendem Maße aufrechterhalten bleibt, wenn die so getrockneten Graupen wieder in: Wasser suspendiert werden.
  • Bringt man also nach der oben beschriebenen Trocknung diese Graupen wieder in Suspension in einer entsprechenden Menge Wasser, so daß ein gießbarer Brei entsteht, gießt diesen Brei in Formen und trocknet alsdann verhältnismäßig langsam die so erhaltenen Formkörper, so gewinnt man ein Material, das die oben angeführten korkähnlichen. Eigenschaften besitzt bei einem spe7if schen Gewicht von beispielsweise o,18.
  • Will man nun dieses Fasermaterial noch lockerer haben, so kann man dein Material 'porenbildende Chemikalien, z. B. Carbonate, zufügen, z. B. indem man dem angesäuerten Faserbrei doppelkohlensaures Natron zusetzt.
  • Der Faserbrei bzw. das endgültige Produkt kann in bekannter Weise imprägniert odergefärbt werden.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Herstellung korkähnlicher Zellstoffkörper aus Stroh, Bambus, Zuckerrohr usw., dadurch gekennzeichnet, daß die in bekannter Weise chemisch und mechanisch aufgeschlossenen Rohprodukte scharf zu Graupen bzw. Faserkügelchen oder ähnlichen Gebilden getrocknet, die Graupen usw. alsdann in Wasser wieder suspendiert, in Formen ,gebracht und die Formkörper getrocknet werden.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß dem wieder aufgeschwemmten Fasergut gasabspaltende oder porenbildende Stoffe, 7_B. Carbonate, zugefügt werden.
DE1930592572D 1930-12-07 1930-12-07 Verfahren zur Herstellung korkaehnlicher Zellstoffkoerper aus Stroh, Bambus, Zuckerrohr usw. Expired DE592572C (de)

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