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Personenwaage Vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Personenwaage.
Es sind bereits Waagen bekanntgeworden, bei welchen außer dem tatsächlichen Gewicht
noch die Größe der sich wiegenden Person angegeben wurde. Ferner konnte mit Hilfe
einer an der Waage angebrachten Tabelle das dieser Größe entsprechende Normalgewicht
festgestellt werden, wobei es dem Benutzer überlassen blieb, die ihn besonders-
interessierende Abweichung auszurechnen und zu notieren. Die Benutzung der Tabelle
und die erforderliche Rechnung wurde dabei als sehr lästig empfunden. Bei der vorliegenden
Erfindung werden die beschriebenen Nachteile dadurch beseitigt, daß die Waage neben
dem wirklichen Gewicht das der Größe entsprechende Normalgewicht oder die Abweichung
oder die Differenz beider Zahlen angibt, wobei mit Hilfe eines Zeigers vor einem
Spiegel die Augenhöhe eingestellt wird.
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In der beiliegenden Zeichnung ist die Erfindung in einem Ausführungsbeispiel
dargestellt.
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Es zeigen Abb. i einen senkrechten Mittelschnitt, Abb. 2 eine Seitenansicht
zu Abb. i.
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Mit i ist das Gewichtstypenrad einer an sich bekannten Personenwaage
mit Ausgabe von bedruckten Wiegekarten bezeichnet. Beim Betreten der Waage wird
das Typenrad i durch die Zahnstange 2, welche durch eine nicht dargestellte Wiegevorrichtung
bewegt wird und welche in den Zahnkranz 3 eingreift, auf das ermittelte Gewicht
eingestellt. Mit 4 ist ein an sich bekannter Kartendruckapparat bezeichnet, welcher
nach Einwurf eines Geldstückes durch einen nicht dargestellten Antrieb in Tätigkeit
gesetzt wird. Oberhalb dieser Kartendruckvorrichtung ist ein Behälter 5 zur Aufnahme
der unbedruckten Wiegekarten angeordnet. Die Waage hat zwei Spiegel 8 und g zur
Benutzung für Frauen und Männer, vor denen Zeiger 6 und 7 verschiebbar angeordnet
sind. Die auf der Waage stehende Person stellt diese Zeiger in der Höhe der im Spiegel
sichtbaren Augen ein. An den Zeigern 6 und 7 sind Zahnstangen io und i i befestigt,
welche mit den Zahnkränzen 12 und 13 der Stellscheibe 14 in Eingriff stehen.
Diese Scheibe ist auf der Welle 23 gelagert. Auf der letzteren ist ebenfalls ein
Arm 17 gelagert, welcher zwei Planetenräder 15 und 16 trägt. Das Planetenrad 15
greift in den Innenzahnkranz 18 der Stellscheibe 1q. ein, während das Planetenrad
16 mit dem Innenzahnkranz i9 des Gewichtstypenrades i in Eingriff steht. Das Planetenrad
16 kämmt außerdem noch mit dem Zentralrad 2o, welches durch den Arm 2i am Drehen
gehindert wird. Das Planetenrad 15 kämmt noch mit dem Zentralrad 22, welches mit
der Welle 23 starr verbunden ist. Auf dieser Welle ist ebenfalls 'starr eine zweite
Typendruckscheibe 24 befestigt, welche die Typen für die Angabe des Differenzgewichtes
trägt. Bei Stillstand der beiden Zentralräder 20 und 22 wird also dieselbe Winkeldrehung
des Typenrades i durch die Planetenräder 15 und 16 auf die Stellscheibe 14 übertragen.
Die Größe der Zahnkränze 12 und 13 ist so gewählt, daß z. B. der Zahnkranz
13 bei einer
Änderung der Einstellung auf ein bestimmtes Gewicht
durch Verschiebung der Zahnstange i i den Zeiger 7 auf die entsprechende Augenhöhe
einstellt. Die Erfahrung hat nun gezeigt, daß bei 165 cm Augenhöhe und einem Gewicht
von 74. kg die Augenhöhe für Mann und Frau gleich ist, also die Zeiger -6 und 7
in gleicher Höhe stehen. Dieses Moment wird zweckmäßig zur Festsetzung des Übersetzungsverhältnisses
der Zahnkränze und Räder angenommen. Beim Manne beträgt nun das Verhältnis der Änderung
der beiden Zahlen etwa i kg zu i cm. Wenn also z. B. die eingestellte Augenhöhe
155 cm beträgt, so muß das Typenrad auf 64 kg eingestellt sein, was also das Normalgewicht
wäre. Bei Frauen beträgt das Verhältnis der Änderung ungefähr i,25 kg zu i cm, aus
welchem. Grunde auch der Zahnkranz 13 kleiner gehalten ist. ' Hat nun eine
die Waage benutzende Person, z. B. ein Mann, ein seiner Größe entsprechendes Normalgewicht,
so steht nach der Einstellung des Zeigers 7 auf Augenhöhe sowie des Gewichtstypenrades
i auf das entsprechende Gewicht das Typenrad 24. in einer Stellung, bei welcher
die Type Null zum Abdruck gelangt, da das Differenzgewicht Null beträgt. Hat aber
die Person Übergewicht, so muß das Zentralrad 22 und damit die Typenscheibe 2.4
eine entsprechende Winkeldrehung ausführen, da ja der Zeiger 7 der Umdrehung der
Gewichtstypenscheibe entsprechend zu tief eingestellt ist. Auf der Typenscheibe
sind nun in einer zweckmäßig gewählten Teilung von Null in einer Richtung die Typen:
i unter 2 unter usw. an-gebracht sowie in der andern Richtung die Typen: i über
2 über usw" so daß diese mit dem Gewicht auf der Wiegekarte aufgedruckt werden.
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Spiegel 8 und Zeiger 6 tragen die Aufschrift »Frau«, ferner Spiegel
9 und Zeiger 7 die Aufschrift »Mann«, damit der richtige Zeiger zur Einstellung
der Augenhöhe benutzt wird. Nach dem Einstelleu erfolgt in bekannter Weise der Einwurf
eines Geldstückes und damit die Auslösung des Druckapparates.
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Da nun eine zuverlässige Vergleichung von Gewicht und Größe erst von
45 kg an möglich ist, wird bei geringerem Gewicht das Farbband 25 so weit nach links
verschoben, daß nur ein Abdrucken des Gewichts erfolgt. Zu diesem Zweck zieht die
Feder 3o den Halter 26 des Farbbandes 25 mit dem Anschlagstift 27 gegen den Rand
28. der Typenscheibe, welcher bei den Typen o bis q.5 kg eine entsprechende Erhöhung
29 besitzt und somit das Farbband verschiebt.
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In dem dargestellten Falle erfolgt ,die Einstellung der Augenhöhe
durch vor den Spiegeln verschiebbar angeordnete' Zeiger. Diese Einstellung oder
Festlegung der Augenhöhe kann natürlich auch in anderer- Art und Weise erfolgen.
Hinter einem Schlitz mit dicht übereinanderliegenden waagerechten Platten, wodurch
das Licht nur in Augenhöhe erblickt werden kann, z. B. wird eine elektrische Lampe
aufwärts und abwärts bewegt, welche Bewegung beim Betreten der Waage eingeleitet
wird. Sobald nun das Licht von der sich wiegenden Person in dem Schlitz erblickt
wird, drückt dieselbe auf einen Knopf, wodurch das Licht in Augenhöhe festgestellt
wird, worauf dann die anderen Bewegungen des Mechanismus zum Bedrucken der Wiegekarte
einsetzen. Statt der beschriebenen Ausführung, die das Differenzgewicht angibt,
kann auch eine solche gewählt werden, mittels welcher das Normalgewicht angegeben
wird.