DE588765C - Verfahren und Vorrichtung zur Regelung von Kraftmaschinen - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zur Regelung von KraftmaschinenInfo
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Classifications
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F01—MACHINES OR ENGINES IN GENERAL; ENGINE PLANTS IN GENERAL; STEAM ENGINES
- F01D—NON-POSITIVE DISPLACEMENT MACHINES OR ENGINES, e.g. STEAM TURBINES
- F01D17/00—Regulating or controlling by varying flow
- F01D17/20—Devices dealing with sensing elements or final actuators or transmitting means between them, e.g. power-assisted
- F01D17/22—Devices dealing with sensing elements or final actuators or transmitting means between them, e.g. power-assisted the operation or power assistance being predominantly non-mechanical
- F01D17/26—Devices dealing with sensing elements or final actuators or transmitting means between them, e.g. power-assisted the operation or power assistance being predominantly non-mechanical fluid, e.g. hydraulic
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- Engineering & Computer Science (AREA)
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Description
Ιί
80SSI
Bekanntlich muß bei den meisten Kraftmaschinen, beispielsweise bei Dampfturbinen,
der Kraftzufluß so geregelt werden, daß die Drehzahl bei allen vorkommenden Belastungen
möglichst gleichbleibt. Insbesondere besteht diese Forderung bei den Antriebsmaschinen
elektrischer Stromerzeuger, wie Wechselstromerzeuger oder Drehstromerzeuger. Die
Regelung der Kraftzufuhr erfolgt bisher im
to allgemeinen mit Hilfe von Geschwindigkeitsreglern, die bei Sinken oder Steigen der Drehzahl
selbsttätig eine Vermehrung oder Verminderung der Kraftzufuhr bewirken. Eine derartige Anordnung hat jedoch den erhebliehen
Nachteil, daß der Regler erst dann in Wirksamkeit tritt, wenn bereits eine Änderung
der Drehzahl eingetreten ist, so daß die Regelung in den Fällen, in welchen nur geringe
Schwankungen der Drehzahl zulässig sind, unvollkommen und unzuverlässig ist. Andere Vorschläge zur Regelung der Antriebsmaschine
von elektrischen Stromerzeugern gehen dahin, die der Antriebsmaschine zugeführte mechanische Leistung, beispielsweise
also die der Turbine von den Kesseln zuströmende Dampf menge, in jedem Augenblick
der vom Stromerzeuger abgegebenen Leistung anzugleichen. Eine vollkommene Regelung
wird hierdurch aber auch nicht erreicht, weil sich der Wirkungsgrad eines Stromerzeugers
mit der Drehzahl ändert und weil infolgedessen die Turbine bei höherer Leistungsentnahme und entsprechend höherer Drehzahl
eine verhältnismäßig geringere Dampfzufuhr benötigt als bei geringerer Belastung und entsprechend
geringerer Drehzahl. Durch die Erfindung wird auch die Änderung dieses Wirkungsgrades bei der Reglung mitberücksichtigt
und dadurch eine so gut wie vollkommene Reglung erreicht, indem bei dem
Reglungsverfahren, bei dem ein von der Leistungsabgabe des Stromerzeugers abhängiger
Einfluß und ein von der Kraftmittelzufuhr zur Antriebsmaschine abhängiger Einfluß
gegeneinander auf das Einstellglied für die Kraftmittelzufuhr einwirken, das Verhältnis,
in dem die beiden Einflüsse gegeneinander wirken, der Drehzahl entsprechend eingestellt
wird.
Eine einfache \^orrichtung zur Ausübung
des neuen Verfahrens wird erfindungsgemäß dadurch erhalten, daß man den von der Kraftmittelzufuhr
und den von der Leistung des Stromerzeugers abhängigen Einfluß je auf zwei parallele gegenläufig gelagerte Hebel
einwirken läßt und daß man zwischen den beiden Hebeln einen durch einen nach dem
Wirkungsgrad, also z. B. durch einen Drehzahlmesser, einstellbaren Schieber anordnet·.
Der der Kraftmittelzufuhr entsprechende Einfluß wird am besten als Druckunterschied von
einer in die Dampfleitung eingesetzten Drosselstelle, z. B. von einer Stauscheibe, abgeleitet,
während der von der Leistungsabgabe
des Stromerzeugers abhängige Einfluß in üblicher Weise durch ein entsprechendes elektrisches
Meßgerät geliefert wird.
Die Zeichnung zeigt schematisch eine zweckmäßige Ausführungsform einer Regelvorrichtung
für eine mit einem elektrischen Stromerzeuger gekuppelte Dampfturbine zur Ausübung
des neuen Verfahrens.
In der Zeichnung ist ι eine Dampfturbine, . ίο welcher der Dampf durch eine mit einem Absperrventil
2 versehene Zuleitung 3 zugeführt wird. Die Dampfturbine I treibt einen auf
der gemeinsamen Welle 4 angeordneten Stromerzeuger 5, der den erzeugten Strom in
ein Leitungsnetz 6 liefert. An das Leitungsnetz 6 sind, gegebenenfalls unter Einschaltung
von Widerständen, zwei Stromleitungen 7 und 8 angeschlossen, die zu den Enden
einer um einen Kern 9 angeordneten Solenoidwicklung 10 führen. , Der Kern 9 steht durch
eine Stange 11 mit einem um einen festen Punkt drehbaren Hebel 12 in Verbindung, auf
den nach Maßgabe der durch den Stromerzeuger 5 erzeugten elektrischen Energie eine
größere oder geringere Kraft ausgeübt wird, die unter Zwischenschaltung eines an dem
Ende einer Stange 13 befestigten Gleitstücks oder Schiebers 14 iruf die eine Seite eines
ständig von einem Druckmittel, beispiels\veise Drucköl, durchströmten Strahlrohrs 15 übertragen
wird. Gegen die andere Seite des Strahlrohrs 15 legt sich eine an einer Membran
ιό befestigte Stoßstange 17. Auf die
' Membran 16 wird durch Leitungen 18 und 19
ein in der Dampfzuleitung 3 von einem Staurand 20 abgenommener Druckunterschied übertragen.
Vor der Mündung des Strahlrohrs 15 sind zwei Rohre 21 und 22 angeordnet, die zu
den beiden Enden eines Zylinders 23 führen, in dem ein Kolben 24 gleitet, dessen Kolbenstange
25 mit dem Absperrventil 2 der Dampfzuleitung 3 in Verbindung steht. Die Stange 13 des zwischen dem Hebel 12 und dem
Strahlrohr 15 angeordneten Schiebers oder Gleitstücks 14 ist an dem einen Ende eines
um einen festen Punkt 26 drehbaren Doppelhebels 27 angelenkt, dessen anderes Ende mit
der .Reglermuffe 28 eines Fliehkraftreglers 29
in Verbindung steht, dessen Welle 30 durch Vermittlung zweier Kegelräder 31 und 32
von der Maschinenwelle 4 aus in Umlauf versetzt wird.
Die Wirkungsweise der Vorrichtungen ist folgende.
Solange die von dem Stromerzeuger 5 abgeführte Leistung bei der geforderten Drehzahl
der der Dampfturbine r zugeführten Dampfmenge entspricht, sind der auf die eine .
Seite des Strahlrohrs 15 wirkende, von der Leistung des Stromerzeugers 5 abhängige
elektrische Impuls und der auf die andere des Strahlrohrs wirkende, der zugeführten Dampfmenge
oder der Stellung des Ventils 2 entsprechende Gegenimpuls im Gleichgewicht, es findet also keine Änderung der Stellung des
Strahlrohrs 15 statt. Sobald nun beispielsweise die Belastung des Stromerzeugers 5
eine höhere wird, überwiegt infolge der größeren Energieabgabe des Stromerzeugers 5
der auf den Solenoidkcrn übertragene elektrische Impuls den von der zugeführteu Dampfmenge abhängigen Gegen impuls der
Membran 16. Infolgedessen wird, noch bevor die Drehzahl der Maschinenwellc 4 sich
ändert, eine Auslenkung des Strahlrohrs 15 im Gegensinne des Uhrzeigers bewirkt, so
daß in das Rohr 21 eine größere Menge Drucköl einströmt als in das Rohr 22. Der
hierdurch entstehende Druckunterschied in beiden Seiten des Zylinders 23 hat eine Verschiebung
des Kolbens 24 nach links zur Folge, wobei das Ventil 2 weiter geöffnet und die der Turbine 1 zuströmende Dampfmenge
vergrößert wird. Die Öffnung des Ventils 2 dauert so lange an, bis sich infolge der durch
die größere Dampfmenge bedingten Erhöhung des auf die Membran 16 wirkenden Druckunterschiedes
die auf die beiden Seiten des Strahlrohrs. 15 wirkenden Kräfte wieder go
ausgeglichen haben.
Eine vollkommene Regelung wird indessen hierdurch noch nicht erreicht, da der Wirkungsgrad
eines Stromerzeugers in hohem Maße von der Leistungsentnahme abhängt.
Dies äußert sich darin, daß bei geringerer Leistung eine verhältnismäßig größere Kraftzufuhr
erforderlich ist als bei größerer Leistungsentnahme.
Die das Wesen der Erfindung ausmachende !Berücksichtigung des Wirkungsgrades durch
Änderung des Verhältnisses, in dem abgegebene Leistung und Kraftmittelzufuhr auf
den Regler wirken, wird bei dem Ausführungsbeispiel durch Anordnung des durch den
Fliehkraftregler 29 einstellbaren Schiebers oder Gleitstücks 14 ermöglicht. Ist beispielsweise
bei verringerter Belastung der prozentuale Dampfverbrauch etwas hoher, so veranlaßt
der Fliehkraftregler infolge der hier- no durch bedingten Änderung der Umlaufzahl
der Welle 4 eine Verschiebung des Schiebers 13 und damit eine Änderung des Übersetzungsverhältnisses
der durch die ■ Stoßstange 11 auf das Strahlrohr 15 übertragenen
Kraft, und zwar in dem Sinne, daß das Gleichgewicht an dem Strahlrohr 15 erst bei entsprechend
höherer Dampfmenge eintritt.
Das der Erfindung zugrunde liegende Verfahren kann natürlich außer zur Reglung
von mit elektrischen Stromerzeugern gekuppelten Dampfkraftmaschinen auch zur
Reglung beliebiger anderer Maschinen oder Maschinengruppen, beispielsweise Dieselmotoren
oder Motorstromerzeugern, Verwendung finden. Besondere Vorteile bietet das
Verfahren für die Reglung parallel arbeitender Wechselstrom- oder Drehstromerzeuger,
da sich dann die Kraft auch bei etwas ungleichmäßiger Einstellung der einzelnen Geschwindigkeitsregler
annähernd gleichmäßig
ίο verteilen wird. Man kann in diesem Falle eine
vollständig gleichmäßige Verteilung erzwingen, wenn man den elektrischen Impuls nicht
von jeder einzelnen Maschine entnimmt, sondern alle Regler von der Gesamtleistung des
Netzes beeinflußt.
Claims (3)
- Patentansprüche:i. Verfahren zur Reglung von Antriebsmaschinen elektrischer Stromerzeuger unter Berücksichtigung des Wirkungsgrades, bei dem. ein von der Leistungsabgabe des Stromerzeugers abhängiger Einfluß und ein von der Kraftmittelzufuhr zur Antriebsmaschine abhängiger Einfluß gegeneinander auf das Einstellglied für die Kraftmittelzufuhr einwirken, dadurch gekennzeichnet, daß das Verhältnis, in dem die beiden Einflüsse gegeneinander einwirken, der Drehzahl entsprechend eingestellt wird.
- 2. Vorrichtung zur Ausübung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der von der Kraftmittelzufuhr und der von1 der Leistung des Stromerzeugers abhängige Einfluß je auf zwei parallele gegenläufig gelagerte Hebel (15, 12) einwirken, deren einer (Strahlrohr 15) zur Einstellung der Krafttnittel-_ zufuhr dient, und daß zwischen den beiden Hebeln (15, 12) ein nach dem Wirkungsgrad z. B. durch einen Drehzahlmesser (28, 29) eingestellter Schieber (14) gleitet.
- 3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der der Kraftmittelzufuhr entsprechende Einfluß als Druckunterschied (16) von einer in die Dampfleitung (3) eingesetzten Drosselstelle (Stauscheibe 20) abgeleitet wird.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEA49811D DE588765C (de) | 1927-01-19 | 1927-01-19 | Verfahren und Vorrichtung zur Regelung von Kraftmaschinen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEA49811D DE588765C (de) | 1927-01-19 | 1927-01-19 | Verfahren und Vorrichtung zur Regelung von Kraftmaschinen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE588765C true DE588765C (de) | 1933-11-27 |
Family
ID=6937073
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEA49811D Expired DE588765C (de) | 1927-01-19 | 1927-01-19 | Verfahren und Vorrichtung zur Regelung von Kraftmaschinen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE588765C (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE744762C (de) * | 1939-05-16 | 1944-01-24 | Aeg | Schnellumschalter, insbesondere zur Steuerung der elektrischen Generatorleistung bei brennkraftelektrischen Fahrzeugen |
| DE1295895B (de) * | 1959-10-26 | 1969-05-22 | Horton Billy M | Stroemungsverstaerker |
-
1927
- 1927-01-19 DE DEA49811D patent/DE588765C/de not_active Expired
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE744762C (de) * | 1939-05-16 | 1944-01-24 | Aeg | Schnellumschalter, insbesondere zur Steuerung der elektrischen Generatorleistung bei brennkraftelektrischen Fahrzeugen |
| DE1295895B (de) * | 1959-10-26 | 1969-05-22 | Horton Billy M | Stroemungsverstaerker |
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