DE20902C - Verfahren und Vorrichtung zur Regulirung der Geschwindigkeit von Schiffsmaschinen durch Elektrizität - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zur Regulirung der Geschwindigkeit von Schiffsmaschinen durch Elektrizität

Info

Publication number
DE20902C
DE20902C DENDAT20902D DE20902DA DE20902C DE 20902 C DE20902 C DE 20902C DE NDAT20902 D DENDAT20902 D DE NDAT20902D DE 20902D A DE20902D A DE 20902DA DE 20902 C DE20902 C DE 20902C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
contacts
electrical
armature
power line
electricity
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DENDAT20902D
Other languages
English (en)
Original Assignee
R. G. BROWN in
Publication date
Application granted granted Critical
Publication of DE20902C publication Critical patent/DE20902C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B63SHIPS OR OTHER WATERBORNE VESSELS; RELATED EQUIPMENT
    • B63HMARINE PROPULSION OR STEERING
    • B63H21/00Use of propulsion power plant or units on vessels
    • B63H21/21Control means for engine or transmission, specially adapted for use on marine vessels

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Ocean & Marine Engineering (AREA)
  • Reciprocating, Oscillating Or Vibrating Motors (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Elektricität.
Diese Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Reguliren der Geschwindigkeit der Schiffsmaschinen mittelst des elektrischen Stromes. Es wird dadurch die Geschwindigkeit derartiger Maschinen automatisch verlangsamt, wenn die Schiffsschraube aufserhalb des Wassers sich befindet. Das Verfahren beruht auf der Unterbrechung der elektrischen Stromleitung, die unter normalen Verhältnissen durch das Medium des ,Wassers so lange geschlossen erhalten wird, als die Schiffsschraube in Wasser eintaucht. Wenn diese dagegen aus dem Wasser heraustritt und der Contact oder die Contacte genannter Stromleitung dadurch mit gehoben werden, so findet dadurch, dafs der Contact sich in der Luft befindet, die Unterbrechung des elektrischen Stromes statt.
Die Einrichtung, ist auf beiliegender Zeichnung dargestellt. In Fig. 1 bezeichnet «den Contact eines elektrischen Leitungsdrahtes, der in irgend einer geeigneten Position in der Nähe der Schraube des Schiffes angeordnet ist. b ist der Contact eines anderen elektrischen Leitungsdrahtes, der mit der Seitenwand des einen Schiffes ähnlich wie der erstere Contact, aber ohne Isolirmasse, verbunden ist. Dieser zweite Contact wird so nahe wie möglich an ersterem angeordnet, doch weit genug davon entfernt, dafs er stets unter Wasser sich befindet.
Ein Leitungsdraht c führt von α nach b, und in die so gebildete elektrische Stromleitung werden eingeschaltet;,
1. eine Batterie d oder ein anderer Apparat zur Elektricitätserzeugung;
2. ein Elektromagnet e, der mit einem Anker / versehen ist, welcher durch eine Schraubenfeder g oder irgend ein gleichwirkendes Organ angezogen wird.
In der durch Zeichnung dargestellten Position sind beide Contacte α und b in Wasser eingetaucht und die elektrische Stromleitung ist somit geschlossen; in diesem Falle wird der Anker f von dem Elektromagnet e angezogen. Unter diesen Verhältnissen arbeitet die Schiffsmaschine normal. Sobald indessen die Schiffsschraube genügend weit aus dem Wasser sich erhebt, dafs dadurch die Schiffsmaschine eine gröfsere Geschwindigkeit annimmt, wird der Contact α aus dem Wasser herausgehoben. Die Lage desselben ist mit Rücksicht hierauf zuvor bestimmt worden. Sobald dies eintritt, wird die Stromleitung von α nach b hin unterbrochen und die Feder g zieht den Anker / an.
Diese Bewegung des Ankers mache ich nun in irgend einer geeigneten Weise zur Regulirung der Geschwindigkeit der Schiffsmaschine nutzbar. Die zu diesem Zwecke angebrachten Zwischeneinrichtungen können sehr verschiedener Art sein, ohne dafs dadurch das Wesen meiner Erfindung sich ändert. Eins der einfachsten Mittel besteht darin, dafs man das Dampfabsperrorgan (Ventil, Hahn, Schieber oder Klappe), durch welches der Dampf vom Kessel in die Cylinder gelangt, durch diese Bewegung des Ankers regulirt.
Da jedoch der Anker nicht genug Stärke besitzen wird, um direct das genannte Ventil (oder Hahn) einzustellen, so ziehe ich es vor, die Ankerbewegung dazu zu benutzen, das Ventil eines kleinen Hülfsdampfcylinders zu reguliren, durch dessen Kolben dann das vorge-
nannte Ventil' eingestellt wird, also ein Relais einzuschalten. "Fig.: 2 stellt eine derartige Einrichtung dar; α und /; sind die in der vorbeschriebenen Weise angeordneten Contacte. Der Contact α ist von einer Isolirungshülse al umgeben, während der Contact b mit dem eisernen oder stählernen Schiffskörper elektrisch verbunden ist oder mit irgend einem anderen metallischen Theile, falls der Schiffskörper aus Holz besteht.
c sind die Leitungsdrähte, d ist eine dynamo- oder magnetisch-elektrische Maschine, die durch einen Riemen h und eine Riemscheibe i betrieben wird, welch letztere auf der Achse k der Schiffsschraube / befestigt ist. m m stellen die Cylinder der Schiffsmaschine dar, η den Schieberkasten derselben und ο die Kolbenstangen, welche vermittelst der Pleuelstangen pp die Bewegung auf die Achse k übertragen. Der Dampf strömt in den Schieberkasten durch das vom Kessel ί kommende Rohr r ein. In diesem Rohr ist das mit einem Hebel u versehene Dampfabsperrorgan t angeordnet. Dieser Hebel u ist mit der Kolbenstange ν eines kleinen Dampfcylinders w verbunden, auf dessen Vertheilungsschieber χ die Schraubenfeder g einwirkt und den Hahn t schliefst, sobald die elektrische Stromleitung, wie vorbeschrieben, unterbrochen wird. Der Schieber wird sofort in seine ursprüngliche Position zurückgebracht und der Hebel t geöffnet, sobald die Stromleitung wieder geschlossen wird, und dies wird durch den Elektromagnet e, der den Anker f anzieht, bewirkt, der mit der Stange des Schiebers durch den Hebel y verbunden ist. Durch den Vertheilungsschieber χ strömt dann Dampf durch ein Zweigrohr xl in w ein. Der Hahn oder das Ventil t wird demnach theilweise geschlossen, wenn die Schiffsschraube aus dem Wasser heraustritt, und der Hahn wird wieder geöffnet, sobald die Schiffsschraube eintaucht, so dafs die Schiffsmaschine stets mit gleicher Geschwindigkeit umläuft.
Die beschriebene Regulirungsvorrichtung ist auf einer Unterlage ζ angeordnet dargestellt. Auch kann man z. B. an dem Hintertheil des Schiffes eine Anzahl elektrischer Contacte α anordnen, derart, dafs der elektrische Strom in jeder correspondirenden Zahl von Elektromagneten geschlossen wird, die dann mittelst geeigneter Zwischenmechanismen die Einströmung des Dampfes nach Mafsgabe des Eintauchens oder Nichteintauchens der Schiffsschraube reguliren.
Da mit Eintritt der Wirkung des Ankers die Zuströmung von Dampf nach den Cylindern aufhört, so kann durch dieselbe Wirkung zu gleicher Zeit ein Ausströmungsrohr für. den Dampf geöffnet werden, um irgend eine Explosionsgefahr für den Kessel auszuschliefsen.
Anstatt einer Feder g zum Zurückziehen des Ankers kann man einen zweiten Elektromagnet diesem Anker gegenüber anordnen, durch welchen die Stromleitung je nach der Wirkung eines elektrischen Relais geschlossen wird oder nicht, das in die Stromleitung des Apparates eingeschaltet wird, durch welches dann der Strom hindurchgeht oder nicht, je nachdem die Contacte α und b durch das Wasser elektrisch verbunden sind oder nicht.
Diese Anordnung ist in Fig. 3 schematisch dargestellt. In die Stromleitung c sind nur die Elektromagnete e und das Relais j eingeschaltet; letzteres veranlafst den Strom, durch das Contactstück J1 hindurchzugehen, wenn die Stromleitung nicht durch sich selbst geschlossen wird.

Claims (4)

Patent-Ansprüche:
1. Das Verfahren der Anwendung der Bewegung des Ankers eines Elektromagneten oder eines anderen gleich wirkenden elektromagnetischen Apparates zur Regulirung der Geschwindigkeit von Schiffsmaschinen vermittelst des Unterbrechens und Schliefsens ' einer elektrischen Stromleitung, die gewöhnlich geschlossen ist, wenn ihre elektrischen Contacte in Wasser eingetaucht sind, und geöffnet ist, wenn nur einer der Contacte eingetaucht ist.
2. Bei einem elektrischen Regulator für Schiffsmaschinen die Combination einer Reihe von Contacten, welche unter normalen Verhältnissen in das Seewasser untergetaucht sind, und mit einer Reihe von Elektromagneten und Ankern und irgend einer geeigneten Elektricitätsquelle, alles so angeordnet, dafs das Dampfabsperrorgan in dem Verhältnifs mehr oder weniger geschlossen wird, als das Eintauchen der Schiffsschraube in gröfserem oder geringerem Mafse stattfindet.
3. Bei einer elektrischen Regulirungsvorrichtung für Schiffsmaschinen die> Combination der beiden Contacte α und b, die durch das Wasser elektrisch verbunden werden und in der Stromleitung c sich befinden, worin eine Elektricitätsquelle d eingeschaltet ist, sowie ein Elektromagnet e mit einem Anker /, der durch eine Feder g oder deren Aequivalent zurückgezogen wird, in der mit Bezug auf Fig. 1 und 2 beschriebenen ganzen Zusammensetzung.
4. Bei einer elektrischen Regulirungsvorrichtung für Schiffsmaschinen die Combination zweier Contacte α und b mit einer Elektricitätsquelle d, welche in eine Stromleitung c eingeschaltet ist, eines Ankers/, zweier Elektromagnete e e1, eines Relais j und eines Contactes /' in der mit Bezug auf Fig. 3 beschriebenen ganzen Zusammensetzung.
Hierzu I Blatt Zeichnungen. BERLIN. GEDRUCKT IN DER REICHSDRUCICEREI.
DENDAT20902D Verfahren und Vorrichtung zur Regulirung der Geschwindigkeit von Schiffsmaschinen durch Elektrizität Expired DE20902C (de)

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE20902C true DE20902C (de) 1900-01-01

Family

ID=297617

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DENDAT20902D Expired DE20902C (de) Verfahren und Vorrichtung zur Regulirung der Geschwindigkeit von Schiffsmaschinen durch Elektrizität

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE20902C (de)

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US4142448A (en) * 1977-02-03 1979-03-06 The Bendix Corporation Rack and pinion power steering gear
US4546854A (en) * 1982-06-16 1985-10-15 Albert Bocker Gmbh & Co. Kg Load-carrying platform

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US4142448A (en) * 1977-02-03 1979-03-06 The Bendix Corporation Rack and pinion power steering gear
US4546854A (en) * 1982-06-16 1985-10-15 Albert Bocker Gmbh & Co. Kg Load-carrying platform

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE20902C (de) Verfahren und Vorrichtung zur Regulirung der Geschwindigkeit von Schiffsmaschinen durch Elektrizität
DE233746C (de)
DE373376C (de) Elektromagnet, bei welchem ein Arbeitsanker durch einen mechanisch verschiebbaren Nebenanker gesteuert wird
DE279084C (de)
DE232953C (de)
DE45582C (de) Elektrischer Geschwindigkeits-. regulator für Seedampfschiffsmaschinen
DE588765C (de) Verfahren und Vorrichtung zur Regelung von Kraftmaschinen
DE234513C (de)
DE87008C (de)
DE186876C (de)
DE97651C (de)
DE45070C (de) Automatischer Gasdruckregulator
DE319118C (de) Einrichtung zur wahlweisen elektrischen Fernverstellung
DE507998C (de) Einrichtung zur selbsttaetigen Rueckfuehrung des Niederschlagswassers aus mittelbar erwaermten Heizvorrichtungen in den Speisewasserbehaelter oder in die den Heizdampf liefernden Dampfkessel
DE105147C (de)
DE883237C (de) Einrichtung zur Hebung und Foerderung von Fluessigkeiten
DE329913C (de) Selbsttaetiger Waermeregler fuer Heizungs- und Lueftungsanlagen mit elektromagnetischer Steuerung
DE266828C (de)
DE198119C (de)
DE546027C (de) UEberlaufspeicher mit mehreren Zapfstellen
DE169076C (de)
DE421544C (de) Einrichtung zur Regelung der Leistung von Kraftmaschinen oder aehnlicher physikalischer Groessen
DE96815C (de)
DE295744C (de)
DE209891C (de)