DE97651C - - Google Patents
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- B63—SHIPS OR OTHER WATERBORNE VESSELS; RELATED EQUIPMENT
- B63H—MARINE PROPULSION OR STEERING
- B63H21/00—Use of propulsion power plant or units on vessels
- B63H21/21—Control means for engine or transmission, specially adapted for use on marine vessels
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Description
KAISERLICHES'
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 60: Regler für Kraftmaschinen.
■ z. Zt. in GLASGOW.
Regulator für Schiffsmaschinen u. dgl.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 8, April 1897 ab.
Gegenstand vorliegender Erfindung betrifft Neuerungen an Regulatoren, welche hierdurch
namentlich bei Schiffsmaschinen, Elektromotoren und dergl. eine sichere Regelung herbeiführen.
Auf beiliegender Zeichnung ist ein solcher Regulator beispielsweise in drei Ausführungsformen dargestellt; es zeigt:
Fig. ι einen Verticalschnitt der in Verbindung mit dem Regulator angewendeten Luftpumpe,
Fig. 2 einen Verticalschnitt eines mit der Pumpe verbundenen Control- oder Regulircylinders,
Fig. 3 eine elektrische Vorrichtung zur Regulirung des Luftdruckes auf den Kolben des
Regulircylinders,
Fig. 4 eine Abänderung der in Fig. 3 und
Fig. 5 eine Abänderung der in Fig. 3 dargestellten Anordnung, bei welcher die elektrische
Vorrichtung durch eine mechanische ersetzt ist.
A veranschaulicht einen der beiden Cylinder einer Luftpumpe, dessen Kolben C vermittelst
einer Kolbenstange C1 und Pleuelstange C3 auf
der Kurbelwelle C4 durch eine auf letztere aufgekeilte Riemscheibe E und Riemen, Band,
Kette oder dergl. von der Welle der Maschine aus bethätigt wird, deren Geschwindigkeit regulirt
werden soll.
Die aus den Luftpumpen durch Rohr K austretende Luft strömt, nachdem sie die später
zu beschreibende Regelungsvorrichtung passirt hat, durch Rohr O in den Cylinder L (Fig. 2).
M ist der Kolben mit seiner Stange M1 in genanntem Cylinder. Die von. einer unter Druck
stehenden Feder N umgebene Kolbenstange Ai1
ist derart eingerichtet, dafs sie den Kolben so lange vordrückt, bis die Kraft der Feder von
der durch Rohr O eintretenden und auf die Kolbenflä'che wirkenden Druckluft aufgehoben
wird. Die Kolbenstange M1 kann, wenn die Construction der Maschine dies zuläfst, in den
Packungsdeckel eines auf dem Dampfrohr der Maschine angeordneten Absperrventiles eintreten,
wenn aber der Regulator infolge örtlicher Verhältnisse in gröfserer Entfernung vom Dampfrohr
angebracht werden mufs, so ist die Kolbenstange M1 des Regulircylinders mit
Steuerungshebeln oder dergl. zu versehen, welche ein entsprechendes, in die Druckleitung
der Maschine eingeschaltetes Regulir.ventil bethätigen,
entweder zum Handhaben einer Bremsvorrichtung, oder eines Umschalters in
Verbindung mit einer elektrischen Installation. O·2 stellt ein Sicherheitsventil dar.
Fig. 3 veranschaulicht eine mit dem vorbeschriebenen Apparat verbundene Regulirungsvorrichtung
der Geschwindigkeit für Dynamomaschinen einer elektrischen Lichtanlage. Diese Vorrichtung besteht aus einem festen Rahmen P,
in welchem das mit dem Rohr K communicirende Dampfrohr O gelagert ist. Dieses Rohr
hat eine oder mehrere dreieckig gestaltete Auslafsöffhungen O1 und mündet in einen als
Nebenventil dienenden cylindnschen Behälter Q.
Dies Ventil sitzt auf einer mit Schraubengewinde versehenen Stange Q.1, welche mit
ihrem Ventil durch Verschiebung die dreieckigen Auslässe O1 regulirt. Die Bewegung
dieser Stange und demgemäfs das Entweichen des Druckmediums durch den Auslafs O1 wird
durch einen Hebel R bewirkt, dessen Hängelager R1 mit seinem oberen Ende auf dem
festen Balken P und mit seinem Fufse auf dem Hebel R entlang zu gleiten vermag, wobei
derselbe in jeder beliebigen Lage auf dem Hebel und dem Balken vermittelst Stellschrauben
R2 R3 festgestellt werden kann. Hebel R
schwingt um Stifte R5 in dem gegabelten Ende
des Lagers R1 und legt sich gegen die Hülse J?4 an. Mit dem Hebel R ist ein Magnetkern S
auf- und niederstellbar verbunden, der einerseits bei S1 mittelst Universalgelenkes mit einer
Schraubenspindel S2 in Verbindung ist; die Lage des Kernes wird durch Schrauben S3
bestimmt. Kern 5 ist theilweise von einer Wickelung £4 umgeben, die auf einer Platte S5
ruht, an welcher die Klemmen S6 S6 für die
Leitungsdrähte vom Hauptstrom oder dem Umschalter der Dynamomaschine her angebracht
sind. Die Wickelung S4 ist mit einem Stöpsel
57 versehen, welcher dazu beiträgt, den Kern S anzuziehen und durch Auf- oder Abwärtsschrauben
in der Stützplatte zum Kern S beliebig verstellt werden kann.
Hebel R besitzt eine Sicherheitsvorrichtung, welche denselben, sowie die Stange Q1 und
Ventil Q. derart bethätigt, dafs sie den Auslafs O1 schliefst, das Entweichen von Luft an
den Pumpen verhindert und den Druck auf den Kolben M im Cylinder L so vermehrt, dafs der
Kolben vorwärts gedrückt und der Dampf zum Motor abgesperrt wird. Diese Sicherheitsvorrichtung
besteht aus einer Feder T, welche an dem Hebel R mittelst Schraubenspindel und
Schrauben stellbar befestigt ist. Das andere Ende der Feder ist mittelst Stiftes oder Hakens T2
in den Schlitz eines Rahmens T1 eingehängt und hält somit den Hebel vermittelst der
Feder, Der Haken T2 ist mit seinem Arm T3
drehbar am Hinterende des Balkens P befestigt. Am Hebel R ist eine senkrechte Stange Ti
stellbar angeordnet und so eingerichtet, dafs sie mit dem vorstehenden Arm Tä, dessen
Entfernung durch Schraube T5 justirbar ist,
in Berührung kommt. Das andere Ende R6 des Hebels R ist gegabelt; die Arme der Gabel
umschliefsen die Stange Q1 zwischen den Schraubenmuttern Q3 und Q4, wodurch das
Gabelende des Hebels in entsprechender Höhe auf der Stange Q1 eingestellt werden kann.
P1 ist ein Ansatzarm am Rahmen P, durch den das untere Ende der Stange Q.1 hindurchgeht.
P2 stellt eine Stellschraube dar, die dicht gegen die Stange Q1 zu schrauben ist,
damit diese, wenn erforderlich, unbeweglich wird, wie z. B. wenn sie nicht unter dem Einflufs
des Hebels R steht.
Durch das Emporschnellen des Hebels R wird die Feder T zwar aus ihrem Haken gelöst,
jedoch fällt unmittelbar darauf das betreffende Ende des Hebels, durch das Gewicht
des Solenoidkernes veranlafst, abwärts und die Hülse Q. wird derartig gehoben, dafs ein
Schliefsen der Auslafsöffnung O1 erfolgt. Es liegt auf der Hand, dafs bei vollständiger Entlastung
der Maschine die Auslafsöffnung Oλ
geschlossen werden mufs, so dafs der Druck des Druckmediums in dem Cylinder L steigt
und das Ventil schliefst. Wenn dagegen die Auslafsöffnung O1 freigegeben, d. h. geöffnet
würde, so ginge die Maschine durch.
Eine andere Vorrichtung zum Feststellen, der Stange Q.1 und Begrenzen des Weges derselben
besteht aus einem in den Führungsarm P1 eingeschraubten Schraubbolzen P3 mit
Kopf P4 und Schraubenmutter P5. Dieser Bolzen P3 und die auf diesem sitzende Mutter P5
können so eingestellt werden, dafs die Muttern Q3 und Q4 zwischen dem Kopf P4 und der Mutter P5
derart gehalten werden, dafs die Stange Q.1
sich nicht über die im Voraus bestimmte Grenze hinaus ab1 und aufwärts bewegen
kann.
Durch das Feststellen der Stange Q1 bei theilweise geöffnetem Auslafs O1 dient die Vorrichtung
zur Regelung jeder gewünschten gleichmäfsigen Ganggeschwindigkeit von Motoren und sonstigen Maschinen.
Bei der in Fig. 4 gezeigten Anordnung ist der Hebel R weggelassen und der Magnetkern
oder das Solenoid direct mit der Stange Q.1 verbunden, welche das Ventil Q. bethätigt. In
diesem Falle ist das Gewicht des Ventiles Q., der Stange Q.1 und des Kernes S durch eine
Feder Q.5 ausgeglichen, deren oberes Ende
gegen die Stellmutter Q4 und deren unteres Ende gegen den Arm P1 gestützt ist. Die
Feder Q.1 dient zur genauen Einstellung der Wirkung und des Hubes der Feder Q.6 und
des Ventiles ζ). Da bei dieser Anordnung der Hebel R fortfällt und das Schliefsen der Auslafsöffnung
O1 durch die Abwärtsbewegung des Magnetkernes S und Ventiles Q bewirkt
werden mufs, so ist die Stellung der Auslafsöffnung O1 umgekehrt, wobei das Schliefsen
durch den oberen Rand eines auf der Seite des Ventiles Q. angebrachten Schlitzes Q7 ausgeführt
wird.
Fig. 5 zeigt eine Regulirvorrichtung, welche besonders für den Gebrauch bei Schiffsmaschinen
bestimmt und derartig eingerichtet ist, dafs sie bei veränderten Bedingungen stets
wirksam eingestellt werden kann, d. h. bei
Fahrt gegen den Seegang von vorn, querein oder von hinten."
Bei solcher Anordnung besteht die Vorrichtung aus einem mit den Luftpumpen durch
das Rohr O verbundenen Cylinder U. In demselben befindet sich ein Schieber U1, der die
Oeffnung zum Kanal O regulirt. Am Schieber U1 sitzt ein Rohr Z72, das durch ein Loch
im Deckel U3 des Cylinders hindurchgeht. Dies Rohr ist zwischen dem Cylinderdeckel Vs
und dem Schieber U1 mit einer Spiralfeder C/4
umgeben, welche den Schieber nach vorn geschoben, d. h. in der Zeichnung nach links
hält, bis, der Luftdruck aus den Pumpen die Wirkung aufhebt. £/5 sind Anschläge zur
Begrenzung des Schieberweges in jeder der beiden Richtungen. Das Rohr U2 hat eine
dreieckige Auslafsöffnung C/6, deren Oeffnungsweite
durch einen Kolben W regulirt wird, der durch eine Stange C/9 mit einem in dem
offenen Ende des Rohres U2 eingeschraubten Stöpsel U10 verbunden ist. Us ist eine Ablafsöffnung.
Diese Vorrichtung kommt bei Schiffsmaschinen in Anwendung, wenn die mit
dem neuen Regulator versehenen Schiffe durch querein oder von hinten kommenden Seegang
fahren; läuft das Schiff jedoch gegen Seegang von vorn, so wird eine Vorrichtung mit solchen
Theilen benutzt, wie sie in Verbindung mit der beschriebenen elektrischen Einrichtung
vorgesehen sind, pnd zwar besteht diese aus einem Zweigrohr O3, welches mit dem Cylinder
U verbunden ist und eine dreieckige Auslafsöffnung O1 besitzt, welche durch einen
Schieber Q in gleicher Weise geregelt wird, wie dies bereits in Verbindung mit der elektrischen
Einrichtung der Fig. 3 und 4 beschrieben wurde. Ein Hängelager, ähnlich
dem in den Fig. 3 und 4 mit R1 bezeichneten, wird auch hier angewendet", hinzu kommt
noch eine vom Hebel R herabhängende und mit Kugel "VF1 beschwerte Stange W. Diese
letztere gleitet mit dem Lager R1 auf dem Hebel R derart, dafs der Raum für den Weg
des gegabelten Endes des Hebels jR und demzufolge die Bewegung des Schiebers Q. verringert
oder vergröfsert wird. Die Kugel W kann durch die Mutter W2 in die Höhenlage
beliebig eingestellt werden. Kugel und Stange bilden ein Pendel, das durch die Bewegung
des Schiffes in Schwingung versetzt und infolge dessen das gegabelte Ende des Hebels auf-
und abbewegt, wodurch die Stange Q.1 und Ventil Q derart bethätigt werden, dafs der Auslafs
O1 sich öffnet bezw. schliefst.
In dieser Weise regulirt die schwingende Bewegung des Pendels den auf den Kolben M
im Cylinder L wirkenden Luftdruck und bewirkt die Bethätigung eines Drosselventilhebels
derart, dafs jedem Leergang der Maschine und der Schraube während des Stampfens des
Schiffes bei Seegang von vorn vorgebeugt wird.
Die Vorrichtung functionirl wie folgt: Nehmen
wir an, dafs der zur Regelung des Motors einer elektrischen Betriebsanlage verwendete
Regulator mit der in Fig. 3 und 4 dargestellten Vorrichtung verbunden ist. Die Luftpumpen,
welche von der Maschine bethätigt werden, deren Geschwindigkeit regulirt werden soll,
saugen die Luft ein und führen sie in das Rohr bezw. den Kanal K und weiter zum
Cylinder L. Die Menge des durch den Auslafs O1 entströmenden Druckmediums während
dessen Einwirkung auf den Kolben M wird durch die Verminderung oder Vermehrung der
Belastung bezw. der Anzahl der Lichtstellen regulirt; z. B. wird eine Anzahl von Lichtstellen
plötzlich eingeschaltet, so geht ein schwächerer Strom durch die Solenoidspirale S*,
wodurch auf den Kern S eine geringere Anziehungskraft übertragen wird, was der Feder T
ermöglicht, das eine Ende des Hebels zu heben, so dafs das .Schieberventil Q. sich senkt und
den Auslafs O1. öffnet. Infolge dessen findet ein vermehrter Austritt von Prefsluft durch O1
und demzufolge ein verminderter Druck auf den Kolben M statt, der nun durch den Druck
der Feder 2V, welche die Kolbenstange iV1 umschliefst, vorwärts geschoben, durch die letztere
das Drosselventil der Maschine oder des Motors öffoet, was den schnelleren Gang derselben
und somit auch den der. Dynamomaschinen veranlafst.
Bei Ausschaltungen tritt die umgekehrte Wirkung ein.
Würde infolge Riemenbruches, Bruches der Leitung oder aus anderen Ursachen der Strom
plötzlich abgeschnitten, so kommt die in Fig. 3 veranschaulichte Sicherheitsvorrichtung zur Verhinderung
des überschnellen Ganges der plötzlich entlasteten Maschine in Thätigkeit. In
solchem Falle läfst die Anziehungskraft des Kernes S nach, die Feder T drückt den Hebel
R hoch und damit die Stange T*, die nun
gegen den Arm Ts stöfst und den Haken T2
vom Gestell T1 abhebt, wodurch das Ende des Hebels R infolge Schwerkraft herabfällt
und die Auslafsöffnung O1 schliefst. Hierdurch wird der Druck der Luft auf Kolben M vermehrt,
letzterer und Stange M zurückgedrückt, so dafs das Drosselventil geschlossen wird und
die Maschine zum Stillstand gelangt.
Bei der in Fig. 4 veranschaulichten Anordnung wirkt die Feder Q.5 und Auslafs O1 als
Sicherheitsvorrichtung in folgender Weise: Ist der elektrische Strom - aufgehoben und die
Zugkraft des Kernes S hört auf, so hebt die Feder Q.5 das Schieberventil Q. und letzteres
schliefst den Auslafs O1 und veranlafst somit ein Stillstehen der Maschine.
Wenn der vorliegende Regulator bei Schiffsmaschinen angewendet wird, so benutzt man
den in Fig. 5 dargestellten Apparat. Steuert das Schiff durch seitlich kommenden oder von
hinten folgenden Seegang, so wird der Auslafs O1 durch die Schieberstange Q1 und Schieber
Q durch eine Stellschraube P2 oder Stellstift
P3 festgestellt. Die aus den Pumpen kommende Luft tritt nun in den Cylinder U
durch Rohr O, nachdem der Kolben U1 so
eingestellt ist, dafs die Ausströmung durch den Auslafs U6 eine gleiche Luftmenge herauslä'fst
wie diejenige, welche durch die Luftpumpen aufgesaugt wird, wenn die Maschine bei dem
vorher bestimmten Geschwindigkeitsmaximum arbeitet. Zu derselben Zeit wird das Schieberventil
U1 durch die Feder Z74 derart vorgedrückt
gehalten, dafs der Durchgang zum Rohr O und Cylinder L geschlossen bleibt. Soll die Maschine
noch über eine solche Geschwindigkeit hinaus in ihrem Gange beschleunigt werden,
so wird die Luft direct durch die Luftpumpen aufgesaugt, so viel als der Auslafs der Oeffnung
C/6 zulä'fst, so dafs die auf den Kolben U1
und Ventil U1 wirkende Luft das letztere so zurückdrückt, dafs der Durchgang im Rohr O
sich öffnet, wonach die Prefsluft einen Druck auf die Kolbenflä'che M im Regulircylinder L
ausübt und den Kolben M und seine Stange derart nach hinten drückt, dafs das Drosselventil
der Maschine, welches mit der genannten Kolbenstange M1 verbunden ist, vollkommen
geschlossen wird; sollte durch irgend welche Veranlassung die Maschine dennoch in erhöhtere
Eile übergehen, so wird der Kolben M im Cylinder L in solcher Weise zurückgedrückt,
dafs das Drosselventil des Dampfrohres sich sofort schliefst.
Die Spannung der Feder Ui mufs natürlich
:S0 eingestellt sein, dafs das Schieberventil U1
pro i qcm einen gröfseren Widerstand leistet als die Feder 2V1 im Cylinder L. Kehrt die
Maschine zu ihrer normalen Geschwindigkeit zurück, so geht das Schieberventil U1 infolge
des verringerten Luftdruckes im Cylinder L wieder vor, wobei sie den Durchgang aus dem
Rohr O zur Auslafsöffnung Us öffnet, was die
Ausströmung der Luft aus dem Cylinder L gestattet.
Fährt das Schiff einer von vorn kommenden See entgegen, so mufs die Auslafsöffnung £/e
durch den Kolben U7 geschlossen und der Sperrstift P2 bezw. P3, je nach Lage des Falles,
von der Ventilstange Q1 freigemacht werden; wenn das Schiff stampft, so kann das Pendel W
derart frei schwingen, dafs das Schieberventil Q. bewegt und das Oeffnen und Schliefsen der
Auslafsöffnung O1 geregelt wird. Wenn z. B. der Stern des Schiffes aus dein Wasser hervorragt,
so nimmt das Pendel eine solche Stellung ein, dafs der Hebel R zum Schliefsen der Oeffnung
O1 bethätigt wird, wodurch die Ausströmung der Luft verhindert und diese gezwungen
wird, so auf den Kolben M zu wirken, dafs das Drosselventil in der beschriebenen
Weise sich schliefst; bei der entgegengesetzten Bewegung des Schiffes öffnet das Pendel den
Auslafs O1 genau in der für die Ausströmung erforderlichen Ausdehnung, damit nur so viel
Luft ausströmen kann, als im Maximum für die vorher bestimmte Geschwindigkeit und
nicht mehr vorgesehen war; dies wird durch die besondere Einstellung des Sperrstiftes P3
und der darauf befindlichen Mutter P5 regulirt. Man sieht hieraus, dafs die Wirkung des Pendels
W W1 gleichzeitig den Kolben M und damit durch Stange M1 das Drosselventil der
Maschine bethätigt, wodurch jede unvorhergesehene Vermehrung der Geschwindigkeit verhindert
bezw. derselben vorgebeugt wird, sobald die Schraube nicht genügend vom Wasser
umgeben ist.
Claims (2)
1. Regulator für. Schiffsmaschinen, Elektromotoren und dergl., gekennzeichnet durch
eine direct oder indirect mit der betreffenden Maschine verbundene Luftpumpe, von
welcher die in derselben erzeugte Druckluft einem Cylinder (L) zugeführt und'
dessen unter Federdruck stehender Kolben hierdurch derart bethätigt wird, dafs des
letzteren, in geeigneter Weise mit einem Drosselventil oder dergl. in Verbindung
stehende Kolbenstange (M1) dieses Ventil je nach der Stärke der Druckluft theilweise
oder auch ganz absperrt.
2. Ein Regulator nach Anspruch 1 mit einer zwischen der Luftpumpe und dem Cylinder
(L) eingeschalteten Sicherheitsvorrichtung, gekennzeichnet durch eine im Rohr (O)
vorgesehene, dreieckig ausgebildete Auslafsöffnung (01), welche mittelst einer vertical
verstellbaren Hülse (Q_) geöffnet bezw. verschlossen werden kann, wobei die verticale Verschiebung der Hülse durch einen drehbar
gelagerten Hebel (R) in der Weise bewirkt wird, dafs ein mit dem einen Schenkel des
Hebels (R) in Verbindung stehender Elektromagnet (S) je nach der herrschenden Spannung
mehr oder weniger stark angezogen wird, so dafs der in geeigneter Weise mit der Hülse (Q) verbundene Hebel (R) einen
entsprechenden Ausschlag erfährt, und dafs bei Stromunterbrechung, also vollständiger
Entlastung der Betriebsmaschine, nach dem Lösen einer Feder (T) der entsprechende
Arm des Hebels (R) fällt und die Auslafsöffnung (O1) schliefst.
Eine Abänderung der unter 2. gekennzeichneten Vorrichtung;, darin bestehend, dafs
der Elektromagnet (S) direct mit der vertical verschiebbaren Hülse (Q) verbunden
ist und somit die auftretenden Spannungsdifferenzen der elektrischen Leitung direct
auf die Hülse und die Auslafsöffnung überträgt.
Eine Abänderung der unter 2. gekennzeichneten Vorrichtung, darin bestehend,
dafs der Elektromagnet (S) durch einen den Schwankungen einer SchifFsmaschine
bezw. des gesammten Schiffes folgenden Gewichtshebel (W) ersetzt ist, dessen Bewegungen
auf die Hülse (Q) und die Auslafsöffnung übertragen werden.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE97651C true DE97651C (de) | 1900-01-01 |
Family
ID=368683
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT97651D Expired DE97651C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE97651C (de) |
-
0
- DE DENDAT97651D patent/DE97651C/de not_active Expired
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