DE97651C - - Google Patents

Info

Publication number
DE97651C
DE97651C DENDAT97651D DE97651DA DE97651C DE 97651 C DE97651 C DE 97651C DE NDAT97651 D DENDAT97651 D DE NDAT97651D DE 97651D A DE97651D A DE 97651DA DE 97651 C DE97651 C DE 97651C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
lever
sleeve
outlet opening
cylinder
rod
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DENDAT97651D
Other languages
English (en)
Publication date
Application granted granted Critical
Publication of DE97651C publication Critical patent/DE97651C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B63SHIPS OR OTHER WATERBORNE VESSELS; RELATED EQUIPMENT
    • B63HMARINE PROPULSION OR STEERING
    • B63H21/00Use of propulsion power plant or units on vessels
    • B63H21/21Control means for engine or transmission, specially adapted for use on marine vessels

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Ocean & Marine Engineering (AREA)
  • Mechanically-Actuated Valves (AREA)

Description

KAISERLICHES'
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 60: Regler für Kraftmaschinen.
■ z. Zt. in GLASGOW.
Regulator für Schiffsmaschinen u. dgl.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 8, April 1897 ab.
Gegenstand vorliegender Erfindung betrifft Neuerungen an Regulatoren, welche hierdurch namentlich bei Schiffsmaschinen, Elektromotoren und dergl. eine sichere Regelung herbeiführen.
Auf beiliegender Zeichnung ist ein solcher Regulator beispielsweise in drei Ausführungsformen dargestellt; es zeigt:
Fig. ι einen Verticalschnitt der in Verbindung mit dem Regulator angewendeten Luftpumpe,
Fig. 2 einen Verticalschnitt eines mit der Pumpe verbundenen Control- oder Regulircylinders,
Fig. 3 eine elektrische Vorrichtung zur Regulirung des Luftdruckes auf den Kolben des Regulircylinders,
Fig. 4 eine Abänderung der in Fig. 3 und
Fig. 5 eine Abänderung der in Fig. 3 dargestellten Anordnung, bei welcher die elektrische Vorrichtung durch eine mechanische ersetzt ist.
A veranschaulicht einen der beiden Cylinder einer Luftpumpe, dessen Kolben C vermittelst einer Kolbenstange C1 und Pleuelstange C3 auf der Kurbelwelle C4 durch eine auf letztere aufgekeilte Riemscheibe E und Riemen, Band, Kette oder dergl. von der Welle der Maschine aus bethätigt wird, deren Geschwindigkeit regulirt werden soll.
Die aus den Luftpumpen durch Rohr K austretende Luft strömt, nachdem sie die später zu beschreibende Regelungsvorrichtung passirt hat, durch Rohr O in den Cylinder L (Fig. 2). M ist der Kolben mit seiner Stange M1 in genanntem Cylinder. Die von. einer unter Druck stehenden Feder N umgebene Kolbenstange Ai1 ist derart eingerichtet, dafs sie den Kolben so lange vordrückt, bis die Kraft der Feder von der durch Rohr O eintretenden und auf die Kolbenflä'che wirkenden Druckluft aufgehoben wird. Die Kolbenstange M1 kann, wenn die Construction der Maschine dies zuläfst, in den Packungsdeckel eines auf dem Dampfrohr der Maschine angeordneten Absperrventiles eintreten, wenn aber der Regulator infolge örtlicher Verhältnisse in gröfserer Entfernung vom Dampfrohr angebracht werden mufs, so ist die Kolbenstange M1 des Regulircylinders mit Steuerungshebeln oder dergl. zu versehen, welche ein entsprechendes, in die Druckleitung der Maschine eingeschaltetes Regulir.ventil bethätigen, entweder zum Handhaben einer Bremsvorrichtung, oder eines Umschalters in Verbindung mit einer elektrischen Installation. O·2 stellt ein Sicherheitsventil dar.
Fig. 3 veranschaulicht eine mit dem vorbeschriebenen Apparat verbundene Regulirungsvorrichtung der Geschwindigkeit für Dynamomaschinen einer elektrischen Lichtanlage. Diese Vorrichtung besteht aus einem festen Rahmen P, in welchem das mit dem Rohr K communicirende Dampfrohr O gelagert ist. Dieses Rohr hat eine oder mehrere dreieckig gestaltete Auslafsöffhungen O1 und mündet in einen als
Nebenventil dienenden cylindnschen Behälter Q. Dies Ventil sitzt auf einer mit Schraubengewinde versehenen Stange Q.1, welche mit ihrem Ventil durch Verschiebung die dreieckigen Auslässe O1 regulirt. Die Bewegung dieser Stange und demgemäfs das Entweichen des Druckmediums durch den Auslafs O1 wird durch einen Hebel R bewirkt, dessen Hängelager R1 mit seinem oberen Ende auf dem festen Balken P und mit seinem Fufse auf dem Hebel R entlang zu gleiten vermag, wobei derselbe in jeder beliebigen Lage auf dem Hebel und dem Balken vermittelst Stellschrauben R2 R3 festgestellt werden kann. Hebel R schwingt um Stifte R5 in dem gegabelten Ende des Lagers R1 und legt sich gegen die Hülse J?4 an. Mit dem Hebel R ist ein Magnetkern S auf- und niederstellbar verbunden, der einerseits bei S1 mittelst Universalgelenkes mit einer Schraubenspindel S2 in Verbindung ist; die Lage des Kernes wird durch Schrauben S3 bestimmt. Kern 5 ist theilweise von einer Wickelung £4 umgeben, die auf einer Platte S5 ruht, an welcher die Klemmen S6 S6 für die Leitungsdrähte vom Hauptstrom oder dem Umschalter der Dynamomaschine her angebracht sind. Die Wickelung S4 ist mit einem Stöpsel 57 versehen, welcher dazu beiträgt, den Kern S anzuziehen und durch Auf- oder Abwärtsschrauben in der Stützplatte zum Kern S beliebig verstellt werden kann.
Hebel R besitzt eine Sicherheitsvorrichtung, welche denselben, sowie die Stange Q1 und Ventil Q. derart bethätigt, dafs sie den Auslafs O1 schliefst, das Entweichen von Luft an den Pumpen verhindert und den Druck auf den Kolben M im Cylinder L so vermehrt, dafs der Kolben vorwärts gedrückt und der Dampf zum Motor abgesperrt wird. Diese Sicherheitsvorrichtung besteht aus einer Feder T, welche an dem Hebel R mittelst Schraubenspindel und Schrauben stellbar befestigt ist. Das andere Ende der Feder ist mittelst Stiftes oder Hakens T2 in den Schlitz eines Rahmens T1 eingehängt und hält somit den Hebel vermittelst der Feder, Der Haken T2 ist mit seinem Arm T3 drehbar am Hinterende des Balkens P befestigt. Am Hebel R ist eine senkrechte Stange Ti stellbar angeordnet und so eingerichtet, dafs sie mit dem vorstehenden Arm Tä, dessen Entfernung durch Schraube T5 justirbar ist, in Berührung kommt. Das andere Ende R6 des Hebels R ist gegabelt; die Arme der Gabel umschliefsen die Stange Q1 zwischen den Schraubenmuttern Q3 und Q4, wodurch das Gabelende des Hebels in entsprechender Höhe auf der Stange Q1 eingestellt werden kann. P1 ist ein Ansatzarm am Rahmen P, durch den das untere Ende der Stange Q.1 hindurchgeht. P2 stellt eine Stellschraube dar, die dicht gegen die Stange Q1 zu schrauben ist, damit diese, wenn erforderlich, unbeweglich wird, wie z. B. wenn sie nicht unter dem Einflufs des Hebels R steht.
Durch das Emporschnellen des Hebels R wird die Feder T zwar aus ihrem Haken gelöst, jedoch fällt unmittelbar darauf das betreffende Ende des Hebels, durch das Gewicht des Solenoidkernes veranlafst, abwärts und die Hülse Q. wird derartig gehoben, dafs ein Schliefsen der Auslafsöffnung O1 erfolgt. Es liegt auf der Hand, dafs bei vollständiger Entlastung der Maschine die Auslafsöffnung Oλ geschlossen werden mufs, so dafs der Druck des Druckmediums in dem Cylinder L steigt und das Ventil schliefst. Wenn dagegen die Auslafsöffnung O1 freigegeben, d. h. geöffnet würde, so ginge die Maschine durch.
Eine andere Vorrichtung zum Feststellen, der Stange Q.1 und Begrenzen des Weges derselben besteht aus einem in den Führungsarm P1 eingeschraubten Schraubbolzen P3 mit Kopf P4 und Schraubenmutter P5. Dieser Bolzen P3 und die auf diesem sitzende Mutter P5 können so eingestellt werden, dafs die Muttern Q3 und Q4 zwischen dem Kopf P4 und der Mutter P5 derart gehalten werden, dafs die Stange Q.1 sich nicht über die im Voraus bestimmte Grenze hinaus ab1 und aufwärts bewegen kann.
Durch das Feststellen der Stange Q1 bei theilweise geöffnetem Auslafs O1 dient die Vorrichtung zur Regelung jeder gewünschten gleichmäfsigen Ganggeschwindigkeit von Motoren und sonstigen Maschinen.
Bei der in Fig. 4 gezeigten Anordnung ist der Hebel R weggelassen und der Magnetkern oder das Solenoid direct mit der Stange Q.1 verbunden, welche das Ventil Q. bethätigt. In diesem Falle ist das Gewicht des Ventiles Q., der Stange Q.1 und des Kernes S durch eine Feder Q.5 ausgeglichen, deren oberes Ende gegen die Stellmutter Q4 und deren unteres Ende gegen den Arm P1 gestützt ist. Die Feder Q.1 dient zur genauen Einstellung der Wirkung und des Hubes der Feder Q.6 und des Ventiles ζ). Da bei dieser Anordnung der Hebel R fortfällt und das Schliefsen der Auslafsöffnung O1 durch die Abwärtsbewegung des Magnetkernes S und Ventiles Q bewirkt werden mufs, so ist die Stellung der Auslafsöffnung O1 umgekehrt, wobei das Schliefsen durch den oberen Rand eines auf der Seite des Ventiles Q. angebrachten Schlitzes Q7 ausgeführt wird.
Fig. 5 zeigt eine Regulirvorrichtung, welche besonders für den Gebrauch bei Schiffsmaschinen bestimmt und derartig eingerichtet ist, dafs sie bei veränderten Bedingungen stets wirksam eingestellt werden kann, d. h. bei
Fahrt gegen den Seegang von vorn, querein oder von hinten."
Bei solcher Anordnung besteht die Vorrichtung aus einem mit den Luftpumpen durch das Rohr O verbundenen Cylinder U. In demselben befindet sich ein Schieber U1, der die Oeffnung zum Kanal O regulirt. Am Schieber U1 sitzt ein Rohr Z72, das durch ein Loch im Deckel U3 des Cylinders hindurchgeht. Dies Rohr ist zwischen dem Cylinderdeckel Vs und dem Schieber U1 mit einer Spiralfeder C/4 umgeben, welche den Schieber nach vorn geschoben, d. h. in der Zeichnung nach links hält, bis, der Luftdruck aus den Pumpen die Wirkung aufhebt. £/5 sind Anschläge zur Begrenzung des Schieberweges in jeder der beiden Richtungen. Das Rohr U2 hat eine dreieckige Auslafsöffnung C/6, deren Oeffnungsweite durch einen Kolben W regulirt wird, der durch eine Stange C/9 mit einem in dem offenen Ende des Rohres U2 eingeschraubten Stöpsel U10 verbunden ist. Us ist eine Ablafsöffnung. Diese Vorrichtung kommt bei Schiffsmaschinen in Anwendung, wenn die mit dem neuen Regulator versehenen Schiffe durch querein oder von hinten kommenden Seegang fahren; läuft das Schiff jedoch gegen Seegang von vorn, so wird eine Vorrichtung mit solchen Theilen benutzt, wie sie in Verbindung mit der beschriebenen elektrischen Einrichtung vorgesehen sind, pnd zwar besteht diese aus einem Zweigrohr O3, welches mit dem Cylinder U verbunden ist und eine dreieckige Auslafsöffnung O1 besitzt, welche durch einen Schieber Q in gleicher Weise geregelt wird, wie dies bereits in Verbindung mit der elektrischen Einrichtung der Fig. 3 und 4 beschrieben wurde. Ein Hängelager, ähnlich dem in den Fig. 3 und 4 mit R1 bezeichneten, wird auch hier angewendet", hinzu kommt noch eine vom Hebel R herabhängende und mit Kugel "VF1 beschwerte Stange W. Diese letztere gleitet mit dem Lager R1 auf dem Hebel R derart, dafs der Raum für den Weg des gegabelten Endes des Hebels jR und demzufolge die Bewegung des Schiebers Q. verringert oder vergröfsert wird. Die Kugel W kann durch die Mutter W2 in die Höhenlage beliebig eingestellt werden. Kugel und Stange bilden ein Pendel, das durch die Bewegung des Schiffes in Schwingung versetzt und infolge dessen das gegabelte Ende des Hebels auf- und abbewegt, wodurch die Stange Q.1 und Ventil Q derart bethätigt werden, dafs der Auslafs O1 sich öffnet bezw. schliefst.
In dieser Weise regulirt die schwingende Bewegung des Pendels den auf den Kolben M im Cylinder L wirkenden Luftdruck und bewirkt die Bethätigung eines Drosselventilhebels derart, dafs jedem Leergang der Maschine und der Schraube während des Stampfens des Schiffes bei Seegang von vorn vorgebeugt wird.
Die Vorrichtung functionirl wie folgt: Nehmen wir an, dafs der zur Regelung des Motors einer elektrischen Betriebsanlage verwendete Regulator mit der in Fig. 3 und 4 dargestellten Vorrichtung verbunden ist. Die Luftpumpen, welche von der Maschine bethätigt werden, deren Geschwindigkeit regulirt werden soll, saugen die Luft ein und führen sie in das Rohr bezw. den Kanal K und weiter zum Cylinder L. Die Menge des durch den Auslafs O1 entströmenden Druckmediums während dessen Einwirkung auf den Kolben M wird durch die Verminderung oder Vermehrung der Belastung bezw. der Anzahl der Lichtstellen regulirt; z. B. wird eine Anzahl von Lichtstellen plötzlich eingeschaltet, so geht ein schwächerer Strom durch die Solenoidspirale S*, wodurch auf den Kern S eine geringere Anziehungskraft übertragen wird, was der Feder T ermöglicht, das eine Ende des Hebels zu heben, so dafs das .Schieberventil Q. sich senkt und den Auslafs O1. öffnet. Infolge dessen findet ein vermehrter Austritt von Prefsluft durch O1 und demzufolge ein verminderter Druck auf den Kolben M statt, der nun durch den Druck der Feder 2V, welche die Kolbenstange iV1 umschliefst, vorwärts geschoben, durch die letztere das Drosselventil der Maschine oder des Motors öffoet, was den schnelleren Gang derselben und somit auch den der. Dynamomaschinen veranlafst.
Bei Ausschaltungen tritt die umgekehrte Wirkung ein.
Würde infolge Riemenbruches, Bruches der Leitung oder aus anderen Ursachen der Strom plötzlich abgeschnitten, so kommt die in Fig. 3 veranschaulichte Sicherheitsvorrichtung zur Verhinderung des überschnellen Ganges der plötzlich entlasteten Maschine in Thätigkeit. In solchem Falle läfst die Anziehungskraft des Kernes S nach, die Feder T drückt den Hebel R hoch und damit die Stange T*, die nun gegen den Arm Ts stöfst und den Haken T2 vom Gestell T1 abhebt, wodurch das Ende des Hebels R infolge Schwerkraft herabfällt und die Auslafsöffnung O1 schliefst. Hierdurch wird der Druck der Luft auf Kolben M vermehrt, letzterer und Stange M zurückgedrückt, so dafs das Drosselventil geschlossen wird und die Maschine zum Stillstand gelangt.
Bei der in Fig. 4 veranschaulichten Anordnung wirkt die Feder Q.5 und Auslafs O1 als Sicherheitsvorrichtung in folgender Weise: Ist der elektrische Strom - aufgehoben und die Zugkraft des Kernes S hört auf, so hebt die Feder Q.5 das Schieberventil Q. und letzteres schliefst den Auslafs O1 und veranlafst somit ein Stillstehen der Maschine.
Wenn der vorliegende Regulator bei Schiffsmaschinen angewendet wird, so benutzt man den in Fig. 5 dargestellten Apparat. Steuert das Schiff durch seitlich kommenden oder von hinten folgenden Seegang, so wird der Auslafs O1 durch die Schieberstange Q1 und Schieber Q durch eine Stellschraube P2 oder Stellstift P3 festgestellt. Die aus den Pumpen kommende Luft tritt nun in den Cylinder U durch Rohr O, nachdem der Kolben U1 so eingestellt ist, dafs die Ausströmung durch den Auslafs U6 eine gleiche Luftmenge herauslä'fst wie diejenige, welche durch die Luftpumpen aufgesaugt wird, wenn die Maschine bei dem vorher bestimmten Geschwindigkeitsmaximum arbeitet. Zu derselben Zeit wird das Schieberventil U1 durch die Feder Z74 derart vorgedrückt gehalten, dafs der Durchgang zum Rohr O und Cylinder L geschlossen bleibt. Soll die Maschine noch über eine solche Geschwindigkeit hinaus in ihrem Gange beschleunigt werden, so wird die Luft direct durch die Luftpumpen aufgesaugt, so viel als der Auslafs der Oeffnung C/6 zulä'fst, so dafs die auf den Kolben U1 und Ventil U1 wirkende Luft das letztere so zurückdrückt, dafs der Durchgang im Rohr O sich öffnet, wonach die Prefsluft einen Druck auf die Kolbenflä'che M im Regulircylinder L ausübt und den Kolben M und seine Stange derart nach hinten drückt, dafs das Drosselventil der Maschine, welches mit der genannten Kolbenstange M1 verbunden ist, vollkommen geschlossen wird; sollte durch irgend welche Veranlassung die Maschine dennoch in erhöhtere Eile übergehen, so wird der Kolben M im Cylinder L in solcher Weise zurückgedrückt, dafs das Drosselventil des Dampfrohres sich sofort schliefst.
Die Spannung der Feder Ui mufs natürlich :S0 eingestellt sein, dafs das Schieberventil U1 pro i qcm einen gröfseren Widerstand leistet als die Feder 2V1 im Cylinder L. Kehrt die Maschine zu ihrer normalen Geschwindigkeit zurück, so geht das Schieberventil U1 infolge des verringerten Luftdruckes im Cylinder L wieder vor, wobei sie den Durchgang aus dem Rohr O zur Auslafsöffnung Us öffnet, was die Ausströmung der Luft aus dem Cylinder L gestattet.
Fährt das Schiff einer von vorn kommenden See entgegen, so mufs die Auslafsöffnung £/e durch den Kolben U7 geschlossen und der Sperrstift P2 bezw. P3, je nach Lage des Falles, von der Ventilstange Q1 freigemacht werden; wenn das Schiff stampft, so kann das Pendel W derart frei schwingen, dafs das Schieberventil Q. bewegt und das Oeffnen und Schliefsen der Auslafsöffnung O1 geregelt wird. Wenn z. B. der Stern des Schiffes aus dein Wasser hervorragt, so nimmt das Pendel eine solche Stellung ein, dafs der Hebel R zum Schliefsen der Oeffnung O1 bethätigt wird, wodurch die Ausströmung der Luft verhindert und diese gezwungen wird, so auf den Kolben M zu wirken, dafs das Drosselventil in der beschriebenen Weise sich schliefst; bei der entgegengesetzten Bewegung des Schiffes öffnet das Pendel den Auslafs O1 genau in der für die Ausströmung erforderlichen Ausdehnung, damit nur so viel Luft ausströmen kann, als im Maximum für die vorher bestimmte Geschwindigkeit und nicht mehr vorgesehen war; dies wird durch die besondere Einstellung des Sperrstiftes P3 und der darauf befindlichen Mutter P5 regulirt. Man sieht hieraus, dafs die Wirkung des Pendels W W1 gleichzeitig den Kolben M und damit durch Stange M1 das Drosselventil der Maschine bethätigt, wodurch jede unvorhergesehene Vermehrung der Geschwindigkeit verhindert bezw. derselben vorgebeugt wird, sobald die Schraube nicht genügend vom Wasser umgeben ist.

Claims (2)

Patent-Ansprüche:
1. Regulator für. Schiffsmaschinen, Elektromotoren und dergl., gekennzeichnet durch eine direct oder indirect mit der betreffenden Maschine verbundene Luftpumpe, von welcher die in derselben erzeugte Druckluft einem Cylinder (L) zugeführt und' dessen unter Federdruck stehender Kolben hierdurch derart bethätigt wird, dafs des letzteren, in geeigneter Weise mit einem Drosselventil oder dergl. in Verbindung stehende Kolbenstange (M1) dieses Ventil je nach der Stärke der Druckluft theilweise oder auch ganz absperrt.
2. Ein Regulator nach Anspruch 1 mit einer zwischen der Luftpumpe und dem Cylinder (L) eingeschalteten Sicherheitsvorrichtung, gekennzeichnet durch eine im Rohr (O) vorgesehene, dreieckig ausgebildete Auslafsöffnung (01), welche mittelst einer vertical verstellbaren Hülse (Q_) geöffnet bezw. verschlossen werden kann, wobei die verticale Verschiebung der Hülse durch einen drehbar gelagerten Hebel (R) in der Weise bewirkt wird, dafs ein mit dem einen Schenkel des Hebels (R) in Verbindung stehender Elektromagnet (S) je nach der herrschenden Spannung mehr oder weniger stark angezogen wird, so dafs der in geeigneter Weise mit der Hülse (Q) verbundene Hebel (R) einen entsprechenden Ausschlag erfährt, und dafs bei Stromunterbrechung, also vollständiger Entlastung der Betriebsmaschine, nach dem Lösen einer Feder (T) der entsprechende Arm des Hebels (R) fällt und die Auslafsöffnung (O1) schliefst.
Eine Abänderung der unter 2. gekennzeichneten Vorrichtung;, darin bestehend, dafs der Elektromagnet (S) direct mit der vertical verschiebbaren Hülse (Q) verbunden ist und somit die auftretenden Spannungsdifferenzen der elektrischen Leitung direct auf die Hülse und die Auslafsöffnung überträgt.
Eine Abänderung der unter 2. gekennzeichneten Vorrichtung, darin bestehend, dafs der Elektromagnet (S) durch einen den Schwankungen einer SchifFsmaschine bezw. des gesammten Schiffes folgenden Gewichtshebel (W) ersetzt ist, dessen Bewegungen auf die Hülse (Q) und die Auslafsöffnung übertragen werden.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DENDAT97651D Expired DE97651C (de)

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE97651C true DE97651C (de) 1900-01-01

Family

ID=368683

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DENDAT97651D Expired DE97651C (de)

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE97651C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE97651C (de)
DE1242961B (de) Sperrblock fuer die Anschlussleitungen umkehrbarer Hydraulikmotore
DE2165516A1 (de) Sicherheitsabstellvorrichtung für einen Verbrennungsmotor mit Kraftstoffeinspritzung
DE405716C (de) Mit Druckfluessigkeit betriebener Turbinenregler
DE693486C (de) Sicherheitseinrichtung, insbesondere fuer Brennkraftmaschinen
DE228104C (de)
DE3145800A1 (de) Vorrichtung zur bewirkung des ruecklaufes einer kettensaegeschine an einem greifglied
DE135256C (de)
DE154572C (de)
DE109958C (de)
DE20902C (de) Verfahren und Vorrichtung zur Regulirung der Geschwindigkeit von Schiffsmaschinen durch Elektrizität
DE48869C (de) Regelungsventil an Aufzügen mit stossfreiem Betriebe
DE203891C (de)
DE2633861C2 (de)
DE200104C (de)
DE722901C (de) Steuereinrichtung fuer zwei dauernd parallel geschaltete Motorgruppen von Gleichstromfahrzeugen
DE33490C (de) Regulator für Kraftmaschinen zum Betriebe dynamoelektrischer Maschinen
DE141214C (de)
DE573195C (de) Mit Kraftkolben ausgeruestetes Regelventil fuer schnelle Regelbewegungen
DE346132C (de) Regelungsvorrichtung fuer Kreiselverdichter und Pumpen, bei welcher ein Geschwindigkeitsregler nach erfolgter Einstellung eines den Treibmittelzufluss regelnden Gliedes durch einen Druckregler eine weitere Verstellung jenes Gliedes bewirkt
DE732390C (de) Selbsttaetig wirkende Sicherheitsvorrichtung zum Abbremsen eines Kraftfahrzeuges
DE395548C (de) Kraftmaschinenregler
DE461946C (de) Fluessigkeitsbremse
DE678116C (de) Steuervorrichtung fuer hydraulische Aufzuege
DE297362C (de)