DE620762C - Einrichtung zur Regelung der Antriebsmaschine eines mit anderen, gleichartigen Stromerzeugern parallel laufenden Drehstrom- oder Wechselstromerzeugers - Google Patents
Einrichtung zur Regelung der Antriebsmaschine eines mit anderen, gleichartigen Stromerzeugern parallel laufenden Drehstrom- oder WechselstromerzeugersInfo
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-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F01—MACHINES OR ENGINES IN GENERAL; ENGINE PLANTS IN GENERAL; STEAM ENGINES
- F01B—MACHINES OR ENGINES, IN GENERAL OR OF POSITIVE-DISPLACEMENT TYPE, e.g. STEAM ENGINES
- F01B25/00—Regulating, controlling or safety means
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F01—MACHINES OR ENGINES IN GENERAL; ENGINE PLANTS IN GENERAL; STEAM ENGINES
- F01B—MACHINES OR ENGINES, IN GENERAL OR OF POSITIVE-DISPLACEMENT TYPE, e.g. STEAM ENGINES
- F01B2250/00—Accessories of steam engines; Arrangements or control devices of piston pumps, compressors without crank shafts or condensors for so far as they influence the functioning of the engines
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Description
DEUTSCHES REICH
AUSGEGEBEN AM
26. OKTOBER 1935
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
KLASSE 14 g GRUPPE 3oi
14 g Λ 39.
Allgemeine Elektricitäts-Gesellschaft in Berlin*)
Einrichtung zur Regelung der Antriebsmaschine eines mit anderen,
gleichartigen Stromerzeugern parallel laufenden Drehstrom- oder
Wechselstromerzeugers
Patentiert im Deutschen Reiche vom 26. Juli 1930 ab
Die Erfindung bezieht sich auf eine Einrichtungzur Regelung der Antriebsmaschine
eines mit anderen, gleichartigen Stromerzeugern parallel laufenden Drehstrom- oder
Wechselstromerzeugers, bei welcher ein Isodromregler und ein von der Stromänderung
im Netz abhängiger Leistungsregler vorgesehen sind, die beide auf die gleiche Steuerung einwirken. Durch diese vereinigte
Isodrom- und Leistungsregelung wird unabhängig von irgendwelchen Änderungen der Dampfverhältnisse stets eine völlige
Gleichhaltung der Frequenz oder der Last gewährleistet. Eine derartige Regelung hat
indessen den Nachteil, daß bei Parallelbetrieb von zwei oder mehreren Maschinen nur eine
einzige derselben mit einem Isodromregler versehen sein darf, da andernfalls infolge des
fehlenden Ungleichförmigkeitsgrades der Regler die Lastverteilung zwischen den einzelnen
Maschinen unbestimmt wird. Um eine Lastverteilung vornehmen zu können, ist es daher notwendig, die Isodromrückführung
bestimmter Maschinen auszuschalten, um dann die Maschinen durch den fernerhin vorgesehenen
Leistungsregler in Abhängigkeit von der Last zu regeln. Diese Abschaltung kann in der Weise geschehen, daß der Kolben
der Ölbremse festgehalten wird. Eine stoßfreie Abschaltung, d. h. eine Abschaltung,
ohne daß eine Änderung der Belastungsverhältnisse der Maschine eintritt, läßt sich hierbei
jedoch nicht erreichen, es sei denn, daß die betreffende Maschine auf eine bestimmte
Leistung zurückgeregelt wird.
Die Erfindung ermöglicht ein stoßfreies Abschalten und Wiedereinschalten, ohne daß
eine Rückregelung der betrefiendein Maschine
erforderlich ist. Dieser Vorteil wird dadurch erreicht, daß der Fliehkraftregler der Antriebsmaschine
mit seinem Reglergestänge abkuppelbar verbunden ist. Da das Reglergestänge infolge der Anordnung der Isodromrückführung
im ausgeregelten Zustand stets dieselbe Lage gegenüber dem Fliehkraftregler einnimmt, so kann die Kupplung gelöst
oder eingeschaltet werden, ohne daß durch diese Umschaltung eine Änderung der Belastungsverhältnisse der Maschine eintritt.
Die Zeichnung zeigt ein Ausführungsbeispiel der Erfindung.
D ist der Drehzahlregler einer Turbine, dessen Muffe M im Punkte g am Hebel h angreift.
Der Hebelk ist entlang dem Hebel//, gleitend verschiebbar. Der Hebel ff wird im
Punkte r von der Feder F gehalten. Die Feder/7 ist bestrebt, sowohl bei Dehnung als
auch bei Zusammenpressung den Punkt r
*) Von dein Patentsucher ist als der Erfinder angegeben worden:
Dipl.-Ing. Heinrich Langrehr in Berlin-Nikolassee.
stets in ein·-und dieselbe- Ruheläge zurückzuführen.
Von dem Hebel B wird ferner im Punkte m der Steuerschieber St eingestellt,
welcher den Zufluß des Drucköls zum KoI-ben K der Ventilhilfsmaschine steuert. Der
Kolben K ist mit dem Dampfventil V einer Turbine fest verbunden. Mit dem Hebel H
ist im Punkte r ferner eine Ölbremse Oe verbunden, welche im wesentlichen aus einem öl
ίο enthaltenden Zylinder besteht, in dem sich ein Kolben befindet, welcher einen ölkatarakt
besitzt, um notwendigenfalls das Öl langsam von einer Seite des Kolbens auf die andere
treten zu lassen. Die Ölbremse greift an einem Differentialhebel an, welcher einerseits
mit dem Kolben K, andererseits mit einem dem Leistungsregler L zugeordneten
Schneckenantrieb verbunden ist.
Der Hebel H ist nicht unmittelbar mit der Muffe M des Drehzahlreglers verbunden, sondern
ein am Hebel H gleitender Zwischenhebel h greift mit dem Punkt g- in die Muffe
ein. Der Hebel h kann nach rechts verschoben werden bis zum Anschlag a, der
Punkt g ist dann aus der eigentlichen Muffennut ausgerückt und wäre frei beweglich,
wenn sich nicht die Nase η auf die feste
Unterlage u setzte.
Die Wirkungsweise der Anordnung ist folgende: Wenn der Hebel h sich in der linken
Stellung befindet, liegt eine an sich bekannte normale Isodromregelung vor, welche die
Kraftmaschine unabhängig von der Leistung stets auf gleichbleibende Drehzahl einregelt.
Arbeiten mehrere derartig ausgerüstete Maschinen auf ein gemeinsames Netz, so kann
man z. B. durch Verstellen des Leistungsreglers L die Leistung einer Maschine verändern.
Es besteht aber der Nachteil, daß jede Frequenzschwankung des· Netzes infolge
der Wirksamkeit des Drehzahlreglers!) dieser Maschine eine Laständerung nach sich zieht.
Durch die Anordnung gemäß der Erfindung wird nun bei Leistungsbetrieb der
Drehzahlregler für normale Frequenzschwankungen unwirksam gemacht. Der Hebel h
wird nach rechts bewegt und steht dann mit der Muffe des Drehzahlreglers D nicht mehr
in Eingriff. Die Maschine ist jetzt nur noch von dem Leistungsregler L abhängig und
wird entsprechend geregelt.
Es kann nun der Fall eintreten, daß die Maschine z. B. infolge Schalterauslösung
plötzlich entlastet wird und, da der Leistungsregler zunächst die Füllung unverändert
läßt, ihre Drehzahl schnell erhöhen würde. Um hier den Drehzahlregler wieder
zum Eingriff zu bringen, ist an der,Reglermuffe M unten eine Scheibe befestigt, welche
bei unzulässigem Drehzahlanstieg mit dem ausgerückten Hebel h wieder in Eingriff
kommt und die Füllung der Maschine verkleinert, aber nur so weit, daß die Maschine
laer laufend in Betrieb bleibt. Der an sich
bekannte Schnellschluß würde die Triebmittelzufuhr gänzlich absperren und die Maschine
stillsetzen. Durch die Einrichtung nach der Erfindung wird die Wiederinbetriebnahme
der Maschine erheblich beschleunigt, da nur eine geringe Abweichung von der normalen
Drehzahl stattfindet.
Daß bei der Anordnung,gemäß der Erfindung während des normalen Betriebes der
Übergang von Drehzahl auf Leistungsregelung und umgekehrt jederzeit ohne Last-Schwankung
vor sich geht, erklärt sich dadurch, daß der Hebel h im ausgeregelten Zustand
stets dieselbe Lage einnimmt; ebenso behält auch der Drehzahlregler, sofern an ihm
nichts verstellt wird, unverändert seine Lage bei, so daß die Kupplung vermittels des
Hebels h~ jederzeit vorgenommen werden kann, ohne daß eine augenblickliche Änderung
der Belastungsverhältnisse der Maschine eintritt oder nötig wäre.
Claims (4)
1. Einrichtung zur Regelung der Antriebsmas chine eines mit anderen, gleichartigen
Stromerzeugern parallel laufenden Drehstrom- oder Wiechselstromerzeuger&j
'dadurch gekennzeichnet, daß dier Fliehkraftregler (D) der Antriebsmaschine mit
seinem. Rieglergestänge (h,H) abkuppelbar
verbunden ist.
2. Einrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet
durch die Anordnung eines auf einem Ende des Reglergestänges längs verschiebbaren Zwischengliedes (h),
welches durch seine Verschiebung mit der Muffe (M) des Fliehkraftreglers (D) in
oder außer Eingriff gebracht werden kann.
3. Einrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß mach. Abkuppelung
des Reglergestänges (h, H) von der Reglermuffe (M) das Ende des Gestänges
sich auf einem besonderen Widerlager (u) abstützt.
4. Einrichtung nach Anspruch 1, 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß die
Muffe (M) des Fliehkraftreglers (D) mit einer Vorrichtung versehen ist, mittels
derer das abgekuppelte Ende (g) des Reglergestänges bei einer unzulässigen
Drehzahlsteigerung mitgenommen wird.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE620762T | 1930-07-26 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE620762C true DE620762C (de) | 1935-10-26 |
Family
ID=6577498
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1930620762D Expired DE620762C (de) | 1930-07-26 | 1930-07-26 | Einrichtung zur Regelung der Antriebsmaschine eines mit anderen, gleichartigen Stromerzeugern parallel laufenden Drehstrom- oder Wechselstromerzeugers |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE620762C (de) |
-
1930
- 1930-07-26 DE DE1930620762D patent/DE620762C/de not_active Expired
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