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Vorrichtung zum Anstreichen, Verputzen und Bearbeiten von Gebäudewänden
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Anstreichen, Verputzen und Bearbeiten
von Gebäudewänden, bei welcher das Werkzeug zur Behandlung der Wand am oberem Ende
eines aus durch Zugseile ausziehbaren und zusammenschiebbaren Gliedern bestehenden
Mastes angeordnet ist, in dem ein aufwickelbarer Schlauch für die Zuführung der
Baustoffe hindurchgeführt ist.
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Das Neue besteht darin, daß das untere Mastglied um eine waagerechte
Achse unabhängig von. der Längsveränderung des Mastes frei verschwenkbar ist und
.das obere Endglied mit einer an ihm angebrachten Stützrolle sich gegen die Gebäudewand
stützt, wobei zum Winden der Zugseile für die Mastglieder Schneckenantriebe angeordnet
sind. Der aufwickelbare Schlauch mündet in .eine hohle Walze, deren hohle, mit einer
Zuleitung verbundene Welle mit der Antriebsvorrichtung für den Mast kuppelbar ist.
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In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand in: einem Ausführungsbeispiel
dargestellt. Abh. i ist eine Vorderansicht und teilweiser Schnitt des unteren Teiles
der Vorrichtung. Abb.2 zeigt ehenfalls in Vorderansicht bzw. in teilweisem Schritt
den oberen Teil der Vorrichtung bzw. ,das; Endglied des' Mastes mit dem Arbeitswerkzeug.
Abb.3 zeigt einen Schnitt des Endgliedes dies Mastes bei abgenommenem Arbeitswerkzeug
und aufgesetzter Spritzdüse für Mörtel. Abb. q. veranschaulicht in schematischer
Darstellung die Arbeitsweise der Maschine. Abb. 5 ist ein schematIscher Querschnitt
des Arbeitsw.erkzeugesi in vergrößertem Vaßstabe.
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Auf einem Wagen i, der längs des .zu bearbeitenden Gebäudes auf Schienen
2 verschoben werden kann, ist eine auf den S:chienen 3 in Querrichtung einstellbare
Schiebebühne ¢ aufgesietzt. Die Schiebebühne trägt zwei Lagerständer 5, zwischen
welchen mittels der Zapfen 6 das Anfangsglied 7 eines Mastes drehbar gelagert ist.
Das Anfangsglied besteht im dargestellten Beispiel aus einem Rohr, und auch die
weiteren Glieder 8, i o . . . 15 (Abb. ¢) des Mastes sind aus Röhren gebildet,
welche, wie in Abb. q. dargestellt, auseinandergezogen oder imeinandergeschoben
werden können. Zu diesem Zwecke sind ,am unteren Ende eines jeden Gliedes Rollen
16 Und am oberen Ende eines jeden Gliedes Rollen 17 gelagert, wobei. über die Rollen
von je zwei irneinandergesteckten Gliedern ein Drahtseil 18 geführt ist, dessen
Enden auf Walzen ig aufgewickelt sind. Je nach dem Drehungssinne der Walzen i g
werden . die Röhren des Mastes ausennandergezogen bzw. zufolge ihres Eigengewichtes
zusammengeschoben.
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Zur gleichzeitigen Drehung der Walzen i g dienen :die .auf diesen
Walzen aufgekeilten Schneckenräder 2o, die mit Schnecken 2i in Eingriff stehen,
deren Welle 22 von Hand aus oder mittels -eines am Rohr 7 befestigten Elektromotors
und einer Riemenscheibe in Umdrehung versetzt wird. Zwischen den Lagerständern 5
ist noch eine hohle Welle 2q. drehbar gelagert, die in eine hohle Walze 25 mündet,
während ihr äußeres Ende abgedichtet in einer Büchse 26 läuft. An die Walze 25 ist
ein Schlauch 27 angeschlossen, während ein, Rohransatz 28 der Büchse 26 mit einem
Schlauch verbunden werden, kann.
Dieser Schlauch wird mit der Druckleitung
einer nicht dargestellten Pumpe verbunden, deren Saugleitung mit einem Kalkmilch,
Anstrichfarbe, dünnen Mörtel u. dgl. enthaltenden Behälter verbunden wird, so daß
hei Inbetriebsetzung der Pumpe je nach Bedarf einer der erwähnten Baustoffe in den
Schlauch 27 gedrückt werden kann. Das andere Ende der Welle 24 trägt zwei
Riemenscheiben z9 und 3o, von welchen die eine aufgekeilt und die andere lose sitzt,
so daß man durch Verstellung des Riemens 3 z die Welle 24 von der Riemenscheibe
32 der Welle 22 antreiben oder leer laufen lassen kann. Beim Zusammenschieben
der Glieder des Mastes wird die Welle 24 zwangsläufig angetrieben. damit sich der
Schlauch 2 7 auf die Walze 2 5
aufwickle, während beim Auseinanderziehen
der Glieder des Mastes die Welle leer laufen gelassen wird, so daß sich der Schlauch
27
nach Bedarf frei abwickeln kann. Das obere Ende des Schlauches
27 ist an ein Rohr 33 angeschlossen, das in eine Büchse 34 mündet. In dieser
Büchse ist abgedichtet eine hohle Welle 35 drehbar eingesetzt, auf welcher sein
Zylinder 36 sitzt. Der Mantel der WCHe 35 ist gelocht, und ebenso ist auch,der Mantel
des Zylinders 36 mit Lochungen versehen, wie dies bei 37 angedeutet ist. Der Zylinder
36 ist ferner mit Pinselborsten 38 versehen und dient als Werkzeug zum Anstreichen
oder Weißen des Gebäudes, indem das hierzu durch den Schlauch 27 zugeführte
Material bei der mittels :eines Motors 39 bewirkten Drehung des Zylinders 36 ,auf
die Wand 41 aufgespritzt wird (Abb. 4), während der Mast gegen die Wand angelehnt
auf und ab .geht. Die soeben beschriebenen Teile sind in einem Gestell4z (Abb. z)
gelagert, das am Endglied 15 des Mastes .abnehmbar befestigt ist. Wenn die
Wand abgekratzt werden soll, so wird in das Gestell 42 ein Zylinder 36 eingesetzt,
der anstatt der Borsten 38 mit Schabern (Messern) versehen und dessen Mantel ungelocht
ist.
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Der Mantel des Zylinders 36 ist mittels der Blattfedern 43 (Abb. 5)
auf der Welle 3 5 gelagert und kann in bezug zu dieser in jeder radialen Richtung
ausweichen, wobei die Enden der Federn 43 in Führungen 54 spielen.
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Wenn auf die Wand Mörtel aufgetragen werden soll, so wird das Gestell
42 mit allen darauf befindlichen Bestandteilen abgenommen und das Ende des Schlauches
27 mit einer Spritzdüse (Abb.3) verbunden, aus welcher der Mörtel beim Niederdrücken
des Ventilkopfes 45 auf die Wand gelangt und vom Maurer verputzt wird, der in diesem
Falle in einem am Endglied 15 befestigten Sitzkorb 46 sitzt. Wenn an einer
Stelle längere Zeit gearbeitet werden soll, ist es zweckmäßig, den auseinandergezogenen
Mast zu versteifen. Zu diesem Zwecke können, wie in Abb.4 angedeutet, mehrere ineinandergeschob°ne
und miteinander mittels federnder Riegel gekuppelte Rohre 47 . dienen, von welchen
das oberste auf einem Arm 48 des Mastes aufgehängt und das unterste durch einen
Hebebock 49 unterstützt ist.
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Zur Führung .des oberen Endes des Mastes an der zu bearbeitenden Mauer
dienen Rollen 5o, die in federnden Armen 51 gelagert sind.
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Die Arbeitsweise der Maschine ist nach Vorstehendem ohne weiteres
verständlich. Die Maschine wird mittels des Wagens i und der Schiebebühne 4 in entsprechender
Entfernung vom Gebäude aufgestellt und der Mast um den Zapfen 6 gegen die Mauer
4 1 angelehnt. Es werden nun die Walzen 19, der Motor 39 und die erwähnte Pumpe
in Gang gesetzt, wodurch die Glieder des Mastes auseinandergezogen werden; das Endglied
15 mit dem Werkzeug 36,38 der Mauer entlang aufwärts wandert und die gewünschte
Arbeit verrichtet.
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Nun wird die Maschine um einen Arbeitsstreifen verschoben und die
Antriebsrichtung der Walzen 19 umgestellt, wobei sich die Glieder des Mastes
zusammenschieben, das Werkzeug 36, 38 die Mauer von oben. nach unten behandelt und
der Schlauch 27 aufgewickelt wird.