DE587665C - Verfahren zur Reinigung von Metallen - Google Patents

Verfahren zur Reinigung von Metallen

Info

Publication number
DE587665C
DE587665C DE1930587665D DE587665DD DE587665C DE 587665 C DE587665 C DE 587665C DE 1930587665 D DE1930587665 D DE 1930587665D DE 587665D D DE587665D D DE 587665DD DE 587665 C DE587665 C DE 587665C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
chlorine
halogen
alloys
cleaning metals
metals
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DE1930587665D
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
FROGES ET CAMARGUE
Compagnie de Produits Chimiques et Electrometallurgiques Alais Froges et Camargue
Original Assignee
FROGES ET CAMARGUE
Compagnie de Produits Chimiques et Electrometallurgiques Alais Froges et Camargue
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by FROGES ET CAMARGUE, Compagnie de Produits Chimiques et Electrometallurgiques Alais Froges et Camargue filed Critical FROGES ET CAMARGUE
Application granted granted Critical
Publication of DE587665C publication Critical patent/DE587665C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • C—CHEMISTRY; METALLURGY
    • C22—METALLURGY; FERROUS OR NON-FERROUS ALLOYS; TREATMENT OF ALLOYS OR NON-FERROUS METALS
    • C22B—PRODUCTION AND REFINING OF METALS; PRETREATMENT OF RAW MATERIALS
    • C22B9/00—General processes of refining or remelting of metals; Apparatus for electroslag or arc remelting of metals
    • C22B9/05—Refining by treating with gases, e.g. gas flushing also refining by means of a material generating gas in situ
    • C—CHEMISTRY; METALLURGY
    • C22—METALLURGY; FERROUS OR NON-FERROUS ALLOYS; TREATMENT OF ALLOYS OR NON-FERROUS METALS
    • C22B—PRODUCTION AND REFINING OF METALS; PRETREATMENT OF RAW MATERIALS
    • C22B21/00—Obtaining aluminium
    • C22B21/06—Obtaining aluminium refining
    • C22B21/064—Obtaining aluminium refining using inert or reactive gases

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Metallurgy (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Manufacture And Refinement Of Metals (AREA)

Description

  • Verfahren zur Reinigung von Metallen Bekanntlich erzielt man eine Reinigung von Metallen, insbesondere von Aluminium und seinen Verbindungen, wenn man durch das flüssige Metall vor dem Gießen einen Strom von trockenem Chlorgas hindurchleitet.
  • Es ist auch vorgeschlagen worden, in der Schmelze naszierendes Chlor zu erzeugen, indem man ein durch das Metall leicht zersetzbares Chlorid darin einführt.
  • Ferner ist vorgeschlagen worden, das Chlor in Form von Börtrichlorid zu verwenden, indem man gasförmiges Chlor durch ein Rohr leitet, das Bortrioxyd und Kohle enthält, und dann das Kohlenoxyd aus der das Rohr verlassenden Mischung von Bortrichlorid und Kohlenoxyd absorbiert. Das Bortrichlorid zersetzt sich beim Einleiten in das Metallbad, und es wirkt allein das Chlor. Da jeder bekannte Körper, der Kohlenoxyd zu absorbieren vermag, auch Chlor absorbiert, so enthält das in das Bad eingeleitete Bortrichlorid kein freies Chlor mehr.
  • Diese Verfahren haben gewisse Nachteile. Das erste erfordert ein langes Durchleiten des Chlors, denn die raffinierende Wirkung des Chlorgases ist nur schwach. Das zweite Ver--fanren verlangt ziemlich große Mengen von Chloriden, die'zurri Teil sehr teuer sind, wodurcb es verhindert wird, aus der Läboratoriuinsmethode ein gewerbliches Verfahren zu machen.. Außerdem. führen die im allgemeinen für die Einführung der Chloride vorgeschlagenen Verfahren zu heftigen Reaktionen, die deshalb eine schlechte Ausbeute liefern und noch dazu gefährlich sind.
  • L? in der Heftigkeit der Reaktionen vorzubeugen, ist vorgeschlagen worden, die Chloride in einem Stickstoffstrom mitzunehmen; bei der Arbeitstemperatur ist dies Gas gegenüber Aluminium beinahe indifferent.
  • Es ist bekannt, daß Stickstoff, wenn er allein als Entgasungsmittel angewendet wird, eine weit geringere Wirkung hat als Chlor unter denselben Bedingungen, und daß dieses den Nachteil hat, daß es Legierungen ergibt, die einmal entgast ein grobes Kristallgefüge aufweisen und deshalb mehr oder weniger spröde sind und sich schwer verschniieden lassen.
  • Die Erfinderin -hat nun festgestellt, daß, wenn man in ein geschmolzenes Metall oder eine flüssige Legierung einen Halogengasstrom einleitet, in welchem sich irgendeine Halogenverbindung schwebend oder als Dampf befindet, die Wirksamkeit des gasförmigen Halogens vermehrt und der Nachteil, daß grobkörnige Metalle oder Legierungen erhalten wurden, vermieden wird. Vielmehr beobachtet man unter passenden Arbeitsbedingungen eine Raffination, die sowohl für Gießlegierungen wie für Legierungen, die mit Wärme oder mechanisch behandelt werden sollen, von besonderer Bedeutung sind. Die Überlegenheit dieses Verfahrens über dasjenige, bei dem ein indifferentes Fördermittel, wie Stickstoff, benutzt wird, in bezug auf das Metall ist unbestreitbar, denn es ist festgestellt worden, daß unter diesen Bedingungen die Menge des Halogens, das in die Schmelze einzuleiten ist, erheblich vermindert wird. Ebenso ist der Verbrauch an Halogenverbindung, die gewissermaßen als Katalysator dient, gering. ' Man kann sich also vorstellen, daß die Anwesenheit von naszierendem Halogen, das aus der Zersetzung der Halogenverbindung stammt, die Aufnahme des Halogens begünstigt, das in verhältnismäßig großen Mengen eingeführt wird. Dieses Verfahren gestattet die langsame und -regelmäßige Einführung des naszierenden Halogens in die Schmelze.
  • Unter diesen Umständen ist nämlich die Reaktion ruhig genug, um nicht stoßweise zu verlaufen. Sie ist nicht unbequemer als irgendein anderes in der Gießerei verwendetes Raffinierverfahren, wie die Raffinierung mit Natrium, die Reinigung von Krätzen mit Chlorzink usw. Ferner betrifft die Reaktion die ganze Masse des Metalls, was nicht der Fall ist, wenn man die gewöhnlich für die Einführung von Halogeniden empfohlenen Methoden anwendet.
  • Wohlverstanden wechseln die Mengen von Halogenen und Halogeniden je nach den zu raffinierenden Legierungen und je nach der Beschaffenheit des Halogens. Man kann beispielsweise anführen, daß ein Chlorstrom, der mit Titantetrachlorid beladen ist, die Raffination einer Legierung mit 1ß °/o Silicium sowie von Kupferlegierungen, z. B. mit 8 °4 Kupfer, -ermöglicht; hierbei sind die Ergebnisse in bemerkenswerter Weise konstant.
  • Die so erhaltene Vergütung läßt sich im Großbetriebe anwenden, da das Verfahren wirtschaftlich, einfach und gefahrlos ist. Die Reaktion zwischen den Bestandteilen ist langsam und vollständig, und deshalb lassen sich die Mengenverhältnisse leicht überwachen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Reinigung von Metallen, insbesondere Aluminium und seinen Legierungen, durch Behandlung mit Halogeniden, dadurch gekennzeichnet, daß die Halogenide in einem Strom von Halogengas schwebend oder als Dampf in das Metallbad eingeführt werden.
DE1930587665D 1930-12-30 1930-12-30 Verfahren zur Reinigung von Metallen Expired DE587665C (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE587665T 1930-12-30

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE587665C true DE587665C (de) 1933-11-07

Family

ID=6572246

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE1930587665D Expired DE587665C (de) 1930-12-30 1930-12-30 Verfahren zur Reinigung von Metallen

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE587665C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE966101C (de) * 1948-11-17 1957-07-11 E H Paul Roentgen Dr Ing Verfahren und Vorrichtung zur Behandlung von schmelzfluessigem Aluminium und Aluminiumlegierungen mit Chlorgas

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE966101C (de) * 1948-11-17 1957-07-11 E H Paul Roentgen Dr Ing Verfahren und Vorrichtung zur Behandlung von schmelzfluessigem Aluminium und Aluminiumlegierungen mit Chlorgas

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE1912887C3 (de) Verfahren zur Entfernung von mindestens einem Teil von Verunreinigungen aus geschmolzenen metallischen Aluminiummaterialien
EP0002016A1 (de) Verfahren zur Reinigung von Ammoniumfluoridlösungen
AT139432B (de) Verfahren zur Rückgewinnung und Reinigung von Magnesium und Magnesiumlegierungen.
DE1567469B1 (de) Verfahren zur gleichzeitigen Abtrennung von Aluminiumchlorid und Titantetrachlorid aus den bei der Chlorierung oder Hydrochlorierung von Silicium anfallenden Reaktionsgasen
AT295171B (de) Verfahren zur Gewinnung von schwer schmelzbaren Metallen
DE744035C (de) Verfahren zur Modifizierung von Aluminium-Silizium-Legierungen
DE620350C (de) Verfahren zur Zerlegung von Legierungen aus 30 bis 70% Kupfer, Rest im wesentlichen Silber
DE632953C (de) Verfahren zur Modifizierung von siliciumhaltigen Aluminiumlegierungen
DE897758C (de) Verfahren zur Veredlung von Aluminium-Silizium-Legierungen
DE690815C (de) gierungen und zum Rueckgewinnen von Magnesium aus Abfaellen durch Einschmelzen mit Salzen
DE543300C (de) Verfahren zum Reinigen von Aluminium und Aluminiumlegierungen
DE520623C (de) Aufarbeitung von Vanadium, insbesondere Bleivanadinaten und bzw. oder andere Schwermetalle enthaltenden Rohstoffen
DE709361C (de) Verfahren zum Modifizieren von siliciumhaltigen Aluminiumlegierungen
AT128346B (de) Verfahren zur Modifizierung von siliziumhaltigen Aluminiumlegierungen.
DE355886C (de) Verfahren zur Reindarstellung von Edelmetallen, insbesondere Gold und Platin, durch Chlorierung
AT205006B (de) Verfahren zur Herstellung von Komplex- oder Doppelsalzen der Seltenen Erdmetalle
DE517921C (de) Verfahren zur Gewinnung von Rubidiumsalzen
AT215957B (de) Verfahren zur Herstellung von Peroxomonosulfaten
AT167103B (de) Verfahren zur Herstellung von Zirkon enthaltenden Legierungen auf Magnesiumbasis
DE678536C (de) Verfahren zur Raffination von Aluminium oder Aluminiumlegierungen
DE902091C (de) Verfahren zur Behandlung von Aluminium-Silizium-Legierungen
DE609501C (de) Verfahren zur Herstellung von Zirkonium
DE1031974B (de) Verfahren zur Herstellung von Titan
DE613015C (de) Verfahren zur Verbesserung von Aluminium-Silicium-Legierungen
DE899559C (de) Raffinationsverfahren fuer Magnesium und Magnesiumlegierugnen, insbesondere Knetlegierugnen