DE613015C - Verfahren zur Verbesserung von Aluminium-Silicium-Legierungen - Google Patents

Verfahren zur Verbesserung von Aluminium-Silicium-Legierungen

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DE613015C
DE613015C DEM121542D DEM0121542D DE613015C DE 613015 C DE613015 C DE 613015C DE M121542 D DEM121542 D DE M121542D DE M0121542 D DEM0121542 D DE M0121542D DE 613015 C DE613015 C DE 613015C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C22METALLURGY; FERROUS OR NON-FERROUS ALLOYS; TREATMENT OF ALLOYS OR NON-FERROUS METALS
    • C22CALLOYS
    • C22C21/00Alloys based on aluminium
    • C22C21/02Alloys based on aluminium with silicon as the next major constituent

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  • Mechanical Engineering (AREA)
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  • Organic Chemistry (AREA)
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Description

  • Verfahren zur Verbesserung von Aluminium-Silicium-Legierungen Während man früher die siliciumhaltigen Aluminiumlegierungen für zu spröde hielt, als daß sie in der Technik Verwendung finden könnten, ist es seit einiger Zeit gelungen, eine sog. Modifizierung des Gefüges dieser Legierungen durch Zusatz von Alkali oder alkalimetallabgebenden -Stoffen durchzuführen. Es hat sich dabei ergeben, daß diese Modifizierung des Gefüges eine wesentliche Verbesserung der mechanischen Eigenschaften bewirkt. Insbesondere Legierungen mit eutektischem Gefüge werden verbessert, w illirend sich bei den übereutektischen Legierungen Saigerungserscheinungen bemerkbar machen, die die praktische Verwendung derartiger Legierungen erschwerten. Es ist zwar gelungen, diese Saigerüngserscheinungen durch Abschreckguß in Kokillen bis zu einem gewissen Maße zu unterdrücken; man konnte jedoch bisher Sandguß bzw. sehr Markwandigen Kokillenguß noch nicht daraus herstellen.
  • Es konnte nun festgestellt werden, daß diese Saigerungserscheinungen unterdrückt ,-erden, wenn man den hochsiliciumhaltigen Aluminiumlegierungen die kleinen Mengen von Natrium entzieht, die fast stets darin gefunden werden, auch wenn die Legierungen keiner ausdrücklichen Modifizierungsbehandlung unterworfen wurden. Das Natrium hat die Wirkung, an einzelnen Stellen, vorzugsweise im unteren Teil des Gusses, ein feinkörniges, rein putektisches Gefüge herzustellen und gleichzeitig die primär erstarrten Si-Kristalle an anderen Stellen zusammenzudrängen. Selbst ohne besondere Behandlung mit Alkalimetallen weisen aber die schmelzelektroly tisch hergestellten Aluminiumlegierungen einen Natriumgehalt auf, der sich in Aluminium-Silicium-Legierungen -üngüristig bemerkbar macht. Im Handelsaluminium befinden sich im allgemeinen mehr als o,oo.I °@o Natrium.
  • Gegenstand der Erfindung ist daher eine Behandlung von Aluminium-Silicium-Legierungen mit mehr als 1,4 -bis 35 °/o Silicium durch Mittel, welche geeignet sind, diesen Legierungen das Natrium praktisch vollkommen, das heißt auf weniger als etwa o,ooi °/o, zu entziehen. Hierzu gehören in erster Linie Oxydationsmittel einschließlich Wasserdampf, dann aber auch Chlor und chlorabgebende Stoffe, wie Ammoniumclilorid, Bortrichlorid, Tetrachlorkohlenstoff. Unter Oxydationsmittel sind hierbei die gegenüber Natrium oxydierend wirkenden Verbindungen zu verstellen, zu denen z. B. auch die Sulfate und Wasserdampf gehören. Auch physikalische Verfahren, wie eine Vakuumbehandlung, können zum gleichen Zwecke angewen-det werden.
  • Es ist an sich natürlich bekannt, die Reinigung von Aluminium und Aluminiumlegierungen durch Oxydationsmittel vorzunehmen. So wurde bereits vorgeschlagen, verschiedene Verunreinigungen durch hochsauerstoffhaltige Salze und Verbindungen aus dem Aluminium zu entfernen. Es ist auch sicherlich nicht neu, daß man Natrium an sich durch Oxydationsmittel aus Schmelzen entfernen kann. Das Neue vorliegender Erfindung liegt jedoch darin, daß entgegen der allgemein verbreiteten Ansicht der Praxis eine hochsiliciumhaltige Legierung mit Mitteln behandelt werden soll, die das Natrium entfernen, während man bisher vielmehr zu der Ansicht neigte, daß diesen Legierungen Natrium zugeführt werden müsse.- Das Überraschende ist dabei, daß sich die Entfernung des Natriums gerade für die übereutektischen Aluminium-Silicium-Legierungen günstig auswirkt, während für die Legierungen mit geringeren Siliciumgehalten die bisherige Modifizierung unter besonderem Zusatz von Natrium in ihrem Wert bestehen bleibt. - -

Claims (1)

  1. PATrNTANSPRUCH: Verfahren zum Verbessern von Aluminium-Silicium-Legierungen mit 14 bis 35 % Silicium, dadurch gekennzeichnet, daß man die Legierungen zwecks Entfernung des Natriums mit Reinigungsmitteln, insbesondere Oxydationsmitteln, behandelt.
DEM121542D 1932-10-29 1932-10-29 Verfahren zur Verbesserung von Aluminium-Silicium-Legierungen Expired DE613015C (de)

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