DE58764C - Ausrückvorrichtung für Kupplungen mit getheilter Mutter oder excentrisch verlaufenden Schraubenflächen - Google Patents

Ausrückvorrichtung für Kupplungen mit getheilter Mutter oder excentrisch verlaufenden Schraubenflächen

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DE58764C
DE58764C DENDAT58764D DE58764DA DE58764C DE 58764 C DE58764 C DE 58764C DE NDAT58764 D DENDAT58764 D DE NDAT58764D DE 58764D A DE58764D A DE 58764DA DE 58764 C DE58764 C DE 58764C
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Germany
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release device
bracket
clutches
lever
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Application number
DENDAT58764D
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: K. BLANKE ir. Barmen
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Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F16ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
    • F16DCOUPLINGS FOR TRANSMITTING ROTATION; CLUTCHES; BRAKES
    • F16D23/00Details of mechanically-actuated clutches not specific for one distinct type
    • F16D23/12Mechanical clutch-actuating mechanisms arranged outside the clutch as such

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Transmission Devices (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT
Schraubenflächen.
Die dargestellte Ausrückvorrichtung kann nicht nur bei Reibungskupplungen an Hauptwellen, sondern auch in allen sonst vorkommenden Fällen, z.B. zur-Verschiebung eines Riemens auf eine Leerscheibe oder zur Abstellung eines Triebwerkes oder einer Maschine, verwendet werden. In Fig. 1 bis 9 ist eine Ausführung mit Schraubenspindel, in Fig. 10 bis 19 mit Schraubenflächen dargestellt.
Der in den Lagern A hängende Wellenstrang B, dessen. Ein- und Ausrückung mittelst einer Reibungskupplung oder einer anderen lösbaren Kupplung bewirkt werden soll, trägt einerseits die feste Kupplungshälfte C, andererseits die axial verschiebbare Hälfte C1. Letztere ist mit der Ringnabe D versehen, in welche der Handausrückhebel E wie gewöhnlich eingreift, damit man auch von Hand ein- und ausrücken könne. Gleichzeitig werden die Zapfen des Handhebels bezw. der Ringklaue in der Nuth von D mit den Zugstangen F vereinigt, deren andere Enden durch Verschraubung bezw. Mutter und Gegenmutter G mit der Brille H fest verbunden sind. Eine Axialverschiebung der Brille verursacht also auch eine solche der lösen Kupplungshälfte CK
Die Brille H ist, damit sie bequem über jede vorhandene Welle gesteckt werden könne, zweitheilig hergestellt, Fig. 6 und 7, und mittelst der Bolzen J und J1 zusammengesetzt. Links und rechts ist sie mit Armen L L versehen , an deren Enden sich Gleitbacken K befinden, welche auf den Hängeführungen K1 ruhen und gleiten und der Brille sichere Führung geben. Das eigentlich thätige und wichtigste Getriebe bildet jedoch eine auf der Achse B festgekeilte Büchse M, die theilweise mit Gewinde versehen, zum Theil auf die Gewindetiefe abgedreht ist, in Verbindung mit einer über sie greifenden zweitheiligen, scheerenförmigsich öffnenden und schliefsenden Mutter N. Je nachdem die Mutter N geschlossen oder geöffnet um M greift, wird dieselbe bei der Drehung der Welle axial zu dieser verschoben. Gewinderichtung und Drehrichtung der Welle sind so angeordnet, dafs die Axialbewegung der Mutter in der erforderlichen. Richtung erfolgt. Mit der Mutter N ist die Brille H durch die Bolzen J und J1 so verbunden, dafs diese an der Längsverschiebung jener theilnehmen mufs.
Die beiden Hälften laufen nach unten in zwei Arme oder Schenkel O aus, zwischen welche der Bolzen J1 der Brille greift. Dieser dient als Drehzapfen für einen zweiarmigen Hebel P, in dessen gegabelte Enden die Gelenkstücke R R greifen, welche mit den Schenkeln O verbunden sind, Fig. 8. Mit dem äufseren Ende des Bolzens J1 ist ein Hebel S fest verbunden, an welchem ein Gewicht Q hängt. Für gewöhnlich steht der Hebel S nach oben, Fig. 3, und die Mutter N ist geöffnet, das Gewicht Q unterstützt und am Fallen gehindert.
Sobald das Gewicht Q. frei wird, was z. B. mit Hülfe der unter No. 50154 patentirten elektrischen Ausrückvorrichtung von irgend einer Stelle aus besorgt werden kann, fällt es und
bringt den Hebel S in die Lage nach Fig. 4, schliefst dadurch die Mutterhälften NN und versetzt sie in Eingriff mit der Spindel M. Damit bei schnell laufenden Wellen oder bei festsitzenden Kupplungen die Mutter nicht von selbst wieder ausgelöst werde, ist noch eine Sicherheitsvorrichtung angebracht, bestehend in dem Hakenhebel T, welcher an einem der . Schenkel O gelenkig befestigt ist und mit dem freien Ende durch einen Schlitz U im anderen hindurchgeht, während eine Feder V ihn nach unten drückt, so dafs der Haken an T sich in dem Schlitz fangen mufs und sich nicht wieder willkürlich lösen kann. In diesem geschlossenen Zustande verschiebt sich bei der Drehung der Welle B und Spindel M die Mutter so lange nach rechts, bis sie auf den glatten Theil M1 kommt. Gleichzeitig hat sie aber auch die Brille H nach rechts verschoben und mit ihr die Stangen F, welche die verschiebbare Kupplungshälfte dadurch aus der festen ausgelöst und damit die Weiterdrehung des betreffenden Wellenstranges unterbrochen haben.
Soll nun die Mutter N und die ganze Vorrichtung wieder in die Anfangslage zurückversetzt werden, so löst man zunächst den Hakenhebel T aus, zu welchem Zwecke am Schenkel O der Mutter ein zweiarmiger Hebel W angebracht ist, der mit einem Arm unter einen; Stift X am Hakenhebel greift, während sein anderes Ende mit einer Zugschnur Y verbunden ist, wodurch W herabgezogen und T emporgedrückt werden kann. Dann wird das Gewicht Q und sein Hebel 5 in die Lage nach Fig. 3 zurückgehoben, und mit Hülfe des Handhebels kann die nun wieder offene Mutter nebst Brille nach links geschoben werden, wodurch die Verkupplung der beiden Kupplungshälften wieder hergestellt wird.
Die Ausrückung mittelst der Schraubenspindel erfolgt etwas langsam, was bei Unglücksfällen, nachtheilig werden kann, deshalb kann die Einrichtung auch nach Fig. 10 bis 19 ausgeführt werden, welche Vorrichtung ebenso sicher, aber schneller wirkt. ·
In den Lagern α α liegt die Welle b; c und c1 sind die beiden Kupplungshälften, d die Ringnabe, e der Handausrückhebel, f die Zugstangen, welche mittelst Mutter und Gegenmutter g mit der Brille h verbunden sind. Diese ist links und rechts mit Armen / versehen, während Bolzen iil sie mit dem der Mutter entsprechenden Theil η verbinden. Statt der Gleitstücke K werden Führungs- oder Laufrollen k benutzt, die auf der Hängeführung kl laufen. Im wesentlichen entspricht die Anordnung der vorhin .beschriebenen Ausführung. An Stelle der vorhin benutzten Gewindebuchse ist auf der Welle b ein Muff 0 befestigt, der der bequemeren Aufbringung wegen zweitheilig hergestellt wird. An der einen Stirnseite ist derselbe mit zwei etwas excentrisch verlaufenden, in der Steigungsrichtung im Radius abnehmenden hohlen Schraubenflächen q versehen. Um diesen Muff greift ein sich scheerenförmig öffnender Bügel«, zwischen dessen unteren Schenkelenden auf dem Bolzen i1 der Brille der zweiarmige Hebel ρ sich befindet, mit den Verbindungsstücken r und dem auf i1 ebenfalls festgekeilten Hebel s. In der Höhe der durch das Wellenmittel gelegten waagrechlen Ebene sind an dem Bügel ρ Leitrollen t so angebracht, dafs ■ bei offener Lage der Bügel, Fig. 12, diese Rollen ganz frei von dem Muff 0 und seinen hohlen excentrischen Schraubenflächen zu liegen kommen, dafs dagegen, wenn die Bügel zusammengezogen werden, Fig. 13, die Rollen sich in die Schraubenbahnen q einstellen und infolge des excentrischen Laufes derselben auch hineingetrieben und darin festgehalten werden. Weil nun die Flächen q je einen halben Schraubengang von ziemlicher Steigung bilden, so wird, wenn die Verbindung zwischen oq und tn hergestellt ist, η und mit ihm die Brille h nach rechts getrieben, wie vorhin die Schraubenmutter, und die beiden Kupplungshälften c c1 werden aufser Eingriff mit einander gesetzt.
Die Wirkungsweise dieser Ausführungsform ist also genau gleich der vorhin beschriebenen. Der Schlufs der Bügel η erfolgt wie dort durch Freiwerden und Fallen des Gewichtes, und die Zurückversetzung in den Anfangszustand wird bewirkt durch Heben des Gewichtes, Auseinanderdrücken der Bügel und Zurückziehen der Vorrichtung und der verschiebbaren Kupplungshälfte mittelst des Handhebels o.
Einer Sicherheitsvorrichtung UVW bedarf es bei dieser Bauweise nicht, weil der excentrische Lauf der Schraubenflächen die Bügel von' selbst zusammenzieht.
Als wesentlichen Vortheil der beschriebenen Ausrückvorrichtung giebt der Erfinder an, dafs die Kraft der Welle selbst die Ausrückung besorgt, die Entkupplung also sicher erfolgen mufs, während bei anderen Einrichtungen zu gleichem Zwecke diese Thätigkeit einem Gewicht aufgebürdet wird, das daher schwer werden mufs und doch unsicher wirkt. Das in Thätigkeit kommende Gewicht hat hier nur die Einrückung der Mutter N bezw. der Bügel η zu besorgen und kann daher ganz leicht sein.

Claims (2)

  1. Pa te nt-Ansprüche:
    ι . Eine Ausrückvorrichtung für umlaufende Triebwerke, welche dadurch gekennzeichnet ist, dafs mit einer, auf einer umlaufenden Welle -B befestigten Büchse M mit Gewinde eine zweitheilige Mutter N durch Freiwerden einer Last (belasteter Hebel S) und deren Einwirkung auf beide Mutterhälften in Eingriff gebracht und axial verschoben wird,
    während sie diese Längsverschiebung unmittelbar oder mittelbar auf den auszulösenden Maschinentheil (Kupplungshälfte C1) überträgt und so dessen Ausrückung be- - wirkt.
  2. 2. Diejenige Abänderung der unter i. gekennzeichneten Ausrückvorrichtung, bei welcher die Büchse mit Schraubengewinde ersetzt ist durch einen Muff ο mit an der einen Stirnseite angebrachten hohlen, excentrisch verlaufenden Schraubenflächen q, gegen welche durch Freiwerden einer Last Rollen t eines zweitheiligen Bügels η angedrückt und sammt dem Bügel axial verschoben werden, während diese Längsverschiebung unmittelbar oder mittelbar auf den auszulösenden Maschinentheil so übertragen wird, dafs dessen Ausrückung erfolgt.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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