DE58615C - Typensetzmaschine der aus der Patentschrift 55865 bekannten Art - Google Patents
Typensetzmaschine der aus der Patentschrift 55865 bekannten ArtInfo
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- DE58615C DE58615C DENDAT58615D DE58615DA DE58615C DE 58615 C DE58615 C DE 58615C DE NDAT58615 D DENDAT58615 D DE NDAT58615D DE 58615D A DE58615D A DE 58615DA DE 58615 C DE58615 C DE 58615C
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B41—PRINTING; LINING MACHINES; TYPEWRITERS; STAMPS
- B41B—MACHINES OR ACCESSORIES FOR MAKING, SETTING, OR DISTRIBUTING TYPE; TYPE; PHOTOGRAPHIC OR PHOTOELECTRIC COMPOSING DEVICES
- B41B3/00—Apparatus for mechanical composition using prefabricated type, i.e. without casting equipment
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Portable Nailing Machines And Staplers (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Bei der in der beiliegenden Zeichnung dargestellten Typensetzmaschine ist auf dem Tisch 10,
Fig. ι, von den Ständern 11 getragen, ein
halbkreisförmiger Rahmen 12 angebracht und auf diesem sind in radialer Richtung die
Fächer 13 angeordnet. In letzteren werden die zugehörigen Typen flach über einander
derart aufgestapelt, dafs die Schriftzeichen gegen den äufseren Rand des Rahmens 12 ge-.richtet
sind.
Für jedes Fach 13 ist ein um die gemeinsame Achse 18 schwingender Tastenhebel 17,
Fig. 2, oberhalb des Tisches 1 ο angeordnet, dessen freies Ende eine Taste 15 trägt und
auf einer Feder 16 ruht. Mit jedem Tastenhebel 17 ist eine Stange 19 und eine zweite
30 gelenkartig verbunden, von welchen erstere einen Winkelhebel 20 derart bethätigt, dafs ein
an dem oberen Ende des letzteren . angebrachter Schieber 21, Fig. 3, in eine entsprechende Aussparung am Fufs des betreffenden
Faches 13 eindringt und die untere Type gegen den ihr im Innern des Rahmens 12
gegenüberstehenden Greifer 25 drängt. Jeder der letzteren ist in einem Stuhl 24a auf der
von Ständern 22 getragenen halbkreisförmigen Platte 24 gelagert und einestheils durch einen
kurzen Arm 29 mit der Stange 30 und anderentheils durch einen Arm 26 mit einer
an der Stange 28 befestigten Zugfeder 27 verbunden.
Das freie Ende jedes Greifers 25 ist mit einer Aussparung zur Aufnahme der Type 14,
Fig. 9, und einer in die Signatur I4a der
Type einschnappenden Feder 25a versehen. Das untere Ende jeder Stange 30 ruht mittelst
eines Zapfens 3Ob, Fig. 8, in einem Ausschnitt
30a des dazugehörigen Tastenhebels 17,
mit welchem es unter dem Einflufs der Feder 27 und des Armes 26 stetig im Eingriff
gehalten wird, so dafs beim Niederdrücken eines Tastenhebels der zugehörige
Greiferarm 25 um seinen Aufhängepunkt 24a
gedreht wird und aus der aufrechten in die punktirte Stellung, Fig. 3, gelangt. Infolge
dieser Bewegung des Greiferarmes 25 wird die erfafste Type auf die Plattform 56 im Mittelpunkt
des von dem Rahmen 24 beschriebenen Halbkreises abgelegt, wo die Type in ihrer
aufrechten Stellung von einem Arm 39 ergriffen und festgehalten wird, Fig. 4, 5 und 6.
Dieser Arm 39 ist auf der in dem Schlitten 42 gelagerten Welle 40 eines Zahnrades 41 befestigt,
mit welchem das gezahnte Ende 46 einer in dem Rahmen 44 des Schlittens 42 geführten Stange 45 im Eingriff steht. Das
hintere Ende der letzteren ist bei 46a mit
einer zweiten Stange 47 verbunden, zwischen deren Stellringe 47a das obere Ende des
Armes 48 eines in dem Lager 49, Fig. 3, aufgehängten Winkelhebels 48, 50 greift. Auf
diesem Arm 50 ruht die mit den Seiten 51a
und dem Bolzen 52 einen festen Rahmen bildende Stange 51. Der Rahmen ist in den
Lagern 52a drehbar und wird in seiner Normalstellung
von dem Arm 50 unter dem Einflufs der Feder 48a parallel zur Grundplatte 10 gehalten.
Da die Tastenhebel 17 in entsprechen-
den Ausschnitten 51b der Stange 51 ruhen,
Fig. ι , so wird beim Niederdrücken einer Taste und sobald der Tastenhebel den Grund
des Einschnittes erreicht hat, der Winkelhebel in die punktirte Stellung, Fig. 3, gebracht und
dabei die Feder 48a, deren eines Ende mit
der in einem Joch 55 geführten und mittelst einer Mutter 54 einstellbaren Schraube 53 verbunden
ist, gespannt. Infolge der Bewegung des Winkelhebels 48, 50 wird die Zahnstange
46 durch die Stange 47 zurückgezogen, so dafs dieselbe das Zahnrad 41 und den
Arm 39 derart dreht, dafs letzterer um die vom Greifer 25 auf der Plattform 56 gehaltene
Type 14 greifen kann (punktirte Stellung Fig. 4). In dieser Stellung angelangt,
wird dann bei der weiteren Bewegung der Zahnstange 45, 46 der Schlitten 42 mit dem
Zahnrad 41 und dem Arm 39 auf der Gleitbahn 43 zurückgezogen und die Type dadurch
aus der Gewalt der Feder 25a und zwischen die beiden Setzlinien 32 und 35 gebracht,
worauf eine an der ersteren (32) angebrachte , bei der Einführung der Type zurückgedrängte leichte Feder 57 sich vor die
Type legt, um dieselbe in ihrer aufrechten Stellung, mit dem Schriftzeichen nach oben,
festzuhalten.
Beim Loslassen der Taste schwingen dann der Schlitten 43, Arm 39, Schieber 21 und
Greifer 25 wieder in ihre Anfangsstellung zurück, wobei der nächst bethätigte Greifer
eine neue Type erfafst,, um sie alsdann beim nächsten Niederdrücken der betreffenden Taste
in der beschriebenen Weise zur Einreihung in den Satz bereit zu halten.
Die Setzlinie oder Wand 32 ist mittelst des Schlittens 33 und eines Handhebels 34, Fig. 2,
auf dem Setztisch 23 gegen die Wand 35 verschiebbar und wird ihre Bewegung durch die
Schraube 33 a im Schlitz 33 b des Schlittens 33
auf die betreffende Kegelhöhe der Type begrenzt, Fig. 4. Die Wand 35, welche zwischen
den Gleitschienen 31 ebenfalls auf dem Setztisch verschiebbar ist, hält sich an der Innenwandung
derselben mittelst der Federn 35a.
Zwischen den Setzlinien oder Wänden 35 und 32 ist ein Schleppschieber 36 von der
Breite der Kegelhöhe der Typen verschiebbar, dessen an der unteren Kante vorspringender
Falz 3Öa in einer Nuth der Wand 32 geführt
wird. Beim Beginn des Setzens einer jeden einzelnen Zeile wird dieser Schieber 36 mit
Hülfe einer bei 38 befestigten Nürnberger Scheere 37 bis zur Feder 57 vorgeschoben,
um als Stützpunkt für die aufrecht gestellten Typen zu dienen und dann im Verhältnifs des
Vorrückens der ersten Type entsprechend zurückzuweichen. Sobald eine Zeile von der
Länge der Setzlinien 35,32 gesetzt und der Treibstock 36 aus dem durch letzteren gebildeten
Kanal zurückgetreten ist, wird mit Hülfe der Handhabe 34 die Setzlinie 32 um eine Kegelhöhe gegen die Wand 35 vorgeschoben
und wieder zurückgezogen, so dafs die letztere um die Höhe der gesetzten Zeile
zwischen den Leisten 31 zurückweicht und darauf sofort wieder eine neue Rinne zum
Setzen der nächsten Zeile zwischen den Typen der vorhergehenden Zeile und der Setzlinie 32
gebildet wird. In diese Rinne wird dann der Schieber 36 wieder mit Hülfe der Nürnberger
Scheere vorgeschoben und es kann das Setzen wieder, wie zuvor, beginnen.
Da bei der bezeichneten Anordnung zur Bethätigung der Greifer 25 das freie Ende derselben
bereits auf der Plattform 56 angelangt sein mufs, ehe die Tastenhebel 17 auf die
Stangen 51 zu wirken beginnen, so müssen die eingangs erwähnten Schlitze 30a der Tastenhebel,
Fig. 8, in welche die Zapfen 30b der Stange 20 fassen, von solcher Tiefe sein, dafs
nach dem Auftreffen der Greifer 25 auf die Plattform 56 die Tastenhebel 17 sich frei aufwärts
bewegen können, ohne dafs die Zapfen 3Ob
aus den Schlitzen schlüpfen.
Da ferner infolge der verschiedenen Länge der Tastenhebel, Fig. 2, und der Anordnung
der Angriffspunkte für die Stangen 19 und 30 in einem Kreisbogen der zur Bethätigung der
Greifer 25 erforderliche Hub. der Tastenhebel verschieden sein mufs, so haben die Einschnitte
51 b der Stange 51 zur Ausgleichung
dieser Unterschiede verschiedene Tiefen, so dafs die Tastenhebel 17 erst nach der Ankunft'
der Type auf der Plattform die Mechanismen zum Herausziehen der Type aus dem Greifer
und zur Einreihung derselben in den Satz in' der beschriebenen Weise bethätigen.
Claims (1)
- Patent-AnSprüche:ι. Eine Typensetzmaschine der aus der Patentschrift No. 55865 bekannten Art, bei welcher der die Type , nach einem gemeinsamen Punkt führende .Greiferarm 25 einestheils durch einen Arm 26 mit einer Feder 27 und anderentheils mit dem zugehörigen Tastenhebel 17 durch eine sich lose in eine entsprechende Aussparung 30a des letzteren einlegende Stange 30 verbunden ist, dergestalt, dafs die beim Niederdrücken einer Taste mittelst eines Stöfsers 21 aus dem Fach 13 vorgeschobene Type von dem unter dem Einflufs der Feder 27 herumschwingenden Greiferarm 25 ergriffen und auf den Ablegepunkt 56 aufgesetzt wird, worauf nach Freigabe. des Tastenhebel dessen Feder 16 den Arm 25 und Stöfser 21 in die Anfangslage zurückführt.Bei der unter · ι. gekennzeichneten Typensetzmaschine die Einrichtung zum Ausziehen der Type aus dem Greiferarm 25 und zur Einreihung derselben in den Schriftsatz, bestehend aus dem im unteren Theil als Zahnrad 41 ausgebildeten Arm 39 und dem mit verschiebbarer Zahnstange 46 versehenen Schlitten 42, dergestalt, dafs bei Verschiebung der Zahnstange vom angeschlagenen Tastenhebel aus zunächst der Arm 39 gegen die ihm vom Greiferarm 25 dargebotene Type herumschwingt und dann der Schlitten mit der am Arm 39 gehaltenen Type gegen den Schriftsatz zurückgezogen wird.Bei der unter 1. und 2. gekennzeichneten Typensetzmaschine die Verschiebung des die gesetzten Typen stützenden Gleitblockes 36 mittelst einer Nürnberger Scheere.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE58615C true DE58615C (de) |
Family
ID=332899
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT58615D Expired - Lifetime DE58615C (de) | Typensetzmaschine der aus der Patentschrift 55865 bekannten Art |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE58615C (de) |
-
0
- DE DENDAT58615D patent/DE58615C/de not_active Expired - Lifetime
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