DE58576C - Neuerung in dem Verfahren zur Darstellung grüner Azinfarbstoffe. (2 - Google Patents

Neuerung in dem Verfahren zur Darstellung grüner Azinfarbstoffe. (2

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DE58576C
DE58576C DENDAT58576D DE58576DA DE58576C DE 58576 C DE58576 C DE 58576C DE NDAT58576 D DENDAT58576 D DE NDAT58576D DE 58576D A DE58576D A DE 58576DA DE 58576 C DE58576 C DE 58576C
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green
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azine dyes
soluble
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DENDAT58576D
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A. Leonhardt & Co. in Mühlheim i. H
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B17/00Azine dyes

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Coloring (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 22: Farbstoffe, Firnisse, Lacke.
Zweiter Zusatz zum Patente JU 54087 vom 24. Dezember 1889.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 19. Juni 1890 ab. Längste Dauer: 23. Dezember 1904.
Die in dem Haupt-Patent erwähnten basischen, Baumwolle grün färbenden Azinderivate liefern beim Sulfuriren neue Farbstoffe, welche für die Färberei von Wolle in saurem Bade verwendbar sind. Es wird hierdurch eine Lücke, welche bisher in der Verwendungsfähigkeit des Azingrüns vorhanden war, in vollkommener Weise ausgefüllt.
Zur Sulfurirung der Azinfarbstoffe verwendet man rauchende Schwefelsäure, auch Chlorhydrin, und läfst die Einwirkung bei gewöhnlicher oder mäfsig erhöhter Temperatur von Statten gehen.
Beispiel: 10 kg des nach dem Haupt-Patent erhaltenen Farbstoffes aus Nitrosodimethylanilin und Diphenylnaphtylendiamin werden allmälig unter Kühlen und gutem Umrühren in 40 kg Schwefelsäure von 20 pCt. Anhydridgehalt eingetragen. Der Farbstoff geht hierbei mit violettblauer Farbe in Lösung. Wenn die Sulfurirung bei etwa 50° C. noch nicht beendigt ist, so kann sie durch allmäligen Zusatz von Schwefelsäure von ca. 40 pCt. Anhydridgehalt vervollständigt werden. Man giefst hierauf in Eiswasser, neutralisirt mit Kreide, verwandelt in bekannter Weise in Natronsalz und gewinnt letzteres durch Eindampfen in fester Form.
Die Eigenschaften der so hergestellten Natronsalze ergeben sich aus folgender Zusammenstellung:
In Spiritus In concentrirter
Schwefelsäure
BeimVerdünnen
mit Wasser
Die wässerige
Lösung wird
beim Kochen
mit Natronlauge
Sulfosäure des Farbstoffes aus
Nitrosodimethylanilin und Diphenyl
naphtylendiamin
schwer löslich blau löslich grünlichblau violett
Sulfosäure des Farbstoffes aus
Nitrosodimethylanilin und o-Di-
tolylnaphtylendiamin
schwer löslich blauviolett
löslich
blaugrün rothviolett
Sulfosäure des Farbstoffes aus
Nitrosodimethylanilin und ρ - Di-
tolylnaphtylendiamin
kaum löslich grünlich
schwarz löslich
bläulich grau
(2. Auflage, ausgegeben am 18. August i8g8.)
In Spiritus In concentrirter
Schwefelsäure
Beim Verdünnen
mit Wasser
Die wässerige
Lösung wird
beim Kochen
mit Natronlauge
Sulfosäure des Farbstoffes aus
Nitrosodiäthylanilin und Diphenyl-
naphtylendiamin
kaum löslich blauschwarz
löslich
grün blauschwarz
Sulfosäure des Farbstoffes aus
Nitrosodiäthylanilin und o-Ditolyl-
naphtylendiamin
schwer löslich blauschwarz
löslich
grünblau blauschwarz
Sulfosäure des Farbstoffes aus
Nitrosodiäthylanilin und p-Ditolyl-
naphtylendiamin
schwer löslich grünlich
schwarz löslich
grün bläulich gefällt.
Diese sämmtlicben Natronsalze bilden dunkelgrüne, in Wasser leicht lösliche Pulver, ihre charakteristischste Eigenschaft t besteht darin, Wolle zum Unterschied von den Farbstoffen des Haupt-Patentes in schwach saurem Bade dunkelgrün anzufärben.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Neuerung in dem Verfahren zur Darstellung grüner Azinfarbstoffe, darin bestehend, dafs die nach dem durch das Haupt-Patent geschützten Verfahren dargestellten grünen basischen Azinfarbstoffe mittelst rauchender Schwefelsäure bei gewöhnlicher oder mäfsig erhöhter Temperatur in ihre Sulfosäuren verwandelt werden.
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